Beiträge von Nova

    Hallo Bernie und ein Frohes Neues!

    Tatsächlich hat es nichts mit der Unfähigkeit der Sozialdienste zu tun. Bei meinem Partner wird gerade alles so abgestimmt, dass es nahtlos von der Entgiftung in die LZT geht. Er will das so. Und diese Abstimmung dauert schon länger. Bis die ganzen Formulare ausgefüllt sind, Sozialplan erstellt und Reha-Antrag bewilligt ist. Und so lange hat er noch seine Schonfrist bzw. tritt auf der Stelle. Wenn man ihm glauben möchte, dann wird der Plan Mitte Ende Febraur in die Tat umgesetzt. Und so lange haben wir noch den Schwebezustand. Wenns nach mir ginge (was es selbstverständlich nicht tut) dann wäre er schon längst entgiftet und würde die Zeit bis zur LZT mit SHGs usw. überbrücken. Für ihn ist auch die Therapie im Anschluss wichtig.

    Und das alles ist aber nicht mein Problem. Er ist für sich selbst verantwortlich und ich mach gerade das Beste aus der Situation. Gehts dann doch nicht los, dann hab ich aber auch keine Lust mehr, weiter zu warten, zu hoffen und selbst in dieser Schwebe zu bleiben.

    Also für meinen Teil wird bis Ende Februar so oder so ein neues Kapitel aufgeschlagen. Gemeinsam oder alleine, das wird sich zeigen.

    Wichtig ist, dass du dich abgrenzt. Und nimm ihr da auch nichts aus der Hand. Es ist ihr Weg. Finde du deinen!

    Alles Gute für dich.

    Gruß Nova

    Hallo Jacaelli,

    Willkommen im Forum. Ich wünsche dir einen guten Austausch hier.

    So wie Cadda schreibt, ist es schon mal sehr gut, dass du dein eigenes Zuhause hast!

    Das mit dem Hund würde mir auch kein bisschen gefallen. Trotzdem hat er die Verantwortung, nicht du. Also mach sie nicht zu deiner!

    Und „nur“ Bier. Da bekomm ich die Krise. Wenn nur Bier literweise in sich reingekippt wird… es ist egal, welchen Alkohol er konsumiert. Rausch ist Rausch.

    Und du löst keine Eskapaden aus! Das verursacht die Sucht auch ohne dein Zutun.

    Gib dir nicht die Schuld und versuch nicht ihm zu helfen.
    Kein Aufräumen, keine Erledigungen abnehmen. Kauf nicht für ihn ein.
    So lange du um ihn rumschwirrst, hat er überhaupt keine Veranlassung etwas zu ändern. Also mach’s ihm nicht zu bequem.

    Und egal, was du tust, das weißt du ja bereits selbst, du kannst ihm nicht helfen.

    Was kannst du für dich tun?

    Zuerst einmal hat mir das Schreiben und vor allem das Lesen hier unheimlich geholfen.
    Gibt es Dinge, die du gerne tust? Die du gerne für dich alleine tust?
    Sauna, Kino, Museum, Freunde/Freundin…

    Ich find, dass DU das super machst. Das mein ich ernst. Du kamst in's Handeln. Du reflektierst ja permanent.

    Danke Hera :oops:

    aber er riecht soo gut "Ist wirklich mal hier geschrieben worden.

    Jaaa, von mir :oops:

    Der Typ riecht irre, wenn er keine alkoholischen Ausdünstungen hat. Und dieser Geruch macht mich echt verrückt. Da steht aber auch kein gemein, manipulativ oder sonst etwas davor und das ist ganz sicher kein Grund zu bleiben.

    Und ich geb dir wirklich Recht. Zum ständigen Jammern, wie schlimm es ist und selbst überhaupt nichts an sich zu ändern, dafür ist ein Selbsthilfe-Forum nicht da!
    Sich selbst wieder in den Fokus zu rücken und dann ins Handeln zu kommen, die eigenen Baustellen zu betrachten und zu schauen, was einem selbst gut tut, ohne es von einer anderen Person abhängig zu machen, dafür ist ein Selbsthilfe-Forum da!

    Der Unterschied ist aber doch der, dass die Halb-Trennungswilligen ewig hier in ihrem Nest verweilen dürfen, auch wenn sie nicht in die Puschen kommen. Bei den Alkis gibt es nur hop oder top. Ich weiss schon, dass das ein längerer Prozess ist, wenn Kinder oder Haus oder so dran hängen. Aber da gibt es keine Frist oder ne Voraussetzung, um hier zu bleiben. Da wird das dann manchmal zu ner Art Selbstmitleid- oder Liebeskummer-Forum.

    Hallo Hera, ich hol das mal zu dir rüber, weil ich Hartumts Faden damit nicht blähen möchte. Möchte da aber gerne auch drauf eingehen.

    Denkst du, dass es bei den Cos zielführend wäre, wenn es da nur hop oder top gäbe, wie bei den Alkoholikern?

    Da ist ja ganz klar, entgifte und dein Austausch fängt an.

    Sollen Cos das gleiche geraten bekommen? Trenn dich und der Austausch fängt an?

    Ich muss dir aber auch Recht geben, dass ein jahrelanges Rumgeeiere hier im Forum auch keinen Sinn macht. Und über den Alkoholiker und die Situation zu Hause rumzujammern finde ich auch dauerhaft, ohne im eigenen Verhalten etwas zu ändern, unsinnig.

    Falls du bei mir noch ein wenig im Thema bist, weißt du ja, dass auch ich noch ein bisschen eiere. Ich hatte mich letztes Jahr hier angemeldet und 2 Wochen später bin ich ausgezogen. Nach der Trennung haben wir uns ein paar Monate später wieder angenähert. Ich hatte da dann eine völlig andere Haltung eingenommen und kann das Thema Alk losgelöst von den anderen Themen und vor allem losgelöst von mir anschauen. Früher habe ich bei mir die Schuld gesucht. Meinen Wert in Frage gestellt. Mein ganzes Sein. Heute bin ich diesbezüglich, vor allem Dank des Forums, viel weiter. Ich bin durch den Austausch hier viel gefestigter und konnte dadurch lernen, trotzdem mit einem Alkoholiker zusammen zu sein, ohne irgendwelche Anteile an seiner Sucht bei mir zu suchen.

    Da er irgendwann von sich aus mit Entzugswunsch angefangen hat, geb ich zu, hat er mich allerdings auch wieder mehr eingefangen. Nun eiert er rum. Und ich mach das so dann nicht mehr lange mit. Dachte eigentlich, dass sich unsere, wie auch immer gelagerte, Beziehung in diesem Jahr irgendwann ausschleichen würde. Durch sein verändertes Verhalten blieb ich aber auch noch stecken. Nun wird es die nächsten paar Wochen zeigen, ob ich ganz den Absprung mache.

    Warum ich das alles schreibe ist einfach, dass ich als Co dieses Jahr so irre viel hier durch den Austausch gelernt habe, dass ich das nicht mehr hergeben möchte und unendlich dankbar dafür bin.

    Liebe Paulina, Willkommen im Forum. Ich wünsche Dir einen guten Austausch und die Erkenntnis, dass du dir und deinen Kids keinen Gefallen tust, bei einem Alkoholiker zu bleiben.

    Hier sind viele Erfahrungsberichte von EKA's (Erwachsene Kinder von Alkoholikern) und ich empfehle dir, da auch mal reinzulesen.

    Deine Kinder mögen im Moment den Eindruck erwecken, dass sie nichts mitbekommen. Vergiss das ganz schnell wieder. Es ist nicht unfair, sie aus diesem Suchtsystem rauszuholen. Es ist unfair, sie darin zu halten!

    Ich selbst bin ein EKA, und ich bin Co-abhängig, da bereits in der frühsten Kindheit diese Muster bei mir angelegt wurden. Es ist ein Leidensweg, den man keinem wünscht. Und ich bezweifle, dass du dir eine solche Zukunft für deine Kinder vorstellst.

    Ich verstehe schon, dass die finanzielle Unsicherheit ein großes Thema ist. Ist aber zu schaffen. Es gibt Hilfe! Hol sie dir!

    Ich verstehe auch, dass du das Gefühl hast, deine Kinder besser zu schützen, wenn du die Kontrolle hast. Das ist ein Irrtum. Du schützt sie, wenn du Euch da rausholst. Es wird auch da Möglichkeiten geben, Einfluss auf den Umgang zu nehmen. Lass dich beraten!

    Meine Erkenntnisse sind grade ein Jahr alt und ich weiß, dass ich meiner Tochter keinen Gefallen getan habe, solange ich an meiner Ehe festgeklammert habe. Sie hat es auch nicht unbeschadet überstanden.

    Nach der Trennung von meinem Mann vor 4 Jahren bin ich nun wieder mit einem Alkoholiker zusammen. Und in dieser Beziehung kam erst die Erkenntnis, dass ich Co bin und wie lange schon. Woher das alles kommt und wie ich nun damit umgehe.

    Ich bin noch in meinem Prozess. Aber hier sind keine Kinder involviert. Meine Tochter ist Erwachsen und mein Partner hat keine Kinder. Und gemeinsame wird es nie geben.

    Ich hoffe, dass du die Not deiner Kinder begreifen kannst. Sie werden es dir nicht sagen, sie sind Kinder. Sie wissen es nicht besser und kennen es nicht anders. Die eigene Not wird ja gerne übersehen und man leidet still weiter.

    Als meine Eltern sich damals trennten, war ich totunglücklich, aber auch unendlich froh, dass der Alkoholiker weg war. Ich musste keine Angst mehr haben. Keine ständigen Streitereien der Eltern. Keine Mutter, die aus Hilflosigkeit und Depressionen sich selbst abgeschenkt hat, wenn der Vater wieder so ein A..... war.

    Es kehrte Ruhe ein und ich empfand es nach der Anfangstrauer, als das Beste, was uns passieren konnte! Damals war ich 11 Jahre alt. Und es hat massive Spuren hinterlassen.


    Ich wünsche dir sehr, dass du für dich und deine Kinder die richtige Entscheidung treffen kannst.


    LG

    Nova

    Guten Morgen Siri

    So symmetrisch wie Du Deine Aussage jetzt umformuliert hast, erscheint sie ja nun in völlig neuer Form. Was sollte ich an dieser neuen Form auszusetzen haben? Das wäre ja OK gewesen. Doch in der ersten Formulierung ist mir eben eine Asymmetrie und Relativierung aufgefallen. Nach der ersten Freude über Deine Zustimmung, hat dies bei mir dann eben doch ein ungutes, schales Gefühl hinterlassen.

    Ich kann da für mich tatsächlich keine andere Aussage von mir erkennen. Für mich war da keine Relativierung. Ich schreibe, wie ich denke und mach mir darüber vielleicht nicht Gedanken, dass man das falsch verstehen könnte. Also kann ich damit tatsächlich nicht viel anfangen. Es tut mir aber trotzdem leid, wenn es bei dir ein schlechtes Gefühl erzeugt hat!

    Aber wenn ich bemerke, dass meine Kommunikation in die Irre gegangen ist, weil jemand es offensichtlich falsch verstanden hat, dann versuche ich nicht zu lavieren. Ich versuche es zu akzeptieren, auch wenn mich persönlich so ein Vorwurf natürlich immer sehr trifft, weil mir selbst Sprache sehr wichtig ist.

    Ich versuche auch nicht zu lavieren. Ich akzeptiere, dass etwas falsch rüber gekommen ist und entschuldige mich dafür auf meine Weise. Ich mache mir da auch tatsächlich nicht solche Gedanken, dass auch die Entschuldigung dann falsch rüber kommt. Und trotzdem versuche ich ja auch mich zu rechtfertigen, zu erklären. Bin aber mit meiner Ausdrucksweise wohl nicht so versiert, dass mir sowas auffallen würde. Mir ist da nicht unbedingt die korrekte Sprachverwendung wichtig, sondern das, was ich ausdrücken möchte. Dazu fehlt mir vermutlich die nötige Bildung.

    Ich kann akzeptieren, wenn ich auf dem Holzweg bin. Ich ziehe mir den Schuh auch an, wenn ich merke, dass der mir passt.

    Ich möchte auch nicht mit dir jetzt eine ausufernde Diskussion über Ausdrucksweisen. Ich denke wir lassen das jetzt so stehen. Denn im Grunde hast du meine Zustimmung bekommen und das ist es doch, worauf es letztendlich ankommt.

    Guten Morgen Kendra.

    Ich möchte dir hier auch nochmal ein paar Gedanken dalassen.

    Weißt du, die Sache mit dem mir selbst verzeihen und der „Schuld“, ist etwas kompliziert.

    Denn ich hatte einfach keine Schuld.

    Trotzdem habe ich immer mal wieder Momente, an denen ich Schuldgefühle habe und da ist das mit dem mir Verzeihen einfach sehr schwer.

    Ich war krank. Ich war nicht in der Lage, mich für eine Weile richtig um mein Kind zu kümmern. Klar war ich immer für sie da. Hab die nötigen Dinge getan, die eine Mutter eben tut. Essen machen, mich um Schulangelegenheiten, Arzttermine usw gekümmert. Sogar Unternehmungen mit ihr gemacht. Ich habe schon funktioniert.

    Doch ich war hochgradig depressiv. Meistens Mittags, wenn ich nach meinem Job heimkam (sagt dir smiling Depression was?) die nötigen, wichtigen ToDos erledigt hatte, lag ich im Bett und habe meine Welt (und alles was sich darin befand) ausgesperrt. Meine Tochter hatte viele Freundinnen, die auch bei uns zu Besuch waren. Während ich im Bett lag und nicht in der Lage war, mich zu kümmern.

    Deshalb hat sie es damals auch nicht als so schlimm wahrgenommen. Das kam erst etwas später bei ihr hoch.

    Das! Zum Beispiel, ist etwas, dass ich in Erinnerung schwer aushalte.

    Am schlimmsten aber ist es für mich, daran zu denken, wie ich 2021 komplett fertig war. Es ging nichts mehr. Hab mich auf Akut einweisen lassen und es hat bis heute gedauert, diese Zeit richtig zu verstehen. Und dann bin ich übergangslos so richtig Co geworden. Und das war tatsächlich schlimmer für meine Tochter. Ich habe einfach keine Ressourcen gehabt. Und sie war ja bei ihrem Vater gut aufgehoben (mehr oder weniger). Hat ein super Familien- und Freundenetzwerk, welches für mich dann beruhigend war, dass sie nicht alleine ist und ich mich nicht kümmern brauchte. Denn das ging einfach nicht! Letztes Jahr um diese Zeit bin ich mir allmählich bewusst geworden, was da in meinem Leben gerade passiert. Im Dezember habe ich mich hier angemeldet und langsam aus meinem Loch rausgekämpft.

    Also nochmal. Ich war nicht Schuld daran, dass ich krank war. Ich war nicht Schuld, dass ich ein schlimmes traumatisierenden Erlebnis hatte. Nicht Schuld, dass ich Co-abhängig war.(bin….aber es wird immer besser!)

    Es war nicht leicht für sie. Sie sieht aber, dass ich krank war und deshalb kann sie mir verzeihen. Vor allem, weil ich in diesem Jahr wieder erreichbar für sie bin. Sie sieht, wie hart ich an mir arbeite. Nur wieder gut machen kann ich’s eben nicht.

    Und ich. Ich bin in der Akzeptanz angekommen. Auch wenn’s mich immer mal einholt. Auch wenn ich es manchmal vorgehalten bekomme, so kann ich heute damit umgehen.
    Es ist, wie es ist!!!!


    Ich denke, auch du solltest jetzt erst einmal damit anfangen, deine Erlebnisse zu verarbeiten und das Leben zu bejahen. Mit allem was dazugehört.

    Wenn du mit dir wieder im Reinen bist, wird das irgendwann auch dein Umfeld merken. Die Menschen gehen dann wieder ganz anders mit dir um. Und das ist diese Chance, dass es wieder gut werden kann.

    Hi, ich brings mal hier her. Hab eben erst gemerkt, dass du es bei mir nicht lesen kannst.

    Das ist doch totale Wortklauberei. "und" "oder"

    1. Es ist scheinbar falsch bei dir angekommen

    2. Ich habe mich auch scheinbar unglücklich ausgedrückt

    Wirst du jetzt kritisieren, warum 1. u .2. nicht andersherum stehen?

    Was ist das gerade bei dir, dass du so darauf anspringst?

    Fakt ist, dass wir doch auf einen Nenner gekommen sind, bzgl. der "gemeinsamen Aufarbeitung".

    Zitat

    Warum kann jemand nicht einfach akzeptieren, dass er/sie sich unglücklich ausgedrückt hat? Denn offensichtlich ist ja etwas falsch angekommen beim Gegenüber!

    Gegenfrage: Wieso soll es denn an meiner Ausdrucksweise liegen, dass mein Gegenüber etwas falsch auffasst?

    Es tut mir leid, wenn dich das pikst, aber das ist nicht mein Schuh, der da drückt.

    Du hast dir verziehen, oder? Erst nachdem deine Tochter das auch getan hat? Oder extra, für dich?

    Ne, verzeihen kann ich mir das nicht. Und wenn es meine Tochter nicht könnte, wäre das ihr gutes Recht.
    Ich habe es akzeptiert, dass ich es zu der Zeit nicht anders konnte. Und das noch vor ihrem Verzeihen. Ich will mich auch nicht mein Leben lang für Dinge selbst zerfleichen, die einfach geschehen sind, die ich heute nicht mehr ungeschehen machen kann.

    Alles, was ich tun kann, ist, das zu fühlen. ich habe es nicht getan, und das ist Scheiße. Punkt. So ist es.

    Punkt!

    Ich war noch nie so unsicher, wie ich mich verhalten soll...

    Gestern haben wir uns in der Küche getroffen und einfach nur 'Hallo' gesagt. Weil ich mich nicht aufdrängen wollte, nachdem sie ja nicht einmal meine Nachricht gelesen hatte. Hätte ich das tun sollen?

    Ich glaube, es ist besser, wenn du sie das Tempo bestimmen lässt. Kleine Annäherungen, Signale, die Bereitschaft ihr zuzuhören und nichts unter den Teppich zu kehren. Offen für ihre Worte sein, ohne in Verteidigungshaltung zu gehen, sondern tatsächlich auch aushalten, was gesagt wird.
    Aber es sollte wirklich von ihr aus kommen. Du kannst ihr mitteilen, dass du da bist, wenn sie dazu bereit bist mit dir zu reden. Aber einmal langt. Es ist dann an ihr, darauf zurückzukommen. Mit ständigem Bitten, wann sie endlich reden möchte, wirst du das Gegenteil erreichen. Denn das kenne ich auch noch von mir selbst in Bezug auf meine Mutter.

    Wenn ihr bisher eigentlich eine liebevolle Beziehung hattet, dann denke ich, dass sie irgendwann auch wieder einen zumindest normalen Umgang mit dir haben möchte.

    Sie hat gerade mit dem Erlebten ihre Schwierigkeiten und sie empfindet diese Wut. Und das ist ihr gutes Recht.

    Und trotzdem finde ich, dass wir uns als Mütter nicht alles gefallen lassen müssen, bloß weil wir uns so schuldig fühlen. Da gibt es trotzdem noch Grenzen. Auch wenn wir eine Weile aus unserer Rolle rausgefallen sind, haben wir noch Respekt verdient. Mehr als entschuldigen und es von nun an besser zu machen, geht eben nicht. Ich muss mich nicht wie ein Fußabtreter behandeln lassen und meiner Tochter jeden Mist durchgehen lassen, weil ich Schuldgefühle habe. Damit kann ich es ja auch nicht wieder gut machen.

    Liebe Siri, ich denke da ist etwas bei dir falsch angekommen oder ich habe mich total unglücklich ausgedrückt.

    Um Himmels Willen, ich wollte nicht dazu raten es "gemeinsam" aufzuarbeiten. Und auch ich will keine Absolution von meiner Tochter. Es geht mir darum, dass wir es jede für sich, mit ihren entsprechenden Empfindungen, Wahrnehmungen aufarbeiten können. Darüber reden können um es vielleicht irgendwann loslassen zu können.

    Aus meiner Sicht muss es darum gehen akzeptieren zu lernen, dass es zwei sehr unterschiedliche Sichtweisen gibt: Zu lernen, dass das, was in der Vergangenheit passiert ist, zu radikal unterschiedlichen Folgen geführt hat und deshalb für die Beteiligten auch unterschiedliche Bedeutung hat. Es gab damals eine Asymmetrie: die Kinder waren dem Ganzen ausgeliefert, die Erwachsenen nicht. Zwar sind Eure Kinder heute erwachsen und der Situation deshalb nicht mehr ausgeliefert, eine Begegnung auf Augenhöhe kann aber nur stattfinden, wenn das Elternteil die individuelle Sicht des Kindes aushält und gelernt hat, diese Sicht der Dinge stehen zu lassen. Aus meiner Sicht ist nur dann eine respektvolle Begegnung möglich.

    Da bin ich zu 100% bei dir!

    Liebe Kendra,

    ich muss gestehen, dass mich das Thema doch auch noch sehr aufwühlt. Das Schreiben mit dir hat da nochmal was in Gang gesetzt.

    Ich bin so dankbar, hier den Austausch zu haben und mich reflektieren zu können. Auch durch deine Beiträge!

    Ich freue mich, dass du etwas Mut bekommst. Es ist klar, dass deine Tochter das nicht so einfach wegsteckt. Bleibe offen für sie, gib ihr den Raum, den sie braucht. Zeige ihr (mit Taten, statt Worten) dass du an Eurem Verhältnis arbeiten möchtest. Dass du es zwar nicht wieder gut machen kannst, aber besser machen willst.

    Ich kenne das übrigens sehr gut, diese Sucht nach dem Partner. Totale Fokusierung auf ihn. Daneben hatte nichts anderes mehr Platz für mich.

    Diese Unerreichbarkeit für mein Kind...ich habs echt immer wieder versucht, ich habs verstanden, dass sie mich braucht und ich wollte auch so gerne für sie mehr da sein, nur ich habs einfach nicht auf die Reihe bekommen. Ich war mein eigenes Opfer und hab aber die Schuld im Ausßen gesucht und das auch damit immer so gerechtfertigt.

    Heute bin ich da weiter. Ich bin nicht das Opfer, ich hätte es anders machen können. Ich war nur noch nicht so weit, das zu erkennen.

    Die Anmedlung hier hat einen riesen Stein bei mir ins Rollen gebracht.

    Ich finde es toll, dass deine Tochter sich therapeutische Hilfe sucht. Es ist auch für dich eine Chance, wenn sie irgendwann soweit ist, das mit dir aufzuarbeiten. Und dann kann daraus Verzeihen entstehen. Sicher aber nicht Vergessen, das werden wir wohl nie. Weder meine Tochter, noch ich oder ihr beide.

    Den Umgang damit lernen kann es zum aber zum Besseren werden lassen!

    Hallo Holdy

    Ich kann mich hier grade nicht mehr zurückhalten. Du verdrehst die Worte von Whitewolf komplett.

    Es geht hier doch nicht um Schuld! Schon gar nicht um deine! Du hast keine Schuld, dass deine Frau säuft und du trägst auch keine Schuld daran, wenn sie sich totgesoffen hat. Es ist ihre Entscheidung. Und wenn sie selbst daran nichts ändern will, kannst du in Starre daneben stehen und zugucken und dich immer weiter selbst aufreiben oder du kannst für dich etwas ändern.

    Es geht darum, dass du als Partner aufhören musst, dich um den Suchtkranken zu drehen. Dir wird geraten Selbstfürsoge zu betreiben. Ins eigene Handeln rein und aus der Opferhaltung rauszukommen. Du kannst NICHTS an der Sucht deiner Frau ändern! Gar nichts!

    Du kannst sie nicht zwingen, nicht anbetteln, nicht auf ihre Vernunft bauen. Du kannst sie auch nicht trockenlieben. Du kannst aber lernen dich selbst an erste Stelle zu setzen. Denn du bist derjenige, der sich selbst ein Leben lang aushalten muss.

    Welcher ICD-Code ist das denn? Also kann ich auch mal in eine Klinik und für viel Geld lerne ich dort, nichts mehr für die saufende Frau zu machen. Und während ich dort bin oder zurück komme, muss ich erleben, dass sie sich im wahrsten Sinne des Wortes ‚totgesoffen‘ hat? Was soll das für eine Logik sein!?

    Sei hier mal bitte nicht so abfällig. Ich bin aufgrund meiner Co-Abhängigkeit in Behandlung und vor allem hier in meiner "Selbsthilfe"-Gruppe! Es geht hier um die eigene Abhängigkeit. Was kann ich denn dafür, wenn mein Partner an seinem Lifestyle nichts ändern will, wenn er sich totsäuft? Gar nichts, den Schuh zieh ich mir nicht mehr an! Und das solltest du auch nicht.

    Ich verstehe sehr gut, wie frustriert du bist, war ich auch, mehr noch, ich war am Ende meiner Kräfte und habe es mit dem Austausch vor allem hier im Forum geschafft, mir wieder ein selbstbestimmtes Leben aufzubauen. Aufzuhören um meinen Partner zu kreisen und ihn retten zu wollen.

    Du bist hier gerade am Anfang, du musst das erst verarbeiten, dich damit auseinandersetzen und hoffentlich irgendwann akzeptieren.

    Dabei wünsche ich dir wirklich die nötige Einsicht, die Kraft und vor allem die nötige Liebe zu dir selbst!

    Willkommen Kendra,

    ich kann deine Schuld sehr gut nachvollziehen. Meine Tochter wird jetzt 19 und musste die letzten 4 Jahre wegen ihrer Eltern wirklich viel mitmachen. Ich war in den letzten Jahren meiner Ehe kaum noch erreichbar für sie. Hatte 2018 ein schlimmes Trauma und daraus folgend eine PTBS entwickelt, die mir aber sehr lange nicht bewusst war. Ich war sehr depressiv und konnte nicht mehr so für sie da sein, wie ich es all die Jahre vorher war.

    Nach der Trennung von ihrem Vater habe ich einen neuen Partner gehabt, von dem ich übermäßig co-abhängig wurde. Ich war wärend dieser Beziehung aufgrund der PTBS in einer Klinik und danach in Verhaltenstherapie. Dass ich zu der Zeit dann auch noch co-abhänig wurde, hats nicht besser gemacht. Das war tatsächlich für mich eine größere Baustelle als die PTBS.

    Ich hatte ganz lange wahnsinnige Schuldgefühle, wollte alles wieder an ihr gut machen. Sie kann einem sehr deutlich zu Verstehen geben, wie mies es für sie war. Himmel hab ich viel geheult dehalb, mich selbst zerfleicht, was ich in dieser Zeit für eine besch... Mutter war.

    Letzendlich kann ich die Zeit nicht zurückdrehen. Ich kann es aber heute besser machen und das wird es auch! Und auch das sieht meine Tochter jetzt. Ich habe es aus dieser Abwärtsspirale rausgeschafft und kann so meinem Kind zeigen, dass, egal wie sch... es im Leben läuft, auch wieder aufwärts gehen kann. So hat sie nun auch ihre depressive Phase überwunden und kann mir verzeihen.

    Sie bringt es immer mal wieder bei Streitereien vor. Aber damit muss ich leben. Ich habe es akzeptiert, dass ich eben in dieser Zeit keine gute Mutter sein konnte. Es war einfach nicht möglich, ich hatte mit mir selbst zu kämpfen! Sie wird das auch irgendwann verarbeiten. Wir sind da mittlereweile wieder in einem guten Verhältnis. Reden immer mal wieder über diese Zeit. Ich kann ihr nur sagen, dass es mir leid tut, ich es aber nicht ungeschehen machen kann, dass wir beide es irgendwann hinter uns lassen müssen.

    Ich lass mich davon nicht mehr beherrchen - es ist Vergangenheit! Der Weg geht jetzt vorwärts! Auch im Verhältnis zu meiner Tochter.

    Ich wünsche dir sehr, dass ihr wieder ein gutes Mutter-Tochter-Verhältnis aufbauen könnt.

    Eventuell könnt ihr (wenn deine Tochter dafür bereit ist) zusammen eine Gesprächstherapie machen, um das gemeinsam aufzuarbeiten?

    Happy 19. Birthday.

    Danke für Eure jahrelange Arbeit!

    Die ist so wertvoll und ich bin unendlich dankbar, Euch gefunden zu haben, als ich ganz unten war.

    Mich hier angemeldet zu haben und die fantastische Unterstützung von so vielen Menschen hier, haben mein Leben gerettet! Und das meine ich wortwörtlich.

    Danke! Ihr macht alle einen großartigen Job hier 😘

    Hallo berniesu,

    1. Du hast das Gefühl, dein Partner trinkt zu viel und verheimlicht dir auch die Trinkmengen - vertraue deinem Gefühl!

    2. Dir geht es mit der Situation nicht gut, du fühlst dich schlecht - vertaue deinem Gefühl!

    3. Du hast das Gefühl, er provoziert Streitereien, um eine Aurede zum Trinken zu haben und dir die Schuld daran zu geben - vertraue deinem Gefühl!


    Also runtergebrochen: Dein Gefühl sagt dir bereits, was du wissen musst.

    Es benötigt keine weiteren Beweise!


    Nun musst du für dich rausfinden, wie du damit umgehen willst.


    PS: Für die Kinder solltest du genau so nicht weitermachen!

    Hey Holdy,

    was die anderen sagen!

    Ich kann deine Verzweiflung verstehen. Leider besser, als mir lieb ist. Man hatte doch als Paar mal Pläne. Wieso macht der andere Part nun alles mit seiner Sauferei kaputt???

    Davon musst du dich lösen, denn es zermürbt dich immer weiter und weiter. Wie immer wieder und mehrfach erwähnt: DU änderst sie nicht. Keine Appelle, keine Fotos, keine Drohungen, keine langen ausführlichen Gespräche und leider auch keine Liebe!

    Es ändert sich nur dann etwas, wenn SIE das auch will.

    Du kannst sie nicht trocken lieben. Aber du kannst sie in Liebe loslassen.

    Fang an, deine Co-Rolle zu verstehen, arbeite daran, dass es dir wieder besser geht. Was kannst du dafür tun? Pflege Freundschaften, fang neue Hobbies an, setz dich mit dir selbst auseinander und fange an dich selbst zu lieben. Gehe deinen eigenen Bedürfnissen nach! Sie kann dir deine Bedürfnisse nicht mehr erfüllen!

    Es ist traurig, aber die Realität.

    Du würdest, sobald ihr fest zusammen wohnt nämlich kaum noch schlafen können. Du würdest kaum noch essen können. Alle deine Gedanken würden nur noch um ein Thema kreiseln: seine Sucht

    Guten Morgen Monstera,

    das mit dem Essen fängt schon an, als nächstes kannst du nicht mehr schlafen und du sagst, du hast Angst. Glaubst du, dass es besser wird? Ich hab da nach deinen Schilderungen etwas Zweifel.

    Zum Freund: Genau so gings mir auch. Hatte mich seinem besten Freund anvertraut. War ein riesen Fehler :(

    Danach hat er gegen mich gehetzt. Und warum? Weil er eben genauso ein Thema mit dem Konsum hat.

    Ich hatte den Eindruck, dass er meinen Freund dann öfter zu sich eingeladen hat. Und der kam dann immer unter der Woche sturzbesoffen gegen Mitternacht nach Hause und ich musste arbeiten und konnte nicht schlafen. Es war echt ein Albtaum!

    Wäre es dein Probelm, wenn er den Job verliert? Er ist doch für sich selbst verantwortlich. Du bist doch an seinem Problem nicht schuld!!!

    Wenne es der AG merkt und die Konsequenzen zieht, dann ist das eben so.

    Hoffe du konntest die Nacht schlafen und heute deine Gedanken sortieren.