Beiträge von Panama

    Aber ich nehme mir jetzt Zeit für mich und dann denke ich gibt es folgende Ziele :

    1. Keinen Alkohol , 2.Interesse und für die Kinder da sein, 3. schauen ob da noch was ist auf dem man eine Ehe aufbauen kann.

    Bis dahin bleibe ich realistisch und erwarte mir nicht zu viel.. kommt es anders , wäre es schön..

    Es ist sehr gut, dass du dir Zeit für dich nimmst und erstmal bei dir und deinen Wünschen bleibst. Der räumliche Abstand zu ihm tut dir sicher auch gut, um weiterhin klarer zu sehen.

    Ich wünsche dir sehr, dass du dann bald auch aus der Warteposition raus kommst und realistischer gucken kannst. Denn redest jetzt schon von einer letzten Chance für ihn, dabei ist er vom ersten Punkt noch Lichtjahre entfernt.

    Kinder lernen von ihren Eltern. Sie sind die Vorbilder und werden nachgeahmt. Auch das Schlechte. Deswegen werden Kinder von Schlägern auch oft selbst zu Schlägern. Nicht, weil die das toll fanden oder meinen, es hätte ihnen auch nicht geschadet. Sondern weil man in einer kranken Umgebung aufgewachsen ist und es nicht besser weiß. Man verhält sich, wie man es vorgelebt bekommen hat und von den Eltern gelernt hat.

    Bleib stark! Du tust das Richtige!

    Wenn du jetzt zurück gehst, säuft er schneller wieder als du gucken kannst. Lies doch hier mal im Alkoholiker Bereich, wie viele nach recht kurzer Zeit wieder aufgeben. Wie viele hier aufschlagen und schon x Entgiftungen, Langzeit usw. hinter sicher haben. Nichts, aber auch gar nichts deutet darauf hin, dass er wirklich eingesehen hat Alkoholiker zu sein und für sich trocken werden zu wollen. Das ist jetzt purer Aktionismus um dich zurückzuholen. Er glaubt sich sicher selbst, dass er jetzt ja alles tut, aber das macht er eben nicht.

    Und schon alleine, dass er dich jetzt so unter Druck setzt, geht wieder gar nicht.

    Nimm die Wohnung, konzentrier dich auf dich und fahr den Kontakt zu ihm runter. Von leichter hat keiner was gesagt, wahrscheinlich muss es auch für dich erstmal noch schlimmer werden, bevor es irgendwann wieder viel besser werden kann. Lass ihn den Superdaddy spielen und wenn er mal einige Wochen/ Monate abstinent ist, kannst du dich immer noch wieder annähern, wenn du das willst.

    Ach, und noch was - lass dich da nicht so unter Deuck setzen, von wegen, er will heute die Kinder sehen.

    Vorenthalten kannst du sie ihm natürlich nicht, sie sollen ihn ja auch sehen können. Aber zu deinen Bedingungen bzw. am besten zu fest abgesprochenen Zeiten. Das geht nicht, dass er das fordern kann, wie er will und ihr nach seiner Pfeife tanzen sollt.

    Lass dir bloß kein schlechtes Gewissen einreden!!! Das ist alles bloß dummes Geschwätz von ihm. Er hat keinerlei Krankheitseinsicht.
    Sei froh, dass du deine Eltern hast, die dich so unterstützen. Mit der Zeit kannst du dir ein größeres Netzwerk aufbauen, je älter die Kinder werden, desto besser klappt das. Mit Playdates und Spieleverabredungrn, gemeinsamen Ausflügen etc. Es gibt ja viele Mütter, die sich fast alleine um die Kinder kümmern, auch wenn die Väter keine Alkoholiker sind. Die gehen halt lieber arbeiten, als sich um die Kinder zu kümmern.

    Meine Kinder schlafen oft bei Freunden und oft schlafen Freunde bei uns. Das ist so toll, weil man sich zu zusätzliche Freiräume schaffen kann.
    Freitag zB hatten wir Weihnachtsfeier und meine Eltern hatten keine Zeit. Mein Sohn konnte bei nem Freund schlafen, sodass wir beide zur Weihnachtsfeier konnten. Gestern hat der Freund dann bei uns schlafen, so konnte dessen Mutter was mit Freundinnen machen, weil der Mann arbeiten musste.

    Lass dich da bloß nicht auf irgendwelche Pläne ein, du hast die Verantwortung für die Kinder und organisierst die Betreuung so, wie dir es passt. Er soll sich lieber um sich und seine Baustellen kümmern.

    ja, so ist es. Er muss es für sich wollen. Und er muss es alleine schaffen. Nicht, in dem du womöglich zurückgehst und ihm "hilfst". Das funktioniert nicht. Wenn er es wirklich für sich will, kann er sich professionelle Hilfe und Unterstützung von vielen Stellen holen. Aber du weißt sicher auch hier aus dem Forum, wie viele Alkohliker es gibt, die einsichtig sind, sich Hilfe suchen, es ernsthaft angehen und es trotzdem nicht schaffen.

    Mein Mann wollte damals auch zurück kommen als er noch trank. Er meinte, wenn er zuhause wäre, wenn wir da wären, mit unserer "Unterstützung und Hilfe" würde es ihm leichter fallen. Zum Glück wusste ich aus dem Forum, dass das der falsche Weg gewesen wäre. Damit hätte er mir und auch den Kindern eine Verantwortung zugeschoben, die er aber alleine für sich übernehmen musste.

    Ganz genau. Das ist Täter-Opfer Umkehr.

    Jeder Mensch hat Fehler, das ist völlig normal und wohl auch gut so, sonst wäre die Welt wahrscheinlich langweilig.

    Alkoholismus ist aber eine schwere Suchtkrankheit und kein "Fehler". Das ist eine Familienkrankheit, die alle mit in den Abgrund zieht. Lass dir da bloß nichts einreden.

    Er trinkt. Nicht du. Es ist seine Verantwortung. Er zerstört die Familie. Nicht du.

    Lass dir bloß nichts einreden. Bleib stark!!!

    Ich bin auch immer der Meinung, dass derjenige, der sich um die Kinder kümmert mit ihnen in der "alten" Wohnung/ Haus bleiben können sollte und der Alkoholiker sollte gehen. Es ist für eine Person wesentlich leichter, sich was zu suchen als mit Kindern und für die Kids ist es eine zusätzliche Belastung, wenn sie aus der gewohnten Umgebung rausmüssen.

    Andererseits kann ein Wohnungswechsel natürlich auch ein Start für einen Neuanfang sein, was das Ganze vielleicht sogar etwas erleichtert, wenn man nicht ständig mit alten Erinnerungen konfrontiert wird.

    Aber es hilft ja nichts, wenn deiner nicht gehen will. Vielleicht wäre es für Familie/ Freunde möglich, mit ihm mal ein halbwegs sachliches Gespräch zu führen und ihn zu überzeugen, dass er auszieht?

    mir hat es auch immer sehr geholfen, mich an die schlimmen Dinge zu erinnern, wenn mir mein Herz sagen wollte, ach komm, so schlimm war es doch gar nicht. Ich hatte da eine Art Liste im Kopf, die ich immer wieder durchgegangen bin. Und das Lesen der Geschichten hier hat mir auch geholfen.

    Das ist gut, wie du das machst. Kinder bekommen sehr viel mit. Und es wichtig, dass sie das einordnen können. Und ihre Wahrnehmung ernst genommen wird.

    Mein Mann stand auf der Raue seines Stiefvaters betrunken vor mir. Alle hatten mitbekommen, dass er betrunken war, obwohl er heimlich auf der Toilette getrunken hatte. Ich hab mich deswegen mit ihm gestritten und er behauptete, er hätte nichts getrunken.
    Die Kinder haben den Streit mitbekommen und mich im Auto gefragt was los war. Ich habe ihnen gesagt, was passiert war. Mein Sohn war der gerade 8 und sagte, er hat gemerkt, dass der Papa nach Wein riecht.

    Es ist einfach eine schlimme Situation für alle Beteiligten. Wir Cos verstehen schon nicht, wieso die Alkoholiker nicht mal für die Familie „einfach aufhören“ können. Wie soll das ein Kind verstehen?

    Aber gerade deswegen ist es umso wichtiger, mit den Kindern offen (im Rahmen und kindgemäß) darüber zu reden, vor allem darüber, dass es eine Krankheit ist und sie definitiv gar keine Schuld am Konsum haben.

    ich weiß nicht, ob ich schon gefragt habe - aber warst du schon mal bei der Suchtberatung? Die bieten ja auch Hilfe für Angehörige, auch für dich als Elternteil im Umgang mit den Kindern.

    DIe Kinder auszufragen war sicher nicht so optimal. Aber ich verstehe deinen Punkt sehr gut. Da steht nicht umsonst, dass kleine Kinder von Erwachsenen begleitet werden sollen. Ich war Anfang Oktober auf der Kirmes auf so einem offenen Riesenrad, wir waren zwei Erwachsene mit vier Kindern (8jährige und älter) und mir ist da oben sehr mulmig gewesen. Die Brüstungen der Gondeln sind sehr niedrig, wenn man da aufsteht und das Teil anfängt zu schwanken... hilfe. Ich hatte je ein Kind fest im Arm und war froh, als wir wieder unten waren.

    Dein Mann handelt unfassbar verantwortungslos, er trinkt lieber Glühwein, als mit den Kindern Riesenrad zu fahren... Und wenn er Höhenangst hatte und deshalb nicht mitgefahren ist, dann hätte er die Kinder trotzdem nicht alleine fahren lassen dürfen.

    Ich finde es absolut richtig, dass du zu Polizei und Jugendamt gehst.
    Es ist absolut unverantwortlich und gefährlich, was er da macht.
    DaS hat nichts mit anschwärzen zu tun und du brauchst deswegen gar kein schlechtes Gewissen haben!
    Stell dir vor, es passiert tatsächlich etwas schlimmes und du hättest nichts gesagt. Dann hättest du zurecht ein schlechtes Gewissen haben können. So hast du die richtigen Stellen informiert, mehr kannst du nicht tun.

    Ach so, das las sich jetzt so, als wären das nur wenige Jahre gewesen. Also du warst mehr als 20 Jahre geschieden und trauerst jetzt irgendwie noch dem Erbe und der Witwenrente hinterher oder wie soll ich das jetzt verstehen?

    Und was meinst du mit Unterhalt, wieso hast du keinen bekommen?

    puh, das ist aber harter Tobak. Und du weißt ja vorher nicht, wie lange das dauern kann.

    Hätte auch sein können, du wärst geblieben und er hätte noch 20 Jahre gelebt. Und dann wärst du durch den Stress vielleicht richtig krank geworden. Ob es das wert ist, das Risiko einzugehen? Ich weiß ja nicht.

    Außerdem nimmt man sich so die Chance, vielleicht nochmal jemanden kennenzulernen und irgendwann eine gute Partnerschaft führen zu können.

    da es mich auch stört und mir auch unangenehm ist das quasi der Alkohol sein Freund und seine Beziehung ist wenn du verstehst was ich meine. Für mich fühlt es sich so an das er mit dem Alkohol verheiratet ist und nicht mit mir. Er geht mit dem Alkohol ins Bett und steht mit dem Alkohol auf. Ich laufe irgendwie einfach nur noch nebenher und fühle mich einfach nur als Inventar der Wohnung die den Haushalt und alles am leben hält.

    Ganz genau so ist es. Alkohol steht für ihn an erster Stelle, dann kommt lange nichts und dann irgendwann kommst du vielleicht mal.

    Da er anscheinend keinerlei Krankheitseinsicht hat und auch sonst sein Leben nicht auf die Kette bekommt, brauchst du gar kein schlechtes Gewissen haben, wenn du das nicht mehr länger mitmachen willst. Egal, was er die Jahre davor auch für dich getan hat. Du hast die Verantwortung für dich übernommen, hast dein Leben verändert, dich um deine Gesundheit gekümmert. Das macht er nicht.

    Du hast sicher alles versucht, x mal mit ihm geredet usw. Aber wenn er nicht will, hast du auch keine Chance.

    Daher machst du das jetzt genau richtig, kümmer dich um dich und dein Leben. Du hast nur eins.

    Das ist häusliche Gewalt. Die Schuld liegt IMMER beim Täter, niemals beim Opfer.

    Alkohol ist ein Nervengiftvund verursacht Wesensveränderungen. Klar kannst du dir das nicht vorstellen, dass er dir was tut, das heißt aber leider nicht, dass er das nicht machen wird. Glaubst du, irgendeine Frau wäre mit jemandem zusammen gekommen, der ihr beim ersten Date eine Ohrfeige gegeben hätte? Solche Prozesse entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. Ich denke, dass konnte sich keine Frau jemals vorstellen, bis es zum ersten Mal passiert ist.