Beiträge von Rennschnecke

    Ich nenne es Staubsaugervertreter - kommt immer mit seinem Supersonderangebot, weil er nichts anderes hat - leider unbrauchbar.

    Du musst dir das Gelaber vom Suchthirn aber nicht antun, schon gar nicht die Tür aufmachen. Soll einfach die Klappe halten.

    Das ist leider so, Aennie, dass es zwischen der Therapeutin und Dir menschlich passen muss - und Deine Anliegen zu ihren therapeutischen Schwerpunkten.

    Sieh es mal so: So verschwendest Du wenigstens nicht noch mehr Zeit und Fahrgeld an die Therapeutin von heute.

    Hallo Honighummel,

    Du hast ja mehrfach gefragt, ob und ggf. Wie Du ihm von Deinen Trennungabsichten berichten sollst.

    Ich kann - angesichts fast täglicher Meldungen zur erschreckenden Gewalt gegen (oft trennungswillige) Frauen nur zur Vorsicht raten.

    Du musst ihn nicht vorwarnen, ihm auch keine allerletzte Chance geben, wenn Dein Bauchgefühl Dir etwas anderes sagt.

    Es ist Dein gutes Recht, Dich von einem Partner zu trennen, den Du nicht mehr liebst und/oder der Deiner (psychischen) Gesundheit und der Deines Kindes schadet.

    Weihe ihn am besten erst in Deine Pläne ein, wenn diese ausgereift sind und es gar nicht mehr anders geht. Evtl. Können Dir dabei Freunde oder Verwandte zur Seite stehen?

    Mag sich wie Hintergehen anfühlen, aber es geht um Selbstschutz - und hintergeht er Dich nicht auch durch seine Sucht?

    Alles Gute!

    Ich habs neulich erst bei Thomson geschrieben: Es gab gute und weniger gute Vorbilder in meiner Familie, es wurde auch darüber gesprochen und Regeln daraus abgeleitet, die ich aus Überzeugung übernommen habe - Alkoholikerin bin ich trotzdem geworden. Meine Geschwister haben andere Suchtmittel gewählt...

    Also bringt mich die Frage in Bezug auf meine Abstinenzsicherung nicht weiter, allenfalls in Hinblick auf Prävention für die nächste Generation. Aber das sollte jetzt nicht Dein Hauptthema sein, oder?

    Mein Rat: Denke lieber darüber nach, wie es zu deinen Rückfällen kommen konnte (Du bist hier ja schon mehrfach gestartet und dann schnell wieder verstummt) und was Du diesmal anders machen kannst, um einen weiteren Rückfall zu vermeiden. Alles Gute!

    Liebe Step,

    hier nehmen sich Leute in ihrer Freizeit die Zeit, Dir aus ihrem Erfahrungswussen zu schreiben - das ist bestimmt nicht immer angenehm, aber mit Sicherheit nicht dazu gedacht, dich zu demotivieren, im Gegenteil.

    Ich finde es unmso bemerkenswerter, dass Du Dich nicht davon abschrecken lässt und weiter und wieder öfter hier schreibst. Das ist Selbsthilfe, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist, sich mit manchen eigenen Themen auseinanderzusetzen.

    Es ist aber auch eine große Chance, das eigene Leben auf den Prüfstand zu stellen und künftig so zu gestalten, dass nicht mehr so viel verdrängt bzw. ertragen werden muss.

    Schön, dass Du Dir eine entspannte Zeit im Garten gönnst, das tut mir auch immer sehr gut.

    Und nein, Du musst Dich nicht jedem gegenüber als Alkoholiker bekennen, mache ich auch nur in ganz wenigen Ausnahmefällen. Lies gern mal in meinen Anfängen nach, ich sehe da ein paar Parallelelen und schreibe Dir vielleicht deshalb so viel.

    Aber hast Du es Deinem Mann gegenüber tatsächlich mal ausgesprochen, dass Du Alkoholikerin bist? Kannst Du überhaupt mit ihm darüber sprechen? Das macht einen großen Unterschied, glaub mir.

    Ich wünsche Dir einen schönen, entspannenden und erhellenden Nachmittag. Auf Wiederlesen!

    Hallo Step,

    Du hast jetzt hier einige klare Rückmeldungen erhalten. Dein Ist-Stand ist alles andere als sicher, wenn ich das mal so zusammenfassen darf.

    Und jetzt hoffst Du, dass Du im Urlaub dazu kommst, Dich näher damit auseinanderzusetzen - obwohl Du gleichzeitig Sorge hast, gerade dann "schwach" zu werden - weil Du Alk noch immer positiv mit "Genuss" besetzt?

    Kann es sein, dass Du nur aus Vernunftgründen nicht mehr trinkst, aber noch nicht wirklich vor Deiner Sucht kapituliert hast? Dass Du deshalb anscheinend nicht mal Deinem Mann gesagt hast: "Ich trinke gar nicht mehr, weil irgendwann aus der scheinbar kontrollierten Gewohnheit Sucht geworden ist - die sich nicht kontrollieren, aber gut stoppen lässt." ?

    Heute ist Sonntag, hier zumindest ist das Wetter nicht so dolle. Was hält Dich davon ab, Dir gleich heute mal nur Zeit für Dich zu nehmen und Dich unvoreingenommen auf all das gedanklich einzulassen, was Dir hier geschrieben wurde?

    Und heden Abend in den unzähligen hier festgehaltenen Erfahrungen zu stöbern: Wie haben z. B. die Leute, die Dir geschrieben haben, mal angefangen? Wie (unterschiedlich) haben sie ihren Umgang mit dem "Outen" gestaltet? Was haben sie sonst noch geändert, um zufrieden abstinent werden zu können? Usw.

    Dein Leben, Deine Abstinenz - mach was draus - damit nicht alles den Alk-Bach runtergeht...

    Ach Step, natürlich darfst Du stolz sein. Due Frage ist doch nur, wie tragfähig dein derzeitiges Konstrukt ist.

    Und deine SHG ist eben nicht nur fürs Schulterklopfen da.

    Lies doch noch mal Deinen Faden durch. Er beginnt ja damit, dass Du es diesmal anders machen möchtest, weil Du schon mehrere erfolglose Versuche hinter Dir hast.

    Genau darauf bezog sich meine Frage.

    Ich war auch so eine hochfunktionale Feierabendtrinkerin und habe das Saufen bis fast zum Schluss als Genuss und Belohnung empfunden. War es aber gegen Ende nicht mehr, da ging es nur noch um einen bestimmten Pegel.

    Hast Du denn schon andere Feierabendrituale für Dich gefunden? Und hast Du mal überlegt, deine Arbeitszeit zu reduzieren?

    Hmmh, Step, verstehe ich das richtig: Du gehst, obwohl noch ganz am Anfang, zu Treffen, wo in Deiner Gegewart Alk getrunken wird, und "rechtfertigst" Dein Nichttrinken mit einem Abnehmwunsch?

    Nicht ganz im Sinne der Grundbausteine, lies am besten noch mal nach.

    Du musst Dich auch nicht wegen uns hier beteiligen. Solltest es aber für Dich tun (zumindest intensiv mitlesend), gerade wenn Du nirgendwo anders wegen Deiner Sucht angebunden bist.

    "Nur nicht trinken reicht nicht." Ist eine ganz wichtige Erfahrungsregel hier im Forum.

    Und "Rausschleichen aus der Sucht funktioniert nicht."

    Und "Wer etwas wirklich will, findet Wege ..."

    Du musst Dich nicht rechtfertigen, nur gut auf Dich und Deine Abstinenz aufpassen. Alles Gute!

    So ist es. Wenn ich mich selbst nicht wertschätze, warum sollten es andere tun? Wenn ich es nicht mit mir allein aushalten kann, warum sollten andere es mit mir aushalten?

    Nennt mich altmodisch, aber die Devise "festhalten und weitersuchen" finde ich ziemlich unromantisch, um nicht zu sagen unmoralisch.