Schokominzamaus - Vorstellen

  • Hallo,

    Ich bin 42 jahre alt und seit 12 jahren mit meinem Mann zusammen und davon 5 jahre verheiratet. Eigentlich trinkt er schon seit dem wir uns kennen aber in den letzten 2 Jahren wurde es immer schlimmer und seit einigen Monaten ist es für mich echt langsam unerträglich und es wird tatsächlich auch immer schlimmer. Er trinkt heimlich denkt ich bin blöd und merke es nicht, er belügt mich ständig, kann sich auf nichts konzentrieren, hat Aussetzer, immer wieder extreme Magenprobleme und all so Sachen. Ihm ist alles egal geworden er ist eigentlich auf Bewährung selbst das ist ihm egal geworden so das es dem Gericht nun mitgeteilt wurde und er wohl seine Bewährung nun absitzen muss. Ich bin mittlerweile an dem Punkt das ich es für mich als Befreiung sehe. Er möchte sich auch nicht helfen lassen. Ich habe keine Kraft mehr zu kämpfen und weiß selber nicht mehr weiter. Ich hoffe das mir der Austausch mit euch gut tut.

  • Hallo Schokominzmaus,

    herzlich Willkommen hier bei uns. Der Austausch hier mit den anderen wird dir bestimmt helfen können für dich herauszufinden, wie du weitermachen willst.

    Sag ihm auf keinen Fall, daß du dir hier oder sonstwo Hilfe holst. Mach das in aller Ruhe für dich.

    Bitte klicke als nächstes auf diesen Link und schreibe einen Satz, das genügt.

    Danach wirst du fürs Forum freigeschaltet.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Viele liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Ja, besser ist es. Als Angehörige redet man gegen eine Wand, ich kenne das auch.

    Du bist jetzt freigeschaltet und dein Thema ist im Angehörigenbereich. Du kannst dich überall im Forum austauschen, nur bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich, bei den neuen Teilnehmern mit den orangeroten Namen.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Linde66 25. November 2025 um 20:30

    Hat den Titel des Themas von „Vorstellen“ zu „Schokominzamaus - Vorstellen“ geändert.
  • Guten Morgen,

    Ich kann nicht mehr und weiß nicht mehr weiter.

    Zu meiner Geschichte. Mein Mann und ich sind 12 Jahre zusammen und davon 5 jahre verheiratet. Er trinkt eigentlich seit dem wir uns kennen. Ich habe mir Jahre lang nichts dabei gedacht und es akzeptiert. Aber seit ca. 2 Jahren habe ich angefangen mir Gedanken zu machen und immer wieder das Gespräch mit ihm gesucht da es immer schlimmer wurde.

    Ich muss dazu sagen ich war 4 jahre lang Pflegebedürftig und habe mich selber quasi an ihm festgehalten und es für mich damit akzeptiert. Seit ca. 2 Jahren hat sich sein Konsum aber so extrem verändert das sogar mein Sohn kein Interesse mehr daran hat uns zu besuchen. Meine Tochter stört es zwar auch und hat auch schon so oft mit ihm darüber gesprochen und ist diesbezüglich mit ihm aneinander geraten aber auf der anderen seite hängt sie extrem an ihm. Ich muss dazu sagen meine Kinder sind beide nicht von ihm.

    Ich bin so wie es im Moment echt froh das meine Kinder nicht bei uns leben und sie es beide nicht so mitbekommen. Es reicht das ich unter den Umständen leide. Ich muss vielleicht auch dazu sagen mein Vater war Alkohol krank und der erzeuger meines Sohnes auch und beide waren gewaltätig mir gegenüber und auch anderen. Bei meinem Mann ist es zum Glück noch nicht soweit aber ich weiß das sich diese Situation auch ganz schnell ändern kann und davor habe ich extreme angst. Das möchte ich nicht nochmal erleben.

    Sorry ich bin jetzt total vom Thema abgeschnitten. Ich selber habe mich in den letzten 2 Jahren komplett verändert habe über 60 kg abgenommen weshalb ich auch wieder gesund geworden bin und alles wieder alleine machen kann und nicht mehr von meinem Mann abhängig bin. Man kann sagen seit dem ich angefangen habe mich zu verändern fing es auch an das mein Mann und auch sein Leben/Alkoholkonsum sich verändert hat und extrem verschlimmert hat.

    Er trinkt heimlich versteckt seinen Schnaps trinkt bis zu 10 Bier am Tag ist ständig unterwegs und trinkt da auch noch andere sachen ich bin ja nicht doof und merke es und rieche es natürlich auch. Jeden abend trinkt er dann noch nen Tee mit Rum. Er nimmt dazu auch noch *edit* täglich als Tabletten und nebenbei auch noch als Tropfen. Sein Magen ist dadurch natürlich auch extrem angegriffen. Aber es ist ihm alles egal.

    Seit einigen Monaten ist es aber so extrem schlimmer geworden das ihm tatsächlich alles egal geworden ist er ist auf Bewährung und selbst dies ist ihm so egal geworden das er dort seit Monaten nicht mehr bei seiner Bewährungshelferin war. Sie hat es mittlerweile natürlich dem Gericht mitgeteilt und es wird darauf hinaus laufen das seine Bewährung widerrufen wird da er auch erneut straffällig geworden ist.

    Er müsste auch noch andere Geldstrafen bezahlen bzw in Raten oder Arbeitsstunden ableisten. Dies tut er natürlich auch nicht mehr weshalb in nächster Zeit ein Haftbefehl uns ins Haus flattert. Ich bin ganz ehrlich ich sehe dem mittlerweile mit freude entgegen da ich es als Rettungsankee für mich sehe um mich von ihm zu lösen denn ich habe für mich beschlossen mich dann von ihm zu trennen da ich einfach nicht mehr kann und nicht mehr will.

    Für den ein oder anderen hört sich das vielleicht fies an aber für mich sehe ich es als Rettung. Ich mache bis diesem tag sein leben mit und setze ihn immerhin nicht vor die Tür. Ich sehe es für ihn aber auch als Rettung vielleicht endlich mal nachzudenken und aszinent zu werden und zu bleiben.

    Mir geht es seit Monaten durch den stress den ich mit ihm habe gesundheitlichen auch nicht so gut ich habe ein Magengeschwür und muss diesbezüglich auch bald nochmal am Magen operiert werden. Davor habe ich angst wenn ich ins Krankenhaus gehe da wird er erneut nochmal mehr abtrifften und sich nicht mal mehr um den Haushalt kümmern oder unsere tiere vernünftig versorgen. Mich besuchen kann er auch nicht da ich ein Stück weiter weg von uns ins Krankenhaus gehe da diese Operation dort gemacht wird wo ich meine erste hatte.

    Könnt ihr meine Ängste und auch meine Hoffnung irgendwie nachvollziehen? Ich weiß echt nicht mehr weiter und möchte mir helfen lassen und mich mit anderen austauschen. Ich beantworte auch gerne eure Fragen.

    Einmal editiert, zuletzt von Elly (26. November 2025 um 09:42) aus folgendem Grund: Bitte keine Medikamente nennen. Absätze zur besseren Lesbarkeit eingefügt.

  • Für den ein oder anderen hört sich das vielleicht fies an aber für mich sehe ich es als Rettung

    Das hört sich ganz und gar nicht fies an. Was du beschreibst klingt alles andere als nach einem Mann, der dich in irgendeiner Weise weiter bringt. Warum warst du pflegebedürftig? Kann es sein, dass diese Bedürftigkeit zu eurer Beziehung dazu gehörte und jetzt wo du wieder alleine laufen kannst, passt das nicht mehr??

    60 Kilo- Hut ab!!! Hat er dich bei der Gewichtsreduktion unterstützt? Ich hab da so einen Verdacht.

  • Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, Schokominzamaus!

    Deine Themen habe ich zusammengefügt, damit es übersichtlich bleibt.

    Bitte eröffne für Dich keine neuen Threads, sondern schreibe hier unten einfach weiter.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Guten Morgen AnnaBlume,

    Ich war überwiegend aufgrund meines Übergewichtes Pflegebedürftig da ich mich selber kaum noch bewegen konnte und durch das Übergewichtes natürlich auch etliche Begleiterkrankungen hatte wie z.b Diabetes, Bluthochdruck und probleme mit der Lunge hatte. Ich konnte kaum noch laufen. Klar hat das unseren Alltag sehr beeinflusst. Dieser Zustand war aber nicht unsere ganze Beziehung über muss ich dazu sagen. Es ist bei mir durch einen Schicksalsschlag dazu gekommen. Ich selber war deswegen in Psychologischer Behandlung und bin diesbezüglich auch noch in einer Selbsthilfegruppe aktiv da ich da nicht mehr hin möchte. Ich habe durch meine Magenoperation ja auch lebenslange ärztliche Unterstützung. Ich habe vergessen zu erwähnen das ich aber durch die Situation mit meinem Mann mich erwische selber anfange wieder in alte Muster zu fallen. Aber daran arbeite ich das es nicht soweit kommt und stehe auch im offenen Austausch mit meiner Ärztin darüber.

    Ganz ehrlich ich glaube du liegst mit deiner Vermutung das es nicht mehr passt gar nicht so falsch wenn ich so darüber nachdenke merke ich immer wieder wie mein Mann versucht mich klein zu halten und mir auch viele sachen nicht zutraut und sagt das kannst du eh nicht. Am liebsten wäre es ihm das ich immer noch so wäre wie ich vor 2 jahren noch war. Aber das will ich nicht mehr ich habe nicht umsonst darum gekämpft mein Leben wieder selber in die Hand zu nehmen.

    Zu dem ob er mich unterstützt hat sagen wir es mal so anfangs ja und er ist auch das ganze programm bis zur Operation mit mir durchlaufen hat mich da tatsächlich super unterstützt und zu den Terminen begleitet auch am anfang nach der Operation war das noch so bis zu einem gewissen punkt und als es anfing das ich selber wieder mobiler wurde und mein leben wieder selber in die hand nehmen konnte fing es an das er sich tatsächlich mehr voll laufen lassen hat und ich ihm auch in gewisser Weise egal wurde. Obwohl er selber immer behauptet hat ich wäre ihm zu fett und ich muss für meine Gesundheit abnehmen. Für mich passt das alles so gar nicht zusammen. Ich habe vielleicht auch was anderes von unserer Beziehung nach der Operation erwartet als er ich weiß es nicht. Nur so ist es für mich absolut kein Leben mehr. Ich selber will wieder leben etwas erleben Freunde finden, mal weg gehen und und und. Ich fühle mich durch ihn aber darin komplette gebremst und habe auch selber kein Interesse dies mit ihm zu erleben da es mich auch stört und mir auch unangenehm ist das quasi der Alkohol sein Freund und seine Beziehung ist wenn du verstehst was ich meine. Für mich fühlt es sich so an das er mit dem Alkohol verheiratet ist und nicht mit mir. Er geht mit dem Alkohol ins Bett und steht mit dem Alkohol auf. Ich laufe irgendwie einfach nur noch nebenher und fühle mich einfach nur als Inventar der Wohnung die den Haushalt und alles am leben hält.

    Was ist denn deine Vermutung?

  • hallo Schokominzamaus,

    herzlich willkommen bei uns.

    Obwohl er selber immer behauptet hat ich wäre ihm zu fett und ich muss für meine Gesundheit abnehmen. Für mich passt das alles so gar nicht zusammen.

    Für mich passt es gut zusammen, ich habe so etwas auch erlebt. Sowie ich das Thema Alkohol ansprach, kam dr Hinweis auf meine Figut, und er würde ja aufhören zu trinken, wenn ich abnehmen würde.
    Damit traf er meinen wundesten Punkt, und ich war wieder getroffen und kreiste um diese Thema, so hatte er Zeit in Ruhe weiter zu saufen.

    Du solltest wirklich Dinge tun, die dir gut tun, denn du kannst ihm nicht helfen. Er braucht eine Krankheitseinsicht, von der scheint er ja meilenweit entfernt zu sein.
    Deine gewaltige Veränderung macht ihm natürlich Angst, er hat jetzt die "Kontrolle" über dich verloren und sieht, dass du ihn nicht mehr so brauchst, wie vorher.
    Du könntest ja jetzt auch Selbstvertrauen entwickeln, deinen Weg gehen, wie es dir gefällt. Deswegen sucht er für sich andere Wege um dich in der Abhängigkeit zu halten, er macht dich klein, und will so den Start in DEIN Leben verhindern.
    Fang an, Dinge zu tun, die dir gut tun.
    Er wird trinken trinken, ob du zuhause bist, oder außer Haus bist.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • da es mich auch stört und mir auch unangenehm ist das quasi der Alkohol sein Freund und seine Beziehung ist wenn du verstehst was ich meine. Für mich fühlt es sich so an das er mit dem Alkohol verheiratet ist und nicht mit mir. Er geht mit dem Alkohol ins Bett und steht mit dem Alkohol auf. Ich laufe irgendwie einfach nur noch nebenher und fühle mich einfach nur als Inventar der Wohnung die den Haushalt und alles am leben hält.

    Ganz genau so ist es. Alkohol steht für ihn an erster Stelle, dann kommt lange nichts und dann irgendwann kommst du vielleicht mal.

    Da er anscheinend keinerlei Krankheitseinsicht hat und auch sonst sein Leben nicht auf die Kette bekommt, brauchst du gar kein schlechtes Gewissen haben, wenn du das nicht mehr länger mitmachen willst. Egal, was er die Jahre davor auch für dich getan hat. Du hast die Verantwortung für dich übernommen, hast dein Leben verändert, dich um deine Gesundheit gekümmert. Das macht er nicht.

    Du hast sicher alles versucht, x mal mit ihm geredet usw. Aber wenn er nicht will, hast du auch keine Chance.

    Daher machst du das jetzt genau richtig, kümmer dich um dich und dein Leben. Du hast nur eins.

  • Oh ja das stimmt das war bei uns auch immer so. Aber das Adipositas auch eine Krankheit ist hat er nie gesehen bzw verstanden. Auch nicht als er mit mir bei den Ärzten oder auch in der Ernährungsberatung war. Ja ich fühle da echt mot dir. Bei mir traf er auch den wundesten punkt aber ich habe ihn ja gezeigt das wenn man will es schaffen kann sein leben zu ändern. Insgeheim hatte ich ein bisschen die Hoffnung das es ihn auch beeinflusst sein/unser leben zu ändern und zu verbessern. Aber dies war wohl eine Zerplatze Seifenblase. Ich werde weiter kämpfen und anfangen mein Leben zu leben wie ich es möchte. Wie sagt pippi so schön ich lebe mein leben wie es mir gefällt. Genau das werde ich versuchen zu tun und ihn sein leben leben lassen und darauf zu warten bis es vorbei ist und ihn sein Leben quasi genommen wird bzw er es selber nicht mehr in der Hand hat es für sich zu ändern. Hört sich zwar hart an aber anders wird er es nicht tun.

  • Warum fällt das Loslassen so schwer?

    Gestern war wieder die Hölle auf Erden für mich gewesen. Ich weiß gar nicht wie ich richtig anfangen soll 🙈. Es gab gestern Geld und mein Mann hat gesehen das es nur genau die Hälfte war. Er hat vom jobcenter aus wohl ne sperre da er seine Termine nicht wahrgenommen hat. In meinen Augen auch die logischste Konsequenz. Er sollte 2 Fische kaufen gehen weil uns 2 Fische gestorben sind und ein ungleich Gewicht im Aquarium war. Was macht er natürlich kommt mit mehr Fischen an und nem ganzen Rucksack voll Bier dazu noch total betrunken. Ich zog mich darauf erstmal wieder zurück und hatte mich hingelegt weil ich magenkrämpfe bekam da ich mich mal wieder innerlich aufgeregt habe. Ich rege mich nur noch innerlich auf da Diskussionen sinnlos sind und ich ihn nur noch einfach machen lasse. Alles schön und gut. Meine Tochter kommt heute zu Besuch und bringt auch noch ne Freundin mit was ich natürlich super schön finde und mich darüber freu natürlich auch über die Ablenkung. Ich sagte es ihm, da er eh zur Post musste um etwas abzuholen bat ich ihn Kuchen und Getränke für heute mitzubringen. Ich weiß mein fehler. Er brachte Kuchen mit aber natürlich nur Getränke für sich sprich 8 Bier, 2 Rum Cola, so rum für seinen und 2 Päckchen bonekamp und hat auf dem weg natürlich auch noch Bier und ein rum Cola gesoffen. Weder an mich noch an den Besuch gedacht. Natürlich ging ich wieder keine Diskussion ein da ich das nicht mehr kann. Zu dem allen gab es noch einen Zwischenfall den ich absolut als no go empfinde. Ich war im Keller weil ich etwas schauen musste. Er kam mit unserer Hündin runter die panische angst vorm Keller hat und da unten ganz viel weint. Ich bekam am Rande mit wie aggressiv er auf sie reagiert hatte und auch auf sie eingetreten hat. Ein absolutes no go für mich. Vorallem weil er weiß das sie panische angst da unten hat. Weshalb ich ja auch schon extra alleine runter gehe um sie der Qual nicht auszusetzen.

    Für mich ist es nur noch psychische gewalt und ich will das es aufhört. Ich kann einfach nicht mehr. Ich werde mich mal beim Gericht erkundigen ob der Zustand ausreichend ist um ihn der Wohnung zu verweisen oder ob tatsächlich erst mehr passieren muss.

  • Nein leider nicht ich habe auch noch eine Katze und 2 Kaninchen die dann dennoch ihm ausgesetzt wären und um die er sich nicht kümmern würde. Ich werde aber am Montag echt den Mut aufbringen beim Familien Gericht mich zu erkundigen ob meine Situation ausreicht ihn der Wohnung zu verweisen und was ich dafür benötige und vorallem wie lange es dauern würde. Dann werde ich diesen Schritt gehen. Denn so ist es für mich kein Leben mehr. Ich glaube ich selber würde auch nicht mehr solange Durchhalten bis seine Bewährung widerrufen ist und er per Haftbefehl geholt wird. Vorher gehe ich glaube ich daran komplett zu Grunde.

  • Erst einmal Entschuldigung das ich solange weg war. Ich habe zur Zeit selber stark mit mir zu kämpfen auch gesundheitlich.

    Was die Sucht meines Mannes angeht wird es tatsächlich immer schlimmer mittlerweile sind wir bei 8 bis 10 Bier, 2 Whisky Cola Dosen und 4 Bonekamp. Für mich unerträglich ihn auch so zu sehen. Gröstenteils versuche ich es zu ignorieren und ihn einfach sein Leben lassen, ich denke mir dann er ist alt genug und muss wissen was er tut. Aber ganz oft stelle ich mir auch die Frage bin ich noch eine gute Ehefrau weil ich ihn mit seiner Sucht im Stich lasse? Aber mein kopf weiß eigentlich auch das es so nicht ist weil er sich ja nicht helfen lassen möchte. Am Freitag bin ich ausgerastet und konnte all meinen Frust und Streß einfach nicht mehr schlucken und habe ihm so einiges an den kopf geknallt und bin auch aus dem Schlafzimmer ausgezogen um ihn einen klaren Schnitt zu zeigen. Ich warte auch immer noch vergeblich darauf das er endlich von der Polizei abgeholt wird um vor erst seine 39 Tage Geldstrafe abzusitzen. Es wird seit Dezember raus gezögert. Vor 8 Wochen erhielt er einen Brief er müsse bis dann und dann in die JVA freiwillig sonst wird ein Haftbefehl erlassen. Vor 2 Wochen erhielt er dann von unserer Polizeidienststelle einen Brief er hätte bis Donnerstag Zeit zu zahlen und in der Dienststelle den Belg vorzulegen ansonsten werden sie ihn suchen bzw holen. Seit Freitag warte ich sehnsüchtig darauf das dies auch endlich mal passiert und nein bis dato passiert wieder nichts. Ganz ehrlich da verliert man den Glauben an die Justiz und denkt sich auch das Straftäter ja jeden Freibrief haben und es nur leere Drohungen sind. Für ihn wäre es vielleicht tatsächlich die Chance von dem Scheiß los zu kommen. Es ist bei ihm ja auch nicht mal mit den 39 Tagen getan. Er hat ja gegen seine Bewährungsauflagen auch mehrfach verstoßen. Zum einen war er seit September nicht mehr bei seiner Bewährungshelferin, ist mindestens 3 mal erneut straffällig geworden. Da passiert aber auch nichts wo ich mir tatsächlich denke wenn man so mit jedem Straftäter umgeht ist es kein Wunder das immer mehr Straftaten passieren.

    Ich kann mittlerweile echt nicht mehr das ich mir nun selber Psychologische Hilfe hole. Habe am Mittwoch meinen ersten Termin.

    Denn auch ich habe ein Sucht Problem und bin "trocken" falle aber langsam in alte Muster zurück und möchte das ganz schnell beenden da ich da wo ich war nie wieder hin möchte. Ich habe eine Fress Sucht. Ich fresse bei Streß und höre nicht mehr auf. Das geht in dem Ausmaß wie früher zum glück nicht mehr da ich eine Magenverkleinerung bekommen habe. Aber ich merke ich kann mehr Fressen und falle in alte Muster auch bezüglich süßen sachen zurück so wie nächtlichem Fressens. Ich möchte das nicht mehr zulassen weshalb ich mir auch Hilfe suche.

    Aber bin ich eine schlechte Ehefrau weil ich ihm nicht mehr unterstütze besonders finanziell nicht mehr? :/ Und bin ich eine schlechte Ehefrau weil ich tatsächlich nur darauf warte das er von der Polizei gesucht und abgeholt wird? Ich weiß es nicht mehr. Ich bin echt am ende langsam. Ich will aus diesem Alptraum einfach aufwachen.

  • willkommen zurück Schokominzamaus,

    bitte eröffne kein neues Thema, da es sonst so unübersichtlich wird.
    Habe deinen letzten Beitrag an dein altes Thema angehängt.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Schokominzamaus,

    NEIN, du bist keine schlechte Ehefrau, du bist kein schlechter Mensch!

    Du hast im Grunde genommen das Recht, diese Beziehung zu beenden. Weil es dich kaputt macht. Und weil dein Mann nichts ändern will. Du reibst dich auf und bist ein Nervenbündel, machst und tust und er sitzt da und dröhnt sich zu. Da ist die Frage, wer kippt zuerst um?

    Ich will aus diesem Alptraum einfach aufwachen.

    Das kann ich verstehen. Gut, dass du dir psychologische Hilfe gesucht hast. Und dich hier wieder meldest. Das ist ein Anfang. Aber es wird dir nichts weiter übrigbleiben als dir weitere Schritte da raus zu überlegen. Denn nur so kannst du aus diesem Alptraum aufwachen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Hallo Schokominzamaus.

    DU bist definitiv keine Schlechte. Und mir fiel auf, bei deiner Aufzählung von den Alkoholika, dass du von wir schreibst.

    Trinkst du mit, dass er nicht alles alleine trinken muss ?

    Gut dass du dir Unterstützung holst. Ich wünsche dir Kraft, dich für dich und deine Belange einzusetzen.

    Liebe Grüße Simsalabim

  • Hallo Schokominzamaus,

    Bitte achte doch etwas darauf, wieviel du von ihm schreibst, und ob es ( s )eine Wiedererkennung begünstigt.
    Das würde er doch sicher nicht wollen.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Schokominzamaus.

    DU bist definitiv keine Schlechte. Und mir fiel auf, bei deiner Aufzählung von den Alkoholika, dass du von wir schreibst.

    Trinkst du mit, dass er nicht alles alleine trinken muss ?

    Gut dass du dir Unterstützung holst. Ich wünsche dir Kraft, dich für dich und deine Belange einzusetzen.

    Liebe Grüße Simsalabim

    Nein ich trinke gar keinen Alkohol. Ich habe aber halt diese Fresssucht weshalb es vielleicht etwas blöd von mir ausgedrückt war sorry.

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