Beiträge von Nayouk24

    Ich weiß nicht mehr, was eigentlich los ist.

    Es gibt auf Deine Frage aus Sicht des Alkoholikers keine vernünftige Antwort.
    Dann bleibt nur noch die Strategie, Angriff ist die beste Verteidigung und schon fragst Du Dich,
    was Du falsch gemacht hast und er hat seine Ruhe. Diesen Kreislauf kannst Du durchschauen und auch stoppen und das Wie kannst Du hier bei ganz vielen Angehörigen lesen.

    Im Grunde trickst man seine Gedanken dabei zwar ein wenig aus

    Ich würde es so sehen, dass du damit bewusst die Prioritäten vorgibst.
    Ähnliches mache ich auch. Der wichtige Punkt ist , zu erkennen, dass ich in Form einer Atemübung ,oder was auch immer, reagieren kann. Denn oft kommt das Suchthirn eben nicht direkt mit einer Flasche winkend um die Ecke, sondern viel heimtückischer, so dass der Zusammenhang zu Alkohol nicht sofort erkennbar ist.

    Hallo Leonie,

    Ich habe größten Respekt davor, was du gerade durchmachst. Deine Psyche hat sich in der abstinenten Zeit neu orientiert und dann der Rückfall. Du hast schnell und konsequent gehandelt. Deine Psyche muss den Ausgang aus dem Gedankenkarussell wieder finden. Und sie wird ihn finden. Du hast die Tür dafür aufgemacht.

    Viele Grüße

    Nayouk

    Hallo Bono,

    So pauschal würde das keiner beantworten können, da es individuell verschieden ist. Ich habe mich am Anfang intensiv mit meiner Alkoholkrankheit auseinandergesetzt und in jedem zweiten einen werdenden Alkoholiker gesehen. Ich muss mich in aller erster Linie auf mich konzentrieren. Selbst wenn es bei Deiner Bekannten schon Alkoholmissbrauch wäre, was würdest du mit der Information tun?

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Ich wusste schon während meiner Trinkzeit, dass mich das ein Haufen Geld kostet. Nachgerechnet habe ich es nicht. Ich wollte es gar nicht wissen. Es ist einfach ein Fakt, genauso wie es ein Fakt war, dass ich mir die Gesundheit ruiniere und trotzdem habe ich getrunken. Jetzt bin ich abstinent und wenn es drauf ankommt, standhaft zu bleiben und nichts zu trinken, dann würde mich der Gedanke an 2000 € jährlich nicht davon abhalten, doch vielleicht wieder zu trinken. Die Sucht kennt keine Kosten.
    Wenn ich aber akzeptiert habe, dass ich Alkoholiker bin, Achtsamkeit und Selbstfürsorge betreibe, die Grundbausteine lebe, so wie für mich möglich, dann kann ich eine zufriedene Abstinenz erreichen und die 2000 € sind ein willkommenes Zubrot, mehr aber auch nicht.

    Bei der Rechnung darf ich nicht vergessen, dass Tee und gute Limonaden auch ihren Preis haben.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Hallo Stef,

    Das kenne ich gut, was du beschreibst. Jetzt beginnt die Zeit des Aufarbeitens, des Verzeihens, auch dir selbst gegenüber.
    Wichtig ist, dass du ein restlos alkoholfreies zu Hause hast. Ob das schon so ist, kannst nur du dir selbst beantworten. Mach dir einen Plan für die Tage, den du auch bereit bist, abzuarbeiten. Und nehme dir etwas vor für jeden Punkt, den du nicht erfüllst, z.b. 15 min um die Häuser gehen.
    Lege dir Dinge aus dem Notfallkoffer parat und schreibe hier, wenn es Dir nicht gut geht.
    Kleine Ausflüge in die Natur könnten auch auf deinem Plan stehen.

    Viele Grüsse

    Nayouk

    Das ist Zuckerbrot und Peitsche, was er mit Dir macht. Glaubst du allen ernstes, es hat sich alles geändert, nur weil du gegangen bist? Es hat sich nichts geändert und das weißt du eigentlich. Es wäre brandgefährlich. Verwende Deine Energie darauf, dir Hilfe zu holen. Jetzt, heute noch! Du weißt, wo du dich melden kannst.

    Hallo Stef,

    da wurde Dir ja einiges in den Traum reingepackt. Das "alte" Leben ist zu Ende, trauriges Abschiednehmen und zum Schluss das ganze noch mit Alkohol begiessen.

    In den ersten Monaten meiner Abstinenz hatte ich mehrere "Alkoholträume". Diese Träume waren klar und in Erinnerung, so wie bei Dir. Mittlerweile hat sich das gelegt.
    Es ist für jeden Alkoholiker eine grosse Anstrengung sein Leben neu aufzustellen und alte, alkoholbehaftete Muster abzulegen. Das will alles verarbeitet werden und die Psyche holt das in Form von Träumen nach. Es lohnt sich da genauer hinzuschauen. Bei dir lese ich, dass zum Schluss alles okay war. Du hast dich den Verführungen erfolgreich widersetzt.
    Trauerst Du dem "alten" Leben nach? Macht es Dich traurig, dass Du jetzt keinen Alkohol mehr trinken darfst ?

    Viele Grüße

    Nayouk

    Hallo Leonie,
    danke, dass Du so offen schreibst.
    In meiner Reha wurde das Thema Rückfall auch behandelt. Es heisst: "....ein Rückfall kommt vor, es kann passieren und es ist keine Schande....".
    Wichtig ist sofort zu reagieren und das hast Du gemacht.
    Es gibt einen Spruch bei den AA`s, der von dem Umgang der Gesellschaft mit Alkoholikern handelt.
    Die Gesellschaft stellt sich hochmütig über den Alkoholiker und er wird als Mensch zweiter Klasse angesehen.
    Das Gegenteil ist der Fall. Mit dem was er an sich leistet, ist er stärker als macher aus der hochmütigen Gesellschaft.
    Er ist ein Mensch erster Klasse und ich füge hinzu, ob mit oder ohne Rückfall.
    Es ist nicht schlimm zu fallen aber es ist schlimm nicht wieder aufzustehen.
    Du bist wieder aufgestanden und jetzt geht es weiter und bei Dir sogar mit 1,5 Jahren Abstinenz im Rücken und einer Familie die Dich mitträgt.
    Das ist sehr viel wert.

    Ich hätte mich öfter melden und dabeibleiben müssen.

    Ich würde mich freuen, wenn Dein Satz ab jetzt lautet:
    "Ich werde mich öfter melden und dabeibleiben".

    Liebe Grüsse

    Nayouk

    Wie gefährlich ist es,wenn man aus Versehen eine Praline mit Alkohol oder eine Sou

    se mit Wein zu sich nimmt?

    Das kann dir hier, auf dich bezogen, keiner beantworten.


    Ich bin kein alter Hase und mir ist es auch noch nicht passiert, aber ich weiß, dass es passieren kann.
    Alex hat es ganz gut beschrieben.


    Alles, was aussieht wie Alkohol, was schmeckt wie Alkohol, was riecht wie Alkohol, da halte ich mich fern. Und wenn alle drei Sachen nicht zutreffen, aber ich weiß, dass Alkohol drin ist, ebenso.

    Und bei mir kann es auslösen, dass mir meine Alk-Sicherungen durchbrennen

    und das ist ein wichtiger Punkt für mich,
    Ich kann darauf psychisch reagieren und deshalb vermeide ich das Risiko.


    Wenn ich es bewusst mache, z.B. die Alk-Praline, weil wird schon nix passieren, dann ist das Suchthirn schon voll am agieren, ich nehme es selbst nicht mehr so ernst.

    Alleine das Bewusstsein, dass ich Alkohol in kleinen Mengen zu mir genommen habe, kann schon einen biochemischen Prozess auslösen, dessen Folgen ich nicht mehr kontrollieren kann, weil ich Alkoholiker bin.