Beiträge von Panama

    Das ist gut, wie du das machst. Kinder bekommen sehr viel mit. Und es wichtig, dass sie das einordnen können. Und ihre Wahrnehmung ernst genommen wird.

    Mein Mann stand auf der Raue seines Stiefvaters betrunken vor mir. Alle hatten mitbekommen, dass er betrunken war, obwohl er heimlich auf der Toilette getrunken hatte. Ich hab mich deswegen mit ihm gestritten und er behauptete, er hätte nichts getrunken.
    Die Kinder haben den Streit mitbekommen und mich im Auto gefragt was los war. Ich habe ihnen gesagt, was passiert war. Mein Sohn war der gerade 8 und sagte, er hat gemerkt, dass der Papa nach Wein riecht.

    Es ist einfach eine schlimme Situation für alle Beteiligten. Wir Cos verstehen schon nicht, wieso die Alkoholiker nicht mal für die Familie „einfach aufhören“ können. Wie soll das ein Kind verstehen?

    Aber gerade deswegen ist es umso wichtiger, mit den Kindern offen (im Rahmen und kindgemäß) darüber zu reden, vor allem darüber, dass es eine Krankheit ist und sie definitiv gar keine Schuld am Konsum haben.

    ich weiß nicht, ob ich schon gefragt habe - aber warst du schon mal bei der Suchtberatung? Die bieten ja auch Hilfe für Angehörige, auch für dich als Elternteil im Umgang mit den Kindern.

    DIe Kinder auszufragen war sicher nicht so optimal. Aber ich verstehe deinen Punkt sehr gut. Da steht nicht umsonst, dass kleine Kinder von Erwachsenen begleitet werden sollen. Ich war Anfang Oktober auf der Kirmes auf so einem offenen Riesenrad, wir waren zwei Erwachsene mit vier Kindern (8jährige und älter) und mir ist da oben sehr mulmig gewesen. Die Brüstungen der Gondeln sind sehr niedrig, wenn man da aufsteht und das Teil anfängt zu schwanken... hilfe. Ich hatte je ein Kind fest im Arm und war froh, als wir wieder unten waren.

    Dein Mann handelt unfassbar verantwortungslos, er trinkt lieber Glühwein, als mit den Kindern Riesenrad zu fahren... Und wenn er Höhenangst hatte und deshalb nicht mitgefahren ist, dann hätte er die Kinder trotzdem nicht alleine fahren lassen dürfen.

    Ich finde es absolut richtig, dass du zu Polizei und Jugendamt gehst.
    Es ist absolut unverantwortlich und gefährlich, was er da macht.
    DaS hat nichts mit anschwärzen zu tun und du brauchst deswegen gar kein schlechtes Gewissen haben!
    Stell dir vor, es passiert tatsächlich etwas schlimmes und du hättest nichts gesagt. Dann hättest du zurecht ein schlechtes Gewissen haben können. So hast du die richtigen Stellen informiert, mehr kannst du nicht tun.

    puh, das ist aber harter Tobak. Und du weißt ja vorher nicht, wie lange das dauern kann.

    Hätte auch sein können, du wärst geblieben und er hätte noch 20 Jahre gelebt. Und dann wärst du durch den Stress vielleicht richtig krank geworden. Ob es das wert ist, das Risiko einzugehen? Ich weiß ja nicht.

    Außerdem nimmt man sich so die Chance, vielleicht nochmal jemanden kennenzulernen und irgendwann eine gute Partnerschaft führen zu können.

    da es mich auch stört und mir auch unangenehm ist das quasi der Alkohol sein Freund und seine Beziehung ist wenn du verstehst was ich meine. Für mich fühlt es sich so an das er mit dem Alkohol verheiratet ist und nicht mit mir. Er geht mit dem Alkohol ins Bett und steht mit dem Alkohol auf. Ich laufe irgendwie einfach nur noch nebenher und fühle mich einfach nur als Inventar der Wohnung die den Haushalt und alles am leben hält.

    Ganz genau so ist es. Alkohol steht für ihn an erster Stelle, dann kommt lange nichts und dann irgendwann kommst du vielleicht mal.

    Da er anscheinend keinerlei Krankheitseinsicht hat und auch sonst sein Leben nicht auf die Kette bekommt, brauchst du gar kein schlechtes Gewissen haben, wenn du das nicht mehr länger mitmachen willst. Egal, was er die Jahre davor auch für dich getan hat. Du hast die Verantwortung für dich übernommen, hast dein Leben verändert, dich um deine Gesundheit gekümmert. Das macht er nicht.

    Du hast sicher alles versucht, x mal mit ihm geredet usw. Aber wenn er nicht will, hast du auch keine Chance.

    Daher machst du das jetzt genau richtig, kümmer dich um dich und dein Leben. Du hast nur eins.

    Das ist häusliche Gewalt. Die Schuld liegt IMMER beim Täter, niemals beim Opfer.

    Alkohol ist ein Nervengiftvund verursacht Wesensveränderungen. Klar kannst du dir das nicht vorstellen, dass er dir was tut, das heißt aber leider nicht, dass er das nicht machen wird. Glaubst du, irgendeine Frau wäre mit jemandem zusammen gekommen, der ihr beim ersten Date eine Ohrfeige gegeben hätte? Solche Prozesse entwickeln sich über einen längeren Zeitraum. Ich denke, dass konnte sich keine Frau jemals vorstellen, bis es zum ersten Mal passiert ist.

    Lies dich mal bitte zum Thema Schuldumkehr im Netz ein. Das ist exakt das Gleiche, was bei häuslicher Gewalt passiert. Täter geben dem Opfer Schuld für ihr Verhalten. Das ist falsch.
    Die Schuld liegt IMMER beim Täter!

    Lass dir das nicht einreden! ER trinkt! ER entscheidet sich zu trinken, du setzt ihm nicht die Flasche an den Hals. Der Alkohol und sein Verhalten sind die Ursache für deinen Rückzug, nichts anderes und schon gar nicht umgekehrt. Es ist SEINE Verantwortung und nicht deine.

    Solange er aber trinkt, kann und will er das natürlich nicht einsehen. Deswegen ist es unbedingt DEINE Verantwortung, dich und die Kinder zu schützen und euch Hilfe zu holen und was zu ändern.

    Naja, es nützt auch nichts, wenn deine Schwiegereltern es anders sehen/ machen würden. Nur dein Mann kann was ändern. Da er aber keine Einsicht hat, wird das auch nichts. Da könntet ihr machen, was ihr wollt.

    Aus seiner Sicht läuft ja alles super, er kann trinken, ein bisschen rummotzen, denn Schuld sind sowieso immer alle anderen und du kümmerst dich um alles. Wieso sollte er was ändern?

    Warst du schon mal bei der Suchtberatungsstelle? Da gibts auch Hilfe für Angehörige. Mir hat das damals sehr gut getan, mit jemand unbeteiligtem über alles reden zu können. Gerade weil auch Kinder im Spiel sind. Du bist für die Kinder mit verantwortlich. Lies dich mal hier bei den EKAs ein. Mir hat das grundsätzlich sehr geholfen, hier im Forum zu lesen. Und dadurch zu erkennen, dass nur der Trinker für seine Sucht verantwortlich ist und niemand im helfen kann, wenn er keine Hilfe will.

    Puh Franzi, vielleicht ist da bei euch auch einfach zu viel kaputt gegangen. Und ehrlich, so lange ist er jetzt ja nun wirklich noch nicht trocken, zwei Monate ? Ob das überhaupt ein ernsthaftes trocken werden ist oder eine Trinkpause, um dich zurückzugewinnen?

    Vor allem dass er dir schon wieder mit Täter-Opfer Umkehr kommt und dir die Schuld gibt, die Familie auseinander zu reißen, das ist meiner Meinung nach weit entfernt von einer Einsicht.

    Er hat dich einfach auch über einen langen Zeitraum richtig mies behandelt, dich vor den Kindern schlecht gemacht und so weiter. Da ist doch klar, dass da von deiner Seite aus viel kaputt geht. Und das auch zu recht. Das hast du nicht verdient und die Kinder auch nicht.


    Bei uns war das nicht so krass, dass er mich oder die Kinder so schlecht behandelt hat oder mich vor den Kindern runter gemacht hat. Da wären bei mir bestimmt auch die Gefühle verschwunden mit der Zeit.

    Ich war erst sehr skeptisch und hab nicht geglaubt, dass er es schafft. Meine Stiefmutter hat mich überredet, ihm frühzeitig eine Chance zu geben. Er hat sie dann ja auch genutzt. Es war aber schon ne harte Zeit. Ich habe ihn immer beobachtet und natürlich oft Bammel gehabt, dass er rückfällig wird. Vor allem auf den ersten Geschäftsreisen. Er hat dann von da aber sehr oft abends angerufen und sich viel öfter gemeldet, das war alles ganz anders als davor. Und mit der Zeit wurde ich auch entspannter.

    Hallo zusammen!
    Ich habe jetzt gesagt, dass ich so nicht mehr weitermachen kann und ich möchte, dass er eine Therapie macht. Wenn er getrunken hat, wird er laut und ausfallend und aggressiv. Zuletzt hat er unsere Er sagt er Tochter aus der Wohnung geschmissen, weil sie es angesprochen hat. Er sagt er schafft das alleine ohne Therapie. Ich habe es aber als Voraussetzung gemacht, damit wir noch eine Chance haben.

    Was für eine Therapie meinst du und was erhoffst du dir davon?

    Wie geht es dir denn damit, dass er eure Tochter rausgeschmissen hat? Und was bedeutet das, ist sie erwachsen und war zu Besuch oder wir kann ich mir das vorstellen?

    Ich kann mir nicht vorstellen, wie sich das für mich anfühlen würde, wenn mein Mann aggressiv zu unseren Kindern wäre. Das muss ein schreckliches Gefühl sein.

    Das geht gar nicht! Er ist erwachsen! Das ist SEINE Verantwortung!

    Terminzettel, die offiziell von der Schule kommen, kannst du ihm weiterleiten, den Rest nicht. Da kann er sich doch selbst drum kümmern. Wenn er keine Lust hat auf Apps, Email Verteiler oder Whats App Gruppen, SEIN Problem, nicht deins!!

    Ich würde dann an deiner Stelle aber auch nicht nachfragen, ob er kommt oder nicht. Wofür musst du das wissen?

    Jump, du hast recht. Ich hätte das nicht schreiben sollen. Es ist keine gute Aktion. Ich zeige es natürlich niemand anderen. Es war für mich ein Mittel um mir immer wieder in Erinnerung rufen zu können, dass es DOCH schlimm war. Denn meine Erinnerung hat mich oft versucht zu überlisten. Ich brauchte Hilfsmittel um auf meinen Weg zu bleiben. Und nun weiß ich wieder, das ich vieleicht lieber doch nicht auf andere posts antworten sollte. Andere hier können viel bessere, konstruktiviere und respektvollere Unterstützung bieten. Werde aber weiterhin mitlesen. Danke für deinen Beitrag! Ich werde die Videos löschen

    ich lese deine Beiträge gerne und finde deine Schritte in ein unabhängiges Leben auch tapfer und gut. Nur dieser Satz hat mich etwas schockiert:

    Ich verstehe weshalb du das gemacht hast, aber für mein Empfinden geht das zu weit. Hier geht es um Persönlichkeitsrechte. Jemanden "besoffen" zu filmen, während er schläft ist meiner Ansicht nach nicht in Ordnung. Da ist eine Grenze. Auch wenn du das niemand anderem zeigst, wovon ich ausgehe. Es ist demütigend. So empfinde ich es.

    Du erlebst es bestimmt anders und ich verstehe, dass du das nur für dich selbst gemacht hast. Ist mein Gedanke dazu.

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Ich sehe das anders, ich finde das in Ordnung. Du brauchst die für dich selbst. Solange du die niemandem zeigst, finde ich das persönlich völlig legitim.

    Mir hat es sehr geholfen, eine Art Liste mit den schlimmsten Vorfällen und Eskalationen anzulegen. Und mir diese Ereignisse immer wieder in Erinnerung zu rufen, wenn mein Herz mir sagen wollte, ach komm, so schlimm ist es nicht, das kannst du doch aushalten.
    Doch, es war schlimm. Und nein, ich wollte das nicht mehr aushalten, für mich nicht und für die Kinder erst recht nicht.

    Kann sein, dass es ihm jetzt schlecht geht, das ist aber sein Problem und vor allem seine Verantwortung. Er hat sich durch sein Handeln in diese Situation gebracht und jetzt muss er mit den Konsequenzen leben.
    Und es ist ja nicht so, dass du ihm vorher nicht zig Chancen gegeben und x mal mit ihm geredet hättest. Und ihn hat es übrigens nicht wirklich interessiert, wie schlecht es dir die ganze Zeit über ging oder?

    Das habe ich mir schon gedacht, dass du Maßnahmen ergreifen willst, damit sie nichts oder wenig trinkt. Das wird nicht funktionieren und ist auch nicht deine Aufgabe. Deswegen kann das eigentlich nicht gut laufen. Viel wahrscheinlicher wird es total stressig für euch alle.

    Du machst dir Gedanken, ob, wann und wie viel sie trinkt und wirst es wahrscheinlich auch ansprechen. Also drehen sich deine Gedanken dann den ganzen Tag um ihren Konsum.

    Deine Mutter macht sich den ganzen Tag Gedanken, wann sie endlich was trinken kann und wird sich vermutlich irgendwelche Verstecke suchen. Vielleicht schafft sie es, 1-2 Tage etwas weniger zu trinken und dann wird es vermutlich eskalieren.

    Dein Mann wird sich drüber ärgern, dass er in seinem Urlaub gar nichts trinken soll und bekommt mit, dass du die ganze Zeit unter Strom stehst.

    Also werdet ihr wahrscheinlich alle völlig gestresst sein, was deine Tochter dann mitbekommt und sie auch stressen und beunruhigen wird.

    Und bedenke immer, auch falls deine Mutter die irgendwelche Versprechungen macht oder ihr Absprachen trefft. Sie wird sich wahrscheinlich nicht dran halten können, weil sie ihren Konsum ja nicht kontrollieren kann, weil sie Alkoholikerin ist und trinken MUSS.

    Ich habe selbst zwei Urlaube mit meinem Mann erlebt, als klar war, dass er Alkoholiker ist. Es ist die Hölle als Angehöriger, man beobachtet ununterbrochen, versucht Aktivitäten, damit sie weniger trinken, ärgert sich, bettelt, streitet und diskutiert und eiert auch immer noch um die Kinder drumrum.

    Ich sehe das ganz genauso, du warst vielleicht gerade in dem Moment körperlich nicht anwesend, aber du warst da für deine Kinder!

    Du hast alles wichtige vorher und nachher getan und organisiert, du warst für deine Tochter erreichbar und was aber auch sehr sehr wichtig für dich und auch die Zukunft deiner Kinder ist, dass du die Verantwortung im Job übernommen und deinen Termin durchgezogen hast. Du kannst ja nicht täglich rund um die Uhr bei deiner Tochter sein und es kann ja leider noch mal vorkommen, dass er irgendwo auftaucht. Ich finde, ihr habt diese furchtbare Situation großartig gemeistert. Es wird sicher noch dauern, das aufzuarbeiten und darüber hinwegzukommen, vor allem für deine Tochter, aber ihr werdet das schaffen. Und ich hoffe sehr, dass das unfassbare Verhalten deines Ex nachhaltige Konsequenzen für ihn haben wird.