Reicht doch, 1 mal ist o.k
Das dachte ich tatsächlich nie. Weil ich immer wusste, es katapultiert mich wieder zurück auf Anfang.
Reicht doch, 1 mal ist o.k
Das dachte ich tatsächlich nie. Weil ich immer wusste, es katapultiert mich wieder zurück auf Anfang.
Artikel
Kalter Entzug
Unter einem kalten Entzug versteht man das plötzliche Absetzen von Alkohol (oder anderer Drogen) ohne medizinische Begleitung.
Regelmäßiger Alkoholkonsum führt dazu, dass sich der Körper psychisch, physisch und hormonell auf den Suchtstoff einstellt. Einmal daran gewöhnt, kann er mit Entzugserscheinungen reagieren, wenn die Zufuhr von Alkohol ausbleibt. Diese Entzugserscheinungen können recht heftig sein und sogar tödlich verlaufen.
Typische Entzugserscheinungen bei Alkoholentzug sind Schwitzen,…
Das Forenteam
Hier noch zum Durchlesen. Wenn es dir schlechter geht, kannst du handeln und in die Notfallambulanz. Das soll keine Panikmache sein, sondern dient nur zu deiner Sicherheit.
Ich habe mich bei meiner Entgiftung wohler gefühlt, weil ich wusste, dass ich mich jederzeit an meinen Arzt wenden kann, sollte etwas sein.
Sie weiß also Bescheid, dass du entgiftest? Das ist gut. Ein kalter Entzug kann sich unterschiedlich auf den Körper auswirken und wenn es mehrmals gut gegangen ist, bedeutet dies nicht, dass es immer so läuft.
Hallo Brombeere,
herzlich willkommen hier und schön, dass du für immer abstinent leben möchtest, das ist klasse.
Hast du ohne ärztliche Begleitung mit Trinken aufgehört? Dann befindest du dich mitten im kalten Entzug, das kann äußerst gefährlich sein.
Lieber Gruß,
Hera
Ist das denn einfach sein Wesen oder gehört das auch zur Abhängigkeit. Aus der Erfahrung würde ich schätzen - dass er heute oder morgen wieder bis zum Vollrausch trinkt. Ich kann nur abwarten und hoffen. Liebe Grüße
Hi,
ich antworte mal, weil du wegen der Abhängigkeit gefragt hast.
Gereizt war ich dann, wenn ich wusste, ich kann längerer Zeit nicht trinken. Zum Beispiel, weil ich erst arbeiten musste oder spät am Tag noch Termine hatte, zu denen ich mit dem Auto fahren musste. Aber wegen Kleinigkeiten bin ich nicht direkt an die Decke gegangen. Mein Wesen hat sich aber während der Sucht insofern verändert, dass ich viel emotionaler war. Ich selbst war schneller beleidigt und ich hab andere verbal oft angegriffen, Kurzschlussreaktionen waren ein Problem und ich habe mich in Diskussionen total reingesteigert. Das ist jetzt weg.
Ich bin besonnener und denke erstmal länger nach, beschließe dann öfter, dass ich Dinge auch einfach mal stehen lassen kann. Für meinen inneren Frieden sozusagen. Ich bin immer noch temperamentvoll, aber auf eine gute Art. Das hat meine Abstinenz definitiv mit sich gebracht.
Ich weiß nicht, ob dir das jetzt irgendwie weiter hilft und ob du deinen Mann vor seiner Sucht auch kanntest, dann kannst du ja vergleichen?
Lieber Gruß,
Hera
Hi,
wir sind klar und direkt, wir reden nicht drum herum, weil die Sucht genauso gnadenlos ist. Und wir sprechen immer von einer tödlichen Krankheit. Deshalb ist im Alkoholiker-Bereich ein rauer Ton nicht selten.
Lieber Gruß,
Hera, Alkoholikerin
Ähmm, sollte es hier im Forum nicht eher und gerade um Erfahrungen gehen?
Nika : Wenn Du darüber schreiben magst, warum es für Dich beim Neustart schwerer war und ist als beim ersten Start in die Abstinenz, fände ich es jedenfalls auch sehr interessant - ggf. In Deinem eigenen Faden?
Weil ich mich frage, warum genau das für einen abstinenten Alkoholiker interessant sein soll? Plant ja wohl hoffentlich keiner, rückfällig zu werden? Oder soll das als Warnschuss laufen? Hab es einfach nur nicht verstanden.
Ist es relevant, warum? Manche, vor allem negative, Erinnerungen sind es nicht wert, hochgeholt zu werden. Nach vorne schauen, nicht zurück.
Auf welche Veranstaltungen gehst du denn so? Gibt es da Alkohol?
Genau, Kinder spüren, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, dass es Mama oder Papa oder sonst wem schlecht geht und dann bekommen sie "Alles gut." als Antwort. In dem Moment werden sie angelogen - um sie zu schützen - und dann trauen sie ihren Gefühlen überhaupt nicht mehr.
Ein Kind liebt seine Eltern trotzdem, auch, wenn es von ihnen mißhandelt wird. Das ist so verkehrt.
Hallo Ursel,
gut, dass du trockenes Leben führen möchtest!
Hier ist der Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben - "Bitte freischalten" genügt, du hast dich ja bereits vorgestellt.
Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.
Liebe Grüße,
Hera
Hi Rennschnecke!
Der persönliche Wendepunkt war bei mir erreicht, als die gefühlten Nachteile der Sucht größer erschienen als die gefühlten Vorteile und Weitermachen mehr Angst ausloste als Aufhören.
Aber es gibt doch gar keine Vorteile? Oder was meinst du?
Hi sunnypug!
Schätze, dass der individuell ist.
Ich hatte meinen Tiefpunkt schon lange erreicht und hab trotzdem weitergetrunken, also so gesehen, hat mein Tiefpunkt lange gedauert. Auch wenn das jetzt ekelig klingt, ich hab zum Beispiel erbrochen, weil ich viel zu viel intus hatte und hab eine halbe Stunde später wieder getrunken. Das kam nicht nur einmal vor.
Ich hatte nicht DIESES Erlebnis und mir war schon lange klar, dass ich was ändern muss.
Liebe Grüße,
Hera
Zudem hattest du eingangs geschrieben, dass du dich deinen Freunden und deiner Familie geöffnet hast und sie sich um dich gesorgt haben, also werden sie das doch verstehen, dass du nicht kommen wirst bzw. wird das dann doch keiner erwarten. Eher du von dir selbst oder?
Ich bin dieses Jahr auch auf eine Hochzeit eingeladen und werde da hingehen. Aber nach vier Jahren ist das für mich auch ok.
Woran ich nicht teilnehmen werde, ist am Junggesellinnenabschied (ein Wochenende in einem Nachbarland, voll übertrieben...), weil ich da die Einzige bin, die nichts trinkt und ich da echt keine Lust drauf habe. Ich seh mich schon, wie ich den Türsteher in irgendeinem Club in Gespräche über die Schattenseiten des Türsteherlebens verwickle und darauf warte, dass die Erste heim muss, weil es ihr schlecht geht. Nee, sowas geb ich mir nicht mehr.
Also geh nochmal in dich und überlege, ob es dir wirklich wert ist, deine Abstinenz aufs Spiel zu setzen.
Dir kann es vorher gut gehen, aber es kann dich hinterher einholen.
Egal wie es benannt wird, es wird genug Alkohol ausgeschenkt werden.
Als ich noch getrunken habe, bin ich - wenn ich meine Alttagsaufgaben erledigt hatte - nur zwischen Sofa und Garage gependelt. Ich hab eigentlich nichts gemacht. Heute tu ich immer noch gern nichts, aber halt nüchtern. Ich hab kein neues Hobby begonnen und animiere auch nie jemanden, plötzlich zu häkeln oder zu malen. Vielleicht gibt es aber bei dir etwas, auf das du schon immer Bock hattest und woran dich der Alk gehindert hat.
Du bist nun für die offenen Bereiche freigeschaltet, Fraggle.
Du kannst jetzt überall schreiben, außer die nächsten 4 Wochen im Vorstellungsbereich bei neuen Usern - diese erkennst du an ihren orangeroten Namen
Wir wünschen dir einen hilfreichen Austausch,
Viele Grüße,
Hera