Beiträge von Dagmar

    Hallo Elly,

    Ja, die Bücher hab ich durch….mitsamt den Aufgaben….

    Leider nützen sie mir nicht wirklich, Neues war auch nicht zu erfahren… Verhaltenstherapie braucht leider doch ein Gegenüber. ?(

    Ich versuche zumindest bei der Arbeit weniger kontrollierend zu sein. Wenn Fehler gemacht werden….

    mein Gott, wenn ich nicht da bin passieren diese auch…..

    Ich gebe mein Bestes und lasse jetzt die anderen (nicht Alle sind so )einfach ihr Programm abspulen.

    Schmerzt manchmal sehr, wie mit Menschen/ Bewohnern umgegangen wird.

    Empathie kann nicht vermittelt werden. Und mir raubt es meine Energie.

    Ansonsten habe ich heute meinen 52 Tag OHNE ALK. :lol:

    Kann mich selbst noch nicht gut einordnen, bin oft nicht sicher in meinen Gefühlen und Empfindungen.

    Also, was da jetzt grade los ist in mir…welcher Auslöser bewirkt was….

    Manchmal reicht ein Blick , ein Wort um mich völlig in Rage zu bringen. der letzte Tropfen halt :cursing:

    Und die Liter vorher nehm ich bei mir nicht wahr. Leider.

    Lese gerade viel von Alice Miller, hier finde ich mich in Beschreibungen wieder, kann das dann fühlen und benennen.

    Ist schon großer Mist wenn einem als Kind jedes Gefühl, jede Wahrnehmung abgesprochen wird.

    Alkoholikerin, Co und EKA zu sein ist nicht ohne, sind schon viele Baustellen.

    Habe mich so langsam durch viele Threads gelesen.

    Abstinent hat Priorität :thumbup:

    Dagmar

    Hallo Joschi, hallo Cadda

    Für mich ist das „ nie wieder Alkohol“ trinken wollen genauso richtig und wichtig für meine Abstinenz, mein trocken bleiben w o l l e n.

    Für mich persönlich wäre das absolut gar nichts und ich habe auch zu keinem Zeitpunkt so gedacht. Ich wusste in der Theorie schon sehr, sehr lange, dass ich Alkoholikerin bin und habe mich mit der Krankheit schon auseinandergesetzt, bevor ich aufgehört habe zu trinken. Ich habe das zunächst vor mir hergeschoben und zwar aus genau dem Grund: Ich wusste, wenn ich aufhöre, dann wird es so sein, dass ich bis an mein Lebensende nichts mehr trinken kann/will/werde (die Begriffe haben sich im Denken mit der Zeit verändert

    Genauso ;)

    Ich habe wieder jahrelang gebraucht um diesen Entschluss zu fassen, und nicht nur Trinkpausen einzulegen, bzw. nicht täglich zu trinken.

    Ich möchte mich nie wieder sooooo aufgeben und Alkohol mangels anderer Möglichkeiten / Gegebenheiten

    einsetzen.

    Ein bisschen , nein, sogar mächtig viel , habe ich dazu gelernt.

    Kein anderer Mensch , so hoffe ich doch, zieht mich wieder emotional in eine für mich ausweglose Lage…

    Ich kann hier schreiben, ich kann die Seelsorge anrufen…..und ich will mich nicht mehr aufgeben.

    Also, dem Leben weiter entgegenkommen und Schrittchen für Schrittchen meinem selbstgewählten Kokon verlassen und Zutritt zu meinem Leben gestatten. :/ :roll:

    Dagmar

    Hallo Joschi,


    Habe mir eben Deinen „Faden“ durchgelesen. Kann unglaublich viel für mich rausziehen und mitnehmen.

    Danke, dass Du Deine Erfahrungen, Deine Gedanken und Deinen Weg hier aufgeschrieben hast.

    Ich habe heute meinen „ bewußt“ alkoholfreien 43. Tag.

    Damit meine ich, dass ich vor 43 Tagen beschlossen habe nie mehr Alkohol zu mir zu nehmen.

    Ich habe eine Langzeittherapie 2013 hinter mir und , heute sage ich leider, bewusst und mit voller Absicht nach 1, 5 Jahren wieder getrunken.

    Und ich hatte einen Rückfall so absolut für mich ausgeschlossen.

    Eigentlich war das auch kein Rückfall, sondern Vorsatz…aber das sich sehr schnell wieder eingeschlichene Trinkverhalten danach.

    Und das ist nun wieder jahrelang so hingedümpelt. :oops:

    Das hast Du schnell wieder im Griff gehabt…..bei Dir der Gedanke vorher…1 Jahr ohne..

    bei mir….nie wieder….

    Ein glückliches Leben weiterhin, lass wieder mal von Dir lesen.

    Dagmar

    Hallo ENA 66,

    Ich kann, ehrlich gesagt, nicht verstehen, dass du es von einer „ Klinikaufnahme“ abhängig machst alkoholfrei zu leben.

    ( Und dann ggf. dein „ungesundes Maß an Empathie „ bei den anderen Patienten anwenden um nicht bei dir und deiner „ Arbeit“ zu bleiben.)

    Kontrolliertes Trinken funktioniert bei einem Alkoholiker nicht. Je länger Du weitertrinkst, desto

    schlechter wird es Dir gehen.


    Du kannst auch einen begleiteten Entzug mit einem Arzt machen. Worauf willst du warten? Selbst

    eine Klinik konnte Dir nicht wirklich das Rüstzeug geben, das Du brauchst. Und das bist im Grunde

    Du selbst. Du entscheidest Dich, ob Du Alkohol trinken willst oder nicht. Niemand anders!

    Ich kann mich da nur Elly anschließen.

    Und von mir ausgehen:

    Ich habe die Entscheidung - aus guten Gründen, wie du sicherlich auch- getroffen und halte konsequent daran fest.

    Alles andere ist für mich Selbstmord auf Raten.

    Ich wünsch dir, dass du den Absprung jetzt wieder schaffst. Vielleicht jetzt doch noch mal über eine erneute qualifizierte Entgiftung.

    Und dann konsequent dabei bleiben……..

    Nur Du selbst bist der Weg….

    Du hast soooo viele Pläne, teilweise sogar schon umgesetzt.

    Und viele davon erfordern halt einen ersten Schritt…..

    Du kannst doch im offenen Forenbereich alles einsehen, lesen.

    Dagmar

    Danke

    Heute ist mein 34. Tag!!! :S :S :S Und ich freu mich…

    Geht nicht so gut, aber um ein 1000 Faches besser als mit Alkohol. Liegt an mir.

    Habe das große „ Glück“, durch bisher nichts animiert und getriggert zu werden.

    Aber eigentlich kenne ich das schon von meiner Langzeittherapie vor ein paar Jahren.

    Es ist mir leicht gefallen den Alkohol weg zu lassen, selbst damals hat mich trinkendes Umfeld – Frankfurt sehr nahe, Bad Homburg einen größeren Spaziergang entfernt, nicht angemacht.

    Und ich war oft in Frankfurt…etc.

    Mein LG anfährt heute zu Bekannten wegen Weihnachtsmarkt etc.. bis Sonntag.

    Ich bleibe zu Hause. Und zwar weil es mich langweilt. Mir gefällt das nicht, hat mir noch nie gefallen.

    Bin immer nur mit, warum auch immer…

    Dagmar

    Guten Morgen Twizzler,

    Ich denke nicht, dass dein Ex tatsächlich denkt damit kein Problem zu haben.

    Er spürt ja womöglich tagtäglich die Auswirkungen bis zum Nachtanken.

    Aber es zuzugeben ….wäre ja schon ein Minischritt zu einer Konsequenz….die doch gescheut wird.

    Und womöglich lange der Selbsbeschiss : wenn ich wollte, dann könnte ich ….aber momentan will ich aus tausendundeinem Grund noch nicht…

    Dagmar

    Ich selbst wusste es.

    Sobald ich Alkohol getrunken hatte war es fast unmöglich für mich damit aufzuhören.

    Und das ist kein „ normaler“ Umgang mit Alkohol. Da schreit wirklich alles nach mehr, bei mir bis zum Black Out.

    Wenn ich z. B. bei irgendeinem Anlass in der Öffentlichkeit, in Gesellschaft was 1 Glas getrunken habe…

    habe ich zu Hause weiter getrunken.

    Falls ich nichts zu Hause hatte, …weil ich ja nichts :twisted: trinken wollte, bin ich los …an Tankstellen, ggf. hab ich mir eine , meist sogar 2 Pizzas bestellt um Wein dazu liefern zu lassen….sollte ja nicht auffallen.

    Nichts zu trinken ging nur mit 0 Alkohol im Blut.

    Und natürlich wollte ich nie soviel Trinken……. und konnte ja auch Tage..manchmal auch 2 Wochen ohne.

    Alkoholiker, ja….aber doch nicht soooo eine……kann doch aufhören……

    dagmar

    Wenn mein Partner meine Verstecke ( ob volle oder leere Flaschen ) entdeckt hat hat er diese Flaschen

    einfach sichtbar in die Küche gestellt. Ohne weiteren Kommentar. Er hat volle Flaschen auch nicht geleert.

    Und gerade das war für mich fürchterlich….ich voller Scham, ganz klein …hat ein paar Tage angehalten und mich alkoholfrei gehalten…

    Es ist eine Parallelwelt.

    Eine in welcher der Alkoholiker „ lebt“ und dann die Welt derer, die diesen Zustand ertragen.

    ...ja, aber hat leider mal wieder zulange gedauert...beim nächsten mal machen wir es besser oder verhindern sogar den Streit...

    Das hast Du vor einigen Tagen geschrieben ….und es hat sich immer weiter fortgesetzt.

    Und, W I R machen es das nächste Mal besser…..mit einer an der Flasche hängenden Alkoholikerin wird nichts besser oder gar verhindert.

    Ich bin Alkoholikerin, seit 31 Tagen ohne Alkohol.

    Ich weiß von was ich spreche.

    Ich war ( bin ) funktionierende Alkoholikerin, habe meinen Arbeitsalltag immer :oops: auf die Reihe gebracht.

    ....meine Frau ist aktuell sehr depressiv und hat mit verschiedenen Krankheiten neben dem Alkoholproblem zu kämpfen...sie hat es echt nicht leicht und ich versuche zu unterstützen wo es "Sinn" macht...

    Depressionen werden durch Alkohol verstärkt… und sie kämpft doch nicht gegen ihr Alkoholproblem,

    sie lässt es laufen.

    Unterstütze doch bitte mal Dich, da macht es „Sinn“.

    Du leistest Sisyphusarbeit…fängst immer wieder voller Verständnis und Zuversicht von vorne an.

    Ich kann gut verstehen dass dich das völlig kaputt macht.

    Aber es ist ausweglos …

    Sie muss sich Hilfe holen, etwas gegen ihre Sucht unternehmen….wenn sie das wirklich vorhätte , und sie kennt ja das Prozedere, hätte sie bereits begonnen.

    Sie will nicht, noch nicht, vielleicht nie.

    Geh doch nicht auch noch mit kaputt.

    Ich wünsche Dir eine baldige Lösung, ich glaube dauernd zwischen Hoffnung und tiefer Verzweiflung zu leben zermürbt und nimmt jegliche Energie.

    Dagmar

    Hallo Achillea,

    Musste eben lachen.

    Wegen dem in die Oberschenkel zwicken. Das habe ich jahrelang gemacht. Schmerzhaft, Schwimmen gehen konnte ich vor lauter blauen, grünen und gelben Flecken nicht mehr. Selbstverstümmelung.

    Aber hat geholfen. Fang ich aber nicht mehr an!!!

    Ja, da brauch ich was schnell anwendbares.

    leider fängt keine Therapie an. Ich habe ein Gespräch mit meiner ehemaligen Suchtberaterin von einer Suchtberatungsstelle.

    Bestimmt kann ich da wieder regelmäßiger Termine bekommen. Leider alles ein bisschen schwierig, da ich jeden Monat an anderen Tagen zu anderen Zeiten arbeite. Ein fester wöchentlicher Termin ist da nicht drin.

    Ich bin heute Abend auch erst vom Dienst gekommen, habe morgen wieder ab 10.00 Uhr.

    Oh, eben fällt mir ein…einen Weg gäbe es schon…

    Ich schiebe offiziell ab Januar einen fixen Nachmittag z. B. wegen Krankengymnastik o.ä. für ganz viele Wochen ein. Dann müssen sie mich halt drum rum planen.

    Ginge bestimmt.

    Bin jetzt doch ein bisschen kaputt, merke ich werde langsamer im Denken.

    LG

    Dagmar

    Hallo Dorothea,

    Meiner Erfahrung nach ist es für nicht Süchtige nicht nachvollziehbar was Sucht , Alkoholsucht ausmacht.

    Es ist nicht nachfühlbar, erlebbar für Gesunde.

    Anders als z. B. nach einem Apoplex, bei jeglichen körperlichen Einschränkungen….diese kann ich mit entsprechenden Hilfsmitteln für Nichtbetroffene erlebbar und dadurch nachfühlbar machen.

    Aber Süchte jeglicher Art sind so nicht vermittelbar.

    Viele lieben und erleben ihre süchtigen Partner, brauchst ja nur hier zu lesen.

    Und verstehen das Wesen der Sucht trotzdem meist nicht.

    Für einen Großteil der Menschen ist eine Sucht noch immer Willensschwäche.

    So auf die Art - will man(n), Mensch, dann kann Mensch.

    Und irgend ein Körnchen Wahrheit ist ja dran. Will ich, dann kämpfe und kann ich…auch wenn viele Fallen lauern.

    Dagmar

    Hallo Topema und Carl Friedrich,

    Damit ist nicht die Abstinenz gemeint, da gibt es nur den einen Weg.

    Stehen lassen..

    Der Umgang, das öffentlich in welchen Kreisen auch immer machen - außer dem nahenUmfeld - ist damit gemeint.

    Und da kann es viele Wege geben.

    manche „outen“ sich zu Beginn, andere auf dem Weg und noch andere auf ihrer Zielgeraden ( und die kann erst nach Wochen, Monaten, Jahren ) erreicht sein.

    Dagmar

    Ja, sie haben bestimmt recht :wink:

    Viele Wege führen zum Ziel

    begonnen wird immer mit dem ersten Schritt….dann wird man schon ins Laufen kommen….und in der Zielgeraden kann man ja auch das Publikum ( Arbeit…weiteres Umfeld….) mitnehmen und sich freuen und vielleicht „Anerkennung“ erhalten

    aber….schon miterlebt und nicht erdacht…strauchelt EINE/ EINER

    bei den ersten Schritten…kommen mehr als nur BUH- Rufe vom unbedarften Publikum…

    dann ist der Weg zurück sehr viel schwieriger

    Ist der Ruf erst ruiniert lebt sich’s gänzlich ungeniert…

    Hallo Elly und Achillea,

    Von Hypersensibel hab ich schon gehört, habe mich aber nicht nie dazu gezählt.

    Und , Achillea, mitspüren ist gut…..ich kann mich nicht abgrenzen….irgendwie dringt alles in mich ein.

    In meiner Arbeit komm ich meist gut damit zurecht, da hab ich meine - oft sich nicht mehr durch Worte auszudrückenden, dementen Bewohner. Da merk ich sofort die Stimmungslage, kann trösten, in den Arm nehmen, kann bei Ärger i h r e Wut ausdrücken und verbalisieren, dann ist meist gut.

    Aber das kostet schon unglaublich viel Kraft. Und manchmal werd ich da auch ärgerlich und ungeduldig, meine Grenze ist dann scheinbar erreicht.

    So auf die Art…merkt ihr denn nicht dass es mir zuviel ist.

    Nein, das merken sie nicht….aber meine veränderte Stimmungslage, Laune. Und das tut mir leid, weh.

    Und schon bin ich wieder im Bedürfnisse erfüllen…..

    Ich bin nach der Arbeit meist völlig überdreht, ausgelaugt ;(

    Im „Privatleben“ entwickle ich meist Wut, das hält die Menschen und auch mich auf Abstand.

    Bin einsam, kann mich aber auch nicht auf Leute einlassen.

    Ich finde ganz automatisch irgendeinen Punkt, Makel oder was auch immer. Und das nehme ich als so störend wahr dass ich gar keinen näheren Kontakt möchte.

    Weiß schon, dass dies alles aus einer beschissenen Kindheit ohne feste Bezugsperson, sehr frühen Trennungen von der Mutter mit Wiederannäherungen und wieder Trennungen herrührt.

    Liebe war nur bei Erfüllung ihrer Bedürfnisse , Spürbarer Hass auf mich oft….

    Auch da hab ich lange an mir gearbeitet um da überhaupt durchzusehen.

    Trinken, Saufen hat mich meine Gefühle spüren lassen…

    hat im Privatleben die Menschen näher an mich rangelassen

    hat mich erinnern lassen - wie oft habe ich aufgeschrieben und es am nächsten Tag nicht mal mehr lesen können-

    Ich kann, will und möchte aber nie, nie mehr mit Alkohol meine Gefühls - und Erlebniswelt verändern. Selbsthass, abgrundtiefe Scham.. :oops: wenigstens dass kann ich mir ersparen.

    Es ist sehr 😥 schwer.

    Danke, dass ich hier schreiben kann und auch noch jemand reagiert.

    ich werde mir jetzt ein - oder mehrere- Bücher für Verhaltenstherapie kaufen und mangels Therapieplätzen autodidaktisch rangehen.

    LG

    Dagmar, seit 28 Tagen bewusst abstinent lebend

    Hallo achelias,

    geht soweit sehr gut mit 0,0000g Alkohol.

    Aber der Rest…..

    Hallo Elly,

    Ne, der Geschirrspüler war’s noch nie. :lol:

    Aber ansonsten fühl ich mich schon wie ein Einzelkämpfer, meist unverstanden - auch in meiner Partnerschaft - und immer sehr, sehr einsam. ;( Ja,Er steht hinter mir, hatte aber selbst jahrzehntelang ein massives Alkoholproblem. Jetzt im Jahr so 3-4x - na, ich würde sagen missbräuchliches Trinken, da er nichts mehr verträgt, ansonsten alkoholfrei.

    Ich wirke - nur - nach außen selbstsicher- wird mir oft im Geschäft so gesagt. Mühsam antrainiert.

    Es hat Jahre gedauert bis ich einem Menschen in die Augen sehen konnte.

    Ablehnung oder auch - bei Männern- Begehren , Gefallen - haben mich bis in meine späten 30iger rot werden lassen, hat natürlich mein Problem verstärkt.

    Spannungen nehme ich so stark wahr dass ich es fast nicht aushalte.

    Und im Geschäft verursache ich zum Teil diese Spannungen!!!! Es ist so irre.

    Wenn ich alte Gemäuer berühre breche ich in Tränen aus. Sehe ich z. B. ein Musical - berührt mich das dermaßen das ich heule während alle anderen klatschen und sich freuen.

    Aber im reellen Leben wird der kleinste Anflug von Trauer, Niedergeschlagenheit, alleine gelassen werden sofort und ganz automatisiert in Wut mit entsprechender Lautstärke umgewandelt.

    Gerade gegenüber meinem Partner. Ganz, ganz schwierig da inne zu halten.

    Ich erlebe das immer als Explosion aus dem Bauch.

    Und mir tut das gleich hinterher soooooo leid.

    Nüchtern sich selber so auszuhalten ist schon eine üble Sache.

    Natürlich ist es besoffen auch nicht besser, aber da hatte ich immer mehr Nachsicht mit mir, viel Selbstmitleid, immer Gründe für mein Verhalten im Anfangsstadium.

    und später gab es immer einen Blackout, nie erinnert was gesagt, was war. WAHNSINN :oops:

    Psychologen habe ich immer noch nicht gefunden, alle Wartezeiten bis ewig…

    Aber meine Suchtberaterin (2012 - 2015) hat an Nikolaus einen Termin für mich :thumbup:

    liebe Grüße

    Dagmar

    Hallo,

    Mir brennt da seit Tagen einiges ziemlich auf den Nägeln nach dem Lesen hier.

    Mal halbwegs der Reihe nach ( meiner Reihe :S )

    Wichtiger als sich in allen Einzelheiten an Handlungsempfehlungen einzelner Personen zu halten , sind die folgenden Aspekte:


    Das erste Glas stehen zu lassen
    Nicht dem Alkohol und trinkfreudigen Personen hinterher zu laufen, nennt sich Risikominimierung, nämlich den Alkohol auf Distanz zu halten
    Rückhaltlose Akzeptanz der Krankheit incl. Befreiung von dem Gedanken, irgendwann gehe doch noch mal was mit dem Stoff.

    so halte ich es auch…

    Achelias, Du bist jetzt gerade mal etwas über 1 Jahr trocken, falls ich falsch liege, korrigiere mich bitte.

    Erstaunen tut mich dabei immer wieder, über was für einen angeblichen Erfahrungsschatz Du schon über ein trockenes Leben verfügst.

    Nach so kurzer Abstinenz hätte ich persönlich mir nicht mal gewagt, mich überhaupt trocken zu nennen, höchstens abstinent lebend.

    Das geht mir gehörig gegen den Strich, das finde ich wirklich extrem demotivierend und schon fast abwertend.

    Da gibt es also eine „ Rangfolge“ .

    Stimmt. Die Feinjustierung liegt in der Verantwortung des Trocken werdenden. Du kannst die Unterschiede nach 7,5 Jahren sehen. Diejenigen, die am Anfang stehen, schauen meist noch aus der nassen Brille.

    Durch die nasse Brille schauend ( wie lange….1 Jahr, 2 Jahre, 3 Jahre……..)

    Dann Abstinent lebend ……………..( nach den Aussagen nicht lebend….sondern lediglich „versuchend“ )

    Dann trocken……………………………..( das ja nach den Aussagen nie…..)

    Ist es nachvollziehbar, dass mich diese Aussagen als Alkoholikerin, t a g e w e i s e ??? oder wie auch immer ich das bezeichnen k a n n , 27 Tage nach meinem Entschluss n i e mehr zu trinken und ich dies

    b i s h e r so handhabe, richtig runterziehen.

    Mir ist sehr bewusst, das nicht zu trinken eine lebenslange Aufgabe ist.

    Dagmar

    Hallo

    Heute ist mein 18.ter nüchterner Tag seit meinem Entschluss nie mehr zu trinken.

    Ich bin letzte Woche bei meinem Psychiater gewesen, extrem nah am Wasser gebaut, in ein richtiges Loch gefallen.

    Okay, depressiv - ich nenne es lieber sehr melancholisch- bin ich schon lange. Aber dass ich mich selbst so nieder mache und da kaum noch Land sehe ist schwer auszuhalten.

    Ich weiß, dass ich eine PTBS habe. Und das ich mich selber extrem schlecht aushalte.

    Habe heute wieder einen extra Gesprächstermin bei ihm bekommen, musste dadurch wieder außer Haus und das alles hat wenigstens etwas von diesen Scheiß- Gefühlen abgeschwächt.

    Mein „ Rückfall“ nach 1,5 Jahren Abstinenz war auch ein Thema.Und warum ich da nicht wieder komplett raus bin, ob da Suchtdruck meinerseits da gewesen wäre.

    Ich konnte mir meinen Rückfall nicht verzeihen, das trotz Selbsthilfegruppe damals.

    Ich hatte ganz bewusst , mit voller Absicht zur Flasche gegriffen. Ich wollte nicht mehr…

    Ja und dann hat alles wieder angefangen….Alkohol kaufen, verstecken, Trinken.

    Nie mehr täglich, auch mal Päuschen ganz ohne, aber wenn….. dann immer der komplette Filmriss.

    So, Ich wollte das einfach nur mal für mich so sortiert und aufgeschrieben haben.

    Beim Arbeiten halte ich mich sehr zurück, überlege mir fast jedes Wort um ja nicht mehr zu stacheln.

    Extrem anstrengend. Versuche nicht mehr zu kontrollieren, versuche die anderen einfach machen zu lassen und nicht mehr auf richtigen Transfer, Validation etc. Zu achten.

    Versuche meines so gut wie möglich zu machen und muss lernen das andere doch nur einen „ Job“ machen .

    Auch das kann ich nicht ändern, das habe ich lange genug versucht…..

    Dann wird mir zugetragen ich würde viel zu viel machen :roll:

    So, Ärzte wissen Bescheid ( Habe aber auch in den letzten Jahren nie darüber gelogen, immer gesagt, gerade meinem Psychiater gegenüber.)

    Bin jetzt total müde und kaputt, mache mir noch einen Tee und lese - aber nicht mehr im Forum, das hält wach- und hoffe dann wenigstens ein paar Stunden am Stück schlafen zu können.

    Ha, jetzt fällt mir noch was ein: Mir wurde ja auch nie schlecht beim Trinken, auch nicht zu Beginn.

    Habe vor Jahren mal von meinem Onkel gesagt bekommen dass ich als Baby , wenn ich geschrieen und keine Ruhe gegeben habe von ihm und meinem Großvater immer etwas Bier bekommen hätte. Scheinbar haben die beiden auf mich aufgepasst, habe ich dort gewohnt bis meine Eltern eine Wohnung hatten.

    Aber was weiß ich schon… ;(

    Hallo Cadda,

    Es könnte übrigens sein, dass ich in meinem Tagebuch einige zu persönlichen Dinge herausnehme, also dann bitte nicht wundern. Ich habe hier eine Zeit lang wirklich sehr offen über alles geschrieben, weil ich ja auch in meinem echten Leben wirklich offen mit Allem umgehe.

    Ja, habe ich gemerkt nachdem ich Dein öffentliches Tagebuch seit heute Morgen lese und jetzt alles durch habe.

    Fehlt manchmal was zwischendurch zum ….

    Danke für Dein Schreiben hier im offenen Bereich :love:

    Dein Weg macht Mut, zeigt, dass es gut gehen kann…..mit viel Selbstreflexion und immer wieder genau hinsehen.

    Dagmar, seit 17 Tagen trocken , Alkoholikerin

    Dagmar, EKA - erst wissend davon seit ich hier im Forum die Symptome erlesen habe

    Dagmar, sicher Co-abhängig ( Ex- Partner) gewesen, sicherlich noch immer so fühlend und handelnd