Du bist auf dem richtigen Weg und die 9 Wochen gehören dazu, Glückwunsch dazu.
Meine große Tochter geht leider auf mein Alkoholproblem gar nicht ein. Sie kommt manchmal irgendwie empathielos rüber.
Jeder geht damit anders mit um, auch aus verschiedenen Gründen. Das eine ist, dass der/die Betroffenen nichts mehr damit zu tun haben möchte, weil die Sucht des anderen viel Leid und Sorgen über eine lange Zeit bereitet hat und nun endlich Normalität ersehnt wird, oder aber auch weil der/diejenige selbst zu nahe am Alkohol dran ist und sich nicht damit auseinandersetzen möchte.
Das macht mir etwas Sorgen.
Gegenüber meinen Töchtern bin ich offen und ehrlich mit meiner Sucht umgegangen und die Reaktionen waren auch unterschiedlich. Das habe ich akzeptiert. Heute sehen sie, dass ich stabil abstinent bin und sie vertrauen mir wieder.
Unfreiwillig habe ich ihnen gezeigt, wie ich in die Sucht kam, was Sucht mit mir gemacht hat und wie ich wieder raus kam.
Mehr an Lebenserfahrung kann ich ihnen nicht mitgeben. Als erwachsene Menschen können sie ihre eigenen Schlüsse ziehen.