Meine Suchtstimme meldet sich selten aber immer mal wieder. Entscheidend ist, dass ich sie als meine Suchtstimme erkenne und das Gesäusel nicht als meine eigenen Gedanken wahrnehme. Und dann folgt: Keine Diskussion, abwürgen, fertig, Ende.
Die Frage ist, warum meldet sich die Suchtstimme wieder so häufig?
Stell dir mal selbst ein paar Fragen und gib dir ehrliche Antworten:
Habe ich akzeptiert, dass ich Alkoholiker bin?
Habe ich akzeptiert, dass ich nie wieder Alkohol trinke, weil ich es nicht mehr kann?
Habe ich akzeptiert, dass auch nur ein Glas mich wieder dahin bringen kann, wo ich herkomme?
Habe ich akzeptiert, dass mein trockenes Leben anders ist und Dinge von früher einfach nicht mehr gehen?
Stelle ich die Sinnhaftigkeit meiner absoluten Abstinenz in Frage?
Bin ich bereit, Risiken einzugehen, weil ich jetzt stabil bin und einen Ausrutscher kontrollieren kann?
Würde ich sagen, dass das gar keine Risiken sind?
Hab ich mir solche oder ähnliche Fragen schon selbst gestellt?
Das hört sich jetzt an, wie ein Psychotest, soll es aber nicht sein.
Du brauchst mir nicht zu antworten, aber dir selbst wäre gut.
Vielleicht holpert es irgendwo.