Das ist kein Egoismus, das ist Sucht. Ich konnte mich auch erst, wenn ich was intus hatte, auf andere Dinge oder Personen konzentrieren.
LG
Das ist kein Egoismus, das ist Sucht. Ich konnte mich auch erst, wenn ich was intus hatte, auf andere Dinge oder Personen konzentrieren.
LG
Guten Morgen, ich versteh, was du meinst.
Ich meine das so, dass ich immer noch im Kampfmodus wäre, wenn ich mich dem "Bösen" ständig "stellen" müsste. Mir ist klar, dass die Suchtkrankheit immer da sein und mich den Rest meines Leben begleiten wird. Aber ich muss nicht mehr dagegen kämpfen. Dann wär das wie eine Gewitterwolke, die mich ständig verfolgt. Das würde ihr zu viel Macht einräumen, weil ich ständig mit einem Angriff rechnen würde.
Auf dass du schnell wieder ganz gesund wirst und gut, dass du dich hier mitgeteilt hast!
Immer, wenn ich so etwas lese, wird mir bewusst, dass ich nie mit meiner "Suchtstimme" diskutiert habe bzw. ich habe gar nie mit ihr kommuniziert. Das ist mir auch so ein abstrakter Begriff wie Suchthirn. Ich hab EIN Hirn und ich hab EINE Stimme - beides meine. Das ist so personifizierend, als wär das was, das mir was Böses will und ich muss mich dem stellen. Aber das sind nur Begrifflichkeiten und auch nur meine Gedanken dazu und vielleicht fällt es dem einen oder anderen leichter, dann mit Suchtdruck umzugehen.
Grüße und gute Besserung!
Das mit den zwei Kühlschränken hilft ja mal überhaupt nicht, weil du dann nur zum anderen Kühlschrank laufen müsstest, wenn dich der Suchtdruck überfällt. Nicht in den Supermarkt oder an die Tankstelle, wo noch Zeit dazwischen wäre, um sich hier zu melden, den Notfallkoffer zu nutzen,... Das sind Zeitfenster, die enorm wichtig sind, wenn es hart auf hart kommt.
So Loris,
hier ist der Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.
Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.
Grüße, Hera
Super, dass du doch gegangen bist! Und ein Check-up schadet grundsätzlich nie. Seit wie wie vielen Tagen hast du nun keinen Alkohol mehr getrunken? Wenn es über 7 Tage sind, bekommst du den Bewerbungslink.
Ich versteh nicht ganz, warum du den Termin bei deiner Hausärztin nicht wahrgenommen hast, dich aber mit Fasten beschäftigst? Das ist doch ein zusätzlicher Stressfaktor? Es war wichtig, dass du heil durch den Entzug kommst und der 16. ist ja noch ne Weile hin...
Dass dein Mann vor dir trinkt ist auch nicht gerade förderlich. Weiß er denn Bescheid und unterstützt dich?
LG
Überstrapazier dich aber nicht! Es ist ja auch ein sich Wiederfinden, was auch spannend ist. Durch das Trinken hab ich mich und was mich als Mensch eigentlich ausmacht und interessiert verloren und herauszufinden, zu was ich nüchtern fähig bin und auch, worauf ich Bock hab, kam nach und nach.
Ich wünsch dir was.
Hi,
inzwischen sehe ich das so, dass das nun eben ein Teil meines Lebens war. Geschockt war ich nicht, weil ich es schon sehr lange wusste, dass ich Alkoholikerin bin. Es hat lange gedauert, bis ich endlich was geändert habe.
Natürlich haben sich meine Gedanken am Anfang nur um dieses Thema gedreht, nach jahrelangem Trinken ist das verständlich, aber geschämt habe ich mich nie. Es ging am Ende ums Überleben, da war kein Platz für Scham, Stigma oder mangelndes Selbstwertgefühl. Erstmal richtig nüchtern werden, den Alltag neu aufstellen und täglich die Erkenntnis, dass es ohne Alkohol so viel besser ist. Nach und nach kamen auch unangenehme Erinnerungen an die Saufzeit hoch, die haben auch ihren Raum bekommen, aber ich habe versucht, mich nicht daran aufzuhalten, sondern immer nach Vorne zu schauen. Das musste ich trainieren.
Hast du dir die Grundbausteine durchgelesen? Die sind eine gute Orientierung, nicht nur für die Anfangszeit.
Artikel
Grundbausteine für ein nüchternes Leben
Viele Menschen, die alkoholabhängig sind, wünschen sich, nicht mehr trinken zu müssen. Dieser Wunsch schwankt emotional – mal ist er stärker, mal schwächer und hängt oft von den Umständen ab, unter denen der Betroffene seiner Sucht nachgeht.
Das Forenteam
Hera
Hallo zusammen,
wir vom Forenteam möchten ein Thema ansprechen, das uns im offenen Bereich seit einiger Zeit auffällt.
Unsere Selbsthilfegruppe lebt davon, dass erfahrene User ihre Erfahrungen an neue Mitglieder weitergeben. Viele neue User kommen mit jahrelangem Leidensdruck ins Forum und sind dankbar für Antworten von Menschen, die diesen Weg bereits gegangen sind – egal ob Co‑Abhängige, EKA oder Alkoholiker.
Der offene Bereich ist genau der Ort, an dem dieser Austausch stattfinden soll.
In letzter Zeit sehen wir jedoch, dass dort wenig geschrieben wird. Besonders im Alkoholikerbereich kreisen frisch Trockene oft umeinander, ohne Antworten von langjährig Trockenen zu bekommen. Fluktuation gab es immer, aber die Lücke zwischen neuen und erfahrenen Usern wird größer.
Wir betreuen niemanden, wir machen keine 1:1‑Beratung und wir nehmen niemandem die Selbsthilfe ab. Trotzdem braucht der offene Bereich Stimmen, die Erfahrung haben.
Vielleicht könnte der eine oder andere überlegen, ob er seine Erfahrungen im offenen Bereich weitergibt – besonders an frisch Trockene, die genau diesen Austausch brauchen.
Es ist kein Muss und kein Soll, nur ein Könnte. Es geht nicht um Verpflichtung, sondern um die Erinnerung daran, wie wertvoll eure Erfahrungen für andere sein können , so wie ihr damals selbst von langjährig Trockenen empfangen worden seid.
Euer Forenteam
Klare Kante, find ich gut.
Die Regeln sind dir also bekannt, dann weißt du auch, dass du nach abgeschlossener Entgiftung bzw. nach 7 abstinenten Tagen am Austausch teilnehmen kannst. Wir begleiten keinen kalten Entzug, weil dieser tödlich enden kann. Da du dich noch mittendrin befindest, wäre ein Besuch bei deiner Ärztin der sicherste Weg.
Artikel
Kalter Entzug
Unter einem kalten Entzug versteht man das plötzliche Absetzen von Alkohol (oder anderer Drogen) ohne medizinische Begleitung.
Regelmäßiger Alkoholkonsum führt dazu, dass sich der Körper psychisch, physisch und hormonell auf den Suchtstoff einstellt. Einmal daran gewöhnt, kann er mit Entzugserscheinungen reagieren, wenn die Zufuhr von Alkohol ausbleibt. Diese Entzugserscheinungen können recht heftig sein und sogar tödlich verlaufen.
Typische Entzugserscheinungen bei Alkoholentzug sind Schwitzen,…
Das Forenteam
Und du hast Recht, dass Alkoholismus kein Grund ist, sich zu schämen, es ist eine Krankheit.
Hi Loris und willkommen bei uns,
Unterstützung und Austausch findest du hier mit Sicherheit, schade, dass das bei dir zuhause nicht möglich ist.
In unserem Forum tauschen sich bekennende Alkoholiker und Alkoholikerinnen aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben. Wie ist es bei dir, kannst du dich als Alkoholikerin bezeichnen und möchtest du für immer abstinent leben?
Lieber Gruß,
Hera
Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Morgaine,
du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.
Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.
Viele Grüße
Hera
Hi!
Herzlichen Glückwunsch zu einem Monat. Ich find das richtig gut, wie du das in die Tat umsetzt, wozu dir hier geraten wird! Das ist Trockenarbeit und du setzt dich und deine Abstinenz an die erste Stelle.
LG
Hallo Morgaine!
Ja, es kann eine große Erleichterung sein, dass offen auszusprechen.
Hier ist der Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.
Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben und der Austausch kann losgehen.
Liebe Grüße,
Hera
Hi Krümel,
in meiner Signatur steht ja, dass meine Freiheit begonnen hat, als die Ausreden geendet haben. Ich kenne das von mir selbst. Diese 1000 Gründe, warum ich nicht mit Trinken aufhören konnte. Ich war unzufrieden, überfordert, hatte keine Zeit für mich, musste ständig irgendwelche Minijobs annehmen, die mir keinen Spaß gemacht haben, die Chefs waren doof, die Kunden waren es auch.. Und ich habe meinem Mann vorgeworfen, dass auch er Schuld daran hat, dass es mir nicht gut geht. Weil er mich nicht genug unterstützt, weil er schichtet, ich mich größtenteils um die Kinder und das Haus kümmern musste, zu wenig Geld..
In einem Punkt versteh ich deinen Mann, der Satz mit "Sklave seiner Sucht" trifft es ziemlich gut. Wenn es einmal soweit ist, dass du ohne nicht mehr kannst, übernimmt und bestimmt der Alkohol alles. Er steht an erster Stelle und dann kommt lange erst mal nichts.
Ich konnte mein Tagwerk nur verrichten, wenn ich einen Pegel hatte. Natürlich war mir meine Familie auch wichtig, aber das Ruder hatte die Sucht in der Hand.
Er war nicht schuld. Ich war krank.
Ich bereue Vieles, was ich ihm an den Kopf geworfen habe und ich weiß nicht, ob ich an seiner Stelle damals längst gegangen wäre.
Auf jeden Fall bist auch du nicht Schuld, das wollte ich dir unbedingt hierlassen.
Lieber Gruß,
Hera
Aushalten und Kämpfen ist kein optimaler Zustand. Was triggert dann im Winter? Glühwein? Es gilt eben in der Anfangszeit, bestimmte Orte zu meiden, aber zuhause einschließen geht ja auch nicht. Kann es sein, dass du dem Alkohol noch zu sehr hinterhertrauerst? Weil du dich auch als "Arme" bezeichnest?
Wenn das Einkaufen oder der Supermarkt triggert, dann mal auf Lieferdienst zurückgreifen. Gibt es bei euch bestimmt auch?
Echt? Mir war das sowas von bewusst, ich hätte da nicht nachlesen müssen. Du hast das Forum doch nicht zufällig entdeckt, sondern hast gezielt geschaut oder? Dann muss dir doch irgendwo klar gewesen sein, dass du ein gewaltiges Problem hast?