Hallo Yuna,
sehr gut, dass du jetzt diesen Schritt gegangen bist. Und es ist gut, dass deine Familie dich unterstützt!!
Wichtig ist, dass du jetzt allein deine Bedürfnisse und vor allem die deiner Kinder im Blick hast. Vergiss Mann und Schwiegermutter - die sind erwachsen. Deren Bedürfnisse, Wünsche,Drohungen können und müssen dir jetzt egal sein. Und dabei hilft Abstand!! Bei mir ist das total so. Ich habe schon mehrfach versucht mich im selben Haushalt zu trennen, aber habe es nicht geschafft. Zu viel Input, Manipulation, Vorwürfe… ich war auch schon mehrfach für einzelne Tage „weg“,aber bin in der Hoffnung auf Besserung immer wieder zurück.
Jetzt habe ich den Absprung geschafft. Ich wohne seit ein paar Wochen bei Verwandtschaft, auch definitiv keine langfristige Lösung, aber alles besser als „daheim“. Ich habe Abstand und merke, wie toll es ist, angstfrei durch die Wohnung zu laufen. Ohne diese Anspannung, was kommt. Irre, oder? Wie musste es erst den Kindern gehen… (ich habe auch 2.) Ich merke, wie ich durch den Anstand langsam von ihm loskomme. Aber auch, wie „ gefährlich“ es ist, mit ihm in Kontakt zu sein. Was man ja mit Kindern zwangsweise sein muss. Tatsächlich ähnlich wie bei Alkoholabhängigen birgt der Kontakt mit dem Suchtstoff (=Partner) die Gefahr des Rückfalls in alte „Gewohnheiten“.
Mit hilft dabei (wie auch von anderen gelesen) das Bewusstmachen der schlimmen Erlebnisse, Situationen, vor allem auch wo die Kinder dabei sein mussten. Ich habe mir viel aufgeschrieben weil ich sehe zur Verdrängung neige. Und wirklich so wenig wie möglich Kontakt.
Du schaffst es! Diesmal schaffst du es! Schau dir deine Kinder an, dann weißt du wofür du es machst. Trau dir und deiner Familie etwas zu. Nimm die Hilfe an, die dir angeboten wird! Du hast sie nämlich verdient!!
(Den letzten Absatz habe ich dir und mir selbst gleichermaßen geschrieben…)