foxi58 - Betroffenes Elternteil, auf der Suche nach dem Umgang mit dem Trinken ihres (mittlerweile erwachsenen) Kindes

  • ...ich vergleiche das nicht, es kommen mir halt immer wieder Situationen spontan vor Augen die gewesen sind.....ich hoffe es wird irgendwann weniger ......

  • Hallo foxi,

    ich kenne sowas leider auch. Traumatische Erlebnisse, die plötzlich in mir aufploppen. Bzw hatte ich so Zeiten, da ist das so passiert, da war das so.

    Es ist im Laufe der Zeit immer weniger geworden bis es dann irgendwann ganz aufgehört hat. Es wird besser werden 👍.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Foxi,

    das sind doch trotz allem gute Nachrichten.

    Ihr habt Eurem Sohn die Verantwortung für sein Leben zurückgegeben und er hat sie angenommen. Er ist nicht obdachlos.

    Das ist eine gute Basis für seine weitere Entwicklung - aber die liegt nicht in Eurer Hand, wie Du ja inzwischen selbst spürst.

    Ich wünsche Dir und Deinem Mann, dass Ihr Euch immer wieder darauf besinnen und etwas innere Ruhe finden könnt. Die Weihnachtszeit kann dazu beitragen, solange man sich nicht von den Heilsversprechen von Werbung und Kitschfilmen in die Irre führen lässt.

    Wo gibt es es schon "heile Familien" mit Friede, Freude, Eierkuchen? "Unter jedem Dach ein Ach" trifft es wohl eher.

    Aber: Wir dürfen leben und uns an den schönen Kleinigkeiten im Alltag freuen, z. B. am unerwarteten Sonnenstrahl, an einem gemütlichen Kaffeetrinken, an einem Lied, das uns gerade aus der Seele spricht usw.

    Ich wünsche Euch trotz allem einen schönen Adventssonntag. Auf Wiederlesen!

  • Die Schwiegertochter (soweit ich ahne ist sie in der eigenen Wohnung mittlerweile) schrieb eine mail heute, dass sie mit uns telefonieren muss dringend, ich habe geschrieben dass ich das nicht kann und jetzt schon wieder zittere. Daraufhin antwortete sie, dass sie auch zittere und wir nicht die einzigen seien denen die Situation an die Substanz geht, es wäre aber auch unser Sohn....

    Was tun

  • Unterste Schublade...

    Lass Dich nicht manipulieren. Im Notfall könnte sie den Krankenwagen rufen. Aber darum geht es vermutlich nicht. Für ihre Co-Abhangigkeit bist Du nun wirklich nicht zuständig ...

    Wir haben bisher nicht mehr weiter reagiert und fühlen uns wie miese Verräter, wir mochten sie immer gerne........als lassen wir sie allein mit der Situation

  • Ich weiß nicht, ob man das als "unterste Schublade" bezeichnen sollte.

    Niemand hier kennt die beteiligten Personen und die Hintergründe der Kontaktaufnahme.

    So eine Loslösung ist für alle Beteiligten ein Prozeß, der nicht geradlinig verläuft.

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Ich glaube Dir, dass es sich mies anfühlt, Foxi. Dafür wurden ja auch alle Knöpfe gedrückt.

    Vielleicht hilft es Dir, eine Mail an sie zu verfassen, in der Du Deine (und Deines Mannes) mühsam errungene Position letztmalig erlâuterst? (Um Dich zu stärken, nicht um Dich zu rechtfertigen.)

    Du könntest ihr z. B. schreiben, dass Ihr mithilfe Eurer Selbsthilfegruppen schmerzlich erkannt habt, dass alles Bitten, Betteln, Jammern, Weinen, Schimpfen, Raten und Tun seine Sucht nicht stoppen kann, aber Euch in der verzweifelten Co-Abhängigkeit festhält und auf Dauer kaputt macht.

    Es ist traurig, aber wahr: Genausogut könnte in China ein Sack Reis umfallen.

    Er hat nur eine einzige Chance: darauf, hoffentlich noch rechtzeitig zur Besinnung zu kommen, wenn er die Konsequenzen seines Handelns bzw. Nichthandelns allein ausbaden muss.

    Jeder "Hilfe" -Versuch Eurerseits zögert diesen möglichen, aber leider nicht garantierten Erkenntnisprozess nur hinaus.

    Ob Du eine solche Mail dann heute oder morgen abschickst und Dir weitere Kontaktaufnahmen dieser Art verbittest, bleibt Dir überlassen.

    Alles Gute!

  • Das hat sich mit Lindes Beitrag wohl überschnitten.

    Ja, ich bin wohl parteiisch, da ich die andere Seite tatsächlich nicht kenne.

    Mir geht es auch nicht darum, die Schwiegertochter in Misskredit zu bringen, sondern nur darum, Foxi zu bestärken.

  • Liebe foxi,

    eure Schwiegertochter ist genauso hilflos wie ihr. Ich verstehe auf einer Seite auch, dass sie sich an euch wendet. Es ist, finde ich, schwierig, wie ihr darauf reagieren könntet oder solltet. Denn ihr steckt alle irgendwie in diesem Suchtsystem drin. Sie als Partnerin, ihr als Eltern.

    Ich finde die Idee von Rennschnecke , sich mit ihr in Verbindung zu setzen, garnicht mal so schlecht. Eure Schwiegertochter braucht genauso Unterstützung wie ihr aber die könnt ihr ihr nicht geben. Ihr braucht eure Energie für euch selbst. Vielleicht könnt ihr ihr einige Anlaufstellen nennen an die sie sich wenden kann.

    NICHT dieses Forum denn das ist ja DEIN Ort aber sie kann sich an Suchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppen, den Sozialpsychiatrischen Dienst wenden. Diese Info ihr zu geben finde ich nicht schlimm aber in die Gänge kommen muss sie dann selbst. Sie sollte auch wissen, dass ihr selbst mit allem überfordert seid und hilflos und euch durch den Kontaktabbruch schützt.

    Ich verstehe gut, dass es dich wieder total zittrig gemacht hat. Bei solchen Nachrichten wie die von eurer Schwiegertochter steigt der Stresspegel sofort auf höchste Stufe. Darum ist es ja so sinnvoll keinen Kontakt zu haben. Denn auf Dauer macht das kaputt da ihr eurem Sohn ja auch nicht helfen könnt. Sondern das Elend immer wieder vor Augen habt.

    Ich hoffe, dass es dir inzwischen besser geht.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe foxi,

    ich habe mich in meiner Verzweiflung auch an die Eltern meines Ex gewandt. Ich wusste selbst nicht mehr weiter, es waren ja Kinder mit im Spiel.
    Seine Eltern haben auch wenig reagiert zum Thema Alkohol. Vermutlich weil sie es so nicht wahrhaben wollten oder aus welchen Gründen auch immer. Im Prinzip habe ich fast immer Monologe geführt, zumindest mit seiner Mutter.

    Ich sag dir ganz ehrlich, das war echt ein scheiß Gefühl. Ich habe mich alleingelassen gefühlt. Die einzige Familie die hier vor Ort ist. Das Problem wurde einfach ein Stück weit ignoriert.

    Ich finde daher den Vorschlag von Aurora sehr gut. Hör dir doch an, was sie zu sagen hat. Tipps geben schadet sicherlich nicht. Handeln muss sie schlussendlich selbst. Ich denke auch nicht, dass sie euch manipulieren will. Das klingt für mich nach Verzweiflung, nichts anderem.

    Alles Gute für euch!

  • Unsere Schwiegertochter hat kein Kind mit unserem Sohn, sie sind seit 12 Monaten verheiratet. Sie hat ihn geheiratet obwohl sie von seiner Trinkerei wusste, aber das extreme Trinken von ihm begann erst nach der Hochzeit...Sie hat Eltern, Geschwister und weiß genau Bescheid an wen sie sich wenden kann, hat angeblich auch eine Therapeutin, so sagte sie es dieses Sommer als noch etwas Kontakt zu den beiden bestand. Wir haben ihr noch vor ca 2 Monaten, { als sie kurz hier etwas holen musste ) diverse Möglichkeiten aufgezählt wo sie Hilfe bekommt, ihr auch unsere Situation erklärt warum wir nicht mehr können....und warum wir den Kontakt zu beiden abbrechen müssen.

    Ich halte sie nicht für uninformiert, sie ist sehr handlungsfähig..... Es mag sein dass sie sich von uns alleingelassen fühlt, aber es gibt nichts was wir tun können.........Sollen wir uns anhören dass unser Sohn vielleicht von morgens bis abends nur trinkt, sie ständig anruft und tyrannisiert weil er keine Trennung will? Und daran können wir nichts ändern und ihr auch nicht helfen ......

  • Liebe foxi,

    okay, das wusste ich nicht, dass ihr mit eurer Schwiegertochter schon geredet hattet und sie im Grunde genommen weiß, wohin sie sich wenden kann. Und sie hat ja, nach eigener Aussage, therapeutische Unterstützung. Das ist tatsächlich eine Menge. Ich verstehe, dass ihr da nicht weiter unterstützen wollt sondern im Grunde genommen in Gefahr lauft, in Coabhängigkeit zu ihr zu geraten. Und das ist das Letzte, was ihr gebrauchen könnt.

    Ihr tragt weder für euren Sohn noch für sie die Verantwortung.

    Sie braucht da eine klare Ansage, dass sie euch nicht mehr kontaktieren soll. Das ist meine Meinung, wenn ich das so lese. Ihr braucht dabei kein schlechtes Gewissen zu haben denn sie sollte wohl in der Lage sein, sich selbst zu helfen.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Guten Morgen,

    mich wühlt es sehr auf das zu lesen.

    Die Schwiegertochter hat nur geschrieben es ist dringend und sie bittet um Rückruf, oder? Alles andere ist Spekulation. Sie meldet sich auch nicht andauernd. Hat sich eine eigene Wohnung gesucht.

    Klar, ich bin identifiziert mit ihr. Wenn das "unterste Schublade" war, dann bin ich auch unterste Schublade. Ich habe mich in meiner Verzweiflung damals auch an die Geschwister meines Mannes gewandt und die fanden das richtig und gut. Ohne dann selbst in eine Co-Rolle zu gehen, sondern sie haben mich unterstützt.

    Hier sind schon öfter abwertende Kommentare über die Schwiegertochter gefallen. Sie ist genauso im Suchtstrudel gefangen wie ganz viele hier im Forum. Wie ich.

    Angeblich haben es Partner*innen ja "leichter" als Eltern. Pustekuchen. Die Verstrickung ist anders, aber beides ist schlicht nicht vergleichbar.

    Das ist pure Verzweiflung bei ihr und keine Schublade oder Manipulation. Dennoch verstehe ich, dass ihr euch abgrenzt. Und dass das bestimmt schwer ist.

  • @ Jump! ich verliere kein böses Wort über sie, ich hab ja geschrieben dass wir sie sehr mögen… wir weinen ihr wirklich symbolisch gesehen hinterher, sie war unsere Traumschwiegertochte😰 aber wir können ihr nicht helfen……. wir können ja grade mal für uns selber sorgen dass wir nicht untergehen… sie hat Geschwister und Eltern die sehr tatkräftig sind…..

  • Liebe Foxi, ja, ich finde es absolut verständlich und richtig, dass du dich abgrenzt. Und ich habe mich auf die anderen Kommentare bezogen. Ich fand es gut, dass du bei dir geblieben bist, geantwortet hast, dass du keine innere Kapazität mehr für das alles hast.

    Das geht ja ganz ohne zu spalten. Hast du auch nicht. Du bist bei dir geblieben.

    Und klar ist es ein Unterschied, ob ich es den Geschwistern mitteile, oder mich an eine selbst völlig aufgelöste Mutter wende, die klar gesagt hat, dass sie Abstand braucht. Ich weiß ja nicht was "dringend" heißt. Was ihr vereinbart habt.

    Ich selbst hätte es gar nicht ausgehalten nicht zu erfahren was genau jetzt so dringend ist. Das entsprechende Kopfkino wäre schlimmer gewesen, als es zu wissen. Es sei denn natürlich, das kommt dauernd vor und ist immer dieselbe Leier.

    Vielleicht wart ihr auch ihre Traum-Schwiegereltern. Die Familie meines Mannes hat mir gesagt, dass ich für sie immer Teil der Familie bleibe. Aber er eben nicht, wenn er nicht die Kurve kriegt. Und da sind die knallhart. Okay, die wissen auch genau von was sie reden. Und es geht um über 25 Jahre.

    Alles Gute dir, liebe Foxi... von Jump! 🏵️

  • …Liebe Foxi58,

    dein Körper hat dir signalisiert was zu tun ist… 🙏

    und das ist doch völlig legitim, man verlangt ja auch nicht von einem Kniegeschädigten einen Marathon… sondern hat Verständnis, wenn dieser sich erstmal auskuriert…

    Weiterhin viel Kraft, die dich schützende Distanz wahren zu können…

    Liebe Grüße Simsalabim

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