Beiträge von RH89

    Hallo Saby,

    Es ist gar nicht so ungewöhnlich, das Co abhängige aus suchtbelasteten Familien kommen denke ich, man liest es jedenfalls oft. Bei mir ist es auch so, auch wenn andere Suchtmittel Thema waren.

    Die Art die du beschreibst, kenne ich auch aus meinem Elternhaus.

    Ins witzig gezogene Erniedrigungen und irgendwie wird einem das mitlachen aufgezwungen. Da dreht sich mir der Magen um, wenn ich lese was ihr da aushaltet.

    Du bist nicht sicher ob er Alkoholiker ist, aber es spielt eigentlich gar keine Rolle, denn er trinkt und ihr fühlt euch in seiner Gegenwart dann sehr unwohl.

    Du sagst ihm das und er schreit dich deswegen an, weil ihr euch unwohl mit ihm fühlt. Alleine das finde ich sehr hart.

    Ich kenne das von mir, dass ich in eigentlich unfassbare Situationen oder Diskussionen oft komplett weg geschoben hab wie schlimm das eigentlich ist, und angefangen habe an mir zu zweifeln.

    Ich find gut, dass du da klar mit bist dass seine Argumentation die Tatsachen verdreht und frech ist.


    Ich denke wir fast alle haben versucht vorzuschlagen, der Partner solle mal reduzieren oder aufhören. Wenigstens einen Abend, ein Wochenende, unter der Woche,...

    Ich hab es versucht mit sachlich argumentieren, an sein verantwortungsgefühl der Kinder gegenüber appellieren, offen die Gefühle dazu ansprechen, drohen, sogar belohnen fürs mitmachen war dabei, absurd eigentlich - meine "Zuwendung" ihm gegenüber hatte nichts damit zutun, dass ich das fühlte sondern war manipulativ-um ihn das von mir gewünschte Verhalten schmackhaft zu machen. So böse es klingt, es war nicht mal bewusst. Ich hab mich selber belogen und verbogen. Aber am Ende kann man die Sucht nicht weg meckern, argumentieren oder lieben.

    Was man tun kann, kann man nur für sich tun, und seine Kinder. Man muss sich manchmal erstmal wieder finden, neu überdenken, was man vom Leben will, wie es aussehen soll.

    Ich hab dazu geneigt die Frage ohne langes Überlegen mit "mit diesem Mann alt werden" zu beantworten, weil das mal mein Plan war, das habe ich irgendwann wirklich gefühlt. aber der plan war eigentlich total veraltet und ich habe mich in der Beziehung zu lange nicht gefragt was ICH wirklich (und jetzt aktuell) will, immer gedacht ich würde Kompromisse machen - wie das bei einem zusammen leben ja eben so ist, aber gar nicht gemerkt das ich eigentlich nur meine Grenzen verschoben habe um mich mit seinem kompromisslosen Verhalten irgendwie zurecht zu finden.

    Oh jump, das tut mir leid.

    Ich habe ja auch Katzen,ich versteh wie du mit leidest.

    Wir hatten einmal eine andere Katze, die auch sehr sehr scheu und ängstlich war. Sie hat nur mir vertraut. Wegen einer fip Diagnose (die sich einige Wochen und tausende Euro später als falsch raus stellte) musste ich ihr eine Weile jeden Abend eine Spritze geben.

    Sie hat mich gekratzt, gebissen, ist weg gelaufen, hat das Vertrauen zu mir verloren. Von abend zu Abend wurde es noch schlimmer, ich hatte irgendwann richtig Angst davor, vielleicht sogar noch mehr als sie.

    Und es hat mir so das Herz gebrochen. Und du kannst nicht erklären, dass es sich schlimm anfühlt aber man ja nur hilft. Als sie krank wurde fing die andere Katze an zu mobben, das war auch ganz schlimm.

    Meine Arme kranke Katze durfte sich nirgendwo mehr wohl fühlen, nicht mal auf dem Katzenklo. Wir haben sie abgegeben. Und sie ist aufgeblüht wo sie jetzt ist.

    Das ist schwer und man fühlt sich furchtbar aber bin da bei elly..

    Gute Besserung fürs käterchen, und ich freue mich das du heute die Schlüssel bekommst!

    Jump! 😂 Schade, Aber einenversuch wars wert.


    Ich wollte dir oder euch nicht auf den Schlips treten. Mit dem Satz, dass es ganz schön sein könnte seine Sucht auszuleben ohne die tägliche Konfrontation mit der Partnerin war überhaupt nicht so gemeint, dass es für ihn schön ist süchtig zu sein. Mir ist völlig klar, dass das für einen Alkoholiker auch nicht schön ist.

    Es war mehr darauf bezogen, dass er nicht mehr täglich damit konfrontiert wird...

    Liebe Alexa.

    Gestern gelernt, klingt blöd, aber versuch es mal:

    Halte dein rechtes Auge mit der Hand zu, aber lass beide Augen offen und zähl mindestens bis 15.

    Das macht irgendwie den Kopf wieder frei 🤷

    Als ich deinen Beitrag heute gelesen habe, kam es mir so vor als wäre für dich jetzt klar: er hat einen Rückfall, es geht ihm wahnsinnig schlecht damit, aber jetzt müsse man eben wieder auf den nächsten tiefpinkt warten, damit er dann wieder einen Entzug macht.

    Vielleicht irre ich mich ja.

    Aber Fakt ist er darf sich jeden Tag entscheiden, ob er seinen Rückfall fortführt oder sich wieder sucht.

    Aber Fakt ist auch: du entscheidest gerade gar nichts. Nicht wie dein Alltag oder Leben aussieht. Entweder ist er nüchtern, dann darfst du dich auf deinen Partner freuen, oder er ist es eben nicht, dann musst du dich halt versetzen lassen.

    Bei deinem Post davor hatte ich schon überlegt, wie ich das mit dem täglichen Telefonieren finde...

    Ich finde 1. Hattest du eine Grenze gesetzt : du willst doch nicht mit ihm umgeben, wenn er getrunken hat, und mit dem telefonieren dehnst du sie wieder. Du willst doch eigentlich ab einem gewissen Pegel gar nicht telefonieren, oder?

    Und das 2. Ist finde ich, dass es auch wieder eine Form der Kontrolle ist. Mehrmals täglich sprechen - dann kannst du den Level über den ganzen Tag irgendwie "im Blick" haben.


    Mir kam der Gedanke, ob es sein könnte, daß dein Partner dir das Gefühl gibt, er leidet da gerade auch sehr drunter, weil es einfach die Knöpfe sind, die bei dir funktionieren. Muss ja keine bewusste Manipulation sein. Aber da passen Worte und Taten nicht zusammen.

    Wie gesagt. Er weiß inzwischen ja ziemlich gut wo er Hilfe bekommt, es gibt nichts worauf er warten müsste.

    Vielleicht ist es ja ganz schön, die Sucht ausleben zu können ohne täglich mit einer unzufriedenen Partnerin konfrontiert zu sein, aber sie eben doch auf Wunsch jederzeit greifbar zu haben.

    Ich würde dir sehr ans Herz legen: zieh die Grenze nochmal richtig, merkst du er hat getrunken gibt's keinen Grund an dem Tag nochmal zu telefonieren

    Verplan mal deine Zeit, warte nicht oh er sich heute für dich entscheidet oder versetzt. Mach einfach mal DEIN Ding. Wirst du regelmäßig versetzt gibt es absolut keinen Grund dir am nächsten Tag wieder deine Zeit für ein vielleicht zu blocken.

    Du antwortest lananana, dass es dir an dem Tag sehr schlecht ging. Ehrlich gesagt hörst du dich heute auch nicht glücklich an. Vielleicht relativiert du gerade etwas? Alles nicht so schlimm, hast es ja noch besser als er?

    Alles ins Grüne geraten, wenn das nicht passt für dich...versuch aber mal meinen neuen zaubertrick 🤪

    Alles liebe für dich

    Ach liebe Alexa, tut mir leid zu hören das es dir so geht.

    Ich glaub ich kann das gut nachfühlen. Wir hatten ja auch den Plan in beziehung zu bleiben, und ich hatte das gefühl wir nehmen das beide als echte chance.

    Und dieser Traum ist schnell zerplatzt.

    Deswegen bist du keine Verräterin. Du hast genau so wie er ja das Recht dein leben so zu gestalten wie du es gestaltet möchtest. Und wenn du nicht wegen Alkohol versetzt werden möchtest, ist das doch nur verständlich.

    Und wie er sich jetzt nicht für dich verbiegt, brauchst du dich doch auch nicht verbiegen.


    Ich möchte auch die Bindung zu ihm nicht loslassen, und das ist vielleicht egoistisch? Ich brauche so keinen Liebeskummer haben, weil wir sind ja noch zusammen. Ihm geht es schlecht und ich kann mich rausnehmen?

    Das ist doch nicht was wirklich ist, oder?

    ... Dir geht es gut. Ihm geht es schlecht und Du kannst dich da einfach rausnehmen...

    Das liest sich doch eigentlich gerade ganz anders bei dir, finde ich...

    Liebe Zabou,

    Warum kriege ich es nicht hin , warum muss ich immer wieder helfen und unterstützen, mit dem Wissen das es falsch ist 🙈

    Sei bitte nicht so streng mit dir, mach dich nicht klein. Schau, was du schon geschafft hast! Den Rest wirst du auch noch schaffen, Schritt für Schritt.

    Ich glaube jeder Co kennt diese Momente. Das sind denkweisen, die wir doch unser Leben lang ganz selbstverständlich hatten und nie hinterfragt haben. Was passiert mit ihm wenn ich nicht helfe? Wichtig ist halt nicht blind daraus zu handeln sondern sich immer und immer wieder bewusst zu machen - du kannst nicht helfen, du musst auch gar nicht helfen, nur dir selbst. Und letztendlich auch, dass es Übergriffig wäre, deine Hilfe, Ratschläge, etc aufzudrängen, wenn der Partner eben einen anderen Weg für sich gewählt hat

    Auch die bösen Gedanken, alles wäre leichter, ... Eigentlich ziemlich gegensätzlich zu dem dringenden Bedürfnis zu helfen....

    Wie schon gesagt wurde, das kommt von dem Glauben, der süchtige Partner wäre das eigentliche Problem und lenkt Weg von den eigenen Problemen.

    Wichtig ist, nicht direkt aus diesem Denken und den Emotionen zu handeln. Und das tust du doch nicht mehr, du bist ausgezogen, du lernst sich abzugrenzen.

    Ich hab immer bei mir ein Kärtchen, dass ich vor langer Zeit schon von einer Freundin bekommen habe. Für solche Momente. Das habe ich schon länger als meinen (noch) Mann. Aber lange nicht mehr darauf geschaut, bis vor einer Weile.

    Darauf steht:

    1.ist Dieser Gedanke wahr?

    2. Kannst du 100% sicher sein, dass es wahr ist?

    3. Wie reagierst du wenn du diesen gedanken denkst?

    4. Wer wärst du ohne diesen gedanken?

    5. Kehre den ursprünglichen gedanken um! Ist dieser umgekehrte gedanke genau so wahr oder wahrer? Kannst du weitere umkehrungen finden?

    Mit hilft es oft festzustellen, dass ich eigentlich bloß so mutmaße, dass es zu meinen Co Anteilen passt (also ohne mich wird er untergehen zb), aber das es eben nichts weiter als eine mutmassung ist. Genau so gut könnten ganz andere Fälle eintreten.

    Vielleicht hilft es dir ja auch

    Ich hab dich gelesen, es tut mir sehr leid was ihr gerade durch macht. Unfassbar!

    Ich finde es ganz wertvoll, dass du deine Situation hier teilst, und schön, wenn es dir hilft.

    Ich denk auch an euch und wünsche euch viel Kraft und Zusammenhalt.

    Hallo zusammen,

    Heute ist mir sehr nach Jammern zumute, also lade ich hier mal etwas Ballast ab und hoffe mich danach leichter zu fühlen 🙈

    Die letzten Wochen waren sehr hart für mich, mir fehlt es an jedem Tag ein eigenes Zuhause zu haben.
    In dem Haushalt in dem ich jetzt lebe, komme ich nur schwer zurecht mit den Kindern. Ich brauch wirklich dringend meine eigenen 4 Wände.
    Das wird von Tag zu Tag quälender...

    Und zudem kommt der ganze papierkram, Behörden Geschichten, die für mich unerträglich werden. Ich bekomme Briefe, Zahlungsaufforderungen, alles mit fristen natürlich - und sitze auf heißen Kartoffeln und warte darauf endlich Antwort vom Amt zu bekommen. Der Sachbearbeiter ist dann krank. Anschließend im Urlaub. Offenbar wird er nicht vertreten, also heißt es warten.
    Und während ich so warte kommen immer wieder neue Aufforderungen.
    Habe ich 1 Punkt auf meiner ohnehin schon endlosen to Do Liste abgehakt, kommen 2 neue dazu.

    Ich versuche mich zu organisieren und zu priorisieren, sitz vor der Liste und eigentlich haben gerade wenigstens 5 Sachen 1. Priorität.

    Ich leih mir Geld um die dringendsten Sachen zu zahlen und bekomme den nächsten Brief. Ein Unfall den er vor Monaten verursacht hat... Betrunken.
    Die Versicherung schreibt: mir war bekannt das er nicht fahrtüchtig ist oder hätte mir bekannt sein müssen. Deswegen hafte ich dafür, und soll mehrere tausend Euro zahlen.

    Ich hab das Gefühl ich versuch mich aus einem Loch zu buddeln um wieder an die Oberfläche zu kommen, und direkt über dem Loch steht ein riesen Bagger und Schaufelt mich weiter zu.

    Ich kann immerhin aktiv Wohnungen suchen.
    Die Angebote sind sehr sehr mager. Und wenn ich mir die Gegenden und Wohnungen ansehe, in denen diese wenigen Wohnungen angeboten werden, könnte ich nur weinen. Die erste wohmungsbesichtigung habe ich hinter mir. Ich wollte vor der Tür am liebsten nicht aussteigen und hab mich auch im Auto sehr unwohl gefühlt während ich auf den Termin wartete.
    Und trotzdem ist das alles worauf ich mich gerade freuen kann, eine ganz schlimme Wohnung, in einer ganz schlimmen Gegend - vielleicht, denn eine Zusage habe ich bisher nicht erhalten.

    Und unfassbar traurig bin ich vor allem, weil nach kurzer und sehr heftiger Erkrankung eine gute Freundin gestorben, die ich über 15 Jahre kannte. Zuletzt hatten wir wenig Kontakt, ich habe im vergangenen Jahr ja zu quasi niemandem Kontakt gehabt.
    Heute war die Beerdigung. Ich kann es gar nicht fassen, dass wir sie heute wirklich beerdigen mussten. Es erinnert mich auch immer daran wie undankbar ich mit meinem Leben umgehe, und vor allem umgegangen bin.

    Ich bin einfach nur erschöpft und traurig. Und ich bin immernoch froh, mich getraut zu haben, aber ich wünsche mir so sehr einen kleinen Lichtblick.

    Find ich toll, dass du stark geblieben bist!

    Ich seh das wie Lananana. Ich hab mir in einer ähnlichen Situation gesagt, wenn ich jetzt nachgebe, werde ich dieses Gespräch nochmal führen müssen, wieder Angst vorher haben es auszusprechen, vor seiner Reaktion, das es real wird, etc... Das hatte ich jetzt hinter mir und wollte es nicht nochmal vor mir haben

    Ganz kurz zum Thema Scheidung. Wenn ER Rosenkrieg will, dann braucht er dafür keinen "angemessenen Grund" deinerseits.

    Also tu was du für richtig hälst. Auf seine Reaktion hast du wenig Einfluss.

    Bin bei lolli, in ein paar Tagen werden die wieder Dinge einfallen, wegen denen du ihm nochmal schreiben willst - direkt ins Auge gefallen ist mit zb deine Aufforderung an ihn, seine Abos, die du zahlst selbst zu kündigen.

    Es ist okay, dass du gekränkt bist, dass du dich ohnmächtig fühlst, und das du wütend bist weil du ungerecht behandelt wurdest. Du hast diesen Gefühlen jetzt sehr viel Raum gegeben, es wird Zeit sie weiter ziehen zu lassen

    Eine gute Freundin würde mir jetzt sagen ich soll sie noch einmal feste umarmen zum Abschied.

    Es ist wichtig das deine Gefühle alle Berechtigung haben. Nur wollen andere Gefühle ja auch mal ein bisschen Raum haben, und musst du ja auch weiter kommen. Darum kannst du nicht mehr daran fest halten. Jetzt hast du vieles gesagt, was du ihm sagen wolltest. Jetzt hol dich da raus.

    Versuchs mal, wie Momo sagt, ein gummi am Arm flitschen. Du kannst auch laut STOP sagen zb. Es gibt Möglichkeiten die schleifen zu unterbrechen und seine Gedanken bewusst zu lenken.

    Ich zb schaue was gerade passt. Entweder habe ich Zeit und Muße, gerade nach meinem inneren zu schauen, wo der Schuh gerade drückt, oder wenn es die Situation nicht zu lässt, male ich mit auch einfach meine Zukunft aus. Beschäftige mich mit Dingen, die mir gute Gefühle geben...

    Ich habe sicher mit vielem zu tun, aber damit dass mein Mann mir im Suff unterstellt ich würde fremdgehen und dann abhaut und nicht wieder kommt, damit habe ich nichts zu tun

    Das habe ich erstmal gelesen und dacht mir wow! Ja genau!

    Du hast mit ganz vielem zu tun. Richtig!

    Damit hast du nichts zutun. Richtig!

    nur der letzte Satz, dann... Da dachte ich Eigentlich hast du da was tolles geschrieben, aber du wertest es so negativ.

    Ich finde heute gab es hier viele wichtige Dinge zu lesen, wollte ich mal am Rande anerkennen

    Hallo wieweiter,

    Ich habe deinen Faden gelesen.

    Ich frage mich, was ist aus der Wohnung geworden in die du anfangs einziehen wolltest? Du hattest schon Möbel dort aufgebaut, oder?

    Jetzt bist du im Gästezimmer, sagst ihm du möchtest die Trennung wartest auf sein OK dazu, obwohl du 2 eigene Wohnungen hast?

    Warst du bei der Polizei um dich zu informieren? Hast du mit ihm über die verschiedenen Möglichkeiten gesprochen??

    Es liest sich ein bisschen so, als seist du überzeugt, dass es sein Einverständnis für die Trennung oder jeden weiteren Schritt braucht.

    Aber das reicht wenn sich einer trennen will. Und er kann diese Beziehung nur weiter führen wenn auch du einverstanden bist.

    Du sagst er ist so liebesbedürftig, gibst du ihm die denn noch? Wenn du ihn nicht mehr willst, musst du deine Grenzen wahren.

    Es funktioniert ja scheinbar wunderbar für ihn dir einfach zu sagen er will aber bei dir bleiben und dann ist das so.

    Ich würde ihm die verschiedenen Optionen nennen; er kann deine Eigentumswlhnung mieten und du bleibst in der mietswohnung oder du ziehst in deine wohnung und die Mietwohnung wird gekündigt. Gib ihm doch etwas Bedenkzeit. Setz da eine Frist, bis wann er dir bescheid sagen soll.

    Und wenn er zur Frist immernoch sagt nein ich will bei dir bleiben, dann kannst du ihn nicht zwingen, deine wohnung zu mieten, aber du musst auch nicht weiter auf ihn warten. Dann kannst du einfach das tun was dir am liebsten ist.

    Der wohnungsmarkt sieht ja überall nicht rosig aus - aber du gibst ihm ja die ganz einfache Option, deine Wohnung zu mieten! Was für ein Glück er damit hat, wenn er sich dagegen entscheidet, dann muss er eben die Konsequenzen tragen.

    Ich finde das wäre mehr als fair ihm gegenüber.

    Wenn du wirklich nicht mehr willst müssen deinen Worten aber auch Taten folgen. Wieso sollte er deinen Trennungswunsch ernst nehmen wenn ein paar rührseeloge Worte über liebe reichen, um weiter wie gewohnt zu machen?

    Komisch, was man alles vergisst.

    Ich habe auch neulich mal zu ihm gesagt ich erinnere mich kaum was ich vor der Beziehung so gegessen hab, als ich ja auch für mich selbst sorgen musste.

    Er erinnerte sich genau, wie entsetzt er war, dass es bei mir Chips zum Frühstück gab! Ich habe noch nie verstanden, warum Leute abends etwas lecker finden und morgens so tuen als könne man das doch nicht essen!


    Das gute ist, wir leben in Zeiten, wo man sich an nichts erinnern muss. Frag google. Ich frag google alles,wenn ich koche. Bei den Rezepten online wird ja auch oft ein minimum an know how vorausgesetzt 🙈


    Bei mir ist gerade unerträglicher stillstand. Alles wofür ich Platz habe, habe ich raus geschaffen. Jetzt warte ich den wbs beantragen zu können (es fehlt immernoch ein Schreiben) und jetzt überrollt mich gerade eine tiefe innere Unruhe. Ich brauche wirklich ein Zuhause.

    Aber naja, das mal näher in meinem Faden bei Zeiten.


    Hab einen schönen Tag🙋🏻‍♀️

    Freut mich, dass es trotz dieser Katastrophe voran geht bei dir!

    Alles was du zum Thema kochen geschrieben hast könnte von mir stammen. Für mich selber habe ich auch nie gekocht, sondern von Zigaretten und energy drinks gelebt. Ich bin auch mittlerweile deutlich unter dem Gewicht, dass ich vor den Schwangerschaften hatte und werde regelmäßig angesprochen, weil ich so dünn bin.

    Seit meinem Auszug lerne ich das Kochen, neben all dem Stress, den ich hab, in einer fremden Küche. Und noch gesund wegen der Kinder 🙄😄.

    Naja ich werd darin keine Meisterschaft gewinnen aber wenn ich das kann dann kannst du das auch lernen.

    Spaß daran habe ich definitiv auch nicht. Vielleicht kommt das ja noch, wenn man erstmal die basics drauf hat.

    Ich versuche jetzt einfach große Portionen zu machen und viel einzufrieren. Für die tage wo ich mal gar keine lust oder zeit habe.

    Ich hoffe, dass ihr die andere wohnung schnell wieder trocken bekommt, damit du endlich deinen eigenen Rückzugsort bekommst

    ich wusste nur, ich will nicht mehr diesen Kindergarten und ich zieh mich da jetzt raus und handle erwachsen.

    Ich finde das klingt nach Eigenverantwortung übernehmen. Nicht mehr auf seine Reaktion warten, oder alles davon abhängig machen, wann und ob er sich meldet, was er zu all dem zu sagen hat,... sondern zu wissen was man selber will und entsprechend zu handeln.

    Da kommst du raus aus den schleifen "was wird er als nächstes tun, was will er eigentlich, warum tut er das,..." und landest bei dir selbst.

    Find ich schön zu lesen.

    Was auch viele nicht verstehen, ist meine Aussage: Wenn er 1 Jahr nüchtern ist,können wir gerne sprechen.

    Ich sehe es als Schutz für mich und als faire Aussage ihm gegenüber.

    Hallo liebe Momo,

    Ich bin hier hängen geblieben.

    Ich war in den Gesprächen mit meinem ex auch mal dazu geneigt sowas zu sagen. Aber dann dachte ich mir, was bedeutet das für mich?

    Ein Jahr lang weiter beobachten, was er tut, denn wenn er in einem Jahr sagen würde, er wäre seitdem trocken, wie sollte ich das einfach so glauben?

    Wäre meine Hoffnung, dass er mein Angebot wahrnimmt und nüchtern bleibt, vielleicht am Ende, wenn ein Jahr nüchternheit den Kopf klarer werden lässt, das er mir sagt "danke das du so hart reagiert hast, sonst hätte ich mein Leben noch mehr ruiniert" ..?

    Mich persönlich würde es wahrscheinlich daran hindern wirklich los zu lassen und nach vorne zu blicken.

    Ich dachte mir auch, wie schön ist die Anfangszeit einer Beziehung, wenn man sich gegenseitig gut behandelt, keinen Grund hat für Misstrauen, Angst, Eifersucht, etc. Wieviel Leichtigkeit darin steckt.

    Ich könnte das mit meinem Mann so nie wieder haben. Auch nach einem Jahr nicht, denn es ist einfach so viel passiert.

    Bei euch war noch körperliche Gewalt im Spiel. Könntest du in einem Jahr das Thema ablegen, und ihm da voll vertrauen?


    Über die verantwortung der näheren Angehörigen habe ich auch nachgedacht.

    Ich finde allerdings gar nicht das du dich zu dem nahen Umfeld dazu zählen solltest.

    Bei meinem ex habe ich neulich mitbekommen, wie seine Mutter anrief und versuchte ihn zu überreden mit in eine Kneipe zu gehen wegen der EM. Ich fand das auch unverantwortlich und habe mich innerlich darüber geärgert - immerhin ruft sie noch regelmäßig bei mir an und sagt mir sie betet für ihn, dass er die trinkerei wieder aufhört.

    Aber ist das ihre Verantwortung? Ich meine rücksichtsvoll ist das nicht, und ich finde es auch unverständlich, wie man es seinem eigenen Kind (oder sonstigen geliebten Menschen) noch schwer machen kann, wenn man weiß das was ich von xy möchte tut ihm nicht gut, es ist sicher nicht besonders sozial. Schade finde ich es auf jedenfall. Aber ob das ihre Verantwortung wäre, da bin ich mir nicht sicher.

    Aber ganz sicher ist es die Verantwortung des Alkoholikers standhaft zu bleiben und abzulehnen, wenn er ein trockenes Leben möchte.

    Vielleicht sehe ich deine Aussage (es klingt wie ein Versprechen für mich) mit der einjährigen Trockenheit auch falsch, oder einfach nur ganz andere Punkte als du darin siehst. Vielleicht magst du darauf nochmal eingehen, vielleicht versteh ich dich dann besser. Oder nicht, wäre ja auch okay 😄


    Liebe Grüße

    Jana so habe ich dich auch nicht verstanden, wollte eher vorbeugen das du es so auffasst, alles gut 😊

    Ich verstehe was du meinst, dass ist auch erschütternd so ignoriert zu werden nach Jahren einer Beziehung. Ghosting im kleinen (mal ne Woche) kenne ich auch und weiß, wie schlimm es sich anfühlt, wenn man überhaupt nicht versteht warum das gerade passiert und man absolut keine Chancen auf Antworten hat. - wobei, befriedigende Antworten würde es wahrscheinlich kaum geben, zumindest war es bei mir immer so, dass die Antworten die dann kamen unaufrichtig und unlogisch waren.

    Gedankengänge eines nassen Alkoholikers sind auch nicht immer ganz nachvollziehbar..

    Ich finde, die Art wie du verlassen wurdest sagt so viel mehr über den Charakter deines Mannes aus, als über dich oder eure Beziehung!

    Und ich verstehe, dass du lieber selber diesen Schritt gegangen wärst wenn du bereit gewesen wärst.

    Jetzt bist du gezwungen, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen und hast diesen alkoholkranken Mann, auf den du ständig Rücksicht nimmst nicht mehr - Es ist jetzt hart aber es ist auch der Anfang von einem besseren Leben, da bin ich ganz sicher. Es wird dir gut gehen!


    ....

    Gestern bin ich mit fertig mit den schuppen geworden.

    Dachboden, Keller, schuppen. In 3 Tagen alles geschafft. Ich war super stolz auf mich gestern Abend.

    Und dann fiel mir was auf... Ich hab eigentlich seit einem bandscheibenvorfall vor ein paar Jahren immer rückenschmerzen - die sind weg. Also ich merk sie nicht mehr.

    Ich merk auch sonst wenig. Finde Kratzer, splitter, blaue Flecken, keine Ahnung wo das alles her kommt. Kein Körpergefuhl. Ich hab erst gemerkt, wie sehr ich unter Strom stand. Als sei jeder muskel zu jeder Zeit aufs maximale angespannt.


    Jetzt ist damit eine große last abgefallen und plötzlich merk ich wie alles weh tut.

    Was meinen Mann betrifft, komisch ihn noch so zu nennen, naja, ich merke trotz des Mitgefühls für sein Leiden, und das ich ihn wie einen kleinen verlorenen jungen sehe, dass ich nicht mehr das Bedürfnis habe, deswegen zu handeln. Also ihm sein Leid nehmen zu wollen.

    Das ist gut. Mitgefühl finde ich okay, es zerreißt mich nicht. Ich glaube die ganze drumherum Situation lässt mich so angespannt sein.

    Mir fehlt es sehr ein Zuhause zu haben. Aus ganz vielen verschiedenen Gründen. Das nagt wirklich sehr an mir und ich glaube dieses Gas geben und so viel Energie in die letzten 3 Tage zu stecken, war auch eine Flucht vor diesem Gefühl.

    Ich würde so gerne die Türe hinter mir zu machen können und die Beine mal hoch legen.


    Hier ist nichts baby gerecht eingerichtet. Beim Duschen muss ich 2 bis 5 mal unterbrechen, mit Schaum in den Haaren aus dem bad, kleine klettert wieder rum oder geht an irgendwelche Schubladen...

    Keinen Kaffee in ruhe trinken.

    Mir fehlt das alles sehr.

    Das Haus fühlt sich noch weniger wie ein Zuhause an. So gar nicht. Mein Mann wurde auch auf die kinder aufpassen und ich konnte hier mal duschen. Aber irgendwie ist es noch fremder hier. Und irgendwie will ich auch gar keine Hilfe von ihm glaube ich. Keine Ahnung, um mir zu beweisen ich kann alles alleine? Oder um ihm nicht das Gefühl zu geben ich könnte ihn irgendwie brauchen? Ich weiß es noch nicht.

    Danke für eure Antworten.

    Jana , ich wollte gar nicht sagen du hast es leichter - ist ja auch kein Wettbewerb. Ich wollte eher sagen, wie es auch gekommen wäre, ich hatte wohl immer das Gefühl seine Reaktion macht es mir besonders schwer - egal wie er reagiert (oder gar nicht reagiert)


    Ich find das mit den Möbeln gar nicht so unfassbar. Das eine zwingt ihn sich mit unangenehmen Themen auseinander zu setzen, was er offenbar nicht will oder kann, das andere geht in die richtung etwas dafür zutun, weniger Veränderung im Leben ertragen zu müssen. Eigentlich logisch.

    Der gedeckte Frühstückstisch und das daran setzen ist ja nicht an Bedingungen geknüpft. Ich darf da frühstücken, mit ihm, den Kindern und der Schwägerin, die babysittet, und muss deswegen nicht meine Meinung ändern.

    Es ist für mich auch einfacher so. Sonst müsste ich eher aufstehen und die Kinder wecken, um "zuhause" Frühstück zuzubereiten, und dann pünktlich die Schwägerin abzuholen, und er würde Dann halt nur mit ihr frühstücken.

    Ich würde mich außerdem freuen wenn zwischen uns ein gutes Verhältnis besteht. Meine kleine ist ja erst 1 Jahr alt, sie hängt noch sehr an mir und kommt nicht sooo lange ohne mich aus, wir waren auch schon getrennt aber zusammen auf einer Spielplatz Verabredung. Ich denke, dass ich bei gewissen Aktivitäten auch dabei bin, wird noch ein wenig so sein. Und das wir uns miteinander auseinander setzen müssen auch.

    Es tut mir leid ihn leiden zu sehen. Das Frühstück mitnehmen oder selbst drum kümmern ändert das nicht denke ich mir...

    das von mir geschilderte Szenario mit dem Schloss auswechseln etc. bezieht sich auf die Situation, wenn Mietschulden (glaube mehr als 2 Monatsmieten) oder wiederholte Mietschulden bestehen. So hatte ich das bei dir auch verstanden.

    Wir hatten 2 Monatsmieten und die BKA Verzug, jetzt "nur noch" die Betriebskostenabrechnung.

    Das ist auch ein thema das mich maximal überfordert. Dafür muss ich echt irgendwie mal Zeit und Ruhe finden.

    Nochmal gerade etwas ganz anderes worüber ich nachdenke.

    Was aber auch irgendwie mit Erwartungen zutun hat.

    So, bei uns ists gerade natürlich ungünstig. Ich habe meinen Mann verlassen, und bin quasi täglich bei ihm. Ich verbringe die Zeit zwar nicht mit ihm, sondern bin dann im Keller, schuppen, oder sonst wo, aber ich bin dort von früh bis spät.

    (vor allem die letzten 3 Tage, da ich für alle Tage einen babysitter habe und da eben umso mehr schaffe)

    Jeden Morgen, wenn wir ankommen wartet ein tolles Frühstück auf uns. Mit Brötchen, Gemüse und Obst geschnitten, Eiern, alles schön her gerichtet. Sogar Kerzen werden angezündet 😅

    Ich weiß natürlich, warum er das tut.

    Vorgestern sagte er mir, dass er meinen Auszug nicht verkraftet hat. Es war geplant, sich getrennte Wohnungen zu suchen, aber ich bin dann Hals über Kopf ausgezogen. Das er daran noch sehr zu knabbern hat, denn er habe ja so vieles versucht, habe nicht mehr getrunken, sei nicht mehr ausgegangen,.... Und er war überzeugt wir sind in unserer Beziehung auf einem guten Weg (waren wir auch vor seinem Rückfall, aber auch wenn ich erkläre, dass meine Entscheidung Nicht viel mit ihm als Person zutun hatte, ändert das wohl nichts an seinen Gefühlen dazu)

    Also er hat das ja alles gemacht.

    Er hat gar nicht erwartet, dass ich so plötzlich weg bin mit den Kindern.

    Ich verstehe sein Denken und die Erwartungen total. In dieser Sache sind es seine Erwartungen an mich, die eigentlich nur ihn verletzten.

    Und ich...

    Ich sehe, dass er sich so große Mühe gibt, um an der Situation etwas zu ändern. Aber selbstredend reichen nette gesten nicht aus, wenn die essentiellen Dinge nicht mehr passen - und seit seinem Rückfall passen die definitiv nicht mehr.

    Manchmal erwische ich mich bei dem Gedanken, dass es für mich leichter wäre, wenn er sich jetzt voll und ganz auf seine Sachen konzentrieren würde - ob es jetzt Party und Trinken sei, oder sich seinen Problemen annehmen.

    Ich mich überhaupt nicht mit seiner Trauer auseinander setzen bräuchte, weil sie nicht spürbar wäre.

    Es tut mir leid zu sehen, wie er versucht das Ruder rum zu reißen, und ich sehe auch sein Leid. Er sah nie so schlecht aus wie jetzt. Er sieht eigentlich immer aus als bricht er jeden Moment in Tränen aus.

    Ich seh einen verlorenen Jungen der sich ständig in schlechte Situationen manövriert und dann darunter leidet. Und ich leide irgendwie mit.

    Dann denke ich an andere schlimme Geschichten hier, von Männern die quasi spurlos verschwinden und sich nicht mehr melden. Und das die Frauen ja definitiv nicht besser dran sind weil ihre Männer es ihnen leichter machen würden.

    Ich frage mich, warum ich dazu neige, die Reaktion meines ex partners als schlimmst mögliche zu sehen, und ob es wirklich noch damit zutun hat, was er tut oder nur wie ich es sehen 'möchte' .

    Wäre auch er spurlos verschwunden, würde ich wahrscheinlich leiden, weil ich mir wünschen würde zu sehen es ist ihm nicht egal.

    Das erinnert mich an Alexas Antwort, die für mich so rüber kam als wäre alles nur noch schlimmer, weil er 'nur' psychisch abhängig ist. Leichter wäre es, wenn....

    Also welche Reaktion seinerseits könnte da richtig sein für mein Gefühl? Ich denke gar keine. Und dann komm ich wieder an den Punkt zu sehen, dass es nur daran liegt wie ich die Situation bewerte.

    Da bin ich wohl noch immer an dem Punkt sein verhalten nicht einfach als sein verhalten zu betrachten, sondern immer mit meinen Bedürfnissen und Erwartungen zu abzugleichen. Zumindest phasenweise.

    Es ist gut sich das wieder vor Augen zu halten, traurige Momente uberkommen mich immernoch, aber mit den Gedanken schaffe ich es, dass es keine dauerschleife mehr ist. Immernoch klingt komisch, wir sind ja frisch getrennt