Alles Schritt für Schritt.
Es wirkt am Anfang wie ein riesiger unbezwingbarer Berg. Noch gar nicht ans Gipfelkreuz denken, sondern Schritt für Schritt eines nach dem anderen erledigen.
Alles Schritt für Schritt.
Es wirkt am Anfang wie ein riesiger unbezwingbarer Berg. Noch gar nicht ans Gipfelkreuz denken, sondern Schritt für Schritt eines nach dem anderen erledigen.
Hallo Engel und Seepandarine,
Mir geht’s exakt genauso.
Wobei ich längere Single-Phasen hatte. Dann ging es mir immer sehr gut nach einer Weile.
Ich werde nur irgendwie immer „rückfällig“ und wiederhole mein Muster mit anderen Männern.
Dann starte ich erstmal meistens in einer relativ starken und ausgeglichenen Phase, es läuft erstmal gut, ich fühle mich auf Wolke 7, dann fange ich an mich klein zu machen, abzupassen, aufzuopfern und ende in Erschöpfung.
Ich habe aber auch den Wunsch einmal eine schöne Beziehung zu haben, aber traue mich schon gar nicht mehr. Ich habe auch beschlossen, dass ich es auf unbestimmte Zeit erstmal bleiben lasse.
Hey
Alles anzeigenIch finde auch, dass sich das nach einer ganz wunderbaren Möglichkeit liest. Vielleicht könntest du ja eine Freundin mitnehmen zu dem Termin, einfach als Unterstützung, dass du diesen Schritt wirklich machst?
Du warst ja auch schon bei verschiedenen Stellen, oder? Hast du ganz offen über deine Sorgen, die seine Sucht im Umgang mit den Kindern betreffen, gesprochen?
Ich hatte hier auch schon mal ein Kindersachbuch zum Thema Alkoholsucht empfohlen, das heißt " Flaschenpost nach irgendwo" . Da stehen Tipps zum Thema Notfallplan in der Umgangszeit mit dem suchtkranken Elternteil drin, aber auch etwas zu Kindergruppen aus suchtkranken Familie. Eines meiner Kinder ist in so einer Gruppe und ein anderes in einer Gruppe für Jugendliche aus belasteten Familien. Vor allem meinem großen Kind gibt es Halt und es fühlt sich nicht allein mit seinen Sorgen. Seine Freunde kommen eher aus der zumindest nach außen "heilen Familienwelt". Wenn du von deinem Sohn schreibst, habe ich den Eindruck, dass es ihn sehr belastet und ich kann mich auch daran erinnern, dass du ganz am Anfang mal eine sehr verbal verletzende Äußerung durch deinen Exmann beschrieben hast.
Meine Kinder haben noch andere "Baustellen", wodurch sie in Therapie sind, und hier kommt gerade was in Bewegung, weil sie Menschen außerhalb des Familiensystems haben, mit denen sie sprechen können. Dabei ist jetzt z.B. aufgeflogen, dass mein Ex-Mann trinkt, wenn die Kinder bei ihm sind, obwohl er gegenüber Therapeuten explizit gesagt hat, als ich daneben saß, dass er es nicht tut. In diesem Termin bin ich innerlich an die Decke gegangen, habe aber nichts gesagt, weil es explizit um unser Kind ging und ich mich darauf fokussiert habe.
Sind die Kinder denn dieses Wochenende bei ihm? Vielleicht kannst du ihn mal ganz konkret fragen, ob er sich nach seinem Krankenhausaufenthalt gesundheitlich in der Lage sieht, die Kinder schon wieder zu betreuen? Und das im Idealfall schriftlich.
Ich möchte dich wirklich ermutigen, für deine Kinder Hilfen zu holen. Auch wenn es für uns als Ex-Partner*innen schwer ist, sind wir ja der Sucht nicht mehr so ausgesetzt wie die Kinder im Umgang mit dem kranken Elternteil. Und ich merke einfach bei meinen Kindern, die älter sind als deine, dass sie auf gewisse Art und Weise beim anderen Elternteil ständig im Alarmmodus sind, insbesondere wenn Konflikte zwischen den Geschwistern auftreten, die den Vater sehr stressen.
Oje, da bekomm ich gerade Angst.
Meiner trinkt ja angeblich auch nichts wenn die Kinder bei ihm sind.
Haben denn die Kinder die gegenüber mal was erwähnt?
Was hast du für Hilfe für deine Kinder?
Ja, ähnlich wie die ausgetretenen Pfade der Sucht im Hirn des Süchtigen.
Aber: Das muss nicht so bleiben, wir können neue Wege gehen und diese zu unseren gewohnten Wegen machen - mit viel Geduld und Spucke.
Kennst Du eigentlich den Notfallkoffer für COs? Vielkeicht findest Du dort Tipps, wie Du der Grübelfalle entkommen und Deine Gedanken umlenken kannst.
Hey Rennschnecke,
Ja, den Notfallkofer kenne ich und nutze ihn auch. Es klappt mal so, mal so. Ich falle gedanklich leider noch sehr oft sehr weit zurück. Ich versuche gegen meinen inneren Drang zu handeln und mein Leben voranzutreiben. Es ist aber schwierig.
Heute Vormittag war ich allein wandern, später noch mit dem Rad zu einer Freundin gefahren, die auch alleinerziehend ist. Toll Gespräche, immer wieder, ich bin so dankbar für diese Freundschaft. Das tut mir gut. Ich habe zum Glück die besten Freundinnen mit denen ich sehr offen reden kann.
Abends gehe ich noch mit einer anderen Freundin was essen. Meine Kinder sind heute beim Vater.
Ich versuche mich anders zu beschäftigen. Aber es geht nicht von heute auf morgen.
Meine Freundin meinte heute, dass ich gar nicht so unselbstbewusst wirke. Das ihr nur auffällt, dass ich mich immer wieder für Männer selbst verliere, mich abpasse, mein eigenes Ding aufgebe, mich klein mache, obwohl ich eigentlich besser bin.
Wie gesagt, ich war auf einem guten Weg nach meinem Ex bis der 2. Mann kam. Jetzt bin ich wieder auf dem Weg zurück zu mir. Diesmal will ich wirklich stabil in mir selbst werden. Keine Dates, keine Männer, Fokus auf mich, Kinder, Arbeit, Freundinnen. Ich habe so ein Glück ich habe 8 sehr gute Freundinnen. Je älter ich werde desto mehr schätze ich ihre unbezahlbaren Wert!
So ab unter die Dusche…freue mich auf den Abend mit meiner Freundin.
Zweifel u Unsicherheit gehört, so meine Erfahrung, u.a. zur Grundausstattung eines perfekten Co‘s, plus dieser Glaube, zu meinen den anderen retten zu können. 🤦♀️
Liebe orangeblau, Schau um dich in dich vor dich… und versuche aus dem Kopfkino zu kommen. Du bist toll und hast nix übertrieben. Respekt.
Danke. Für mich ist das ein ständiger innerer Kampf gegen das Schön reden/Verharmlosen/Idealisieren und für die Realität. Immer noch.
Dieses ständige Leugnen und Abstreiten meiner Wahrnehmung und die Scjuldzuweisungen an mich haben echt Spuren hinterlassen.
Hallo!
Kennt ihr das auch, dass man sich immer wieder als kompletter Totalversager sieht und denkt man hätte dieses oder jenes anders machen sollen?
Ich falle immer wieder zurück. Denke mir dass ich Schuld bin und die Kritik an mir berechtigt war und ich übertrieben habe/ zu hohe Erwartungen hatte etc.
Und das mit dem "Beuteschema" muss ja nicht so bleiben. Ggf. könntest Du mit therapeutischer Ubterstützung daran arbeiten, wenn Du Dich von dem ganzen Schlamassel erholt hast und wieder das Bedürfnis nach einer Partnerschaft haben solltest.
Schönes Wochenende!
Bin bereits in Therapie.
Mich haben meine Erlebnisse wirklich erst mit Abstand gefühlsmäßig eingeholt. Als ich noch drinnen steckte, habe ich „funktioniert“. Nach der Trennung war ich erleichtert und damit beschäftigt unser Leben neu zu sortieren und wollte damit nichts mehr zu tun haben.
Ich kann mich erinnern, dass mir bei der Beratung kurz nach der Trennung schon eine Therapie ans Herz gelegt wurde. Ich habe dankend abgelehnt, hatte ja alles im Griff. Der Berater hat dann noch angemerkt, dass bei vielen es erst Jahre später richtig hochkommt. Das habe ich nicht ernst genommen.
Naja, bessert jetzt als nie. Will das unbedingt alles aufarbeiten und wieder glücklich und frei werden.
Es motiviert mich, dass es hier Menschen gibt, die das geschafft haben.
Erst mal durchatmen und auf das Wesentliche konzentrieren... Du bist ja verhältnismäßig schnell ins nötige Handeln für Deine Kinder und Dich gekommen, da hinken die Gefühle verstândlicherweise noch hinterher, scheint mir.
Und das mit dem "Beuteschema" muss ja nicht so bleiben. Ggf. könntest Du mit therapeutischer Ubterstützung daran arbeiten, wenn Du Dich von dem ganzen Schlamassel erholt hast und wieder das Bedürfnis nach einer Partnerschaft haben solltest.
Schönes Wochenende!
Ja, war schnell.
Allerdings ist meiner gewalttätig geworden. Zwar schon knapp 1 Jahr vor der Trennung zum ersten Mal, aber dann war mir klar, ich muss weg, auch wenn wir unter der Brücke landen.
Am Ende war ja auch Gewalt und Randalieren in Haus im stark alkoholisiertem Zustand der Grund warum ich die Polizei gerufen habe.
Kann ich nur jedem anraten der hier mitliest und das vielleicht auch erlebt. Bloß keine falsche Scham! Es ist eine Riesen Überwindung das zu tun, aber am Ende richtig! Mir ist sehr, sehr gut geholfen worden danach!
Ich denke, manchmal ist die Polizei auch oft der einzige Weg. Ich habe monatelang gebeten, dass er auszieht. Hat er nicht gemacht. Mein größtes Problem war dann scho lange nicht mehr wie ich ihn retten kann, sondern wie ich ihn rausbekomme.
Je mehr ich zu klarem Verstand komme, umso mehr frage ich mich, wie ich das überhaupt alles so mitmachen und irgendwie ausblenden konnte. Als erwachsenene Frau, die wirklich gut im Leben steht.
Geht mir genauso.
wenn du wüsstest was ich alles ausgeblendet habe, das ist schon richtig peinlich. Vorallem bei mir gleich 2 Mal und mit dem zweiten hatte ich zum Glück nicht mal Kinder oder sonstiges. Fühle mich total naiv und könnte mir selbst eine klatschen.
Im Nachhinein ergibt alles so viel Sinn….
Mein Fazit ist:
Wirklich nur noch auf mich und meine Kinder schauen. Partnersuche lasse ich. Habe schon Angst vor mir selbst in dem Punkt. Ich stehe unbewusst wohl auf Alkoholiker bzw so einen bestimmten Typus Mann, emotional nicht verfügbare auf jeden Fall. „normale“ find ich leider nicht anziehend
Muss auch ohne gehen. Frauen die keinen Mann haben leben angeblich sowieso gesünder und länger ![]()
Ja, meine ich. Das Thema kommt immer wieder auf und stört mich schon länger. Auch gerade heute wieder. Der Thread heißt Fragen an einen Alkoholiker, scheint aber ständig dahin zu driften dass Alkoholiker die Cos in die Schranken weisen und "therapieren".
Genauso wie in nassen Zeiten.
Das ist so bitter, wenn sich jemand nur um sich dreht.
Ja die mit den Helfersyndrom, die soll mal abfahren damit, ist deren Problem. Ich hab nur aufgehört wegen mir. Liebeskummer vergeht, Beziehungen sind unkomplizierter als Saufeb, ja klar, sind ja auch die eigenen Kinder, oder etwa nicht? Naja, vielleicht haben manche auch keine.
Und dann noch man könnte keine Verantwortung übernehmen. Hallo, viele Co-Frauen managen die Familie nahezu komplett alleine, des schaffen andere nicht mal zu zweit! Co-Frauen sind keine Idioten, es sind Frauen mit einer unglaublichen Stärke und Loyalität, die an Männer geraten die es null zu schätzen wissen.
Ja bin verbittert heute, aber stimmt doch.
Gehe gleich nach Hause, da warten die Kinder.
Schön, bei mir sind solche Auszeiten leider nicht drinnen. Da muss ich noch ein paar Jahre warten.
Meinest du männliche Alkoholiker, die Co-Frauen die Welt erklären? Ungefragt?
Ja! Den Eindruck habe ich allerdings auch.
Man wird schon fast verurteilt weil man versucht die Familie zusammen zu halten und als zu doof abgestempelt, nur weil man es nicht schafft den Typen eiskalt und ohne Folgestörung aus dem Leben und Kopf zu verbannen.
Was es bedeutet, wenn der Vater der Kinder, der Hauptverdiener, der Geliebte Partner in die Sucht abdriftet verstehen tatsächlich die Männer nicht.
Und in Folge ist man Alleinerziehende Mutter die unter Existenzängsten leidet, komplette Verantwortung trägt für Kinder die noch ihr ganzes Leben vor sich haben, sich nicht verlassen kann auf den Partner trotz Trennung, quasi jederzeit damit rechnen muss dass er noch weiter versumpft usw.
Ich finde auch, da gibt es sehr wenig Verständis dafür von vielen Männern. Unser Leben geht nach der Trennung nicht normal weiter. Die Frauen müssen für die Kinder da sein, das Geld verdienen, alle Entscheidungen treffen, die Erfahrungen verarbeiten, weiterhin mit den Typen der einem traumatisiert hat zu tun haben (ist ja der Vater), alles gleichzeitig. Das ist nicht ohne und wird so unterschätzt.
Und ja Sonnnschein, ich habe mich auch nicht getraut neue Menschen kennenzulernen, gerade mit Männern hatte ich enorme Probleme.
Möglichkeiten gehabt hätte ich schon….
Dann kam der eine in mein Leben und ich dachte mir, stell dich nicht so an und den Rest kennt ihr….
Jetzt ist es mir natürlich wieder mal vergangen bzw. noch schlimmer, WEIL ich weiß, ich suche mir immer die Falschen.
Schreckliche Erkenntnis. Nach meinem Ex konnte ich mir ja noch einreden, dass ich einfach Pech hatte, aber nun sehe ich, dass es mein Muster ist. ![]()
Bei uns gab es zB auch sehr, sehr viele Situationen, die ich sehr persönlich genommen habe. Sehr abweisendes Verhalten. Dachte ich habe etwas falsch gemacht. Gerade bei Mann 2 sind mir diese noch sehr präsent.
Im Nachhinein denke ich, dass es nichts mit mir zu tun hatte und evt. „Nur“ Saufdruck oder Entzugserscheinungen waren.
Auch das würde ich gerne besprechen, am besten mit Alkis. Aber traue mich schon gar nicht mehr, weil dann nur wieder kommt, dass ich ein Co bin und mich damit nicht beschäftigen soll.
Für mich aber wichtig um Frieden zu finden und Vorallem meine Selbstzweifel loszuwerden. Bilde ich mir zumindest ein.
Alles anzeigenHallo Orangeblau,
Oh, da kann ich dich so gut verstehen.
Das belastet meinen Alltag im Moment auch. Ich soll mich auf mich konzentrieren und keine Fragen stellen. Die Fragen muss ich aber stellen, um zu verstehen und einzuordnen.
Pass ich nicht genug auf? Sollte ich mich von dem Menschen fernhalten? Übertreibe ich? Bilde ich mir etwas ein? Bin ich überempfindlich?Und bevor ich etwas falsch mache, dann halt zurückziehen. Ende vom Lied. Ich habe zu den meisten männlichen Familienmitgliedern kaum noch Kontakt und traue mich nicht neue Menschen kennenzulernen.
Durch deine Fragen habe ich z.B. gerade zum ersten Mal realisiert, dass das nächtliche starke Schwitzen meines Noch-Mannes all die Jahre wahrscheinlich Entzugserscheinungen waren. Im Nachhinein denk ich mir jetzt: „Ja klar, macht Sinn.“ Damals wurde mir gesagt: „Ich bin bestimmt krank und habe Fieber.“ Oder „Ich habe eine Glatze und da schwitzt man dann nun mal so viel am Kopf.“Lass dich nicht irritieren. Nur ein Co kann verstehen, wie sich ein Co fühlt. Genauso wie wir nicht verstehen können, wie sich ein Süchtiger fühlt.
LG ☀️
Genau so geht es mir auch. Du bringst meine Gedanken auf den Punkt.
Man muss die Dinge richtig einordnen um seiner Wahrnehmung zu vertrauen, meint man zumindest.
Meine beiden haben auch sehr stark geschwitzt nachts….
Ich vermute sogar, dass ein sehr warmer Körper (erhöhte Temperatur, leichtes Fieber) auch ein Symptom ist?
Najo, deswegen meine Fragen an die Alkoholiker. Es geht nicht darum, dass ich noch helfen will, ich habe verstanden dass es nicht geht, sondern um die Erlebnisse richtig einzuordnen und Selbstvertrauen in diese eigene Wahrnehmung aufzubauen.
Ja klar war die Trennung richtig und gut für die Kinder. Da gab es für mich keine andere Richtung.
Ich bin ja auch EKA. Mutter zwar trocken, Vater trinkt auch jeden Tag, weiß aber nicht ob er Alkoholiker ist?
in der weiteren Verwandtschaft gibt’s noch mehr Alkoholiker, auch welche die sehr früh daran gestorben sind. Bei uns geht das quer durch alle Generationen sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits.
Ich habe mir auch erst als Erwachsene mit Mitte 30 mit dem Thema auseinandergesetzt als ich zum ersten Mal die Bierflaschen mit Wasser von meinem Ex gefunden haben. Vorher mein ganzes Leben nicht darüber nachgedacht.
Hallo orangeblau,
das erlebe ich auch so, auch nach so vielen Jahre noch. Ich sehe bestimmte Situationen oder Menschen mit anderen Augen, sehe, wieviel Alkoholiker und Alkoholmissbräuchler es gibt.
Du kannst da deinen Wahrnehmungen ruhig trauen.
Liebe Grüße Aurora
Danke Aurora für alle deine Beiträge.
Ich fühle mich oft ganz allein mit meiner Einstellung, denke ich sehe die Dinge zu eng, habe Angst, dass ich mich selbst ausschließe, weil ich das ganze nicht mehr so locker sehe wie früher.
Imme wieder diese Zweifel, dass es doch „normal“ ist mal was zu trinken und ich es mir selbst verbockt habe durch meine Überempfindlichkeit, ein Partner zu finden schwierig ist, weil gefühlt alle Männer gern trinken. Zumindest in meinem Umfeld.
Es ist „normal“, dass gerade Männer in Gesellschaft oder zum Feirabend Bier trinken. Ich kenne das nicht anders…mein Vater trinkt auch abends täglich sein Bier, genauso mein Bruder, aber die sind doch kein Alkoholiker? Ich bin verwirrt.
Mir fällt es sehr schwer ein gesundes Verhältnis zu Alkohol zu entwickeln, obwohl ich selbst „nur“ Co-Abhängig bin.
Hallo Sonnenschein!
Danke für deinen Beitrag.
So geht es mir auch!
Ich muss auch weiterhin mit den Alkoholikern in meinem Umfeld leben. Wobei sind das überhaupt Alkoholiker? Deswegen auch meine Fragen, ich habe solche Schwierigkeiten meiner Wahrnehmung zu vertrauen. Es wurde mir ja oft genug ausgeredet…
In die Falle getappt bin ich, leider.
Ich hatte genau 1 Mann kennengelernt nach meinem Ex. Erst dachte ich mir, ich darf mich nicht so anstellen und dass ein bisschen Alkohol ja dazu gehört und ich bestimmt wegen meinem Ex übertreibe, überängstlich und zu unentspannt bin. Auch Freundinnen, Familie haben mich darin bestärkt.
Ich bin so fertig, dass mir das ein zweites Mal passiert ist. Ich hatte ihn so gern. Er war wie ein Geschenk nach meinem missbräuchlichen, narzistischem Ex. Und dann bin ich aufgewacht.
Ich trauere sehr und bin sehr verwirrt, trauere meiner Wahrnehmung nicht. Deswegenmeine Frage zu den Entzugserscheinungen.
Ich bin momentan sehr, sehr traurig.
Kapsle mich auch schon aus meinem Umfeld ab. Man will mir helfen, mich aufmuntern, mit mir „was trinken gehen“, weil es mir ja „gut tun würde mal wieder rauszukommen“. Genau das will ich nicht. Alkohol damit will ich nichts mehr zu tun haben.
Ich finde, wenn man einmal sowas erlebt hat, dann sieht man plötzlich überall Alkoholiker. Wenn man sich einmal mit dem Thema beschäftigt hat, hinterfragt und beobachtet man einfach das Trinkverhalteb der Personen im Umfeld und meiner Meinung nach gibt es sooo viele die ein Problem haben oder es viel zu locker sehn….oder sehe doch ich es zu eng?
Hoffentlich geht es mir auch irgendwann wie euch.
Ich bin noch nicht mal 40. Meine Kinder sind in der Grundschule und Kindergarten. Mein Alltag ist oft hart.
Ich weiß das alles.
Ich trauere momentan stark. Um die Männer, um mich, um die Kinder die nie eine normale Familie haben werden, um alles was hätte sein können.
Fühle mich fast schon schuldig dass ich geliebt habe.