Du akzeptierst seine Erkrankung wie sie ist und ziehst für Dich die nun nötigen Konsequenzen
Hallo Flora ,
Deine Frage, was eine Akzeptanz der Alkoholkrankheit bedeutet, wurde dir schon geantwortet.
Ich möchte zu Whitewolf noch ergänzen:
Du akzeptierst seine Erkrankung wie sie sich entwickeln wird und ziehst für Dich die nun nötigen Konsequenzen.
Ich wollte auf jeden Fall verhindern, dass meine Kinder und ich die schlimmsten Stadien der Alkoholsucht, d.h. den völligen Verfall meines Mannes miterleben.
Denn auch den typischen weiteren Verlauf der Co-Abhängigkeit, konnte ich den Beiträgen der EKaS und Angehörigen entnehmen, die sich nicht rechtzeitig trennten.
Davor wollte ich mich und meine Kinder bewahren. (Denn ich haderte bereits mit der bisher vergeudeten Zeit der sinnlosen Hoffnung).
Mein Mann strebt zum damaligen Zeitpunkt noch keine lebenslange Abstinenz an.
Er hoffte, er könnte den Alkohol irgendwann besiegen und kontrollieren. (Typisch für die Krankheit).
Daher war mir der weitere Verlauf (Rückfalle, ..) klar.
Und ich entschied, dass wir diesen - seinen - Weg nicht mitgehen.
Wir haben uns getrennt, und hatten nur noch minimalen telefonischen Kontakt, in der die Krankheit so verläuft, wie sie eben verläuft, wenn jemand den Kampf mit jemandem sucht, der unbezwingbar und gnadenlos ist.
Irgendwann hat aber auch mein Mann die Tatsachen akzeptiert und sich von sich aus um Hilfe gekümmert.
Während dieser Zeit hatten wir nur wenig Kontakt. Mein Mann konnte sich so voll auf sich und sein neues Ziel konzentrieren, bzw dahinein steigern, so wie es Heuel gerade beschreibt.
Er ist stolz, dass er sein Ziel erreicht hat. Wir leben auch wieder zusammen.
Mir fiel die Trennung tatsächlich leichter als gedacht, was natürlich auch daran lag, dass mein Mann auszog und für uns alles beim alten blieb.
Nur ohne die bisherigen Gedanken, um seinen Alkoholkonsum.