Beiträge von Nayouk24

    Heidelberg war eine tolles Erlebnis mit vielen guten Gesprächen und Gedanken.
    Beim ersten Treffen dieses Jahr in Bertingen hatte ich schon etwas Bedenken, treffe ich doch nun Menschen, die ganz schön viel über mich wissen und auch noch das, was mir lange die grösste Scham bereitet hat.
    Aber genau das ist ja so angenehm, ich muss mich nicht erklären, ich werde verstanden ohne ein Wort gesagt zu haben und dann ergeben sich Unterhaltungen aus dem Interesse an diesen Menschen und natürlich geht es auch um die Sucht und auch um die Folgen für Angehörige. Es wäre ja auf einem Alkoholikertreffen auch merkwürdig, wenn nicht.

    Das Ganze war gelassen und entspannt, weil ein unsichtbarer Rahmen gespannt war, an dem sich die Gruppe orientieren konnte.
    Für diesen Rahmen hat Dante gesorgt, im Vorfeld und auch vor Ort, völlig unscheinbar und gelassen, wie ein Schäfer mit seiner Herde.
    Ich frag mich grade wo der Hund des Schäfers war. Wenn es einen gab, dann war er so gut, dass ich ihn nicht bemerkt haben.

    Dante , vielen Dank für deine Hütearbeit und die tolle Wiese, die du für uns vorbereitet hast.

    Hallo Abstinenzler,

    Herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.

    Möchtest du noch ein bisschen mehr über dich erzählen? Wie lange bist du schon abstinent?

    In diesem Forum tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die ein abstinentes Leben führen möchten. Kannst du dich da wieder finden? Siehst du dich als Alkoholiker und möchtest du dauerhaft abstinent leben?

    Viele Grüße

    Nayouk

    Scarlett, der nächste Schritt für dich sollte der Gang zum Arzt sein. Er kann dich bei der Entgiftung unterstützen und verhindern,
    dass der Entzug für dich gefährlich wird.

    Eine Teilnahme hier im Forum kann nur erfolgen, wenn du bei der Entgiftung ärztlich begleitet wirst oder frühestens nach 7 Tagen Abstinenz.
    Lies dir den folgenden Artikel zum Thema durch und melde dich, wenn du dich entschieden hast.

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37

    Hallo Scarlett,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.
    Letzte Chance? Das bestimmst du ganz allein.

    Es ist gut, dass du dir über deinen Alkoholkonsum ernsthaft Gedanken machst.
    Alkohol ist ein Nervengift und zerstört Körper und Seele.

    In dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die ein dauerhaft abstinentes Leben führen möchten.
    Kannst du dich da wiederfinden, siehst du dich als Alkoholikerin und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?

    Viele Grüße

    Nayouk

    P.S. In Süddeutschland finde ich es sehr schön;)

    Hallo Bendecho,

    schön mal wieder von dir zu hören.

    Was ich aber auch gefährlich finde, weil ich der Meinung bin dass dies Achtsamkeit und das Bewusstsein wichtig ist nicht leichtsinnig zu werden. Was meint Ihr dazu?

    Da hast du absolut Recht. Deswegen bin ich fast täglich hier. Hier ist meine SHG und sie hilft mir, nicht zu vergessen, dass ich Alkoholiker bin, und dass ich eine besondere Verantwortung für meine Abstinenz habe.
    Hast du ausser der Suchtberatung eine reale SHG, die du regelmässig besuchst?

    Den schwierigen Anfang hast du geschafft.
    Jetzt ist es erstmal wichtig, dass du dran bleibst, Tag für Tag.
    "Heute lasse ich das erste Glas stehen!".

    Nach 7 Tagen Abstinenz ist die Entgiftung in der Regel weitestgehend durch.
    Das ist ein wichtiger Meilenstein.
    Melde dich morgen wieder, dann kann es für dich hier weitergehen.

    Bis dahin kannst du dich hier schon mal bei den anderen Usern einlesen und dir auch die beiden folgenden Artikel durchlesen.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Hallo Seppel,
    schön wieder von dir zu hören und dass du jetzt den Absprung geschafft hast.

    Aber du schreibst

    war allerdings mehr einer Grippe geschuldet

    ....und ohne Grippe würdest du noch trinken?

    Da schliesst sich meine letzte Frage an dich an:

    Ich nehme an, dass du jetzt ein dauerhaft, abstinentes Leben beginnen willst?

    Ist das so? Willst du dauerhaft abstinent leben?

    Viele Grüsse
    Nayouk

    P.S. Du bist noch im Vorstellungsbereich, der Austausch beginnt für dich erst nach Freischaltung.

    Als ich mich wieder mehr "raus" gewagt habe, war ich ca. 9-10 Monate abstinent. Das Bauchgefühl sagte Warnung, unkalkulierbare Situation.
    Ich bin vorbereitet gegangen und nach einiger Zeit spielte mein Kreislaufsystem verrückt, ansteigender Blutdruck, erhöhter Puls innere Unruhe,
    aber keinen Drang Alkohol zu trinken. Es fühlte sich an, wie Suchtdruck zur nassen Zeit. Es war Suchtdruck, wie ich ihn abstinent wahrgenommen habe, rein psychosomatisch.
    Da kam sicher einiges zusammen, Unsicherheit, Aufregung, so dass sich das Ganze hochschaukelte.
    Es hat sich dann binnen 20 Minuten beruhigt. Ich hätte jederzeit ohne Angabe von Gründen abrechen können und war für das Nach-Hause-Kommen von niemanden abhängig. Ich hatte immer einen Plan B. Ich wollte nicht aushalten, mit Augen zu und durch, denn ich wusste nicht was noch kommen kann.
    So habe ich mich rangetastet, und mit jedem Mal hatte ich mehr Selbstvertrauen und konnte mich besser einschätzen.

    Und dabei rede ich nicht von Locations, die grundsätzlich alkohollastig sind, wie Bars oder Kneipen, sondern von Aktivitäten, die mit Alkohol erstmal nichts zu tun haben.
    Aber auch dort gibt es Gelegenheiten Alkohol zu trinken, z.B. in Veranstaltungspausen.

    Je mehr im Vorfeld Klarheit geschaffen ist, um so entspannter kann ich auf eine Situation zugehen.
    Wenn deine Freundin über deine Alkoholsucht Bescheid weiss und du sie um ein alkoholfreies Umfeld bittest, unterstreicht das deine Ernsthaftigkeit, und der wird sie sich bestimmt nicht entgegenstellen.
    Das gleiche gilt auch für gemeinsame Aktivitäten, die ihr plant.

    und bisschen Kultur und Input von Aussen und so.

    Das klingt sehr unkonkret. Für mich betrachtet kann das schnell in eine ungute Richtung laufen, an deren Ende ich an meine Grenzen kommen könnte.
    Sprich mit deiner Freundin darüber, was ihr machen wollt und was du dir zutraust.
    Und sie sollte auch wissen, dass du urplötzlich den Ort verlassen wollen könntest, ohne weitere Erklärung. Die Handlung ist dann Erklärung genug.

    Höre am Ende auf deinen Bauch. Ich habe festgestellt, dass das Bauchgefühl ein guter Ratgeber ist.

    Also brauche ich Strategien für mich, die ich mit Wissen und Erfahrung entwickle.

    Am Anfang ist die Startegie Risikominimierung, da meine Firewall erst im Aufbau ist. Ich weiss doch gar nicht was kommt und ob sie halten wird.
    Wissen über die Alkoholkrankheit war ein wichtiger Bestandteil, und vieles was ich hier gelesen habe, konnte ich dadurch bestätigen, aber eben nicht alles.
    Wenn ich hier vom 25ten Rückfall lese, immer wieder nach dem gleichen Muster, dann habe ich es als "wahr" angenommen, ich habe es akzeptiert.

    Selbstversuche können tödlich sein. Ich hüpfe ja auch nicht in der Mitte eines frisch zugefrorenen Sees herum, um herauszubekommen, ob mich das Eis trägt.
    Die Erfahrung anderer sagt mir, dass es nicht trägt und ich noch eine Weile warten muss, bis das Eis dicker ist, bis meine Firewall gefestigter ist.
    Und selbst dann taste ich mich in vorsichtigen Schritten nach vorne, immer bereit, sofort wieder zurückzugehen.

    Die Erfahrungen, die das Leben für mich bereit hält, kommen von ganz alleine. Aber die Häufigkeit und Intensität kann ich selbst steuern.
    Aus diesem Grunde wird hier im ersten Jahr zu äusserster Zurückhaltung geraten.
    Ja, das hat Einfluss auf das soziale Leben, und ich tue gut daran, die Zeit für mich zu nutzen, mich auf die kommende Zeit vorzubereiten, meine Firewall genau zu kennen und ein gutes Gefühl dafür zu entwickeln, wie dick das Eis ist.

    Den Notfallkoffer habe ich befüllt. Aber ich muss mich bsw. sensibilisieren, wann es Zeit ist, ihn zu öffnen. Was triggert mich, wann baut sich etwas auf ... welche Strategien gibt es vorher.

    Gerade weil ich das am Anfang nicht genau weiss, ist Risikominimierung die Strategie.

    Die Grundbausteine sind in Bearbeitung, wenngleich ich den Beginn anders als empfohlen gewählt habe. Es steht aber außer Frage, dass diese Abweichung Dummheit war.

    Bei Gelegenheit würde mich die "Dummheit" interessieren, aber jetzt komm erst mal gut an.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Kecke .

    Du kannst jetzt überall schreiben, jedoch in den nächsten 4 Wochen bitte nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Diese erkennst du am „orangeroten“ Namen.

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Viele Grüße
    Nayouk