Beiträge von Hera

    Ich hab eine Postkarte am Kühlschrank, die hängt da seit Jahren, ist kein Zitat oder so, da steht drauf:

    ich bin nicht da, bin mich suchen gegangen. wenn ich wieder da bin, bevor ich zurück komme, sagt mir, ich soll auf mich warten.

    Das passt so oft in mein Leben, wenn ich grad nicht weiter weiß oder wohin mit mir. Und dann denk ich, ich muss mir einfach Zeit geben, mich praktisch wieder einholen.

    Mit der Abstinenz wird sich das wohl geben. Alles muss von mir wieder neu erfühlt werden.

    Vor dem Alk konnte ich meinem Bauchgefühl immer vertrauen und handelte entsprechend. Nach Monaten der Abstinenz ist dieses Urvertrauen leider noch nicht bei mir zurückgekehrt. Alles ist mir noch so fremd. Was vor dem Alk automatisch ablief hinterfrage ich ständig. Habe mich ein Stück weit verloren und weiss nicht wo ich mich wiederfinden soll.

    hi aennie,

    du bist ja inzwischen auch ein bisschen anders, als vor der Sucht und vor der Abstinenz. Du hast dich verändert, so wie jeder Mensch - das bringen die Zeit und die (neuen) Erfahrungen so mit sich. Du hast dich weiterentwickelt und das ist gut so. Freunde dich doch mit deinem neuen Ich an und lass die alte aennie von weiter weg zuschauen, ein Bauchgefühl geht nicht verloren.

    Ich habe mich auch sehr verändert, bin viel ruhiger, gelassener und fröhlicher geworden, hhandle nicht mehr so impulsiv, sondern warte erst mal ab. Eigentlich nur zum Positiven. Vertrau auf dich.

    Lieber Gruß

    Es fiel mir damals so schwer, diese Entscheidung zu treffen. Aber ich habe sie getroffen, um mich und mein Kind zu schützen. Weil ich nach über 30 Jahren, in denen ich unter dem Alkoholmissbrauch, der Gewalt, den Lügen und all den anderen schweren Erlebnissen gelitten habe, einfach nicht mehr konnte.

    Und doch war es so, wie du im ersten Post geschrieben hast und das darf auch in schweren Zeiten nicht an Gewicht und Bedeutung verlieren.

    Kommunikationsprobleme kommen ja auch bei Nicht-Alkoholikern vor und Konfliktmanagement ist sowieso nicht wirklich möglich, wenn du mit einem betrunkenen Menschen versuchst zu diskutieren.

    Ich hab das jetzt drei Mal durchgelesen und versteh immer noch nicht ganz, was du damit sagen willst. Wer muss jetzt in Therapie? Der Co oder der Alkoholiker? Ich hab zum Beispiel keine gemacht und es gab auch ein Leben vor dem Alkohol, ich bin jetzt kein neuer oder komplett anderer Mensch, seit ich nicht mehr trinke.

    Die Sucht ist auch nicht lieb zu einem.

    Ich habe hier am Anfang auch eins aufs Dach bekommen, weil ich in Urlaub bin, als ich gerade 2,5 Monate abstinent war und erwähnt habe, dass dort in Italien bei der Verwandtschaft immer Rotwein kredenzt wird. Mensch, was war ich beleidigt. Aber es war echt übel, ich habe immer und überall Alkohol gesehen und gerochen und das war nicht gut. Zum Glück war nix, aber sie hatten einfach Recht.

    Ich war auch auf der Flucht und wusste keine andere Lösung Ich hab meine Gefühlswelt schlicht verdrängt, nicht verbessert, einfach betäubt, weil mir alles viel zu viel war. Besser hat es das nie gemacht, aber für kurze Zeit tatsächlich erträglicher. Und dann konnten Kopf und Körper irgendwann nicht mehr ohne. Schlimm.

    Guten Morgen!

    Den Alkohol auf keinen Fall selbst wegschütten, weil der Geruch triggern kann. Am Besten jemand anderen bitten, diesen zu entsorgen. Ich persönlich habe meine Gläser weggeworfen, aber das handelt jeder wie er will. Ich wollte nichts mehr haben, dass mich an meine Saufzeit erinnert. Und für Dekorationsideen kannst du dich ja im Internet inspirieren lassen oder vielleicht haben andere hier Ideen.

    Grüße

    Dann kann ich dich jetzt nur ermutigen, hier zu lesen und vor allem öfter zu schreiben. Auch hier können Erlebnisse gut aufgearbeitet werden, wobei die Gegenwart das ist, auf was es letztendlich ankommt. Und nach vorne schauen. Das, was war, kann sowieso keiner mehr ändern und katapultiert einen ja auch manchmal in unschöne Erinnerungen zurück.

    Das klingt nach nem Haufen Vorhaben, die da gleichzeitig in deinem Kopf herumgeistern, mich würde das überfordern.

    mit der Entgiftung bist du ja durch, wenn du nun bei Tag 11 bist, hast du diese auf eigene Faust und kalt durchgezogen, weil du bei deinem Hausarzt nicht drangekommen bist?

    Hallo Yoyo,

    ich wollte dich nur kurz darauf aufmerksam machen, die ersten vier Wochen, die du nun wieder hier bist, NICHT bei neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich zu schreiben, (die Mitglieder mit den orangeroten Namen) .

    Du bist nun bei Tag zehn? Was möchtest du denn dieses Mal anders machen? Wie ist es dir ergangen?

    Lieber Gruß,

    Hera