Leonie80 - Die Sonne scheint wieder...

  • Ganz ehrlich, ich bin ganz froh, wenn die Feiertage vorbei sind! Weihnachten geht mir der ganze Kommerz auf die Fackel,ja und Silvester ist für viele nur ein Grund mehr ordentlich einen zu Bechern.

    Ich sehe das auch so. Na ja, heut rollt der Rubel wieder für die Wirtschaft. Alk und Ballerzeug. Kann jeder machen wie er möchte. Ich kann und will das nicht mehr.
    Ich wache morgen nüchtern, ohne Kopfweh auf und hab ein gutes Gefühl.
    Das Geld, das ich früher für Alk und Böller ausgegeben habe, habe ich gespendet.
    Fühl ich mich nochmal besser.

  • Ich sehe das auch so. Na ja, heut rollt der Rubel wieder für die Wirtschaft. Alk und Ballerzeug. Kann jeder machen wie er möchte. Ich kann und will das nicht mehr.
    Ich wache morgen nüchtern, ohne Kopfweh auf und hab ein gutes Gefühl.
    Das Geld, das ich früher für Alk und Böller ausgegeben habe, habe ich gespendet.
    Fühl ich mich nochmal besser.

    :thumbup:<3

  • Hey ihr Lieben,

    ich hoffe ihr seid gut ins neue Jahr gestartet.

    Hier ist es heute so herrlich ruhig. Die vielen schweren Köpfe liegen wohl alle noch oder wieder auf irgendwelchen Kissen. Ich habe noch keinen Menschen gesehen oder gehört.

    Ich habe das restliche Essen von gestern Abend noch verputzt. Nachher geht es ein wenig an die frische Luft. Die Sonne scheint, die Luft ist klar. Wie in meinem Kopf.
    Ich freue mich, nüchtern zu sein und mache mir einen schönen Tag, so wie ich es will und es mir gut tut.

    Ich wünsche euch ebenso einen schönen Tag.

    Liebe Grüße

  • Hallo Leonie, schöner Name by the way.

    Ich habe inzwischen schon vieles von Deinem Faden gelesen. Ich bin in Deinem Faden hängengebieben, weil ich davon so beindruckt war wie mutig und offen Du Dich hier zurückgemeldet hast und Deinen Weg zu einer zufriedenen Abstinenz wieder aufgenommen hast. Und nachdem ich das meiste von Deinem Faden gelesen habe finde Ich das Du schon viel für Dich erreicht hast. Vieles auf das Du stolz sein kannst. Vieles was mit dem Rückfall ja nicht ungeschehen ist. Diese Erfahrungen hast Du gemacht und das haben Dir ja auch schon andere hier gesagt.

    Ich selbst noch ganz neu hier in unserer Selbshilfegruppe und kann dir deshalb kaum hilfreiche Erfahrungen für Deinen Weg mitteilen. Schlicht weil ich sie nicht habe oder gerade erst selbst mache.

    Du schreibst am Anfang von Deinem Missbrauch (aka Trauma) und Deinen Depressionen. Dann schreibst Du das Du Dir therapeutische Hilfe gesucht hast und Dir das hilft. Und danach verschwinden diese beiden Themen.

    Ich selbst habe körperlichen und seelischen Missbrauch während meiner Kindheit und Jugend durch meine Eltern erleben müssen. Und mein unbewusst eingeschlagener Weg war das ich diese Erfahrungen und die damit verbundenen Gefühle abgespalten habe. Damit waren die Erfahrungen und Gefühle "bewusst" weg. Und ich konnte weiterleben. Beschädigt aber weiterleben. Leider vergisst das Unterbewusstsein nichts. Das ist ja auch der Grund warum mein Suchgedächtnis niemals etwas vergessen wird. Die Gefühle die ich versucht habe ab zu spalten, waren zum Beispiel Angst, Hilflosigkeit, Wut, Wehrlosigkeit, Agressionen, Selbsthass oder besser fehlende Selbstliebe. Das sind alles Symptome einer Depression. Ich entwickelte Mitte Ende meiner Zwanziger zunächst eine Angststörung gefolgt von meist schweren Depressionen. Rückblickend wenig überraschend (Ironie aus). Es folgten zahlreiche, meist akute, Klinikaufenthalte. Ich wurde verschiedenlich medikamentös eingestellt. Und nehme heute noch Antidepressiva. Es folgten Therapien mit unterschiedlichen Ansätzen die ich aber oft abbrach weil sie mir entweder nicht genug halfen oder ich zu instabil wurde und ich mich in eine Klinik in Sicherheit bringen musste. Bei den Therapien und in den Kliniken habe ich meine Missbrauchserfahrungen immer angesprochen. Nach mehreren Klinikaufenthalten im Jahr 2005 bot mir die Leitende Psychologin dort an, eine ambulante Therapie bei Ihr zumachen. Ein absoluter Glücksfall, den Sie ist eine sehr sehr gute Therapeutin. Ich habe dann eine komplette abulante Therapie bei Ihr abgeschlossen. Meine Angsstörung konnte ich komplett überwinden und die Depressionen konnte ich zumindestens soweit bewältigen das ich stabil war. Sie waren selten ganz weg. Gleichzeitig fing ich mehr oder weniger bewusst mir die Frage zu stellen warum sie nie endgültig verschwanden. Ich meine ich hatte eine Therapie abgeschlossen bei der ich auch Wege gelernt um mir bei einer Depression zu helfen. Also Warum? Ich hatte zwar eine ziemlich gute Ahnung, dennoch dauerte es nochmal 10 Jahre bist ich nach zwei Klinikaufenthalten 2015 erkannte das die unbewältigten Traumata der Grund für die wiederkehrenden Depressionen waren. Ich beschloss also da nochmal ran zu gehen. Auf den Tip einer damals Bekannten heute sehr guten Bekannten. Kontaktierte ich eine Therapeutin, aus einer Therapierichtung über die ich mich genauer informiert hatte und gutes gehört und gelesen hatte, die von der Kasse bezahlt wurde und die ein Verfahren zur Traumabewältigung anbot. Wieder ein absoluter Glücksfall, ich konnte sofort anfangen und Sie ist eine sehr sehr gute Therapeutin. Ich habe bei Ihr eine Therapie abgeschlossen und bei Ihr Wege gelernt wie ich mir helfen kann, wenn die Traumata "sich melden".

    Es gibt allerdings auch eine Verbindung zu meiner Alkoholsucht. Ich wollte meine Depressionen im wahrsten Sinne des Wortes wegsaufen. Ich wusste und fühlte das das nicht funktioniert und auch niemals funktionieren wird. Im Gegenteil die Depressionen wurden während der Sauferei immer schlimmer.

    Aktuell konzentriere ich mich auschliesslich darauf meine Akoholsucht zu stoppen und meinen Weg zu finden zufrieden abstinent zu werden. Allerdings geht es mir nach dem Entzug schon besser und meine antidpressiven Medikamente können jetzt "ungestört" Ihre Wirkung entfalten.

    Meine Depressionen und Traumata gehe ich erst wenn nötig an, wenn ich mich stabil fühle.

    Vielleicht sind meine Schilderungen ja irgendwie hilfreich für Dich.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

    ------------------------------

    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Kazik

    Vielen Dank für deine Zeilen.

    Ich bin gerade auf dem Sprung. Ich melde mich später ausführlich dazu. Kann einige Parallelen darin finden. Vielen Dank. Das gibt mir nochmal einen anderen Blickwinkel auf mich und wie ich wo rangehen kann.
    Ich habe gerade wieder schlechte Tage. Leichte Panik und Depris.
    Später mehr.

    Ganz liebe Grüße und einen schönen Tag euch.

  • Kazik

    Ich habe gerade wieder ein Gedankenwirrwarr, was ich erst mal ordnen muss. Die Tage gab es familienintern ein Problem. Das hat mich sehr beschäftigt. Da kam wieder so vieles hoch. Aber nicht in Verbindung mit der Familie. Es nervt mich dann wenn ich nicht wirklich helfen kann. Selbstzweifel usw. Ich will immer helfen. Das funktioniert nicht immer. Ich muss auch erst mal mir helfen.

    Deine Zeilen über Traumatherapie haben mich wach werden lassen. Danke. Da muss ich definitiv noch einiges in Angriff nehmen. Mit manchen Sachen kann ich ganz gut umgehen mittlerweile. Was allerdings wieder aktuell hochkommt ist eine vergangene Beziehung. Die hat mich richtig zerlegt, bis heute. Narzisstischer Missbrauch nennt man das wohl. Ich hab das viel zu lange mitgemacht, bin immer wieder zurück. Hab alles von früh bis spät erledigt. Um alles gekümmert. Jahrelang wurde mir eingeredet, ich kann nichts, ich bin nichts, aus mir wird nichts. Ohne ihn komme ich nicht zurecht, niemals. Ich hab s irgendwann geglaubt. Umso mehr hab ich gemacht und getan. Um seine Anerkennung zu bekommen. Wie blöd kann man sein? Das ganze war auch sehr alkohollastig damals in der Beziehung. Wenn er betrunken war hat er mich stellenweise noch mehr schikaniert und provoziert, es wurde auch mal körperlich. Teilweise habe ich mich eingeschlossen. Er hat mit Fäusten die Möbel traktiert. Ich hab immer und immer mehr mitgetrunken um es zu ertragen, die Worte und Beleidigungen zu vergessen. In der Hoffnung, dass vielleicht alles wieder gut wird. Ich war früher so eine starke Persönlichkeit. Warum habe ich das so lange mitgemacht? Ich habe entschieden zu bleiben. Ich habe entschieden mitzutrinken. Ich habe entschieden, das alles mit mir machen zu lassen. Als seine verbalen Angriffe dann vor meinem Kind auch keinen Halt mehr machten, habe ich mich getrennt. Ziemlich schnell. Es ist Jahre her und nagt immer noch an mir.

    Durch mein Kranksein verschlechterte sich in letzter Zeit mein Allgemeinzustand. Selbstwert, Selbstbewusstsein usw. waren verschwunden. Es ging mir schlecht. Da kamen seine Worte wieder hoch. Warum, weiß ich nicht. Ich bin irre. Ich gehöre in die Klappse. Ich finde nie mehr jemanden usw. Ich wollte auch mit niemandem darüber reden die letzte Zeit. Ich war es ja nicht wert. Ich bin nichts, ich kann nichts. Ich krieg die Kurve nicht. Ich bin ein Verlierer. Ich war wie in meiner eigenen Blase gefangen. Total benebelt und in mir selbst gefangen. Im Außen die Tapfere gespielt, der es gut geht. Anstatt mich jemandem anzuvertrauen und mir helfen zu lassen hab ich mir ne Pulle übles Zeug geholt. Nur zum Entspannen. Nur ein bisschen. Bähm. Am nächsten Tag wach geworden. Da wollte ich nie wieder hin. Doch ist es passiert. Depression usw. kam natürlich 1000fach zurück. Ein absoluter Horror!

    Natürlich bin ich wer. Ich hab mich mit meinem Kind vor vielen Jahren von ganz unten, nach oben gekämpft. Ich hatte gar nichts mehr. Bis heute habe ich mir alles zurückerkämpft. Ich kann stolz auf mich sein. Ich habe eine tolle Familie, tolle Freunde. Ein gutes und gesundes Umfeld. Dennoch ziehe ich mich zurück wenn es mir schlecht geht. Ich schäme mich teilweise, auch dem Arzt oder Therapeuten gegenüber. Sind sie meine Zeit überhaupt wert? Ja, natürlich. Dafür sind sie da und sie helfen mir. Ich kann mich jederzeit melden. Das muss ich auch tun. Das ist mein großer Knackpunkt.

    Mein Selbstwert. Ich. Mich akzeptieren. Ich bin wie ich bin und das ist gut so. Ich bin gut wie ich bin.

    Ich schreibe hier auch sehr wenig in anderen Threads. Ich denke oft, das steht mir nicht zu. Ich drücke mich nicht besonders gut aus usw.

    Es ist etwas durcheinander gerade. Hat mich Überwindung gekostet, das zu schreiben. Es tut mir gut.

    Es stehen demnächst noch einige Termine zur gesundheitlichen Abklärung an. Dann wird geschaut in welche Richtung man explizit gehen kann.

    Heute habe ich mich an der frischen Luft ausgepowert. Danach noch mit gesunden Snacks für s Wochenende gerüstet. Musste in mehrere Läden. Das war s mir wert. Ich freue mich darauf. Meine Snacks, ein guter Film und leckeren Tee.

    Ich beschäftige mich im Moment damit, wie ich wieder zu mir finde. Mein Therapeut hilft mir dabei. Ich muss mal weg hier und raus. Das nehme ich auch demnächst mit meinem Arzt in Angriff.

    Ich bin auch heute froh, nüchtern und klar zu sein. Auch wenn die Gedanken etwas durcheinander sind. Ich lasse sie zu und versuche alles zu ordnen. Vieles muss künftig noch anders geregelt werden, dass ich wieder stark werde und bleibe. Ich darf Hilfe zulassen, annehmen und ich bin es wert, dass mir geholfen wird.
    Ich bin kein Niemand! Das muss sich im Köpfchen wieder verankern.
    Ich bin stark. Ich kann das. Ich schaffe das.

    Alkohol war nie eine Lösung für meine Probleme und wird es auch nie sein. Im Gegenteil. Jeder weitere Tropfen kann mein Tod sein.

    Ich konzentriere mich auf meine körperliche und seelische Heilung. Ich komme wieder da hin wo ich hin will und schon war. Ich hab es schon einmal geschafft. Ich will gesund, glücklich und nüchtern sein und bleiben.

    Sorry für den langen Text.

    Liebe Grüße

  • Hallo Leonie,

    das ist schön wenn meine Erfahrungen und Gedanken für Dich hilfreich sind. Noch ein paar weitere Gedanken und Erfahrungen zu Deiner Antwort.

    Vorweg ruhig Blut. Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Konzentrier Dich aktuell nur auf die Absicherung Abstinenz und die wirklich notwendigen Aufgaben und ansonsten sei gut zu Dir.

    Reiss nicht alle Fässer auf einmal auf. Werde erstmal stabil abstinent und nehme die Vorschläge gerade der Erfahrereneren hier an. Sie raten Dir nur Sachen die Dir helfen und die gut für Dich sind. Hab Vertrauen. Ich gehe im Moment viele Schritte zu denen mir geraten wird oder die ich hier lese ohne nach zu denken. Ich mache die Schitte einfach und schaue dann wie es mir damit geht. Manchmal muss ich einen Schritt auch noch einen Augenblick in meinen Kopf oder Herzen bewegen. Aber ich bemühe mich ihn dann dann doch zu gehen.

    Therapie. Ich persönlich hätte mir gewünscht das ich ganz am Anfang eine kognitive Verhaltenstherapie gemacht hätte. Weisst Du was das ist? Falls nicht dann findest im Netz bestimmt genug. Das ist eine der beiden Therapierichtungen die von der Kasse übernommen werden. Bei einer kognitiven Verhaltenstherapie nimmt Deine Geschichte, Deine Traumata und Deine Depressionen nur einen kleinen Teil ein. Du sprichst darüber. Aber der Hauptfokus liegt in einer Beobachtung und Überprüfung und Veränderung (positiv) Deiner Gedanken, Gefühle und Deines Verhaltens. Realitätscheck und nur darauf ausgerichtet das es Dir besser geht. In eine Verhaltenstherapie kann denke ich ohne Probleme auch Deine Abstinenz eingebaut werden. Ich habe mit einer Verhaltenstherapie meine Angstörung bewältigt und meine Depressionen so weit bewältigt das einige Jahre stabil war.

    Klapse, Psychatrie oder psychatriesche Station. Ich persönlich halte mir die Klapse immer offen. Heißt wenn ich zu instabil werde gehe ich akut hin egal ob ich eine Einweisung habe oder nicht. Dort sind sie auf Krisenintervention ausgerichtet und ich erwarte und erhalte dort keine Spontanheilung. Aber zum Abwettern einer Depression habe ich gute Erfahrung gemacht. Das mit ist mit Deinem Kind/Kindern vielleicht ein Problem. Ich weiss das es Mutter und Kind Kuren und Rehas gibt. Ich weiss nicht ob es Mutter und Kind Stationen gibt. Da müsstest Du Dich schlau machen. Aber am Ende des Tages wenn Du völlig instabil oder von einer Depression nicht mehr klar denken kannst nützt Du niemanden. Am wenigstens Dir selbst. Du gehörst dann in die Hände von Profis, die sind die einzigen die Dir in dieser Situation helfen können. Und halte Dir vor Augen das Depressionen eine Krankheit sind und eine hohe Selbsttötungsrate haben.

    Medikamente. Ich nehme seid Jahrzehnten Antidepresiva und zur Zeit in geringer Dosis ein Neuroleptikum. Diese Medikamente schaden mir nicht und verändern auch nicht meine Persönlichkeit. Sie bewirken keine Wunder aber sie bereiten den Boden das ich mein Leben und überhaupt Therapiefähig bin. Ich nehme meine Medikamente regelmässig ein und das wird auch so bleiben. Ich habe einmal den Fehler begangen die Medis abrupt ab zu setzen. Fehler. Ich bin innerhalb eines Jahres komplett abgestürzt. Meine Medikamente wurden mehrmals umgestellt. Die letzten zweimal in einer Klinik. Das war gut weil das Ab- und Ansetzen im geschützen Rahmen stattfand. Die Medikamente brauchen eine Zeitlang bis sie einen Pegel aufgebaut haben. Und am Anfang gibt es oft einige unangenehme Nebenwirkungen, die klingen aber auch innerhalb von ein paar Wochen wieder ab. Da heißt es zäh sein.

    Wertschätzung. Du bist sehr sehr viel wert. Und ich glaube das Dein Unterbewusstsein das ganz sicher weiss. Aber manchmal dauert es dauert es vom Herzen zum Kopf ein wenig. Geduld.

    Irre werden. Du wist nicht irre. Vertrau mir. Ich hatte solche Gedanken in Krisen auch und bin es nie geworden. Glaube ich jedenfalls. ;) Es ist die Angst, die gerade kirre macht. Wenn sie weniger wird verschwinden auch die Gedanken.

    Die Geschichte mit Deinen Ex ist ja mal richtig Scheisse. Was ein Arsch. Aber das gute ist die Beziehung liegt hinter Dir und er kann Dir nichts mehr tun. Das Du an der Geschichte zu knabbern hast glaube ich sofort. Ginge mir genauso. Und das die Gedanken daran kommen wenn es Dir schlecht geht, ginge mir auch so. Aber wie bereits geschrieben werde erstmal stabil, dann kannst Du das angehen.

    Du schreibst das mal rauswillst. Hast Du da schon was im Kopf?

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

    ------------------------------

    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Du schreibst das mal rauswillst. Hast Du da schon was im Kopf?

    Kazik

    Ja. Ich habe da schon was im Kopf. Ich bespreche das beim nächsten Arzttermin.

    Manchen Tabletten stehe ich skeptisch gegenüber. Da will ich nicht näher darauf eingehen. Bei mir haben sie teilweise vieles extrem verschlimmert. Wurden mir in einem ungeschützten Rahmen verschrieben. Soviel dazu. Mein Vertrauen in manch Ärzte ist dadurch flötengegangen.

    Kognitive Verhaltenstherapie finde ich interessant. Da werde ich mich kundig machen.

    Das Aufschreiben meiner Gedanken hier im Forum tut sehr gut. Stück für Stück und Tag für Tag wird sich alles ordnen, besser werden.

    Im Moment fühle ich mich zufrieden. Der Kopf ist angenehm leer. Das Gedankenkarussell macht Pause.

    Ich widme mich wieder verstärkt der Meditation und Atemübungen. Ich muss da allerdings dranbleiben. Wie bei allem Anderen auch. Nur so kann und wird es funktionieren, auch abstinent zu bleiben.

    Ich wünsche dir und allen anderen einen schönen Abend.

    Liebe Grüße


  • Hi Leonie,

    das ist tatsächlich bei einigen/vielen Antidepressiva so. Nennt sich Erstverschlimmerung. Steht im Beipackzettel und dort steht meist auch meistens das zu Beginn der Einahme bspw. das Suizidrisiko steigt. Das ist auch der Grund warum erfahrene Neurologen zu Beginn engmaschig überwachen oder zu einer stationären Aufnahme für die erste Zeit raten.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

    ------------------------------

    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Ich kann stolz auf mich sein.

    Dann sei es doch auch.
    Schau in den Spiegel, lächel dich an und schau da mal ganz genau hin, was du da siehst.

    Mein Selbstwert. Ich. Mich akzeptieren. Ich bin wie ich bin und das ist gut so. Ich bin gut wie ich bin.

    Das ist so: Du bist gut so, wie du bist.

    Ich schreibe hier auch sehr wenig in anderen Threads. Ich denke oft, das steht mir nicht zu. Ich drücke mich nicht besonders gut aus usw.

    Natürlich steht dir das zu. Und ich finde überhaupt nicht, dass du dich nicht besonders gut ausdrückst.

    Mit dem Schreiben in anderen Threads ist es mir möglich geworden, mich noch besser zu reflektieren. Ich bekomme durch diesen Austausch auf viele Sichtweisen noch mal einen anderen Blick und kann sehr wertvolle Erfahrungen mit in mein Leben nehmen.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.



  • Mit dem Schreiben in anderen Threads ist es mir möglich geworden, mich noch besser zu reflektieren. Ich bekomme durch diesen Austausch auf viele Sichtweisen noch mal einen anderen Blick und kann sehr wertvolle Erfahrungen mit in mein Leben nehmen.

    Das stimmt. Ich habe in den letzten Tagen alleine durch s Mitlesen ganz viele Sachen für mich mitnehmen können. Vieles was ich für mich auch umsetzen kann. Was mir einfach auch hilft.

  • Ich habe anfangs alles hier aufgeschrieben. Jedes Detail meines neuen nüchternen Lebens habe ich ‚dokumentiert‘. Anfangs, weil ich ja auch nüchtern so viel Zeit zu füllen hatte, aber auch, weil mir die Reaktionen derer, die schon so lange nüchtern waren, so wichtig waren. Ich wollte ja nichts falsch machen. Klar gab es da auch oft ganz schön was ‚auf‘n Deckel‘ zu dem ein oder anderen Beitrag, aber letztendlich wusste ich immer, dass nichts, was mir geschrieben wurde, gegen mich persönlich gerichtet war, sondern lediglich Gefahren aufzeigen sollte. Ich habe jedem Wort in jedem Beitrag große Beachtung geschenkt. Ich habe für mich mitgenommen, was passt und erstmal liegen gelassen, was mir nicht für mich passend erschien. Und ich bin immer zurück gegangen, um das liegengelassene noch mal auf den Prüfstand zu legen.

    Es ist heute immer noch eine spannende Reise, wenn ich hier in meiner Vergangenheit lesen kann. Dann freue ich mich zu sehen, um wieviel einfacher als zunächst befürchtet das nüchterne Leben doch ist. Weil ich meine Alkokolabhängigkeit akzeptiert habe, und vor allem, weil ich akzeptiert habe, dass ich für immer Alkoholiker bleiben werde und die einzige Möglichkeit zu leben ist, dass ich nie wieder Alkohol trinke. Diskussion darüber ausgeschlossen.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Guten Morgen ihr Lieben,

    gestern war ein komischer Tag. Ich hatte einen Arzttermin, der so schräg war. Die sehen mich dort nicht mehr. Keine Begrüßung, Unterlagen verschlampt, ich wurde angeschnauzt, Konnten gewisse Geräte nicht bedienen, Laborwerte falsch gelesen usw. Ich bin immer freundlich und habe Verständnis. Nochmal gehe ich dort aber nicht hin. Eine Facharztpraxis! Erschreckend!

    Letzte Nacht habe ich einen Alkoholtraum gehabt. Ein Nachbar und alter Bekannter wurde immer sehr aggressiv wenn er getrunken hatte, ging auf seine schwangere Freundin und auch auf mich los. Nüchtern der liebste Mensch überhaupt. Ich wollte ihn in seinem Suff bekehren. Mit ihm reden, dann schrie ich ihn an. Als ich am Boden lag und er überlegte, ob ob er mir gegen den Koof treten soll oder nicht, bin ich wach geworden. Das war ganz schön real!

    Ich war die letzten Tage so beschäftigt. Es war etwas stressig. An Alkohol habe ich nicht gedacht aber anscheinend begleitet mich die Verarbeitung noch in Träumen, unbewusst. Ich nehme es als Hinweis, auch heute achtsam zu sein und gut auf mich aufzupassen.

    Ich habe für mich familienintern nochmal ausgesprochen, dass ich Alkoholiker bin und es immer bleiben werde. Nur ich kann meine Sucht durch Abstinenz stoppen. Tag für Tag. Der Rückfall hat mir Angst gemacht.

    Ich bin trotz des schlechten Traumes munter und fühle mich ausgeschlafen. Ich gehe jetzt mal durch mein Teesortiment und starte gesund in den Tag. Ich bin klar, nüchtern und dankbar, dass es euch gibt.

    Ich wünsche euch einen guten und glücklichen Tag.

    Liebe Grüße

    Leonie

  • Ich habe für mich familienintern nochmal ausgesprochen, dass ich Alkoholiker bin und es immer bleiben werde. Nur ich kann meine Sucht durch Abstinenz stoppen. Tag für Tag. Der Rückfall hat mir Angst gemacht.

    Das finde ich ganz wichtig.
    Du wirst genauso bis an dein Lebensende Alkoholiker bleiben wie ich auch und wie auch jeder andere Alkoholiker. Ausnahmen gibt es da nicht.

    Die Alkoholsucht ist eine Krankheit, die zwar durch absolute Abstinenz zum Stillstand gebracht werden kann, aber eben auch ‚nur‘ das. Die Alkoholsucht ist nicht heilbar.

    Angst muss dir dein Rückfall nicht machen. Angst ist nie ein guter Ratgeber.
    Aber er sollte dir gezeigt haben, wie schnell auf dünnem Eis eingebrochen werden kann, wenn Leichtsinn oder Leichtfertigkeit dazu verleiten, nicht vorher zu prüfen, ob das Eis einen auch trägt.

    Ich finde es für mich ganz wichtig, mir jeden Tag meiner Alkoholsucht bewusst zu sein.
    Ich wache nicht jeden Morgen auf und denke: Ich bin Alkoholiker und muss heute wieder achtsam sein, aber ich bin jeden Tag hier angemeldet. Auch, wenn ich nicht jeden Tag was zu schreiben habe, so ist es ja doch auch eine Art ‚Erinnerung‘, hier zu sein.

    In Gedanken gehe ich jeden Abend meinen Tag noch mal durch. Ich ‚erlebe’ so ganz bewusst das Schöne noch mal ein bisschen und ich freue mich, dass ich das erleben darf, weil ich den Ausgang aus der Suchtspirale gefunden habe.
    Nicht jeder Tag ist immer nur schön. Aber nüchtern habe ich zumindest eine Chance, damit umzugehen und Lösungen zu finden. Selbst, wenn ich ‚einfach‘ nur denke: Dann ist das jetzt eben so, ist das ja auch, zumindest für den Moment, auch eine Lösung.

    Ich wünsche dir auch einen guten und glücklichen Tag.
    Und selbst wenn dir das Leben (oder wer auch immer) einen großen Stein in den Weg legt, bücke dich und rolle ihn weg. Und wenn du das nicht alleine schaffst, hast du hier eine Gruppe, die dir hilft. Du musst dafür nur rechtzeitig rufen.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.


  • Ich wache nicht jeden Morgen auf und denke: Ich bin Alkoholiker und muss heute wieder achtsam sein, aber ich bin jeden Tag hier angemeldet. Auch, wenn ich nicht jeden Tag was zu schreiben habe, so ist es ja doch auch eine Art ‚Erinnerung‘, hier zu sein.

    In Gedanken gehe ich jeden Abend meinen Tag noch mal durch. Ich ‚erlebe’ so ganz bewusst das Schöne noch mal ein bisschen und ich freue mich, dass ich das erleben darf, weil ich den Ausgang aus der Suchtspirale gefunden habe.
    Nicht jeder Tag ist immer nur schön. Aber nüchtern habe ich zumindest eine Chance, damit umzugehen und Lösungen zu finden.

    Danke Stern.

    Das hast du sehr schön geschrieben.

    Ich mache das auch gerade. Ein Rückblick auf den Tag. Über das Positive freue ich mich. Das Negative lässt sich nicht vermeiden. Das gehört auch dazu. Wie du so schön schreibst, ich bin nüchtern, klar und kann somit besser damit umgehen. Dafür bin ich sehr dankbar.

    Mit der Angst hast du recht. Ich will mich damit auch nicht zu viel befassen. Ich versuche es. Gerade in Bezug auf Alkohol gebe ich dem ja dann wieder zu viel Raum. Das will ich nicht. Lieber mit den Sachen beschäftigen, die mir gut tun und mich glücklich machen. Das hat meine Aufmerksamkeit verdient. Ich bin zur Zeit wieder ein sehr ängstlicher, pessimistischer Mensch. Daran arbeite ich gerade, dass das wieder ins Lot kommt.
    Ich weiß, dass es anders geht und da komme ich auch wieder hin. Es dauert eben und ich darf mir da selbst nicht zu viel Druck machen.

    Ich kann und darf hier immer schreiben. Das vergesse ich manchmal. Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüße

  • Hallo ihr Lieben,

    mir ging es die letzten Tage mal wieder richtig gut, auch körperlich. Die Medis und Therapie helfen gerade sehr.

    Am Abend kam vereinzelt ganz leise der Quälgeist durch. Wir haben doch um die Uhrzeit früher und wir könnten doch…. Ich hab mich jedes Mal für Vogelfutter entschieden. Ich sag das scherzhaft. Diverse Kerne, nur gesalzen und mit Schale 🤣 (pikantes Vogelfutter) und eine große Tasse Tee oder Wasser mit saurem Zusatz. Ich bin da total beschäftigt und konzentriert, dass keine Reste von Knacken der Schalen im Mund zurückbleiben. Zahn- und Zungenarbeit. Hört sich etwas schräg an oder? 😄 Für mich eine super Lösung. Geht auch für unterwegs.

    Ich habe das Gefühl, endlich geht es wieder richtig aufwärts. Es haben sich auch ein paar kleine, tolle Türchen geöffnet, die mich weiterbringen. Darüber freue ich mich sehr.

    Ich bin glücklich und dankbar, dass ich auch heute nüchtern und klar bin, gute Entscheidungen für mich, meine Gesundheit und mein weiteres Leben treffen kann und konnte die letzten Tage. Es tut sich was. Hurra!

    Ich wünsche euch einen schönen Restsonntag.

    Liebe Grüße

    Leonie

  • Mein Tag ist heute auch nicht so toll. Ich habe schlecht geschlafen, bin ziemlich kaputt, die Schmerzen sind heut wieder schlimmer.

    Guten Tag Leonie,

    hast Du Dir überlegt, nochmal zu einem anderen Facharzt zu gehen?

    Ich wünsche Dir gute Besserung! 🍀

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!