Beiträge von Leonie80

    Hey ihr Lieben,

    ich habe gerade irgendwie wieder eine Aufarbeitungsphase. Ich bin nochmal in die Vergangenheit gereist. Irre wie sich der Alkohol durch mein Leben gezogen hat. Ich kann froh sein, dass ich noch lebe. Ich habe mich in so viele gefährliche Situationen mit der Sauferei gebracht. Mir stellt es gerade die Haare auf. Ich hatte so viele Schutzengel. Die sind bestimmt schon alle in Frührente wegen mir 😄
    Gründe zum Saufen gab s immer. Letzten Endes waren die Gründe egal. Ich musste weil ich nicht mehr anders konnte.

    Mir ist nochmal einiges bewusst geworden. Ich kann wieder ein bisschen mehr loslassen, was mich noch beschäftigt hat. Gestern kann ich nicht mehr ändern aber akzeptieren, gut sein lassen und morgen weiß ich nicht was passiert. Heute kann ich ganz bewusst gestalten, ich bin klar im Kopf und nüchtern. Ich sehe mir meine Gedanken an und mache mir den Tag so schön und gut wie es nur geht für mich. Ich lerne gerade mit meinem Körper zu sprechen, wegen der Schmerzen. Interessante Methode. Kannte ich so noch nicht. Hilft aber stellenweise. Ich bin heute erholt und schmerzfrei aufgewacht. Finde ich sehr schön. Ich bin dankbar, dass ich soweit gesund bin und meinen Tagesablauf und sonst alles alleine regeln kann.

    Ich bin froh hier zu sein. Ich nehme täglich ganz viel für mich mit. Es erdet mich nochmal zusätzlich und hilft mir am Ball und bei mir zu bleiben.

    Ich danke euch allen und wünsche euch einen schönen Tag.

    Liebe Grüße

    Hallo Heuel,

    ich habe das erste mal auch in ganz ganz jungen Jahren Alkohol konsumiert. Nach einer Party in unserem Haus hab ich am nächsten Tag einen Stuhl genommen(Die Reste wurden oben im Schrank bzw. Regal platziert, dass ich nicht hinkomme). Ich hab s wohl irgendwie doch geschafft und bin dann lachend und purzelnd durch die Bude geflogen. Ich war sehr sehr sehr jung.

    Das zum Thema nicht normal…

    Guten Morgen ihr Lieben,

    die letzten Tage waren ganz ok. Ich war und habe mich viel beschäftigt. Gute Tage und nicht so gute Tage.

    Heute sind die Schmerzen wieder brutal. Ich habe demnächst Gott sei Dank wieder Arzttermine. Ich hoffe so sehr, dass mal einer auf die richtige Idee kommt. Ständig Schmerzmittel nehmen kann s auch nicht sein.

    Ich muss aufpassen, dass ich nicht wieder in ein Loch deswegen falle und resigniere. Das habe ich auf dem Radar und tue was nötig ist, damit es mir trotzdem gut geht.

    Wenn es abends schlimm ist mit den Schmerzen trinke ich viel saures Wasser oder scharfen Tee und knabbere meine Snacks. Ggf. auch Schmerzmittel. Denn sonst würde sich das Suchthirn gerne anmelden und mir sagen wollen, dass ich doch Alk trinken könnte, da gehen die Schmerzen weg. So regeln wir das nicht mehr. Die Schmerzen bringen mich nicht um, auch wenn sie heftig sind. Der Alk hingegen schon.

    Ich muss ganz bewusst bei mir bleiben. Die Schmerzen sind da. Ich muss sie akzeptieren, sie gehen auch wieder weg bzw. sind nicht immer so heftig. Ich bin dran, die Wurzel des Problems zu finden. Es wird nach und nach alles abgeklärt was möglich ist. Ich bin auf dem richtigen Weg.

    Ich muss Geduld haben. Mir wird geholfen.

    Ich starte jetzt trotzdem, wenn auch ziemlich geschreddert in den Tag und lasse es mir gut gehen.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag euch allen.

    Ist das der Grund?

    Ich habe immer versucht, den Alkohol nicht mit meinem aktuellen Zustand zu verbinden. Denn selbst in der nassen Zeit schien er positive Eigenschaften für mich zu haben. Auch wenn das nur Hirngespinste waren, ist es doch tief krankhaft verankert.

    Meine Ansätze waren: Mir geht es gut, weil ich auf mich achte und etwas für mich tue. Ich sorge dafür, dass es mir gut geht. Das hat nichts damit zu tun, dass ich keinen Alkohol trinke.

    Mir geht es gut und ich achte auf mich weil ich keinen Alkohol trinke. Nur so geht es mir gut. Würde ich trinken, hätte ich einen Kater und würde gar nicht diese positiven Gefühle etc. haben oder was gutes für mich tun können. Oder meinst du, dass ich den Alkohol hier zu stark mit einbinde, auch wenn es mir gut geht? Dass ich ihn zu stark fokussiere? Da muss ich wohl umdenken.

    Ich hab den Alkohol während des Saufens immer mit meinem (schlechten) Zustand verbunden. Mir ging es bescheiden, täglich. Ich wusste, dass er mir nicht gut tut. Aber abends oder am Tag darauf war wieder alles vergessen und ich „musste“ wieder ran an die Flasche. Auch wenn das Hoch nur kurz anhielt.

    Guten Morgen ihr Lieben,

    ich hatte eine schlechte Nacht.
    Wahrscheinlich war ich in einem früheren Leben ein Wolf und habe den Vollmond angeheult.
    Ich bin wach geworden und konnte schlecht wieder einschlafen. Der Schlaf war unruhig. Ich muss mich in Bezug auf den Vollmond echt mal belesen. Finde ich interessant.

    Jammern hilft jetzt auch nicht. Ich war gestern noch in meinem Lieblingsmarkt und habe mir leckeren Tee und gesundes Essen gekauft. Da freue ich mich drauf.
    Der Markt ist echt toll. Und die Alkoholabteilung ist so versteckt, dass man da nicht durch muss. Man sieht nicht mal hin, wenn man nicht möchte und das möchte ich nicht.

    Vielleicht kann ich heute noch etwas Schlaf nachholen. Ich bin wach, nüchtern und klar. Und, Dankbarkeit am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Ich genieße jetzt meinen Tee und dann erledige ich meine Sachen, die ich wieder ganz gut erledigen kann. Ich freue mich darüber. Ich habe ein Dach über dem Kopf, es ist warm. Ich habe Essen und alles was ich sonst so brauche. Ich kann aufstehen, mich wieder besser bewegen. Ich bekomme wieder vieles geregelt. Der Schmerz ist gerade nicht da. Es sind viele kleine Dinge, für die ich täglich dankbar bin bzw. sein sollte aber sie viel zu oft vergesse, weil sie selbstverständlich (geworden) sind. Sind sie eben nicht. Demut und Dankbarkeit sind tolle Werkzeuge. Ich bin heute froh, so empfinden zu können, weil ich keinen Alkohol trinke.

    Ich wünsche euch einen guten Tag.

    Liebe Grüße

    Guten Tag Leonie,

    hast Du Dir überlegt, nochmal zu einem anderen Facharzt zu gehen?

    Ich wünsche Dir gute Besserung! 🍀

    Hallo Elly,

    ich bin da schon dran. Die guten Fachärzte sind mittlerweile schwer zu finden. Bei dem ich mehrmals war, der hat mir weder zugehört noch wollte/konnte er mir helfen. Da wird wie am Fließband abgefertigt. Es ist frustrierend. Das haben die vielen anderen Patienten im Sprechzimmer bestätigt. Man kommt durchaus ins Gespräch bei den langen Wartezeiten.

    Ich habe mittlerweile auch im Naturheilverfahren einige Termine gehabt. Die Sachen schlagen zumindest schon mal ein wenig an. Ich habe dort Tipps und Ratschläge bekommen, was allerdings von Fachärzten noch abzuklären ist. Das dauert leider seine Zeit.

    Ich habe zur Schulmedizin nicht mehr den besten Draht. Ich wurde früher mal hammerhart über einen längeren Zeitraum falsch behandelt. Das war die Hölle. Da ist was hängengeblieben. Immer nur Symptome deckeln, wo eins aufhört und das nächste anfängt, bringt mir nichts. Ich möchte wissen wo es herkommt und dass man dann etwas dagegen tun kann. Das dauert wohl noch ein Weilchen.
    Sicher spielt die psychische Komponente mit rein aber die Schmerzen sind auch an andauernden, guten Tagen da.
    Es gibt sehr gute Ärzte da draußen. Man muss sie nur finden. Wie gesagt, ich bleibe dran. Es wird alles gut werden.

    Ich darf mich nur nicht entmutigen lassen oder aufgeben, denn dann wird das Suchthirn wieder stärker. Das darf nicht sein. Das lasse ich nicht wieder zu. Ich muss bei mir und am Ball bleiben. Mir Gutes auf allen Ebenen tun, soweit es möglich ist. Das tue ich auch Tag für Tag.

    Nicht zu trinken, klar und nüchtern zu sein, ist die beste Voraussetzung.
    Alkohol macht weder die Schmerzen weg noch hilft er mir in irgendeiner Art und Weise. Im Gegenteil. Er bringt mich um.

    Ist jetzt leider wieder etwas viel geworden. Sorry.


    Liebe Grüße


    Hallo Kazik,

    das mit dem unregelmäßigen Essen kenne ich auch. Gerade in Verbindung mit Depris vergesse ich das schon mal bzw. habe keinen Hunger, was natürlich nicht gut ist. Ich achte da gerade wieder sehr drauf. Öfter kleine gesunde Sachen und nicht zu spät. Klappt nicht immer.

    Mein Tag ist heute auch nicht so toll. Ich habe schlecht geschlafen, bin ziemlich kaputt, die Schmerzen sind heut wieder schlimmer. Ich denke auch, dass das am Vollmond liegt. Dazu wenig Sonne. Die dunkle Jahreszeit, wie Hartmut schrieb.

    Lass es ruhig angehen. Pass auf dich auf. Mach was, das dir gut tut. Es wird sicher bald wieder besser.

    Ich wünsche dir einen guten Tag.

    Liebe Grüße

    Leonie

    Hallo ihr Lieben,

    mir ging es die letzten Tage mal wieder richtig gut, auch körperlich. Die Medis und Therapie helfen gerade sehr.

    Am Abend kam vereinzelt ganz leise der Quälgeist durch. Wir haben doch um die Uhrzeit früher und wir könnten doch…. Ich hab mich jedes Mal für Vogelfutter entschieden. Ich sag das scherzhaft. Diverse Kerne, nur gesalzen und mit Schale 🤣 (pikantes Vogelfutter) und eine große Tasse Tee oder Wasser mit saurem Zusatz. Ich bin da total beschäftigt und konzentriert, dass keine Reste von Knacken der Schalen im Mund zurückbleiben. Zahn- und Zungenarbeit. Hört sich etwas schräg an oder? 😄 Für mich eine super Lösung. Geht auch für unterwegs.

    Ich habe das Gefühl, endlich geht es wieder richtig aufwärts. Es haben sich auch ein paar kleine, tolle Türchen geöffnet, die mich weiterbringen. Darüber freue ich mich sehr.

    Ich bin glücklich und dankbar, dass ich auch heute nüchtern und klar bin, gute Entscheidungen für mich, meine Gesundheit und mein weiteres Leben treffen kann und konnte die letzten Tage. Es tut sich was. Hurra!

    Ich wünsche euch einen schönen Restsonntag.

    Liebe Grüße

    Leonie


    Ich wache nicht jeden Morgen auf und denke: Ich bin Alkoholiker und muss heute wieder achtsam sein, aber ich bin jeden Tag hier angemeldet. Auch, wenn ich nicht jeden Tag was zu schreiben habe, so ist es ja doch auch eine Art ‚Erinnerung‘, hier zu sein.

    In Gedanken gehe ich jeden Abend meinen Tag noch mal durch. Ich ‚erlebe’ so ganz bewusst das Schöne noch mal ein bisschen und ich freue mich, dass ich das erleben darf, weil ich den Ausgang aus der Suchtspirale gefunden habe.
    Nicht jeder Tag ist immer nur schön. Aber nüchtern habe ich zumindest eine Chance, damit umzugehen und Lösungen zu finden.

    Danke Stern.

    Das hast du sehr schön geschrieben.

    Ich mache das auch gerade. Ein Rückblick auf den Tag. Über das Positive freue ich mich. Das Negative lässt sich nicht vermeiden. Das gehört auch dazu. Wie du so schön schreibst, ich bin nüchtern, klar und kann somit besser damit umgehen. Dafür bin ich sehr dankbar.

    Mit der Angst hast du recht. Ich will mich damit auch nicht zu viel befassen. Ich versuche es. Gerade in Bezug auf Alkohol gebe ich dem ja dann wieder zu viel Raum. Das will ich nicht. Lieber mit den Sachen beschäftigen, die mir gut tun und mich glücklich machen. Das hat meine Aufmerksamkeit verdient. Ich bin zur Zeit wieder ein sehr ängstlicher, pessimistischer Mensch. Daran arbeite ich gerade, dass das wieder ins Lot kommt.
    Ich weiß, dass es anders geht und da komme ich auch wieder hin. Es dauert eben und ich darf mir da selbst nicht zu viel Druck machen.

    Ich kann und darf hier immer schreiben. Das vergesse ich manchmal. Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüße

    Guten Morgen ihr Lieben,

    gestern war ein komischer Tag. Ich hatte einen Arzttermin, der so schräg war. Die sehen mich dort nicht mehr. Keine Begrüßung, Unterlagen verschlampt, ich wurde angeschnauzt, Konnten gewisse Geräte nicht bedienen, Laborwerte falsch gelesen usw. Ich bin immer freundlich und habe Verständnis. Nochmal gehe ich dort aber nicht hin. Eine Facharztpraxis! Erschreckend!

    Letzte Nacht habe ich einen Alkoholtraum gehabt. Ein Nachbar und alter Bekannter wurde immer sehr aggressiv wenn er getrunken hatte, ging auf seine schwangere Freundin und auch auf mich los. Nüchtern der liebste Mensch überhaupt. Ich wollte ihn in seinem Suff bekehren. Mit ihm reden, dann schrie ich ihn an. Als ich am Boden lag und er überlegte, ob ob er mir gegen den Koof treten soll oder nicht, bin ich wach geworden. Das war ganz schön real!

    Ich war die letzten Tage so beschäftigt. Es war etwas stressig. An Alkohol habe ich nicht gedacht aber anscheinend begleitet mich die Verarbeitung noch in Träumen, unbewusst. Ich nehme es als Hinweis, auch heute achtsam zu sein und gut auf mich aufzupassen.

    Ich habe für mich familienintern nochmal ausgesprochen, dass ich Alkoholiker bin und es immer bleiben werde. Nur ich kann meine Sucht durch Abstinenz stoppen. Tag für Tag. Der Rückfall hat mir Angst gemacht.

    Ich bin trotz des schlechten Traumes munter und fühle mich ausgeschlafen. Ich gehe jetzt mal durch mein Teesortiment und starte gesund in den Tag. Ich bin klar, nüchtern und dankbar, dass es euch gibt.

    Ich wünsche euch einen guten und glücklichen Tag.

    Liebe Grüße

    Leonie



    Mit dem Schreiben in anderen Threads ist es mir möglich geworden, mich noch besser zu reflektieren. Ich bekomme durch diesen Austausch auf viele Sichtweisen noch mal einen anderen Blick und kann sehr wertvolle Erfahrungen mit in mein Leben nehmen.

    Das stimmt. Ich habe in den letzten Tagen alleine durch s Mitlesen ganz viele Sachen für mich mitnehmen können. Vieles was ich für mich auch umsetzen kann. Was mir einfach auch hilft.