Beiträge von Api

    Das hört sich toll an liebe Jump! !

    Und ja klar, das mit der Freiheit eines Hauses oder einer Eigentumswohnung ist irgendwie "Jammern auf hohem Niveau" aber das darf man trotzdem mal finde ich! Man darf auch über einen fiesen Schnupfen jammern, obwohl es Menschen gibt die Krebs haben. Solange man diese Realitäten nicht aus dem Auge verliert, und das machst du ja gar nicht.

    Waren trotzdem (für mich) spannende Fragen, die da von Alex_aufdemweg und Lanananana aufgeworfen wurden!

    dass das das Härteste ist. Zu gehen, obwohl man jemanden liebt

    Ja. Ist es. Oder das Zweithärteste. Denn zu sehen, wie jemand, den man liebt nichts gegen seine Sucht tut und alle Bedenken, Sorgen und Ängste, die ich um unsere Familie habe immer wieder als "übertrieben", "Blödsinn " oder "Schwachsinn" abtut, wäre für mich mittlerweile noch härter. Aber ich war so daran gewöhnt und nach außen war ja auch alles bestens bei uns...da hab ich mich einfach nicht ernst genommen in dem Empfinden, wie hart das war!

    Rede mit meinen Katern

    ...und es gibt gar keine Möglichkeit, die Kater zu Dir zu holen?

    Ich versuche tapfer zu sein und alles zu machen was mir helfen könnte.

    Da drück ich weiterhin die Daumen, dass Du das gut schaffst! Triffst Du Dich noch öfters mit Deinen Freundinnen, denen Du jetzt näher wohnst? Du hast ja jetzt einen kürzeren Arbeitsweg: hast Du Dinge, die Du in der frei gewordenen Zeit machst? ...außer morgens länger schlafen😀

    Oder nimmt das Pendeln zur Zeit noch viel Zeit ein...dann könntest Du Dir Pläne für Die Zeit nach dem Pendeln machen?

    Lg

    Api

    Hallo ihr Zwei,

    ich hatte ja den Vorteil im Mai ausgezogen zu sein. Ich war im Sommer viel unterwegs und hab mir auch die Wochenenden richtig voll gepackt. Jetzt hab ich mich an meine Wohnung ein bisschen gewöhnt und es fällt nicht ganz so schwer mal ein Wochenende zu Hause zu sein. Auch wenn der Blues manchmal kommt - er gehört dazu. Es gab ja auch die schönen glücklichen Momente, einen zufriedenen Alltag und es war das Gewohnte. Das alles ist uns vertraut und das neue muss erst seinen Platz in uns finden, wir müssen neue Routinen entwickeln, neu ins uns reinhören, was sich gut an fühlt und was wir lieber lassen sollten. Ich finde das ist eine spannende Reise und bisher habe ich es nicht bereut, diese Reise gebucht zu haben.

    sonnige Grüße Lütte

    Hab oft überlegt, wie es Dir wohl geht lütte69 !

    Ich habe deinen Faden damals gelesen. Ich muss zugeben, dass ich mich anfangs besonders für die Fäden interessiert habe, in denen die Partnerin noch geblieben ist. Wollte ich ja auch so gerne.

    Jetzt schaue ich nach den Beiträgen von denen, die ausgezogen sind 😊.

    Jump! ganz ganz genau so ging und geht es mir auch!!

    Und PetraPetra ich freue mich auch sehr, Dich wieder hier zu lesen!

    Nun hat die Vermieterin sich per WhatsApp gemeldet und nach 2 Infos für den Mietvertrag gefragt! Da hab ich ihr abgesagt. Wenn auch mit einem klitzekleinen Funken Zweifel, denn gestern Abend hatte mein Nicht-mehr-Lebensgefährte noch gesagt, er werde zwar gehen, aber wso schnell wie ich das möchte werde das nicht gehen. In eine Übergangswohnung werde er nicht gehen. Alle Wohnubgsanzeigen, die ich ihm aus unserem Umkreis geschickt habe seien Mist und in "meine" wolle er auch nicht. Und wenn ich ihm ein Ultimatum setzen würde und ihn nicht in seinem Tempo machen lasse, dann sei er "ganz weg".

    Ich versuche, mir auch diesen Schuh nicht anzuziehen - natürlich darf er hin ziehen wohin er will. Trotzdem hat es mich nicht ganz kalt gelassen, einfach wegen unserem Sohn. Ich hoffe, es war nur eine leere Drohung, werde mich aber zurückhalten.

    sondern ich habe ihm das eingeredet, wegen mir hat er Depressionen, ich habe ihn eingeengt,

    .Man fühlt sich schon irgendwie schuldig,

    Hallo Micaela162

    Willkommen im Club derer, die sich andererleuts Schuhe anziehen!

    Ich versuche gerade, mir beim "Schuhe ausziehen" zu helfen, indem ich seit ein paar Tagen einen Zettel in meiner Hosentasche trage, auf den ich geschrieben habe "Nein danke". Den nehm ich immer in die Hand, wenn mein Nicht -mehr - Lebenspartner mir "seine Schuhe" anziehen oder ich sie mir sogar selber schnappen will.

    Lg

    Api

    Liebe releaseme

    Jetzt sitze ich hier, mit meinem "schlechten" Gewissen, weil ich ja eigentlich "nur" den Mund halten müsste und alles so hinnehmen müsste und dan hätten wir ein schönes Leben!

    Genau so habe ich jetzt fast 2 Jahrzehnte immer und immer wieder gelebt. Das war falsch! Aber ja, es gab auch das "schöne Leben" in diesem ganzen Falschen. Es waren nicht 2 Jahrzehnte nur schlimme Zeiten. Aber um welchen Preis...und mit welchem "Endergebnis": Ich selber habe komplett aufgelöste Grenzen (nicht in der Welt da Draußen, da bin ich recht taff, aber in engsten zwischenmenschlichen Beziehungen)! Und mein Nicht- mehr- Lebensgefährte? Der sagt immer noch:

    wenn er wolle, könne er locker aufhören

    Ist das nicht traurig?!

    releaseme , ich wünsche Dir alle Kraft, Klarheit und im Forum gute Impulse, um nicht annähernd so lange zu brauchen wie ich!!

    Für Dich, für Eure

    bezaubernde Kinder

    , und für Deinen Mann.


    Lg

    Api

    Danke für Eure Unterstützung!

    Die brauche ich wirklich.. vor Ort, aber auch hier im Forum. Denn juristisch bin ich natürlich ein zahnloser Tiger wenn es hart auf hart kommt. Aber auch ein zahnloser Tiger kann ja stark sein denke ich.

    So rum hört es sich richtig an.
    Dann wünsche ich Dir einen klaren Kopf, dass Du konsequent bleibst und dass Dein Mann für sich den richtigen Weg finden kann.

    Viele Grüße
    Nayouk

    Danke lieber Nayouk

    Ja, mit den beiden Menschen im Hintergrund und meiner Therapeutin und sogar noch meiner Vorgesetzten, der ich alles erzählt habe, als sie mich aufgrund meines miserablen Aussehens morgen angesprochen hat und die ebenfalls sehr klare Worte gefunden hat und mich bestimmt nochmal fragen wird, und mit der Erziehungsberaterin, bei der ich schon lange bin und der ich Freitag auch von der Trennung erzählt habe, mit diesen Menschen im Hintergrund werde ich konsequent bleiben! Und mein Nicht- Mehr- Lebensgefährte wird auch seinen Weg finden, das wünsche ich ihm sooo sehr, selbst wenn ich weiß, dass ich akzeptieren müsste, wenn es ein Weg ist, den ich gerne anders hätte - nicht mehr mein Einflussgebiet!

    Hallo liebes Forum

    Fast eine Woche nichts geschrieben...

    Der Mietvertrag kam immer noch nicht und diese ganze Situation hat bei mir so eine unfassbare Wut aber auch Entschlossenheit ausgelöst, dass ich das Blatt nach einigen wirklich fast schlaflosen Nächten gewendet habe:

    IXH WERDE MIT UNSEREM SOHN HIER IN UNSEREM VERTRAUTEN ZUHAUSE BLEIBEN! Mein Lebensgefährte wird ausziehen! Er hat jetzt mehrere Optionen und Besichtigungstermine in Aussicht. Er sieht es ja genauso, dass es verkehrt herum ist, wenn er alleine in Haus und Garten / bei den Tieren und in der Nachbarschaf bleibt und wir in eine kleine Wohnung ziehen und neu anfangen. Er hat sich nicht wirklich beeilt weil er die Trennung einfach wirklich komplett nicht will, aber es ist jetzt angekommen dass es von meiner Seite da kein zurück gibt. Er hat jetzt genauso kapitulier wie ich vor einiger Zeit vor unseren Problemen und seinem Alkoholkonsu. Das sehe und merke ich ihm an. Er fühlt sich jetzt schon hier nicht mehr Zuhause und erwünscht und so hart es ist, es ist richtig so.

    Heute habe ich mit 2 Freundinnen gesprochen und sie werden mich unterstützen, wenn er bis zu einem noch festzulegenden Datum (Ende Nov?) Nichts gefunden hat. Dann muss er in eine Ferienwohnung /ein Monteurszimmer gehen für den Übergang. Sie werden dann bei mir sein, eine andere Person wird unseren Sohn nehmen und dann muss er gehen. Ich habe zwar das Gefühl, dass das nicht nötig sein wird, aber dieser "Team- Plan" gibt mir richtig viel Kraft. Sie mochten/ mögen meinen Nicht- mehr- Lebensgefährten immer sehr gerne, haben aber nun wirklich eine riesige Wut und Power!

    Lg und einen schönen sonnigen Sonntag

    Api

    Ich hielt meinen Lebensgefährten bis gestern vom allen nur bekannten Menschen immer für den denjenigen, der sich am wenigsten abhängig von der Meinung anderer macht. Nun ist mir klar, dass das überhaupt nicht stimmt. Ich habe gestern noch einmal die Gelegenheit genutzt, ihn mit aller Deutlichkeit klar zu machen wie unfassbar ungerecht und selbstgerecht ich es finde, dass er im Haus bleibt und wir gehen. Grade mit Focus auf die Besonderheiten unseres Kindes.

    Abgesehen davon dass er die Trennung an sich wieder in Frage stellen wollte bzw ich uns ja nicht genügend Zeit gelassen habe etc kam dann mit aller Wucht heraus, dass er sich bloßgestellt fühlen würde, wenn Kollegen mitbekäme, dass er eine single-Wohnung suche.

    Das wiegt scheinbar schwerer als den Sohn und mich umziehen zu lassen.

    Für alle anderen da sein (ist er ja andauernd für alle möglichen Killeg*innen etc), aber selber keine Probleme im Leben haben scheint sein Motto zu sein. Also werden die eigenen Probleme verdrängt/ weggesoffen/... ja das passt natürlich irgendwie.

    Dagegen werde ich dann aber auch wirklich nicht ankommen. Da muss ich dann tatsächlich kapitulieren wieder mal.

    Kann es heute aber etwas besser annehmen.

    Boah das hört sich ja toll an liebe Mine!

    Danke dass Du uns das mitteilst!

    Ma klar bekommt man solche Bilder nicht (so schnell) aus dem Kopf, wahrscheinlich haben sie da ja auch noch eine wichtige Funktion, solange sie nicht überhand nehmen?

    Alles gute weiterhin für Eure Familie!

    Lg

    Api

    Danke ihr Lieben!

    Ich versuche es schon länger, dass er auszieht. Habe das, auch wenn es lächerlich klingt, sogar vor dem Spiegel geübt und konnte es dann mehrfach sehr deutlich fordern. Er war dann ja auch ganz entsetzt. Ja, er hat wohl öfters mal in die Anzeigen geschaut, aber sehr sehr halbherzig. Zwischendrin war ich nochmal eingeknickt, weil ich der Überzeugun war, dass es für den Sohn auch gut sein kann, zu merken, ich gehe aktiv aus der ungesunden Situation. Als Vorbild, dass man solchen Situationen nicht ausgeliefert ist. Und dazu glaubte ich, es könnte für ihn schön sein, wenn er den Papa in seiner alten Umgebung besuchen kann, anstelle in einer fremden. So hat mein Lebensgefährte dann noch halbherziger geschaut, denn das letztere sah er genauso. Aber jetzt merke ich grade, dass es ja nicht um "vorübergehend" sondern evtl um "für immer" geht. Und ich fühle mich nicht mehr aktiv, sondern passiv: trete den Rückzug an, lass mich ohne Vertrag wieder nach Hause schicken, bin abhängig von dem unsympathischen Vermieter (bis dahin nur mit der ganz netten Frau kommuniziert und der Typ jetzt war zwar auch freundlich und so, aber halt "der harte, der auch mal durchgreift, wenn es zwischen den Mietern nicht klappt" (puh...so einen "Papa" brauch ich echt nicht)

    Aber es ist unrealistisch, dass mein Lebensgefährte aus Einsicht geht. Ich müsste ihn wirklich regelrecht rausschmeißen, rausklagen...die Kraft werde ich wohl nicht haben.Wir wohnen in einem eigenen Haus, das uns beiden zu 50 % gehört. Veränderungen geht er sowieso kaum mal an. Auch als seine Eltern mit Mitte 70 in eine kleinere Wohnung gezogen sind fand er es "ürbereilt", "kurzschlussreaktion" etc. Statt ihnen Mut zu machen. Dabei war es die beste Entscheidung für die beiden und genau die richtige Zeit. Kurz danach hätten sie das Haus gesundheitlich gar nicht mehr halten können

    Ja, er ist in vielen Bereichen sehr sozial. Aber ich sage mal unfähig in beziehungstechnischen und ganz eigenen Belangen. Da läuft er weg, schiebt "wichtigeres" vor etc.

    3 Uhr Nachts, Perspektivwechsel...

    Kennt das wer, dass man nachts komplett anders über Dinge denkt als tagsüber? Vorhin - am Tag - war ich wieder felsenfest überzeugt, dass ein Auszug das Richtige ist und jetzt, genau wie vorige Nacht auch schon, denke ich "was für ein Quatsch".

    Auch meine Therapeutin hatte mir ja eher dazu geraten, zu bleiben und meinen Lebensgefährten vor die Tür zu setzen. Weil ich es für meinen Sohn und mich besser finde, hier in seiner gewohnte Umgebung zu bleiben. Und mein Lebensgefährte wird das Haus, den Garten, die Tiere...all das sowieso nicht alleine stemmen können. Aber ich bin doch die nette, ich kann doch niemanden rausschmeißen, ich nehme mir doch immer das kleinere Stück Kuchen, damit ich bloß nicht egoistisch bin...?!

    Gestern hat unser Sohn wieder spontan mit dem Nachbarsohn - seinem langjährigsten Freund - gespielt. Beide sind sehr speziell, haben im Dorf sonst keine anderen Freunde. Der Freund hat leider sehr sehr wenig Unterstützung von seinem Elternhaus und wird vermutlich keine Möglichkeit haben, uns in der neuen Wohnung öfters zu besuchen. Das wäre ein herber Verlust!

    Außerdem sind unser Sohn und ich so viel draußen, immer auf den gleichen Wegen unterwegs, immer das gleiche Spiel spielend. Er braucht aufgrund seines Handicaps solche Routinen, sie geben ihm Sicherheit und Orientierung.

    Und WIR versorgen die Tiere, harken das Laub, mähen den Rasen, verarbeiten das Obst...

    Es ist doch verrückt, dass WIR jetzt hier weg ziehen! Nur weil mein Lebensgefährte die Trennung nicht akzeptiert und nur weil ich so erzogen bin, dass ich mir bitte das kleinere Stück Kuchen nehmen soll, ziehen wir wieder mal den Kürzeren!

    Bei anderen hier lese ich, dass sie ihre alkoholisierten Partner aus dem gemeinsamen Schlafzimmer geworfen haben. Richtig so! Ich hingegen bin seinerzeit selber aus dem Schlafzimmer gezogen. War ja der leichtere Weg. Als es mir dann zuwider wurde, dass er jeden Abend im Wohnzimmer seinen Alkohol trank und als ich es selber sein ließ, habe ich auch das Wohnzimmer nicht als genauso mein Refugium verteidigt, sondern mich jeden Abend in mein Gästebett verkrümelt, sobald unser Sohn im Bett war. Hab meinem Lebensgefährten das Wohnzimmer, die Musikanlage, den Kachelofen überlassen. War ja einfacher als meinen Lebensgefährten dazu zu kriegen, seinen Alk auch mal wo anders zu trinken.

    Ok es war für mich trotzdem gut, dass ich mich immer mehr distanziert habe, um überhaupt mal zu merken, wo meine Grenzen sind. Aber mache ich jetzt mit der Wohnung nicht wieder das gleiche und sollte ich nicht mal aufhören, immer einen Rückzieher zu machen?

    Mal sehen wie ich in ein paar Stunden drüber denke, aber je genauer ich das grade schreibe, umso mehr denke ich, ich sollte die Gelegenheit nutzen, den Mietverteag nicht unterschreiben und endlich mal anfangen, für meinen Sohn und mich das beste rauszuholen und nicht nur auf der Flucht zu sein. Die "böse" Api,die verlangt, dass ihr Lebensgefährte auszieht!

    Entschuldigt den langen Text und: freue mich auf Eure Einschätzung!

    Gute Nacht

    Api

    Liebe Landliebe

    auch ich rate dringend, die Betreuung nicht zu übernehmen. Aus sicherer Quelle weiß ich, dass Betreuung mittlerweile so definiert ist, dass Du sozusagen das Sprachrohr für die zu betreuende Person bist. Du musst ihre Wünsche und Vorstellungen umsetzen, selbst wenn Du selber ganz anderer Meinung bist, was gut für sie ist. Das hat alles seine guten Gründe und ist in vielen Fällen eine gute Gesetzesänderung. In anderen Fällen wird es aber absurd. In Deinem Fall würde es Dich evtl zermürben und eine innere Distanzierung fast unmöglich machen!

    Lg

    Api