Scarlett - Letzte Chance?

  • Hallo und guten Abend,

    lese hier schon eine ganze Weile und möchte mich kurz vorstellen: Ü 60, weiblich aus dem (ist Geschmackssache) schönen Süddeutschland. Im Moment am Ende der Fahnenstange angelangt. Das sehe ich persönlich so und ist mir auch bewußt. Wochen habe ich es geschafft, auch oder gerade deshalb, weil ich ganz intensiv hier gelesen habe, nichts zu trinken. Warum dann wieder? Angst (oder Einsamkeit?) essen Seele auf. Danke fürs Lesen.

  • Hallo Scarlett,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker.
    Letzte Chance? Das bestimmst du ganz allein.

    Es ist gut, dass du dir über deinen Alkoholkonsum ernsthaft Gedanken machst.
    Alkohol ist ein Nervengift und zerstört Körper und Seele.

    In dieser Selbsthilfegruppe tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die ein dauerhaft abstinentes Leben führen möchten.
    Kannst du dich da wiederfinden, siehst du dich als Alkoholikerin und möchtest du ein dauerhaft abstinentes Leben führen?

    Viele Grüße

    Nayouk

    P.S. In Süddeutschland finde ich es sehr schön;)

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Danke, natürlich bin ich Alkoholerin. Das zuzugeben habe ich kein Problem. Weg davon ist wirklich mein Ziel. Mir wird oft schon übel, wenn ich das Zeug sehe/rieche. Runter muss es trotzdem, da es eben die negativen Begleiterscheinungen des vorherigen Konsums nach einer Weile beseitigt.

  • Und, um das ganze zu vervollständigen, heute morgen der Gedanke: was soll das alles, möchte verschwinden. Nur mein Raubtier/Katze braucht mich noch, Na, ja wie es in so einem benebelten Hirn halt manchmal so zugeht. Sorry

  • Scarlett, der nächste Schritt für dich sollte der Gang zum Arzt sein. Er kann dich bei der Entgiftung unterstützen und verhindern,
    dass der Entzug für dich gefährlich wird.

    Eine Teilnahme hier im Forum kann nur erfolgen, wenn du bei der Entgiftung ärztlich begleitet wirst oder frühestens nach 7 Tagen Abstinenz.
    Lies dir den folgenden Artikel zum Thema durch und melde dich, wenn du dich entschieden hast.

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo Scarlett,

    willkommen im Forum. Es gibt einen Weg aus der Sucht.

    Den ersten Schritt hast du mit deiner Anmeldung hier gemacht. Geh am Montag zum Arzt und bespreche deine Entgiftung. Unsere Selbsthilfegruppe kann dir dann helfen, weiter trocken zu bleiben.

    Viele Grüße

    Seeblick

  • Danke euch allen, die auf meinen Hilferuf so schnell reagiert haben. Der Weg war mir klar auch, wie das ganze (für mich)bewergstelligt werden wird. Habe vorher hier genügend darüber gelesen. Es ist jetzt Tag 6. In der Hinterhand hatte/habe ich eine sehr fürsorgliche Nachbarin, einen Sohn (der von meiner Sucht glaube ich, nichts weiß). Bei diesem melde ich mich jeden Abend per Whats App mit dem erhobenen Daumen (das hat aber einen anderen Hintergrund). Findet das nicht statt, wird automatisch bei Nachbarin angerufen, die wiederum Schlüssel hat. Insofern war ich abgesichert. Möchte jedoch diesen Weg nur für mich als richtig ansehen. Erstmal liebe Grüße und danke, Scarlett

  • Sehr gut, das du gestartet bist. Hilfe zur Selbsthilfe kannst du hier bekommen, manchmal anders als dir lieb ist.

    Ich habe mich darauf eingelassen und konnte mit Hilfe des Forums Schritt für Schritt meine Abstinenz stabilisieren.

    Melde dich spätestens am Samstag wieder, dann kann es für dich hier weitergehen.

    In der Zwischenzeit kannst du dich hier einlesen.
    Hast du schon unsere Grundbausteine und den Notfallkoffer unter der Rubrik „Artikel“ gesehen?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo Scarlett, erst einmal Glückwunsch zu den 6 Tagen, das ist ein guter Anfang.

    Es ist schön, dass Sohn und Nachbarin für Dich erreichbar sind, einen Arztbesuch ersetzt das jedoch nicht.

    Hast Du Dir dazu den oben verlinkten Artikel angesehen? Das ist wirklich wichtig, nur Mut!

  • Danke Rennschnecke, Nayouk,

    der Arztbesuch hat natürlich auch stattgefunden. Außerdem bin ich seit vielen Jahren in Behandlung bei einem Psychiater in München (die Stadt ist so groß, dass ich es glaube erwähnen zu dürfen, ohne dass jemand Rückschlüsse ziehen könnte). Mein Problem ist nicht die ärztliche Vor-/Nachsorge o.ä., ist alles gegeben. Mein Problem bin ich selbst. Die Hoffnung hier, "des Pudels Kern" zu zerfleddern. Dahinter zu steigen, zu profitieren von Betroffenen. Auch davon abzukommen von meiner Überheblichkeit ; dem "das schaffst du schon". Mich hier anzumelden (obwohl anonym) war nicht einfach.

    Liebe Grüße

  • Danke auch Seeblick,

    auf diese Hilfe im Forum setze ich meine Hoffnung. Das habe ich beim Lesen hier verstanden, dass es eine große Hilfe sein kann, wenn auch virtuell, an die Hand genommen zu werden. Der beste Arzt ist dazu nicht in der Lage (wenn er nicht selbst diesen Mist erlebt hat).

  • Scarlett , wenn jetzt noch nicht so richtig der Austausch mit anderen in Gang kommt, dann liegt das auch daran, dass du noch im Vorstellungsbereich bist.

    Trotzdem eine Frage zu den Grundbausteinen, weil sie gerade am Anfang wichtig ist. Hast du ein alkoholfreies Zuhause?

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • So, nun ist Tag 7 angebrochen, besser gesagt in der Mitte. Stolz darauf bin ich nicht. Solcher Tage gab es viele. Nicht nur sieben sondern 8. 9. 10.......usw. Was ich im Moment fühle ist grenzenlose Leere.

    Grüße Scarlett

  • Scarlett Heute ist heute und morgen ist morgen. Anfangs geht's viel einfacher in Tagesschritten zu denken. Heute Abend nüchtern ins Bett und morgen geht die Sonne neu auf. Und so geht's stete vorwärts.

    Die Leere füllt sich ganz schnell. 👍

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

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