Beiträge von Nayouk24

    Hallo Markus und herzlich willkommen im Selbsthilfeforum für Alkoholiker.

    Da hast du ja schon einiges hinter dir.

    Um die Basics zu klären, unsere Selbsthilfegruppe stützt sich auf bewährte Grundbausteine für ein abstinentes Leben. Wir respektieren, dass es auch andere Wege gibt – hier richten wir unseren Austausch jedoch bewusst an diesen gemeinsamen Grundlagen aus.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Passt das für dich?

    Hier tauschen sich ausschließlich Alkoholiker aus, die sich dazu bekennen und eine lebenslange Abstinenz anstreben.
    Da ich keine Annahmen treffe, an dich die Frage,
    siehst du dich als Alkoholiker und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?

    Viele Grüße

    Nayouk

    Gestört hat es mich nicht sehr,

    Auch ein bisschen gestört reich schon und kann Suchtdruck und Unbehagen auslösen.
    Du hast richtig reagiert und hast den "Ort" verlassen und hast nicht gedacht, dass werde ich schon aushalten können.

    Die Regulierung des Beruhigungssystems ist durch den Alkohol auch aus der Balance gekommen und muss wieder neu justiert werden. Das übernimmt dein Gehirn, aber es braucht Zeit dafür und du Geduld.

    Kennst du schon die "Grundbausteine"?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    und den Notfallkoffer?

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Packe dir deinen eigenen Notfallkoffer mit Werkzeugen die dir helfen können, z.B. Atemtechniken.
    Ich habe Atemtechniken geübt, damit ich sie parat habe, wenn es nötig ist.

    Leider gab es darauf aber fast keine Reaktion,

    Das spricht nicht für eine angemessene Suchterfahrung deiner Ärztin.

    Leider gab es darauf aber fast keine Reaktion, es wurden keine Untersuchungen angestoßen um zu sehen, ob der Körper schon Schaden genommen hat und auch keine Angebote oder überhaupt Fragen gestellt inwieweit ich Unterstützung habe.

    Du kannst es mit Nachdruck nochmal einfordern oder du suchst dir einen anderen Arzt/in.

    Meine laienhafte und recherchierte Auffassung ist jetzt, dass ich meinen Körper, insbesondere Gehirn und Nervensystem überfordert habe mit der Abstinenz, dem gleichzeitigen Beginn von verhältnismäßig viel Sport und wenig Essen.

    So laienhaft ist das gar nicht. Alkoholentzug ist für Körper und Psyche erheblicher Stress. Nach der Entgiftung ist das Körperliche weitgehend durch, aber bei der Psyche noch lange nicht. Das Gehirn versucht sich an die Abstinenz anzupassen.
    Dazu müssen neue Nervenzellen gebildet bzw. abgebaut werden und das braucht Zeit. Zusätzliche Belastungen, wie körperlicher oder psychischer Stress fördern diesen Prozess nicht gerade, sie können ihn sogar stören.

    Vom letzten Jahr habe ich ja einen Eindruck, wo ihr Euch trefft. Ein paar von euch hätte ich gern wiedergesehen und die anderen gerne kennengelernt.
    Mit Kaiserwetter und hochsommerlichen Temperaturen wird das ein tolles Forentreffen werden. Ich wünsche euch schöne Tage und gute Gespräche.

    Viele Grüße

    Nayouk

    ich kämpfe gegen die Sucht.

    Das hat dazu geführt, dass es bisher ein relativ leichter Kampf ist.

    Ich denke, ich weiss, was du meinst.
    Für mich ist der Begriff "Kampf" mit viel Energie und Anstrengung verbunden. Ich kann nicht bis an mein Lebensende kämpfen.

    Ich habe gelernt, die Sucht zu kontrollieren und die Veränderungen in meinem Leben, so wie du es beschreibst, haben dazu geführt, dass die Kontrolle immer stabiler wird.

    Es ist ein anderes Mindset, was mir dabei hilft.

    Ich weiß, dass ich einen Kampf kämpfe, der sozusagen nie aufhört, aber ich kann Runde um Runde gewinnen.

    Hallo Kathrin,

    ich konnte aufhören zu kämpfen, als ich vor dem Alkohol kapituliert habe. Gegen den Alkohol kann ich in der Sucht nicht gewinnen.
    Ich kämpfe auch nicht gegen Klitschko, weil ich weiss, dass ich die erste Runde nicht überleben würde und stellt man mich mit ihm doch in den Ring würde ich kapitulieren. Der einzige Weg um am Leben zu bleiben.

    Auch wenn ich die ersten Runden bestehen würde, der Kampf wäre aussichtslos.

    Es ist keine Schwäche beim Alkohol zu kapitulieren, es ist notwendig und einsichtig.

    Gegen was kämpfst du? Wie sieht dein Kampf aus, bei dem du denkst, dass du Runde um Runde gewinnst?

    Viele Grüsse
    Nayouk

    Hallo Miri und willkommen auch von mir.

    Eine WG mit Fremden kommt für mich nicht in Frage.

    Anderseits kann ich mir gerade nicht vorstellen allein zu wohnen.

    Ich habe mit der Freundin gesprochen und sie kann es sich grundsätzlich vorstellen.

    Sie selber trinkt keinen Alkohol

    Eigentlich ist doch alles klar, oder?;)

    Eines ist aber auch klar, du bist für deine Abstinenz verantwortlich und solltest du mit deiner Freundin zusammenziehen, ändert sich daran nichts. Eine WG mit ihr kann dich unterstützen, mehr aber auch nicht.

    Alles, was du aufgezählt hast, könnte für die 2er WG sprechen, die Stabilisierung deiner Abstinenz darf nicht der Hauptgrund sein.
    Was, wenn ihr aus irgendwelchen Gründen wieder auseinander zieht? Ist dann deinen Abstinenz gefährdet?

    Viele Grüsse

    Nayouk