Beiträge von Hera

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Ich glaube euch doch, das hab ich nie verneint. Ihr seid ja quasi meine Vorbilder!


    Ich war auch isolierter, als ich trank, jahrelang. Und nun finde ich so langsam wieder zu meinem alten Ich und hab endlich wieder Spaß am Leben.

    Und ich bin ja hier, weil ich Hilfe möchte und mir das Forum gut tut und mich unterstützt.

    Aber man darf doch seine Sichtweise darlegen? Das bedeutet doch "Austausch"?

    Ihr macht das schon viele Jahre und habt das Thema schon 100e Male gehabt, ich bin dennoch neu.

    Wie oben geschrieben, liegt es mir fern, jemanden anzugreifen oder seine persönlichen Erfahrungen in Frage zu stellen.

    Auch ich hatte sehr schlimme, die ich vielleicht mal teilen werde. Kostet mich einiges an Überwindung.

    So etwas bremst mich dann halt aus.

    Hallo Hartmut,

    ich weiß, du "lauerst" 😉 darauf, gleich zu antworten, daß das der falsche Weg ist etc...

    Die Erkenntnis hab ich durch aufmerksames Lesen deiner Aussagen/Antworten gewonnen.


    Aber Spaß beiseite, das Thema ist zu ernst.


    Um es gleich vorweg zu nehmen:

    Ich kann, aufgrund meiner noch relativ jungen Kinder, keinesfalls ein Jahr lang, sämtliche Anlässe meiden, bei denen es eventuell Alkohol gibt.

    Selbst gestern im Freibad, wurde neben mir Bier getrunken.

    Mich triggert das null.

    Sie haben schon viel zu lang, bei vielen Aktivitäten, auf ihre Mutter verzichten müssen. Weil sie betrunken war oder zu platt war.


    Ich weiß nicht, ob du das nachvollziehen kannst. (Du hast, glaub ich, auch Kinder?)

    Die Psychologin konnte es jedenfalls verstehen.


    Und ich muss auch nicht bei jedem Menschen sofort mein "Problem" auspacken, sondern es dann machen, wenn ich es für richtig halte.


    Seit ich nicht mehr trinke, mir ist bewusst, daß das noch keine Zeit ist und der Weg noch lange ist, hatte ich kein einziges Mal mehr Verlangen nach Alkohol. Mein Prozess hat schon lang vorher in meinem Kopf begonnen und ich denk

    ich bin auf einem guten Weg.


    Das soll weder überheblich klingen, noch stelle ich deine persönlichen Erfahrungen in Frage, noch möchte ich provozieren oder die Krankheit verharmlosen!!!

    Nicht, daß das falsch ankommt.


    Vielleicht kennen andere in der gleichen Situation, dieses Problem? Ich denke, da könnten mir manche beipflichten.

    Wir haben nun mal eine echt große Familie und doch einige Freunde und Bekannte. Da bin ich auch froh darüber.

    Und momentan halte ich mich zu 99% an die, die keinen oder kaum Alkohol trinken.

    Das klappt sehr gut.


    Lieber Gruß,

    Hera

    Hi zusammen!


    Mein Gespräch mit der Psychologin der TK war gut. Sie hat mir alle Behandlungsmöglichkeiten aufgezeigt, die ich machen könnte und ich gehe vorerst 1/Woche zur Suchtberatungsstelle, damit ich einen Anker und eine Regelmäßigkeit habe.


    Falls ich anfangen sollte, zu Wackeln, kann ich binnen 2 Wochen einen Platz in der Tk bekommen. Sie hat mir ihre direkte Durchwahl aufgeschrieben. Das ist gut zu wissen.


    Im Wartezimmer waren einige Menschen, die wirklich schlimm aussahen und ich hab die Ausdünstungen von Alkohol, trotz FFP2 gerochen, mir wurde beinahe schlecht.


    Sie hat mich gewarnt, nicht in eine Koffeinsucht abzurutschen, als ich erzählt hab, daß ich viel Tee trinke (des Teeins wegen) und ab und an Red Bull und Espresso. Da musste ich leicht schmunzeln, aber ich nehm mir auch das zu Herzen.


    Das, mit der alkoholfreien Umgebung und wie schwer es für mich umzusetzen ist und daß ich noch mit niemandem groß über meine Krankheit gesprochen habe, haben wir auch thematisiert.


    Ich hab geredet wie ein Wasserfall 😀


    Unterm Strich war es mal wieder ein positives Gespräch.

    Es ist toll, daß es diese Menschen gibt.


    So, nachher geh ich das erste Mal seit Jahren mit meiner Tochter ins Freibad.


    Einen sonnigen Sonntag euch,


    Hera

    Kann mir an der Stelle eine trockner Alkoholiker erklären warum er/die das machen? Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen wo ich zu ihm sage das es nicht mehr nötig ist da ich es ja weiß und ich ihn auch nicht mehr daran hindere oder Vorhaltungen mache. Dennoch geht der Weg nach draußen oder in den Keller??

    Manchmal schämt man sich auch und trinkt lieber alleine.

    Rike76


    Toll, wie du das deinen Kindern vermittelst! Sehr einfühlsam, trotz der Schwere der Situation.


    Und noch einen Daumen hoch, daß du klar siehst/sagst, daß sie für die Krankheit nichts kann. Du schleppst eine riesen Last mit dir herum und differenzierst dennoch.

    Mir als Alki tun solche Worte gut und spornen an.


    Danke dafür,

    Hera*

    Das war stark von dir Mond!


    Insgeheim wussten wir zur nassen Zeit genau, daß wir uns morgen psychisch und physisch scheiße fühlen und auch so aussehen werden.

    Und zwar den ganzen Tag und dann tranken wir deswegen weiter...ich halt mir das immer wieder vor Augen.


    Weiterhin viel Durchhaltevermögen,

    Hera*

    Hi Egghart,


    Ich, 42, jahrelange Hardcore-Alkoholikerin, trinke seit dem 10. Mai nicht mehr und

    meine Leberwerte haben sich nach 4 Wochen deutlich verbessert. Heute war ich wieder bei der Blutabnahme (inzwischen hab ich gar keine Angst mehr, was bei rauskommt).


    Zusätzlich hab ich ne Leberaufbaukur gemacht, pflanzliches Präparat, diverse Entgiftungs-Tees usw..


    Dann war ich noch bei der Diakonie zur Suchtberatung und Donnerstag hab ich einen Termin bei einer Psychologin in einer Tagesklinik. Vor ein paar Woche hätte ich nie gedacht, daß ich dazu mal bereit wäre, eher, daß ich das nicht brauche und hab mir sogar eingeredet, daß ich das gar nicht will, weil mir mein Suff-Leben so wie es ist gefällt.


    Ich war soo blind.

    Drück dir die Daumen,


    <3liche Grüße,

    Hera

    Vielen Dank Thalia, das hat mir geholfen.

    Ich bin auch generell pro-Therapie, das hat mir vor ein paar Jahren (mittelschwere Depression und Panikattacken) auch viel gebracht.

    Bin gespannt auf das Gespräch, ob die mich überhaupt nehmen?

    Da gibt es bestimmt Voraussetzungen.

    Lass mich jetzt mal überraschen*

    Hallo ihr Lieben,

    am Donnerstag hab ich mein Bewerbungsgespräch in der Tk, war jemand von euch da schon einmal?

    Wie läuft so ein Tag dort ab?

    Ausser Einzel- und Gruppengesprächen?

    Bin etwas aufgeregt :-|

    Hi Petrapetra,


    im Grunde, hast du sein Leben, seinen Alltag zu deinem gemacht, unternimmst du auch mal was ohne ihn?


    Gruß, Hera

    Willkommen Mario!

    Ich hab mir viel zu lange Dinge schöngetrunken oder Sorgen mit Alk gedeckelt. Jetzt bin ich über einen Monat abstinent und sehe so vieles klarer.

    Es wird einfacher. Ich hab so gute Laune, wie seit Jahren nicht mehr.

    Ich sag was ich gut oder nicht gut finde, aber ohne schlechtes Gewissen, diese Dinge betrunken zu sagen. Das fühlt sich soviel freier an.


    Viel Durchhaltevermögen wünscht Hera*

    Hi Alba, wenn ich so mitlese und was dazu schreiben darf, ich würde an deiner Stelle erst eine Therapie alleine machen. Du müsstest, denk ich, am Anfang beginnen, mit deiner Vergangenheit/Kindheit aufräumen. (Das wird dann auch von der Kasse bezahlt.)

    Und danach das Paar-Problem in Angriff nehmen?


    Oder warst du schon mal in Therapie?


    Gruß, Hera

    Guten Abend,


    Ich trink vormittags stilles Wasser und presse Zitronen und Limetten rein. Sauer aber gesund, zwischendurch selbergemachten Eistee (2/3 Tee und 1/3 Apfelsaft) und abends meist warmen Tee.

    Ich brauch was mit Geschmack 😀


    Und zwischendurch mal nen Espresso oder ab und an Redbull.

    Christrose,

    Das hast du gut geschrieben. Ich lese auch viel von EKAs und Co-Abhängigen hier im Forum, mir tut das alles furchtbar leid, das werde ich mir nie verzeihen können, meine Familie hat wegen mir gelitten und das hatten sie nicht verdient.

    Auch da denke ich täglich drüber nach und mir fallen Situationen ein, für die ich mich damals schon geschämt habe und die ich nüchtern noch vielviel beschämender finde.

    Dabei war mein Mann die ganze schlimme Zeit über (beinahe 3 Jahre..) für mich da. Und ich war auch noch gemein zu ihm.

    Hab schon sehr dran zu knabbern.


    Und meine Kinder hatten keine richtige Mutter. Mich gab es nur in "gereizt und müde", wegen des Katers. Ich hab zwar alles notwendige abgeleistet, aber war nicht wirklich da.