Beiträge von Erna

    Suchtträume scheinen gerade in der ersten Zeit der Abstinenz häufiger vorzukommen. Das Gehirn verarbeitet ja bekanntlich in Träumen die Dinge, die einen tatsüber so beschäftigen oder auch Unterbewusstes kann zutage kommen. Daher kommen sie gerade am Anfang häufiger vor und können wohl auch den Abstinenzwunsch und Therapiefortschritt abbilden. . Sollen aber auch, wenn sie nach längerer Abstinenz auftreten, auf Rückfallgefährdung hindeuten können.

    Habe jetzt nicht allzuviel im www dazugefunden. Vielleicht kennt ja jemand noch etwas interessantes dazu?

    puh.....hatte gerade einen krassen Rückfalltraum.....ein richtig langer Film, mit Drogen, Trinken, durch die Stadt fahren, rumlaufen, Leuten die mit mir Party machen, denken, dass ich rückfällig bin und es niemandem sagen werde, das ich morgen wieder neu anfange, dann weiter Party,,,,an Schlaf ist gerade nicht mehr zu denken.

    Aber das scheint ja anderen auch so zu gehen.

    So, erstmal Kaffee und wieder richtig zu mir kommen.

    Bei mir im Hirn wird nichts mehr ersetzt :twisted::lol:

    Ich weiß, dass ich zu ungeduldig bin, das bin ich oft. Ich werde mich auch darin üben.

    Und mich genauer mit den Prozessen auseinanderzusetzen, die da im Hirn ablaufen, könnte tatsächlich nicht schaden. Ist sehr spannend, weiß bisher aber nur oberflächlich bescheid. Wird mich aber sicher in meinem Verständnisprozess und beim Durchdenken voranbringen.

    Aber für jetzt reichts! Hole gleich den Zwerg ab.....freue mich schon :)

    Das da etwas nicht richtig läuft, ist mir ja schon ewig klar. Konnte mir aber wunderbar vormachen, das alles ok ist. Arbeit lief, Kind halbwegs geraten. Das die Bude aussieht wie Sau, meine Freundinnen nichts mehr von mir wissen wollen, das es eben da und dort doch hakt sah ich zwar,bin ja nicht völlig verblödet, aber ich konnte nicht aus meiner Haut.

    Hab mir zig mal vorgenommen, jetzt trinke ich nicht mehr. Was jetzt anders ist? Da bin ich noch auf der Suche. War nur mal wieder ein Absturz, der mich mal wieder zum Nachdenken brachte. Nur dass ich jetzt gerade dran bleibe und ich nicht nach 3 Tagen die miesen Auswirkungen des Alks in den Hintergrund treten lasse. Das Forum half mir, aber der fruchtbare Boden war schon vorbereitet.

    Vielleicht war dieser Eine Absturz ja mein persönlicher Tiefpunkt.

    Quälen.....Ich quäle mich tatsächlich ein wenig.....manchmal, mit meinen Gedanken. Ich muss alles durchdenken und ergründen. Aber vielleicht wird es auch das sein, was mich am Ende rettet.

    Und zusätzlich zur Entscheidung macht das ja am Ende den Unterschied aus..... nicht trinken allein reicht nicht......wie gerade weiter oben erkannt.

    Du scheinst dich ja richtig zu quälen. Erkenntnis Alkoholiker in der ersten Post und je länger du nichts trinkst kommen Zweifel, Abschwächungen oder Gedanken auf, dass es eventuell doch nicht so schlimm war. Oder interpretiere ich es verkehrt?

    Aber ist es nicht normal, das solche Gedanken mal aufkommen? Ich lasse mich ja nicht darauf ein.

    Quälen.....Ich quäle mich tatsächlich ein wenig.....manchmal, mit meinen Gedanken. Ich muss alles durchdenken und ergründen. Aber vielleicht wird es auch das sein, was mich am Ende rettet.

    Das nüchtern sein selbst quält mich nicht. Im Gegenteil.

    Und nicht weil ich mal wieder einen Kater hatte, mir etwas peinlich war oder kotzen musste

    Wie tief muß ein Tiefpunkt denn sein? Vielleicht ist das ja mein Tiefpunkt. Es war ja nicht nur mein Kotzen.

    Aber das kann ich gerade nicht auch noch durchdenken. Hatte ich mir für später aufgeschoben.

    Guten Morgen allerseits,

    bin gerade aufgestanden, und da hat mir mein Suchthirn tatsächlich den Gedanken eingepflanzt " ah cool, heute sinds 4 Wochen, da muß ich doch heute glatt mal drauf anstoßen!" Da musste ich doch glatt drüber lachen. :lol:

    Hab jetzt mal angefangen, solch lächerliche Gedanken aufzuschreiben.

    Passend dazu, las ich jetzt noch deinen Komentar achelias.

    Ja natürlich, das Suchthirn bin ich, es ist ein Teil von mir, und ich kann erkennen, das ich Blödsinn denke und diese Gedanken beeinflussen.

    Aber ich finds gerade hilfreich das Ding in meinem Kopf ein klein wenig "losgelöst" zu betrachten.

    Ich muß nicht saufen, ich muß mir auch nicht irgend ein anderes Zeug reinziehen, das ist doch meine freie Entscheidung und das ist mir bewußt, deshalb habe ich auch keine Furcht.

    Das klingt so einfach, aber das ist es ja nicht. Sonst hätte ich ja schon vorher nicht gesoffen. Bis vor 4 Wochen musste ich noch saufen. Aber vielleicht hatte ich die Entscheidung noch nicht richtig getroffen. Aber was ist, wenn ich sie immer noch nicht richtig getroffen habe? Die Entscheidung ging ja nur in meinen Kopf, weil ich sie gerade mit allen Mitteln hineingeprügelt habe. Die lies sich nicht einfach mal so und locker, flockig treffen. Ging ja zuvor auch nicht.

    Das mit den kleinen Schritten bekomme ich nicht hin. da kann ich mein Hirn auch nicht austricksen. Ich weiß ja, dass es nie wieder geht und ich auch nie wieder will.

    Und Angst ist ein natürliches und sinnvolles Gefühl. Sie lässt den Körper und Geist wachsam und leistungsfähiger werden. Ich glaube, sie lässt mich auch im Umgang mit der Alkoholsucht wachsamer sein. Daher empfinde ich sie nicht als so verkehrt.

    Ich bin sogar manchmal froh, wenn es sich mal meldet.

    Dadurch vergisst man auch nach Jahren nicht und wird nicht größenwahnsinnig?

    Aber vielleicht räume ich dem Suchthirn auch nur die möglichkeit ein, das alte Zeug rauszukramen, eben weil ich mir solche Sorgen darum mache. Vielleicht sollte ich mich tatsächlich auf den Suff konzentrieren.Ich weiß es nicht.

    Lieber Bolle,

    Abstinent zu leben ist gerade am Anfang ein beunruhigender Gedanke,ob man das schafft.

    Ja, ich habe immer noch Angst. Aber immerhin nicht mehr so große, wie ganz am Anfang. Die Aufgabe erscheint mir immer öfter bewältigbar.

    Vor allem habe ich Angst, dass mein Suchthirn irgendetwas anderes herauskramt. Habe mich schonmal bei dem Gedanken ertappt, dass ich mir ja dann zum Ausgehen mal eine Nase Speed gönnen könnte, weil ich davon nicht abhängig bin. Irre!!!! Immerhin hab ichs gleich gemerkt.....daher rührte wahrscheinlich auch der Wunsch, allen meinen Süchten irgendeinen Namen zu geben und sie nicht außenvor zu lassen. Das würde ich nämlich mit dem Alkoholikerbegriff tun.

    Wegen der Therapie....habe am Freitag schon versucht, ein Beratungsgespräch zu vereinbaren, aber niemanden mehr erreicht. Montag versuche ichs nochmal.

    So....hab mir mal verschiedene suchttherapeutische und medizinische Definitionen für multiblen Substanzgebrauch angeschaut. Ich bin Alkoholiker mit Beigebrauch von Canabis. Diese Bezeichnung trifft es jetzt (für mich). Keine Ahnung warum mir das so wichtig war.....

    jede Krankheit hat ihre Berechtigung auch so genannt zu werden. Sonst schwäche ich sie ab.

    wohl genau deshalb.

    Kannst du benennen, was sich da sträubt?

    Nicht genau. Ich habe das Gefühl, dass es mich um 15 Jahre zurückwirft. Angst, dass es mich wieder zu nahe an die "abgelegten Süchte"heranbringt. Was ist, wenn ich mich mit jemandem anfreunde und der wird rückfällig?

    Auch gerade dieser regelmäßige Termin schreckt mich ab. Mein Dienstplan ist so wechselhaft. Etwas regelmäßiges passt da schwer rein.

    Obwohl mir natürlich klar ist, dass es vielleicht nicht schlecht wäre . Anders komme ich auch an die, mir gut tuenden, Einzelgespräche nicht ran.

    Haha.....das war mir irgendwie klar dass, das von dir kommt :mrgreen:

    Ich bin auch Alkoholiker aber nicht nur. Der Alkohol war in letzter Zeit mein Hauptsuchtmittel. Aber es sind bei mir eben auch andere Substanzen. Bin inzwischen so weit zu denken, dass ich evtl. auf die Konsumgeschichte vor 15 Jahren nochmal zugreifen muss. Könnte ja jetzt nochmal hochkommen.

    Am Ende ist es auch Wortklauberei, was ich nun bin. Am ehesten trifft es polytox oder eben einfach süchtig. Wenn ich dann hier nicht mehr richtig bin, wäre das schade. Die Foren für allgemeinsubstanzabhängige sind nämlich nicht so dolle.

    Guten Morgen liebes Forum,

    die Gruppe gestern war eigentlich nicht so übel. Mir war richtig übel auf dem Weg dorthin. Nichts meiner eingeübten Sachen hat gegen die Aufregung geholfen. Bin dann trotzdem einfach rein. Und nach 10 Minuten war die Aufregung dann weg. Mich hatte dann auch gleich jemand quasi an die Hand genommen und mich in ein Gespräch verwickelt.

    Habe mich dann in der Gruppe als Alkoholiker vorgestellt, musste dann aber gleich weiter ausholen, weil es der Begriff eben einfach nicht richtig trifft bei mir. Vielleicht bin ich dadurch auch falsch hier im Forum?

    Gehe auf jeden Fall nächste Woche nochmal hin an einem anderen Tag. Die Gruppe war sehr gut besucht, daher war jeder nur kurz dran. An den anderen Tagen ist wohl nicht so viel los. Aber die machen auch viel Freizeitgestaltung und dort würde ich mich einklinken wollen.

    Irgendwie war ich dann gestern Abend trotzdem mit einem Schlag völlig demotiviert und ausgelaugt. Irgendwie leer. Hab ja auch alles rausgelassen aus dem Kopf. War vielleicht doch etwas viel in den letzten Tagen. Speziell gestern. Suchtberatung, hier und Gruppe. Aber wollte mir, bevor der Alltag wieder losgeht, alles um mich herrum polstern und organisieren. Damit ich dann nur noch drauf zugreifen muss. Aber für die Zukunft....nicht übertreiben.

    Heute gehts etwas besser, aber fühle mich immer noch mau. Liege sogar noch im Bett....Naja....ich nehme es so an. Ist ja auch nicht schlimm.

    So....jetzt koch ich mir in meiner endlich wieder sauberen Küchen einen Kaffee und freu mich schonmal vor aufs Kind. :)

    Ist das wichtig, was ich oder andere darüber denken? Ein Tipp, es ist wurscht ;)

    Da siehste, doch ein psychisches Problem......die Angst bewertet zu werden und daraus resultierende soziale Angst.

    Daher bin ich auch gerade mächtig aufgeregt. Will gleich zu einer neuen SHG. Aber ich geh und kneife nicht!!!! Und versuche gleich mal "Alkoholiker" zu sagen. Wobei es das ja bei mir auch nicht richtig trifft, bin ja eher polytox, wenn ich auch noch auf meine frühere Suchtgeschichte schaue. Mh....

    Keine Angst, Hartmut. Ich sags nicht weiter :wink: Aber gut tat es und besten Dank :)

    Lieber Hartmut,

    ich werde es dich wissen lassen, wenn es mir zu viel wird. Aber gerade will ich mir ja das ganze Programm der Trockenheitsarbeit und der Arbeit an mir selbst geben. Bevor der Alltag wieder los geht. Also ruhig weiter, solange es dir nicht zu bunt mit mir wird :lol:


    Was bedeutet bei dir Klartext? Hast du dich als Alkoholiker zu erkennen gegeben? Wie kann ich das verstehen.

    Das Wort "Alkoholiker" hab ich nun nicht in den Mund genommen. Das klingt immer so unangenehm,. Aber vielleicht macht es Sinn, es zu benutzen, weil es einem das ganze Unangenehme der Sucht vor Augen führt.

    Ich habs dann mit "Problem mit Alkohol" umschrieben.

    Was hast du denn von den Grundbausteinen umgesetzt, um auf so eine Schlussfolgerung zu kommen?

    Diese Frage, werde ich mir für mich beantworten, um der Sache auf den Grund zu gehen, ob ich schon genug getan habe. Wobei da auch nicht wichtig ist, was ich gemacht habe, sondern was noch nicht. Was schon passiert ist, wäre auch im Verlauf meines Fadens nachzulesen.

    Die Grundbausteine erschienen mir schon allein vom logischen, sachlichen Denken her sinnvoll daher bin ich durchaus bemüht, sie umzusetzen. Ob sie letzten Endes funktionieren, kann ich ja aus eigener Erfahrung noch nicht vollends sagen. Dafür wird noch einiges an Alk nicht meine Kehle herunterfließen müssen.

    Geschludert habe ich definitiv bei der Sache mit dem Arzt. Entgiftung ist nun durch, Checkup bin ich dran. Dort vollkommen ehrlich sein ist beruflich bedingt schwierig. Ich ziehe in Erwägung einen auf Sucht spezialisierten Arzt aufzusuchen und dort die Hosen runterzulassen.

    Zusätzlich zu den Gruppen die ich gerade besuche, ziehe ich eine ambulante Therapie in Erwägung. Eigentlich sträubt sich alles in mir, aber ich merke, dass mir diese Einzelgespräche in der Suchtberatung gut tun. Mal sehen.....habe ja keine schwerwiegenden psychatrischen Probleme, die ein Therapeut zutage bringen könnte. aber es hilft eben doch beim Ordnen der Gedanken. Aber vielleicht kann das auch die SHG leisten. Ich weiß es noch nicht....

    Mit dem alkoholfreien Umfeld gehe ich mancher Ansicht nach wohl zu lachs um. Aber da bin ich tatsächlich gerade mit mir im Reinen. Ansonsten ist es wohl klar, dass es keinen Sinn macht, sich weiter mit Trinkern zu umgeben.

    Die weitere Freizeitgestaltung wird sich auch erst noch ergeben müssen, aber ich bin offen und habe viele Ideen. Dem Musizieren werde ich weiter nachgehen, weil es für mich nicht mehr direkt mit dem Trinken verknüpft ist, auch wenn das einige nicht nachvollziehen können.

    Das geht für dich Hartmut wahrscheinlich wieder als Gefasel und Ausreden finden durch. Aber manche Dinge sind eben nicht schwarz oder weiß und nicht ganz einfach umzusetzen. Aber ich tue was ich kann. Für mich und den Zwerg. Am wichtigsten ist für mich gerade, die schlechten Folgen des Alkohols nicht wieder in den Hintergrund treten zu lassen und die Wirkung nicht zuverklären. Daran scheiterten meine Vorhaben nicht zu trinken bisher immer. Es muss alles noch in Fleisch und Blut übergehen.

    Ich weiß, ich stehe erst am Anfang. Ich habe gerade erst einen Prozess in mir in Gang gesetzt, der sich lange hinziehen wird und ständig gefüttert werden will. Grobe Nachlässigkeiten wird mein Suchthirn nicht gestatten.

    Wo ziehst du da für dich deine Grenzen und woher willst du eigentlich nach ein paar Tagen nüchtern wissen, was deine Grenzen sind?

    Meine Grenzen kenne ich noch nicht. Werde mich da auf mein Bauchgefühl verlassen müssen. Und auf meinen Verstand, den ich täglich wieder daran erinnere, wie ich nicht mehr sein will.