Als ich anfing, Dinge zu tun, weil ich sie tun wollte und nicht mehr mit dem Hintergedanken, meinem Mann zu gefallen oder ihn gar damit vom Trinken abzuhalten, dann ging es mir allmählich besser.
Diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Manchmal reichen dafür schon kleine Dinge wie ein Spaziergang allein oder ein leckeres Essen, das man nur für sich selbst macht. Vielleicht etwas, das der Partner nicht mag und das man deshalb aufgegeben hatte.
Überleg dir mal, ob es dich nicht sehr verletzt hat, dass er gegangen ist, und nicht du?
Bei mir war es so - obwohl ich jahrelang gelitten habe! - dass ich zuerst verletzt war, als mein Mann die Trennung ausgesprochen hat. Zum Glück war ich aber dennoch schon so sehr "bei mir", dass ich dadurch nicht rückfällig geworden bin. Ich habe es akzeptiert und sowohl den Schmerz als auch die Erleichterung zugelassen. Vielleicht kannst du das auch spüren, dass unter dem verletzten Ich auch eine Portion Hoffnung verborgen liegt. Die kannst du herausholen und sie wird dir Kraft geben.