Beiträge von Jump!

    Liebe Jana,

    beim Lesen in deinem Faden und (auch in einigen anderen Fäden) habe ich zunehmend ein irritiertes Gefühl. Nehm's mir bitte nicht übel, es ist nicht böse gemeint.

    Eigentlich sollte es in diesem Forum doch darum gehen sich mit den eigenen Co-Anteilen auseinander zu setzen. Hier geht es aber hauptsächlich darum wie schlimm der Ex war und ist, was für ein "Trottel", Monster, Unmensch etc. (Worte nicht unbedingt von dir - ich muss zugeben ich verwechselt manche Fäden mittlerweile, weil die Beschimpfungen alle sehr ähnlich rüber kommen).

    Es ist verständlich, dass du sehr verletzt bist. Er geht einfach, unterstellt dir Fremdgehen. Vielleicht ein Eifersuchtswahn durch die Intoxikation. Gibt es aber auch bei nicht-Alkoholikern. Ist aber auch egal. Jeder Versuch das zu verstehen scheitert bei einem Alkoholiker, weil die Regeln der Logik und normalen Zwischenmenschlichkeit durch die Sucht ausgehebelt werden.

    Für mich war der wichtigste Schritt die Kapitulation. Aufgeben zu versuchen zu verstehen, zu helfen, Vorwürfe zu machen, zu versuchen etwas zu kontrollieren, was nicht kontrollierbar ist. Es nicht persönlich zu nehmen ist schwer, das weiß ich.

    Bei dir ist alles noch sehr frisch. Du bist erst seit wenigen Wochen hier. Vielleicht ist es auch zu früh schon nach innen zu schauen. Ab und zu schreibst du zwar: warum bin ich so lange bei ihm geblieben? Warum habe ich xy? Aber darauf kommen dann keine Antworten.

    Du bist 15 Jahre zusammen gewesen und er hat schon immer viel getrunken. Warum wurde es erst ein Problem für dich, als sich seine Persönlichkeit verändert hat? Alkohol macht betrunken. Wie kommt es, dass das für dich okay war?

    Was hat dich die ltzten drei Jahren bleiben lassen? Du bist finanziell unabhängig. Ihr habt keine Kinder (die sowieso ja eher ein Grund sind unbedingt zu gehen). Die Wohnung gehört dir.

    Bei mir war es u.a. eine klebrige Bequemlichkeit. Und eine langsame Gewöhnung würde ich sagen, durch die ich schrittweises immer mehr meiner Werte und Standards geweitet habe. Auch eine Herkunftsfamilie, in der Trinken normal war. Und dass ich früher selbst gerne getrunken habe.

    Mein großes Thema ist das Loslassen. Ich habe den Eindruck das fällt dir auch ganz schwer. Z.B. schreibst du im Nebensatz, dass du eigentlich zu deinem Therapeuten gegangen bist, um ihm was aus der Nase zu kitzeln über deinen Ex. Und du schaust anhand der Kontobewegungen, ob er sich Alkohol kauft. Auch in Bezug auf den Unterhalt frage ich mich, ob darüber eine Art Verbindung aufrecht erhalten werden soll? Oder ob es hier um Rache geht? Er ist schuld, er soll dafür zahlen?

    Ich versuche mich sehr auf mich selbst zu fokussieren, wieder an mein früheres Ich anzuknüpfen, mich auf meine innere Stärke zu besinnen, mich an möglichst vielen kleinen Dingen zu erfreuen und immer dafür zu sorgen, dass es mir gut geht. Meine Grenzen zu achten, aber auch die von meinem Mann. Mir klar zu machen wie viel Unabhängiges ich habe, meinen Beruf, meinen eigenen Freundeskreis, mein eigenes Geld. Das ist bei dir, glaube ich, genauso.

    Ich will auch daran erinnern, dass wir hier im www schreiben. Jeder kann mitlesen.

    Ich hoffe ich bin dir nicht zu nah getreten.

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Und nur noch der Vollständigkeit halber: das von mir geschilderte Szenario mit dem Schloss auswechseln etc. bezieht sich auf die Situation, wenn Mietschulden (glaube mehr als 2 Monatsmieten) oder wiederholte Mietschulden bestehen. So hatte ich das bei dir auch verstanden.

    Kündigungen aus anderen Gründen sind tatsächlich oft langwierig. Das ist dann das sogenannte: Raus-Klagen. Typisches Beispiel sind Eigenbedarfskündigungen.

    Hoffe du bekommst eine kompetente Beratung dazu.

    Liebe RH,

    du schreitest mit Riesenschritten vorran, verlierst trotz allem nicht deinen Humor und stellst deine Werte und inneren Ideale wieder in den Vordergrund, ganz ohne Groll. Das ist echt stark. Ich glaube ich könnte das nicht (also ohne eine Stinkwut).

    Da verstehe ich Alexa schon sehr. Ich glaube da geht es vor allem um die innere Einstellung und das Bagatellisieren des Partners. Ja, vielleicht ist das Suchtgedächtnis so perfide, dass es vorgaukelt es wäre ja alles kein Problem, aber nach so vielen stationären Therapien und Entzügen würde ich doch auch erwarten, dass er das nicht auf die leichte Schulter nimmt.

    Heute Nacht hatte ich einen Traum:

    Ich saß mit meinem Mann in einem Café. Die Bedienung hat mir schnippich gesagt, dass mein Mann eben für 600 Euro Sonnenbrillen gekauft habe. Ich habe sie angeschnauzt, dass das ja wohl nicht stimmt, dass er so was bescheuertes niemals tun würde und ich meinen Mann ja wohl besser kenne als sie. Dann gucke ich rüber zu ihm und sehe wie er gerade schnell ein Weizenbier abstellt. Und mich angrinst. Und sehe, dass er heimlich ein kleines Zusatztischchen hat auf dem das Bier steht. Und dahinter sehe ich den riesigen Beutel mit Brillen (😂). Und jetzt kommt's!: Ich bin aufgestanden, hab das Bier genommen und es ihm über geschüttet und bin gegangen. Fertig.


    Der Traum war schrecklich, aber diesmal bin ich ins Handeln gekommen. Früher bin ich in diesen Träumen immer erstarrt.

    RH, ich hoffe ich hab jetzt nicht zu viel in dein Fädchen geschrieben. Ich wollte damit sagen, dass ich Alexas Wut und Unverständnis gut verstehen kann.

    Zuerst war ich auch sehr begeistert von deinem Satz, mit der falschen Erwartungshaltung. Aber ich für mich bin mir schnell auf die Schliche gekommen, dass ich mir damit nur vorgaukeln würde alles doch noch unter Kontrolle zu kriegen, indem ich halt meine Erwartungen ändere. Kann es nicht so gut erklären. Mag für dich ja auch völlig anders sein.

    Ich finde ich kann bestimmte Dinge erwarten. Und wenn die nicht erfüllt werden dann ändere ich lieber den Partner 😜.

    Aber das alles sagt eine, die selbst beim Partner geblieben ist und hier auf sehr dünnem Eis steht.

    Übrigens geht es mir mit "mein" Mann/Partner/Ex auch so wie dir. Ich sag das hier so, weil ich ja möglichst anonym und verständlich bleiben will. Aber da steckt so was ungetrenntes, verwickeltes drin.

    Liebe RH, ich mag deine Gedankengänge und innere Auseinandersetzung sehr. Ich kann da viel für mich raus ziehen. Auch aus den Diskussionen, die sich daraus entwickeln.

    Hallo Rennschnecke,

    och, ich finde du darfst auch einfach mal meckern 🤷.

    Ich hatte gestern einen sehr schlimmen Migräne-Anfall und fühle mich auch noch ganz zittrig und schwach. Da liegen meine Nerven auch immer blank. Eben habe ich z.B. einen Bericht über die mexikanischen Brüllaffen gelesen, die aktuell wegen Hitze und Trockenheit halbtot von den Bäumen fallen und mir sind direkt die Tränen gekommen. Irgendwie fehlt dann der innere Puffer.

    Dir gute Besserung 🍀

    Jump! 🏵️

    Guten Morgen RH,

    das ist ja toll, dass dir deine Schwägerin hilft!

    Dazu kommt (ich habe keine Vorstellung wie sowas abläuft inwieweit das wirklich Einfluss haben könnte) ich hoffe darauf, dass meine Bemühungen auch gesehen werden, wenn die ganze Sache vor Gericht landet, und es mir in irgendeiner Weise helfen wird.

    Ich fürchte so läuft das nicht. Es geht da ja nicht um eine "Schuldfrage" und ich glaube nicht, dass das groß verhandelt wird. Ich denke du solltest dich hier unbedingt rechtich beraten lassen.

    Ich kenne nur die "Gegenseite" 😬. Soweit ich weiß, wird ein Räumungstitel beantragt vom Vermieter, dann wird das Schloss ausgewechselt, die Mieter bekommen eine Frist zum Ausräumen und sonst wird das Zeug entsorgt. Die Pflicht das Einzulagern gibt es nicht mehr. Dann kommt die Rechnung und ggfls. Pfändung. Und das Geld holen die bei beiden. Aber wie gesagt, unbedingt beraten lassen. Hast du ein Pfändungsschutz-Konto?


    Man soll ihnen sagen, sie haben keine Schuld. Und das Mama und Papa sie beide lieb haben und immer für sie da sein werden.

    Ich kenne das anders. Es wird empfohlen zu sagen, dass die Trennung nichts mit den Kindern zu tun hat, sie also keine Schuld daran haben. Aber dass die Mama immer ihre Mama bleibt und der Papa immer ihr Papa. Also dass sich die Trenung nicht auf die Kinder bezieht sondern nur auf die Eltern untereinander.

    Alles andere wäre ja zu viel versprochen. Auch bei Nicht-Alkoholikern ist es ja oft so, dass ein Elterteil , meist der Vater, sich kaum noch kümmert.

    Das mit der Suchterkrankung ist ja dann ein eigenes Thema. Das kennen die beiden ja quasi schon immer. Da geht es ja dann darum zu erklären weshalb der Papa "so und so" ist. Zu sagen er ist "krank" löst bei Kindern ja erst Mal Gedanken an eine körperliche Krankheit aus und kann Angst machen. Da muss ja erst Mal kindgerecht erkärt werden was Sucht überhaupt ist. Deine Beiden sind ja auch noch recht klein. Ich würde das jedenfalls separat erklären als eigenes Thema. Es gibt da auch Kinderbücher dazu als Hilfe. Von der 'Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung' gibt es z.B. auch Hefte/Broscüren dazu, also für Kinder und auch für Eltern.Die schicken einem das kostenlos zu.

    Aber du machst das einfach toll!

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Liebe RH,

    ich habe den Eindruck du wächst immer weiter über dich heraus! Im Handeln und auch im Reflektieren ❤️

    Du schreibst du hast " ein tiefes Gefühl, dass die Tür jetzt endgültig zu ist" und das hört sich so ruhig und fast gelassen an, also wie echtes Loslassen.

    Vielleicht ist es ja gut, dass er sich wieder mit der Affäre trifft, denn es macht es für dich vielleicht organisatorisch leichter. Ich finde es übrigens auch beachtlich, dass du dich zurück halten konntest nicht weiter zu scrollen, das wäre mir auch schwer gefallen 🙈.

    Ich würde unbedingt weiter das Gespräch mit der Vermieterin suchen. Die rechtlichen Bedingungen für Zwangsräumungen wurden ja deutlich erleichtert, also das geht ruck zuck und wird teuer.

    Bei uns gibt es z.B. bei kirchlichen Trägern auch Sozialberatungen. Du brauchst doch unbedingt auch prakische Hilfe beim Möbelschleppen und so.

    Trotz allem hört es sich an als seist du ein Organisationstalent. Und wenn du ein Ziel hast, dann ziehst du es durch.

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Oh je Alexa, das ist ja schlimm! Das tut mir so leid für dich! Gerade wo es bergauf ging und du wieder hoffnungsvoller gewirkt hast.

    Es muss sehr beängstigend sein solchen Naturgewalten ausgeliefert zu sein. Ich glaube da kommen noch richtig tiefe uralte Ängste dazu. Ich habe mal ein Erdbeben erlebt, gar nicht mal dramatisch, nur halt das Beben und alles hat gewackelt und ist aus den Regalen geflogen. Aber das war eine andere Qualität von Angst - kann es nicht erklären. Aber so ähnlich, nur viel viel schlimmer, stelle ich es mir bei dir vor. Und dann noch die Zerstörung, also der Schlamm und so.

    Ich hoffe mittlerweile habt ihr das Gröbste schon geschafft! Aber das dauert bestimmt ewig... Und ich hoffe du zweigst trotzdem noch Energie ab, um auch dein eigenes Reich vorran zu bringen.

    Alles Gute, Jump! 🏵️

    Mensch RH, Respekt! Also wirklich, du hast meinen größten Respekt für diese Wahnsinnsschritte die du gemacht hast! 👑

    Dass du Hilfe gesucht und gesucht und dann auch angenommen hast. Dass du ausgezogen bist NUR für dich selbst, um deine eigene Abhängigkeit zu beenden und nicht nur "wegen ihm". Dass du das alles so klar reflektierst. Dass du das mit deinen Kindern geschafft hast - die Kraft entwickelt hast das alles zu stemmen. Ich bin beeindruckt!

    Ich hoffe du findest deinen Weg durch den Ämterdschungel. Ohne Wohnsitz mit zwei kleinen Kindern müsstest du Priorität bei der Wohnungsvergabe haben, hoffe ich.

    Ich schicke dir eine riesige Umarmung! Wie schön, dass du wieder hier deinen eigenen Faden hast.

    Alles Liebe, Jump! ❤️

    Hallo Momo,

    ging mir letztens genauso.

    Ich hatte mit einer Freundin gesprochen, EKA. Sie postet ab und zu Bilder, in denen sie mit ihrer Mutter das Glas hoch hebt und Wein oder Sekt trinkt. Ich hab sie gefragt, ob sie denn keine Angst hat, dass das die Mutter gefährdet. Nein, gar nicht, meint sie. Die Mutter trinke dann alkoholfreien Sekt oder alkoholfreies Bier. Ich war geschockt. Sie meinte die Mutter sei aber nun schon 20 Jahre trocken und "die Ärzte" würden das auch erlauben. Ich war dann still, was soll ich diskutieren.

    Es gibt ja auch Leute, die machen U-Bahn-Surfen und es geht lange gut, bis sie halt tot sind. Oder jetzt bei mir im Urlaub, da mussten wir dauernd Serpentinen fahren und es war unglaublich wie waghalsig da teilweise überholt wurde. Wenn mir was an meinem Leben liegt, dann würde ich das nicht machen. Punkt.

    nur damit von außen irgendwie Liebe zurückkommt?

    Diese Verknüpfung verstehe ich nicht bzw. sehe ich gar nicht.

    Was ich ja eigentlich suche, ist bedingungslose Liebe!

    Was meinst du denn mit "bedingungslos"? Das Wort finde ich irgendwie gruselig. Ich finde Liebe sollte durchaus an Bedingungen geknüpft sein, wie Respekt, Füreinander-da-sein/Gegenseitig... Und eben nicht nach dem Motto: egal wie unmöglich du dich aufführst, ich liebe dich immer. Das gehört für mich eher in die Co-Denke 🤔

    Aber ich glaube du meinst etwas anderes. Dass ich nichts dafür leisten muss, um geliebt zu werden. Dass ich mich nicht aufopfern muss, um geliebt zu werden. Dass ich einfach für mein So-Sein geliebt werde, ohne irgendwelche Ideale erfüllen zu müssen.

    Oder meinst du was ganz anderes?

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Schade dass du gar nicht mehr im offenen Bereich schreibst, mich würde sehr interessieren was bei dir los ist :)

    Liebe Alexa, liebe RH, liebe Alle,

    ich bin aus dem Urlaub zurück. Schön war's. Viel viel Natur, wandern, Meeresluft, überall frei laufende Ziegen, Schweine, Esel, Schafe, Pferde...

    Alkohol war in unseren Urlauben ja schon seit über 10 Jahren kein Thema mehr. Wir lieben den "Mittagstisch" mit so vielen Gängen, dass wir bis abends satt bleiben.

    In unserem Ort war alles aus Ziege. Ziegenkäse, Ziegenjoghurt, sogar einen supertollen Eisladen mit sahnigstem Ziegeneis gab es. Und Ziegenschmuck (also nicht aus Ziege, sondern Motiv Ziege 😅). Und ich bin wie eine Bergziege die Berge hoch und runter. Und jetzt fühle ich mich richtig richtig fit!

    Alkohol war auch sonst null Thema, also wir haben auch nicht drüber geredet. Doch, einmal hat mein Mann von seiner SH-Gruppe erzählt. Er fühlt sich sehr wohl dort. Und ich fühle mich übrigens sehr wohl hier!

    Es gibt nichts Neues. Kritisch wird es erst wieder wenn morgen die Arbeit beginnt. Ich habe keine Angst. Bin eher genervt. Ich spüre einfach so eine große Lebenslust und so viel Wollen, Freuen, Lachen, und ich will das einfach ausleben können und nicht bangen ob er es schafft oder nicht.

    Im Moment habe ich aber das Gefühl da ist in mir eine Flamme, die geht nicht (mehr) aus. Die ist unlöschbar.

    Soweit mal zu mir.

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Ich beobachte, dass es oft wirklich nicht leicht ist, sich mit Cos hier auszutauschen

    Liebe Lananana,

    das finde ich schade! Ich mag deine Beiträge sehr. Ich erlebe es auch nicht so, wie du es schilderst, also dass nur bestimmte Kommentare erwünscht sind.

    Du hast ja damals als allererste auf meinen ersten Beitrag hier geantwortet, vielleicht hast du auch deshalb so einen Eindruck bei mir hinterlassen - also eine gute Mischung aus Entschiedenheit, Klarheit, aber auch Verständnis.

    Übrigens denke ich bei dir immer an Kassandra, aus der griechischen Mythologie. Für mich bist du eine Kassandra und das meine ich ausschließlich anerkennend.

    Also bitte nicht zurück halten.

    Jump!

    Hey, du liebe, tapfere Alexa,

    es ist wirklich traurig und erschreckend wie schnell der Absturz nun bei deinem Partner gekommen ist. So wie du prophezeit hattest, nur noch rasanter, glaube ich.

    Alexa, bitte nimm' deine Angst sehr ernst!! Du hast geschrieben, dass du ihn "so" vorher nicht erlebt hast und du hast betont wie dir sein Verhalten Angst eingeflößt hat. Es ist ja auch durchaus möglich, dass er in eine psychotisches Erleben abgleitet (wahnhaftes Gesicht). Ich nehme dich so wahr, dass du weder dramatisiert, noch überängstlich bist - also, wenn du schreibst du hast Angst, dann ist das ein wichtiges Alarm-Zeichen.

    Kannst du vielleicht bei deiner Freundin bleiben bis deine Wohnung fertig ist?

    Vielleicht nimmt er deinen Auszug auch doch weniger locker auf als gedacht und wer weiß wie sich alles noch zuspitzt?

    Also pass' bitte gut auf dich auf!


    Ich finde es klasse, wie aktiv und lebendig du dich nun liest. Früher war da so eine bleierne Schwere spürbar - und jetzt habe ich den Eindruck da sprudelt etwas ganz Eigenes, Freies.

    Die Idee mit deiner Hexen-Freundin und dem Ritual finde ich super.

    Es tut mir leid zu hören, dass dein Hund so schwer krank ist. Kann er behandelt werden? Wird es wieder gut? Ich hoffe es!

    Liebe Alexa, ich bin gerade im Urlaub, in einem sardischen Bergdorf...um mich herum Natur, viele Tiere, wir sind jeden Tag wandern...daher bin ich zur Zeit nicht so regelmäßig im Forum. Heute habe ich mich schnell mal für dich eingeloggt...

    Ich schick' dir schon mal richtig gute, magische Energie und bin gespannt wie es bei dir weiter geht.

    ❤️ Jump!

    Ich würde behaupten, dass wirklich ALLES was ich hier schreibe in erster Linie mit mir selbst zu tun hat. Oft sogar mehr als mir zuerst bewusst ist. Und wenn ich es mir dann nochmal durchlese, dann merke ich es.

    Manchmal ist es der Splitter im Auge des anderen, der mir meinen eigenen Balken verdeutlicht.

    Oft sind es eben ähnliche Geschichten, wie bei mir. Oder auch Schilderungen, die mich an etwas erinnern oder mich speziell aufgrund meiner eigenen (Lebens-) Erfahrungen auf wühlen.

    Wenn ich hier anderen Mut zusprechen, dann spreche ich damit immer auch mir selbst Mut zu. Das ist mir auch in dem Moment sehr klar.

    Was ich schreibe, schreibe ich also immer auch für mich selbst.

    Wow Alexa! Was für ein hoffnungsvoller Post! Also Hoffnung für DICH!

    irgendwie bringt es mir mich wieder näher. Ich fühle mich dadurch kräftiger

    Soo gut das zu lesen!

    Ja, Entscheidungen treffen fällt mir auch oft schwer. Ich überlege alles zigfach. In meinem Kleiderschrank ist absolut NICHTS drin, obwohl er überquillt. Gerade bei Klamotten fällt mir das auch schwer. Ich hasse schon das ganze Prozedere, enge Umkleidekabine, dann hab ich die falsche Größe, irgendwelche Kommentare... Bestellen ist auch keine Lösung, denn erstens habe ich dann ein schlechtes Gewissen wegen CO2 und so. Und zweitens bin ich zu faul es zurück zu schicken und behalte dann auch Sachen, die ich mir dann schön rede.

    Aber manchmal finde ich sie, die perfekte Hose oder Pulli, aber dann meist nur, wenn ich nicht aktiv suche 😉.

    Mit dem Ausmisten habe ich folgenden Trick: Sachen, die ich ewig nicht an hatte lege ich erst Mal in eine große Tüte. Die kommt auf den Boden vom Kleiderschrank. Und wenn ich ein Jahr später immer noch nicht dran war, dann bringe ich sie weg OHNE vorher nochmal rein zu schauen 😅

    Aber Alexa, wenn du ausziehst, dann ist es ja eine gute Gelegenheit richtig viel auszumisten.

    Ja, ich finde schon dass es auch inhaltlich passt: du überlegst was du behalten willst und wovon du dich trennst. Was du wirklich willst und brauchst und was dir auch tatsächlich steht.

    Ich finde das Einrichten und herrichten einer Wohnung, deiner! eigenen Wohnung, hat ganz viel mit Ich-Stärkung, innerem Halt und bei-sich-Ankommen zu tun. Es nicht nur als Notlösung zu sehen, sondern es wirklich ambitioniert zum Wohlfühl-Ort zu machen ist natürlich Vorraussetzung.

    Ich bin gespannt, wie es bei dir weiter geht!

    Derweil alles Liebe, Jump! 🏵️

    Liebe Alexa,

    ich finde deine Sätze nicht nur nachvollziehbar, sondern auch wichtig und ich bin froh, dass du deine Gedanken hier teilst.

    Wenn bei mir totale Angst und Verzweiflung einkehren, sieht er das als zusätzliche Belastung an die nicht hilfreich ist.

    Das kenne ich leider auch. Ich denke dann: doch! DU müsstest jetzt doch schiere Panik bekommen! Und stattdessen hab ICH dann die Verzweiflung und hindere ihn am positiven Denken 🤦🏼‍♀️. Nein, das ist völlig verquer. Lass' dich nicht verunsichern!

    (diese Situation gab es so so so oft)

    Das was du nur in Klammern geschrieben hast, finde ich aber sehr sehr wichtig! Es gab es so oft. Viel zu oft, um weiter so tun zu können als sei es nur eine einzelne Episode.

    Doch es fühlt sich für mich alles als Schauspiel an. Denn eigentlich ist grade nichts gut, und ich fühle mich auch so..

    Und dein Gefühl ist absolut richtig! Du hast recht. So viel Verleugnung ist kaum auszuhalten.

    und ich liebe meinen Partner dafür dass er mitgehen kann mit mir und meiner Familie, dafür dass er sich wohlfühlt,einfühlt und mit uns lachen kann.

    Moment! Das hört sich schräg an für mich. Warum liebst du ihn dafür? Er müsste doch DICH dafür lieben und dankbar sein, dass er mit zu deiner Familie darf, mit euch lachen darf 😳.

    Ich stelle es mir ehrlich gesagt schwieriger vor mich in einer von-und-zu-Familie wohlzfühlen. Aber ich bin ja auch aus einer Arbeiterfamilie. Und übrigens stolz drauf.

    Ich frag ihn auch nicht mehr.

    Wirklich??? Ich hoffe es 😔

    Es gibt einen Therapieansatz

    Das ist nicht irgendein Therapieansatz, sondern Krankheitseinsicht ist absolute Grundvoraussetzung, oder? Das tut mir so leid zu hören. Nach so vielen stationären Therapien.

    weiß mir nicht zu helfen

    Ich glaube du weißt IHM nicht zu helfen, weil niemand ihm helfen kann außer er selbst.

    Aber du weißt DIR zu helfen. Dir selbst! Hilf dir selbst. Du bist es wert. Du bist so ein toller Mensch ❤️

    Jump! - die sich fragt welche Farbe deine Nägel heute wohl haben? (😜)

    Du liebe Alexa,

    oh je, das tut mir so leid für dich! Ich kann das so gut nachfühlen. Aber weißt du was ich als erstes bei deiner Einleitung dachte: hoffentlich hat sie jetzt nicht ihre Wohnung abgesagt, nachdem sich alles wieder so gut angefühlt hatte. Was für ein Glück, dass du für dich (vor-)gesorgt hast!

    Und ich dachte (auch wenn das jetzt bitter rüber kommt): jetzt siehst du wie klug und gut deine Entscheidung war/ist auszuziehen! Du hattest ja schon fast ein bisschen dran gezweifelt, glaube ich.

    Für mich ist das natürlich auch eine Mahnung!! Mehr als das. Es ist ein riesiges blinkendes Warndreieck! Ja, da sind so viele Parallelen.

    Wir waren auch letztens im Wald spazieren und ich dachte das selbe: vor mir auf dem Weg war eine Schnecke mit ihrem Häuschen vorbei gelaufen und ich wäre fast drauf getreten. Ich rufe: ohhh, schau' nur. Ich sehe mir die Schnecke von allen Seiten an. Fotografiere sie. Und gehe weiter. Mein Mann schüttelt nur den Kopf, bückt sich sofort und setzt sie ins schützende Gras - weg vom Weg. Das sind dann die Momente in denen ich ihn so sehr liebe und achte und ...

    Aber es nützt ja alles nichts. Er kann nüchtern der tollste Mensch der Welt sein, Äste weg räumen, Schnecken retten - wenn er aber nass ist, oder sonst wie unter Drogen, dann ist das alles futsch, es bringt mir nichts mehr, denn er ist nicht mehr erreichbar.

    Ich weiß noch wie ich vor Jahren in diesem Angehörigenseminar in der Reha war. Da waren ja durchgängig die Alkoholiker mit dabei. Und ich war so begeistert: so reflektierte, entschlossene, einsichtige Leute. Und trotzdem spricht die Statistik für sich.

    Und es ist so schwer es nicht persönlich zu nehmen.

    Ich bin sehr froh für dich, dass du bald in deine kleine Wohnung ziehst, die du dir hoffentlich richtig richtig schön und gemütlich und zum-wohlfühlen machst.

    Immer wieder gilt: ich kann nichts tun! Ich bin machtlos! Nur er selbst kann.

    Du hast ja geschrieben, dass du im Gespräch einen Widerwillen gespürt hast bei ihm. Das kenne ich auch und im Grunde weiß ich, dass ich mir jedes Gespräch sparen kann. Oft schaffe ich es jetzt, aber nicht immer.

    Alexa, ich hoffe du schreibst ganz viel hier - und verkriechst dich jetzt nicht. Ich lese dich immer immer immer gerne!

    Alles Liebe von Jump!