Beiträge von Silberstreifen

    Hallo Silberstreifen,


    du kannst den Buchtitel gerne hier platzieren, dann haben wir alle etwas davon.

    Elly
    25. Januar 2025 um 12:13


    lg Morgenrot

    Super danke Morgenrot, habe das Buch noch zusätzlich platziert.

    Hallo Koda

    Ich danke dir für deinen Beitrag. Ich musste diesen mehrere Male durchlesen :) und bin noch nicht sicher ob ich duch richtig verstanden habe. Ich habe in einem Buch etwas gefunden, das glaube ich in die ähnliche Richtung geht. In diesem Buch wird ein Tag im Leben einer (beispielsweise introvertierten Person) geschildert, die am besagten Tag nicht auf ihre Bedürfnisse achtet (Beispielsweise keine Möglichkeiten schafft für notwendigen Rückzug). Derselbe Tag wird nochmals geschildert, aber mit einem angepassten Tagesablauf wo die Person Rücksicht auf sich selber nimmt. Bsp. anstelle mit überfüllten dem Bus zu fahren, geht die Person zu Fuß. Am Mittag isst sie nicht im überfüllten Restaurant sondern isst etwas alleine im Park etc. Ich finde das ein interessanter Ansatz. Das Wesen wird akzeptiert aber mit ein paar einfachen Tricks kann die Person aus dem Vollen schöpfen. Geht das ungefähr in die Richtung die du meinst? Oder liege ich komplett daneben? :)

    Liebe Morgenrot

    Vielen Dank für deinen Beitrag. Ich habe heute ein Tagebuch gefunden (dachte ich hätte alle vernichtet) von vor 20 Jahren. Ich war in dieser Zeit sehr depressiv und hatte Selbstmordgedanken. Die Beiträge sind erschreckend. Richtige Hasstiraden gegen mich und die ganze Welt, war ziemlich geschockt als ich das heute gelesen habe. Die Depression konnte ich glücklicherweise hinter mir lassen, die Probleme die ich schon dazumal mit mir und meinen Mitmenschen hatte, habe ich immer noch - die selben.... Das finde ich erschreckend. Dachte ich doch, ich hätte mich weiterentwickelt. Irgendwie hat ja jeder sein Wesen das ihm in die Wiege gelegt worden ist. Ich finde es daher unheimlich schwierig- was gehört zu meinem Wesen, und welches sind Muster die ich wirklich ändern kann?

    Mir fallen ein paar Gedanken ein: solange ich mich um andere kümmere, kann/brauche/darf/muss/ ich mich nicht um mich kümmern.
    Ist es nicht auch normal, dass man sich um Menschen sorgt, die man liebt, mit denen man verbunden ist? Wenn man selbst dadurch nicht in den Hintergrund rutscht- das ist vielleicht die Gefahr.
    Und da du vielleicht immer nach anderen geschaut hast, damit es dir selbst gut gehen kann (als Kind passt du dich ja an- wenn es den Eltern gut geht, geht es dem Kind auch gut), bedarf es bestimmt viel Umlernen. Aber das machst Du doch gerade!


    Und die Schuldgefühle, die kenne ich aus anderen Zusammenhängen so genau! Kannst Du wütend werden, dass er so wenig Verantwortung für deine Tochter übernimmt? Dass Du das ganz alleine machen musst? Wäre doch super, wenn er sich Hilfe geholt hätte, und ihr nicht hättet ausziehen müssen. Und was ist das für ein Sch…., dass er schon wieder eine neue Freundin hat, du darfst sooooo wütend werden! Manchmal hilft das!

    Liebe Vayana

    Ist zwar schon ne Weile her. Manchmal brauche ich Tage bis ich zurückschreibe, lese aber immer mit und bin immer sehr dankbar für die Beiträge.

    Genau das ist es ja, ich kann nicht wütend werden. Ich fühle Mitleid wenn ich meinen ExPartner sehe. Er sieht nicht gut aus, richtig krank. Heute hat er gesagt, dass es ihm schlecht gehe, er mich und unsere Tochter sehr vermisse. Ich habe ihm gesagt, dass ihn der Alkohol depressiv mache und ich ihm nicht helfen kann. Dass er einen Enttug machen müsse und zum Arzt gegen solle. Aber was rede ich, habe ich schon hundert mal erzählt. Er sieht keinen Gewinn darin. Er meint seinen Schmerz kann auch ein abstinentes Leben nicht heilen.

    Aber ich weiss genau was du meinst mit der Wut. Ich habe bis jetzt vorallem Wut gegen die Sucht verspürt, weniger gegen die Person. Ich danke dirvielmals für den Anstoß und deine Sichtweise.

    Hi Silberstreifen ,

    Lt meinem Coach kann das aus der Kindheit kommen , bei mir geht es in eine ähnliche Richtung . Von mir wurde immer erwartet das ich helfe und zurückstecke , schon als Kind . Heute würde man das psychischen bzw emotionalen missbrauch nennen .

    Das unterstützt bestimmt eine Co Abhängigkeit oder ?
    Dein „ sich Sorgen machen „ ist ja ähnlich 🤔

    LG

    Zabou

    Liebe Zabou

    Ich denke, das unterstützt eine Co-Abhängigkeit auf jedenfall. Dieses "zuerst die anderen, ich komme schon irgendwie klar"... sich auch nicht so wichtig nehmen. Und halt das Gedankenkreisen um diese eine Person.

    Mein Bruder hatte schon als Kind immer wieder depressive Phasen, er war bereits mit 12 J. in einer Klinik, weil sich die Ärzte nicht sicher waren was mit ihm los war. Meine Eltern haben sich viel um ihn gekümmert. Es hat mich wirklich nicht gross gestört, ich merke aber dass es mich JETZT daran hindert eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen. Dass wir hier die Gedanken ordnen und uns austauschen können ist so wichtig und hilfreich. Muster durchbrechen kostet viel Kraft und Wille.

    Hallo zusammen

    Seit Mitte September bin ich nun mit unserer Tochter weggezogen. Es gelingt mir noch nicht meinen Ex Partner loszulassen. Und damit meine ich nicht meine Gefühle für ihn, sondern meine Sorgen um ihn. Als wäre er mein Sohn... Er hat ja schon länger eine Freundin, die fahren bereits zusammen in die Ferien , sie kennt seine Familie etc. Es geht alles rasend schnell. Er leidet natürlich sehr darunter, dass er nicht mehr mit seiner Tochter zusammen wohnt. Ich fühle mich schlecht, dass ich ihm das nicht ermöglichen kann. Nur ist das Wohlergehen meiner Tochter mir wichtiger gewesen. Trotzdem nagt meine Entscheidung dauernd an mir. Wenn ich ihn sehe löst es in mir Schuldgefühle aus. Ich weiss nicht ob es an seiner Art liegt oder an mir. Kennt das jemand?

    Ich komme aus einer Familie wo beide Eltern getrunken haben. Ich hatte in meiner Jugend zu kämpfen mit einer Mutter die sich immer wieder betrunken hinters Steuer setzen wollte und die jetzt in ihrem hohen Alter einsam vor sich hinlebt. Auch um sie sorge ich mich. Kann es sein, dass dieses extreme "sich um andere Sorgen" von der Kindheit kommt weil meine Eltern beide getrunken haben? Ist das ein Co-Abhängigkeits-Ding? Bitte entschuldigt die schrägen Fragen, aber heute ist für mich ein grosser Wirrwarr Tag mit vielen Fragezeichen....

    Liebe Flora

    Nein du kannst nicht so tun als würde er nicht wieder trinken. Denn dann würdest du dich und deine Wahrnehmung leugnen. Man sollte sich nicht verbiegen müssen sondern sich ohne Angst mitteilen können. Ich glaube mit einem süchtigen Partner ist es fast schon unmöglich eine gesunde Beziehung zu führen.

    Was wünscht du dir für Deine Zukunft? Wie soll dein Leben aussehen und was wünscht du dir von deinem Partner?

    Die Trinkmengen werden vermutlich bald die gleichen sein wie vor der Entgiftung. Bei meinem Expartner war das immer so. Nach Trinkpausen erst mal nur 3 Bier, und innerhalb 2 Wochen war er wieder bei den Mengen von "vor der Trinkpause". Ich kenne dieses hoffen, bangen, die Enttäuschungen.... Die Hochs und Tiefs. Ich kann dir gut nachfühlen. Es tut mir wirklich leid, dass es so gelaufen ist. Fühl dich gedrückt...

    Liebe Laura

    Ich schließe mich Aurora an. Du wirst sehen auf einmal nimmst du die Zügel in die Hand. Ich hatte keine Hoffnung mehr den Absprung zu schaffen, mit Hilfe dieses Forums und einer Suchtberatung habe ich es aber geschafft. Ich glaubs immer noch nicht... Irgendwann war so ein "Überlebensding" da. "Mensch du möchtest dir und deiner Tochter doch nicht die Zukunft verbauen". Und dann Augen zu und durch. Du bist hier angemeldet und tauscht dich aus, das ist schon mal ein wichtiger Schritt in "deine" richtige Richtung. Es braucht manchmal mehrere Anläufe. Viel Glück..


    Ich glaube, dass die Angst vor Verantwortungsübernahme bei meinem Expartner schon vor und außerhalb des Alkoholthemas sehr groß war. Sonst würde ich hoffen, dass wir nach seiner Therapie eines Tages noch mal offen miteinander sprechen können.
    Leider scheint seine Tendenz, unangenehmes wegzuschieben und lieber hinter sich zu lassen, jede einstige Verbundenheit zu überlagern.
    Das macht mich traurig 😞

    Liebe Flora

    Das was du beschreibst kenne ich. Mein ExPartner hat jeweils gesagt, dass er aus lauter Frust trinkt weil unsere Beziehung nicht funktioniere. Nur dadurch wurde die Beziehung auch nicht besser. Ich fühlte mich schuldig, habe immer wieder an mir gearbeitet aber irgendwie hat nichts geholfen. Ich nahm immer mehr Abstand von ihm, vorallem innerlich. Ich versucht ihm meine Grenzen klar zu machen, sie wurde aber immer wieder überschritten. So schrumpfte die Liebe so langsam dahin und irgendwann gabe ich nicht mehr geredet weil es sich so sinnlos anfühlte.

    Ich bin im September letzten Jahres mit meiner Tochter zusammen aus unserer Wohnung ausgezogen. Wir hatten diese zusammen gekauft gehabt. Ich musste gehen weil ich die Beziehung beendet habe. Jetzt möchte ich meinen Teil ausbezahlt haben damit ich nicht haftbar gemacht werden kann für irgendwas. Ausserdem hat er eine neue Freundin und ich möchte einen sauberen Strich unter dem Ganzen haben. Er ist jetzt enttäuscht, dass ich meinen Teil haben möchte. Das Ganze kann aber gut über die Bank geregelt werden, so dass mein ExPartner meinen Teil nicht abstottern muss. Ausserdem denkt er, dass er finanziell zu kurz kommt. Obwohl ich ihm schwarz auf weiss zeigen kann, dass das absolut nicht der Fall ist.

    Was ich damit sagen will: NICHT weil du böses getan hast oder böse bist (du hast ihm ja den Alk nicht eingeflöst) sondern weil das Gegenüber keine Verantwortung übernimmt und immer wieder in die Opferrolle flüchtet fühlst DU dich schuldig.

    Vielleicht ergibt sich ja nach der Therapie ein Gespräch... Siehst doch mal so. Er konzentriert sich momentan auf sich und du hast Zeit für dich und kannst dich auf dich konzentrieren. Hast du zb. für das kommende Wochenende etwas geplant, dass dir Freude bereiten könnte?

    Liebe Jump

    Schön von dir zu hören. Es freut mich, dass du am Schluss deines Urlaubes noch so eine tolle Erfahrung gemacht hast. Nachdem du durch Höhen und Tiefen gegangen bist, bist du nicht mehr gehen konntest. Gut, dass du wieder eingerenkt bist und Freude an deiner Wohnung hast.

    Ich habe mal die halbe Nachbarschaft meines Ex-Mannes aufgescheucht um nach ihm zu sehen. Er hätte am Morgen eine Termin bei sich zu Hause gehabt und er hat die Türe nicht geöffnet und auch nicht auf Telefonanrufe reagiert. Man hat dann aufgegeben und ist wieder gegangen. Ich wurde dann kontaktiert ob ich wisse warum er nicht geöffnet hat. Ich habe natürlich sofort mit dem Schlimmsten gerechnet. Schlussendlich ist herausgekommen, dass er gar nicht zu Hause übernachtet hatte sondern bei seiner neuen Freundin :D. Sachen gibt's... :)

    Liebe Jump

    Ich glaube wirklich es muss so sein. Mit ganz viel Geduld das Pflänzchen wieder zum Blühen bringen es bleibt einfach nichts anderes... grummelgrummel.

    Der ausgeräumte Koffer ... wie toll du deine Gefühle beschrieben hast. Und es gibt soviel das einem durcheinander bringt finde ich und so schnell... Am besten geht es für mich mit möglichst wenig Kontakt zum Partner. Wie ist es bei euch? Habt ihr regelmäßig Kontakt?

    Du hast eine Palme hinter deinem Namen. Hast du deinen Koffer zugebracht und bist in die Ferien geflogen?

    Ich habe mir gestern eine Infrarotlampe gekauft, die soll bei Schmerzen und gegend dauernde Erkältungen helfen. Und wenn ich dann schon mal blöd rumsitze kann ich in der Zeit auch gleich meditieren :-). Vielleicht wär das auch was gegen deine Schmerzen, die Lampen sind nicht teuer und man muss sie nur einstecken und warten bis sie warm sind.

    Ich hoffe aber, dass du im Moment irgendwo sitzt wo dich die Sonne wärmt. Auch ich lese dich sehr gern. Danke liebe Jump und alles Gute.

    kenn ich von mir auch. Manchmal ist es so ein ‚wasch mich aber mach mich nicht nass‘ Ding. Ich will irgendwie Gesellschaft aber gleichzeitig will ich alleine rumliegen.

    Ich glaube da hilft nur Geduld. Erst mal Akku aufladen und dann Freunde- vielleicht in kleinerer Dosis als gewohnt. Also vielleicht erst mal telefonieren oder nur recht kurze treffen. Meine Tochter sagt zu sowas ‚mein sozial Akku ist leer‘. Das finde ich ein gutes Bild.

    Liebe AnnaBlume

    Sozial Akku gefällt mir richtig gut. Ich achte seit ich jetzt wieder so erkältet war letzte Woche, ganz genau auf meinen Akku, muss sagen das hilft. War gestern mit einer sehr guten Freundin Kaffee trinke. Habe ihr geschildert warum ich nicht lange bleiben werde. Sie hatte vollstest Verständnis und wir hatten eine schöne Stunde zusammen. Das hat richtig gut getan. Am Abend wäre ich noch eingeladen gewesen zusammen mit Bekannten feiern zu gehen. Essen und dann Party. Das habe ich abgesagt. Schon 3 mal wurde ich angefragt habe jedesmal abgesagt. Mein Akku ist wichtiger. Denn nur mit kleinen Schritten lässt er sich aufladen. Vielen Dank für deinen Tipp.

    Ich versuche für mich einen Weg zu finden.

    Liebe Stoepf

    Soeben habe ich deinen Faden gelesen. Es tut mir sehr leid, dass du dich in dieser verzwickten Lage befindest. Du versuchst für DICH einen Weg zu finden - ein sehr guter und wichtiger Punkt.

    Meine Eltern sind beide Alkoholiker. Sie sind schon seit langer Zeit geschieden. Meine Mutter trinkt täglich und an gesellschaftlichen Anlässen lässt sie sich volllaufen und wird sehr ausfällig. Ich habe mich deshalb entschieden, Sie nicht mehr an irgendwelche Anlässe zu begleiten weil es mich einfach nur fertig macht. Mein Vater trinkt auch täglich. Ab 11.00 Uhr fängt er an zu trinken, von 13.00 bis 16.00 Uhr macht er eine Pause (Mittagspause-er wohnt in einem Land wo es mittags/nachmittags sehr heiss ist) ab 18.00 Uhr trinkt er wieder den ganzen Abend bis er zu Bett geht.

    Ich lege im Normalfall die Zeiten in denen wir uns treffen (oder im Falle meines Vaters "telefonieren") so, dass sie am Vormittag oder am späten Nachmittag stattfinden. So fühle ich mich wohler und ich erlebe die Person dann (leider nicht wirklich) aber eher "nüchtern" und das finde ich, sind sehr schöne Momente. Für Weihnachten und Geburtstage mache ich bewusst eine Ausnahme..... Und rapple mich danach wieder auf. Ich weiss, das hört sich merkwürdig an. Ich möchte Ihnen an diesen besonderen Tagen "eine Freude machen" und da sein. Was den Rest des Jahres angeht schau ich aber auf mich, ich muss mir das nicht mehr geben. Den Kontakt zu meinen Eltern halte ich, er beschränkt sich aber auf maximal alle 2 Wochen. Ich finde da darf man ruhig an sich und sein Wohlbefinden denken.

    Ich wünsche dir, dass du für dich unter diesen schwierigen Umständen deinen Weg finden kannst der für DICH stimmig ist und für niemand anderen. Alles Gute für dich.

    Inzwischen sehe ich Zeit mit mir allein als gute Möglichkeit um aufzutanken … und nun machen mir die Treffen mit Freunden und Bekannten auch wieder mehr Spaß! Ich bin definitiv wieder ausgeglichener. Nochmal: Gib Dir Zeit!

    Danke dir... gut, ich nehme mir das mit der Zeit zu Herzen.... Programm für heute morgen: lesen, Tee trinken, spazieren und Haushalt ignorieren:-) das müsste vorerst helfen..

    Liebe Silberstreifen,

    Ich war dieses Jahr auch schon oft krank, mal richtig schlapp, der Haushalt sah zwischendurch bescheiden aus, im Job nicht gut, etc. Mittlerweile ist es wieder besser. Rückblickend habe ich einfach die Zeit gebraucht für meine Seele, für meinen Körper, um wieder auf die Füße zu fallen. Sei nicht so streng mit Dir selbst.

    LG Momo

    ...Ich versuchs... Danke für deinen Text liebe Momo. Im Moment heul ich nur rum. Naja die ganze Winter- Weihnachtszeit ist ja auch nicht immer einfach. Ich versuch jetzt einfach zuversichtlich zu sein und daran zu glauben, dass es auch bei mir wieder besser wird..