Beiträge von Nova

    Willkommen Pippi,

    du willst etwas ändern. Du möchtest nicht, dass dein leben so weiter verläuft. Dann bist du hier ja auch genau richtig.

    Schön dass du den Weg hierher gefunden hast. Der Austausch wird dich weiterbringen.

    Oh, noch etwas..das Dilemma ist so schwer, dass ich noch bisschen brauche, mehr zu erzählen oder so. Tu mir mit Fragen leichter gerade als selber erzählen.

    Frag!

    Mit der Beantwortung deiner Fragen, kommst du von ganz alleine ins erzählen, wenn sich dadurch die Gedanken sortieren.

    LG Nova

    Gibt es keine Möglichkeit innerhalb einer bestehenden Partnerschaft, diese Zeit zu ändern und zu überwinden?

    Hallo Line und noch ein herzliches Willkommen von mir.

    Möglicherweise gibt es das. Mit einem wirklich einsichtigen Partner, der ausgetrunken hat und ein abstinentes Leben haben möchte.
    Der sich dann auch in den Entzug begibt und alles für seine stabile Trockenheit unternimmt. Das trifft wohl eher nicht auf deinen Partner zu.
    Und du kannst das nicht beeinflussen. Du kannst dich auf die Hände stellen und mit den Füssen wackeln, die Sucht hat das Zepter in der Hand.

    Eine Trennung ist auch kein Garant dafür, dass der Alkoholiker dann das Einsehen hat.

    Das Leben mit dieser Unsicherheit wird für dich und deine Kinder zur Tortour.
    Hoffnung und Enttäuschung wechselt sich ständig ab. Dann kommt die Verzweiflung, vielleicht Resignation. Und Resignation der Mutter ist das schlimmste für ihre Kinder. Denn dann bleibt ihr alle auf ewig in dem System gefangen.

    Dein Leben und das deiner Kinder sollte für dich Priorität haben.

    LG Nova

    Oder bist du auch in den Tiefen des geschützten Bereichs verschwunden und schreibst nur noch dort? Der kommt mir mittlerweile vor wie ein geheimnisvoller, fast unheimlicher Ort, der die User quasi auf magische Weise verschlingt und unsichtbar macht...👻

    Hi Jump, den Absatz fand ich so ulkig, dass ich den mal zu dir hole und meinen Senf dazugebe :lol:

    Der geschütze Bereich, auch liebevoll die "Geschlossene" genannt, ist für mich genau das: ein geschützer Raum, in dem ich alle Gedanken usw lassen kann. Da findet (für mich persönlich) viel Aufarbeitung statt und es sind sehr persönliche Dinge, auch vom Alltag die ungerne im Offenen geschrieben werden. Zu persönlich, und eben auch das Erkennungsmerkmal. Kann ja jeder lesen.
    Unheimlich ist es dort nicht :wink:
    Verschlungen wurde ich aber schon dort, seit ich mich mit diesen intimen Dingen mehr beschäftige. Unsichtbar...vielleicht.
    Weil ich dann irgendwann vergessen habe, dass da noch ein Fädchen ist, das eventuell Neue User interessieren könnte. Ab und an mal ein Stand Jetzt (dank deiner Erinnerung) Aber eben nur, was auch relevant ist.
    Im Geschlossenen ist es sehr viel mehr, der Austausch wurde für mich dort auch intensiver. Bewirb dich doch :P

    Da wurde ich doch letztens mal darauf hingewiesen, es wäre schade, in meinem Fädchen hier nicht weiter von meiner Entwicklung geschrieben zu haben.
    Ich bin nicht weg, nur umgezogen, in den geschützen Bereich.
    Es wird Zeit, hier mal staubzuwischen :lol:

    Also gut.
    Etwas mehr als 1 Jahr ist es her, dass ich hier geschrieben habe, wie gut es mir geht.
    Es gab selbstverständlich in dem vergangenen Jahr Höhen und Tiefen.
    Nach wie vor war es die beste Entscheidung, mich räumlich von meinem Partner zu trennen!

    Wir sind letztes Frühjahr wieder mehr aufeinander zugegangen. Eine oberflächliche Beziehung (wer hätte es gedacht) ist nicht möglich. Ich habs versucht. Freundschaft+.
    Versucht eine unverfängliche Liebschaft mit ihm zu führen. Es ging auch eine ganze Weile sehr gut. Doch irgendwann wurde daraus halt doch wieder mehr.
    Und ja, ich hatte auch immer mal wieder co-mäßige Rückfälle. Aber Rückfälle, durch die ich weiter lernen konnte, denn ich habe immer mehr über mich gelernt und wo meine Co-Knöpfe anspringen. Wo ich in alte Muster zurückfalle und wie ich lerne, dass mir das nicht mehr passiert. Oder zumindest nicht mehr oft!

    Es gab auch einiges an Aufarbeitung bzgl. meiner Kindheit, meiner Freundschaften, Partnerwahl....
    Damit kam eine menge Verständnis für mich. Wieso, weshalb, warum, bin ich, wie ich bin und was kann ich tun, das zu ändern oder zu akzeptieren!
    Akzeptanz ist eines meiner Zauberwörter!

    Im Mai habe ich beschlossen, mich auch nach einem neuen Arbeitgeber umzuschauen und auch da habe ich nun die bessere Wahl getroffen.
    Es musste wohl erstmal der gesamte Umbruch her, damit ich mich von Altem lösen und Neues zulassen konnte (auch wenn L. -mein Partner- vom Altem wieder zum Neuen wurde)

    Als L. dann im Sommer davon anfing, dass er einen Entzug machen will, war ich total ungläubig, hab das nicht erwartet. Niemals habe ich damit gerechnet, da er sich ja von mir nie seinen Life-Style kaputt machen lassen wollte.
    Ich hab ihn seinen Life-Style leben lassen. Und nach einer Party kam er dann damit, dass es so nicht weitergeht. Ich habe nie Druck gemacht oder überhaupt das Thema Alkohol zur Sprache gebracht, außer es ging darum, dass ich ihn nur nüchtern sehen will.

    Ich dachte, nun ja, ich genieße unsere Verabredungen noch und bleibe aber auf dem Sprung. Das hat sich überweigend gut angefühlt. Ab und an kamen dann trotzdem alte Verhaltensmuster bei mir hoch. Aber dadurch, dass ich alles immer hier lassen konnte, mich mit mir und meinen Umgang damit, immer wieder auseinandergesetzt habe, komme ich bis heute mit meiner Entscheidung gut klar.

    Seit seiner Krankheitseinsicht ist viel passiert aber er war noch nicht im Entzug.
    Es zieht sich ziemlich lange und dann machen sich doch immer mal wieder Zweifel breit, ob er das richtig angeht, ob es ihm ernst ist, ob er mich hinhält. Dadurch, dass er aber komplett ehrlich mit mir umgeht, mich total mit in seinen Prozeß einbezieht, weiß ich eben, dass es halt mal so lange dauert, wenn man den Weg im ambulanten Entzug nicht gehen will. Da müssen Termine bei der Suchtberatung wahrgenommen werden. Es werden Pläne geschrieben, ein Sozialplan erstellt, ein Reha-Antrag muss raus für die Langzeittherapie im Anschluss. Und das dauert. Gerade dann, wenn die Stellen überlastet sind und es Krankheitsausfälle gibt.
    Ich habe mir schon ein paar mal gewünscht, er würde es ambulant machen. Kann aber verstehen, dass das für ihn keine Option ist, im häuslichen Umfeld alleine auf sich gestellt. Außerdem ist das seine Baustelle und ich misch mich da nicht ein!
    Wünsche mir aber schon hin und wieder, wir hättend das schon hinter uns.
    Denn dann fängt ja auch eine neue Art der Arbeit an. Er für sich, ich für mich und wir gemeinsam müssen dann lernen. (Und das alles vorausgesetzt er bleibt da auf dem Weg!)

    Aber tatsächlich ist er nun immer entschlossener. Er begreift, dass ER so nicht mehr leben möchte.
    Er kümmert sich um seinen Kram selbst. Da ist keine Co mehr, die ihm alles abnimmt. Kein Verheimlichen, keine Erledigungen, kein Wäsche waschen, kein Haushalt machen (einmal haben wir zusammen klar Schiff gemacht, weil er es alleine nicht mehr hinbekommen hätte und nun läuft auch das prima).
    Er hält sich zu 99% an unsere Vereinbarungen. Wir sehen uns nur noch wenn er nüchtern ist. Und unsere Unternehmungen draußen finden auch nur nüchtern statt und diese Zeiten genieße ich einfach.

    Es gab hin und wieder mal ne Ausnahme, wo ich mit mir nicht so konsequent war. Aber die helfen mir letztendlich auch. Denn dann schaue ich mir an, was da passiert ist, warum ich mich wie auch immer verhalten habe und lerne besser bei mir zu bleiben und dann sehe ich wieder ganz genau, was ich nicht mehr will.

    Es war im letzten Jahr aber trotzdem immer mal ein Auf und Ab mit mir und ich glaube dass ich hier öfter mal einige zur Verzweiflung gebracht habe.
    Öfter wurde mir versucht begreiflich zu machen, dass ich loslassen sollte. Wie viele Runden ich denn noch drehen will.
    Ich mich trennen sollte, wenn ich will, dass es mir besser geht.
    Nö, will ich nicht...noch nicht...ich sehe da diese eine Chance noch und die gebe ich uns!
    Und mir gehts besser. Besser als die letzten 15 Jahre und da war L. noch gar kein Thema.

    Nach Ostern geht er in den Entzug. Ob und wie wir beide das durchhalten und es für uns dann weitergeht, bleibt noch abzuwarten.
    Was ich für mich aber mittlereweile 100% weiß: Ich will nicht mehr mit ihm zusammen sein, wenn er es nicht schafft.
    Ich begleite und unterstütze ihn bei seinem Vorhaben und natürlich hoffe ich, dass es ihm gelingt.

    ABER: Ich bin davon nicht mehr abhängig. Ich weiß heute genau, dass ich auf keinen Fall mit einem nassen Alkoholiker leben möchte.
    Mir geht es gut, ich habe mich in so vielen Bereichen neu aufgestellt:

    Meine tolle Wohnung - meine Oase, mein Wohlfühlort- die geb ich für niemanden mehr auf!
    Meine Arbeit - alles anders und doch gleich. Weniger Fahrtweg, mehr Geld.
    Meine Familie - mehr und besserer Kontakt. Könnte noch etwas mehr vertragen, aber hey Rom wurde ja auch nicht......
    Meine Psyche - da ist der allergrößte Fortschritt! Ich LEBE!!!
    Ich falle in keine tiefen Löcher mehr, wenn mal ein Sturm kommt.
    Ich war schon länger nicht mehr depressiv. Panikattacken bekomme ich nur noch selten. Ich bin ausgeglichener, fröhlicher, lebensbejahend. Als ich hier im Dez. 22 ankam, wollte ich nicht mehr leben. Das Forum war der letzte Strohhalm, den ich ergriffen habe und mich hier anzumelden, hat mein Leben gerettet!

    Alles wurde im letzten Jahr besser!
    Also egal, wie es nun mit mir und L. weitergeht:
    Ich werde leben, ich werde das Beste daraus machen, ich werde mich nicht mehr in dieser Beziehung verlieren und aufgeben!


    Das nun mal ein Update von der Co-Abhängigen mit eigenen Problemen, die ihre Co-Erkrankung und ihre "eigenen" Probleme in den Griff bekommt!

    Hallo Nova ,

    ich hab deinen Faden jetzt gelesen. Jetzt weiß ich auch warum ich es nicht mehr zuordnen konnte - er hört ja im März letzten Jahres auf.

    Du hast tatsächlich eine beachtliche Entwicklung gemacht! Respekt! Schade, dass du nicht im offenen Bereich weiter geschrieben hast wie du an den jetzigen Punkt kamst.

    Alles Gute,

    Jump!

    Hey Jump,

    war grade mal ein paar Tage nicht im Forum und will dir gerne nochmal antworten.

    Zu deiner Frage LZT ist die stationäre Langzeittherapie.

    Ich hab in meinem Faden nicht mehr weitergeschrieben, weil ich alles, was dann kam, im geschützten Bereich bearbeitet habe.

    Wie kam ich an den Punkt?

    Mein Freund und ich haben es mit unserer „Beziehung“ nach 3 Monaten Trennung nochmal auf die Freundschaft+ Variante versucht. Das lief auch ganz gut eine Weile. Ich hab mich nur noch mit ihm getroffen, wenn er nüchtern war. Wir hatten ne gute Zeit miteinander. Irgendwann hat sich das wieder zu mehr entwickelt und er war dann immer öfter nüchtern.
    Im Sommer fing er plötzlich damit an, sich selbst als Alkoholiker zu bezeichnen und ist Ende August zum Arzt und hat auf den Tisch gepackt. Einen ambulanten Entzug wollte und will er nicht. Seitdem war er oft bei der Caritas und hat die Reha beantragt.
    Das ganze hat sich jetzt sehr lange hingezogen, weil immer mal Termine verschoben wurden. Aktuell der für sein Aufnahmegespräch morgen. Nun geht’s nach Ostern los.

    Das stresst ihn und mich schon etwas.

    Er wird aber immer entschlossener. Er will nicht mehr trinken müssen und wir reden sehr oft über unsere Entwicklung, die Gefühle und unseren Umgang damit.

    Ich für mich habe viele Podcasts gehört. Einen davon hast du vorgeschlagen bekommen. Hörbücher und viel Aufarbeitung gemacht. Das ist teilweise wirklich Schwerstarbeit gewesen. Die viele Rückschau ist anstrengend und die Emotionen so vielfältig.

    Als es mir zu viel wurde, hab ich eine Pause eingelegt und, ich würde sagen, seit 2 Monaten gehts mir irre gut. Ich hab viel wegpacken können. Verstanden, was meine Muster und Antreiber sind und wie ich besser damit umgehen kann.

    Mein Lieblingsmantra ist: es ist wie’s ist.

    Und ich bejahe jetzt mein Leben. Ich arrangiere mich mit so vielen Umständen besser, als die letzten 15 Jahre! Ich habe es geschafft, meine Opferrolle abzustreifen und bin selbst für mich und mein Leben wieder vollumfänglich verantwortlich. Mache mich nicht mehr von anderen oder von Umständen abhängig.(meistens…wenn doch, merke ich es aber recht schnell und versuche dagegen zu steuern, was mir immer besser gelingt!)

    Im letzen Frühjahr hatte ich dann auch beschlossen, meinen Arbeitgeber zu wechseln, was ebenfalls eine richtige und gute Entscheidung für mich war. Und wo ich auch hier sehr viel Rückhalt und Zuspruch bekommen habe.

    Durch das Forum und die unterschiedlichen Sichtweisen hier, komme ich zu sehr vielen hilfreichen Erkenntnissen für mich und setze um, was zu mir und den aktuellen Umständen gut passt.

    Und nun ist es eben so, dass ich den Weg mit meinem Freund noch weitergehen möchte. Weil er sich bereits so sehr verändert hat, obwohl er noch nicht abstinent lebt. Ich glaube, so wie er redet, sich gibt und so wie er mit seinem Trinkenmüssen umgeht, dass er es schaffen kann.
    Tja und falls nicht, dann weiß ich aber, dass ich mit ihm als nassem Alkoholiker nicht mehr zusammen bleiben werde.

    Also sitze ich diese Runde noch im Karussell und kann trotzdem die Fahrt und den Wind um meine Nase genießen!

    Und ja, ein Happy End wünsche ich mir schon. Trotzdem weiß ich jetzt, ich kann meine Geschichte auch ohne ihn zu einem Happy End machen!

    Ich habe im Moment das Gefühl meine Erkenntnisse gallopieren mir davon und ich komme einfach nicht hinterher.

    Gib dir Zeit, werde nicht ungeduldig. Es dauert ein bisschen, bis die Erkentnisse sich festigen und dann die Umsetzung beginnt.

    Tolle Podcastfolge: wenn der Sack erstmal auf ist, bekommst du ihn nicht mehr zu!

    Und das stimmt. Also Step by Step!

    Ich bekomme hier Zuspruch und kann dann wieder auftanken - und bin dann wieder gestärkt für die nächste Runde im Karussell?

    Hey Jump, da möchte ich nun auch mal bei dir schreiben.
    Hallo erstmal :lol:

    Also ich kann nicht behaupten, Zuspruch für die nächste Runde hier bekommen zu haben. Und so konnte ich gar nicht auf Kuschelkurs bleiben, was ich auch sowieso nicht wollte!
    Wofür ich Zuspruch bekam und noch bekomme ist die Entwicklung, die ich selbst mache, unabhängig davon, ob ich noch in der Partnerschaft bin oder nicht. Und hin und wieder bekomme ich auch den Fingerzeig, der dann auch mal nötig ist, um nochmal hinzuschauen.

    Der Weg führte zurück zu mir und da habe ich durch die Hilfe hier im Forum und durch die daraus resultierende Selbsthilfe aus meiner Sicht eine Veränderung in großen Schritten gemacht. Und auch da gab es immer wieder mal rückfällige Gedanken, die ich aktuell soweit im Griff habe. Aber das war teilweise sehr schwere, harte Arbeit an mir selbst! Und ist es noch.

    Und ich sehe da auch nochmal einen Unterschied, ob ich es mit einem Alkoholiker zu tun habe, der 0,0 gewillt ist, an seiner Situation etwas zu ändern. Der keine Einsicht zeigt und die Verantwortung oder Schuld dann lieber alles und jedem anderen gibt, als bei sich anzufangen.

    Ich bspw. bin noch bzw. wieder mit meinem Partner zusammen, weil er den Weg eingeschlagen hat und bisher keine Anstalten macht, davon abzuweichen. Auch wenn er nicht von heute auf morgen den Entzug durchgezogen hat und lieber den längeren Weg mit Entgiftung und LZT eingeschlagen hat. Und auch wenn es nun 6 Monaten gedauert hat, bis alle Anträge durch waren und die Termine festanden. Nun geht es bald los und diese Chance will ich ihm geben. Vor allem auch deshalb, weil ich sehe, dass er das für sich und nicht "mir zu liebe" machen will.

    Liebe wardasalles,

    ich hab da letztens einen Podcast gehört, der es für mich voll auf den Punkt gebracht hat:
    Wenn der Sack einmal auf ist, dann bekommst du ihn nicht mehr zu!

    Ich finde den Satz wirklich passend. Ich bin seit einem Jahr dabei, den Sack zu bearbeiten.
    Ich bin für mich - und nur für mich- verantwortlich! Und solange ich mich als Opfer der Umstände gefühlt habe, konnte da keine Weiterentwicklung stattfinden. Erst als ich begriffen habe, dass nur ich es in der Hand habe, wie es mir geht, konnte ich auch anfangen einige Dinge zu verarbeiten. Und ich bin weiter dran, an meinen Themen. Und ja, e ist anstrengend und ein paar Dinge sollten auch immer mal ruhen.

    Jetzt mache ich mit mir selbst reinen Tisch.


    Aufarbeitung ist anstrengend und reißt auch immer mal wieder was auf. Da zu lernen, es als Vergangenes gehen zu lassen, erfordert Geduld.

    Also überfordere dich nicht, mache immer mal Pausen mit der Selbstreflektion. Und manches kann auch einfach mal da bleiben wo es ist.

    LG Nova

    Ich konnte mir dadurch viel spott und Vorwürfe anhören, zb "zieh dir den Stock aus'm ar***, früher warst du nicht so ne Ziege, das sind die Weiber über 30 die plötzlich frigide werden, und noch vieles mehr. Am schlimmsten fand ich: dir würde Alkohol auch mal gut tun.

    Tja, da ist dann wohl absolut Null mit Einsicht zu rechnen und du darfst dir noch so Sprüche von ihm anhören. Und die finde ich echt sowas von respektlos!
    Na dann, liebe traurige32, steck dir mal den Stock tiefer in den A.... und lass ihn sich mal schön alleine um seinen Mist kümmern. Also echt, was ein Spruch!
    Und diese Ü30 Sache find ich auch total daneben. Schätze, er ist derjenige, der frustriert ist, weil du ihn aufgrund seines Benehmens und seines Konsums nicht mehr an dich ranlässt. Hat er sich doch so ausgesucht. Mein Ex-Mann hat mir auch hin und wieder ähnliche Sprüche reingehauen. Als mir die Respektlosigkeiten zu viel wurden, war irgendwann das Maß voll. Wo kein Respekt mehr ist in einer Beziehung, ist doch auch keine Liebe mehr, oder?

    Wieso bekommst du Panik, wenn du an "seine" MPU denkst?

    Hey liebe traurige32,

    etwas zu wissen und es auch so zu fühlen sind 2 paar Schuhe. Und hier musst du dich vor niemandem schämen!

    Du bist damit doch nicht allein. Schonmal in den vielen Berichten der Co´s reingelesen? Wieviele genau die gleichen Erfahrungen gemacht haben? Sich geschämt haben, sich nicht eingestehen wollten, dass es nur noch einen Weg für sie gibt: Raus aus der Suchtbeziehung.
    Die Jahre dafür brauchten (wenn überhaupt) da auszusteigen.

    Bitte setz dich da nicht selbst so unter Druck. Du stehts am Anfang deiner Erkenntnis, dass es so für dich nicht weiter geht. Du musst dich sortieren und dir einen Plan machen, wie es nun für dich weitergehen soll. Den kann dir auch sonst niemand als du selbst vorgeben.

    Wovor genau hast du Angst, es ihm zu sagen? Welche Reaktionen erwartest du?

    Und wie bitteschön kann denn deine Mutter sein Trinkverhalten beurteilen? Selbst du kannst doch nur beurteilen, was du erlebst und ich schätze mal, du bist sicher längere Zeiträume mit deinem Mann zusammen als deine Mutter...

    Und dann frage ich micht, warum du ihm den Arm aus der Sonne legst und dich um seinen Sch... kümmerst, den er verzapft hat.
    Es ist seine MPU! Er sollte sich da auch selbst drum kümmern, dass alles beisammen ist!

    Das Gefühl, dass du für ein zusätzliches Kind verantwortlich bist, ist absolut richtig. Aber er ist kein Kind! Er ist Erwachsen, er hat sich entschieden zu trinken und damit den Führerscheinverlust in Kauf genommen. Wo bitte ist das jetzt deine Angelegenheit, ihm das abzunehmen, worum er sich selbst kümmern muss?

    Hast du dir im Außen für dich auch noch zusätzliche Hilfe gesucht? Deine Mutter war da jetzt nicht so hilfreich. Freunde? SHG? Suchtberatung? Anwaltliche Beratung? Glaube, da fällt einigen noch mehr ein.

    Du hast ja eine Weile nun nicht hier geschrieben. Mir hat es enorm geholfen, hier täglich zu lesen oder zu schreiben. So bin ich immer klarer geworden, dass ich mich räumlich trennen musste und dass ich das schaffen kann.

    Ich schick dir eine Portion Kraft und Klarheit.
    Die Lösung hast du bestimmt schon in dir.

    LG Nova

    Hallo wardasalles und noch ein herzliches Willkommen von mir.

    Mag sein, dass das noch total Co-Verhalten ist, aber es hat dir die benötigte Klarheit verschafft, dass du deiner Wahrnehmung trauen kannst.
    Davon musste ich mich auch immer wieder überzeugen. Dass ich nicht übertreibe. Dass meine Gefühle richtig sind. Dann kam ich mir immer total für blöd verkauft vor. Und ich war stinkesauer, dass er meine Intelligenz so beleidigt!

    Es gibt leider nichts, was ihn zum Aufhören bewirken wird, wenn der Wunsch nicht von ihm ausgeht.

    Es mag sein, dass es Augenöffner-Momente gibt. Dann ist aber immer noch nicht gesagt, dass er sein Problem auch angehen will.
    Es braucht zu allererst die Einsicht und den Wunsch wirklich nicht mehr trinken zu wollen.

    Wir haben da keinen Einfluß drauf. Die meisten brauchen ihren Tiefpunkt (so wie auch wir Cos) und auch dann ist nicht sicher, dass der Alkoholiker mit dem Trinken aufhört.
    Bei dem Einen kann das die Trennung sein, beim Nächsten müssen erst sämtliche Stützpfeiler wegbrechen.
    Du hast es aber gar nicht in der Hand.

    Was du tun kannst, und das wirst du hier immer wieder lesen und hast es ja auch selbst bereits geschrieben bekommen: Kümmere dich um dich! Schau, was du tun kansst, um aus dem Suchtsystem auszusteigen. Ob es dafür eine Trennung benötigt, hängt mM nach von dir ab. Kannst du mit einem Alkoholiker dauerhaft unter einem Dach leben, kannst du dir selbst so viel Freiraum verschaffen, dass du nicht permanent mit seiner Trinkerei konfrontiert und belastet wirst? Wie hoch ist deine Akzeptanz. und es wird nicht besser- im Gegenteil, die Trinkemgen und die Häufigkeit werden immer mehr. Die psychischen Verletzungen (bei manchen sogar körperliche), all das wird schlimmer, je weiter er sich reintrinkt....

    Ich konnte es nicht. Ich bin ausgezogen.
    Nach gut 6 Monaten der "räumlichen" Trennung, hatte mein Partner eine erste Krankheitseinsicht. Nun über ein Jahr später will er den Entzug machen. Was daraus wird, steht auch auf einem anderen Blatt. Ich bin aktuell noch bzw wieder mit ihm zusammen, hab aber meine eigene Wohnung und kann mein Leben mittlerweile sehr gut ohne ihn gestalten. Aber es gibt auch in meiner Co-Rolle immer mal wieder Rückfälle.
    Trotzdem bin ich jetzt soweit, dass ich sagen kann: scheitert sein Entzug, ist auch die Beziehung gescheitert.

    Hallo Sanni,

    Schön, dass du wieder hier bist und dich nun um dich selbst kümmern möchtest! (auch wenn der Anlass traurig ist)

    Während er nichts nachhaltig gegen seine Sucht unternommen hat, hast du wohl auch im vergangenen Jahr nichts gegen deine gemacht.

    Deshalb freut es mich, dass du nun damit angefangen hast.

    Es ist schade, dass es so kommen musste, war aber leider absehbar. Und wie hier schon geschrieben wurde, reicht es nicht, wenn nur einer sich bewegt.

    Der no-contact ist jetzt das beste, was du machen kannst, um dich von ihm zu lösen.

    Magst du Podcasts? Gib in YT mal co-abhängig ein. Da gibt es einen, der mir irre geholfen hat. Der heißt Liebling wir sind abhängig.

    Als Buch wurde mir hier Robin Norwood empfohlen ‚Wenn Frauen zu sehr lieben‘ irre viele Augenöffner! Gibts auch als Hörbuch.

    Und das Forum bietet ne Menge Input!

    Ich finde es toll, dass du dich damit jetzt richtig auseinandersetzen möchtest. So lernst du viel über deine Muster und wie du dein Leben selbst wieder bestimmen kannst.

    Aber Spoiler: das ist kein Spaziergang. Die Arbeit an einem selbst ist teilweise echt anstrengen und erfordert auch ne Menge Kraft. Aber es lohnt sich so sehr!

    Und bleib hier! Schreib, wie es dir geht, was du für dich tust, wenn es dir mies oder gut geht. Was dich bewegt. Dafür ist die SHG goldrichtig!

    Viele sind bereits durch diesen Prozess durch, viele befinden sich mittendrin und einige fangen gerade an. So kannst du von allen Entwicklungsschritten ne Menge hier für dich rausholen.

    Ich kann die Entscheidung der beiden absolut nachvollziehen! Es ist so viel passiert und hier haben sie bereits Großes geleistet. In ihrer realen Welt haben sie eine große Herausforderung angenommen und müssen nun auch auf sich selbst schauen!

    So viele Jahre begleiten sie das Forum schon und ich durfte jetzt etwas über ein Jahr von Auroras Erfahrungen profitieren.

    Sie hat mir so viel gegeben und so wertvolle Ratschläge erteilt. Erst heute wieder! Sie ist so einfühlsam und hat eine so große Tüte Verständnis im Gepäck!

    Danke dir so unendlich, liebe Aurora , dass du mich und meinen Weg begleitet hast. Und ich hoffe, dass du hin und wieder nochmal bei mir vorbeischaust.

    Mit Dante hatte ich eigentlich gar keinen Kontakt hier. Doch auch seine Beteiligung bei anderen empfinde ich als unendlich wertvoll!!!

    Es ist richtig irgendwann auch mehr auf sich selbst zu schauen und die Grenze zu erkennen, wann es zu viel wird!

    Das bekommen wir ja Tag für Tag von ihnen beigebracht. Also gilt das auch selbstverständlich für die beiden!

    Danke für Euer Engagement ❤️

    Mami, so wird das nix!

    Richte mal endlich deine Gedanken von ihm weg zu dir!

    Tu dir gutes, statt daheim rumzusitzen und dein Gedankenkarussell nicht zur Ruhe kommen zu lassen.
    Geh schwimmen, Sauna oder ins Kino. Besuch ne Freundin. Geh spazieren, nimm dir was zu hören mit. Mach ne Entspannungsübung-Meditation zu Panik.

    Das alles hat mir über meine schlimmste Zeit weggeholfen!

    Wenn ich da mal von mir berichten darf?

    Ich habe eine Weile wirklich sehr missbräuchlich getrunken. Als Alkoholikerin habe ich mich aber nicht gesehen. Ich konnte, wenn ich die Schnauze voll hatte, einfach aufhören.

    Es gab eine Phase, da war ich extrem stark gefährdet und auf dem besten Weg in die Sucht reinzurutschen. Viel hat bestimmt nicht gefehlt, denn ich hatte schon erste Anzeichen von Saufdruck Donnerstag mittags, wenn ich wusste, heute Abend Kneipe, Stammtisch.

    Irgendwann hab ich die Reisleine gezogen. Ich merkte, wie es mir gesundheitlich immer schlechter ging. Ich hab einfach aufhören können, weil ich es wollte.

    Liebe Mami,

    Deine Gedanken kreisen offensichtlich ausschließlich um ihn.

    Belese dich nicht in Depressionen. Versuchs mal mit Co-Abhängigkeit. Es gibt sehr gute Bücher, Podcast, und im Netzt auch einige Seiten sowie die Themen hier im Forum bei den Angehörigen.

    Da sollte nun dein Fokus drauf liegen!

    Dabei lässt sich sehr viel auf dich und deine Situation übertragen und vielleicht kannst du dann besser verstehen.

    Du willst verstehen und viele hier schreiben dir, woran sein Verhalten liegen könnte. Natürlich kann keiner hier wissen, wie es tatsächlich ist.

    Aber erstmal wäre es wichtig, dass du an dich denkst. Die Gedanken von ihm weglenkst und schaust, was du für dich tun kannst, damit es dir besser geht und du einen Umgang mit deiner Situation findest.

    Es gibt hier im Forum auch einige Buchempfehlungen. Zwei, die mir sehr gut geholfen haben zu verstehen waren: Alk-Fast ein medizinisches Sachbuch von Simon Borowiak und Wenn Frauen zu sehr lieben von Robin Norwood. (Beide gibt’s auch als Hörbücher)

    Empfehlungen, die ich selbst auch hier bekommen habe. Da waren viele Augenöffner für mich dabei.

    Hallo Mami,

    bisher habe ich nur still bei dir mitgelesen, weil du auch von vielen hier bereits die Antworten bekommen hast, die ich selbst auch gegeben hätte.

    Kann es sein, dass du dich bis jetzt noch gar nicht mit dem Thema Alkohol-Sucht umfänglich auseinandergesetzt hast? Aber vor allem mit deiner Co-Abhängigkeit? Liest du dir hier auch andere Bücher durch? Das hilft sehr, eine andere Perspektive einzunehmen. Denn wir Cos haben sehr viele ähnliche bis gleiche Geschichten.

    Wenn dein Partner Alkoholiker ist und sich in eine Langzeittherapie begeben hat, hat er ja schon erkannt, dass er seine Sucht nicht ohne Hilfe zum Stillstand bringen kann. Was da in der Therapie passiert, ist sicher von Patient zu Patient unterschiedlich und doch ganz gleich.

    Er lernt gerade, mit seiner Sucht umzugehen und diese zu stoppen. Das ist harte Arbeit und es kommt sicher auch sehr viel hoch bei ihm. Daher ja auch seine vermutliche Depression.
    Wenn nun alle Emotionen ungefiltert bei ihm ankommen, kann das total überfordern und es muss ein Umgang damit gelernt werden, ohne die altbewährte Strategie, es wegzutrinken. Sich betäuben zu müssen, um das auszuhalten.

    Du hast von vielen bereits den Anstoss bekommen, bei dir zu bleiben und das nicht persönlich zu nehmen. Denn das ist es nicht.

    Natürlich machst du dir Sorgen, aber lass sie dich nicht beherrschen. Mein Eindruck ist aber, dass du genau das tust.

    Gibt es in der Klinik deines Partners eventuell Angehörigen-Gespräche? Wenn dein Partner damit einverstanden wäre, könnte es Euch vielleicht helfen? Nur so ein Gedanke. Aber auch da, wenn er das nicht möchte, mach ihm keinen Druck. Er ist dazu nicht verpflichtet, wenn er dazu nicht bzw. noch nicht bereit ist.

    Er hat gerade wahnsinnig viel mit sich selbst zu tun. Gib ihm die Zeit, die er braucht.


    LG Nova