Beiträge von Rennschnecke

    Wenn ich mich an meine Reha-Suche richtig erinnere, gibt es solche Angebote vor allem, um alleinerziehenden Müttern eine Langzeit zu ermöglichen. Sie ist aber ja alles andere als alleinerziehend.

    Es gibt sogar vereinzelt Angebote, wo Hund oder Katze mitgebracht werden dürfen - aber eben nicht müssen. Außerdem hast Du als Vater ja auch mitzureden.

    Vielleicht kannst Du mal mit der Kita-Betreuung und/oder dem Kinderarzt reden, wie die das einschätzen? Die merken ja vielleicht auch, wie sich die Kinder je nach häuslicher Belastung verändern.

    Hallo Eloed,

    es tut mir leid, das zu lesen. Mir (Alkoholikerin) fallen dazu ganz viele Fragen ein:

    Kannst Du den Kontakt zu ihr unterbinden oder wenigstens auf das Allernötigste beschränken, damit Du nicht alles hautnah mitbekommst?

    Ob sie dauerhaft abstinent werden kann oder nicht, liegt allein an ihr und nicht in Deiner Macht oder Verantwortung.

    Können die Kinder in ihre Suchtklinik mitkommen oder müssen sie? Ist das wirklich gut für die Kinder?

    In der Verfassung, in der Du bist, bist Du da überhaupt noch arbeitsfähig? Wenn nicht, scheue Dich nicht, Deinen Arzt anzusprechen. Vielleicht kannst Du auch vorübergehend die Arbeitszeit reduzieren und/oder selbst eine Reha mit den Kindern beantragen?

    Alles fokussiert sich bei Euch scheinbar auf den Start dieser Langzeitreha (die sie offenbar nicht mal selbst angestoßen hat), aber das ist ja kein Allheilmittel, nur ein Anfang, und die Rückfallquoten sind hoch.

    Darum teile Dir Deine Kräfte ein, nimm alle Hilfe, die Du bekommsn kannst.

    Vielleicht kannst Du auch mal in den Fäden der Männer lesen, die Dir geschrieben haben? Und hier öfter schreiben?

    Und ruhig auch noch mal den eigenen Faden lesen, um die eigene Entwicklung zu rekapitulieren und nicht umzukippen...

    Alles Gute, ich hoffe, Du kannst Dir einen schönen Sonntag mit den Kindern machen und auf andere Gedanken kommen.

    Noch was Lustiges: Ich hab ja wirklich geglaubt, dass mein Nickname eine spontane Wortschöpfung von mir gewesen ist, die entstand, als ich nach über 6 Monaten Vorbereitung endlich (ambulant begleitet) abstinent wurde, mich bei den Mods für die Freischaltung zum Austausch bewarb und dabei über mein "Schneckenrennen" bis zu diesem denkwürdigen Tag philosophierte. Mein bisheriger Nick schien mir dann zu verhuscht und ich durfte ihn ändern lassen..

    Mit dem jetzigen Nick kann ich mich inzwischen so gut identifizieren, dass ich neulich anfing, im Netz nach Schmuck in Schneckenform zu schauen.

    Wie es der Algorithmus so will, wurden mir irgendwann auch ungefragt echte Tiere angezeigt - und irgendwann sogar echte Rennschnecken! So viel zum Thema Kreativität (dabei hab ich null Ahnung von Aquaristik) 😉

    Aber ich bleib erst mal bei meinen bestehenden Profilbildern, auch wenn sich jetzt ganz neue (lizenzfreie) Möglichkeiten ergeben.

    Schönes Wochenende! 🐌

    Kann die Kinderübergabe nicht jemand anders übernehmen? Ggf. Mit Jugendamt klären?

    Vielleicht kannst du die Kinder gleich bei den Schwiegereltern abgeben und Einsammeln, dann müssen sie wenigstens nicht bei ihm im Auto sitzen, wenn er seinen Pegel hat.

    So hat er weniger Gelegenheit, Dich zuzutexten, was Du sowieso unterbinden kannst - mit dem Hinweis "Es ist alles mehrfach gesagt; den Rest regeln unbeteiligte Fachleute - mit dem Kindeswohl im Vordergrund. Punkt."

    Ja, es ist traurig, ja, "die Leute" freuen sich über den heißen Tratsch, aber Du arbeitest unbeirrt auf Freiheit und Sicherheit hin, für Dich und Deine Kinder.

    Hör Dir am besten nicht mehr an, was die Leute sagen und halte auch Deinen Sohn möglichst daraus, damit er in keine ungute Rolle rutscht.

    Dein Ex darf saufen und lügen, so viel er will - solange das Kindeswohl dadurch nicht gefährdet wird. Am Ende siegt die Wahrheit, das kannst Du bei vielen Cos hier lesen.

    Also nicht kirre machen lassen, Du bist auf einem guten Weg! Den Mann, dem Du nachtrauerst, gibt es leider nicht mehr, denn der ist krank und offenbar ohne jede Einsicht.

    Wenn Du Dich dahinschleppen musst, scheint es Dir ja nicht mehr so viel zu bringen.

    Eine RSHG ist ja nicht zwingend nötig. Hauoptsache, überhaupt SHG. Und die hast Du auch hier gefunden.

    Da brauchst Du auch nicht unbedingt noch Videos und Podcasts, due z. T. Kommerzielle Interessen verfolgen. Hier steckt die gesammelte Weisheit aus rd. 20 Jahren Online-SHG - rund um die Uhr verfügbar, in Deinem Tempo.

    Hallo hopeless, danke für Dein Lebenszeichen und Glückwunsch zu Deiner Entwicklung.

    Ich stolpere allerdings über den verbliebenen Schlüssel. Er erscheint mir wie ein allerletztes Band oder Pfand, das Dich noch gefangen hält.

    Müsstest Du ihn wirklich persönlich übergeben? Könntest Du nicht ein Foto von dem Einwurf in den Briefkasten machen (lassen), um bei Bedarf einen Beweis für die Abgabe zu haben?

    Dies nur als Anregung, das noch mal für Dich zu überdenken. Alles Gute!

    Hallo liebe PetraPetra , es ging ja um mehr als das, nämlich um die (fehlende) Balance zwischen meinen Beiträgen bei anderen und bei mir im eigenen Faden.

    Ich warte auch nicht darauf, dass mich jemand fragt, wie es mir geht, dafür gehen hier täglich zu viele ein und aus.

    (Alkerdings werde ich schon mal zum Nachfragen angeregt, wenn jemand einen schon älteren Kommentar von mir bei jemandem geliked hat, der seitdem verstummt ist. Ansonsten: Wo fange ich an, wo höre ich auf ...?)

    Schreib doch gern bei Dir, warum Du gerade so wenig schreibst und wie es Dir geht.

    Dass bisher keiner gefragt hat, ist ja nicht unbedingt mit fehlendem Interesse gleichzusetzen. Ich würde mich jedenfalls freuen, von Dir bei Dir zu lesen.

    Hallo Berry,

    wenn Du Freitag das letzte Mal getrunken hast und nicht ärztlich begleitet wirst (das geht auch ambulant, durch Termine,Telefonate und ggf. Medikamente), kann das sehr gefährlich für Dich werden.

    Dazu gibt es hier einen wichtigen Grundlagenartikel, den ich Dir leider nicht verlinken kann.

    Vielleicht kann das ein Mod übernehmen? Danke!

    Guten Morgen, Berry, Du befindest Dich zzt. noch im Vorstellungsbereich - und scheinbar auch im kalten Entzug? Oder wirst Du ärztlich begleitet?

    Der eigentliche Austausch hier beginnt erst, wenn Du nach Erfüllung der Voraussetzungen (s. Obige Fragen von Hartmut) von einem Moderator dafür freigeschaltet wurdest. Dann ist Dein Name auch nicht mehr rot.

    Vielleicht liest Du Deinen Faden mal in Ruhe von vorn bis hinten durch, Angler, um Muster und auch Entwicklung bei Dir zu erkennen. Diese Entwicklung braucht einfach Zeit und Geduld - und keiner weiß, wie lange.

    Ich frage mich außerdem, was "normale instabile Menschen" sein sollen: meinst Du Menschen, die trotz ihrer Probleme nicht süchtig geworden sind? Empfindest Du Dich als unnormal? Das Thema Scham kommt ja immer wieder bei Dir vor.

    Ich fürchte, solange Du nicht akzeptieren kannst, dass Alkoholismus eine unheilbare Krankheit ist und keine Charakterschwäche, wirst Du Dich weiter quälen müssen. Auch die Frage nach dem Warum und Wieso ist zwar menschlich verständlich, bringt Dich aber auf Dauer nicht weiter.

    Ich weiß auch nicht, warum ich alkoholsüchtig gewirden bin und meine Geschwister, so scheint es zumindest, nicht. Ich kann auch kein genaues Datum nennen, wann bei mir aus Missbrauch Sucht wurde.

    Richtig weinen kann ich auch schon länger nicht mehr, trotz diverser Trauerfälle. Das führe ich eher darauf zurück, dass ich es (und auch andere Gefühle) zu oft unterdrückt habe, weil scheinbar gerade "unpassend". Alk wünsche ich mir deswegen nicht zurück.

    Ich weiß nur, dass ich süchtig geworden bin. Und ich habe hier gelernt, was ich tun kann, um meine Abstinenz abzusichern. Schonungslose Ehrlichkeit mir selber gegenüber ist dabei für mich zentral.

    Kannst Du in den Spiegel gucken und Deine Realitât annehmen? Z. B.:

    "Ja, ich bin Alkoholiker - das ist eine schwere, unheilbare Krankheit, kein Verbrechen. Zumindest kann ich die Krankheit stoppen und dann gut damit leben. Das ist nicht immer einfach, aber möglich. Ich muss mich nicht schänen, dass ich suchtkrank geworden bin, aber ich kann stolz darauf sein, dass und wie ich mich meiner Sucht stelle. "