Beiträge von PetraPetra

    Herzlich Willkommen Erdbeersonnenmilch,

    du hast dass gleiche Alter meines Sohnes und deine Worte haben mich zum nachdenken angeregt. Vor allem der Satz:

    mein Vater nervte mich wenn er betrunken war

    Genau so ging es mir, unserem Sohn und unserer Tochter.

    Als sie entschieden, ihrem Vater dass genau so mitzuteilen wurde er zuerst sehr wütend und war anschließend erst einmal für einige Zeit zu tiefst beleidigt und verletzt. Nach ein paar Wochen gingen wir dann alle gemeinsam zu einer Familientherapeutin und bei dieser wurden ihm dann ganz deutlich von den Kindern ihre Gefühle und Emotionen mitgeteilt. Seither haben sie ihrem Vater nicht mehr betrunken erlebt.

    Vielleicht gibt es die Möglichkeit deine Mutter zu einer oder zwei Therapiestunden zu einer Selbsthilfegruppe in eurer Nähe zu bewegen. In der du dann deine Sorgen und Gedanken ihr ganz sachlich mitteilen kannst. Denn ich denke, du wirst sonst immer Ausreden suchen warum du dein Kind nicht bei ihr/ihnen Übernachten lässt. Das erzeugt wieder Druck in dir.

    Darf ich fragen vor was du Angst hast wenn du deinen Gedanken äußerst? Das du sie verletzt?

    Hallo Biffi,

    schön wieder von dir zu lesen. Ich finde gut dass du ein kleines Hallo und Update dagelassen hast.

    Ich schäme mich dafür, dass ich keine Änderungen in meinem Leben schaffe.

    Schämen muss sich hier keiner. Wir alle haben den ersten oder zweiten Schritt gemacht und haben uns hier angemeldet. Sich damit auseinanderzusetzen ist nicht leicht. Dass genau hinschauen ist anstrengend und kann sehr schmerzlich sein.

    Ich bin traurig.

    Was macht dich genau traurig? Möchtest du uns ein wenig mehr erzählen? Ist alles beim Alten oder hat sich die Situation verschlimmert?

    Egal was ich sage, es werden nicht die Worte sein die mir das Gefühl nehmen.

    Bitte verurteile dich nicht selbst.

    Konntest du deine Weiterbildung schon abschließen oder steckst du noch mitten drin? Die Arbeit macht dir ja viel Spaß und mit der Beendung der Ausbildung kannst du vielleicht Finanziell auf eigene Beine stehen. Das wäre doch dann Schritt drei und vier.

    Wie verlief die weitere Suche nach dem Therapieplatz? Bleib dran, ruf immer mal wieder dort an und geh ihnen gern etwas auf die Nerven. Mach dich immer wieder Sichtbar mit deiner Präsenz.

    Deine Mutter lebt mit Ihrem Mann ihr Leben und du bist "nur" das Kind.

    Du musst diese Last nicht tragen.

    Es ist allein die Entscheidung deiner Mutter ,wie sie damit weiter leben will.

    Genau so ist es. Ich sehe das wie du!

    Aber deswegen Abstand zur Mutter nehmen ist eine schmale Gradwanderung.

    Ich hab mit meinen Kindern vereinbart, dass es mein Leben ist und ich für mich verantwortlich bin. Wenn ich es nicht mehr ertrage muss ich eine Entscheidung treffen. Wenn es mir richtig schlecht geht und ich jemandem zum reden brauche, werde ich zu ihnen kommen. Denn im Grunde ist alles gesagt und ausgesprochen. Es ist ja immer das selbe was sie hören würden.

    Dazu kommt, dass sie Kinder beider Elternteile sind. Sie haben auch eine Beziehung zu ihrem Vater und lieben ihn ja auch.

    Ich versuche sie dahingehend zu bestärken, dass sie nicht für ihn aber auch nicht für mich verantwortlich sind. Ich will doch nicht dass meine Kinder coabhängig werden, egal auf welche Art und Weise!

    Das war und ist mir sehr wichtig.

    Die Mama unterstützen, für sie da sein.

    Nicht ihre Co.Abhängigkeit unterstützen.

    Wenn ich die Mama ablenke, für sie da bin, ihr helfe, unterstütze ich doch nicht ihre Co.Abhänigkeit.

    Wie oben schon geschrieben, dass ist ein schmaler Grad!

    Mit klaren Absprachen sollte das aber gelingen und möglich sein.

    Was solltest du denn in dieser Situation tun können? Abgesehen davon, lass es bei ihm. Es ist sein Problem nicht deins.

    Versuche dich abzulenken und sage dir immer wieder, du kannst dafür nichts. Es ist sein Leben!

    Hallo Croissy,

    ich wäre die Letzte die DAS verurteilen würde!

    Jeder hat ein Recht auf sein eigenes (in diesem Fall du auf deins) Leben und jeder(in deinem Fall dein Angehöriger) ist auch für sein Leben verantwortlich.

    Schön dass wir das klären konnten. Und das du empfindlich und sensibel auf solche Aussagen reagierts kann ich wirklich nachvollziehen. Auch wenn ich keine EKA bin, bin ich ja auch betroffen von dem Thema.

    Ich bin froh dass unsere Kinder mir nie Vorwürfe machen würden wenn ich nicht mehr kann/will und ihren Vater, sozusagen ihm selbst überlasse. Oder viel besser gesagt, es ist sein Leben und seine Verantwortung!

    Bleib bitte auf deinem Weg und achte auf dich, denn wir sind es wert!

    In einer Beratungsstunde habe ich als Angehörige meines trinkenden Ehemanns mal einen Vorwurf herausgehört, wenn ich nicht wäre, hätte mein Mann schon die Chance zu suchtverkürzender Einsicht gehabt.

    Wie siehst du dass heute, mit dem Wissen und der Erfahrung Jahre später?

    Meine Bewertung unserer häuslichen Situation war daraus aber im Vergleich zu allen anderen Teilnehmern: "Uns geht es ja noch Gold!" :-O.

    Und hier die selbe Frage? Wie siehst du dies mit dem heutigen Wissen und deiner Erfahrung?

    Wenn ich mal meine Situation bei Freunden oder in der Familie angesprochen habe, wurde mir auch immer genau das gesagt. Das Trinkverhalten ist doch noch im Normalbereich, mein Mann trinkt wesentlich mehr. Oder, du bist was das Thema Alkohol angeht sehr empfindlich und restriktiv. Nur weil du kaum was trinkst ist nicht gleich jeder der was trinkt ein Alkoholiker, usw.

    Ich wusste, das es nicht NORMAL war. Ich hätte viel früher genau das machen sollen was ich seit einigen Jahren mache. Es in seine Hand legen. Es ist sein Problem und ich darf es nicht zu meinem machen. Schwer wenn man sich aber nicht trennt. Aber das ist (m)ein anderes Thema.

    Hallo Lotte,

    auch wenn dein Mann noch am alltäglichen Leben teil nimmt und es nicht vergleichbar ist mit den anderen Geschichten. Wobei du ja nicht vergessen darfst dass die anderen Geschichten von Jahrzehnten reden. Kann dein Mann noch dort hinkommen. Darum die Frage, bist du willig diesen Weg zu gehen?

    Auch wenn du denkst, er ist nicht so ein starker Alkoholiker. Folgende Frage die mir vor 9 Monaten eine ganz liebe Userin gestellt hat, bist du glücklich?

    Egal ob du Vergleiche ziehst usw., das wichtigste ist, du willst diese Leben so nicht leben. Darum hast du zwei Optionen, entweder bleiben und damit leben oder den Schlussstrich ziehen.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft, egal welchen Weg du wählst.

    Ergänzend hatten sie Therapiestunden bei Kinder-und Jugendpsychologen, und die Schulzeit ging bei einem in eine einjährige Verlängerung, bei dem anderen wäre es fast auch so gekommen. Jetzt sind sie wieder zielstrebig.

    Du hast trotz allem versucht auf die Kinder einzugehen und darauf zu achten dass sie das Erlebte verarbeiten. Du hast dein möglichstes gegeben. Sich im nachhinein Vorwürfe zu machen ist ein schlechter Begleiter. Aber ich glaube du weißt das. Du wirkst für mich sehr aufgeräumt und sortiert.

    Ich habe mir hier die Info zu "co-Abhängigkeit" durchgelesen und finde mich in Teilen natürlich darin wieder, in Teilen aber auch nicht.

    Was mir auch immer schwer gefallen ist, ist die Definition von Zumutbarkeitsgrenzen und konsequentes Handeln danach. Egal bei wem und in welchem Zusammenhang, in Konfliktsituationen reflektiere ich immer auch die gegnerische Partei und versuche deren Motivation zu verstehen.

    Genau so empfinde ich auch. Diese Co Frage stelle ich mir auch immer mal wieder. Leider gibt es keinen Test oder genaue Richtlinien. Ich bin für mich zu einem Entschluss gekommen, endgültig dürfte dieser jedoch noch nicht sein, solange ich mich nicht selbst aufgebe, sich mein Leben und mein handeln sich nicht nur um meinen trinkenden Partner kreist bin ich nicht Abhängig.

    Aber bei dem Thema spielen so viele Faktoren eine Rolle. Vor allem wenn Kinder mit involviert sind. Kinder bekommen sehr viel mit und es prägt Kinder meist negativ. Da sollte die Hemmschwelle des aushaltens sehr gering gehalten werden.

    Und noch etwas zum Thema CO: Was hat man eigentlich in einem Familiensystem, wenn einem an der Aufrechterhaltung etwas liegt und solange die belastenden Anteile noch nicht überwiegen, für eine Wahl im Umgang mit dem alkoholbelasteten Familienmitglied, insbesondere, wenn es Elternteil ist?

    Ist es nicht Auswahl zwischen Pest und Cholera,

    Diese Frage habe ich mir, seit ich hier bin, so oft gestellt. Ich habe Gespräch mit meinen erwachsenen Kindern geführt und bin für mich auch hier zum Entschluss gekommen, dass es in meinem Fall so okay war. Ich betone, in meinem Fall.

    ABER, was ich aus meiner Erfahrung heraus sagen kann.

    Sobald bemerkt wird dass der Partner ein Problem mit dem Alkohol hat, sollte es angesprochen werden und wenn dieser es nicht ändern möchte oder es nicht einmal einsieht ist es besser (vor allem wenn kleine Kinder in der Familie sind) wenn man früh die Reißleine zieht. Denn die Abwärtsspirale ist meist vorprogrammiert. Das kann sich niemand schönreden. Es wird nicht besser aber es wird ziemlich sicher schlechter.

    Danke das du dein Thema mit uns teilst.

    Ich sehe auch die Individualität. Es ähneln sich zwar die Geschichten aber es spielen so viele verschiedene Faktoren mit eine Rolle.

    Das Thema Kinder und was wäre besser gewesen teile ich mit dir. Kannst du ganz offen mit deinen Söhnen darüber reden?

    Wir haben das in einer Familientherapie und in der Familie besprochen und ich muss hoffen dass unsere Kinder uns die Wahrheit gesagt haben. Dennoch denke ich, wird ein Stück unserer Familiengeschichte unsere Kinder etwas beeinflusst und geprägt haben. Da bin ich mir sicher.

    Hallo 9Leben,

    mein Beileid an dich und deine beiden Söhne. Ich denke auch wenn es fast ein Jahr her ist, ist der Schmerz immer noch groß. Traurig so einen geliebten Menschen zu verlieren.

    Herzlich Willkommen in der SHG. Ich wünsche dir einen guten Austausch und vielleicht kannst du ja jemanden mit deiner Erfahrung erreichen. Das wäre schön!

    Hi du,

    ich finde es richtig gut wie du das alles in den letzten Tagen gemeistert hast. Du verlierst dich nicht aus den Augen. Lässt dir nichts mehr gefallen und bleibst dir Treu.

    Auch wenn das nicht jeder so empfindet.

    Ich hätte es auch genau so gehandhabt.

    Ich will auch noch ein herzliches Willkommen hier lassen,

    spät da ich in letzter Zeit wenig gelesen und geschrieben habe, aber besser als gar nicht.....gelle..... :lol:

    Und schwuppdiwupp: die kleine Flamme Hoffnung lodert auf.

    Ich verstehe das leider zu gut. Ich glaube alle Co;s können das verstehen. ABER genau aus diesem Teufelskreis müssen wir raus. Wenn nur die Worte im Raum stehen aber keine Taten folgen gilt es, gar nicht darüber nachzudenken und zu hoffen.

    Da aber mein herzallerliebstes Töchterchen meinte, wenn ich diese Wohnung nehme, wird sie nie zu mir kommen, weil sie sie scheisse fand, und weil meine Mutter ebenfalls nicht angetan war, hab ich (typisch) entgegen meinem Bedürfnis, diese Wohnung nicht genommen.

    Auch wenn das schon länger her ist, war das aber gar nicht nett von deiner Tochter. Ich finde es sogar Grenzüberschreitend. Hast du sie denn mal gefragt wie sie auf so eine Aussage kommt? Die Gründe? :roll:

    Ich glaube da solltest du dran bleiben. Denn nur als Angst evtl. nichts zu sagen, es zu schlucken und dann dem nachgehen ist nicht der richtige Weg. Ich weiß, es ist schon Vergangenheit und wenn es für dich erledigt ist lösche die Nachricht von mir aus dem Gedächtnis.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft und viel Spaß beim einrichten deiner neuen Wohnung.

    Hallo Croissy

    Deine Aussage lese ich folgendermaßen:

    Du kannst nicht verstehen, dass sich die Angehörigen nicht gekümmert haben und dass diese froh waren ,dass es andere getan haben.

    Da habe ich mich höchstwahrscheinlich missverständlich ausgedrückt. Meine Aussage war so gemeint: ich kann nicht nachvollziehen, dass die Familie einem es danach so schwer macht, wenn doch diese Person für ihren Angehörigen in der schweren Zeit für ihn da war und ihn unterstütz hat. Da ging es mir rein um das DANACH. Angenommen, meine X ist Alkoholabhängig und ich halt mich raus um mich zu schützen und nicht Co zu werden. Der Freund meiner X unterstütz sie, usw, dann verstirbt meine X, dann würde ich dem Freund meiner X nicht das Handy aus der Tasche klauen. Ich würde den Freund meiner X danken dass er die Kraft und Muse hatte sich immer noch meine X zu kümmern weil ich es nicht konnte und wollte. Ohne Bewertung, nicht mehr und nicht weniger.

    Ich mache ihnen nicht zu Vorwurf dass sie sich nicht gekümmert haben. Denn genau wie du es beschreibst, jeder muss für sich entscheiden ob er es kann oder will. Und wenn es einem selbst krank macht muss man Abstand nehmen um sich zu schützen. Das nenne ich Selbstführsorge und ich würde mir niemals anmaßen dies zu Bewerten!

    Hoffe jetzt konnte ich die Unklarheiten beseitigen.

    Und danke dass du darüber so offen kommuniziert hast.