Beiträge von Momo2006

    Also die einzige wahre Lösung in meiner Welt...

    Mann weg, bis er seinen Mist auf der Reihe hat. Aupair und Leihoma, Studentin oder whatever als Betreuung rein.

    Zack - weniger Stress, weniger Anspannung, entspannte Auslandseinsätze, ein Mann der mal auch in die Handlung kommen muss, weniger Schulden, Geld kann offen auf dem Tisch rumliegen, es bewegt sich was, Kind ggf entspannter, etc.

    Ich verstehe Dich. Aber Fakt ist doch, dass es bei Sucht zwei Wege gibt

    1. Er geht in eine Behandlung

    2. Er stirbt an den Folgen

    Das heißt doch dann für Dich, dass Du eine Entscheidung treffen musst:

    1. Du nimmst ihn so wie er ist. Gehst daran kaputt.

    2. Du ziehst eine Grenze für Dich und entscheidest, dass es die Beziehung nur ohne seine Geliebte (die Flasche) gibt.

    Von Zauberhand wird sich hier nichts ändern.

    LG Momo

    Panama

    Machst du den SV Kurs schon länger oder hast du da jetzt erst mit angefangen?

    Ich habe erst damit angefangen. Hatte das Bedürfnis danach. Nicht das es mir in der besagten Nacht geholfen hätte. Aber ich will auch körperlich das Gefühl bekommen für mich einstehen zu können. Sozusagen arbeite ich an mehreren Säulen in meinem Leben. Ich will voll und ganz für mich einstehen können. In allen Bereichen. Vielleicht musste ich so eine schlimme Erfahrung machen, um endlich mal aufzuwachen und mein Leben zu leben. Naja...besser spät als nie🙃😄

    Vielleicht solltest Du Dir ein klares Zeitlimit setzen. Das kann ja ewig so gehen. Und wenn er dieses Jahr an Weihnachten betrunken ist... dann sage ich was....

    Klare Grenzen und strikte Einhaltung der Grenzen ist das Zauberwort. Auch für Dich und Dein Selbstwertgefühl.

    Er wird Dich nicht ernst nehmen. Warum auch....Dann hört man sich das an und nickt brav und dann geht es weiter....Gibt ja keine wirkliche Konsequenz. Und wenn Du dann was mit den Kindern machst, hat er endlich Ruhe und kann ungestört trinken...

    Heaven on earth....

    Hallo Liesel,

    Ich habe jetzt noch mal Deinen ganzen Thread gelesen und möchte Dich auf etwas stoßen. Vielleicht hilft Dir mein Gedanke, weil ich das Gefühl habe, das das Dich irgendwie hindert was zu unternehmen und zu handeln:

    Danke, Linde. Ich weiß. Frage mich manchmal wie es wäre, wenn er Krebs oder Alzheimer hätte- ich denke, dann würde ich ihn doch auch unterstützen. Aber vielleicht ist eine Suchterkrankung etwas anderes. Ich fühle mich überfordert etwas zu entscheiden.

    Also meine Gedanken:

    Du fühlst Dich da irgendwie verantwortlich. Aber wenn jemand Krebs hat oder Alzheimer oder was auch immer hat, geht er im Normalfall zum Arzt bzw. in eine Behandlung. Da sagt ja auch niemand, dass Du die Krebsbehandlung machen musst. Oder das wenn Du ihn richtig behandeln oder unterstützen oder ihn richtig lieben würdest, er gesund werden wird. Du bist kein Arzt, kein Suchttherapeut, keine Entzugsklinik.

    Wer aber ggf noch eine Chance hat gesund zu werden, ist Deine Tochter. Und das liegt in Deiner Verantwortung. Mache Deine Augen auf und schaue genau auf Eure Situation. Verschließe Dich nicht vor der Realität. Und hey ich habe meinen Vater auch abgöttisch geliebt und erst jetzt wird mir bewusst, dass ich als 10 Jährige schon Aufgaben von 40 Jährigen übernommen hatte.... Das meine Mutter nicht immer kalt war, sondern gefangen in Ihrer Co-Abhängigkeit (aka die Nachbarn dürfen nichts mitbekommen... Alles perfekt nach außen, das Haus immer super sauber, etc...)- Das Verhalten hat sie immer noch, obwohl mein Vater schon vor 18 Jahren gestorben ist.

    Ich kan Dir nur raten in die Handlung zu kommen. Nägel mit Köpfen zu machen.

    LG Momo

    Hallo Momo, ich gebe zu, als ich deinen ersten Beitrag damals gelesen habe dachte ich nur „oh je. Ich glaube sie wird sich so schnell nicht trennen.“

    Das dachten meine besten Freunde und meine Familie auch. Teilweise vermisse ich ihn auch.... Aber da ich mich jetzt soviel mit dem Thema Sucht und Co-Abhängigkeit beschäftigt habe, will ich da an mir arbeiten. Wie gesagt die Illusion, das Romantisieren der Beziehung, der Gedanke er war doch mein Seelenpartner etc. sind oder waren Alles Gedanken des Selbstbetrugs.... Meine "Shitlist" wird immer mal wieder hervorgehoben, um mich wieder in die Realität zu holen. Neuer "Deal" mit meinen Freunden und Familie ist max. 2 Sätze am Anfang über ihn zu reden oder am besten gar nicht, um das obsessive Denken/Gedankenkreisen zu stoppen.

    Das war am Anfang schlimm... Zu 100% habe ich ihn noch nicht gedanklich losgelassen, aber ich arbeite daran.

    Loslassen, frei sein, ihm verzeihen ( nicht den Vorfall entschuldigen), ihm nur das Beste zu wünschen. Da will ich hin, weil dann bin ich frei.

    Kontaktabbruch besteht immer noch. Da bin ich jetzt einfach auch zu stolz.

    Wenn gemeinsame Bekannte was sagen ist meine Standardantwort: Wenn er 1 Jahr trocken ist, kann ich gerne mit ihm sprechen. Vorher nicht.

    Dann ist das Thema für mich erledigt. Das mache ich aus reinem Selbstschutz heraus.

    Heute Abend geht es wieder in denSelbstverteidigungskurs .

    Wie gesagt, ohne Eure ehrlichen Antworten wäre ich wieder in meine alten Verhaltensmuster gefallen und hätte mich nicht mit meinen Themen auseinander gesetzt.

    Danke!😃

    Liebe Ella,

    Ich habe Deinen Beitrag eben erst gelesen und freue mich für Dich und Deinen Neustart! Es ist ja furchtbar was Du durch gemacht hast. Uringestank, Rumschreierei... OMG. Ich finde Du brauchst Dir kein schlechtes Gewissen machen. Du hast das jetzt Jahre lang ausgehalten. Und Du hast keine Verantwortung für ihn. Du kannst seinen Weg nicht ändern. Egal ob Du da bist oder nicht. Du hast auch das Recht auf Dich und Deine Gesundheit zu schauen und diese zu schützen. Vielleicht hilft es Dir ihm die Telefonnummer von einem Arzt, Klinik, Suchtberatung hinzulegen bevor Du gehst. Dann bist Du vielleicht gedanklich freier.

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall einen super Neustart!!! Viel Ruhe, Freude am Leben und ein super Gefühl in der neu gewonnenen Freiheit!

    LG Momo

    Liebe Liesel,

    Matilda: das Haus gehört mir und er hat ca 50000 € Schulden .
    Früher habe ich auch mal Schulden ausgeglichen, mache ich nicht mehr. Er hockt auf der Straße, wenn ich ihn hier raus schmeiße

    Dann bist Du ja schonmal sicher. DEIN (sorry, musste ich jetzt mal groß schreiben) Haus! SEINE Schulden.

    Also eine Idee: Gibt es eine Oma/Opa, Tante, Freundin, Schwester, Bruder zu der Deine Tochter erstmal gehen könnte wenn Du ins Ausland musst?

    Gibt es die Möglichkeit, dass Du beruflich was änderst? Keine Ahnung was Du machst....Also ohne Auslandeinsätze....

    Dann würde ich ihm klar eine Grenze aufziehen...

    Passiert das oder das, ziehst Du mit sofortiger Wirkung aus. PUNKT.

    Wenn Du Selbstständig bist, bist Du doch mega organisiert, zielstrebig und mutig. Also dann schaffst Du das für Dich und Deine Tochter auch.

    Und wenn er dann auf der Straße sitzt... sitzt er auf der Straße. Selbtgewähltes Schicksal.... Darüber brauchst Du Dir keine Gedanken und Sorgen machen.

    Du schaffst das! Ich hätte mich immer gerne Selbstständig gemacht, mich aber nie getraut. Also steckt meiner Meinung nach auch viel Mut und Stärke in Dir.

    LG Momo

    P.S.: Ich habe mir gerade meinen eigenen Thread nochmal durchgelesen. Meine Gedanken waren schon ganz schön verwirrt.... Aber es zeigt mir gerade, dass ich doch schon ein kleines Stück Weg zurück gelegt habe und schon etwas Abstand habe.

    Auch wenn es tierisch anstrengend manchmal ist.... Aber es lohnt sich.

    Und an Alle Neuen hier: Ich war manchmal richtig sauer und schockiert über die Antworten. Aber das war, weil ich mich dann mit der Wahrheit auseinandersetzen musste...

    Ohne Cadda, Linde, Ava usw. hätte ich wie gesagt den Absprung nicht geschafft.

    Liebe Liesel,

    fasse Deinen ganzen Mut zusammen und erarbeite Dir eine Exit-Strategie für Dich und Deine Tochter.

    Es gibt immer Wege raus. Deine berufliche Situation lähmt Dich, das verstehe ich. Aber dann ist Dein Schmerz in dieser Beziehung noch nicht groß genug. Oft braucht man für sich noch einen Beweis, dass es schlimm ist. Ich saß nach schlimmen Situationen oft da und dachte ich will nicht mehr. Dann habe ich wieder 1000 Gründe für mich gefunden, doch in der Beziehung zu bleiben. Da habe ich mich am meisten mit betrogen und in einer Illsuion gelebt. Und was dachte ich wie stark ich doch bin, weil ich ihm vermeintlich meine Stirn geboten habe (so sprichst Du nicht mit mir oder Dein Verhalten gestern ging gar nicht), um dann genauso weiter zu machen. Es gab nämlich keinerlei Veränderung....

    Eine innere Abgrenzung wird an Deiner und der Situation Deiner Tochter nichts ändern. Ich denke Du musst mal ganz klar Stellung beziehen.

    Und wie weit ist Dein Mann, wenn er nicht mal mehr 100€ zur Verfügung hat und seine Tochter beklauen muss. Ganz schön trauriges Bild...

    LG Momo

    Liebe Cadda

    Vielen Dank! Aber gerade auch Deine Unterstützung hier hat mir sehr geholfen, gerade am Anfang als ich so verzweifelt war. Ohne Euch wäre ich wahrscheinlich nicht raus aus dieser Beziehung. Ich habe immer noch gedankliche Rückfälle (die mich selbst schon nerven). Und auch immer wieder Zweifel an mir. Aka Warum hat er meinen Wert nicht gesehen, warum war er so gemein etc. Vom Kopf her weiß ich, dass das Blödsinn ist. Aber manchmal kommt es im "Herz" nicht an.

    Es ist schön so eine positive Rückmeldung zu bekommen.

    Nochmal vielen Dank!☺️☺️☺️

    Ich denke auch, dass die Kinder in diesem Wahnsinn einen stabilen Elternteil brauchen. Ich war alles Andere als stabil und normal in meinem Verhalten, als ich noch in der Beziehung war. Das funktioniert in so einem Umfeld nicht. Das permanent auf "Eierschalen" laufen, um den suchtkranken Partner nicht aufzuregen etc... Wenn ich mir das jetzt mit Abstand betrachte... Ich war nur noch ein Schatten meiner selbst, mochte mich selbst nicht mehr, war ausgebrannt, habe mir selbst und meinen Wahrnehmungen nicht mehr getraut. Solange der Partner noch aktiv süchtig ist, muss man da eigentlich raus. Das wird ja nicht besser sondern immer schlimmer und er zieht Euch mit in den Abgrund. Die Kinder können da aber nicht sagen: Da habe ich keine Lust darauf. Sondern werden der Situation einfach ausgesetzt.

    Ich wünsche Dir ganz viel Einsicht, Mut und Power, für Dich einzustehen. Es ist schwer, wenn man mittendrin steckt, aber machbar.

    Ich wünsche mir (falls ich jemals wieder in einer Beziehung bin), einen Partner.

    LG Momo