Beiträge von Leonie80

    Das habe ich auch so erlebt. Und genau mit diesem Gefühl im Herzen konnte ich mir verzeihen.
    Meine Vergangenheit wird dadurch nicht besser und sie wird auch immer zu mir gehören. Aber genau dieses Mitgefühl mit mir und meiner Vergangenheit hat mich versöhnt….mit mir.

    Danke Stern. Genau so ist es und du hast es voll auf den Punkt getroffen ☺️

    Hallo ihr Lieben,

    ich möchte auch mal wieder hier vorbei schauen.
    Ich habe mich psychisch und körperlich ganz gut stabilisiert in den letzten Monaten. Es ist immer ein auf und ab. Es geht mal zurück aber auch wieder gut vorwärts. Ich bin nicht mehr der Mensch, der ich früher war. Funktionieren bis zum Zusammenbruch, nur um es allen recht zu machen und dann saufen zu müssen, weil ich dachte, ohne Alkohol schaffe ich das alles nicht. Geht sehr wohl auch anders.

    Ich habe noch einige Veränderungen auf den Weg gebracht, die künftig noch besser für meine Psyche und Abstinenz sind. Ich hätte nicht gedacht, dass ich das alles schaffe. Irgendwie bin ich doch immer wieder stärker als ich denke.

    Weihnachtsmärkte meide ich dieses Jahr. Auch sonst zieht es mich nicht so in die Gesellschaft. Ich habe eine handvoll Leute, die ich gerne um mich habe und die mir gut tun. Ich bin sehr gerne alleine und mit meinen Tieren.

    Mein Rückfall liegt nun fast schon wieder ein Jahr zurück. Es ärgert mich immer noch aber es ist passiert. Es hat mir damals nochmal den Ernst der Lage gezeigt und wo ich nie mehr hin möchte.

    Ich habe jetzt im Herbst den griechischen Bergtee mit Zitrone und Honig und den Chai-Latte für mich entdeckt. Kaffee geht leider nur noch selten oder koffeinfrei. Sonst sprudelt mein Nervensystem wieder negativ über.

    Manchmal muss ich heulen, da ich mittlerweile echtes Mitgefühl für mich entwickelt habe. Was ich mir angetan habe die letzten Jahre. Wie sehr mein Körper und meine Psyche gelitten haben. Aber hey, ich hab s erkannt und hab mich auf die Reise der Heilung und Abstinenz begeben. Es ist für mich ein langer, harter Weg, der sich lohnt. Ich sehe die Welt jetzt mit komplett anderen Augen. Weiter geht die spannende Reise, würd ich sagen. Aufgeben ist keine Option.

    Ich hoffe euch allen geht es gut. Ich wünsche euch von Herzen eine hoffentlich ruhige und schöne Vorweihnachtszeit.

    Ganz liebe Grüße

    Leonie

    Hey ihr Lieben,

    ich wollte mal wieder kurz Hallo sagen.

    Die letzten Wochen waren wieder sehr holprig. Es ging mehr rückwärts als vorwärts. Ich konnte stellenweise wieder gar nicht raus und fühlte mich total in meinem Körper und Daheim gefangen.

    Ich gebe nicht auf, zu suchen, nach jedem Strohhalm, der mich voranbringt.

    Habe eine neue Therapiemethode gefunden. Ich versuche das jetzt einfach. Mehr als nicht funktionieren kann es nicht. Es kann auch nichts passieren.

    Ich versuche einfach mein Hirn positiv umzuprogrammieren und werde sehen ob es klappt die nächsten Wochen und Monate. Habe eine sehr gute Anleitung gefunden. Sowas fehlte mir in der Klinik.

    Einen Termin bei einem potentiellen Therapeuten habe ich auch. Vielleicht geht es endlich mal etwas schneller.

    Die Vergangenheit möchte ich nun auch in dem Bereich endlich ruhen lassen. Ich bin im hier und jetzt. Da muss ich zurechtkommen und etwas daraus machen.

    Manchmal frage ich mich, wo ich die Kraft hernehme. Ich kämpfe weiter, denn jeder gute Tag ist eine so große Belohnung und gibt Hoffnung.

    PS: Heute bzw. gestern oder vorgestern? vor zwei Jahren ging meine alkoholfreie Reise los (den Rückfall im letzten Dezember habe ich aber nicht vergessen, ärgert mich immer noch sehr). Trotzdem schon oder erst 2 Jahre. Egal. Jeder Tag ohne Alk ist trotzdem irgendwie ein verdammt guter Tag.

    In dem Sinne ganz ganz liebe Grüße.

    Leonie

    Und vielleicht kommst Du ja auch zu dem Schluss, das einige Anforderungen eigentlich Überforderungen sind.

    Da gebe ich dir recht Kazik. Aktuell geht das leider ganz schnell. Mein ganzes System ist überfordert. Ich bin dran, mich umzupolen und dann kann ich mein Mosaik neu zusammensetzen. Aber es dauert.

    Zum Alkohol und ich glaube das weißt Du selbst genau, wenn Du jetzt wieder trinken würdest, würdest Du direkt wieder in den Schacht fahren. Höchstwahrscheinlich noch viel tiefer als zuvor. Keine Option in meine Augen.

    Nein. Das wäre und ist absolut keine Option. Das würde alles kaputt machen. Ich stehe endlich für mich ein, versuche gesund zu werden, setze mich ganz bewusst in den Fokus. Was brauche ich, was tut mir gut? Was kann ich für mich tun? Alkohol wäre mein Todesurteil. Da würde ich wirklich in den Schacht fahren und nicht mehr raus kommen.

    Ich finde Du kämpfst super für Deine Gesundheit!

    Danke Rina. Das Wichtigste, die Gesundheit, hab ich immer hinten angestellt. Jetzt hab ich den Salat. Wenn nicht jetzt, wann dann?

    Mehrere in meinem Umfeld haben mir das auch schon sehr klar und deutlich gesagt, dass ich immer alles mit mir selbst ausmache und auch wenn ich andere gerne unterstütze, was ich auch mache, so nehme ich selbst wiederum keine (oder nur sehr sehr selten) Hilfe an oder frage danach.

    Das könnte so von mir kommen. So ist es bei mir auch. In der Hinsicht bin ich leider auch Einzelgänger bis es mir ganz schlecht geht. Dann kann ich um Hilfe bitten und sie auch annehmen. Ich arbeite daran, dass das anders wird. Es sind ja doch einige Leute gerne und immer für mich da.

    Hallo Linde und Elly,

    vielen Dank für eure Beiträge.

    Es ist schön zu wissen, dass ich damit nicht alleine bin und es auch andere verstehen und nachvollziehen können, wie es mir geht.
    Ich höre immer, ich muss mehr unter Leute, mehr an die frische Luft. Ich soll mich nicht so hängen lassen. Wenn s so einfach wäre.

    Ich freue mich über ganz viele kleine Dinge, die ich schaffe, sei es zum Tanken fahren, kurz in den Supermarkt, kleine Spaziergänge usw. Was für viele selbstverständlich ist, ist für mich oft ganz schwer. Aber ich schaffe es wieder und es wird besser. Das darf ich nicht vergessen.

    Euch hier zu lesen, tut wahnsinnig gut und stärkt mich wieder ein bisschen.

    Ich danke euch von Herzen.

    Liebe Grüße

    Hey ihr Lieben,

    ich wollte mal wieder vorbei schauen.

    Mir geht es mal wieder solala. Ich war ein paar Tage im Krankenhaus. Wenn ich denke es geht langsam bergauf kommt wieder irgendwas Doofes daher und knüppelt mich nieder.
    Manchmal fällt es mir echt schwer, positiv zu bleiben.
    Aber ich wurde sehr gut versorgt und umsorgt in dem Krankenhaus. Ich war erstaunt, dass es noch so liebes und kompetentes Personal gibt. Hat richtig gut getan und mir ging es schnell besser.

    Zumindest hält das Suchthirn die Klappe.
    Das war bis zu meinem Rückfall letztes Jahr immer sehr präsent, wenn es mir so schlecht ging. Ich musste nochmal schmerzlichst lernen, dass Saufen keine Option ist. Ist es auch nicht!

    Deprimässig konnte ich mir zur Überbrückung ein Hilfsangebot sichern, bis ich irgendwo einen Therapieplatz bekomme.

    Das System macht Druck aber ich bin einfach noch nicht soweit obwohl ich es gerne wäre. Ich muss mich ständig rechtfertigen, was meine Gesundheit betrifft und um Termine kämpfen. Es ist schwierig geworden.
    Mein Körper zeigt es mir mittlerweile mehr als deutlich, wenn ich mich übernehme.
    Seelisch ist es eine Mischung aus funktionieren müssen, funktionieren wollen und als faul abgestempelt zu werden. Man sieht es ja nicht was mir fehlt.

    Ich mache weiter. Ich tue was für mich und suche mir Hilfe. Manche Tage sind gut, manche nicht. Trotzdem besser, als zu saufen, denk ich mir immer, sonst wäre ich nicht mehr hier.

    In dem Sinne eine gute Woche für euch.

    Liebe Grüße

    Leonie

    Hallo Leonie, bei mir ist es jetzt auch ein halbes Jahr, jetzt erreichen wir alle zusammen die 2, ich gratuliere Dir zum halbjährigen.

    LG R/no

    Hi R/no,

    ich gratuliere dir ebenso zum Hälbjährigen. Starke Leistung!
    Immer weiter so.
    Das darf ich mir selber auch mal sagen, ich Selbstkritiker. 😆

    Schön, dass es euch alle hier gibt. Es ist so eine starke Unterstützung.

    Liebe Grüße

    Leonie

    Hi Leonie,

    schön, was von Dir zu hören. Ich finde, das hört sich alles viel besser an als vor der Klinik.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Hallo Kazik,

    vielen Dank. Freut mich, wenn sich das besser anhört als vor der Klinik. Ich bekomme das nicht so richtig mit. So viel Input und Erledigungen in der letzten Zeit.
    Aber wie schon geschrieben, ich merke Verbesserungen. Mit vielen kleinen Schritten kommt man auch voran.

    Wie geht es dir? Ich hoffe es ist alles in Ordnung soweit?

    Liebe Grüße

    Leonie

    Hallo ihr Lieben,

    ich melde mich mal wieder.

    Mein Rückfall liegt jetzt schon wieder über ein halbes Jahr zurück.
    Es ärgert mich, denn es hätten schon bald fast 2 nüchterne Jahre sein können.
    Nun ist es „erst“ wieder ein halbes Jahr her, dass ich trocken bin. Aber es ist ein halbes Jahr. Davor auch schon ganz viele Tage und Monate ohne Alkohol.

    Ich habe mir den genauen Tag des Rückfalls nicht gemerkt. Nur habe ich kapiert, dass kontrolliertes Trinken eben nicht funktioniert. Die Klatsche brauchte ich wohl in aller Deutlichkeit nochmal.
    Trotzdem ärgerlich.

    Ich bin derzeit viel am Telefonieren. Termine, die ich bräuchte, aber nicht bekomme. Habe mich an Überbrückungsstellen gewendet, was die Depris und alles was damit verbunden ist, betrifft. Mir wird bald geholfen. Es gibt immer wieder kleine Lichtblicke.

    Der Alltag fällt teilweise schwer. Ich komme nicht richtig in die Spur. Es braucht eben Zeit. Es gibt aber schon viele Besserungen im Gegensatz zur Zeit vor der Klinik.

    Ich vertraue darauf, dass alles zur richtigen Zeit kommen wird. Bis dahin kümmere ich mich weiter um Hilfe und um meine Gesundheit.

    Ich wünsche euch noch einen schönen Resttag.

    Liebe Grüße

    Leonie

    Expositionstherapie bei Alkoholikern war vor 10 Jahren ‚der heiße Scheiß‘ unter Therapeuten- muss ja immer was Neues her, man muss sich in der Forschung profilieren.

    Ich hab wieder etwas dazugelernt. Hab s gestoppt bevor es (ich) wegen Angst und Panik eskaliert wäre.
    Noch mehr auf mich achten und auf s Bauchgefühl hören. Wenn sich s nicht gut anfühlt oder mich überfordert, dann lassen. Lieber kleine behutsame Schritte und Begleitung im speziellen Fall.

    Ich habe Stopp und Nein gesagt. Ich muss nicht jeden „professionellen“ Ratschlag befolgen. Daran bin ich wieder ein Stück gewachsen und stehe für mich ein.

    vielleicht hilft es Dir ja, die Angst und die Dinge, die Dich belasten getrennt zu betrachten. Bei mir hat es geholfen, die Techniken, die ich gelernt hatte, um die Angst zu bewältigen, einfach anzuwenden.

    Hallo Kazik,

    mir wurde flooding empfohlen. Heißt in die Situation rein und aushalten. Habe das ansatzweise versucht. Bin jetzt noch mehr traumatisiert in einem bestimmten Bereich. Geht gar nicht! Ich bin am Probieren, was mir in bestimmten Situationen hilft. Mit meinem Therapeuten hier arbeite ich gerade einen Plan aus zur Desensibilisierung.

    Nun, ich bin ein Optimist, ohne das Pessimistische aus den Augen zu verlieren. Warum sollte etwas nicht einfach sein, wenn es dazu beiträgt, dass es mir besser geht? Wenn ich jedoch das Gefühl habe, dass es mich mehr belastet als unterstützt, lasse ich es dort, wo es ist.

    Ich bin ja Pessimist. Das was mich belastet würde ich gerne irgendwo lassen, doch es begleitet mich ständig, verbunden mit Angst vor der Angst. Daher wird es nicht ganz einfach für mich, das loszuwerden. Dass es Lösungswege gibt und es besser werden wird, ist mir ansatzweise bewusst aber ich sehe gerade nur die Löcher im Käse und noch nicht den Käse an sich. Daran werde ich mit therapeutischer Hilfe arbeiten. Das braucht Zeit und Geduld, die ich mir gerade wieder nicht geben möchte aber muss.

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin wieder daheim.
    Es war etwas holprig aus der Klinik-Bubble wieder in der Realität anzukommen. Ich habe zeitnah Therapeutentermine, damit ich etwas aufgefangen werde.

    Meine Themen konnte ich gut bearbeiten dort. Der Rest, der übrig bleibt, wird noch etwas dauern. Ist nicht ganz einfach.
    Auch das Thema Alkohol wurde während des Aufenthaltes nochmal intensiv angeschaut. Ich habe Lektüre dazu bekommen. Da stand drin, dass man manchen Abstinenten Alkohol hinstellt, sie den anschauen und daran riechen sollen, um zu schauen wo sie stehen. Fand ich sehr fragwürdig. Käme für mich jetzt nicht infrage. Ich weiß wie das Zeug riecht und vor mir will ich es auch nicht stehen haben. Der Autor wird sich was dabei gedacht haben oder auch nicht.

    Ich vertraue lieber auf die Erfahrungen hier und halte mich fern davon. Keine Biergärten, keine Saufveranstaltungen usw. Ich fahre sehr gut damit. Es stehen gerade andere Themen im Vordergrund, aber ich vergesse nicht, achtsam zu sein und dass ich Alkoholiker bin, der seine Sucht gestoppt hat. Deswegen schaue ich hier rein und melde mich, weil es mir hilft am Ball zu bleiben.

    Soweit ein kurzes Hallo von mir. Ich versuche weiter im Alltag anzukommen und diesen zu festigen.

    Ich wünsche euch alles Liebe und einen guten Wochenanfang.

    Viele Grüße

    Leonie

    Hallo ihr Lieben,

    ich wollte mich mal kurz melden. Der Klinikalltag ist ziemlich anstrengend. Ein Auf und Ab. Es tut sich aber was und ich hab schon ganz viel für mich mitgenommen. Ich hoffe ich bekomme das dann daheim auch alles so geregelt. Außerhalb der Blase hier.

    Der Rückfall liegt auch bald fast ein halbes Jahr zurück. Ich habe mir das Datum nicht gemerkt. Ich gehe offen damit um und bekomme viel positives Feedback. Hier ist alles komplett alkoholfrei und es wird natürlich auch getestet. Finde ich sehr gut. Neben Tee, Wasser und Schorlen freue ich mich auf meinen Kaffee am Nachmittag oder ab und zu auf eine kühle Cola.

    Es ist sehr viel Input und vieles zu verarbeiten. Es war die richtige und beste Entscheidung, mich auf die Klinik einzulassen. Es war höchste Zeit die Depris und alles was damit zusammenhängt, so richtig anzugehen.

    Das wär s vorerst von mir in aller Kürze.

    Alles Liebe und bis bald.

    Leonie

    Alex_aufdemweg Nicht dass der Lachsmiley falsch verstanden wird. Ich musste so lachen wegen „der Wurm fängt das halbe Hähnchen…“

    Hab deinen Beitrag nochmal gelesen und verstehe ihn jetzt auch. Zwecks kein Verzicht und eiserner Wille. Kam gestern irgendwie nicht an bei mir wie das gemeint war. Vielen Dank dafür.

    Das ist das Schöne hier im Forum. Man kann s erstmal stehenlassen, nochmal lesen und dann macht s Aha! Stimmt! Nehm ich für mich mit!

    Bei mir hat sich auch der Satz hier vom Forum eingebrannt! Alles was aussieht, riecht und schmeckt wie Alkohol, ist tabu! Stimmt! Nehm ich mit!

    Ich wünsche euch allen einen schönen Tag.

    Liebe Grüße