Beiträge von mollyfisch

    Hallo Volka,

    diese Zweifel ob man die Situation richtig einschätzt, ob man nicht doch Schuld an der Situation hat, Hoffnung auf Änderung und vor allem das es wieder so wird wie früher, das kennen hier wohl die meisten. Und genau das macht es auch so schwer für sich eine Entscheidung zu treffen.

    Es wird aber nicht wieder wie früher. Auch wenn der Partner trocken wird, wird es nicht mehr so sein wie vor der Sucht.

    Du kannst weiterhin versuchen alles zu verstehen, neue Infos sammeln usw. Es wird dich aber nicht weiterbringen. Ich glaube auch nicht das man das in irgendeiner Weise verstehen kann warum der Alkoholiker lieber alles verliert als auf den Alkohol zu verzichten.

    LG

    Hallo,

    du bist auf einem sehr guten Weg. Trauer, Zweifel, Schuldgefühle usw. gehören dazu und es brauch viel Zeit.

    Auch die Angst vor dem neuen Weg ist ganz normal.

    Wenn dein Mann nicht von selber den richtigen Weg einschlägt kannst du nur deine Kinder und dich selber vor seelischem und auch körperlichem Schaden schützen. Über lange Sicht nimmt man Schaden, man merkt es nur nicht gleich.

    Mein Noch-Ehemann hat auch erst seinen absoluten Tiefpunkt erreichen müssen. Er ist jetzt zwar seit Februar trocken, aber er hat auch alles verloren und muss komplett neu anfangen.

    LG

    Hallo Wicca,

    so ähnlich wie du war es sicher bei vielen. Die Sicherheiten nicht aufgeben. Das hat mich auch lange verharren lassen und natürlich die Erinnerungen an die schönen Zeiten usw. . Aber ist man damit wirklich glücklich? Ich habe mich irgendwann gefragt ob ich dieses Leben noch 25 Jahre fortführen möchte, die Antwort lautete "nein".

    Für mich war die Situation am Ende unerträglich und es war höchste Zeit da auszusteigen. Das kann ich heute sagen.

    LG

    Hallo in die Runde,

    ich wollte mich mal wieder melden. Ich lese hier noch sehr viel mit. Seit Januar fahre ich mit den Öffis und da habe ich ab und an Zeit zum Lesen.

    Mir geht es eigentlich ganz gut. Leider habe ich immer noch Phasen in denen ich doch noch traurig werde, aber es wird doch nach und nach besser.

    Die Erinnerungen an die "schönen Zeiten" sind die die weh tun. Und die Erkenntnis das man gewisse Dinge nie wieder gemeinsam erleben wird. Und ja hier und da kommen doch auch immer wieder die Schuldgefühle um die Ecke. Und auch die Frage ob ich es nicht doch noch einmal hätte versuchen sollen. Ich weiß nicht ob das jemals aufhören wird. Aber wenn ich dann in mich reinhöre merke ich schon dass es dabei eigentlich nicht um mich geht sondern darum das er ja alles verloren hat und allein ist, denn vermissen als Partner bzw. Mann tue ich ihn nicht. Alles ganz typisch Co.

    Ja er ist bis jetzt wohl trocken, ab und an telefonieren wir. Gibt ja doch hier oder da noch etwas zu klären. Zum Glück läuft alles auf sachlicher Ebene ab und die wesentlichen Dinge konnten wir einvernehmlich klären. Wir haben alles geklärt hinsichtlich nachehelichem Unterhalt, Haus usw. und haben das ganze notariell festgehalten. Ich werde meinen Ex auszahlen, kann dies aber über einen längeren Zeitraum hinweg tun. Dadurch kann ich das Haus zumindest momentan halten. Was die Zukunft bringt weiß ja eh keiner.

    Nächsten Monat kann ich nun schon die Scheidung einreichen. Ist das nicht Wahnsinn. Wir sind schon über 10 Monate getrennt.

    Es ist so schön nach Hause zu kommen ohne die Gedanken ob er etwas getrunken hat. Wir haben soviel Zeit und Energie mit Streiten verbracht. Das war der Wahnsinn. Ich bin viel ausgeglichener. Meine Verdauungsprobleme haben sich gebessert, und bisher hatte ich auch keinen Neurodermitis-Schub wieder. Außerdem schaffe ich den Haushalt und alles andere viel leichter.

    LG

    Vielen Dank für die Aufnahme. Beim durchlesen der Geschichten, sind mir die Augen noch mehr aufgegangen und es ist eine riesengrosse Erleichterung zu wissen, dass ich nicht alleine bin. Ich habe mich entschlossen, mich von meinem Partner zu trennen. Mein schlechtes Gewissen ist aber die Hölle. Ich dachte immer, er ist meine grosse Liebe, war es auch und es fällt mir so schwer, ihn loszulassen, habe das Gefühl, ihn fallen zu lassen. Und ich denke, er wird jetzt auch fallen, bis ganz runter. Aber all das reden, und bitten und betteln nützt einfach nichts. Es ist schwer, zuzuschauen, wie ein geliebter Mensch sich selber zu Grunde richtet... Danke, dass ich hier sein darf❤️

    Hallo Lulu, dieses schlechte Gewissen kenne ich nur zu gut. Auch nach mittlerweile 7 Monaten Trennung habe ich das immer noch. Allerdings habe ich mittlerweile auch gemerkt das es zumindest bei mir keine Liebe mehr war sondern wohl eher Mitleid.

    Ich vermisse ihn als Partner nicht. Das ist nur die Wehmut über die guten Momente die man zusammen hatte. Und auch ich mache mir Sorgen was passiert wenn er es nicht schafft. Wer kümmert sich um ihn usw. .

    Aus diesem Gedankenkarussell komme ich leider auch noch nicht ganz raus.

    Ich wünsche dir viel Kraft.

    Hallo an alle,

    ich wollte mich mal wieder melden. Mir geht es ganz gut, auch wenn es immer noch schwer ist. Momentan ist er ja in der LZT.

    Seine Sachen habe ich alle gepackt und alles was er an Geschirr usw. mitnimmt ebenfalls. Das ist schon ein komisches Gefühl. Und immer wieder kommen die Zweifel. Dann tut er mir wieder leid. Klar er hat jetzt alles verloren. Frau, Haus, Job und Führerschein. Aber letzten Endes hätte er es vor vielen vielen Jahren noch ändern können.

    Heute wird mir immer mehr bewusst wie lange der Alkohol in seinem Leben schon eine Rolle gespielt hat ohne das ich es wahrgenommen habe. Bei jeder Feier habe ich darauf geachtet das er nicht so viel trinkt (er hat dann auch aufgehört wenn ich es ihm gesagt habe). Schon das ist ja nicht normal.

    Dann gab es so Beispiele wie "geh schon mal rein, ich komme gleich nach", "ich habe mein Handy im Auto vergessen", "ich muss noch mal ans Auto und Kundenunterlagen holen", "ich habe meine Geldbörse im Auto vergessen", "ich fahre noch schnell tanken" und und und. Das ging schon bestimmt 15 Jahre so. Anfangs habe ich das gar nicht so wahrgenommen. Die letzten 2-3 Jahre habe ich es dann am Blick gesehen. Jedes mal wenn er von unten kam oder noch mal schnell weg war kam er verändert zurück. Und dieser Blick - wie ich es gehasst habe.

    Warum fällt es uns nur so schwer loszulassen. Bei all den Enttäuschungen in den ganzen Jahren sollte das doch einfacher sein.


    LG

    Diese selbstzweifel kenne ich nur zu gut. Ich habe gemerkt, dass ich, sobald es Mal ein paar ruhige Tage, sprich trockene Tage gab, die anderen Tage und Situationen verdrängt habe.

    Das ist unser Problem,

    kaum hat man das Gefühl er hat mal nicht getrunken ist die Hoffnung wieder groß. Aber dieser Kreislauf aus Hoffnung und Enttäuschung ist zermürbend und unheimlich kräftezehrend. Ich habe mich nach jedem Streit völlig energielos gefühlt.

    Aus meiner Erfahrung wird das nur ein kurzes Aufflammen und er wird ziemlich bald wieder trinken und sich entsprechend verhalten.

    Und rate, wie es dir dann damit gehen wird.

    Du wirst verzweifelt sein, du wirst diese besch… körperlichen Schmerzen haben. Deine Gedanken werden nicht zur Ruhe kommen und du wirst an diesen paar Tagen, an denen er dir gezeigt hat, wie es sein könnte, festhalten. Du wirst auf die nächste gute Zeit warten und hoffen, dass dann alles besser wird….

    Aber ich sag dir was: das wird es nicht :(

    Ich würde es mir wirklich für dich wünschen, nur so lange er sein Problem nicht aktiv für SICH angehen WILL, wird das mit jedem Mal schlimmer.

    Hallo Sani1234,

    deine Hoffnung kann ich sehr gut nachvollziehen wie die meisten von uns wohl. Leider ist es in den meisten Fällen umsonst. Ich weiß es ist schwer diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Man will dem anderen Glauben und hofft das alles gut wird. Die Angst vor einem Neuanfang mit all den Schwierigkeiten ist da. Und natürlich wäre es am einfachsten wenn er einfach nur aufhört zu trinken.

    Ich habe Jahre gebraucht. Nach der ersten Trennung im April letzten Jahres habe ich mich auch wieder umstimmen lassen. Das war ein Fehler . Aber heute denke ich das ich diese nochmalige Enttäuschung gebraucht habe um die Trennung vollziehen zu können. Seit August letzten Jahres habe ich den endgültigen Schlussstrich gezogen. Es ist und war sehr schwer und ich habe immer noch ständig Zweifel ob es wirklich richtig war. Das ist mal ein paar Tage besser und dann wieder schlechter. Ich erinnere mich dann ganz bewusst an die schlechten Momente zurück.

    LG

    Guten Morgen,

    ich habe meinen Noch-Ehemann am Mittwoch auf eigenen Wunsch als Notfall in die Klinik eingeliefert. Er konnte kaum noch laufen, hatte Schweißausbrüche und hat am ganzen Körper gezittert. Welch ein Elend. Dieser Anblick war für mich kaum auszuhalten. Noch tiefer geht es glaube ich nicht mehr.

    Ja was soll ich sagen, das war es jetzt wohl. Er geht im Anschluss direkt in in die LZT (das klappt wohl) und dann in seine neue Wohnung. Bleibt nur zu hoffen das er jetzt die Kurve kriegt.

    Ich habe seiner Familie dann mitgeteilt dass er in der Klinik ist. Nachdem ich Ihnen mitgeteilt habe das ich seine Sachen vorbei bringe, mich aber um die noch fehlenden Einrichtungsgegenstände nicht kümmern werde, brach der Sturm los. Es wäre meine Pflicht, ich könnte mich nicht einfach aus der Verantwortung stehlen, ich bin schließlich noch mit ihm verheiratet, ich mache es mir zu einfach und und und. Und außerdem bin sowieso ich schuld das er jetzt an dem Punkt ist. Ich war nicht gut zu ihm .... usw. Es war heftig und unfair.

    Seiner Mutter habe ich dann nur gesagt das sie mal in sich gehen soll und sich fragen soll wie es sein kann das 3 Söhne Probleme mit dem Alkohol haben (sein Vater auch getrunken, nur nicht in der Menge) und ob nicht das Grundübel schon viel viel früher begann. Ja wir haben uns dann wieder beruhigt und im Sinne aller Waffenruhe vereinbart. Aber ich konnte ihr meine Meinung zu dem ganzen auch deutlich sagen.

    LG Grit

    Ich glaube schon das es viele nachvollziehen können. Es geht auch nicht darum. Vor 8 Monaten hast du hier um Hilfe gebeten und da kann schon mal der Verdacht aufkommen, es auf die lange Bank zu schieben. Sei es aus wirtschaftlicher oder aus krankhafter CO Sicht.

    Versteh mich nicht verkehrt. Du kannst auch mit einem nassen Alkoholiker bis ans Lebensende zusammenbleiben, darum geht es hier nicht. Es geht in erster Linie darum, sich aus der CO Rolle zu befreien, die Verantwortung für sich zu übernehmen.

    Ich weiß nicht wie du darauf kommst das ich es auf die lange Bank schieben wollte. Aber aus rechtlicher Sicht konnte ich ihn nicht einfach vor die Tür setzen. Da habe ich mich anwaltlich beraten lassen. Ganz so einfach ist es leider nicht.

    Vielen Dank für deine lieben Worte.

    Ich habe mit seiner Mutter jetzt abgeklärt das er nach der Entgiftung nicht wieder hierher zurück kommt. Er wird dann bei seiner Mutter wohnen bis die LZT beginnt bzw. die Wohnung bezugsfertig ist. Heißt für mich das spätestens ab Montag er nicht mehr hier ist.

    Das wäre nicht passiert wenn ich ihm das überlassen hätte.

    Viele von euch können glaube ich diesen Zwiespalt und die enorme mentale Belastung nicht verstehen in der man steckt wenn der andere noch mit im Haus wohnt.

    Und das ist richtig schlimm und zermürbend und hat mich deshalb bis heute nicht wirklich zur Ruhe kommen lassen und von Verarbeitung des ganzen kann gar keine Rede sein.

    Beispiele:

    Wenn ich ihn mit dem Auto habe kommen hören bin ich in die Küche gegangen um nicht mitzubekommen ob er betrunken gefahren ist. Was hätte ich dann gemacht. Stellt euch vor er hätte jemanden verletzt und ich hätte gewusst das er betrunken fährt. Wohnt er woanders bekomme ich es nicht mit.

    Er ist volltrunken und erbricht sich. Soll ich da einfach dasitzen, nicht nachschauen ob es ihm gut geht und in Kauf nehmen das er im Vollrausch z. B. an seinem Erbrochenen erstickt? Wie soll ich damit klar kommen. Wohnt er woanders bekomme ich es nicht mit

    Versteht ihr was ich meine. Du steckst immer mit drin. Deshalb bin heute aktiv geworden.

    Danke für diese Zeilen denn die treffen es auf den Punkt.

    Was soll ich sonst tun, er wird nicht aktiv und damit bekomme ich ihn auch nicht aus dem Haus. Sicher ist das so im Grunde nicht der richtige Weg aber ich tue es jetzt für mich, damit ich ihn endlich "loswerde" und dann endlich auch selbst zur Ruhe kommen kann.

    Wenn der andere mit im Haus lebt kommst du das nämlich nicht, Das sollten alle die schreiben das das was ich heute tue falsch ist bitte bedenken. Ich weiß keinen anderen Ausweg. Er kümmert sich nicht.

    Er hat seine Arbeit verloren, jetzt seinen Führerschein. Glaubt ihr wirklich er geht jetzt los und kümmert sich darum auszuziehen? Wohl nicht.

    LG

    Guten Morgen,

    ich habe mich lange nicht gemeldet, habe aber immer mitgelesen.

    Mein Noch-Mann hat ja nun seine Arbeit bereits verloren. Eigentlich sollte morgen die LZT beginnen. Aber er trinkt ja nach wie vor.

    Letzte Nacht hat er es nun noch schlimmer gemacht. Er hatte einen Unfall, der Firmenwagen ist nicht mehr fahrtüchtig. Fast 3 Promille. Was soll man da noch sagen, Zum Glück war niemand anderes beteiligt. Gott sei Dank.

    Nach Mitternacht habe ich ihn dann bei der Polizei abgeholt. Ganz toll.

    Jetzt bin ich hier am organisieren mit seinem Arbeitgeber (heute ist ja offiziell sein letzter Arbeitstag), mit Abschleppunternehmen und mit dem Arzt. Ich fahre nachher hin und hole die weitere Krankschreibung und werde versuchen mit dem Arzt einen Termin zur Entgiftung mit sofortiger LZT im Anschluss zu organisieren. Er möchte es so, aber er ist nicht in der Lage mit zum Arzt zu kommen.

    Morgen sollte er den Mietvertrag für seine Wohnung unterschreiben, mal sehen wie ich das Problem mit Hilfe seiner Mutter löse.

    Er hatte Mitternacht etwa 3 Promille und saß heute morgen gegen 6.00 Uhr unten mit heftigen Entzugserscheinungen.

    Ich habe ihm letztlich Alkohol gegeben und werde nachher mit dem Arzt reden ob das richtig oder falsch ist. Aber auf 2 oder 3 Tage länger mit Alkohol kommt es ja nun auch nicht mehr an.

    Es ist schon eigenartig, Früher habe ich den Alkohol versteckt, jetzt gebe ich ihm Alkohol und verstecke dafür meine Autoschlüssel.

    Sein Noch Arbeitgeber ist zum Glück sehr kooperativ und hilft mir jetzt beim Abholen des Firmeneigentums. Eventuell kümmert er sich auch um das Abschleppen des Fahrzeugs.

    Jetzt ist er ziemlich weit unten angekommen. Familie verloren, zu Hause verloren, Arbeit verloren, Führerschein verloren.

    Liebe Grüße

    Hallo Ninandm69,

    ich möchte dir hier heute mal antworten da mich deine momentane Situation sehr an meine eigene erinnert.

    Auch mir gehört das Haus. Mein Mann lebt noch in der Einliegerwohnung.

    Lass dich unbedingt anwaltlich beraten. Das ist ganz wichtig.

    Wir haben jetzt eine Vereinbarung auf den Weg gebracht mit Hilfe des Anwaltes natürlich. Ich konnte mich mit meinem Mann auf die Höhe der Auszahlung einigen und auch auf die Zahlungsbedingung. So ist es mir möglich zumindest momentan das Haus zu halten. Gleichzeitig haben wir gegenseitige Unterhaltsforderungen ausgeschlossen. Mit Zahlung des ersten Teils der Auszahlung ist mein Mann von den Kreditverpflichtungen entbunden. Der Termin seines Auszuges wurde ebenfalls festgelegt. Außerdem habe ich unser Testament geändert, Konten getrennt, Versicherungen geändert usw..

    Ich muss aber sagen das ich mittlerweile große Probleme mit der ganzen Wohnsituation habe. Du bekommst einfach nicht den nötigen Abstand. Jeden Tag bist du ob du willst oder nicht immer wieder mit dem Thema konfrontiert. Mein Mann geht nächste Woche in die LZT und von dort aus hoffentlich direkt in seine Wohnung. Der Gedanke das ich ihn eventuell dann nicht wieder sehe und wenn doch in welchem Zustand ist momentan kaum auszuhalten, allerdings wird es auch Zeit weil ich einfach so nicht zur Ruhe komme und den Schlussstrich nicht endgültig ziehen kann. Er ist dauerhaft krankgeschrieben, hat mittlerweile seinen Job verloren und lässt sich gehen. Ich kümmere mich jetzt (notgedrungen) darum dass er die Termine hinsichtlich der Wohnung, KFZ-Anmeldung, Arbeitsamt usw. einhält. Und das ist genau das Problem. Wenn ich es nicht mache passiert nichts. Also hängst du doch wieder mit drin.

    Aus heutiger Sicht würde ich es nicht wieder so machen.

    LG

    Danke für eure Antworten, ich weiß gar nicht warum es mir jetzt wieder schlechter geht. Wahrscheinlich weil er im Moment nüchtern ist und aus seiner Wohnung rauskommt und wir uns dadurch öfter über den Weg laufen. Vielleicht liegt es auch an der Weihnachtszeit. Das wird ja nun mal anders verlaufen wie die letzten 27 Jahre.

    Es geht mir schon nach und nach besser. Aber es wird immer deutlicher was das ganze auch mit mir gemacht hat. Ich bin sehr dünnhäutig und empfindlich geworden. Bei Stress fühle ich mich schnell überfordert usw. Das wird sicher noch besser brauch aber Zeit.

    Auf jeden Fall gehe ich diesen Weg weiter, da gibt es kein zurück mehr.

    LG

    Hallo in die Runde,

    hier mal wieder ein paar Zeilen von mir.

    Mein Noch-Ehemann ist ja aus der Entgiftung zurück und noch krankgeschrieben. Während der Entgiftung ist die Kündigung durch den AG eingetroffen. Na ja ich habe ja schon damit gerechnet. Gut er war beim Anwalt, Termin beim AA steht. Ab Februar macht er eine LZT. Er hat unterschrieben das er bis zum 30.05.2023 ausgezogen ist. Soweit so gut.

    Aber ich habe immer noch große Schuldgefühle. Immer wieder frage ich mich ob ich etwas hätte anders machen können, wann ist das ganze so außer Kontrolle geraten, durch seine Kurzarbeit während Corona, durch den Tod seines Bruders? Wäre es ohne das alles auch so gekommen? usw. Er tut mir nach wie vor leid und damit komme ich schwer klar.

    Vorgestern hat er mich gefragt ob ich ihn wirklich einfach so "fallen lassen möchte". Ich war kurz sprachlos und habe ihm dann deutlich gesagt das ich nicht mehr konnte und jetzt einfach nur an mich denke. Aber da hatte er mich wieder. Ich bin dann auch sofort gegangen, allerdings musste ich dann auch wieder weinen.

    LG

    Hallo Egah_73,

    leider gleicht sich auch deine Geschichte mit so vielen hier.

    Dieses Gefühl der absoluten Kraftlosigkeit nach einem Streit kenne ich sehr gut. Danach hatte ich einfach keine Energie mehr. Das ewige Hoffen, Bangen, Enttäuschungen, Streitigkeiten laugen aus. Dann die schlaflosen Nächte dazu und die Frage "Wie soll es weitergehen". Mit jedem Streit wurde es heftiger.

    Ich habe auch immer gedacht du musst durchhalten, du hast die Kraft, du bist stark. Wenn er nicht mehr trinkt wird alles besser. Ja ich habe lange durchgehalten. Aber man vergisst sich selbst und merkt gar nicht wie sehr die eigene Gesundheit leidet.

    Das Forum hier hat mir wirklich geholfen. Auch für mich drehte sich am Anfang alles um ihn und ich erhoffte mir hier Ratschläge was "ich" machen kann. Leider musste ich erkennen das das was "ich" machen kann für uns die Trennung bedeutete. Diese Einsicht war sehr schmerzhaft aber notwendig.

    Aber mir geht es nach und nach besser. Ich habe wieder mehr Energie und finde auch langsam meine Unbeschwertheit und Fröhlichkeit wieder. Wenn ich mir Bilder der letzten Monate anschaue sehe da ich immer irgendwie traurig und nachdenklich aus. Das ganze verändert auch dich und leider kannst du da auch nichts tun.

    LG

    Hallo Lotta,

    Ich muss Elly Recht geben. Du kommst nicht verzweifelt sondern aggressiv rüber. Ist dir das eigentlich bewusst? Es hört sich bei dir sehr schadenfroh an, dass du seine Verstecke entdeckt und die Familie informiert hast. Ich könnte mir vorstellen, dass es deinem Mann so noch schwerer fällt, etwas zu ändern. Denn du arbeitest ja gegen ihn.

    Ich hoffe sehr, dass du mit deinem Kind liebevoller umgehst.

    Hallo Anton,

    und selbst wenn es schadenfroh rüberkommt könnte ich auch das verstehen. Irgendwann ist jeder an dem Punkt angekommen wo er eben nicht mehr nur "nett" ist. Im übrigen muss sie nicht für ihren Mann arbeiten sondern er für sich selbst.

    Das auf ihr Kind abzuleiten finde ich wirklich von dir ziemlich weit hergeholt.

    LG

    Guten Morgen in die Runde,

    ich wollte mich hier mal wieder melden. Mir geht es soweit gut.

    Mein Noch-Mann ist seit Freitag wieder in der Klinik zur Entgiftung. Ansonsten war er jetzt weitestgehend krank geschrieben.

    Gestern bin ich dann in die Wohnung um zu schauen wie es aussieht. Ja es sieht nicht schön aus. Mülleimer waren voll, Geschirrspüler voll und ungewaschen, angefangene Lebensmittel im Kühlschrank. Ja es geht für ihn abwärts. Bleibt nur ihm zu wünschen das er nach der Entgiftung vielleicht den richtigen Weg findet.

    Auch wenn er mir manchmal noch leid tut (er ist ja nur wirklich allein in der Wohnung usw.) zweifle ich nicht mehr an meiner Entscheidung. In vielen Situationen merke ich aber immer noch wie dünnhäutig ich geworden bin. Viele gut gemeinte Hilfsangebote kann ich nur sehr schlecht annehmen usw.

    Aber das wird hoffentlich bald besser.


    LG