Ergänzend hatten sie Therapiestunden bei Kinder-und Jugendpsychologen, und die Schulzeit ging bei einem in eine einjährige Verlängerung, bei dem anderen wäre es fast auch so gekommen. Jetzt sind sie wieder zielstrebig.
Du hast trotz allem versucht auf die Kinder einzugehen und darauf zu achten dass sie das Erlebte verarbeiten. Du hast dein möglichstes gegeben. Sich im nachhinein Vorwürfe zu machen ist ein schlechter Begleiter. Aber ich glaube du weißt das. Du wirkst für mich sehr aufgeräumt und sortiert.
Ich habe mir hier die Info zu "co-Abhängigkeit" durchgelesen und finde mich in Teilen natürlich darin wieder, in Teilen aber auch nicht.
Was mir auch immer schwer gefallen ist, ist die Definition von Zumutbarkeitsgrenzen und konsequentes Handeln danach. Egal bei wem und in welchem Zusammenhang, in Konfliktsituationen reflektiere ich immer auch die gegnerische Partei und versuche deren Motivation zu verstehen.
Genau so empfinde ich auch. Diese Co Frage stelle ich mir auch immer mal wieder. Leider gibt es keinen Test oder genaue Richtlinien. Ich bin für mich zu einem Entschluss gekommen, endgültig dürfte dieser jedoch noch nicht sein, solange ich mich nicht selbst aufgebe, sich mein Leben und mein handeln sich nicht nur um meinen trinkenden Partner kreist bin ich nicht Abhängig.
Aber bei dem Thema spielen so viele Faktoren eine Rolle. Vor allem wenn Kinder mit involviert sind. Kinder bekommen sehr viel mit und es prägt Kinder meist negativ. Da sollte die Hemmschwelle des aushaltens sehr gering gehalten werden.
Und noch etwas zum Thema CO: Was hat man eigentlich in einem Familiensystem, wenn einem an der Aufrechterhaltung etwas liegt und solange die belastenden Anteile noch nicht überwiegen, für eine Wahl im Umgang mit dem alkoholbelasteten Familienmitglied, insbesondere, wenn es Elternteil ist?
Ist es nicht Auswahl zwischen Pest und Cholera,
Diese Frage habe ich mir, seit ich hier bin, so oft gestellt. Ich habe Gespräch mit meinen erwachsenen Kindern geführt und bin für mich auch hier zum Entschluss gekommen, dass es in meinem Fall so okay war. Ich betone, in meinem Fall.
ABER, was ich aus meiner Erfahrung heraus sagen kann.
Sobald bemerkt wird dass der Partner ein Problem mit dem Alkohol hat, sollte es angesprochen werden und wenn dieser es nicht ändern möchte oder es nicht einmal einsieht ist es besser (vor allem wenn kleine Kinder in der Familie sind) wenn man früh die Reißleine zieht. Denn die Abwärtsspirale ist meist vorprogrammiert. Das kann sich niemand schönreden. Es wird nicht besser aber es wird ziemlich sicher schlechter.