Hallo Leonie, es ist gut, dass du dich gleich auch hier gemeldet hast, dafür hast Du meinen Respekt.
Danke. Das ist so lieb. Fiel mir sehr schwer.
Hallo Leonie, es ist gut, dass du dich gleich auch hier gemeldet hast, dafür hast Du meinen Respekt.
Danke. Das ist so lieb. Fiel mir sehr schwer.
Danke für eure lieben Worte. Tut gut.
Alles alles Liebe für euch alle und bis bald.
Es fällt mir grad schwer darüber zu schreiben weil ich mich so schäme.
Ich mache den Entzug und dann melde ich mich wieder. Dann ist es bestimmt einfacher. Gerne auch im Vorstellungsbereich.
Gestern. Gott ich schäme mich. Krank, Schmerzen, verzweifelt und zu stolz mich jemandem anzuvertrauen. Ich weiß das doch, dass das so nicht funktioniert. Ich heul mir gerade die Seele aus dem Leib. Das muss raus.
Ich habe nichts mehr an Alkohol daheim. Ich habe alles weggeschüttet. Jetzt Entzug daheim. Ich warte, dass sich mein Therapeut meldet. Nächste Woche habe ich auch wieder einen Arzttermin. Da spreche ich das nochmal mit an.
Körperlich bin ich ok. Es ist der emotionale Tiefschlag, der gerade nagt. Es ist passiert. Das muss ich akzeptieren und weitermachen. Ich schaffe das.
Hey ihr Lieben,
ich wünsche euch ein wunderschönes Weihnachtsfest und schöne Feiertage.
Ich melde mich demnächst wieder. Ich hatte einen krassen Rückfall. Ich hasse mich dafür. Unendliche Scham, Versagen, Angst, Weinen, emotionale Schwäche etc begleiten mich aktuell. Ich bin so von mir enttäuscht. Ich weiß was zu tun ist. Ich fange erneut bei null an. Ich will nüchtern und gesund sein. Mein Therapeut weiß schon Bescheid.
Bis bald.
Liebe Grüße
Leonie
Gewusst habe ich es natürlich vorher auch schon. Aber mein Suchthirn hat den Gedanken abgewürgt.
Nicht zugelassen, es als das Gift zu erkennen, das es ist. Heute denke ich, ich rieche ja praktisch schon, dass damit was nicht stimmt.
Dann so ne Fahne. Das kann doch nicht gesund sein.
Das Suchthirn ist schon ein abartiger Gegner. Ich dachte ich bin nicht süchtig. Konnte ab und an mal 2 Wochen aussetzen um dann wieder alles was da war in mich reinzuschütten. Es gab meist kein Ende. Blackout oder alles geleert.
Gott ich bin so froh und dankbar, dass ich nicht mehr saufen muss. Das wäre ganz bald und ganz übel ausgegangen, hätte ich so weitergemacht. Dabei ist das Leben so so schön.
Wann kommen denn solche Gedanken noch? Und wie machst du das, dass die nicht hochkommen?
Die Sucht ist ja allgegenwärtig. Und Alkohol ist es auch.
Manchmal in Stresssituationen. Da möchte mich mein Suchthirn wohl kurz erinnern, wie ich das früher gelöst habe. Mit Alk. Da kommt ein Gedankenschwung den ich dann gleich unterbinde. Als würde man mir einen vollen Hundekackbeutel vor die Nase halten.
Ich denke dann sofort an etwas gutes, schönes. Wie toll ich die Zeit bis heute gemeistert habe und dass ich stark bin und das Zeug nicht will und auch nicht brauche. Dann ist das gleich im Keim erstickt.
Alkohol empfinde ich als eklig. Es ist Gift. Tut mir nicht gut, macht mich und meine Nerven, mein Gehirn, meinen ganzen Körper kaputt.
Diese falsche Beziehung ist vorbei und ich werde mich nicht mehr darauf einlassen.
Ich wusste zur Zeit meines Saufens gar nicht wer ich eigentlich bin.
Tagsüber habe ich funktioniert. Abends gesoffen.
Im Laufe des Trockenwerdens musste ich mich mit mir und meinen Gefühlen sehr stark auseinandersetzen. Das war extrem schwer. Das kannte ich nicht. Ich hab entweder funktioniert oder ich war hackedicht. Ich habe eine Therapie gemacht. Aufgearbeitet, akzeptiert und mein inneres Kind kennengelernt. Hört sich doof an, aber es hat sehr geholfen und hilft immer noch. Jeden Tag frage ich mich, wie es mir geht, wie ich mich fühle. Was kann ich tun, damit ich glücklich und zufrieden bin? Ich übe mich in positiven Gedanken und Dankbarkeit für alles was ich habe und tun kann. Meine Arbeit, meine Familie, meine Tiere, meine Gesundheit usw. Das hilft mir ungemein. Es macht stark und gibt ein gutes Gefühl. Einfach immer versuchen, positiv zu denken. Auch wenn s mal nicht so gut läuft.
Ein klarer Kopf und klare Gedanken helfen mir einfach, mich frei zu fühlen. Der ganze Tag hat wieder Sinn wenn man nicht verkatert und benebelt ist. Man trifft freie Entscheidungen. Wie gestalte ich den Tag? Das ging ja vorher nicht. Entweder ich war damit beschäftigt zu funktionieren oder ich hatte Saufdruck. Wann ist Abend? Hab ich genug Stoff daheim? Muss ich nochmal los? Usw…. Jetzt kann ich meinen Hobbys nach Lust und Laune nachgehen. Ausflüge machen, ins Bett gehen wann ich will. Morgens munter aufwachen.
Das macht mein Leben lebenswert und ich bin wieder ich, weil ich meine Entscheidungen selbst treffen kann und nicht vom Alk und der Sucht durch jeden Tag gesteuert werde.
Es ist einfach schön.
Stern ich krieg das mit dem Zitieren wieder nicht hin.
Eine reale SHG habe ich nicht. Ich lese einige Bücher von Ex-Alkis und höre Podcasts usw. von Leuten, die es aus der Sucht geschafft haben. Das hilft sehr und bestärkt.
Anfangs war es ja schwierig weil man doch immer wieder Angst vor Suchtgedanken hatte und was wäre wenn doch usw. Was wenn man rückfällig wird? Wenn man es nicht schafft? Nicht stark bleibt? Jetzt kann ich das sofort wegschieben bzw. solche Gedanken nicht hochkommen lassen. Es geht mir gut ohne Alkohol und das soll und wird auch so bleiben. Ich vergesse aber nicht, wie es vorher war. Da will ich nie wieder hin.
Hallo ihr Lieben,
ich wollte mal wieder ein Hallo hier lassen.
Ende August ist schon wieder 1 Jahr um. 1 Jahr ohne Alkohol. Was soll ich sagen? Es war die beste Entscheidung meines Lebens, mir(auch und vor allem hier)Hilfe zu suchen und mit dem Saufen aufzuhören.
Ich hatte zwar in den letzten Monaten ein paar gesundheitliche Rückschläge und starke Schmerzen. Aber das geht vorüber. Auch das lässt sich wunderbar ohne Alkohol aushalten.
Ich habe mir einige Bücher bezüglich mentaler Gesundheit usw. zugelegt. Es ist schon irgendwie irre, wie man mit der richtigen Einstellung und positivem Denken seine Stimmung usw. verändern kann. Mir tut das richtig gut und es geht mir deutlich besser, mit positiven Affirmationen durch den Tag zu gehen. Die guten Tage werden noch besser und die schlechten Tage auch relativ gut.
An Alkohol denke ich nicht mehr. Ich bleibe aber dennoch wachsam. Mein Umfeld ist stolz auf mich, ich bekomme viel Anerkennung und Respekt. In meiner Anwesenheit wird teilweise sogar auf Alkohol verzichtet. Finde ich sehr lieb. Falls doch jemand etwas trinkt, dann stört es mich nicht mehr. Mich überkommt ein Ekelgefühl, wenn ich an den Geruch und Geschmack, an das Benommenheitsgefühl denke. Möchte ich nie wieder! Ich bin glücklich, dass ich dieses Gift nicht mehr brauche und auch nicht mehr will. Eine eisgekühlte Rhabarberschorle schmeckt 1000 mal besser.
Heute vor einem Jahr war es für mich noch undenkbar, mit dem Saufen aufzuhören. Und doch hat sich nach zwei weiteren Wochen die ganze Welt für mich geändert. Ich lebe, ich bin wieder da. Ich bin wieder ich. In einer Klarheit und Freiheit, die ich mir zu diesem Zeitpunkt gar nicht vorstellen konnte.
Es lohnt sich, diesen Schritt zu gehen, zu kämpfen und durchzuhalten. Ich bin unendlich glücklich und dankbar für mein nüchternes, neues Leben.
In dem Sinne wünsche ich euch eine ganz ganz tolle Sommerzeit und alles Liebe.
Viele Grüße
Leonie
Was für einen Kampf führst du denn teilweise? Kannst du das genauer benennen?
Hallo Stern,
Danke auch dir für deine netten Zeilen.
Kampf war für mich in dem Sinne, dass ich nach kurzer Zeit dachte, es geht mir gut. Aber immer wieder Situationen und Probleme auftraten, die ich nüchtern so nie verarbeitet hatte. Ich hab mir ja alles weggesoffen, dann war Kater und dann wieder gesoffen. Dass ich mich damit gar nicht befassen konnte und wollte. Und jetzt hab ich aber alles nüchtern ausgehalten, das war mein Kampf. Ich habe es verarbeiten können, ausgehalten und das hat mich stark gemacht und ich kann mich, sowie meine Probleme und Probleme generell nun auch an schlechten Tagen annehmen. Es gibt immer eine Lösung und das ist nicht der Alkohol zum Verdrängen. Schwer zu erklären. Ich bin mit mir im Reinen kann ich sagen. Das fühlt sich gut an. Bei mir angekommen. Ich glaube danach habe ich ganz ganz lange gesucht, nach mir. Ich hab mich gefunden, so richtig und ehrlich.
Ich hab mich ja immer betäubt, mich nicht wahrgenommen und mich nicht gefühlt. Ich war ein elendes, versoffenes Häufchen Elend. Die ganze Welt war schlimm und ich konnte nix dafür. Machte mir der Alkohol weis.
Die Welt ist zwar immer noch schlimm, das kann ich nicht ändern. Aber ich kann mir meine kleine Welt so gestalten, wie sie mir gut tut.
Ganz liebe Grüße
Leonie
Liebe Leonie,
Respekt, wie Du bis heute Deinen Weg gegangen bist und dich der damit verbundenen Selbsterkenntnis stellst! Und schön, wie viel Lebensqualität du dadurch bereits für dich ( und bestimmt auch für dein Kind) gewinnen .
Hallo Rennschnecke,
Danke für deine lieben Zeilen.
Oh ja. Unsere Lebensqualität hat sich enorm gesteigert bzw. gebessert. Mein Kind und ich sind wieder richtig liebevoll zusammengewachsen. Ich kann es leider nicht ändern, was es teilweise mitbekommen hat aber wir kommunizieren das ganz offen.
Ist jetzt auch in einem Alter, in dem das Weggehen und Feiern losgeht. Daheim gibt es keinen Alkohol. Ist auch kein Thema. Mein Kind hat auch Respekt vor dem Alk, es hat ja an mir gesehen, was das Zeug aus einem Menschen machen kann. Es hat auch einen unfassbaren Ekel vor besoffenen Menschen. Die lassen sich nicht vermeiden, aber man kann ihnen aus dem Weg gehen.
Ich möchte mein nüchternes Leben nie mehr hergeben. Ich glaube, das können nur Betroffene verstehen, was das teilweise für ein Kampf ist, was da alles dran hängt, welche Gefahren lauern usw.
Das Thema rückt immer stärker in den Hintergrund aber dennoch bleibe ich achtsam.
Jeder, der aus dieser Abwärtsspirale entkommt, kann so unglaublich stolz auf sich sein. Es wartet ein tolles und erfülltes Leben. Ich bin so dankbar, dass ich es geschafft habe.
GLG
Leonie
Hallo Leonie,
Hast Du in Bezug auf eine Reha schon etwas in die Wege geleitet?
Hallo Elly,
Reha habe ich im Hinterkopf aber es ist schwierig mit meinen Tieren. Die müssen gut versorgt sein und es muss sich jemand kümmern wenn ich nicht da bin.
Solange mein Kind noch keinen Führerschein hat, geht das leider nicht.
Das ist aber absehbar und dann kann ich das in Angriff nehmen.
Ich bin ja jetzt aktuell richtig glücklich, dass diese Scham-, Ekel- und Schuldgefühle wegen des Saufens endlich weg sind. Das war sehr belastend. Das Annehmen meines Ichs, das Akzeptieren usw. ist mir unbewusst sehr schwer gefallen, daher brauchte ich wohl noch ein paar Knockouts meines Körpers. Der musste sich leider über Krankheiten ein Ventil suchen. Ist nun auch im letzten Eck des Hinterstübchens angekommen.
Rückblickend einfach nur Wahnsinn was ich durch die Sauferei mit mir und meinem Körper angestellt habe. Ich bin so unendlich froh und dankbar, nicht mehr saufen zu müssen. Ich kann mich wieder an ganz kleinen Dingen freuen, sei es ein Sonnenstrahl, ein Marienkäferchen, das irgendwo krabbelt, Vogelgezwitscher usw.
Mein Umfeld ist auch ziemlich alkoholfrei geworden. Man hat aussortiert und dadurch, dass ich offen damit umgehe, wird auch Rücksicht darauf genommen. Teilweise habe ich auch zum Nachdenken und Handeln angeregt was den Alkohol betrifft. Die, die nicht wollen bzw. weiterhin saufen wollen, sind halt weg, weil man außer dem Alkohol keine Gemeinsamkeiten hatte. Kann dann ja auch guten Gewissens weg.
Vor einem Jahr hab ich mich noch abends an die Flasche(n) gekrallt und mich bis zum Filmriss weggeballert. Ich bin so glücklich, dass das vorbei ist. Heute genieße ich mein Wasser und meine Saftschorlen, da gibt es ja auch so unendlich viel Auswahl. Meine Vorliebe für Süßes ist bisher geblieben, aber lieber das als das Gift Alkohol. Und ich mache wieder öfter Sport. Das tut mir so gut, körperlich und geistig.
Das ist jetzt wieder etwas mehr Text geworden.
Danke für s Lesen. Ihr seid alle toll hier. Ohne eure Hilfe wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin.
Ohne Alkohol und glücklich, weil ich nicht mehr saufen muss.
Ganz liebe Grüße
Leonie
Hey ihr Lieben,
Gott hab ich mich lange nicht gemeldet.
Die Zeit verfliegt aber auch so schnell.
Ich war wieder sehr oft krank die letzten Monate. Viele Untersuchungen usw. Es wurde aber nichts gefunden. Gott sei Dank.
Ich musste mich noch mehr mit mir selbst beschäftigen, das war auch richtig gut so. Mein Körper hat übel schlapp gemacht.
Jetzt kann ich aber sagen, dass ich mit mir im Reinen bin. Ich hab viel aufgearbeitet, das ist meine Vergangenheit und die lasse ich jetzt ruhen. Ändern kann ich nichts was geschehen ist aber ich kann aus jedem Tag das Beste machen. Ist nun auch endlich angekommen, so voll und ganz.
Jetzt sind es bald 9 Monate ohne Alkohol. Ich bin so stolz auf mich. Es ist ein Prozess des Gesundwerdens. War mir nicht bewusst, dass so lange so viel psychisch bei mir nachkommt, dass der Körper so schlapp macht, aber das hat s wohl gebraucht. Ich fühl mich immer mehr angekommen und bin irgendwie jeden Tag ein Stück glücklicher und zufriedener. Ich habe mich endlich angenommen und ich mag die Person im Spiegel, die mich da anschaut. Das ging lange nicht so gut wie jetzt.
Ich werde mir jetzt mal ein Frühstück zaubern und wünsche euch allen einen wunderschönen, hoffentlich sonnigen Feiertag.
Jeder Tag ohne Alkohol ist ein guter Tag.
Fühlt euch gedrückt.
Ganz liebe Grüße
Leonie
Liebe Iwona,
von mir auch alles Liebe und Gute für deine weitere Behandlung.
Es wird bestimmt alles gut werden.
Ich denke an dich.
Liebe Grüße
Leonie
Für mich ist das Forum auch sehr wichtig.
Hätte ich mich hier nicht angemeldet, würde ich wohl immer noch saufen.
Ich habe hier auch ganz viele Tipps, Hilfe und Unterstützung bekommen.
Was und wie kann ich zu meinen Saufzeiten/gewissen Situationen ändern usw? Ich habe z.B. meinen Saufstuhl ausgewechselt. Habe mich zu den Saufzeiten in ein anderes Zimmer begeben, mir einen Tee gemacht, schöne Serien oder Filme geschaut. Mir leckeres Essen gegönnt. Letzten Endes habe ich durch glückliche Umstände auch den Wohnort gewechselt.
Tu dir was gutes. Verwöhn dich.
Mir hat es auch geholfen immer nur von Tag zu Tag zu denken und zu handeln. Kleine Schritte machen. Tag für Tag für Tag.
Jeden Tag hab ich entschieden, heute trinke ich nicht. Aus jedem Tag sind jetzt schon viele Tage, sogar Monate geworden und es fühlt sich gut an. Dennoch muss ich für mich immer achtsam und demütig sein.
Ich schicke dir ganz viel Kraft. Du schaffst das! Bleib dran!
Jeder Tag ohne Alkohol ist ein schöner Tag und bedeutet für mich Freiheit. Freiheit, klar und nüchtern über mein Denken und Handeln zu entscheiden und nicht vom Alkohol gesteuert zu werden. Ich bin jetzt und heute selbstbestimmt und der Alkohol gibt mir NICHT mehr die Richtung vor.
LG
Leonie
Hallo Nayouk24,
ebenfalls Respekt zu deiner Entscheidung, trocken zu werden.
Bist du denn jetzt wieder daheim? Wie geht es dir?
Ich habe Zuhause unter ärztlicher Begleitung entgiftet.
Für mich ist jeder Tag ohne Alkohol ein Geschenk. Ob gut oder schlecht.
Liebe Grüße
Leonie
Glückwunsch SteffiSteinchen,
großartig! bei mir sind es etwas über 5 Monate. Ich starte gerade mit einem Tee in den Tag.
Ich wünsche dir einen tollen Sonntag.
LG
Leonie
Darum habe gesoffen. Um die Vergangenheit und mich zu verdrängen. Mir sind viele unschöne Dinge passiert. Ich habe mich immer als wertloses, nutzloses Etwas empfunden. Mich in falsche Partnerschaften gestürzt, alles gegeben um akzeptiert und geliebt zu werden. Das konnte nicht funktionieren.
Das Empfinden, ein wertloser, nichtsnutziger Mensch zu sein, hat aber letzten Endes der Alkohol aus mir gemacht. Durch ihn habe ich mich furchtbar verhalten. Er hat mir viel genommen. Aber es war meine Entscheidung zu saufen und es war meine Entscheidung das zu stoppen. Ich wurde von niemandem gezwungen noch hat jemand Schuld, dass ich gesoffen habe. Ich war und bin selbst für mich und mein Leben verantwortlich.
Klar kommen dadurch auch immer wieder furchtbare Gedanken von früher und zu Tage. Die muss ich akzeptieren und damit klarkommen. Ich will aber nicht allzu sehr zurückblicken. Ich kann die Vergangenheit nicht ändern, ich muss sie annehmen und sie so sein lassen, wie sie nun mal war.
Ich kann aber jeden Tag für mich wählen, wie ich ihn gestalte. Was ich daraus mache. Es sind jetzt über 5 Monate nüchtern. Es gab Höhen und auch viele Tiefschläge. Ich hätte vorher nie gedacht, diese ohne Alkohol bewältigen zu können. Aber es geht. Es ist manchmal nicht leicht aber ich habe es geschafft.
Es ist nicht damit getan, einfach nicht mehr zu trinken. Es ist Schwerstarbeit.
Aus dem Kreislauf von Saufen und Kater rauszukommen. Den Tagesablauf umstrukturieren. Gedanken und Gefühle zulassen, einordnen usw. Das hat der Alkohol ja alles unterdrückt.
Ich bin so froh, dass ich diese Abwärtsspirale gestoppt habe. Und das ist es mal sowas von wert.
Hinter dem Alkoholdunst steckt nämlich ein liebenswerter, guter Mensch. Ich. Und ich muss mich so gut es geht um mich kümmern, damit es mir eben gut geht. An guten und auch an schlechten Tagen. Ich bin für mich und mein Handeln selbst verantwortlich. Niemand sonst. Das habe ich auch gelernt in den letzten Monaten. Wegen dem Alkohol allem und jedem die Schuld für meine, beschissene Lage zu geben. Falsch!
Das ist jetzt wieder etwas viel geworden. Es ist so schön, alles hier lassen zu dürfen, was einem gerade durch den Kopf spukt.
Vielen vielen Dank für dieses Forum, eure Hilfe und Unterstützung.
Ich wünsche euch einen wunderschönen Sonntag.
Viele Grüße
Leonie
Hallo Stern,
vielen Dank. Lieb, dass du fragst.
Ja, ich hatte ein paar Tage Ruhe. Ich hab ziemlich viel geschlafen. Ich hab das richtig gebraucht. Es geht mir viel besser.
Ich war heute den ganzen Tag an der frischen Luft und hab mich richtig auspowern können. Ich bin nur stellenweise ziemlich verpeilt. Fühlt sich an wie Brain Fog. Ich müsste mal länger auf Reha weg. Vielleicht lässt sich das irgendwann einrichten. Aber die paar Tage jetzt waren besser als gar nichts. Ich muss einfach jeden Tag versuchen, mir kleine Pausen zu nehmen. Ich kann mich ja wegen jedem Mist so unheimlich unter Druck setzen 🙄 Ich bin immer so getrieben, von mir selbst! Das geht aber so nicht. Es wird zumindest besser. Kleine Schritte machen. Und wenn s nur mal kurz Innehalten ist und tief durchatmen. Wie geht es mir? Wie fühle ich mich?
Ich werde jetzt wieder auf Schonkost umsteigen. Mein übersteigerter Schoki- und Kuchengenuss der letzten Zeit, ist mir etwas auf den Magen geschlagen. Find ich mal sowas von doof.
Ansonsten war heute ein ziemlich guter Tag. An Alkohol muss ich gar nicht denken. Ich bin gerade sehr mit mir beschäftigt. Interessant finde ich das. Ich hatte das ja immer verdrängt bzw. gesoffen, dass ich genau das nicht machen muss.
Und jetzt kann ich nüchtern herausfinden, wie es mir geht, was ich will, was ich nicht will und WER ich bin bzw. WER ich sein möchte. Was tut mir gut, was nicht. Es gibt gute und schlechte Tage. Irgendwie eine wunderschöne Reise zu mir selbst würd ich sagen. Mit allen Höhen und Tiefen.
Ich wünsche euch einen wunderschönen Abend.
Liebe Grüße
Leonie