Ihr Lieben, ich möchte heute ein paar Gedanken hier lassen ... Heute ist Tag 24 und mir geht es weiterhin in Bezug auf die Abstinenz seht gut. Ich schlafe komplett durch und bin morgens richtig fit, ausgeschlafen und erholt. Das genieße ich extrem. Hab zum Glück keinen Saufdruck und die Kopfschmerzen sind weg, auch der Bedarf nach Zucker ist nur noch minimal.
Mir ist die Tage eingefallen, dass ich vor ein paar Jahren mit dem Rauchen aufhören wollte. Die ersten 4 Wochen waren auch recht leicht ... na ja, ich rauche weiterhin. Deswegen bleibe ich jetzt besonders achtsam. Aufhören zu rauchen will ich auch, aber erstmal eins nach dem anderen.
Allerdings gibt es in meiner Beziehung gerade ein Tief. Mein Mann ist immer und für jeden da, gefühlt aber nicht für mich. Ich fühle mich irgendwie allein gelassen. Er macht im Haushalt nichts mehr.
Letzte Woche Donnerstag hab ich gemeckert. Ich kam nach Hause und musste ihm hinterher räumen. Ich merkte, wie ich eine richtige Wut im Bauch hatte. Dann ist mir eingefallen: Ich fühle mich unwohl in der Situation und bin wieder raus. Sofort war die Wut weg. Das war gut! Seit dem sind wir irgendwie auf Abstand und jeder macht seins.
Gestern Abend ein Gesprächsversuch seinerseits. Bist du glücklich fragt er mich. Spontan hab ich nein gesagt. Dann überlegt. Eigentlich bin ich glücklich weil ich keinen Alk mehr trinke und es mir so viel besser geht . Ich bin in der Beziehung gerade nicht glücklich, weil ich das Gefühl habe, nur noch die untere Priorität für ihn zu sein. Meinte dann: ich trinke seit 3.5 Wochen nicht mehr, er hat mich in dieser Zeit nicht mal gefragt, wie es mir geht. Er sagte dann: hast Du dich gefragt, wie es mir ging?
Ja, das habe ich fast täglich getan und wusste, dass er nicht glücklich war, weil Alk meine Nr 1 war. Wir wollen das Gespräch fortsetzen...
Es hat mir aber zu denken gegeben. Ja, wie fühlte er sich aus seiner Sicht? Natürlich habe ich auch sehr viele Beiträge auch von den COs gelesen.
Ich habe das Gefühl, wir haben einiges aufzuarbeiten. Ich tendiere zu einer Art Therapie für uns, damit er seine Ansichten, Gefühle und Erlebnisse auch verarbeiten kann. Das würde für mich sehr schlimm werden zu hören, wie er sich gefühlt hat während meiner Sauf-Zeit. Ich muss mich dem stellen, nicht muss, aber werde.
War jemand in so einer Situation und kann berichten, wie Ihr das gelöst habt? Wohin kann man sich wenden, um diesbezüglich Unterstützung zu bekommen?
Sorry für den Roman ... es tut gut, sich zu öffnen