Beiträge von Alex_aufdemweg

    Gibt es Alkoholtote die keine Alkoholiker sind?

    Ja, zum Karneval wird es wieder Alkoholtote geben, die keine Alkoholiker sind.

    Bei meinen Diensten bei Umzügen habe ich erlebt, wie die Atmung bei Menschen aussetzt, wenn die Zerstörung durch den Alkohol zu tief ins parasympathische System vorgedrungen ist.

    Im Groben erst Motorik, dann Sprache, Bewusstsein und Atmung.

    Meist Tod durch Ersticken. Entweder durch Aussetzen der Atmung und/oder Aspiration von ...

    So genau muss es jetzt nicht sein.

    Na ja. Sich ein Lösungsmittel zuzuführen, dass dafür da ist alles Organische zu zersetzen, ist grundsätzlich ganz schön Panne.

    Irgendwann kam jemand auf die Idee, sich schlecht gewordenes (wahrscheinlich) Obst zu Gemüte zu führen. Und wenn ich jetzt in die Pfalz rüberfahre, sind die Berge voll davon. Mit Trauben, die da wachsen, um später schlecht zu werden. So weit das Auge reicht.

    Was für eine gigantische Nutzfläche. Die da für ne Droge verbraucht wird. Was man da alles anbauen könnte. Sogar Lebensmittel. :huh:

    Darf ich aber nicht laut sagen. Klingt viel zu radikal und nach bekehren wollen.

    Die Erkenntnis Alkoholiker zu sein dämmerte erst in den ersten Wochen und Monaten meiner Trockenheit

    Hallo,

    na endlich. Bei mir war es ähnlich. Jetzt nicht Monate, aber in den ersten drei Wochen. Als es mir dann vollständig klar war, habe ich mich hier angemeldet.

    Bisher kannte ich das nur von mir. Dass ich mich so gut belogen habe, dass ich absolut selbst geglaubt habe kein Problem zu haben. Die Erkenntnis dann erst mit der Nüchternheit kam.

    Bin ich doch kein Unikat. Da bin ich aber froh. :)

    Willkommen hier.

    Wir wurden mal im Geschäft getestet. "Finde deinen Antreiber". Eigentlich hätte es heißen sollen "Finde den Hebel bei dir, für deinen Chef". Damit ich besser zu manipulieren bin.

    Tatsächlich war mein Antreiber "Lob". Natürlich hatte ich eine Chefin, die nicht lobt. Also habe ich mir einen abgebrochen, um vielleicht doch noch eines zu bekommen. Glücklich war ich dort natürlich auch nicht.

    Ich habe lernen dürfen, dass ICH weiß, wenn ich etwas gut gemacht habe. Mich dann selbst zu loben. Ja, Eigenlob ist nicht immer schlecht. Ich muss mich ja nicht lautstark in den höchsten Tönen loben. ^^ Es reicht, wenn ich "weiß", dass ich was gut mache.

    Habe auch gedacht, mein Umfeld schreit laut hurra, weil ich nicht mehr trinke. Ist doch verhaltener ausgefallen, als ich dachte. Besonders von den falschen "Freunden", die ich nicht mehr sehe. Also liegt es an mir "hurra" zu schreien, dass ich trocken bin und endlich mein Leben selbst führe.

    Kein Kater, kein selbst vergiften, kein Lügen. Was für eine Freiheit: HURRA 8)

    weil ein solches Verhalten hier so „abgeurteilt“ wird

    Nur kurz noch von mir dazu. Da steht ja schon "Verhalten". Also ist da absolut nichts persönlich zu nehmen. Wenn ich das geschrieben hätte, würden die Antworten dazu jetzt bei mir stehen.

    Es ist das, was es zu einem bestimmten Verhalten zu schreiben gibt. Und sogar Erfahrungswerte. Das ist doch Goldwert.

    Ich vermute, das er sich auch damit nicht auseinandersetzen möchte.

    Ja, ich denke, da vermutest Du richtig. Er kann, bzw. will Dich nicht verstehen, weil er sich dann selbst hinterfragen müsste.

    Das habe ich auch bei einigen meiner "Freunde" feststellen dürfen. (damalige)

    Anerkennung von den Eltern. Absolut verständlich, dass Du Dir das wünscht. Gab es und gibt es bei mir auch nicht.

    Mein persönlicher Rat. Spare Dir das mit dem Diskutieren. Das wird nur zu Frust führen. Es ist nicht möglich, jemanden zu überzeugen, der das nicht will.

    Sicher gibt es auch Rückfälle. Wahrscheinlich schreiben viele dann nicht mehr. Außerdem soll man hier (zum Glück) ja auch nicht knülle schreiben.

    Ich habe schon viele gelesen, die sich anfangs schwertun. Manche tun sich ja schon schwer sich einzugestehen, dass sie Alkoholiker sind. Andere tun sich schwer damit, dass Dinge geändert werden müssen und einfach nur nicht trinken nicht reicht.

    Als ich hier anfing, hatte ich auch das große Fragezeichen über dem Kopf, als ich den Satz "nur nichts trinken reicht nicht" gelesen habe.

    Dann plagen sich manche mit Verzichtgedanken usw...

    Die, die bleiben und am meisten schreiben, haben meistens Erfolg. Darum sieht das wahrscheinlich so aus.

    Ich möchte das mit dem Outen nochmal aufgreifen.

    Meine Freunde wissen definitiv Bescheid. Und all die Menschen, von denen ich dachte, sie wären meine Freunde auch. Zu letzteren habe ich keinen Kontakt mehr. Da fehlt mir aber auch nichts. Habe inzwischen mal zufällig den Einen oder Anderen getroffen und wir hatten uns nichts zu sagen. Das Bindeglied Alkohol fehlt.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass meine Freunde es nicht persönlich nehmen, wenn ich meine jetzt gehen zu müssen. Oder, dass ich zu einigen Sachen nicht mitgehe. Sie kämen auch gar nicht auf die Idee mich zu einem Event einzuladen, wo viel getrunken werden könnte.

    Hatte das große Glück mich auch in meinem Team, im Geschäft, outen zu können. Das geht natürlich nicht immer.

    Bei mir ging es und ich spare mir Lügen, oder irgendetwas "durchhalten" müssen. Und nebenher ist da jetzt die Alk-Tür sowas von zu.

    Da war DER Grund fürs Saufen nur noch die Alkoholsucht. Nichts anderes. Ursachenforschung‘ beendet.

    Da ist alles in Kürze auf den Punkt gebracht.

    Für mich wäre die Suche nach den Gründen praktisch schon wieder nasses Denken. Gründe suchen, die das Saufen rechtfertigen.

    Es kann mir gut oder schlecht gehen. Aus weiß Gott was für Gründen. Saufen würde da nichts verändern. Zumindest nicht zum besseren.

    Was kann ich heute machen? Das ist meine Frage. Der Weg geht nach vorne. :)

    Hallo Rennschnecke,

    denke, dass das eine individuelle Frage ist. Was triggert wen?

    Ich klatsche mir seit 30 Jahren After Shave ins Gesicht. Mag dieses Brennen. Da spüre ich regelrecht, wie jeder Keim abstirbt.

    Mein Hirn verknüpft das absolut nicht, mit was zu Trinken. Mache natürlich beim drauf klatschen die Lippen nach innen, weil ich nicht möchte, dass es in meinen Mund kommt. Aber das wollte ich auch vorher schon nicht.

    Wenn Du da Bedenken hast, dann lass es auch. Es gibt auch Leute, die schon Rasierwasser getrunken haben. Im Zweifelsfall ist es Alkohol und kann gefährlich sein. Wenn ich es trinke, bin ich fällig.

    Ich denke, es ist wichtig da immer auf sein inneres Gefühl zu hören. Das hat da nämlich recht.

    Nachtrag: Ich gehe nicht davon aus, dass Du Rasierwasser benutzt :)