lumen - Partner trinkt

  • Reichen 2 Radler oder wie hat er das sonst ausgehalten? Ich verstehe es nicht

    da gibt es in meinen Augen etliche Möglichkeiten.
    Mein xy wurde im Urlaub immer sportlich aktiv, und erzählte wie er das stundenlange Fahrrad fahren genießen würde. Dabei hat er ganz etwas anderes gemacht.

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Ich konnte mich früher immer beherrschen, wenn ein wichtiger Termin anstand.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Kann es sein das er durch das viele handwerkliche Arbeiten so abgelenkt war das er mehrere Wochen auf Wein verzichten konnte! Wenn der Druck zu groß wurde dann hat er in seiner Wohnung übernachtet hat . wieso ist mir nicht aufgefallen das die Hände gezittert haben?
    Ich verstehe nicht warum ich es so lange ausgeblendet habe und nicht gehandelt habe, selbst nachdem ich seine vermüllten Wohnungen mit Weinflaschen gesehen habe habe ich nicht gehandelt.

  • Mir ist es früher im Urlaub viel leichter gefallen, wenig zu trinken, als wenn ich Stess im Job hatte.
    Und ich habe fast ein Jahr lang genau zwei Bier im Monat getrunken, abgezählt und diszipliniert, nachdem ich schon mal ziemlich abgestürzt war.
    Dann dachte ich, ich habs mir verdient, kanns mir leisten, die Selbstbeherrschung sausen zu lassen, und bin sofort wieder mit Filmriss in die Vollen gegangen.

    Also nur mal dazu, gehen tut vieles.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Und das händezittern hat man das nicht automatisch wenn man weniger trinkt?
    Mental ist mir schon aufgefallen das er ungeduldiger wurde, alles was in deinem Leben nicht rund lief auf mich abgewälzt hat

    Für ihn ging es meist ums Recht oder um Schuld

    In seinen Augen war ich egoistisch

  • Warum beschäftigt dich das so? Ist das die leise Hoffnung, dass er doch kein "richtiger" Alkoholiker ist?

    Suchtkranke finden immer Mittel und Wege, vielleicht hat er Alkohol gebunkert und heimlich konsumiert damit er den Pegel halten kann?

    Ist doch müßig darüber zu spekulieren, du musst solche Gedanken los lassen, sie helfen dir nicht weiter.

  • Ich war nicht spürbar körperlich abhängig.
    Das ist auch nur ein Teil des Problems, denn sonst würde niemand nach Monaten und Jahren rückfällig. Da ist der Körper längst entgiftet und das spielt keine Rolle bei dem Trinkdruck. Nur am Anfang, wenn einer den körperlichen Entzug damit bekämpft.

    Ja, und ich wurde dann oft auch schlechter Laune, wenn ich eigentlich gerne getrunken hätte, mich aber beherrschen musste, weil es sonst Ärger gegeben hätte.
    Und dann oft sogar einen Streit vom Zaun gebrochen, damit ich entweder weg konnte oder dem Gegenüber die Schuld gegeben habe, Du bringst mich so schlecht drauf, dass ich saufen muss.
    Erst als ich wirklich von mir aus nicht mehr trinken wollte, konnte auch ein Streit kein Trinkgrund mehr sein, weil ich es dann nicht geschafft hätte. Da musste ich aber absolut selbst willig dazu sein, mich da zu bremsen.
    Also wenn er Dein Wohlverhalten zur Bedingung macht, dass er entzieht, dann ist er noch meilenweit davon entfernt (ich sag gern, 10 Jahre pi mal Daumen, denn so war es bei mir), bis er selbst aufhören will. Und sehr viele hören eben überhaupt nie auf.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • wieso ist mir nicht aufgefallen das die Hände gezittert haben?
    Ich verstehe nicht warum ich es so lange ausgeblendet habe und nicht gehandelt habe, selbst nachdem ich seine vermüllten Wohnungen mit Weinflaschen gesehen habe habe ich nicht gehandelt.

    Ich verstehe dich. Auch ich und viele andere Angehörige fragen sich an dem Punkt, als es bei ihnen "Klick' machte, warum sie bis zum Erkennen so viel Zeit benötigten.

    Wenn du dich mit dieser Frage aber noch länger quälst, kostet dich das nur weitere Energie.

    Als ich das Forum entdeckte, war ich eigentlich nur für meinen alkoholabhängigen Mann auf der Suche nach einem weiteren Hilfsangebot, z.B. eine Selbsthifegruppe für Alkoholiker.

    Diese wollte ich ihm präsentieren, sobald er seinen Rausch auageschlafen hätte.

    Da dieser Rausch mehrere Tage dauerte, hatte ich viel Zeit, um mich kreuz und quer durch das forum zu lesen.

    Und dabei hat es endlich, zumindest bei mir,"klick" gemacht. Das Erkennen war hart, ließ mich aber sofort handeln. Und das könntest du jetzt auch tun.

    Damit ist dann aber noch nicht alles wieder gut, aber es ergeben sich neue Chancen auf Veränderung.

    Bei mir erfolgte die räumliche Trennung sobald mein Mann damals seinen Rausch ausgeschlafen hatte.

    (An dieser Stelle möchte ich mich wieder mal bei allen bedanken, deren Beiträge ich damals (und heute) "inhaliert" habe, und mir den "Klick" bescherten.)

    Bei meinem Mann hat es, mit etwas Verzögerung dann auch geklickt.

    Die Erkenntnis, Alkoholiker zu sein, ermöglichte ihm Entzug und Langzeittherapie.

    Allerdings reichten diese nicht aus, um dauerhaft abstinent zu bleiben.

    Für mich bedeutet das, dass nach dem Erkennen und Handeln, ein weiterer Prozess beginnt.

    Ich muss akzeptieren, dass bei meinem Mann auch in abstinenten Phasen jederzeit ein erneuter Rückfall möglich und wahrscheinlich ist.

    Denn noch hat er das in der Langzeittherapie gelernte Wissen nicht mit in seinen Alltag übernommen.

    Und zu der hier im forum von den Langzeitrockenen propagierte Risikominimierung ist er nicht zu 100 % bereit.

    Ich überlege noch, wie ich jetzt mit diesem Wissen dauerhaft umgehe, und wie lange ich warte, bis weitere Klicks erfolgen.

    Die räumliche Trennung, hat die Hoffnung noch nicht begraben können. Ob das nun gut oder schlecht ist, wird sich zeigen.

    Vielleicht hilft dir das Lesen hier ebenfalls.

    Ich wünsche dir alles Gute und viel Entscheidungskraft zum Handeln.

    2 Mal editiert, zuletzt von maibisjuni (30. Dezember 2025 um 10:40)

  • Getrennt sind wir auch , ich habe den Krankenwagen gerufen vor 2Wochen weil er mehrmals heftig gestürzt ist . Das habe ich in all den Jahren tatsächlich nie live erlebt, sowas ist wohl nur in seinem Zuhause passiert.
    Et hat mal wieder den Job verloren und hat gesagt lieber. Besöuft er sich als das er sich umbringt, das hätten 2 seiner besten Freunde getan.

    Ich hatte schonmal eine Beziehung mit Suchtthema. Deshalb bin ich so schockiert das ich es diesmal nicht gemerkt habe oder nicht merken wollte. Nein Exmann war Drigenabhöngig bevor wir uns kennengelernt haben und hat dann während der Ehe wieder mit kiffen anngefangen und PC sucht gehabt

    Wieso war ich so blind

    Ich habe immer gesagt ein zweites Mal mache ich keine Beziehung mit Sucht

  • Und das händezittern hat man das nicht automatisch wenn man weniger trinkt?

    für mich fand ich im nachhinein wichtig, meinen Wahrnehmungen zu vertrauen. Das war ein schwieriger Prozess, denn ich ließ mich oft von seinen Beruhigungen einlullen und glaubt sie nur zu gerne. Immer in der Hoffnung alles wird gut.
    Dich stört sein Alkoholkonsum. du fühlst dich damit nicht gut? Dann sollte dass deine Richtung sein, egal ob die Hände zittern oder irgendwelche anderen Symptome vorhanden sind. es geht darum, dass es dir besser geht.

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Wieso war ich so blind

    Ich habe immer gesagt ein zweites Mal mache ich keine Beziehung mit Sucht

    Angehörige und! Alkoholiker beschreiben hier immer wieder, zu welchen Lügen und Täuschungsmanövern die Sucht befähigt, um ihr nicht auf die Schliche zu kommen.

    Mach dir lieber keine weiteren Vorwürfe.

    Tröste dich mit "Liebe macht blind".

    Und wenn du hier weiter liest, wird es dir bestimmt künftig leichter fallen, offensichtliche Zeichen zu erkennen.

  • Dich stört sein Alkoholkonsum. du fühlst dich damit nicht gut? Dann sollte dass deine Richtung sein, egal ob die Hände zittern oder irgendwelche anderen Symptome vorhanden sind. es geht darum, dass es dir besser geht.

    Das ist ganz wichtig, finde ich. Eine meiner Kernerkenntnisse in Bezug auf meine Ex durch das Forum war:

    "Mich stört, dass und wie sie trinkt. Würde es mich weniger stören, wenn sie ihr Leben lang nicht-abhängig so weiter trinkt, wie sie trinkt, oder wenn sie abhängig so trinkt, wie sie trinkt? Nein. Denn das Problem ist ihr dauerhafter Konsum, nicht der Grund, warum sie so konsumiert."

  • Danke für eure Antworten. Ja es ist schwer das zu akzeptieren denn er hat so tolle Qualitäten , aber letztendlich habe ich viele Anzeichen nicht sehen wollen, vllt auch weil ich glücklich war nach 10 Jahren alleine wieder einen Partner gefunden zu haben

  • Aurora 31. Dezember 2025 um 10:44

    Hat den Titel des Themas von „Lake - Partner trinkt“ zu „lumen - Partner trinkt“ geändert.
  • Warum schaffe ich es nicht zu blockieren . Mein Partner erreicht mich immer noch per whats App auch wenn ich nicht immer Antworte, merkt er doch das ich noch nicht ganz los bin.

    Esstresdt mich das ich nichtvzur Ruhe komme , schlafe schlecht seit Tagen und Zuwenig

  • Ja ich habe ihn vom Krankenwsgen abholen lassen müssen, seitdem war er nicht mehr hier und dennoch merke ich wie er mir fehlt. Und ich frage mich hat er nicht eine 2.chance verdient wenn er einenEntzug und eine Therapie machen würde ?

  • Also wenn er Dein Wohlverhalten zur Bedingung macht, dass er entzieht, dann ist er noch meilenweit davon entfernt

    Und ich frage mich hat er nicht eine 2.chance verdient wenn er einenEntzug und eine Therapie machen würde ?

    Wäre es das erste Mal, dass du ihm eine zweite Chance gibst?

    Gab es zuvor nicht auch schon Versprechen , und damit zweite und dritte, ... Chancen?

    Und selbst wenn er sich als Alkoholiker erkennt und von sich aus in den Entzug und ggf. Langzeitherapie begibt, kann er anschließend trotzdem zu den 95 % gehören, die rückfällig werden.

    Die größte Hürde und Gefahr sehe ich in der eigenen Selbstüberschätzung:

    Sie lässt Alkoholiker nach dem Entzug zu früh und unvorbereitet auf Armeslänge in die Nähe von Alkohol gehen

    und

    Angehörige glauben, sie könnten durch Argumente und aufopferungsvolle Liebe den Alkoholkonsum beeinflussen und hätten eine entsprechende Mitverantwortung.

    Da er dir gerne mal die Schuld zuschiebt, sei gewappnet.

    Das Kümmern um einen evtl. Entzug und die anschließende Stabilität der Abstinenz liegt allein in seiner Verantwortung. Unabhängig von deinen Entscheidungen.

    Mir haben damals die Beiträge der Angehörigen und die der Langzeittrockenen und das Kommen und!!! das Gehen der neu angemeldeten Alkoholiker die Augen geöffnet und mich handeln lassen.

    Alles Gute für dich und ein gutes neues Jahr.

  • Naja bis jetzt warmes ja nie so extrem mit dem Alkohol, er hat bei mir 2 Radler getrunken hat mir zwarxnivhtvwiekluchvgefalken hatte aber nicht solche Auswirkungen

    Um Therapie, Entzug müsste er sich kümmern das sehe ich auch so . Aber wäre es ein Fehler ihn hinterher zu unterstützen välling frei davon ob es nochmal zu einer Beziehung kommt. Ich merke einfach das ich noch nicht sagen kann wir sind endgültig getrennt

  • Aber wäre es ein Fehler ihn hinterher zu unterstützen välling frei davon ob es nochmal zu einer Beziehung kommt.

    An welche Art und Umfang von Unterstützung denkst du denn dabei?

    Um bei dieser Hilfe sowohl die Grenzen zum eigenen krankhaften Verhalten, d.h. zur Co-Abhängigkeit zu erkennen, fand ich zuletzt die Erklärung von Hartmut am 26.12.25 bei orangeblau hilfreich.

    Und koda hat am 6.12.25 bei Elara erklärt, dass "Unterstützung" nicht nur sinnlos, sondern auch als übergriffig empfunden werden kann.

    Wie viel Engagement erwartest du, bevor du wieder in eine Beziehung investieren möchtest?

    Kennst du den Artikel des Forums zu den Grundbausteinen für Alkoholiker?

    Das Forum rät zu besonderer Vorsicht im ersten Jahr.

    Auch ich und mein Mann sind bisher nur räumlich getrennt.

    Die räumliche Trennung schützt davor, das Elend in der nassen Zeit mitzuerleben.

    Hier kommen und gehen regelmäßig neue User, die euphorisch starten und dann verschwinden. Viele vermutlich wieder in die Sucht.

    Da auch mein Partner nach Entzug und Langzeittherapie rückfällig wurde, gilt für mich:

    Kümmert er sich um Entzug und Umsetzung einer Stabilität der Abstinenz werde ich mindestens ein Jahr abwarten, d.h. mit Abstand zusehen, wie nachhaltig das vorhandene Wissen zur Wichtigkeit der Risikominimierung umgesetzt wird.

    Meine Unterstützung sähe in der Zeit so aus, dass ich in seinem Beisein auf Alkohol "verzichte" (das fällt mir leicht, da ich ohnehin nicht trinke).

    Es gibt aber auch Dinge, auf die ich verzichten würde, um ihn nicht versehentlich in ein nasses Umfeld zu locken.

    Also keine Einladungen für gemeinsame Aktivitäten, wie Konzerte oder den "gemütlichen" Bummel über den Weihnachtsmarkt, u.ä., die für ihn eine Falle sein könnten. Das ist sicher leicht verständlich. Aber, dass auch Restaurants oder die bisher genutzten Supermärkte ggf zu meiden sind, habe ich erst durch das Lesen im Alkoholikerbereich gelernt.

    Es ist/wäre seins, darauf zu achten. Meine Unterstützung wäre, wenn ich entsprechende Vorsichtsmaßnahmen von ihm nicht als übertrieben abtun würde.

    Durch die räumliche Trennung entfällt das typische Kontrollieren und gibt mir Raum mich wieder auf mich zu konzentrieren, was nach so langer Zeit gar nicht so leicht ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von maibisjuni (1. Januar 2026 um 08:38)

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