Beiträge von Erna

    Guten Morgen liebes Forum,

    seit Samstag bin ich innerlich tatsächlich sehr ruhig. Komisch....vielleicht weil ich im Kopf mit dieser Selbstgeißelungsphase abgeschlossen habe. Vielleicht auch, weil ich die Selbstzweifel mal ausgesprochen habe. Vielleicht auch nur, weil ich nun auch wieder andere Dinge im Kopf haben muss als die Abhängigkeit. Aber ist ja auch irgendwo egal. Es geht mir gut. Das ist wichtig.

    Gestern war mein erster Tag im wirklich normalen Alltag seit meiner Nüchternheit, die inzwischen schon (erst) 37 Tage andauert. Und es war gut. Ich bin ein klein wenig anders. Selbstbewusster, kann mich leichter und ungezwungener an Gesprächen beteiligen. Heute muss ich eine kleine Präsentation halten. Bin gespannt....

    Am Nachmittag sagten dann aber doch noch ein paar alte Bekannte aus meinem Kopf Hallo. Auf dem Heimweg.....jetzt gleich zu Hause ein Weinchen....das Gefühl geht einmal kurz bis in den Bauch und ist dann aber genauso schnell wie es kam, wieder verschwunden. Und auch noch mal wieder......wenn alles so leicht geht, kannst du doch kein Alki sein....dann war es doch gar nicht so schlimm. Dann denke ich an meine Absturzliste.

    Ich neige dazu, mich immer mit anderen zu vergleichen. Auch bei der Alkoholabhängigkeit. Bin ich besser oder schlechter? Werte andere innerlich ab und fühle mich dann selbst toller. Das ist nicht richtig, ich weiß.

    Ich bin, wie ich bin und das sollte für mich gut sein. Aber da ist mein mangelhafter Selbstwert. Wenn ich mich mal ganz ok finde, denke ich gleich, ich leide an Größenwahn.

    Immerhin habe ich da etwas, wo ich ansetzen kann auf dem Weg zu meiner inneren Zufriedenheit und damit auch auf dem Weg zu einer zufriedenen Abstinenz.

    Ich wünsche euch allen einen entspannten Tag

    LG von der innerlich ruhigen und zuversichtlichen Erna

    Bin gespannt worauf die Sensoren mit der Zeit noch so anschlagen.

    Hatte vor 2 Wochen schon einmal bei einer anderen Schokolade mit Erdbeerfüllung auch das Gefühl es sei Alk drin. Da hab ich aber. nach Studium der Zutaten, komplett beiseite geschoben und nicht weiter drüber nachgedacht.

    Wenn ich zurückdenke, bei Pralinen mit Schnaps drin, sprang mein Hirn aber auch früher immer gleich an. Das ergab so ein leichtes Duselgefühl, genau wie vorhin.

    Auf jeden Fall passiert mir das nicht nochmal. Und jetzt kann ich nachvollziehen, warum Leute wegen kleinen Mengen Alkohol rückfällig werden.

    Bei der Milchschnitte wurde ja angeblich die Rezeptur geändert und es soll kein Alk mehr drinnen sein. Aber wer weiß?

    Hallo ihr Lieben,

    gerade aß ich Schokoladenchips mit Erdbeeraroma. Schon beim ersten Bissen, hatte ich das Gefühl, dort wäre Alkohol drinnnen. Hab dann natürlich die Zutatenliste studiert. Nichts.

    War beruhigt und wir aßen die Teile dann doch. Das blöde Gefühl lies mich aber nicht los, da stimmte was nicht und ich forschte dann nochmal genauer nach. Ich stieß dann darauf, das bei der Herstellung von natürlichen Aromen Alkohol verwendet wird und auch, dass er, wenn er als Konservierungsstoff verwendet wird, nicht angegeben werden muss.

    Habs mir also doch nicht eingebildet und werde beim nächsten Mal auf jeden Fall auf meine Sinne hören.

    Seitdem Verzehr dieser Schokolade habe ich doch auch tatsächlich einen eingebildetetn Minirausch. Sehr unangenehm.

    Und zu guter Letzt finde ich es gerade unmöglich, dass Kinder durch solche Produkte von Klein auf an den Geschmack von Alkohol gewöhnt werden. :cursing:

    Lieber achelias, liebe Sunshine.....

    Du bist abhängig?


    Genau das solltest du aus deinem Kopf verbannen

    Wollte gerade eigentlich auch erst schreiben, dass ich nicht denke, dass dies aus meinem Kopf zu verbannen ist.

    Aber dann dachte ich an meine früheren Süchte. Obwohl ich es früher mal war, würde ich mich heute nicht mehr als Heroinabhängig bezeichnen. Würde vermutlich auch niemand anderes. Und bis vor kurzem habe ich auch in den seltensten Momenten daran gedacht. Nur beim Alkohol wird darauf bestanden, dass man immer abhängig bleibt.

    Wobei ich nun nicht in Frage stelle, dass die Alkoholabhängigkeit in meinem Kopf zu bleiben hat. Zumindest insofern, dass ich immer achtsam sein werde müssen. Ich finde das mit dem Stoppen der Krankheit eigentlich ganz schön. Und vielleicht kann man vom Alkohol auch nie vollständig genesen, da er immer und überall präsent ist.

    Fakt ist, ich habe wohl eine sogenannte Suchtpersönlichkeit, falls es die überhaupt gibt. Ich werde wahrscheinlich immer anfällig sein für irgendwelche Abhängigkeiten.

    Du kannst ohne Alkohol leben, das kannst du schon seit über 30 Tagen.

    Aber ja, ich kann es und es bringt mich nicht um. Im Gegenteil.....und den anderen Quatsch bin ich auch losgeworden. Weshalb soll ich nicht auch die Alk-abhängigkeit stoppen können.

    Mich hat diese Denke aber selbst runter gezogen.

    warum sollte denn ausgerechnet ICH das schaffen, trocken zu bleiben, wenn es so viele andere auch nicht schaffen?

    Genau diese Gedanken kommen bei mir auch immer wieder. Und es zieht mich runter. Ich hoffe, sie gehen irgendwann weg. Aber vermutlich.....wenn ich nur genug Geduld habe und mir selbst mehr zutraue.

    Guten Morgen ihr Lieben,

    heute ist mir leichter ums Herz. Weshalb? Vielleicht weil mein Urlaub fast rum ist. Hatte mir irgendwie auferlegt, mich selbst zu kasteien und mich gedanklich viel mit meiner Abhängigkeit zu beschäftigen. Es in mein Hirn reinzuprügeln bis es weh tut, damit ich nicht sofort wieder in einen Autopilotmodus reinrutsche. Ich bin recht zuversichtlich, dass es funktioniert hat.

    Ab nächste Woche ist wieder mehr tun und weniger nachdenken angesagt. Nicht zu wenig denken natürlich, aber eher ein ruhiges stetiges Arbeiten an mir selbst.....und ich glaube, dann wird es mir Stimmungsmäßig auch wieder besser gehen.

    Habe mir vorgenommen, meinen Blick auf die positiven Dinge zu lenken. Was war gut am Tag? was kann ich gut? Wo habe ich etwas gut gemacht? Wofür bin ich dankbar? Selbstliebe üben.....mir täglich etwas gutes tun. Ich glaube, der Ansatz ist für die nächste Zeit nicht schlecht.

    Euch danke ich für eure Geduld mit mir in der letzten Zeit, eure guten und auch mal harten Worte, eure Anteilnahme... :)

    LG von der dankbaren Erna

    Du hast bisher etwas geschafft, wovon zig tausend Säufer nur träumen können.

    Und davor hab ich es ordentlich versemmelt. Ich sehe das als nicht besonders an.....gibt ja schließlich zig Millionen Menschen, die keine Säufer sind.

    Diese Selbstzweifel ziehen sich auch in andere Bereiche des Lebens hinein. Aber immerhin halten sie mich nicht davon ab, die Dinge trotzdem zu versuchen.

    Es hat sich in den letzten Jahren auch stark verbessert, aber manchmal ist es ein auf und ab. Ich sollte mal wieder ein wenig Selbstliebe üben.

    Das Ganze hat etwas mit dem Verhältnis zu meinen Eltern zu tun. Hatte eigentlich damit innerlich abgeschlossen, bin ja schließlich erwachsen und selbst für mein Tun und Sein verantwortlich. Aber durch ein paar Gespräche in den letzten Tagen habe ich gemerkt, dass es doch noch in mir rumort.

    Und so fügt sich ein Puzzle zum anderen.

    Ich weiß es nicht, weshalb ich so an mir zweifel..... Doch.....genau das ist es......ich sehe mich als schwach an. Ich traue es mir selbst nicht zu. Fürchte mich vor mir selbst.

    Warum?.....da muss ich mal schauen.

    Trotz des gedanklichen hin und her, habe ich nicht ernsthaft den Gedanken, mir nun Alk zuzuführen. Das ist schonmal gut.

    was meinst du mit "überall Rückfälle"?

    Hier und in den realen SHGs.

    Ich würde mich fragen, warum ich es beiseite schiebe? Wieso ich mich ablenken muss? Ist es mir nur unangenehm oder stehe ich gerade im Kampf mit einem Rückfall.. Und zu guter Letzt. Was lässt mich nun unsicher werden, wenn ich doch der festen Überzeugung bin eine, der wenigen zu sein die es schafft.

    Ich denke, das es aus meinem Faden ersichtlich ist, dass ich eben nicht der festen Überzeugung bin, dass ich es schaffe. Ich versuche nur, mich davon zu überzeugen und die (offensichtliche?) Sinnlosgkeit meines Unterfangens nicht in meinem Kopf Fuß fassen zu lassen.

    Der ewige Dialog zwischen Engel und Teufel auf meinen Schultern.

    Und da kommt schon wieder der Engel......Es ist nicht sinnlos!!!

    Aber es ist sinnlos darüber zu philosophieren. Was soll ich tun, außer dranzubleiben, meine Absturzliste zu lesen und zu versuchen, meine Gedanken zu beeinflussen.

    Das Gefühl der Schwere bleibt. Mag sein, dass es auch gerade die Hormone sind.

    Ansonsten sind überall Rückfälle..... Ein Gefühl der Sinnlosigkeit macht sich breit. Hoffnungslosigkeit. Ich versuchs beiseite zu schieben. Mich abzulenken. Werde standhalten!! Ich werde eine der wenigen sein, die es schafft!!!

    Bin tatsächlich froh, dass nächste Woche der Alltag wieder startet. Weniger nachdenken, mehr tun.....

    Bei Kaffee ohne Koffein fühle ich mich ja auch wieder dröge. :)

    Nochmal zum Maß der Dinge. Statt maßlos Alkohol zu trinken, mache ich nun andere Dinge maßlos. Kaffee trinken, rauchen, nun auch noch das Putzen was ich sonst hasse und mich jetzt auch nicht wirklich glücklich macht(stresst eher), gerade das extreme beschäftigen mit der Sucht, extrem ungeduldig....das sind nun keine Dinge, die irgendwem schaden, trotzdem ist es schräg und nervig.

    Auch kommen wieder Gedanken hoch wie: "So schlimm wars doch nicht", "du brauchst doch keine Therapie".....dabei war ich gestern noch ganz zufrieden mit der Therapieplatzzusage. Das nervt auch!!!

    Ich weiß, ich muss Geduld mit mir haben. Benötige hier auch gerade keine Anwort, wollte mich nur mal auskotzen. Ich halts aus und es wird vorbei gehen. :)

    Liebe Elly,

    ich weiß, es braucht alles seine Zeit. Ich brauche vor allem Geduld mit mir selbst.

    Beim Kaffee hatte ich das Gefühl, dass er mich so hibbelig macht. Hab ihn auch beinahe Literweise getrunken. Dafür trinke ich jetzt literweise Cappucino. Aber der macht wieder fett. Warum ist es so schwer, das richtige Maß zu finden? Übertreibe gerade sogar mit der Putzerei :lol:

    So, jetzt ist wieder Kaffee im Haus. Besser hibbelig als mau.

    Guten Morgen liebes Forum,

    eigentlich könnte ich ganz zufrieden mit mir sein, bin ich auch. Aber ich fühle mich die ganze Zeit mau und dröge. Vielleicht weil ich gerade auch noch den Kaffee weggelassen habe. Ich glaube, heute hol ich mir wieder ein Paket. Mal testen, wie es dann geht.

    Habe gestern endlich meine Blutwerte bekommen. Alles in Ordnung. Aber die Ärzte waren beide krank. Also immer noch kein Gespräch. Außerdem habe ich gestern eine Zusage für einen ambulanten Therapieplatz erhalten und für nächste Woche einen Termin bei einem Suchtmediziner ausgemacht. Alles dauert ewig und ich hänge immer noch irgendwie in der Luft. Meine Geduld wird auf eine harte Probe gestellt. Ich versuche zufrieden zu sein mit den kleinen Fortschritten.

    Dafür war der Nachmittag mit meinem Zwerg sehr schön.

    Ich lasse mich von meinen miesepertrigen Gedanken nicht unterkiegen. Es geht weiter und voran!!!!

    LG und nochmal danke an alle, die hier ihre Geschichten niedergeschrieben haben, die mir schreiben und mir denkanstöße geben oder einfach nur Mut machen. Ohne euch würde es nicht gehen.

    Nach nochmaligem Lesen der Positivliste merke ich, dass es doch schlimmer war mit mir, als manchmal gedacht. Die positiven Veränderungen waren ja vorher das Gegenteil. Traurig.....naja....

    Das einzig positive, was ich dem Alkohol zubemessen kann, ist, dass ich dadurch lockerer wurde und keine Angst hatte. Aber selbst das löst sich in Luft auf, denn meine Ängste sind geringer geworden. Irgendwie ist da nicht mehr so viel, was total doof an mir ist und wovor ich Angst habe, dass es bemerkt werden könnte. Bin gespannt auf meine erste Präsentation, die ich abstinent halte und wie es wird, wenn ich wieder in der Schule /Arbeiten bin. Oder in künftigen neuen Situationen. Da wird sich herausstellen, inwieweit mein momentanes Gefühl richtig ist.

    Doch noch etwas positives auf der Habenseite des Alkohols. Man war so schön lustig und überschwänglich. Aber das war eben auch Illusion. Und man macht dann blödsinnige Dinge. Und jetzt bin ich auch manchmal fröhlich und unbeschwert. Oft zwar auch gedrückter Stimmung aber ich glaube fest daran, dass sich das mit der Zeit einpendelt.

    Ich hab bisher meine Absturzliste.....^^

    Aber wollte mich ja heute auch mal auf die Suche nach Positivem machen. Habe viele kleine Dinge und Veränderungen gefunden. Es gibt wieder Musik bei mir zu Hause, ich trenne mich jeden Tag von ein wenig materiellem Ballast und dadurch kommt nach und nach Ordnung in die Bude, ich kann wieder barfuß hier rum laufen, ich war mehrmals schwimmen, ich kann wieder mit dem Rad rumgurken ohne aus der Puste zu kommen, wir essen gemeinsam, spielen wieder Spiele, morgen unternehmen wir etwas, was schon eeewig darauf wartet, in die Tat umgesetzt zu werden, ich finde mich nicht mehr ganz so scheiße, ich finde wieder Worte, kann wieder etwas klarer Denken......

    Und das war auch schon ein kleines Resümee zum letzten Monat. Meinen ersten Monat ohne Alkohol. Nur noch ein paar Stunden, aber ich habe keinen Zweifel daran, das die auch noch nüchtern vorüber gehen und das ich morgen nicht auf diesen kleinen Erfolg anstoßen muß :)

    Liebe Elly,

    etwas positives.....ja, ich seh gerade das positive nicht mehr so richtig. Das positive passiert zwar, aber ich verharre mit meinen negativen und wirren Gedanken in meinem Kopf. Mir ist die Euphorie abhanden gekommen, die Energie, die Leichtigkeit.....

    Heute werde ich sie suchen :)

    Guten Morgen John,

    spannend, ich hatte gerade gestern auch hier von einem Traum solcher Art berichtet.

    Ich war ordentlich verwirrt danach, hatte den ganzen Tag mehr oder weniger mit Suchtdruck zu tun. Aber ich war auch froh und erleichtert, das der Traum nicht der Wahrheit entspricht.

    Gerade in der Anfangszeit ist das wohl normal. Berichten auch viele davon. Die Abstinenz ist eben ein großes Thema und unser Unterbewusstsein verarbeitet eben, was uns beschäftigt in Träumen.

    LG Erna

    Hallo ihr Lieben,

    ich danke euch für eure Ausführungen zum Thema Träume.

    Ich dachte/denke keinesfalls, das ich wegen des Traumes nun kurz vor einem Rückfall stehe. Gerade jetzt, empfinde ich solch Träume als normal. Ich baschäftige mich ja auch ständig mit meiner Abhängigkeit.

    Aber im späteren Verlauf, sollte man solchen Träumen dann aber vielleicht doch Beachtung schenken und wenn sie auftreten, wieder achtsamer mit sich umgehen.

    Hilfestellung des Unterbewusstseins.....das war schön gesagt.

    Mich hat der Traum jedenfalls ganz schön getriggert. Hatte gestern immer mal wieder ganz ordentlichen Suchtdruck, der sich aber auch ordentlich aushalten lies und jedesmal auch rasch wieder wegging. Ein Fortschritt.

    Habe den Begriff Angst nochmal überdacht. Angst kann zwar wachsam machsam machen, aber sie kann auch lähmen. Sie lässt mich meine Selbstwirksamkeit in frage stellen, das Gefühl es schaffen zu können. Das Gefühl habe ich aber. Ich kann es schaffen! Vielleicht habe ich dann also auch schon keine Angst mehr.

    LG und ich wünsche allen viel Kraft für diesen Tag

    mh.....ich habe das ja eher so aufgefasst, das es darum geht, dass die Dame ganz gerne mal etwas trinkt. Und das du daher keine Lust auf sie hast.

    Mich hätte es an ihrer Stelle auch brennend interessiert, Interesse an dem Herren vorrausgesetzt, wie das denn so ist mit ihm und dem Alkohol. Es sei denn, ich würde dem Alkoholkonsum keine Bedeutung beimessen weil ich mir der Gefahren nicht bewusst bin.

    Das wird uns/mir wohl auch noch öfter so ergehen, das bei der Partnerwahl einige Kandidaten rausfallen.