Beiträge von Maeron

    Waren es doch kurze Momente im Rausch die dich vergessen ließen.

    Lohnt es sich?

    Ja, das sind solche Gedanken.

    Nein, das lohnt sich nicht. Es soll so bleiben wie es ist, ohne die Angst vor dem Kontrollverlust unter Alkohol. Die Zeit ist vorbei. Ich möchte diese Gedanke noch intensiver verinnerlichen.


    Nun wünsche ich allen Lesern einen schönen heilig Abend, natürlich mit 0,00% 😊

    Viele Dank an alle und alles Gute!

    Das kenne ich gut. Einmal das Leben auf Links.

    Hm, bei mir nicht so. Bin jetzt 1 Jahr und 5 Monate trocken.

    Habe zuletzt quartalsweise getrunken. Was ist anderes? Ich fühle mehr. Ich setzte mich noch mehr mit mir auseinander. Ich halte soziale Situationen nüchtern aus. Ich treffe mich mit Freunden zu Aktivitäten wo Alkohol keine Rolle spielt.

    Es ist total gut nicht zu trinken. Ich bin froh das ich keine Angst mehr vor den Folgen meines Konsums und das damit verbundenen Verhalten haben muss. Es es gut so, das ich abstinent bin und es ist unabdingbar.

    Aber mein Leben hat sich nicht komplett verändert.

    vielleicht ist es ja so: du hast die angsstörungen nicht, weil du nicht mehr trinkst. du hast vielleicht deine ängste nicht so gemerkt, weil du sie weggesoffen hast. und jetzt bist du ganz pur und da treten sie umso offener zu tage. das geht aber wieder weg, wenn du es behandelst. alles gute!

    Ja, genau. Meine Ängste waren vorher da und durch Alkohol waren sie temporär weg. Diese Art der "Selbstmedikation" ist in meinem Fall die Suchtmittelfunktion.

    Warum hält Dich da immer noch etwas zurück, Dir einzugestehen, dass Du mit Alkohol nicht umgehen kannst und das nie wieder so sein wird?

    Ich fühle mich oft sehr ängstlich aufgrund geringem positiven Selbstwertgefühl. Mit Alkohol konnte ich der sein, der ich will. Anfangs. Später war ich durch den Alkohol ein schrecklicher Mensch. Doch trotzdem verliere ich mit der Abstinenz gleichzeitig ein Stück Identität. So fühlt es sich an. :/

    Spürst Du für Dich nicht die positiven Veränderungen, wie gut es Dir ohne Alkohol geht? Kannst Du dieses Gefühl nicht genießen?

    Hm . Teilweise schon. Teilweise nicht. Durch die Abstinenz klafft noch eine Lücke. Ich habe noch keine Freunde gefunden, die ich regelmäßig treffe, ohne Alkohol. Mit denen ich Spaß erleben kann.

    Durch den Alkohol konnte ich meine Gefühle verdrängen. Jetzt bin ich fühlbar noch empfindsamer. Hatte auch schon Panikattacken. Kannte ich vorher nicht. Hat was mit meiner Angststörung zu tun. Ohne Alkohol ist das jetzt irgendwie anders. Ich weiß, mit Alkohol ist es noch schlimmer, auf Dauer nehmen Ängste zu und ich würde nie lernen, damit zu leben. Außerdem würde ich am Alkohol verrecken. Ich meine damit nur, dass ich eben nicht nur positive Erfahrungen habe, jetzt ohne Alkohol.

    Positiv ist mein regelmäßiges Meditieren und ich fühle mich wohl, nichts trinke zu müssen und weiß, dass dadurch nicht wieder etwas schlimmes passieren kann.

    Ich denke, hätte ich keine Angststörung, dann Könnte ich die Abstinenz mehr genießen. In guten Phasen ist es auch gut. Aber gerade ist es auch oft nicht gut.

    1, 4, 25

    1 Jahr, 4 Monate und 25 Tage bin ich nun abstinent.

    - es wird immer mehr normal für mich.

    - Suchtdruck war immer mal da, aber hat in der Intensität mit der Zeit sehr abgenommen. Er kommt dennoch in verlässlichen Schüben, alle paar Wochen. Wenn ich längere Zeit keinen Suchtdruck habe, dann kommt es mir fast komisch vor.

    - Die Vorstellung "nie wieder" gelingt mir manchmal. Es kommt aber auch vor, das ich mir das nicht vorstellen kann. Es gibt in mir den kleinen Rest Funken, der trinken will. Das ist die Erkrankung, die dann anklopft.

    - ich hoffe, das es mit der Zeit immer mehr auf "der Waage" hin zur Absitenz geht, damit ich für mich trocken sein kann und nicht nur für Andere. Denn dies ist für mich noch wichtig.

    Ich finde es ungewöhnlich und erstaunlich, wie hoch scheinbar der Stellenwert von Alkohol bei einem Geschäfts-Meeting bei deiner Firma ist. Ich frage mich, ob das wirklich so ist oder vielleicht nur von dir als verpflichtend wahrgenommen wird. Ich würde halt einfach etwas alkoholfreies mitbringen. Vielleicht sind manche Teilnehmer dankbar. Es trinken doch sowieso meist nicht alle Alkohol mit, oder?

    Wenn es etwas außer Knabberzeugs und Getränke sei soll, würde mir noch Herbst-Deko einfallen. Für jeden einen Holz-Deko-Anhänger oder einen kleinen Glücksbringer. Vielleicht auch für jeden einen Schlüsselanhänger? Das wäre sicherlich mal etwas neues und es braucht wenig Vorbereitung und ist transportabel.

    Grundsätzlich bin ich glücklich abstinent zu sein. Was mich beunruhigt sind Suchtgedanken. Vielleicht sollten sie mich nicht beunruhigen. Ich erkenne sie, und lasse sie ziehen. Das geht auch. Aber es nervt trotzdem, dass sie kommen. Hier möchte ich einmal davon Berichten. Z. B. hatte ich letztens gedacht, wenn jetzt diese eine bestimmte Befürchtung eintritt (ist ein Glück nicht passiert), dann fahre ich zur Tanke und lasse mich voll laufen. Dieser Suchtgedanke ging schnell weg. Und ich weiß auch, man sollte nicht nass denken. Ich wollte den Gedanken trotzdem einmal hier teilen. Denn ich habe Angst, das so ein Gedanke der erste Schritt zum Rückfall sein kann.

    Durch die ambulante Reha, wo es auch schon einen Rückfall eines/einer Teilnehmer/inn gab, welcher dann besprochen wurden, beschäftige ich mich dann natürlich mit dem Themen, horchen in mich hinein, vergleiche mich und mein Inneres mit den Vorfällen/Gedanken anderer Teilnehmer. Zum Beispiel hatte ich kurz das Gefühl, dass ich irgendwann wieder mal trinken werde, das es, garnicht anders geht, das ich nur eine Begründung brauche... Oder so. Mir ist klar, dass das die Sucht ist. Normalerweise lasse ich sie auch in Ruhe, die Sucht, lasse die Gedanken und Gefühle ziehen. Dennoch wollte ich sie hier einmal teilen, da mir da doch manchmal angst und bange wird.