Grundsätzlich bin ich glücklich abstinent zu sein. Was mich beunruhigt sind Suchtgedanken. Vielleicht sollten sie mich nicht beunruhigen. Ich erkenne sie, und lasse sie ziehen. Das geht auch. Aber es nervt trotzdem, dass sie kommen. Hier möchte ich einmal davon Berichten. Z. B. hatte ich letztens gedacht, wenn jetzt diese eine bestimmte Befürchtung eintritt (ist ein Glück nicht passiert), dann fahre ich zur Tanke und lasse mich voll laufen. Dieser Suchtgedanke ging schnell weg. Und ich weiß auch, man sollte nicht nass denken. Ich wollte den Gedanken trotzdem einmal hier teilen. Denn ich habe Angst, das so ein Gedanke der erste Schritt zum Rückfall sein kann.
Durch die ambulante Reha, wo es auch schon einen Rückfall eines/einer Teilnehmer/inn gab, welcher dann besprochen wurden, beschäftige ich mich dann natürlich mit dem Themen, horchen in mich hinein, vergleiche mich und mein Inneres mit den Vorfällen/Gedanken anderer Teilnehmer. Zum Beispiel hatte ich kurz das Gefühl, dass ich irgendwann wieder mal trinken werde, das es, garnicht anders geht, das ich nur eine Begründung brauche... Oder so. Mir ist klar, dass das die Sucht ist. Normalerweise lasse ich sie auch in Ruhe, die Sucht, lasse die Gedanken und Gefühle ziehen. Dennoch wollte ich sie hier einmal teilen, da mir da doch manchmal angst und bange wird.