Beiträge von orangeblau

    Hey!


    Kenne das exakt genauso.

    Mein Ex war auch immer sehr anstrengend und schlecht gelaunt, wenn er mal Trinkpause gemacht hat. Es hat sich so angefühlt als wäre ich an „seinem Leid“ schuld.
    Man versteht es nicht und wünscht sich schon fast er würde wieder trinken.
    Unerträglich so einen launischen Mann tagetäglich zu ertragen und sich ständig kritisiert zu fühlen.


    Hat er denn einen professionellen Entzug gemacht oder sowas?


    Meiner hat dann ja immer irgendwann wieder angefangen zu trinken und am Ende habe ich mich getrennt, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe.

    Hey!


    Ich verstehe deine Sorgen.

    Ich hatte gegen meinen Ex auch eine einstweilige Verfügung. Da muss schon was gröberes vorgefallen sein.

    Ich habe mir trotz allem auch Riesen Sorgen gemacht und hatte auch Angst, dass er sich was antun könnte.

    Hat er nicht, er lebt noch und hat eine Wohnung gefunden. Er war auch zu stolz irgendwo unterzukommen, hat ein paar Wochen im Hotel gelebt.

    Dein Vater ist ein erwachsener Mensch, egal was er macht, es ist seine Entscheidung und liegt nur in seiner Verantwortung.
    Siehe es so, bei allem Unglück ist das auch für ihn eine RIESEN Chance. Nun MUSS er zwangsläufig wieder mehr Verantwortungen übernehmen, weil deine Mutter ihn nicht mehr tragen/Nix mehr abnehmen wird. Man ließt hier immer wieder, dass Alkoholiker ihren persönlichen Tiefpunkt erleben müssen um was zu ändern, vielleicht erreicht er ihn so schneller, und wenn nicht, dann kannst du nichts dafür.

    Und eigentlich ist es POSITIV, dass er sich von dir nicht helfen lassen will, schlimmer wäre wenn er dir Verantwortungen übertragen würde mit Mitleid und so…

    Aber ich weiß wie hart es ist, wenn man in der Situation steckt.

    Absolut! Es gäbe theoretisch so viele Sachen zu tun, sei es endlich mal Schränke aufräumen, Kleidung sortieren, neue Hobbys, Sport... Stattdessen scrolle ich ewig auf dem Handy, weil es mir so komisch vorkommt, plötzlich Zeit zu haben und ich gar nicht weiß, wie ich meinen Tag abseits der Arbeit strukturieren soll, wenn ich nicht auf den nächsten Anruf warte oder die nächste Fahne erschnüffle oder darüber nachdenke, ob er eventuell gerade trinkt. Ich komme mir vor wie einer dieser alten Kommissare im Krimi, die in Rente geschickt werden und dann privat ermitteln, weil sie ohne Verbrechen nichts mit sich anzufangen wissen :roll:

    Ich musste lachen.

    Mir geht es gerade genauso.

    Gut dass es dieses Forum gibt. Das muss einem erstmal bewusst werden

    Das mit den es gäbe viele Sachen zu tun ist ein guter Ansatz. Ich werde mit eine Liste schreiben was ich die nächsten Tage tun will, Hauptsache weg von dem Thema.

    Heute war es dann so, dass mir doch danach war ihm zu schreiben, dass ich das geklärt haben möchte, warum das letzte Woche so fürchterlich war und dass ich ein Gespräch möchte oder sich so nicht weitermachen kann. Sonst dann hat er gesagt, dass er im Moment so ein Stress hat und dass ich ihm jetzt nicht auch noch mit Gesprächen kommen soll und dass wir das nächste Woche besprechen können Und dann habe ich gesagt das ist in Ordnung, dann werde ich das Wochenende alleine verbringen und wir sprechen nächste Woche drüber


    ich verstehe dich, deinen guten Willen und wie du dich fühlst, doch du kannst nichts klären wenn es um Sucht geht.

    Er hat keinen Stress, wem seine Partnerin wichtig ist, der hat Zeit für ein Gespräch, will die Dinge auch klären, er will in Ruhe saufen und dir gleichzeitig ein schlechtes Gewissen machen damit du wieder auf Spur kommst.

    Ich weiß das willst du nicht hören aber du kannst seine Sucht nicht gesund Reden und leider auch nicht gesund lieben. Das haben ich und wahrscheinlich Tausend andere Frauen schon versucht. Du wirst auch nicht die Ausnahme sein, wir alle wollten das. Es ist hoffnungslos.


    Ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass man in einer Partnerschaft alles klären kann, aber nicht Sucht.

    Nasse Alkoholiker sind beziehungsunfähig. Da wirst man nicht glücklich damit.

    Ich habe meinen Ex auch sehr oft versucht Limits zu setzen.

    Es ist immer die gleiche Konsequenz: Sie KÖNNEN sich nicht daran halten, sie werden heimlich trinken, Frau kommt irgendwann drauf, ist enttäuscht und fühlt sich belogen, es gibt Streit, Mann verspricht Verbesserung, der Kreislauf beginnt von vorne.

    Bei mir wurden leere Bierflaschen mit Wasser gefüllt, ich habe über Jahre hinweg immer wieder Verstecke gefunden. Er hat mit Sicherheit auch nach der Arbeit etc. getrunken. Auch ich habe versucht seinen Konsum zu kontrollieren in dem ich mitgetrunken habe, das ist nicht nur Quatsch sondern kann einem mitunter selbst in die Sucht führen. Die wahre Menge die er konsumiert hat, das ist mir heute bewusst, wird mir sowieso immer ein Geheimnis bleiben. Solche Menschen lügen wie gedruckt.

    Als Partnerin KANN man das nicht kontrollieren. Will man wenn man ehrlich ist auch gar nicht, oder? Wir wünschen uns doch alle einen Partner dem wir vertrauen können, auf den wir nicht aufpassen müssen.


    Mir hat sehr geholfen, dass es völlig egal ist ob er 4 oder 10 Bier trinkt. Es stört mich sowieso das Alkohol ständig Thema ist unabhängig von der Menge.

    Ja und ich schließe mich den anderen an.

    Ziehe auf gar keinen Fall mit ihm zusammen. Du wirst dann noch mehr mitbekommen und sehr leiden.
    Die Sucht wird als vergiften, du wirst seine Launen abbekommen, ständig 24-7 Alarmzustand. Bei mir ging es bis zur körperlichen Gewalt.

    Das nächste Problem ist, dass du ihn dann noch schwerer los wirst, falls du ihn loswerden willst.

    Meinem habe ich über 6 Monate täglich mitgeteilt dass ich die Trennung will. Ich wurde ausgelacht. Am Ende half nur die Polizei.

    Mach es nicht. Er ist schwerkrank und es wird auch dich krank machen.

    Lass dir ja nicht von seiner Mutter oder sonst wem Schuldgefühle einreden.


    War bei mir genauso. Meine Ex-Schwiegermutter redet bis heute kein Wort mit mir und nimmt es mir sehr sehr übel dass ich ihn fallen gelassen habe.


    Dabei war sie die Erste, die ich in die Problematik eingeweiht hatte. Es gab null Verständnis gar nix, ehe ein Gegenteil nur Beschuldigungen, Angst wolle sie mir machen, was ich nicht alles verliere, die Probleme wurden runtergespielt, nur ER ist das Opfer in ihren Augen.

    Da wird dir eine Verantwortung zugeschoben, die nicht deine ist.

    Rede am besten nicht mit seiner Mutter. Es bringt dir Nichts und ihm nichts und ihr nichts und ändert nichts an der Sucht.

    Ich dachte auch eine zeitlang, dass es hilft wenn ich das Umfeld aufkläre, mir dort Unterstützung suche. Ob eine Person auf ihn einredet oder 100, An der sucht ändert es nichts!

    Hast du einen Entzug gemacht oder von alleine es geschafft?

    Kann man es überhaupt alleine schaffen?


    Ich kenne das ja, das Alkoholiker es schon in Aussicht stellen und meinen es geht ohne Hilfe.

    Mein Ex hat es laut eigenen Aussagen ohne Entzug/Therapie geschafft. Das kann ich ihm nicht glauben. Ich denke es ist gelogen, alleine wenn ich sehe wie er mittlerweile aussieht. Aber wer weiß…:

    Hier kursiert eine goldene Regel fûr Alkoholiker: Nur nicht trinken reicht nicht.

    D. H. Im Zweifel auch neue Kontakte aufbauen, mit Leuten, die nicht zwingend Freizeit und Spaß mit Alk verbinden, hattest Du ja auch schon für dich überlegt.

    Ja, Deutschland ist ein Hochkonsumland. Aber es gibt auch andere, die falken nur nicht so auf.


    Ja, ich denke das wird auch mein Weg sein in Zukunft. Habe so eine Abneigung entwickelt wird immer schlimmer

    Übrigens habe ich selbst schon mal die These aufgestellt, wenn Du ohne Alkohol keinen Spaß haben kannst, bist Du bereits psychisch abhängig. Und als EKA bist Du schon von Haus aus nicht gerade ungefährdet, weil Du genau das lernst.


    Ich weiß schon immer, dass ich allein aufgrund der Herkunft/Gene suchtgefährdet bin. Meine Mutter hat uns früh eingetrichtert das Vorsicht geboten ist.

    Ich persönlich kann auch Spaß ohne Alkohol haben und leben, sehr gut sogar.
    Ich wollte nur darauf hinweisen dass Alkohol LEIDER schon sehr stark gesellschaftlich verankert ist.

    Als Single: Weinfest unter Gesellschaft oder alleine zuhause vor dem TV sitzen?

    Ich finde schon das Abstinenz zur Vereinsamung führen kann, bzw. verstehe wenn nasse Alkoholiker Angst davor haben, gerade alleinstehende. Meistens bewegen sich solche Leute ja in einem trinkfreudigen Umfeld, sind gesellig. Das erschwert den Ausstieg mit Sicherheit nochmal. Darauf wollte ich hinaus.

    Ja, diese Kontrollversuche sind wahrscheinlich normal.

    Mein ex war ja heimlicher Spiegeltrinker, denke ich. Der hat vermutlich täglich versucht es zu kontrollieren, weil er nicht wollte, dass ich etwas merke.

    Ist er dann doch mal weggegangen abends hat er die Chance genutzt und kam jedes Mal total blau nach Hause oder ist in der Bahn eingeschlafen und irgendwo aufgewacht. Mit 2 kleinen Kindern zuhause, peinlich.


    Der aktuelle Mann ist so, dass er nicht aufhören kann, wenn er angefangen hat. Der schüttete das Bier runter wie Wasser und hört nicht auf damit. einmal hat er so viele Schnäpse nacheinander gekippt, dass ihm die Bardame nichts mehr geben wollte…

    Wieviel er genau trinkt weiß ich nicht, aber ich denke der hat sicher 1 Mal die Woche oder öfter einen totalen Absturz.

    Mir hat er immer gesagt, wenn er arbeiten muss trinkt er nicht so viel, kauft sich nur einen Sixpack. Ich habe ihm schon gesagt dass er total übertreibt und nicht ständig so besoffen sein kann und dass ich nicht mehr immer trinken will. Seit dem Distanz. Ich glaube, Er hat mich sogar mal nach Hause geschickt weil er unbedingt saufen wollte.
    Ganz klar Alkohol Priorität.

    Ich arbeite daran es nicht persönlich zu nehmen.

    Mir ist gerade aufgefallen, dass wir es nur schön hatten solange ich mitgetrunken habe.

    Das ist schwierig und bei jedem Menschen wieder ein Prozess sich davon abzugrenzen, wenn man jemanden gern hat. Man hat auch lange Hoffnung, dass die Person zur Einsicht kommen solange man sie noch nicht losgelassen hat.

    Ich habe auf meine Ex auch 10000 Mal eingeredet, Paartherapie, alles, ich habe nichts unversucht gelassen. Es hat nichts gebracht eher schlimmer gemacht. Er hat mich behandelt wie die Staatsfeindin Nr. 1. Am Ende bin ich selbst krank geworden, nervlich total am Ende, Panikattacken, depressive Verstimmungen. Ich konnte einfach nicht mehr.
    Am Ende hat er Frau, Kinder, Haus einfach alles verloren, quasi das perfekte Leben. Da sieht man wie stark so eine Sucht ist.

    Ich denke ich muss da vorallem an meinen „Warnsystem“ arbeiten. Am Anfang besser hinschauen, wen ich vor mir habe und mich gar nicht erst drauf einlassen. Loslassen fällt mir schwer, auch bei dem aktuellen Mann.

    Ich kann nur hoffen, dass „meine“ Alkoholiker auch irgendwann an den Punkt kommen.

    Ich wünsche es sowohl meinem Ex als auch dem anderen Mann.

    Für Außenstehende ist es einfach schlimm zu sehen wie geliebte Menschen ihr Leben an die Wand fahren. Man sieht das ganze Potenzial welches in ihnen steckt, wie schön es ohne sein könnte usw., aber doch kann man nichts tun um ihnen das klar zu machen.


    Kann aber schon verstehen, dass es extrem schwierig ist. Alkohol ist gesellschaftlich sowas von immer mit dabei. Ich kenne das ja aus meinem eigenen Leben. Überall wird einem was angeboten, oft steht schon ein Sektchen vor einem auf dem Tisch bevor man überhaupt gefragt wird, ob man will. lehnt man ab, reagieren viele mit „komm ein Gläschen man gönnt sich ja sonst nichts“

    Abends auszugehen, finde ich nüchtern fuchtbar, man kommt sich fehl am Platz vor zwischen den ganzen Betrunkenen. Bleibt man dann lieber zuhause, fallen wiederum viele soziale Kontakte weg. Es ist ja nicht so, dass man nur aufhören muss zu trinken, habe das Gefühl man muss teilweise auch das komplette Umfeld wechseln.

    Eine Freundin hat zB zu mir gesagt: „selbst wenn er trocken wäre, ist er nichts. Stell dir vor, du kannst dann nie mit ihm gemütlich was trinken gehen, bei jedem Geburtstag müsste er gelangweilt daneben sitzen, im Urlaub könnte er auch nichts trinken, nie wieder richtig Spaß haben“ eigentlich traurig.

    Ich habe mittlerweile schon so eine Abneigung gegen das Zeug entwickelt. Ich glaube ich höre selbst auch komplett auf damit.

    Das brauchst Du nicht bewundern, denn es geschah aus Angst, was passiert, wenn ich nicht aufhöre. Aus Angst um mich selbst und meinen Geisteszustand, denn ich hatte Angst, dass ich den Verstand ganz verliere, wenn ich weitertrinke, und auch mein körperlicher Zustand im Suff war unerträglich.

    Es ging mir schnell so gut, dass es mir nicht schwer gefallen ist. Ich war schnell nur noch froh, dass ich ja nur aufhören musste, damit es besser wurde.
    Ja, und das ist genau der Punkt, der den Unterschied macht, schätze ich.


    Trotzdem gibt es viele die niemals an diesen Punkt kommen, die anscheinend keinen Tiefpunkt haben.

    Kenne einige die sich zu Tode gesoffen haben, eben auch aus meiner Familie….

    Die Trennung ist schon fast 2 Jahre mittlerweile. Ich habe dann auch fast 1 Jahr niemanden gedatet oder kennengelernt bis besagter Mann kam.


    Die Kinder haben die Trennung aus meiner Sicht sehr gut verkraftet. Der Vater war sowieso selten präsent, da gab es wenig zu vermissen. Unser Alltag hat sich durch die Trennung kaum verändert außer das der Stress und die negative Stimmung weg fiel.

    Den neuen Mann habe ich ihnen nicht vorgestellt.

    Sich besuchen den Vater regelmäßig, wollen sie auch. Ich unterstütze das solange ich das Gefühl habe, dass es ihnen gut tut. Er kümmert sich zu meinem Erstaunen auch sehr gut um sie, wenn sie bei ihm sind. Er ist dann auch immer nüchtern, glaube ich zumindest. Er war sowieso nie dieser Rauschtrinker, eher Spiegeltrinker.

    Mir sagt er, dass er aufgehört hat, aber ich glaube ihm das nicht. Bin aber mittlerweile innerlich komplett weg von ihm. Er soll sich in seiner Papazeit gut um die Kinder kümmern, der Rest ist seins und mir egal.

    Habe die Trennung keine Sekunde bereut, das war die beste Entscheidung meines Lebens.
    Auch für ihn denke ich, immerhin bemüht er sich jetzt wenigstens ein Vater zu sein, was er während der Beziehung wirklich gar nicht war.

    Ich glaube für mich ist der beste Weg mich komplett von Menschen fernzuhalten die Alkohol trinken.

    Ich war da eigentlich nach meiner Trennung auf einem sehr guten Weg. Habe mit Sport angefangen und meine freie Zeit so für mich genossen, viel Wert auf einen gesunden Lebensstil gelegt. War froh und erleichtert, voller Zuversicht, dass ich mich endlich nicht mehr mit dem Thema Alkohol beschäftigen muss.

    Doch dann gab es immer wieder Stimmen aus meinem Umfeld, dass ich mich doch nicht so verschließen kann und unter Menschen muss, noch jung bin, Männer kennenlernen soll, das Leben genießen soll, Spaß haben soll. Damit war gemeint: abends ausgehen, feiern.

    Und so bin auch ich wieder in „mein Muster“ gerutscht.

    Dating ist für mich irgendwie mit Alkohol stark verknüpft. Das ist zwar witzig, enthemmt ja, aber bin dann schon an den Punkt gekommen wo es mich gestört hat. Hab dann selbst gemerkt, es tut mir nicht gut und dass ich lieber öfter „ohne“ etwas machen würde. Die Grenze gezogen habe ich trotzdem nicht. Ich glaube ich hatte Angst ihn zu verlieren, was ich ja auch getan habe.
    Es gab Abende ohne Alkohol, aber meistens war er dann gereizt, müde, distanziert, angespannt, nicht gut drauf. Das habe ich dann auf mich bezogen, weil ich das Problem nicht gesehen habe/wahrhaben wollte.

    Eigentlich muss ich lernen komplett mein eigenes Ding durchzuziehen und zu meine Werten zu stehen, auch wenn ich dann in den Augen anderer „keinen Spaß“ habe und auch keinen neuen Partner finden werde.

    Es ist wie ein Rückfall in die Co-Anhängigkeit. Kann man das so nennen?

    Hallo!

    Meine Mutter ist trockene Alkoholikerin seit ich 6 Jahre alt bin.
    Ich hatte eigentlich eine relativ normale und schöne Kindheit.
    Ich habe zwar bewusste Erinnerungen an ihre nassen Zeiten (Alkoholverstecke, kotzend über der Kloschüssel, wie sie am Tag auf dem Sofa liegt usw), aber diese sind relativ beschaulich und für mich war das als Kind normal. Ich verknüpfe damit nicht unbedingt etwas schlechtes.

    Aber unbewusst scheint es mich doch sehr geprägt zu haben. Das ist mir vor allem durch meine Partnerwahl bewusst geworden.

    Ich bin seit ein paar Wochen auch in Therapie um meine Geschichte aufzuarbeiten.

    Ich bin eine sehr perfektionistische, verantwortungsbewusste Person in allen Bereichen meines Lebens.

    Kann schlecht Nein sagen und nicht gut Grenzen aufzeigen/erkennen.
    Ich merke auch nicht, wenn jemand meine Grenzen überschreitet, oft erst mit Verzögerung ein paar Stunden/Tage später.

    Bin eher angepasst, aufopfernd, lege viel Wert auf die Meinung anderer. Helfer-Syndrom kann auch sein, bin gerne für andere da, werde von anderen oft als sehr empathisch beschrieben, sehe immer „das Gute“ in anderen.

    Habe auch oft starke Verlustangst und sonstige Ängste.

    Genau, innere Warnlampen habe ich kaum. Ich bin quasi blind, gerade wenn es um Alkohol geht. Ich merke, wenn jemand viel trinkt, es fällt mir allerdings schwer zu erkennen, ob der Konsum problematisch ist, selbst wenn es für andere offensichtlich ist das ein Problem besteht. Habe viel mit Freundinnen schon darüber gesprochen.


    Danke für deine Antwort.

    So ist es, es bleibt mir sowieso nichts anderes übrig.

    Einfach bitter, schon wieder jemanden an den Alkohol verloren.
    Ich hasse diese Hilflosigkeit nichts machen zu können.

    Bei diesem Mann habe ich gemerkt, dass er versucht wegzukommen, er sich manchmal für eine Abend zusammengerissen hat, darunter leidet, es gerne anders hätte, das macht es noch schlimmer für mich. Im Nachhinein ergibt vieles Sinn…

    Außerdem ist er einsichtig, mein Ex leugnet sein Problem bis heute.