Beiträge von maibisjuni

    Schlechte Ernährung und Übergewicht ist eine der Hauptursachen für alle Volkskrankheiten, die teilweise tödlich oder wie z.B. Demenz auch für die nichtbetroffenen Angehörigen schrecklich sind.

    Insofern finde ich nicht, dass in einer Familie jeder essen kann, was er will.

    In einer Familie tragen beide Eltern Verantwortung für die Ernährungsgewohnheiten der Kinder und daher auch für die Folgen einer falschen Ernährung.

    Abgesehen von Diabetes gibt's auch noch das Ausgegrenztsein, die eigene Scham, oder das Opfer von Mobbing zu werden dazu)*

    *kennt ihr das Fotoprojekt "Wait Watcher" von Haley Morris-Cafiero.

    Das sind die gleichen unbewussten abschätzigen Blicke, die häufig auf besoffene oder obdachlose Menschen geworfen werden.

    Ich würde erwarten, dass der Partner keine riesigen Mengen an Süßkram einkauft und die vor meiner Nase isst oder 5x die Woche mit Pommes & Currywurst nach Hause kommt, wenn ich auf Diät bin.

    Ich bin nicht auf Diät.

    Ich möchte, dass wir uns so gesund ernähren, wie wir das früher* und vor seiner Suchtverlagerung auch taten.

    (*abgesehen von seinem damaligen Alkoholkonsum).

    Mein Mann hat auch seine Suchtverlagerungen gehabt, die konnten neben mir auf dem Tisch liegen, hat mich nicht gejuckt.

    Da hast du Glück gehabt.

    Hätte mein Mann seine Sucht aufs Kiffen oder mehr Zigaretten verlegt, hätte mich das auch nicht gejuckt.

    Es geht um das Stoppen einer Sucht. Ich sehe eine Suchtverlagerung als ein Hilfsmittel, aber keine dauerhafte Lösung. In die Richtung verstehe ich auch immer den Hinweis "nur nichts trinken, reicht nicht".

    Ich habe mal diese beiden Zitate untereinander gestellt, und komme daraufhin auf den Gedanken, dass du gerne Verantwortung für dich abgibst.

    der Gedanke ist falsch.

    Ich hatte mich doch gerade 4 Wochen vor meinem Zitat (und 4 wochen nach meiner Anmeldung im forum) von meinem Mann getrennt.

    In meiner damaligen Frage geht es um die Frage, ob dem Alkoholiker bewusst ist, was er seiner Familie antut. Also um seine Mitverantwortung für das Wohlergehen der Familie zu sorgen.

    Kinder, die bei Pflege- oder Adoptiveltern aufwachsen, haben z.b. leibliche Eltern, die erkannt haben, dass ihre Kinder besser ohne sie aufwachsen.

    "Morgen hör ich auf"

    Psychogramm ein Trinkers

    auf YouTube, 2019 hochgeladen v. RWF TV, Ohrenschmausiger, Reihe Abhängigkeit:

    Die bewegende Geschichte einer Alkoholiker-Karriere mit Karlheinz Lemken. Das Ein-Mann-Stück »Morgen hör’ ich auf« handelt von der eigenen, exemplarischen Geschichte des Autors Eddie Cornwell. Höchst sensibel, unsentimental und ohne moralischen Zeigefinger wird der verzweifelte Kampf eines Alkoholikers gegen seine Sucht und den damit verbundenen sozialen Abstieg gezeigt. Karlheinz Lemken wurde einem breiten Publikum vor allem durch Krimi-Serien wie Die Kommissarin, Ein Fall für Zwei und Tatort bekannt. Auch an renommierten Bühnen war er in wichtigen Charakterrollen zu sehen. Pressestimmen zur Theateraufführung: »Lemken spielt den Trinker unter der sensiblen Regie von Andrea Dahmen mit dramatischer Glaubwürdigkeit. Der Zuschauer folgt seiner Darstellung mit atemloser Spannung. Am Ende völlige Stille, dann begeisterter Applaus für eine bravouröse, schauspielerische Leistung.« (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) »Dem Schauspieler zuzusehen, wie er, ohne auch nur einmal die Figur zu überzeichnen, die fatale Degeneration eines ehrgeizigen Geschäftsmannes zu einem sich selbst verachtenden Häuflein Mensch verkörpert, ist ein schaurig-schönes Erlebnis.«

    Whitewolf

    Ich glaube, ich bin heute etwas gereizt.

    Habe gerade den Krabbencocktail (500 kcal) und drei Scheiben Toastbrot verspeist, die ich lt. meinem Mann ja nicht hätte essen müssen, da er sie für sich und nicht für mich gekauft hat, und ärgere mich. Über mich und meinen Mann.

    Ich lese hier immer wieder, dass die Alkholiker für ein alkoholfreies Umfeld sorgen sollen, und von ihren nicht alkoholabhängigen Partner:innen erwarten dürfen, dass auch diese bereit sind, auf Alkohol zu Hause zu verzichten.

    Neben der Alkoholsucht gibt es noch viele andere Süchte, die die Dopaminregulierung im Gehirn verändern.
    Zuckersucht, bzw. die Sucht nach unnötigen Kohlenhydraten gehört dazu.

    Dürfte ich da von meinem Partner nicht auch erwarten, dass er auf den Kauf von Lebensmitteln verzichtet, die eine ungesunde Versuchung darstellen und meinem Vorhaben abzunehmen, entgegenstehen?

    Am Anfang seiner Abstinenz hatte ich noch Verständnis für sein Verlangen nach einem Ersatzsüßstoff.
    Aber zwischenzeitlich sollte sich sein Verlangen nach diesen Ersatzdrogen doch normalisieren.
    Als er noch Alkohol konsumierte, hatten wir derartig ungesundes Essen nicht im Hause, und ich wog 7 kg weniger.


    Na ja, bin gerade genervt.

    Damit:

    Von jedem Alkoholiker wird zur Aufnahme in dieses Forum zur Selbsthilfe das Eingeständnis ("ich bin Alkoholiker:in) und eine bestimmte Absicht (lebenslange Abstinenz) verlangt.

    wollte ich gerade auf den Beitrag einer Userin reagieren, die hier auf die meisten den Eindruck einer Coabhängigen macht, auf diese Einschätzung aber empört reagiert.

    Nun wurde der Beitrag geschlossen. Ich finde das gut.

    Denn ich merke, das ich - wie früher bei meinem damals uneinsichtigen Mann - überlege, welche Argumente und Antworten überzeugen würden.

    Dabei ist es wie bei Alkoholikern, auch aus der Co-Abhängigkeit kann man sich nur lösen, wenn man das will.

    Für ekas ist das Wissen um das Leid der Kinder, die von der Entschlusskraft ihrer Eltern abhängig sind, sicher schrecklich.

    Ich wollte dem Moderatorenteam hiermit mitteilen, das ich es gut finde, dass threads geschlossen werden, deren Ersteller weder eine "Krankheitseinsicht" noch den Wunsch zur Selbsthilfe haben, und es dem Anschein nach auch nicht entwickeln werden.

    Wer sich nur informieren will, kann im offenen Bereich selbstständig recherchieren, um sich Wissen zu erarbeiten. Dafür muss ich keine zusätzlichen User befragen und beschäftigen.

    In den letzten Tagen habe ich hier kreuz und quer viel gelesen UND geschrieben.

    Dankenswerterweise kam dann Aurora s Hinweis.

    (Gut, dass ihr die Threads moderiert 👍).

    Nun habe mir zur Ablenkung und Auffrischung mal meinen eigenen thread von A-Z durch gelesen. 😊

    Kann ich empfehlen.

    Teilweise musste ich beim Lesen nachschauen, ob der Beitrag von mir oder jemand anderen war.

    So ähnelten sich die Erfahrungen und Gedanken. So typisch also der Verlauf einer Alkoholsucht und Co-Abhängigkeit. ,

    Konnte leider nicht lesen, wie es den damaligen Kommentatoren heute geht, da sie offenbar hier nicht mehr aktiv sind.

    Falls einige still mitlesen, gebt doch mal Bescheid, wie es euch geht .

    So geht es mir auch. Ich bin hier nur am lesen und vergleichen


    Nur lesen ist gerade wenn man keine Kraft zum Austauschen und Schreiben hat, weniger kräftezerrend.

    Auch von außen als Betrachter lassen sich Erkenntnisse sammeln.

    Manchmal sogar schneller. Wer sich nicht persönlich angesprochen und ggf angegriffen fühlt, kann harte Wahrheiten leichter akzeptieren, und daraus lernen.

    Du akzeptierst seine Erkrankung wie sie ist und ziehst für Dich die nun nötigen Konsequenzen

    Hallo Flora ,

    Deine Frage, was eine Akzeptanz der Alkoholkrankheit bedeutet, wurde dir schon geantwortet.

    Ich möchte zu Whitewolf noch ergänzen:

    Du akzeptierst seine Erkrankung wie sie sich entwickeln wird und ziehst für Dich die nun nötigen Konsequenzen.

    Ich wollte auf jeden Fall verhindern, dass meine Kinder und ich die schlimmsten Stadien der Alkoholsucht, d.h. den völligen Verfall meines Mannes miterleben.

    Denn auch den typischen weiteren Verlauf der Co-Abhängigkeit, konnte ich den Beiträgen der EKaS und Angehörigen entnehmen, die sich nicht rechtzeitig trennten.

    Davor wollte ich mich und meine Kinder bewahren. (Denn ich haderte bereits mit der bisher vergeudeten Zeit der sinnlosen Hoffnung).

    Mein Mann strebt zum damaligen Zeitpunkt noch keine lebenslange Abstinenz an.

    Er hoffte, er könnte den Alkohol irgendwann besiegen und kontrollieren. (Typisch für die Krankheit).

    Daher war mir der weitere Verlauf (Rückfalle, ..) klar.

    Und ich entschied, dass wir diesen - seinen - Weg nicht mitgehen.

    Wir haben uns getrennt, und hatten nur noch minimalen telefonischen Kontakt, in der die Krankheit so verläuft, wie sie eben verläuft, wenn jemand den Kampf mit jemandem sucht, der unbezwingbar und gnadenlos ist.

    Irgendwann hat aber auch mein Mann die Tatsachen akzeptiert und sich von sich aus um Hilfe gekümmert.

    Während dieser Zeit hatten wir nur wenig Kontakt. Mein Mann konnte sich so voll auf sich und sein neues Ziel konzentrieren, bzw dahinein steigern, so wie es  Heuel gerade beschreibt.

    Er ist stolz, dass er sein Ziel erreicht hat. Wir leben auch wieder zusammen.

    Mir fiel die Trennung tatsächlich leichter als gedacht, was natürlich auch daran lag, dass mein Mann auszog und für uns alles beim alten blieb.

    Nur ohne die bisherigen Gedanken, um seinen Alkoholkonsum.

    Ich habe das Gefühl, doppelt so viel leisten zu müssen um stabil leben zu können

    Ja, und das ist unfair, aber meine Hochachtung dafür, was du geschafft hast.

    Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, meinen Kindern so etwas anzutun, wie mein Vater und meine Co abhängige Mutter es mir angetan haben.

    Das schaffen viele andere Menschen, die sich ebenfalls vornehmen,es besser als ihre Eltern zu machen nicht.

    Ich verstehe,dass du traurig bist, dass deine Hoffnung auf eine Versöhnung nicht erfüllt wurde.


    Ich finde du hast dir absolut nichts vorzuwerfen, sondern alles richtig gemacht.

    Bewundernswert, wie du für dich gesorgt hast.

    Selbst nach einem Rückfall (erneuter Kontakt), ist es dir erneut gelungen, dich schnell wieder zu befreien.

    Schön, dass du deinen Kindern gar nicht erst einen Kontakt zum Opa zugemutet hast. Du hast sie vor einer unschönen Erfahrung bewahrt.

    Ist es okay, ihn allein sterben zu lassen?

    Auf jeden Fall. Du hattest ihm eine erneute Chance gegeben.

    Denk wie bisher an dich und deine Familie.

    Du schreibst, Wut gibt dir Kraft und Trauer erschöpft dich.

    Dennoch kostet Wut auch Energie.

    Ich wünsche dir, dass du deine Trauer um dich und die verlorene Kindheit verarbeiten kannst. Such dir dafür ruhig Unterstützung (Therapie, shg).

    Ich finde, du kannst stolz darauf sein, wie du bisher mit diesen Erfahrungen umgegangen bist.

    Schöpfe Kraft aus diesem Stolz und dem Wissen , statt aus der Wut.

    Denn Wut kostet auch Energie.

    aber ich habe ihr klar gesagt, dass ich keine Informationen über ihn möchte. Keine Nachrichten sind gute Nachrichten. Ich will erst nach seinem Tod erfahren, dass es vorbei ist.

    Bleib dabei.

    Ich habe ihm verziehen, aber ich kann es nicht vergessen.

    Auch das ist ein guter Weg, um eine Sache abschließen zu können, um ohne Ballast sein Leben zu leben.

    Es ist deiner Mutter zu wünschen, dass sie die Kraft hat, deinem Beispiel zu folgen.

    Alles liebe für dich und deine Familie.

    aber kann doch nicht einfach so tun, als würde er nicht wieder trinken, oder?

    Du kannst aber akzeptieren, dass es dich um eine Krankheit handelt, die nur der Erkrankte stoppen kann.

    Du kannst also deine ganze Kraft darauf richten, dass es dir besser geht.

    Du weißt je bereits, dass du dich lösen solltest. Und hier wirst du ebenfalls nur Ratschläge und Argumente finden, die dich darin bestärken werden, diesen Weg zu gehen.

    Also vergeude keine weitere Lebenszeit. Ich wünsche dir die nötige Kraft, dann kann es nur besser werden.

    Vielleicht nimmt dich dein Partner irgendwann ein Beispiel an dir.

    Das mit dem Abstinenz glaube ich eher nicht, er weiss, dass ich das von ihm nicht erwarte. Mein Motto ist immer: Leben und Leben


    Vielleicht weiß er selbst, dass es schon sehr anständig wäre, zumindest nicht in deiner Gegenwart zu trinken.

    Anders herum, würdest du beim Treffen mit einer Freundin, die unter ihrem Übergewicht leidet und abnehmen möchte , Sahnetorte und Co bestellen und konsumieren?

    Davor bewahrt einen doch hoffentlich der Abstand.