Beiträge von maibisjuni

    Erschwerend kommt für mich hinzu das er aufgrund von Verlust des Arbeitsplatzes und der damit verloren gegangen Dienstwohnung keine bleibe hat . Das ist für mich tatsächlich emotional sehr schwer auszuhalten

    Genau das, also keine eigene Bleibe und dein Mitleid wird ihm sehr bewusst sein.

    Lass dich nicht unter Druck setzen. "Hilfe durch Nichthilfe" ist jetzt eher angesagt. Du siehst ja, dass er dadurch zumindest darüber "nachdenkt".

    Es gibt für passendere Ansprechpartner als dich. Bei der Suchtberatungsstelle kann er seine Wohnungslosigkeit ebenfalls und besser ansprechen. Die werden solche Probleme kennen.

    Die Alkohollobby möchte Geld verdienen und solche Studien nützen ihnen

    Für die Studie wurden die Vergleichsgruppen nicht sauber getrennt.
    Zu den Abstinenzlern zählten auch ehemalige Alkoholiker.
    Ihre Gesundheit war durch den früheren Konsum aber oft stark geschädigt.
    Selbst durch spätere Abstinenz konnten sie nicht mehr von den gleichen Vorteilen profitieren wie lebenslange Abstinenzler.
    So wurde das Ergebnis verfälscht.

    Ob das Absicht oder ein Versehen war?

    Na ja inzwischen denkt er wohl schon drüber nach in Entzug zu gehen möchte allerdings das ich ihm helfe das zu organisieren. Und da frage ich mich schon ob das richtig ist

    Wenn seinen Überlegungen, auch der Wunsch und die Entscheidung folgt, einen Entzug anzutreten, dann ist das gut.

    Für einen Entzug benötigt man m.M.n. nur eine Überweisung eines Arztes. Eine Therapie erfordert einen Antrag bei der Rentenversicherung.

    Für einen Entzug gibt es also eigentlich nicht so viel zu organisieren.

    Lass dich lieber nicht dafür einspannen und mitverantwortlich machen.

    Rate ihm lieber, dafür die Hilfe der Suchtberatungsstelle zu suchen. Dort erfährt er dann auch gleich, welche weiteren Hilfen es gäbe.

    Sind das nicht ungelegte Eier? Bisher hat er doch gar keinen Abstinenzwunsch, oder?

    Ist ja egal. So wie sich Alkoholiker auf mögliche Situationen vorbereiten, kann das doch auch für Angehörige hilfreich sein.

    Wenn ich mir zum Beispiel nicht vorstellen könnte, auf Alkohol im gemeinsamen Zuhause zu verzichten, oder mir gemeinsame Besuche im alkoholgetränkten Fußballstadion wichtig wären, wäre das Festhalten an einer Beziehung mit einem Alkoholiker schwierig.

    Dann sollte ich eher nach einem Partner ausschauen, der wie ich kontrolliert trinken würde bzw. könnte.

    ich dann unterstützend um Hintergrund bin, mit ihm telefoniere, vllt ihn in der Klinik besuche

    Unsere Antworten haben sich gerade überschnitten.

    Anrufen und Besuchen würde und habe ich auch getan.

    Aber es sollte klar sein, dass er allein für sich abstinenz wird, und die Bemühungen nach Abschluss der Therapie nicht enden, sondern erst das Rüstzeug für den Start gaben.

    Die Kliniken sind voll von Alkoholikern, die dort zum wiederholten Male sind.

    Ich würde also abwarten, ob er sich nur aufpäppeln lässt und im betreuten begleiteten Wohnen und unter therapeutischer Aufsicht trocken bleiben kann, oder das dort erlernte Wissen umsetzen kann und will.

    Aber wäre es ein Fehler ihn hinterher zu unterstützen välling frei davon ob es nochmal zu einer Beziehung kommt.

    An welche Art und Umfang von Unterstützung denkst du denn dabei?

    Um bei dieser Hilfe sowohl die Grenzen zum eigenen krankhaften Verhalten, d.h. zur Co-Abhängigkeit zu erkennen, fand ich zuletzt die Erklärung von Hartmut am 26.12.25 bei orangeblau hilfreich.

    Und koda hat am 6.12.25 bei Elara erklärt, dass "Unterstützung" nicht nur sinnlos, sondern auch als übergriffig empfunden werden kann.

    Wie viel Engagement erwartest du, bevor du wieder in eine Beziehung investieren möchtest?

    Kennst du den Artikel des Forums zu den Grundbausteinen für Alkoholiker?

    Das Forum rät zu besonderer Vorsicht im ersten Jahr.

    Auch ich und mein Mann sind bisher nur räumlich getrennt.

    Die räumliche Trennung schützt davor, das Elend in der nassen Zeit mitzuerleben.

    Hier kommen und gehen regelmäßig neue User, die euphorisch starten und dann verschwinden. Viele vermutlich wieder in die Sucht.

    Da auch mein Partner nach Entzug und Langzeittherapie rückfällig wurde, gilt für mich:

    Kümmert er sich um Entzug und Umsetzung einer Stabilität der Abstinenz werde ich mindestens ein Jahr abwarten, d.h. mit Abstand zusehen, wie nachhaltig das vorhandene Wissen zur Wichtigkeit der Risikominimierung umgesetzt wird.

    Meine Unterstützung sähe in der Zeit so aus, dass ich in seinem Beisein auf Alkohol "verzichte" (das fällt mir leicht, da ich ohnehin nicht trinke).

    Es gibt aber auch Dinge, auf die ich verzichten würde, um ihn nicht versehentlich in ein nasses Umfeld zu locken.

    Also keine Einladungen für gemeinsame Aktivitäten, wie Konzerte oder den "gemütlichen" Bummel über den Weihnachtsmarkt, u.ä., die für ihn eine Falle sein könnten. Das ist sicher leicht verständlich. Aber, dass auch Restaurants oder die bisher genutzten Supermärkte ggf zu meiden sind, habe ich erst durch das Lesen im Alkoholikerbereich gelernt.

    Es ist/wäre seins, darauf zu achten. Meine Unterstützung wäre, wenn ich entsprechende Vorsichtsmaßnahmen von ihm nicht als übertrieben abtun würde.

    Durch die räumliche Trennung entfällt das typische Kontrollieren und gibt mir Raum mich wieder auf mich zu konzentrieren, was nach so langer Zeit gar nicht so leicht ist.

    Also wenn er Dein Wohlverhalten zur Bedingung macht, dass er entzieht, dann ist er noch meilenweit davon entfernt

    Und ich frage mich hat er nicht eine 2.chance verdient wenn er einenEntzug und eine Therapie machen würde ?

    Wäre es das erste Mal, dass du ihm eine zweite Chance gibst?

    Gab es zuvor nicht auch schon Versprechen , und damit zweite und dritte, ... Chancen?

    Und selbst wenn er sich als Alkoholiker erkennt und von sich aus in den Entzug und ggf. Langzeitherapie begibt, kann er anschließend trotzdem zu den 95 % gehören, die rückfällig werden.

    Die größte Hürde und Gefahr sehe ich in der eigenen Selbstüberschätzung:

    Sie lässt Alkoholiker nach dem Entzug zu früh und unvorbereitet auf Armeslänge in die Nähe von Alkohol gehen

    und

    Angehörige glauben, sie könnten durch Argumente und aufopferungsvolle Liebe den Alkoholkonsum beeinflussen und hätten eine entsprechende Mitverantwortung.

    Da er dir gerne mal die Schuld zuschiebt, sei gewappnet.

    Das Kümmern um einen evtl. Entzug und die anschließende Stabilität der Abstinenz liegt allein in seiner Verantwortung. Unabhängig von deinen Entscheidungen.

    Mir haben damals die Beiträge der Angehörigen und die der Langzeittrockenen und das Kommen und!!! das Gehen der neu angemeldeten Alkoholiker die Augen geöffnet und mich handeln lassen.

    Alles Gute für dich und ein gutes neues Jahr.

    Liebe Jump! ,

    bereits in deinen ersten Beiträgen thematisierst du die Co-Abhängigkeit.
    Für mich war die Co-Abhängigkeit damals ebenfalls ein so wichtiges Thema, dass sie zur Überschrift meines Thread wurde.

    Daher habe ich, als Hartmut das Verhalten von Angehörigen gefühlt als pauschal "krankhaft" einstufte, erst einmal gestockt.

    Da ich Hartmuts Erklärung vom 26.12.2025 bei orangeblau zu seinem Verständnis von Co-Abhängigkeit jedoch zustimme, habe ich mich zum Begriff "krankhaft" nicht geäußert.

    Zitat Hartmut : "Die erste Frage wäre für mich. Will ich wirklich jedem Alkoholiker helfen oder nur dem, dessen Sucht mein eigenes Leben direkt beeinträchtigt? Die zweite Frage. Was mache ich, wenn es mir nicht gelingt, genau diesem „eigenen“ zu helfen?

    Genau hier entscheidet sich es. Ob meine Hilfe gesund bleibt oder in Co-Abhängigkeit kippt. Wenn ich "Scheitern" mit noch mehr Einsatz, Kontrolle oder Ersatz-Hilfe kompensiere, verliere ich mich selbst. Hilfe darf kein Ersatz für eigene Ohnmacht werden.

    Co-Abhängigkeit beginnt für mich da, wo Helfen krankhaft wird. Solange niemand zwanghaft retten will, der sich nur selbst retten kann, ist alles im Rahmen. Kritisch wird es, wenn sich Tagesablauf, Bedürfnisse und das eigene Leben nur noch ums Retten drehen und man dabei selbst untergeht.

    Unterstützung ist nur dann Unterstützung, wenn sie freiwillig angenommen wird – sichtbar durch Handlungen, nicht durch leere Sätze.

    Ich denke . Hilfe ohne Selbstaufgabe ist Unterstützung. Hilfe mit Selbstaufgabe ist Co-Abhängigkeit.

    Gruß Hartmut "

    Zitat Ende.

    Als ich auf das Forum stieß, habe ich erst durch die vielen Beiträge der Angehörigen erkannt, wie weit der Alkohol nicht nur das Leben der Alkoholiker bestimmt, sondern auch das der Angehörigen.
    Mich störte zwar der Alkoholkonsum meines Mannes, mir war aber gar nicht bewusst, in wie weit sich dadurch bereits das Leben von mir und den Kindern verändert hatte.
    Zu dem Zeitpunkt war der Alkoholkonsum meines Mannes allerdings auch noch nicht so auffällig wie er in den letzten Jahren geworden ist. Durch die Berichte der Angehörigen und Alkoholiker wurde mir aber klar, dass die Krankheit sich weiter entwickeln wird (gesundheitliche Probleme, Demenz, Pflege, Tod), wenn sie nicht gestoppt wird. Und da mein Mann damals noch kein echtes Einsehen hatte, war ein Stoppen unwahrscheinlich.
    Für mich war diese Erkenntnis ein heilsamer Schock, denn ich wollte auf gar keinen Fall in diese tiefe Verzweiflung geraten, von der ich teilweise gelesen hatte.
    Durch die Trennung habe ich diese hilflosen sinnlosen krankmachenden Verhaltensweisen beenden wollen.
    Das Lesen im Alkoholiker Bereich empfinde ich nicht als co-abhängiges Verhalten, denn die dabei gewonnenen Erkenntnisse nutze ich nicht, um meinen Mann trockenzulegen, sondern um die Sucht besser zu verstehen. Das immer noch Hoffnung besteht, mag naiv sein, ich empfinde es aber nicht als krankhaft.

    Tja, in der Zwischenzeit 8 Beiträge von Alkoholikern und 4 von Cos. Das ist eigentlich das, was mich selbst immer bisschen ratlos zurück lässt. Das wäre umgekehrt nicht denkbar. Oder ich bin halt doch relativ alleine mit meiner Sichtweise.

    Liebe Jump!

    Ich bin unterwegs. Daher nur kurz:

    Du bist nicht allein mit deiner Sichtweise. Ich stimme dir zu.

    Wollte mich gestern an der Diskussion beteiligen, habe es dann aber nicht abgeschickt. Ich schreibe später.

    Wünsche an dieser stelle erst mal einen guten Rutsch ins neue Jahr

    Wieso war ich so blind

    Ich habe immer gesagt ein zweites Mal mache ich keine Beziehung mit Sucht

    Angehörige und! Alkoholiker beschreiben hier immer wieder, zu welchen Lügen und Täuschungsmanövern die Sucht befähigt, um ihr nicht auf die Schliche zu kommen.

    Mach dir lieber keine weiteren Vorwürfe.

    Tröste dich mit "Liebe macht blind".

    Und wenn du hier weiter liest, wird es dir bestimmt künftig leichter fallen, offensichtliche Zeichen zu erkennen.

    wieso ist mir nicht aufgefallen das die Hände gezittert haben?
    Ich verstehe nicht warum ich es so lange ausgeblendet habe und nicht gehandelt habe, selbst nachdem ich seine vermüllten Wohnungen mit Weinflaschen gesehen habe habe ich nicht gehandelt.

    Ich verstehe dich. Auch ich und viele andere Angehörige fragen sich an dem Punkt, als es bei ihnen "Klick' machte, warum sie bis zum Erkennen so viel Zeit benötigten.

    Wenn du dich mit dieser Frage aber noch länger quälst, kostet dich das nur weitere Energie.

    Als ich das Forum entdeckte, war ich eigentlich nur für meinen alkoholabhängigen Mann auf der Suche nach einem weiteren Hilfsangebot, z.B. eine Selbsthifegruppe für Alkoholiker.

    Diese wollte ich ihm präsentieren, sobald er seinen Rausch auageschlafen hätte.

    Da dieser Rausch mehrere Tage dauerte, hatte ich viel Zeit, um mich kreuz und quer durch das forum zu lesen.

    Und dabei hat es endlich, zumindest bei mir,"klick" gemacht. Das Erkennen war hart, ließ mich aber sofort handeln. Und das könntest du jetzt auch tun.

    Damit ist dann aber noch nicht alles wieder gut, aber es ergeben sich neue Chancen auf Veränderung.

    Bei mir erfolgte die räumliche Trennung sobald mein Mann damals seinen Rausch ausgeschlafen hatte.

    (An dieser Stelle möchte ich mich wieder mal bei allen bedanken, deren Beiträge ich damals (und heute) "inhaliert" habe, und mir den "Klick" bescherten.)

    Bei meinem Mann hat es, mit etwas Verzögerung dann auch geklickt.

    Die Erkenntnis, Alkoholiker zu sein, ermöglichte ihm Entzug und Langzeittherapie.

    Allerdings reichten diese nicht aus, um dauerhaft abstinent zu bleiben.

    Für mich bedeutet das, dass nach dem Erkennen und Handeln, ein weiterer Prozess beginnt.

    Ich muss akzeptieren, dass bei meinem Mann auch in abstinenten Phasen jederzeit ein erneuter Rückfall möglich und wahrscheinlich ist.

    Denn noch hat er das in der Langzeittherapie gelernte Wissen nicht mit in seinen Alltag übernommen.

    Und zu der hier im forum von den Langzeitrockenen propagierte Risikominimierung ist er nicht zu 100 % bereit.

    Ich überlege noch, wie ich jetzt mit diesem Wissen dauerhaft umgehe, und wie lange ich warte, bis weitere Klicks erfolgen.

    Die räumliche Trennung, hat die Hoffnung noch nicht begraben können. Ob das nun gut oder schlecht ist, wird sich zeigen.

    Vielleicht hilft dir das Lesen hier ebenfalls.

    Ich wünsche dir alles Gute und viel Entscheidungskraft zum Handeln.

    Hallo koda ,

    diesen Beitrag. ,den du am 6.12.25 bei Elara grschrieben hast, fand ich sehr sehr gut. Daher möchte ich ihn mir hierher kopieren:

    (Ich weiß nicht, wie ich ein Zitat aus einem snderen thread in merinen übertragen kann.)


    Zitat koda, 6.12.25:

    Zitat Ende

    Aurora   EllaDrei   Ina   Lanananana   stef2303

    Danke für eure Antworten.

    koda Nach der Trennung hatte mein Mann sich zu Entzug, LZT und Abstinenz entschieden. In der abstinente Phase wohnten wir wieder zusammen.

    Nach Rückfällen erfolgte die erneute räumliche Trennung, und wenn sich dieser Ablauf nicht fortlaufend wiederholen soll, dann muss der eine entweder Gefahren für Rückfälle ernsthaft verhindern, oder der andere die Hoffnung darauf begraben und akzeptieren, dass die abstinenten Phasen nie von Dauer sein werden, und sich ein neues Leben aufbauen.

    Ich bin jedoch kein Mensch, dem es leicht fällt, aus Bekanntschaften neue Freundschaften entstehen zu lassen, oder gerne ständig auf Achse ist .

    DIe alten Freundschaften bestehen zwar auch noch, aber noch auf dem reduzierten Niveau, auf dass sie sich durch die Sucht entwickelt haben.

    Insofern bin ich je nach meiner Verfassung mal bereitwilliger zu hoffen, dass mein Mann zur 100 %igen Umsetzung der hiesigen Grundbausteine bereit ist, oder freue mich, auch ohne Begleitung, auf die neue Freizeitgestaltung.

    Mal bin ich nur traurig und beneide die Menschen, wo ohnehin alles perfekter erscheint, oder Mütter, deren Kinder noch klein sind.

    (Meine Kinder sind erwachsen und leben ihr eigenes Leben, was natürlich auch schön ist, aber ohne Mann UND ohne Kinder fühle ich mich zuhause manchmal zu allein.)

    An manchen Tagen lese ich zur Aufmunterung im forum. Ich finde den zu lesenden Austausch oft so klug, tröstlich, verständnisvoll und die sich daraus entwickelnde Veränderung der mindsets als sehr mutmachend.

    Ohne das forum wären mir, und damit auch meinem Mann die bisherigen Schritte in die richtige Richtung noch nicht möglich gewesen.

    Daher, danke an alle, die hier ihre Geschichten und Erfahrungen teilen oder auf diese antworten.

    Dass Angehörige sich mehr auf sich selbst konzentrieren und sich mit Antworten auf Beiträge von Alkoholikern zurückhalten sollten – weil sie deren Situation nicht wirklich nachempfinden können –, habe ich schon mehrmals gelesen.

    In einer PN wurde ich dann gefragt, ob dieses „Antworten auf Beiträge von Alkoholikern“ typisches Co-Verhalten sei. Diese Frage beschäftigt mich sehr, weil sie wohl zutrifft.

    Ich lese bei den Alkoholikern mit, um die Krankheit besser zu verstehen.

    Das Lesen hier hat mir bereits viele Erkenntnisse gegeben.

    In den Beiträgen der Angehörigen habe ich mich selbst wiedererkannt – und daraus folgte schließlich eine räumliche Trennung.

    Wie anderen Angehörigen danach wieder ein zufriedenes Leben gelingt, lese ich nicht, da diejenigen wahrscheinlich nicht mehr hier sind, sondern mit einer räumlichen Trennung auch die Beschäftigung mit dem Thema und damit verbundene Hoffnungen beenden konnten.

    Ich lese hier jedoch noch viel. Ich weiß, also dass und wie zufriedene Abstinenz gelingen kann.

    Meinen Mann erkenne ich jedoch in den Beiträgen der Alkoholiker wieder, die nicht bereit sind, die Risikominimierung umzusetzen, zu der hier von langjährig Trockenen geraten wird.

    Daraus müsste ich eigentlich die Schlussfolgerung ziehen, auch meine Hoffnung loszulassen und mich auf ein Leben ohne meinen Mann zu konzentrieren – wenn ich nicht weiter mitansehen will, wie sein Suchthirn immer wieder die Oberhand gewinnt.


    Doch diese Umsetzung fällt mir unendlich schwer.

    Ich verabrede mich zwar mit anderen Menschen, aber überall begegne ich dem Alkohol, der meine Lebensträume zerstört hat.
    Mein größtes Problem ist das Hadern mit der verlorenen Zeit – und damit, dass sich meine Gedanken immer noch so viel um die Sucht und ihre Folgen drehen.

    Ich kann gemeinsame Aktivitäten mit anderen Menschen kaum genießen, weil ich sie nicht aus dem Wunsch an dem jeweiligen Treffen unternehme, sondern hauptsächlich, weil mein Mann wegen seiner Sucht dafür nicht zur Verfügung steht.


    Ich wäre lieber mit ihm zusammen – doch das ist nicht möglich, da er immer wieder dem Alkohol verfällt.

    Ich weiß im Moment nicht, wie ich wieder Freude am Leben finden soll.

    Hallo c.o.ma ,

    Du bist wie ich keine Alkoholikerin, sondern als Angehörige eines Alkoholikers im forum angemeldet.

    Ich schreibe dir, weil mir hier auch schon die Frage gestellt wirde, ob es evtl typisch Co ist, sich zu Beiträgen von Alkoholikern zu äußern.

    Natürlich macht man sich beim Lesen der Beiträge von Alkoholikern Gedanken zu deren Beiträgen, aber da wir uns nie so richtig in deren Gedanken hineinversetzen können, sind unsere Schlussfolgerungen und Ratschläge häufig zwar gut gemeint, aber nicht so hilfreich für die Selbsthilfe, wie die von anderen Alkoholikern, die genau wissen, welche Gefühle einen Alkoholiker bewegen,...

    Z.B. wenn es um die Frage geht, ob sie sich als Alkoholiker bekennen/bezeichnen.

    VG

    Mbj

    Liebe foxi58 ,

    deine Geschichte liest sich sehr traurig und tut mir sehr leid.

    Ein Kind zu verlieren ist immer schrecklich. Auf die von dir geschilderte Art ist es zudem entsetzlich langwierig und ständig begleitet von Hoffnung(slosigkeit).

    Habt ihr schon mal an die Möglichkeit gedacht, euch in 'Sicherheit' zu bringen, in dem ihr selbst umzieht, und alle Kontaktmöglichkeiten beschränkt?

    Beim Einwohnermeldeamt kann eine Auskunftssperre eingerichtet werden.

    Bei uns im Ort gibt es einen mittelalten Obdachlosen, über den erzählt wird, das sich dessen Familie auf diesem Weg vor ca. 20 Jahren in Sicherheit brachte, um ein neues/anderes/ sorgenfreieres Leben führen zu können.

    Ich kann mir vorstellen, dass der Gedanke schrecklich ist, aber wenn ich an diese andere Familie denke, dann war es bestimmt die richtige Entscheidung.

    Denn ihr Sohn hat sich bis heute nicht für ein anderes Leben entschieden.

    Ich wünsche euch alles Liebe und viel Kraft.

    Ich habe tatsächlich alle Bausteine umgesetzt, bis auf den Arzt, darüber hatte ich ausführlich geschrieben.

    Sehr gut.

    Magst du dazu noch etwas mehr schreiben?

    Wie ist dir die Umsetzung gelungen?

    Was hat sich dadurch verändert?

    ich denke ans Trinken wenn mich etwas nervt? Ja, bei jedwedem Stress, denke ich daran, das ist so. Denn das waren die Momente wo ich mir vorher immer gesagt habe, komm, nachher trinkst schön ein Glas Wein, dann ist es besser.

    Wenn du die Grundbausteine erfolgreich umgesetzt hast und Stress vermeidest bzw. bei unvemeidbarem Stress anders als bisher damit umgehst, wärst du deinem Ziel also sehr nahe.

    Da du den Austausch mit Gleichgesinnten suchst, wären das doch jetzt die Themen:

    Wie willst du künftig Stress entweder vermeiden, bzw anders darauf reagieren?