Beiträge von orangeblau

    Dann ist ja nichts mehr zu klären.;) Lass es mal so stehen , beide Seiten brauchen ihre Zeit, um das zu begreifen. Für mich persönlich ist Co‑Abhängigkeit schwer nachvollziehbar, aber ich verstehe die Suchtmechanik dahinter.

    Es ist eben schwer, schon den zweiten Mann an den Dreck verloren.
    ich weiß, dass ich nichts tun kann und null Einfluss habe.


    Das ist mir alles vollkommen bewusst, im Kopf zumindest.

    Bei mir wars ja so, Einen drauf machen war das Synonym für sichs gut gehen lassen. So kannte ich das, und so wars überall um mich herum.

    Und was ich sicher nicht wollte, war eine Partnerin, die mir Vorschriften macht, wie ich zu leben habe. Oder die sich einbildet, dass sie besser wüsste, was gut für mich ist, als ich das selbst wusste. Ich hab das als arrogant und überheblich empfunden, mir in meine Gewohnheiten und Entscheidungen reinzureden. Das war oft der Streitpunkt.


    Dabei hat sie es nur gut gemeint und hatte ja auch Recht.

    Danke für eure Erklärungen. Finde ich sehr interessant.


    Noch eine Frage:

    Warum dauert es so lang (oder nie) bis man sich professionelle Hilfe sucht?

    Warum streitet man die Sucht ab?


    Es muss doch ein enormer Leidensdruck sein…Vorallem wenn das ganze Leben und die Gesundheit den Bach runter geht…

    Bei uns ging die Argumentation in zwei Richtungen. Einerseits helfen und andererseits, dass es ihr Leben beeinträchtigt.

    Helfen wollte ich mir nicht lassen. Ich hab lange argumentiert, das wir uns dann eben trennen müssen. Da habe ich mich leichter drauf eingelassen als aufs Aufhören.


    Bei mir sind ja auch noch Kinder im Spiel, die ich schützen muss und ich hatte ja schon mal eine längere Beziehung mit einem Alkoholiker, die mich total kaputt gemacht hat.

    Das wollte ich nicht mehr. Ich hatte den neuen trotzdem extrem gern. Er war perfekt, bis auf Alkohol. War eine Zwickmühle. Ich habe mit Drama reagiert. Falsch, aber gut gemeint war es.


    Gegen Alkohol hat man am Außenstehender wirklich keine Chance.

    Zu den Zeiten hab ich meine Sauferei nicht wirklich als Problem gesehen. Bzw. hab ich es so gesehen , lieber ein paar Jahre früher sterben und Spaß gehabt, als mich zu Tode langweilen und das auch noch nüchtern.

    Mit Frauen hatte ich damals nur Stress, der Alkohol nervte mich nicht.

    Anfangs bin ich auch mit meiner heutigen Frau nur zusammengegangen, weil wir oft gemeinsam in unserer Studentenkneipe waren und ich dachte, sie akzeptiert das.


    Ich war die ersten Monate mit ihm auch ordentlich auf Tour. Das war sicher genau nach seinem Geschmack. War lustig, auch für mich. Aber irgendwann dachte ich mir, er übertreibt ganz schön. Vorallem mit meiner Vorgeschichte (er wusste von Anfang an Bescheid).

    Natürlich wirft er mir vor, dass ich zu viel Stress und Drama gemacht habe. Mir fällt es auch schwer mich deswegen nicht schlecht zu fühlen. Aber ich finde, mein Stress war berechtigt, wollte nur „helfen“ (ja ich weiß geht nicht!)y Sinnlos trotzdem, falls ich wieder einen kennenlerne mit solchen Problemeb Diskussionslos distanzieren von meiner Seite aus

    Für mich war es lange beschlossene Sache, dass eine Beziehung nur dann in Frage kommt, wenn ich an meinem Konsumverhalten, ausser Alk auch andere Drogen, nichts ändern muss.

    Ich bin deswegen Beziehungen schon nicht eingegangen und bin lieber Singe geblieben.

    Saufen war für mich unkomplizierter als Beziehungen.


    Denke so war es bei Nr. 2 auch.
    Ich habe schon Stress gemacht wegen Alkohol und ihn auf Abstand zu meinen Kindern etc. gehalten, weil ich das Problem vermutet aber nicht ganz wahr haben wollte.
    tue ich Imme noch nicht ganz, obwohl es eigentlich sehr offensichtlich ist.

    Schon traurig, dass man Selbstmord auf Raten der Liebe vorzieht.

    Hallo Orangeblau,

    nein, habe ich tatsächlich nie. Ich habe nie Probleme gesehen, solange ich in Ruhe saufen durfte. Wenn ich das nicht mehr durfte, hab ich zwar regelmäßig einen Streit vom Zaun gebrochen, um einen Grund zum Saufen zu haben (so meint der Alkoholiker dann), aber ich habe die Beziehungen nie selbst beendet.

    Ich mochte die Menschen auch wirklich, ich würde auch sagen, dass ich sie geliebt habe, aber die Alkoholsucht war immer dominanter.

    VG Soapstar


    Ja, mein Ex hat auch regelmäßig Streit angefangen. Dann war ich wieder eine zeitlang damit beschäftigt bei mir den Fehler zu suchen und an mir zu arbeiten und er konnte in Ruhe saufen.

    Das ist eine typische Co‑Frage, die an etwas festhalten will, das nicht mehr zu halten ist.;) Da spielen Angst und Hoffnung ein Wechselbad der Gefühle. Aber derjenige, der säuft, säuft. Und er findet seine Gründe, weiterzumachen , egal, ob jemand nervt, zugewandt ist oder sonst irgendwas tut.

    Das Verhalten des Partners ist dabei nicht der entscheidende Punkt. Die Sucht bestimmt das Handeln, nicht die Beziehung.


    Ich frage, weil ich den Eindruck habe, dass es meistens der Co ist, der den Schlussstrich zieht.

    Bei mir gab es 2 Alkoholiker.

    Den 1. habe ich verlassen nach vielen Jahren Beziehung, der 2. wollte mich zuerst nicht mehr, es kam nie zu einer richtigen Beziehung (besser so!) Zweifle allerdings manchmal, ob es wirklich so schlimm um ihn steht wie ich vermute und vielleicht einfach zu viel genervt/übertrieben habe. (Auch typisch Co ich weiß)

    Das glaube ich auch. Der Alkohol hat mir bis auf die aktuelle alle (Liebes-)Beziehungen zerstört, auch die, an denen mir wirklich viel lag.

    Aber hey, immerhin ein Grund, mal wieder wochenlang richtig zu tanken. Es ist der Liebeskummer, nicht die Alkoholsucht. (Ironie aus)

    Hast du eine dieser Liebesbeziehungen auch selbst beendet, weil sie/er zu viel genervt hat?

    Das weiß ich leider nicht .

    Er trinkt ja vor den Kindern nicht viel , denke das sie es nicht mit den trinken richtig wahrnehmen allerdings merken sie wenn Mama traurig ist nach einem Streit was ja auch nicht schön ist.

    Mein Vater war auch Alkoholiker, ich kenne dies zu gut allerdings hat er noch viel mehr getrunken, hat etliche Therapien hinter sich gehabt , ich fande es als Kind auch sehr schlimm obwohl er immer lieb zu uns war fand ich es sehr unangenehm.

    Gerade weil mein Vater Alkoholiker war , reagiere ich auf dieses Thema noch sensibler , hatte auch niemals gedacht,dass ich Mal mit einen Alkoholiker zusammen kommen wo ich doch genau weiss was es alles kaputt machen kann .

    Als ich mich in ihm verliebt habe wusste ich natürlich nichts davon wobei er da auch schon immer trinken wollte .


    Immer wieder erstaunlich und erschreckend zugleich wie sich die Lebensgeschichten ähnlich sind.


    Natürlich bekommen es deine Kinder mit und es prägt sie. Genauso wie du es als Kind mitbekommen hast und es dich unbewusst geprägt hat.

    Schneide den roten Faden durch!

    Du kannst hier sehr oft lesen, dass du rein gar nichts tun kannst, damit er sein Problem richtig versteht. Es liegt nicht an deinem Verhalten oder deine Worten!

    Diese Hilflosigkeit ist schrecklich und sehr schmerzhaft, am Ende kannst du wirklich nur für dich und deine Kinder etwas tun!

    Auch möchte ich dir ans Herz legen deinen eigenen Wert zu kennen. Es gibt keine einzige Ausrede und Rechtfertigung auf dieser Welt dich als Blitzableiter zu missbrauchen - Krankheit hin oder her - das hast du nicht verdient. Auch egal wie lieb und nett er dann wieder sein kann.

    Bedenke auch, dass der Weg von verbaler Gewalt zur körperlichen Gewalt oft nicht mehr weit ist, gerade wenn Alkohol ein Thema ist.

    Verstehe es so gut….

    Bedenke bitte auch, was es für Kinder bedeutet in so einem Elternhaus groß zu werden, so eine Beziehung vorgelebt zu bekommen.


    Bei mir waren am Ende meine Kinder die mir die Stärke zur Trennung gegeben haben.
    Ich wollte ihnen das einfach nicht mehr tagtäglich antun und hatte Angst dass sie lebenslangen Schaden davon tragen.

    Die heile Familie war sowieso nur eine Illusion. Manchmal ist es besser man lebt ihnen vor, dass man auch aussteigen kann aus ungesunden Beziehungen und aus Krisen gestärkt hervorgehen kann.


    Nebenbei könnte auch das fallen lassen deinen Mann wachrütteln.


    Schütze in erster Linie dich und Vorallem deine Kinder! Ihm kannst du sowieso nicht helfen, leider!

    Trennen sich Alkoholiker bzw ziehen sie sich auch vor jemanden zurück den sie lieben?
    wenn man das Thema angesprochen hat bzw ihnen auf die Schliche gekommen ist?

    Weil sie zB wissen dass der andere nicht glücklich werden könnte damit?


    Normalerweise trennt sich ja eher der Co…

    Könnte ich geschrieben haben vor einige Jahren…genau die gleichen Gedanken gehabt.

    Du musst ganz gut auf Dich hören und deine eigenen Grenzen respektieren.

    Es „könnte“ alles schön sein, ist es aber nicht. Du leidest. Aber du musst selbst für dich herausfinden wie hoch dein Leidensdruck ist und wann es besser ist dich und deine Kinder aus der Beziehung zu befreien.


    Natürlich wünsche ich dir, dass es bei euch ein Happy-End gibt, aber hoffe nicht zu lange darauf. wichtiger ist, dass es DIR und den Kindern gut geht.