Beiträge von PetraPetra

    Wenn ich mich mal da kurz einmischen darf.


    In allen Dingen hast Du recht, jedoch betrachte ich das nicht einzeln auf die Alkoholkrankheit. Jedes Erlebnis, jeder Eindruck in der Kindheit tragen zur Psyche bei. Der eine kann es besser, der andere weniger verarbeiten.

    Sehr gerne.....genau das war meine Intension.

    Liebe Petra, ich mache Dich darauf aufmerksam, dass die Auswirkungen auf die Psyche der Menschen, die in so einem Umfeld aufwachsen, enorm sind.

    Das habe ich auch in keiner Weise abgestritten. Und ich weiß, hier im Forum gibt es einige EKA`s die heute noch sehr darunter leiden. Die nun selbst Co-Abhängig oder Alkoholiker/innen geworden sind. Die richtig kämpfen um das Erlebte zu verarbeiten. Ich lese sowohl sehr ausführlich bei den EKA, bei den TA und bei den Co`s. Nur deswegen erlaubte ich mir überhaupt meine Sichtweise dazulegen.

    Und wie oben in Text, Antwort auf mollyfisch schon beschrieben, kommt es auf ganz viele Faktoren an. Mir geht es nur um die Verallgemeinerung!

    Aber das funktioniert nicht und neutralisiert auch nicht die Traumen, die entstehen, wenn man als Kind Zeuge von Szenen wird, wie auch du sie beschreibst.

    Trauma ist ein sehr starkes Wort!!!

    Und da haben wir wieder die Verallgemeinerung!!! Nicht alle EKA´s haben ein Trauma erlitten. Diese Aussage trifft nicht auf alle Fälle zu. Es gibt da sehr viele Unterschiede.

    Welche Szenen meinst du in unserem Fall? Also, wenn du die eine Szene meinst, wovon ich jetzt mal ausgehe, waren unsere Kinder erwachsen, was natürlich nicht heißen soll, dass es an ihnen deswegen Spurlos vorbeizog. Aber auch das habe ich versucht zu erklären.

    Ich will hier nochmal ganz klar differenzieren, es kommt immer darauf an, wie stark die Kinder mit involviert sind. Und wenn ein Kind dem ausgesetzt ist, muss reagiert werden, das steht außer Frage.

    Rückblickend sagt auch meine Mutter: Ich hab das, was du von deinem Vater nicht bekommen hast, doch ausgeglichen.

    Diese Aussage habe ich nicht getroffen. Denn ich kann nicht ausgleichen was sie von ihren Vater (aber da bin ich wieder bei dem Thema, herzkranker Vater, usw.) nicht bekommen konnten. Aber was ich konnte, ich schenkte ihnen meine ganze Liebe, meine Aufmerksamkeit, ich behütete sie und gab ihnen Geborgenheit. Und das hat geholfen und anscheinend ausgereicht. BEI UNS!!!!!

    Die Vergangenheit ist nicht mehr zu ändern. Und ich glaube Dir, dass Du versucht hast das Beste zu tun und selbst überfordert warst mit der Situation. Nachträglich ein Etikett drauf zu kleben: „Bei uns haben die Kinder keinen Schaden“ genommen finde ich aber - für alle die mitlesen, ein fatales Signal, weil du das gar nicht beurteilen kannst!!! Deshalb habe ich mir erlaubt, das zu kommentieren.

    Ich finde es gut dass du es kommentiert hast, das war ja auch beabsichtigt! Aber ich bitte dich auch, nicht alles zu verallgemeinern.

    Unsere Kinder haben kein Traume und ich klebe auch kein Etikett drauf.

    Ich/wir beschäftigen uns bis heute immer mal wieder sehr ausführlich damit und wir werden uns auch noch Jahre damit beschäftige. Das liegt in unsere Natur. Wir werden das Thema mit Sicherheit nicht todschweigen

    (ala Etikett).

    Und wenn ich hier beschreibe, was meine Kinder dazu gesagt haben, kann, muss man mir nicht glauben. Jedem selbstüberlassen, ob man mir glaubt, ob ich es mir schön rede oder nicht. Wichtig ist, dass ich es weiß und mir es ein Bedürfnis war es hier mitzuteilen. Und das ich mich nochmals ausführlich mit dem Thema befasst habe, verdanke ich hier dem Forum. Und wer mein Tagebuch/Berichte/Antworten liest, dürfte mich ein wenig kennen gelernt haben, um zu wissen, dass ich nicht einfach leichtfertig hier schreibe.

    Und den Vorwurf, ein fatales Signal gesetzt zu haben, weiße ich von mir.

    Aber ich akzeptiere deine/andere Meinung/en. Jeder hat aus bestimmten Gründen eine andere Sichtweise und das macht ja genau so einen Austausch aus.

    Danke dafür!

    falls deine Kinder wirklich, und das hoffe ich sehr, ehrlich zu dir waren habe ihr wirklich Glück gehabt.

    Davon gehe ich mal zu 100% aus. Wir befassen uns ja seit dem Vorfall (2018/2019) gemeinsam damit. Mit gemeinsam meine ich auch, Gespräche mit meinem Mann/Vater, also zu viert. Diese Gespräche waren schmerzlich und unsere Kinder haben ihren Vater das erst mal richtig Rotz und Wasser weinen sehen. Jeder hat seine Gefühle in den x Gesprächen geäußert. Diese sind von Kind zu Kind recht unterschiedlich. (unsere Sohn ist sensibler als seine Schwester) Dazu kommt, wie schon erwähnt, eine sehr, sehr starke Bindung zu mir. Wir sagen uns schon immer, auch wenn es schmerzt, die Wahrheit. Ich glaube, dass ich das recht gut einschätzen kann.

    Klar ist mir auch bewusst, dass es nicht spurlos an ihnen vorbeizieht. Aber das meinte ich eben mit, wir können unsere Kinder nicht vor allen Geschehnissen in der Familie schützen. Und es ist auch nicht so, als würde ich das todschweigen oder beschönigen, denn optimaler wäre gewesen, es wäre nicht passiert. Ganz klar!

    Also, nur mal als Beispiel, was ich aussagen möchte: unserem Sohn hat der Tod meines Bruders (da war unser Sohn 5 und hatte wie ich zu ihm eine sehr innige Beziehung) mehr mitgenommen als die Situation mit seinem Vater. Vieleicht weil er noch jünger war? Ich will damit sagen, dass wir diesen Tod auch nicht von unserem Sohn fernhalten konnten. Er sah seine Mutter leiden, er selbst musste den Schmerz durchleben. Wichtig war aber, dass wir darüber redeten, er seine Emotionen und Gefühle mitteilen konnte, zu jeder Zeit. Wir darauf achteten, ob und wie er das verarbeitet. Gegebenenfalls sogar psychologische Hilfe benötigt. Wir achteten auf Wesensveränderungen. Wir haben die Kita mit ins Boot geholt um auf evtl. Veränderungen mit zu achten. Und genau darauf kommt es auch an.

    Es spielen ganz viel Faktoren eine Rolle und darum kann und will ich es nicht über einen Kamm scheren. (Und diese Weitsicht will ich nicht allen Co-Abhängigen absprechen oder es als schönreden abtun)

    Ich/wir habe/n (und das muss ich meinem Mann halt auch hochrechnen) das Problem von meinem Mann sehr gut verstecken könne. Aber das lag sicherlich auch daran, dass er halt ein Quartaltrinker war/ist. Und trotzdem hat es sicherlich unsere Kinder beeinflusst, das habe ich auch nie abgestritten oder rede ich mir schön. Aber nicht mehr, als meiner besten Freundin ihren Sohn, der wiederum mit einem herzkranken Vater aufwuchs. Kann mich einer verstehen was ich damit aussagen möchte??

    Mein Sinn, dass hier offen anzusprechen, war, dass wir Eltern genau hinschauen müssen, wir müssen unsere Kinder beobachten, wir müssen mit ihnen reden und dürfen sie mit ihren Gefühlen nicht alleine lassen. Ja, wir müssen sie schützen!!! Aber es gibt auch unterschiede, Kinder die das Ganze einigermaßen heil überstanden haben und dass war mir wichtig aufzuzeigen.

    Hier lesen viele User (still mit), die noch in der Co- Abhängigkeit stecken, diese User machen sich bestimmt große Sorgen um ihre Kinder. Sie machen sich große Vorwürfe.

    Vielleicht macht ihnen dass ein bisschen Mut!

    Bitte nicht falsch verstehen, nicht Mut zu bleiben und die Kinder dem ganzen weiter aussetzten. Sondern ihnen das Gefühl geben, alleine das sie hier im Forum sind, versuchen sie etwas dagegen zu unternehmen, dagegenzuwirken, sie wollen was verändern. Sie sind auf dem Weg. Denn Vorwürfe und Sorgen machen sie sich schon selbst genügend. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass alle die hierhergefunden haben, ihre Kinder auch schützen.

    Lanananana, also meine Kinder sind in diesem Fall...jemand und ich rede mir es schön? Habe ich dich da richtig verstanden? Gerne darfst du mir deine Sichtweise, 0ber meinen/unseren Fall erklären.

    Unser Sohn ist 32 und unsere Tochter wird in wenigen Wochen 26. Ich glaube, wenn wir uns ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt haben, Gespräche führten, kann ich für mich sagen, unseren Kindern hat es nicht mehr belastet als....Punkt...Punkt...und da könnte ich jetzt x Beispiel aus unserm Freundes/Bekanntenkreis aufzählen.

    Und wie schon im Text zuvor von mir ganz deutlich darauf hingewiesen, in unserem Fall ist das so, dass möchte ich noch einmal betonen!

    Darum möchte ich darum bitten, wenn hier nicht verallgemeinert wird.

    Meine Absicht hier war nicht, diejenigen zu bestärken, um bei ihrem trinkendem Partner zu bleiben, obwohl die Kinder sichtlich und unsichtbar darunter leiden.

    Mir war es nur wichtig,auch einmal meine/ eine andere Sichtweise aufzuzeigen.

    Nicht mehr und nicht weniger.

    Hallo mollyfisch,

    Die letzten Tage hatte ich das Gefühl das er nicht getrunken hat, aber wer weiß. Gestern hat er mich gefragt ob er mich mal in den Arm nehmen kann. Ich habe das abgelehnt aber wie auf Kommando kamen die Tränen. (Am liebsten hätte ich ihn natürlich in den Arm genommen) Ich habe oft Momente da kommen mir sofort die Tränen, meistens nur kurz. Es ist ein Auf und Ab der Gefühle.

    Wie gut ich diese Situation kenne, ich fühle gerade mit dir und spüre wie das Gefühl in mir hochkriecht als ich in der Situation war. Es ist so schwer standhaft zu bleiben. Wir leiden! Irgendwie ist diese Situation so Surreal!

    Der Verstand weiß ganz genau dass man nicht schwach werden darf, das Herz sagt genau das Gegenteil. Ein innerlicher Kampf beginnt und der ist sehr ungesund für unseren Körper und unserer Seele.

    ich hatte ein schönes WE. Habe das Wetter genutzt, war spazieren und Rad fahren. Es ist blöd allein,

    Auch hier fühle ich soooooooo mit dir. Saublöd (sorry) genauso empfinde ich das.

    Mein größtes Problem ist tatsächlich die Wohnsituation. Man begegnet sich jeden Tag und bekommt doch alles mit. Wenn ich ihn nicht sehen würde käme ich besser klar.

    Da gebe ich dir Recht, aus dem Auge aus dem Sinn. Es fällt dann einem viel leichter. Doof das es bei dir im Moment nicht anders zu lösen ist.

    Da ist dann Unverständnis vorhanden oder man ist dann sogar böse auf denjenigen weil er ja den Alkoholiker "fallen lässt". Wie schwer den meisten diese Entscheidung fällt wird gar nicht wahrgenommen.

    Das finde ich sehr traurig, dass war zum Glück bei mir anders. Lass dich davon bitte nicht runterziehen. Du bist wichtig und das zählt. Aber was rede ich, du bleibst ja auf deinem Weg.

    Da das Thema im Forum immer wieder diskutiert wird und ich mir dazu wirklich sehr viele Gedanken gemacht habe, möchte ich hier im offen Bereich einen Teil aus meinem Tagebuch vom geschlossenen Bereich mitteilen.

    Hallo Tagebuch,

    ich war eine ganze Weile schon nicht mehr hier. Es hatte mehrere Gründe, ich musste all die gelesenen Dinge hier, meine Empfindungen, meine Wahrnehmung und meine Situation von allen Seiten genau beleuchten und durchleben. Es war sehr schmerzlich und das war auch gut so.

    Mein Leben mit einem trinkenden Partner war gewiss nicht immer leicht. Es gab viel schöne Momente aber es gab auch sehr schwere Momente. Da will ich sicherlich nichts beschönigen oder es mir schön reden!!!!

    Ein ganz wichtiges Thema für mich, was mich hier beim Lesen emotional sehr betroffen hat, war das Thema Kinder.

    Mir war es wichtig, erstmal mir selbst klar zu werden, ob ich meinen Kindern evtl. zu viel zugemutet habe. Ob sie vielleicht doch mehr mitbekommen haben als ich ahne? Ob ich mir alles nur schön rede?

    Darum war die Reflexion mit mir selbst nötig, um als nächsten Schritt ein sehr intensives und vor allem ein sehr ehrliches und aufrichtiges Gespräch mit meinen Kindern zu führen. Dazu benötigte ich den richtigen Zeitpunkt und die nötige Zeit von beiden Seiten. Erstmal mit jedem Kind einzeln und wenn nötig nochmals gemeinsam ein Gespräch zu führen. Mir war es ein großes Anliegen, herauszufinden wie sie die Dinge/die Vergangenheit empfunden und wahrgenommen haben. (Ich muss dazu sagen, dass wir schon immer eine sehr ehrliche und offene Mutter-Kind-Beziehung führen und ich am Gesprächsanfang erklärte, es sei mir sehr wichtig, ohne Schonung die Wahrheit zu hören) Ergebnis der Gespräche, ich lag bei meiner Vermutung richtig, dass unsere Kinder den trinkenden Vater nicht als süchtig trinkenden Vater wahrgenommen haben. Sie haben ihn ab und an auf einer Feier und/oder ab und an zu Hause trinken sehen. Jedoch hatten sie nicht das Gefühl, das es krankhaft war. Leider wurde bei den Familienfeiern in den jüngeren Jahren viel getrunken. Aber sie erklärten mir, dass ich immer schon eher Anti gegen Alkohol eingestellt war, mich kaum was trinken sahen und ihnen dadurch schon früh bewusst gemacht wurde, dass das Trinken in der Gesellschaft sensibel zu betrachten sei.

    Aber natürlich haben sie wahrgenommen, dass ihr Vater Launen hatte (die ich, aber nicht sie, zurückführe, dass seine Wesensveränderung am Alkoholkonsums lag).

    Jetzt kann man sich darüber streiten, ob manche Situationen eventuell anders verlaufen wären wenn ihr Vater keinen Alkohol getrunken hätte. Jedoch wissen wir alle, dass wir der Spiegel unserer Kinder sind. Aber wir sind auch Menschen mit Ecken, Kanten und Fehler und prägen dadurch unsere Kinder. Das heißt, wenn ich Sorgen finanzieller Art habe, wenn ich Sorgen gesundheitliche Art habe, wenn ich berufliche Sorgen habe, also egal welche Sorgen die wir als Eltern haben, spüren unsere Kinder dieses Ungleichgewicht. Wir können die Kinder nicht vor all unseren Sorgen und Emotionen schützen. Wichtig ist, dass es immer in einem gesunden Maß ist. Also in unserem Fall, hat es unseren Kindern anscheinend nicht geschadet. Ich sage ganz bewusst, in unserer Familienkonstellation. Für mich selbst war wichtig zu verstehen, ob das Leben ohne meinen Mann/ihren Vater für sie leichter oder gar besser verlaufen wäre als mit ihm. Und ich/wir bin/sind zu der Erkenntnis gelangt, dass ich (aber auch mein Mann), was das betrifft, vieles richtig gemacht habe. Und ich, durch mein Nichthandeln (also keine Trennung) unseren Kindern nicht erheblichen Schaden zugefügt habe. Also (in unserer Situation, ich betone UNSERER !!!) im Sinne der Kindererziehung und für das Wohl der Kinder habe ich richtig gehandelt ober besser gesagt nicht falsch gehandelt.

    ABER!!!!! und das ist mir sehr wichtig hier an dieser Stelle mitzuteilen: jede Mutter oder jeder Vater sollte bei dieser Frage sehr ehrlich mit sich ins Gericht gehen. Schadet der Umgang mit dem trinkendem Elternteil meinem Kind!!!! Ohne es sich schönzureden, ohne es zu beschönigen. Dazu muss man sich die Situationen vor Augen halten und das erlebte noch einmal durchleben, um genau in sich hineinzuhorchen. Es muss von allen Seiten betrachten werden. Ja, das ist schmerzhaft und beansprucht Zeit. Aber nur so findet man genau heraus, ob es noch im gesunden oder schon im krankhafte Bereich für unsere Kinder stattfindet. Schadet es meinem Kind, leidet mein Kind, nimmt mein Kind eine Co- Abhängige Seite an, dann muss schnellstens was ver/geändert werden.

    Weiter steht in meinem Tagebuch:

    Aber für mein Wohl sieht das etwas anders aus und das möchte ich ganz klar differenzieren!!!!!

    Dank Hilfe hier im Forum, konnte ich erkennen, dass nicht nur der Alkohol unser Problem ist. Ob es ohne Alkohol jetzt weniger Probleme gäbe??? Auch das kann ich rückwirkend nicht mehr analysieren oder beantworten aber ich kann den Ist-Zustand analysieren.

    Mir ging es mir zwischenzeitlich sehr schlecht als ich viel im Forum unterwegs war und mich mit dem Thema Alkoholismus und Co-Abhängige beschäftigt habe, was auch gut so war.

    Ich habe für mich herausgefunden, dass meine momentane Situation, nicht nur mit dem Alkoholkonsum meines Mannes zusammenhängt.

    Aber für mich viel wichtiger

    , ich glaube, ich bin nicht mehr Co- Abhängig auch wenn ich viele Jahrzehnte sicherlich Co- Abhängig war.

    Mein Mann trinkt seit unserer räumlichen Trennung und erneutem Zusammenzug, weniger denn je. Hätte er nicht diese Vergangenheit, könnte man meinen, sein Trinkverhalten sei normal.....was auch immer normal bedeutet. ABER da er definitiv das Trinken immer als Ventil benutzte, ist auch ein bisschen trinken nicht normal für Ihn.

    Das ist mir, aber noch viel wichtiger, ihm bewusst.

    Das Beste aber ist, dass ich nichts mehr erwarte und dass ich weiß, dass ich nichts verändern kann und werde. Ich zähle oder suche keine Bierflaschen mehr. Ich hinterfrage nicht mehr, ob er getrunken hat, denn ich weiß ganz genau, wann mein Mann getrunken hat. Das alles hat null mit mir zu tun, egal wie ich zu ihm bin oder wie ich mich ihm gegenüber verhalte!

    Ich weiß auch, dass nur er was daran verändern kann. Ich habe meine alten Verhaltensmuster abgelegt und verändert und das gefällt mir und es tut mir gut. Und das, dank diesem Forum hier und den vielen User die sich die Zeit und Mühe machen ihre Erfahrungen mit uns zu teilen!!

    Meine Veränderung hat im Moment bewirkt, dass auch mein Mann sehr viel hinterfragt. Wohin es führt????? Steht in den Sternen. ABER das wichtigste für mich ist, meine Veränderungen haben das geringste damit zu tun, dass ich hoffe, wenn ich dies oder das mache, oder wenn ich es so oder so mache, dann hört er vielleicht auf zu trinken. Meine Veränderung hat nur mit mir zu tun. Ich möchte nicht mehr Co- Abhängig sein.

    Nur ich bin für mein Glück selbst verantwortlich. Ich kann nur mich verändern. Es liegt in meiner Hand ob ich den Schritt wage oder ob ich in der unglücklichen Position verharre. Bin gespannt wo mich/uns das hinführt.

    Hallo bobbele,

    wie ist es wenn ihr im Urlaub seid, trinkt er da auch?

    Ich konnte solche Tage immer gut nutzen um solche Gespräche zu führen da mein Mann da meist nichts trinkt.

    Ein Wochenende für euch, um zu reden, wäre das möglich?

    Dr. Jekyll & Mr Hyde -----> schon witzig, den Begriff nehme ich auch in Zusammenhang mit meinem Mann her. Dachte das mache nur ich! Aber genau das beschreibt es Exakt ohne viele Worte!

    Liebe Pamela,

    leider habe ich gerade kaum Zeit ausführlich hier zu schreiben. Jedoch glaube ich, wäre es im Moment besser, wenn sich die Gemüter jetzt erst einmal beruhigen.

    Beim Schreiben und Lesen hier, fehlt die Mimik und Gestik um einordnen zu können, wie der andere es gemeint hat.

    Lea sieht die Dinge aus ihrer Sicht.

    sunshins Sicht und Erfahrung resultieren wiederum auf der anderen Seite.

    Ich glaube. keiner meint es böse mit dir. Sie wollen uns wachrütteln, auf ihre Art. Wir Menschen sind alle sehr unterschiedlich. Die einen brauchen einen Aschtritt, die anderen einen sanfteren Umgang.

    Wenn ich mich früher ungerecht behandelt fühlte, schlug ich auch mit Worten um mich, wie du im Moment. Oft sieht man dann in der Wut nicht die gutgemeinten Ratschläge. Bitte denke darüber nach.

    Ich habe mich am Anfang, auch einmal hier geärgert. Ich habe mich dann zurückgezogen und habe in den Tagebücher der anderen hier gelesen und bemerkt, dass mir das sehr viel weitergeholfen hat. Ich bemerkte, dass ich wütend war, weil ich mir einige Dinge nicht eingestehen konnte. Also es lag an mir!

    Vieleicht versucht du es auch einmal, (Tagebücher lesen) so lernt man die anderen hier ein wenig besser kennen und kann ihre Aussagen besser einschätzen.

    Oft hilft es auch, erst eine Nacht darüber zu schlafen wenn man sich ärgert. Dann kann man reflektierter und besonnener antworten.

    Liebe Pamela, ich glaube, alles wollen dir nur helfen.

    Hallo Monica,

    herzlich Willkommen.

    Ich bin seit 33 Jahren mit meinen Mann verheiratet. Er ist/war Quartaltrinker. Ich versuche gerade herauszufinden ob unsere Probleme nur am Trinken liegen. Auch ich habe mich hier angemeldet um Unterstützung zu erhalten. Wir hier haben alle so einige Höhen und Tiefen hinter uns. Ich hoffe, nein ich bin mir sicher, dass du hier die nötige Unterstützung findest.

    Hallo und willkommen Minchen,

    das ist eine schwere Frage und ich glaube die wird dir keiner beantworten können. Es kostet viel Arbeit, Zeit und Tränen die Geschehnisse zu verarbeiten. Nur die Zeit wird es zeigen ob es dir möglich ist, diese Beziehung weiterzuführen. Vergessen glaube ich, wird man es nicht. Aber es kann heilen. Wie gesagt, aber das dauert und es müsste immer ein Schritt weiter nach vorn gehen. Jeder Rückschritt macht es dann zusätzlich schwierig/er!

    Wichtig ist, dass du dir klar machst ob du dir vorstellen könntest, diesen Weg zu gehen. Ein Versuch ist es nur dann wert, wenn du dahinterstehst. Und jeden Versuch, kann/darf man auch abbrechen wenn man nicht mehr kann oder will.

    viele Angehörige schreiben ja hier, dass es wohl nach außen den Anschein machen würde, alles wäre normal und sie froh wären, jemand von außen würde mal was sagen...

    kaffetante, ich glaube das diese auf die Persönlichkeit ankommt, also wie weit begreife ich selbst (Angehörige des Trinkenden) das es nicht mehr NORMAL ist. Und dann kommt es höchstwahrscheinlich auch noch darauf an, wer einem das sagt und wie?!

    Ich habe mir immer gewünscht, dass es Freunde, Bekannte, Kollegen oder Familienmittglieder IHM ganz klar gesagt hätten, dass mit dem Konsum was nicht mehr stimmt. Ich dachte immer, dass er evtl., dann aufgewacht wäre. Aber wie ich hier ja lernen durfte, wäre das wohl auch nicht so gewesen.

    Hallo Eldamadu,

    da kann ich mollyfisch nur zustimmen. Sie mussten ihn nicht tagtäglich an ihrer Seite erleben. Es wird immer gesagt, so viel trinkt er doch nicht und auf Feiern ist das doch üblich....bla bla bla. Darum gehts ja nicht. Wer weiß denn schon was hinter der Haustüre sich abgespielt hat. NUR DU!!!!!!!! Ich glaube auch dass sie irgendwann mitbekommen das er doch mehr trinkt als normal sei, was immer normal ist????? Sieht ja jeder etwas anders. Bitte mach dir nicht so viel Vorwürfe. Mir ging es in der schlimmsten Phase auch wie euch, ich war hart, abweisend und abstoßend. Aber weil er trank!!!

    Und nicht er trinkt weil ich abweisend war.

    …andauernd spukt mir im Kopf herum, was er zu mir nach der Trennung gesagt hat

    …froh, dass ich endlich den Absprung geschafft habe

    …hätte mich schon vor Jahren trennen sollen

    … ohne dich geht es mir jetzt so viel besser, ich schlafe auch endlich wieder gut!

    …der ganze Druck ist weg!

    Tja.... das entspricht seinen Gedanken und in Hinsicht des Alkohols stimmt es auch, der Druck, dein Druck ist weg! Er hat nun keinen mehr der ihm in diese Richtung Druck macht. Die Tatsache dass er sich null um die kleinen bemüht, zeigt mir, dass er seine Gefühle und Gedanken mit Alkohol betäubt.

    Bitte nimm dir diese Worte nicht zu Herzen. Sie sind kalt, so kalt wie der Alkohol den er bestimmt gern gekühlt trinkt.

    Du bist stark, das hast du schon bewiesen. Toll, dass deine Großen neben dir stehen und derselben Meinung sind.

    Leider weiß ich aber auch, dass dir keiner helfen kann. Diese Gefühle, diese Trauer, die musst du zum größten Teil alleine durchleben. So ist das mit allem im Leben, Leider! Deine Gefühlslage kann dir keiner heilen außer du selbst. So funktioniert das Leben. Auch wenn man sich wünscht, dass mit einem Schnips alle wieder gut wird. Aber wem sag ich das, wir sind in einem Alter wo wir diese Erkenntnisse ja bereits alle selbst erlangt haben.

    Jedoch hilft das schreiben hier um sich zu sortieren. Reden hilft auch, vielleicht denkst du wirklich mal über therapeutische Hilfe nach?

    Herzlich Willkommen Bombay,

    du bist ja schon um einiges länger hier als ich es bin.....

    aber wenn der Partner und Vater tagelang 1,5 Promille hat ist das für mich quasi Notwehr wenn ich ihm einfach mal seinen Hausschlüssel oder seinen Geldbeutel entwende.

    Kennt das jemand?

    So in etwa! Da war ich jedoch noch sehr jung und ohne Kind. Da habe ich ihn zu vor gewarnt , sollte er Betrunken heimkommen lass ich ihn nicht rein. Dann kann er gleich bei seiner Stammfamilie übernachten wo er getrunken hat. Gesagt getan. Tür wurde von innen verschlossen und er übernachtete am Dachboden.......Tja, vielleicht hätte ich da schon hellhörig werden sollen????

    Ohne Anwalt verlässt er unser gemeinsames Haus nämlich nicht.

    Hast du schon mal eine Information eingeholt? Vielleicht kann dir das bei deiner endgültigen Entscheidung helfen!

    Bist du bereit die nächsten Schritte zu gehen?

    Hallo Eldamalu,

    bevor ich nun auf deine letzten Beiträge antworten konnte, musste ich mir erst nochmals deine Beiträge vom Anfang durchlesen. Dir wurde geraten dies auch nochmals zu machen. Als erstes gehe ich auf die neuen Texte ein, weil die was in mir hervorgerufen haben....meine Erinnerungen

    Ich war auch einfach oft so unfreundlich zu meinem Mann. Ich war eigentlich die mit den Launen, bzw. der schlechten Laune. Ich hab ihn abgewiesen…ich war auch keine gute Gesellschaft mehr :( ich habe mich in so eine schlechte Version meiner selbst verwandelt und mir einfach 0 Mühe mehr gegeben.

    Auch ich hatte so eine Zeit. Und es war die Folge davon, dass er trank, wie bei dir.

    …wäre ich liebevoller gewesen

    …hätte ich besser kommuniziert

    …hätte ich ihn wieder an meiner Seite schlafen lassen (wir hatte lange getrennte Zimmer worunter er sehr gelitten hat)

    …hätte ich mich nicht so verschlossen

    Hätte….Hätte…

    Auch ich hatte diese Gedanken.....hätte ich dies oder hätte ich das....ABER heute weiß ich ganz genau, egal, es wäre sowieso alles so gekommen wie alles kam. Denn mein Verhalten ihm gegenüber war dem geschuldet, dass er trank und ich damit nicht mehr klar kam. So wie es auch bei dir war/ist!

    Ein ganz gutes Beispiel, auf Feiern trank mein Mann, nicht wenig aber auch nicht so viel dass man behaupten könnte er wäre besinnungslos besoffen. Er war lustig, alle um ihn herum hatten mit ihm Spaß. Ich saß da und wurde immer ruhiger. Mir gefiel es von Bier zu Bier immer weniger. Ich war dann immer die, die nur meckert und keinen Spaß versteht. Aber ich war ja auch die die wusste dass die Fahrt nach Hause, der Tag danach eben nicht mehr lustig wird. Ich war ja die, die alles auffangen und ertragen musste. Meine fast Schwiegertochter (hat mir mein Sohn erst erzählt als sie getrennt waren, deren Vater oder besser gesagt deren ganzen Familie auch gern mal trinkt) mochte meinen Mann lieber als mich obwohl ich für sie mehr da war und ich mit ihr mehr zu tun hatte als mein Mann. ABER mit ihm war es halt lustiger. So empfanden mehrere Menschen um uns herum. Bis zu dem Tag als ich darüber redete was bei uns zu Hause so los ist und ich ihn nicht mehr schütze oder ihm den Rücken frei hielt.

    Ich weiß aber genau wie du denkst und du fühlst. Es könnte ja alles noch viel schlimmer sein. Warum kann ich nicht einfach akzeptieren das er (also in meinem Fall, in deinem ist es ja täglich, wenn ich das richtig gelesene habe) ab und an trinkt. Aber ich konnte es nicht, da sich vieles durch das trinken verschoben hat, so wie anscheinend bei euch. Und genau das ist das Auschlaggebende. Dazu kommt bei dir, dass deine Kinder schon den eine oder anderen Vorfall mitbekommen haben. Und das ist leider nicht gut für sie.

    Darf ich dich Fragen wie das deine beiden großen so wahrgenommen haben, redest du mit ihnen darüber?

    Hallo Mel, was erwartest du dir von diesem Gespräch?

    Ich würde , wie schon gesagt, mich rar machen. Soll er sich doch bei dir melden wenn er mal bereit ist zu reden. Und solltest du aber dann an diesem Tag kein Zeit haben würde ich ihm das genau so sagen. Lauf ihn bitte nicht mehr nach.

    und versteht den Sinn nicht zu reden, er würde mich eh nie verstehen,

    Das sagt er zu dir! Dann ist doch im Grunde alles gesagt, oder?

    Ich weiß nicht weiter... Wie falsch kann die Wahrnehmung eigentlich sein? Ja, er habe auch viel falsch gemacht, aber das ich ihn so verletze ... Bla bla

    Sehr falsch......!

    Lass ihn jetzt einfach links liegen, meinst du das du das könntest?

    Man weiß halt nicht wie es heute ohne Alkohol wäre.

    Da ist dann immer das.....was wäre denn!!!!

    Aber solange das wäre wenn nicht eintritt bleibt es eine Fiktion.

    Leider ist es bei mir auch so das er sich um nicht kümmern kann

    Das ist bei uns eine ganz andere Situation. Mein Mann kümmert sich um viele Dinge, schon immer und diese auch recht zuverlässig und korrekt.

    Aber was ihm manchmal fehlt ist Empathie.

    Wir haben uns die letzten Jahre unterschiedlich weiter entwickelt.

    Das trifft auch uns dann auch wieder zu.