Marli - Letzter Versuch

  • Oh Mann, mein herzliches Beileid, das war und ist bestimmt sehr sehr hart für dich, deine Mutter so zu verlieren.

    Es klingt aber trotzdem toll, was du für eine Unterstützung hast, das ist wirklich sehr viel wert.

    Leider hab ich keinen Tipp für dich, wie du das besser schaffen kannst, dich nicht so aus der Bahn werfen zu lassen. Wahrscheinlich hilft nur, den Kontakt auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Aber das ist natürlich auch schwierig, wenn noch so kleine Kinder involviert sind.

    Ich wünsche dir viel Kraft!!

  • Mein Beileid zu Deinem Verlust, Marli!

    Bei mir war es so, dass ich einfach nur geschockt war, dass es bei meiner Mutter damals auch relativ schnell ging und ich damit gar nicht gerechnet hatte.

    Jeder trauert auf seine eigene Weise. Und Du hattest/hast ja wirklich viel "um die Ohren". Du kommst kaum richtig zur Ruhe. Ich kann das verstehen.

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich habe ein unglaublich schlechtes Gewissen deswegen. Ich denke viel zu wenig an sie.

    Trauer ist sehr individuell. Niemand muss für seine Gefühle oder deren Abwesenheit ein schlechtes Gewissen haben. Es sind deine Gefühle und die kommen nicht auf Knopfdruck. Vielleicht kommt noch was vielleicht auch nicht- beides ist ok und sagt nichts darüber aus, ob du ein guter Mensch bist.

  • Hallo Da hast Du viel um die Ohren. Zum Glück gibt es ja unterschiedliche Stellen, an die man sich wenden kann, insbesondere mit kleinen Kindern. Ich spreche aus Erfahrung aus dem professionellen Umfeld. Es gibt zum Beispiel ambulante Erziehungshilfe. Das kann eine Hilfe sein, an weitere Hilfen zu kommen und das Unterstützungsnetzwerk zu erweitern. Vielleicht wäre ja auch eine Mutter- Kind Kur eine gute Möglichkeit dem Ganzen mal zu entfliehen, Abstand zu bekommen. Das sind die Tips, die ich empfehlen kann.

  • Hallo ihr alle!
    Ich war vor einiger Zeit schon mal hier, und mit eurer Hilfe habe ich es geschafft, mich von meinem alkoholabhängigen Mann zu trennen. Vor zwei Jahren dachte ich, dass schlimmste sei überstanden, der Schritt der Trennung. Ich würde zwar nicht sagen, dass es mir jetzt schlechter geht, aber aktuell bin ich einfach furchtbar müde, ich merke, dass ich ziemlich am Limit bin. Ich erzähle einfach mal was aktuell in meinem Leben los ist, bzw. wie es die letzten Monate lief. Genauer gesagt berichte ich mal von verschieden Situationen, die aber nur die Spitze des Eisbergs sind. Die vielen unterschwelligen Beleidigungen, die kleinen Lügen lasse ich mal beiseite…


    Mein Exmann (zwar noch verheiratet, aber nur noch auf dem Papier) ist ja vor ca 2 Jahren ausgezogen. Die ersten Monate lief es echt ok, er hat seine Sucht bereut, sich entschuldigt, gebettelt, mir Honig ums Maul geschmiert. Nach ca 2 Monaten sagte ich ihm, dass aus der räumlichen Trennung eine endgültige Trennung wird, und ab dem Zeitpunkt ging es bergab. Ein ständiges hin und her zwischen Freundlichkeit und terror, was ich auf den jeweiligen Alkoholspiegel schiebe. Er hingegen behauptet steif und fest, er sei trocken.
    Jeden Monat die selbe Frage: wann kommt der Unterhalt, wann findet der Umgang statt? Keine klaren Regelungen, aber irgendwie alles noch aushaltbar.

    Bereits kurz nach seinem Auszug flatterten hier regelmäßig Strafzettel rein, irgendwann dann eine Meldung über ein Fahrverbot. Ab da an sollte ich auch seine Post nicht mehr öffnen, vorher sollte ich das tun und ihm weiterleiten.
    Natürlich war das Fahrverbot „nur ein Versehen! Die Behörde hat einen Fehler gemacht, Das Fahrverbot besteht gar nicht!“ Habe ich achselzuckend so hingenommen, wäre schließlich nicht mein Problem gewesen, wenn er erwischt wird. Bis zu dem Tag, an dem er meinen Sohn und dessen Freund rumkutschiert hat. Ich rief ihn an, und sagte ihm, dass das gar nicht geht, darauf kam wieder die Aussage, dass er ja einen Führerschein hat und es kein Fahrverbot gibt. Verfahrensfehler….

    Wieder trudelten die knöllchen ein, ich gab sie ihm brav verschlossen weiter. Bis zu dem Tag, an dem ein gelber Brief vom Amtsgericht kam. Ja, auch wenn ich es nicht durfte, hab ich ihn geöffnet. Meldung vom Amtsgericht: Staatsanwalt beantragt vorläufigen Entzug der Fahrerlaubnis wegen Trunkenheit am Steuer.
    Ich verschloss den Brief wieder , gab ihn ihm und wartete erstmal ab. Ein paar Monate später: der nächste gelbe Brief, erneut vom Amtsgericht. Und wieder öffnete ich ihn. Fahrerlaubnis vorläufig entzogen wegen Trunkenheitsfahrt mit über 2 Promille. Und zwar ab sofort. An dem Wochenende, an dem der Brief kam, war ich mit den Kindern unterwegs, am Sonntag hab ich ihn gelesen, am Montag hab ich die Kinder morgens zu ihm gebracht, weil Ferien waren und ich arbeiten musste. Dabei übergab ich ihm auch den wieder verschlossenen Brief. Am Dienstag wollte er mit den Kindern ein paar Tage wegfahren und ich wollte ihm die Chance geben, den Urlaub abzusagen. Statt dessen fuhr er noch am Montag, also an dem Tag, als ich ihm den Brief gegeben habe, mit den Kindern durch die Gegend. Ich war so sauer. Abends rief ich die Polizei an, schilderte die Situation, gab an, dass ich vermute, er habe keinen FS (hätte den Brief ja nicht aufmachen und den Inhalt wissen dürfen wegen Briefgeheimnis) und verabredete mich am Dienstag morgen mit den Beamten vor der Wohnung meines exmannes. Wir gingen hoch und die Beamten sagten ihm in meinem Beisein, dass er keinen FS mehr hat und nicht fahren darf. Nebenher erfuhr ich, dass auch das Fahrverbot stattgefunden hat. War mir klar, konnte es ihm aber nicht beweisen.
    Er war natürlich stinksauer, dass ich ihm, seinen Worten nach, die Bullen auf den Hals gehetzt habe, sagte den Kindern, dass Mama schuld sei, dass sie jetzt nicht in den Urlaub fahren dürfen, dass Mama will, dass er ins Gefängnis kommt. Keinerlei schuldeinsicht. Statt dessen tischte er mir die Geschichte auf, dass nicht er an dem besagten Tag im Auto gesessen hat, sondern jemand anderes. Den ich sogar kenne, den Namen wollte er mir natürlich nicht sagen. Er wurde nur als er identifiziert , weil sein FS in seinem Auto lag. (Hat natürlich keiner bemerkt, dass einem ganz anderen Menschen Blut abgenommen wurde etc) Ich glaubte ihm kein Wort, obwohl er mit einer solchen Überzeugung sprach, dass man es hätte glauben können. Ich verbot ihm, auch nur einen Meter mit den Kindern zu fahren, und, sollte ich mitbekommen, dass er es dennoch tut, sofort die Polizei rufen werde.
    Das lief jetzt eine Weile so.

    Wir hatten parallel dazu vereinbart, dass wir, bevor wir die Scheidung einreichen, zunächst alles, was wir an Vermögen haben, insbesondere Immobilien, aufteilen. Ich war mittlerweile an dem Punkt, dass ich auf sehr viel Geld verzichtet hätte, nur um meine Ruhe zu haben. Dann war ich bei einem Anwalt, der mir dringend davon abriet. Er meinte, dass er es versteht, wenn man nicht alles auf den letzten Pfennig berechnet, weil man keine Kraft für einen Kampf hat, aber bei einer solchen Summe wäre das schon fahrlässig. Ich dachte einige Tage darüber nach und kam zu dem Schluss, dass ich diesem Menschen, der betrunken mit meinen Kindern fährt, der mich beschuldigt, fremdgegangen zu sein (er hat einen Vaterschaftstest gemacht), nichts schenken werde. Seit der Trennung zeigt er mir ganz deutlich, dass er sich überlegen fühlt, versucht mich für dumm zu verkaufen. Ich habe häufig nachgegeben, hatte Angst vor streitereien, wollte meine Ruhe. Darauf habe ich keine Lust mehr.
    Ich teilte also meinem exmann mit, dass ich alles einmal von einem Anwalt berechnen lassen will. Seitdem ist die Stimmung, um es nett auszudrücken, höchst feindselig. Er versucht mich zu erpressen, sagt, dass man sowieso mal schauen muss, weil er dann das Wechselmodell einklagen will. Er weiß, das einzige, womit er mich erpressen kann, sind meine Kinder. Mein wunder Punkt.

    Letzte Woche stand die Polizei bei mir vor der Tür, war auf der Suche nach meinem exmann. Ich sagte ihnen, dass er hier nicht mehr wohnt.
    Am nächsten Tag schrieb ich meinem exmann eine Nachricht, was die Polizei hier wollte. Daraufhin meinte er, sie wollten ihm den FS wiedergeben.
    (Schon echt nett von der Polizei, oder? Dass die extra mit 2 Mann plus Praktikant hier auftauchen, um einen Führerschein wieder zu bringen… *ironie off*)

    Ein paar Tage später wollte ich die Kinder zu ihm fahren, Umgangstag. Die Kids waren bereits morgens recht unmotiviert. Alles dauerte unheimlich lang, ich wollte aber auch keinen Druck machen. Wir kamen mit Verspätung hier los, etwa 10 Minuten. 5 Minuten nach der verabredeten Zeit, wir saßen schon im Auto, rief er an. Ich sagte ihm, es tue mir leid, wir seien verspätet aber jetzt unterwegs. Er legte auf. Zwei Minuten später rief er wieder an, meinte, er sei jetzt am Bahnhof, ich solle wieder zurückfahren (der Bahnhof ist ca 20 Minuten zu Fuß entfernt, keine Ahnung, wie er da so schnell hingekommen ist…)

    Also drehte ich um und fuhr wieder nach Hause. Was folgte waren zunächst ätzende Nachrichten. Er sei meine beabsichtigten Verspätungen satt. Er merkt ganz genau, dass ich das tue, um die Kinder von ihm fern zu halten. Er zweifelt meine Fähigkeiten als Erziehungsberechtigte an, wird das alles ans Jugendamt leiten.
    Ich war völlig perplex, wir reden hier von 10 Minuten Verspätung!!!
    Er rief dann an, sagte nochmal, dass es unmöglich ist, dass ich mich ständig verspäte, fragte mich ob ich Drogen nehme. Davon gehe er nämlich aus, und erklärt sich so meine Unpünktlichkeit. Wieder ein Verweis auf das Jugendamt. Daraufhin meinte ich zu ihm, dass er doch froh sein soll, dass ich die Kinder überhaupt zu ihm bringe. Es hagelten wieder vorwürfe. Er dürfte ja eigentlich fahren, nur nicht mit den Kindern, weil ich es ihm ja verboten habe. Ich machte ihn darauf aufmerksam, dass er mir nur seinen FS zeigen muss und ein Schreiben vom Amtsgericht, dass er den FS wiederhat und die Anklage fallen gelassen wurde. Macht er natürlich nicht, ist er ja schließlich nicht dazu verpflichtet (oh Wunder)

    Wieder warf er mir vor, ich blockiere seine Umgänge mit den Kindern, manipuliere sie, damit sie nicht zu ihm wollen. Daraufhin sagte ich ihm, dass ich die Kinder morgens dazu überredet habe zu ihm zu gehen, ihnen gut zugeredet habe, also keineswegs vorhabe, den Umgang zu blockieren. Seine Reaktion: das sei ja auch klar, dass ich ihnen gut zureden muss. Schließlich erzähle ich Lügen über ihn (das er trinkt) und weil ich die Kinder noch bei mir im Bett schlafen lasse, binde ich sie ja auch an mich. Das sei auch langsam seltsam, er findet das langsam nicht mehr gut, mal davon abgesehen, dass er ja auch nicht wüsste, was ich in der Nacht mit den Kinder im Bett praktiziere. Da würde sich das Jugendamt sicher auch für interessieren.

    In dem Moment bin ich ganz ruhig geworden, obwohl es innerlich in mir gekocht hat, wie ihr euch sicher vorstellen könnt…

    Ein paar Minuten nach dem Gespräch kam eine Nachricht von ihm, dass er jetzt wieder auf dem Rückweg sei (von wo auch immer) er um soundsoviel da wäre und erwartet, mit den Kindern Umgang zu haben. Die Kids hatten zu diesem Zeitpunkt aber dann so gar keinen Bock mehr, was mein Sohn ihm auch sagte. Was darauf folgte war ein Telefongespräch zwischen ihm und meinem Sohn, in dem mein exmann ihn unter Druck setzte und meinte, es sei ihm egal, wenn er nicht will, er kommt und dann machen sie was. Mein Sohn fing an zu weinen, wollte partout nicht mit, meine Tochter weinte auch. Ich klinkte mich in das Gespräch ein und sagte meinem exmann, dass, wenn die Kinder nicht wollen, ich sie nicht zwingen werde. War ihm egal, er beharrte auf seinem umgangsrecht, meinte, er kann auch mit der Polizei kommen (hätte ich gut gefunden), mein Sohn war fix und fertig danach. Nach dem Gespräch meinte mein Sohn, dass sei das erste Mal, dass er vor seinem Papa Angst gehabt hat. Wovor genau hab ich gefragt. Dass Papa dir ins Gesicht haut. Und du Ärger von der Polizei bekommst.
    Letztendlich hat er die Kinder dann doch nicht abgeholt, also alles heiße Luft, aber die Situation war absolut ekelhaft.
    Ich habe ihm jetzt mitgeteilt, dass ich nicht mehr bereit bin, persönlich mit ihm zu sprechen, sondern alles schriftlich ansprechen werde und in den nächsten Tagen habe ich ein Beratungsgespräch beim Jugendamt.

    Achso, er fährt natürlich immer noch mit dem Auto. Gestern hat er die Kinder hier abgeholt und ist von hier mit der Straßenbahn los. Sein Auto hat er eine Straße weiter geparkt, konnte nicht widerstehen, danach zu suchen. Natürlich mit den obligatorischen Jack Daniels Cola Dosen im Getränkehalter. War kurz davor, die Polizei anzurufen und denen einen Tipp zu geben. Aber letztendlich nicht meine Sache, solange er die Kids nicht fährt…


    Puhhh, meine Finger glühen…

    Worauf ich eigentlich hinaus will:

    Ich bin schockiert! Dieser Mensch lügt mich an, mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit . Er denkt sich Geschichten aus, die so absurd sind, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sich jemand so etwas ausdenken kann. Er beleidigt mich, macht mir vorwürfe, die dermaßen unter der Gürtellinie sind. Das trifft mich. Nicht, weil ich für diesen Menschen noch irgendwelche Gefühle habe, sondern einfach, weil er mein Mann ist. Den ich geheiratet habe, mit dem ich Kinder bekommen habe. Dem ich, solange keine „kindeswohlgefährdung“ besteht, meine Kinder mitgeben muss. Ich werde wahnsinnig, ich komme nicht zur Ruhe, meine Gedanken kreisen ständig um die Frage, was als Nächstes kommt. Ich merke, dass mir die Kräfte ausgehen und weiß dabei ganz genau, dass es jetzt erst richtig los geht. Der Mann dreht völlig am Rad, ist für mich völlig unberechenbar geworden. Ich habe den Eindruck, dass er selber glaubt, was er da erzählt, weil er so tief in seiner Sucht steckt, wie in einer parallelwelt. Das macht mir unheimliche Angst.
    Ich bin langsam am Limit. Ich habe viel Unterstützung von meiner Familie, aber ich fühle mich unendlich allein…

    Ich habe gerade das Gefühl, es wird alles Zuviel. Arbeit, Kinder, Haus, der ganze Mist… die kleinsten Aufgaben fallen mir schwer, abends sitze ich hier und bin nur noch am Ende. Ich bin am routieren, meine Lebensfreude ist auf dem Nullpunkt, selbst die Kinder werden mir manchmal zu viel. Ich werde schnell ungeduldig, werde laut. Das tut mir so leid!

    So, dass musste jetzt alles mal raus…

  • Mir fehlt die Kraft, Ausflüge mit den Kindern zu machen. Nach der Arbeit bin ich einfach nur erschöpft, während mein exmann mit den beiden in ein Museum und auf den Spielplatz geht. Wahrscheinlich mit einer Fahne, aber das bekommen die beiden (noch) nicht mit. Manchmal würde ich die Kinder gerne schütteln und ihnen sagen, was für ein Mensch ihr Vater ist. Würde ihnen sagen, dass er auch sie permanent belügt. Aber die beiden lieben ihn trotz allem, er ist ihr Papa. Und irgendwie macht mich das wütend…

  • Hi,

    was mir aufgefallen ist, Dein Ex ist ja absolut polizeibekannt.

    Ohne dass ich jetzt viel Ahnung davon häte, ich habe keine Kinder, aber könnte das beim Aufenthaltsbestimmungsrecht nicht gegen ihn verwendet werden?

    Und was wäre mit Kontaktverbot zu Dir?

    Was ist mit "sie lieben ihn" und "ich muss sie überreden, zu ihm zu gehen"?

    Dass Scheidungen das Schlechteste im Menschen zu Vorschein bringen, habe ich bei meinen Eltern erlebt.

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Mein Gedanke dazu, ist das Jugendamt darüber informiert, zwecks Beistandschaft? Das war das erste was ich beantragte, als wir uns damals getrennt hatten, mein erster Mann, der Vater meiner Kinder, ist zwei mal gegenüber mir handgreiflich geworden, dass alleine reichte dem Jugendamt und auch dem Familiengericht, mir das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht und ganz am Anfang ihm nur einen begleiteten Kontakt zu gewähren.

    Da das Kindeswohl mit den Aktionen Deines Mannes gefährdet ist würde ich das schleunigst in Angriff nehmen, bevor etwas passiert.

  • Lebenskuenstler kontaktverbot stelle ich mir schwierig vor, mit zwei relativ kleinen Kindern. Dass wir alles weitere nur noch schriftlich absprechen, passt erstmal so für mich.
    Nächste Woche habe ich einen Termin beim Jugendamt, denen hab ich direkt am Sonntag nach der Aktion geschrieben. Werde da alles ansprechen, die Trinkerei, die Vorwürfe.

    Aktuell sieht es so aus: da er ja meinte, er hätte einen Führerschein (ihr erinnert euch, die Beamten wollten ihn ihm ja letzte Woche wiedergeben, haha…) war ich heute kurzerhand mal bei der Polizei und habe nachgefragt. Ich hatte ein Gespräch mit einer sehr netten Beamtin, die meine Situation verdatenden hat. Muss hier jetzt nicht alles ausführen, aber Tatsache ist, dass er keine Fahrerlaubnis hat. Mit ziemlicher Sicherheit fährt er aber trotzdem.
    All dies werde ich beim Jugendamt erzählen -Leonia-

    Es ist ätzend. Ich hasse das und bin von mir selbst erschrocken. Eigentlich ist das letzte, was ich will, ihn anzuschwärzen. Himmel nochmal, er ist immernoch mein Mann und der Vater meiner Kinder. Versuche hier ständig, mein schlechtes Gewissen wegzuschieben. Aber langsam reicht es mir.

    Hatte ja auch schon mal angesprochen, dass die Unterhaltszahlungen auch nicht so richtig klappen. Er meinte am Mittwoch zu mir, am 5. ist das Geld auf dem Konto. Bin gespannt, bisher nichts in Sicht. Das nervt mich ohne Ende. Dass ich ihm da hinterherrennen muss. Himmel, Weihnachten steht vor der Tür.

  • Es geht nicht dabei um anschwärzen.

    Du bist die Mutter und wenn er wegen seiner Krankheit nicht fähig ist Verantwortung zu übernehmen, dann musst Du das Jugendamt ins Boot holen. Es geht um den Unterhält der Deinen Kindern zu steht und es geht darum sie zu schützen vor der Krankheit ihres Vaters. Wenn er alleine einen Unfall verursacht ohne Fahrerlaubnis, bitte, soll er das doch tun, es reicht wenn er dabei vielleicht noch andere Verkehrsteilnehmer mit rein zieht, aber Deine Kinder!

    Das stand für mich damals nie zur Debatte, es ging nicht um mich, nicht um unsere Beziehung, es ging darum die Kinder zu schützen und abzusichern, nicht mehr und nicht weniger.

    Erst mit 12 wurden die beiden gefragt, ob sie ihren Vater auch ohne Begleitung sehen wollen, nicht von mir, vom Jugendamt und das war auch gut so.

    Glaubst Du ernsthaft deine Kinder haben ein tolles Erlebnis, wenn sie mit dem besoffenen Vater durch die Gegend fahren, ihr Euch deswegen streitet?

    Sowas hinterlässt Spuren, glaub mir das, ich bin ja selbst EKA und habe nicht umsonst das Muster immer wiederholt, auch meine Kinder haben Spuren ihrer Kindheit mit denen sie kämpfen und ja da mach ich mir heute noch Vorwürfe, dass ich sie nicht besser beschützt habe.

  • -Leonia- diesen Fehler habe ich lange gemacht. Ich hab ihn mit den Kindern fahren lassen, in dem Wissen, dass er trinkt. Mein Sohn erzählte mir dann, dass sie „rumgefahren sind, und dann bei der Tankstelle oder im Supermarkt Getränke gekauft haben“. Mir wird schlecht, wenn ich daran denke, dass ich das so lange zugelassen habe.
    Ja, ich werde es beim Jugendamt melden. Dass er das getan hat und es erst jetzt sein lässt, seitdem er weiß, dass ich sofort die Polizei rufe, sollte er es nochmal wagen.
    Tatsächlich sagen mir die Kinder, dass sie Spaß bei ihrem Vater haben. Sie sind gerne dort, auch wenn sie im Vorhinein manchmal sagen, dass sie keine Lust haben. Die Sache ist einfach die, dass mein Sohn in dem Alter ist, dass er sich lieber mit seinen Freunden trifft. Die kleine geht in der Regel nur zu ihm, wenn ihr großer Bruder auch hingeht. Die Umgänge haben aktuell eher Ausflugscharakter. Einmal in der Woche von 15.00-18.00, sonntags von 11 Uhr bis 18.00 (meistens bringt er sie schon früher zurück)

    Übernachten wollen sie dort seit Monaten nicht mehr, was mir auch sehr recht ist. Ich frage sie regelmäßig, aber da bleiben sie bei ihrer Meinung.

    Es ist absolut Wahnsinn. Er erzählt mir und den Kindern, dass er sie liebt. Und hat jahrelang ihr Leben riskiert. Weil seine sauferei ihm wichtiger war. Und er wagt es immernoch, mir zu erzählen, dass er trocken ist. Ich könnte kotzen!

  • Meine Kinder sind mittlerweile erwachsen, auch bei uns war es so, dass sie sagten sie hätten Spaß beim Papa. Meine Tochter ist die Ältere und auch mein Sohn ist nur mit, wenn sie auch hin ist, dass hat sich bis heute nicht geändert!

    Wir haben vor über 10 Jahren mal darüber gesprochen, meine Tochter erzählte mir von einem Vorfall als sie drei Jahre war, damals lebten wir noch alle zusammen, mein Sohn war gerade ein paar Wochen alt und sie wusste noch, dass die Stühle durchs Zimmer geflogen sind (wir hatten die Treppe zum oberen Stockwerk im Wohnzimmer).

    Ich war schockiert, weil ich glaubte, sie haben nie wirklich was mit bekommen als kleine Kinder. Dem war nicht so!

    Und sie sagten mir beide, sie wollten mich nicht beunruhigen, denn ganz oft hatten sie keinen Spaß (also als der Umgang geöffnet wurde),sie mussten in ihren Zimmern bleiben, oder wurden bei Tante oder Oma geparkt, damit er weg gehen könnte. Und sie wollten auch den Papa nicht enttäuschen, sie hatten Angst, dass er sie nicht mehr liebt wenn sie was sagen und er dann wieder nur begrenzten Umgang kriegt.

    Ich hab lange gebraucht damit klar zu kommen, was wir unseren Kindern angetan haben, er mit seiner Sucht inkl. Aggressivität und ich, dass ich nicht früher gegangen bin (ich hatte ihn schon einmal verlassen, als meine Tochter 17 Monate war), aber dann gäbe es meinen tollen Sohn vielleicht nicht.

    Der Kontakt mit unseren Kindern besteht noch, aber sie haben mittlerweile erkannt, dass er sich nie ändern wird.

    Er hat mittlerweile noch einen Sohn mit seiner neuen Partnerin, aber wie gesagt, geändert hat er sich nicht, es ist alles so wie es war🤷

  • Eben hat mein exmann die Kinder abgeholt. Er war 30 Minuten zu spät, hatte mir aber Bescheid gesagt. Naja, wie sagt er: war höhere Gewalt, der Zug hatte Verspätung und dann hat er den Bus verpasst. Mir ist das relativ egal, stört mich nicht, aber am liebsten hätte ich ihm gesagt, dass er doch das nächste Mal einfach einen Zug früher nehmen soll. Dann passiert das auch nicht….
    Die kleine hat bei ihm zu Hause noch ein paar Spielsachen, die sie von mir zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Sie möchte sie gerne wieder hier haben. Er fragte mich dann, in einem ganz ekelhaften Ton, ob ich die Kinder nachher abholen kann, damit die kleine die Sachen wieder mit nach Hause bringen kann. Ich sagte „nein, aber ich kann dir gerne eine Tüte mitgeben, da kannst du die Sachen ja reintun“

    Nein, das möchte er nicht. Hat dann auch gleich zu meiner Tochter gesagt, dass sie dann ihre Sachen leider nicht mit nach Hause nehmen kann und sie dann mit umziehen (er zieht in ein paar Tagen wieder in die gemeinsame Eigentumswohnung). Mal ehrlich, es handelt sich hier nicht um ein Puppenhaus, das man nicht mit der Straßenbahn transportieren kann, sondern um ein Kuscheltier und zwei kleine Spielzeuge. Passt locker in einen Rucksack rein. Machtspielchen ohne Ende. Und dann meiner Tochter sagen, nur weil ich sie nicht abhole, müssen ihre Sachen bei ihm bleiben… Beim rausgehen meinte er noch „ekelhaft“. Nein, sein Verhalten ist ekelhaft.

    Es ist der absolute Wahnsinn. Was für Spielchen treibt er? Wirft mir vor, Drogen zu nehmen, die Kinder in der Nacht anzufassen und erwartet jetzt ernsthaft von mir, dass ich ihm entgegenkomme?

    Letzten Donnerstag war ich tatsächlich nochmal bei der Polizei. Er wirft mir ja vor, dass er nur deswegen nicht mit den Kindern fahren kann, weil ich es ihm verboten habe. Auslöser war, dass ich, als er die Kinder am mittwoch abgeholt hat, sein Auto eine Nebenstraße weiter entdeckt habe. Definitiv seins, und im getränkehalter die obligatorische alkdose. Habe auf der Wache mit einer sehr netten Beamtin gesprochen, die meine Bedenken total verstehen konnte und mir gesagt hat, dass er zu 99% keinen Führerschein hat. Sie hat mir noch die vorgangsnummer gegeben und mir gesagt, dass ich bei einer anderen Wache anrufen soll, die bearbeiten den Fall. Hab ich auch gemacht. Ergebnis: er hat keine Fahrerlaubnis, die Beamten standen vorletzte Woche vor der Tür, um den Führerschein zu beschlagnahmen. Von wegen, die waren da, um ihn zurückzugeben.
    Der Mann lügt wie gedruckt, hat nur noch Mist an dem backen und steht hier dennoch mit einer Überheblichkeit vor mir, als wäre er der König von Deutschland. Eigentlich ist es nicht meine Aufgabe, aber manchmal würde ich ihn gerne einfach anzeigen. Der Mann fährt betrunken ohne Führerschein durch die Gegend.
    Habe bei der Polizei gesagt, dass es sein kann, dass er auch weiterhin fährt. Kann es nicht beweisen, weil ich ihn nicht im Auto gesehen habe, aber ich hätte sein Auto in der Nebenstraße gesehen und ebenso, dass sich das Auto bewegt. Mal schauen, vielleicht reicht das schon, dass sie ihn auf dem Schirm haben…

    Nächsten Mittwoch habe ich den Termin beim Jugendamt, werde all das zur Sprache bringen, ebenso, dass es mit den Unterhaltszahlungen nicht wirklich klappt (waren 20,- zu wenig diesen Monat. Geht mir an sich nicht um die summe, sondern darum, dass ich weiß, dass es reine Provokation ist)

    Ich bin mittlerweile so sauer, dass ich da wirklich hemmungslos geworden bin. Die Zeit, ihn in Schutz zu nehmen ist vorbei. Ich muss anfangen, aufzuhören, ihn wie meinen Mann zu behandeln, sondern wie einen fremden. Keinem Menschen würde ich diese Unverschämtheiten durchgehen lassen.

  • Ich finde es absolut richtig, dass du zu Polizei und Jugendamt gehst.
    Es ist absolut unverantwortlich und gefährlich, was er da macht.
    DaS hat nichts mit anschwärzen zu tun und du brauchst deswegen gar kein schlechtes Gewissen haben!
    Stell dir vor, es passiert tatsächlich etwas schlimmes und du hättest nichts gesagt. Dann hättest du zurecht ein schlechtes Gewissen haben können. So hast du die richtigen Stellen informiert, mehr kannst du nicht tun.

  • Panama

    Wie gesagt, ich versuche mich gerade von dem Gedanken abzugrenzen, dass es um meinen Mann, den Vater meiner Kinder geht und versuche, ihn als irgendeinen fremden zu sehen. Ist bei mir wirklich ein lernprozess, bisher habe ich ihn wahrscheinlich unterbewusst noch in Schutz genommen, wollte ihm nicht schaden. Vielleicht habe ich sogar ein schlechtes Gewissen, unterbewusst. Kennt ihr diese Gedanken? Dass man sich irgendwie schlecht fühlt, weil man denkt, dass er nur deswegen so abgestürzt ist, weil man sich getrennt hat? Ich weiß, dass das blödsinn ist. Rational betrachtet zumindest. Er hat das selbst zu verantworten. Und dennoch sitzt dieser kleine doofe Gedanke in einer kleinen Ecke meines Gehirns…

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!