Guten Morgen zusammen,
vielen Dank für eure lieben Antworten.
Ich bin seit ein paar Tagen krank und musste feststellen, dass ich gar keine Ruhe habe, mich richtig zu erholen. Mein Mann liegt häufiger im Bett als ich. Irgendwie absurd.
Meine Eltern waren auch zwischendrin da, haben sich lieb um die Kinder gekümmert und ich hatte gute Gespräche.
Man will doch eigentlich nur ein schönes Familienleben haben! Aber es wird immer wieder zu Nichte gemacht 
Ja, genauso geht es mir. Aber wir müssen uns wohl von der Vorstellung lösen, dass dies an der Seite eines nassen Alkoholikers möglich ist. Auch wenn es vielleicht (noch) nicht so extreme Formen angenommen hat, wie andere hier berichten, ist es ja trotzdem nicht gut.
klappt auch mit dir zusammen. Bisher sind es nur Lippenbekenntnisse. Wenn er etwas tun will, soll er Nägel mit Köpfen machen. Was er momentan mit dir macht, sind Manipulationen um in Ruhe weitersaufen zu können. Es ist unsere Hoffnung, und die kenne ich sehr gut von früher, die uns immer wieder weitermachen lässt.
Ja, so sehe ich das mittlerweile auch. Mein Vater hat mit ihm gesprochen, da hat er ihm das gleiche erzählt. Ich dramatisiere und sei total emotional, er sei rational und würde kontrolliert trinken. Ich bin so froh, dass mein Vater auf so etwas nicht anspringt. Mich macht es gerade bloß sehr wütend, dass er mich so darstellt, als wenn mit mir etwas nicht stimmt. Sich nach außen hin positiv darstellen, kann er nämlich gut. Meinen Eltern ist das jetzt noch mal ganz extrem aufgefallen. Für mich ist durch das Gespräch, das meine Vater mit ihm geführt hat, nochmal mehr bewusst geworden, dass er nicht aufhören will. Er will es schlicht und ergreifend nicht. Er möchte mit seinen Freunden weitertrinken können.
Es ging dann in einem Tempo abwärts was ich nie vermutet hätte. Das tat sehr weh es mit anzusehen, daran zurückzudenken ist auch immer noch sehr schlimm. Zu sehen was Sucht aus einem Menschen machen kann. Ich mache mir bei manchen Dingen heute noch Vorwürfe ob ich es nicht hätte verhindern können.
Ich glaube, dass das hier nach der Trennung auch passieren wird. Anders würde es mich sehr überraschen. Aber man muss auch sagen, dass er gerade so ein kontrolliertes Trinken versucht, ist der Tatsache geschuldet, dass der Druck von außen sehr hoch ist. Wenn ich auf heile Welt machen würde, wäre er ganz schnell wieder beim alten Konsummuster. Abgesehen davon, trinkt er ja auch heimlich. Ich weiß nicht, wie viel er wirklich trinkt. Als er gestern nicht da war, habe ich aus meiner Wut heraus Kassenzettel gesucht, zwei aus der vergangenen Woche habe ich gefunden, jeweils 1 L Wein stand drauf. Und ich weiß, dass es ja auf jeden Fall mehr war.
Beim Nachlesen, was ich die letzten Wochen hier geschrieben habe, fällt mir auf, dass die Gespräche immer wieder die gleichen sind. Ich drehe mich im Kreis und das eigentlich seit Jahren.
Das für mich eigentlich Schlimme ist, dass ich den Kindern erklären muss, dass wir uns trennen werden. Ich glaube, dass den beiden Großen bewusst ist, dass es darauf hinauslaufen wird. Aber es ist wichtig, dass ich ihnen auch mitgebe, dass man nicht ertragen muss, dass es einem schlecht geht, sondern dass jeder selbstwirksam Handeln kann, auch wenn der andere krank ist. Mir tut es bloß so weh, dass sie erfahren müssen, dass ihr Papa, den sie so lieben, den Alkohol nicht für sie aufgeben will. (so ähnlich hat das mein Großer letzte Woche formuliert).
Wie habt ihr, die ihr schon eine Trennung hinter euch habt, das kommuniziert?
Liebe Grüße
Matilda