Beiträge von Silberstreifen

    ...Das kann natürlich sein. Vielleicht hatte ich mich an diesen Zustand gewöhnt gehabt. Ich dachte einfach, dass ich mich schneller "erhole". Ich versuche ein wenig Energie zu tanken mit Spaziergängen. Ausserdem nehme ich seit 2 Wochen Tropfen gegen depressive Verstimmungen. Geduld war noch nie meins... hoffe einfach, dass ich mich "überhaupt" erhole. Ich kenne Leute die aus verschiedene Gründen "ausgebrannt" waren und sich auch nach Jahren nicht mehr richtig erholen konnten. Das finde ich ziemlich erschreckend :-/

    Hallo zusammen

    Mir ist heute wieder aufgefallen wie sehr es mir immernoch leicht fällt anderen den Vortritt zu geben. Mein ExPartner richtet sich für die Zukunft ein, wohnt in unserer gemeinsamen Wohnung, hat mehr Geld monatlich zur Verfügung als meine Tochter und ich zusammen, und ich sorge mich immernoch um ihn - mehr als um mich. Also entweder bin ich einfach nur doof oder tief in der Co-Abhängigkeit gefangen. Er fragt mich auch nie wie es MIR geht. Es geht eigentlich immer darum wie es IHM geht. Da meine Eltern beide viel tranken/trinken (eigentlich seit ich denken kann) habe ich mich glaube ich so zurückgenommen, dass ich nichts anderes gewohnt bin als mich um andere zu kümmern. Es geht mir auch nicht schlecht dabei, es fällt mir einfach auf.

    Ich dachte eigentlich, dass mit Abstand zu meinem Ex-Partner meine Lebensenergie zurückkommt. Dem ist aber nicht so. Nach fast 2 Monaten bin ich immernoch völlig erschöpft und es ist mir alles zuviel. Ausserdem erkenne ich mich nicht wieder, weiss überhaupt nicht mehr wer ich bin. Meine ganze Energie-wo ist sie hin? Ich dachte immer nach einer Weile kommt sie zurück? Ich wollte diese Gedanken einfach teilen, bin irgendwie verwirrt und fühle mich verloren.

    Was ich sehr wohl merke, ist, dass ich viel angstfreier lebe und nicht mehr unter permanenter Anspannung leide. Ein grosser und wichtiger Punkt.

    Vielen Dank fürs Lesen...


    Ich lebe zwar nicht mehr in dem Luxus bei meinem Ex und der Familie, aber ich habe wieder zu mir selbst gefunden.
    Ich kann wieder Ich sein. Ohne Ängste um den nächsten Rückfall, ohne das Gedankenkarussell um den alkoholkranken Mann, ohne leere Versprechungen und Enttäuschungen.

    Du schreibst selbst, dein Herz will weg und Ruhe haben.

    Höre auf es! Nichts ist kostbarer als der eigene Seelenfrieden.
    Finanziell kommt man immer irgendwie durch.

    Liebe Saltsoul

    Ich stimme Marliese voll und ganz zu. Seelenfrieden ist so wichtig für ein gesundes und zufriedenes Leben worauf jeder ein Recht darauf hat.

    Ich bin mit unserer Tochter aus unserer Eigentumswohnung ausgezogen weil mein Partner nicht rauswollte. Es war die richtige Entscheidung. Einfach weil Ruhe eingekehrt ist und ich nicht mehr täglich gestresst und angespannt bin. Wenn es mir besser geht, ist das auch ein Gewinn für unsere Tochter. Was mit meinem Anteil der Wohnung passiert weiss ich noch nicht.

    Mir wurde auch alles mögliche vorgehalten und Schuld zugeschoben. Bleib bei dir, lass dich nicht verunsichern. Du packst das. Ich drücke dir beide Daumen.

    Ich muss mich halt erst noch einleben. Das wird dauern. Ich habe 25 Jahre mit meinem Mann zusammen gelebt. Die letzten 20 Jahre im eigenen Haus. Klar ist das jetzt neu und komisch und eine riesige Umstellung. Zeitweise kommt die schiere Panik in mir auf.

    Trotzdem weiß ich, dass es die richtige Entscheidung war und ist. Die einzig sinnvolle.

    Liebe Jump

    Zuerst mal drücke ich dich aus der Ferne. Ich verstehe deine Traurigkeit nur zu gut. Nach der ersten aufregenden Zeit und jetzt wo die Züglerei langsam erledigt ist, zieht auch bei uns der Alltag ein.

    Die ersten Wochen ohne Partner waren/sind sehr wacklig. Ein einziges Auf und Ab. Und immernoch nagt die Angst um meinen Ex Mann an mir.

    Ihr wart sehr lange Zeit zusammen und du hängst nicht nur am Partner sondern auch an eurem gemeinsamen Haus. Gib dir Zeit und nimm den Schmerz an. Loslassen kann sehr schmerzhaft sein. Die ersten 4 Wochen in der neuen Wohnung habe ich jeden Abend weinen müssen. Jetzt wirds langsam besser aber wirklich nur ganz langsam.

    Ich finde es gut, dass du an deinen Vorstellungen und deinen Erwartungen an einer Beziehung festhälst. Das heisst für mich dass du dir selber wichtig bist.

    Ich wünsche dir weiterhin ein gutes Ankommen in der neuen Wohnung. Du scheinst ein wunderschönes Plätzchen für dich gefunden zu haben. Alles liebe für dich.

    Ich kann das einfach nicht, diese Nähe, weil wir in den Momenten nicht auf einem Level sind. Er glaubt mir das nicht, denkt es steckt was anderes dahinter. Und ich will ihn bestrafen.

    Hat dein Mann den Weg aus der Abhängigkeit geschafft? Wie geht/ ging es Dir?

    Schönen Start in die Woche

    Sternenmädchen

    Am Anfang der Beziehung konnte ich mich nach einem Rausch schneller wieder annähern. Mit der Zeit habe ich das nicht mehr geschafft. Es gibt tausend Gründe wenn man trinken will. Der eigene Partner ist der beste Sündenbock. Er weiss wie er dich verunsichern kann. Versuche dich auf deine eigene Wahrnehmung zu konzentrieren. Die ist sicher richtig, nur durcheinander gewirbelt worden.

    Mein Ex-Mann lebt seit 6 Wochen alleine. Ich bin mit unserer Tochter ausgezogen. Ich konnte einfach nicht mehr. War nur noch genervt, gestresst, ängstlich.. konnte kaum mehr schlafen. Und das schon seit langer Zeit. Er trinkt immernoch massiv, er sieht auch wirklich schlecht aus. Ich hoffe immer wieder, dass er sich endlich Hilfe holt. Aber der Abstand zu ihm tut mir wirklich gut. Ich bin zwar sehr traurig aber ich muss diese Ängste nicht mehr ausstehen. Ich habe mir auch etwas verschreiben lassen weil ich zu Depressionen neige. Die Trennung und der sonnenarme Herbst schlagen sehr auf das Gemüt. Das wird hoffentlich schon wieder, braucht halt alles seine Zeit.

    Hallo Fertig

    Bei mir ist zwar nicht mein Kind aber mein Ex-Partner abhängig. Vor gut 6 Wochen bin ich mit meiner Tochter ausgezogen. Er trinkt nun noch mehr, hat vorher schon massiv getrunken. Nun ist er aber auf sich allein gestellt. Vorletzte Woche hätte er eine Lieferung erhalten müssen. Er hatte mir noch vom Termin erzählt. Er hat dann die Türe nicht aufgemacht trotz Telefonläuten und mehrmaligem Klingeln. Ich hatte wirklich Angst und war heilfroh als er sich dann irgendwann gemeldet hat. Die Lieferung konnte nicht zugestellt werden, er musste sich dann selber um eine Abholung kümmern. Auch er hatte mehrmals Billetentzüge, weiss aber dass er selbst Schuld ist. Trotzdem macht er so weiter und verharrt in der Opferrolle. Seine Mutter hat grosse Sorge um ihn, kann aber leider nichts machen. Er hat die Telefonnummer der Suchtberatung und einer Klinik, und natürlich unsere Unterstützung wenn er sich dann helfen lassen will.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Zuversicht. Du bist nicht alleine mit deinen Ängsten.

    Liebes Sternenmädchen

    Ich kenne das allzugut. Mein Mann hat zu mir immer wieder das Gleiche gesagt. "Wenn wir uns wieder näher kämen, würde/müsste er auch weniger trinken". Er meinte immer wieder ihm fehle die Nähe. Die Verletzungen die er mir unter Alkoholeinfluss zufügte (keine körperlichen aber psychischen), trieben mich aber weg von ihm. Das schlimmste war, dass wir über diese Momente gar nicht sprechen konnten, sondern die Laier begann wieder von vorne. "Ihm fehlte die Nähe". Wir drehten uns nur im Kreis. Es zermürbt einfach. Vermutlich bringt es nichts das Thema täglich bei deinem Mann anzusprechen. Aber du könntest sooft du willst ins Forum schreiben wenn es dir hilft :-). Also mir hat das immer sehr geholfen.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch und Kraft und Mut.

    Liebe Momo, das sind die Gründe weshalb du es nicht früher geschafft hast.

    Aber mich interessieren die Gründe warum du und warum andere es dann schließlich doch geschafft haben. Was hat das Klick ausgelöst? Was war der Moment oder Gedanke, der zu der Einsicht geführt hat, dass es so nicht weiter geht?

    Liebe Jump

    Ich kann dir ziemlich genau sagen wann ich die Hinteren nach vorne genommen habe. Ich habe eines Morgend zu meinem Ex-Mann gesagt, dass ich, sollte er wieder besoffen herumfahren, die Polizei anrufen werde. Seine Antwort darauf war: na mach doch: und wenn ich dann Fahrerflucht begehe? Da wurde mir klar, egal wie oder was ich tue, ich hänge mit drin wenn er einen Unfall baut oder jemanden anfährt. Hole ich die Polizei nicht, fühle ich mich schuldig. Hole ich die Polizei, begeht er womöglich Fahrerflucht und es passiert womöglich durch die Fahrerfluch ein Unfall. Ich wollte einfach meine Zukunft und die Zukunft unserer Tochter nicht aufs Spiel setzen. Natürlich kam noch mehr dazu; Erschöpfung, dauernde Anspannung, Gereiztheit usw. Aber dieser eine Satz hat mich so zum Verzweifeln gebracht, dass ich keinen anderen Ausweg sah als zu gehen. Zum Glück :)


    Manchmal fehlt er mir auch und das obwohl wir zusammen wohnen. Dann gibts Situationen wo er da ist, und ich mir aber insgeheim wünsche dass er weg wäre und mich in Ruhe lässt. Kann das gar nicht richtig erklären.

    Liebe Marsi

    Die Wochen bevor ich mit unserer Tochter ausgezogen bin hatten wir noch 2 Wochen Ferien. Wir waren zu Hause. Mein Mann wusste bereits, dass ich mich trenne. Er hat nur rumgelegen und getrunken, mir alles überlassen. Sich kaum mehr mit unserer Tochter abgegeben. Er war der Meinung dass ja eh alles egal war. Es war früher schon so, nun aber noch stärker. Das hatte mir nochmals gezeigt, dass ich wirklich alleine war. Allein und auch irgendwie einsam, denn mein Partner war zwar in der Wohnung, aber nicht anwesend. In der Beziehung, in der Erziehung und mit der ganzen Hausarbeit fühlte ich mich alleingelassen. Jetzt wo ich ausgezogen bin vermisse ich unsere alten Zeiten mit ihm, fühle mich manchmal auch einsam. Ich gehe aber an jeden Anlass den es hier in der Nähe gibt. Für mich und auch für meine Tochter. Da lernen wir neue Leute kennen und dann wird das mit der Einsamkeit auch besser werden.

    Ich vermisse meinen Mann. Aber nicht die letzten 2 Jahre. Der Alkohol hat ihn stark verändert. Dadurch habe ich mich verändert und unsere Beziehung hat sich verändert (so mal aus der Vogelperspektive betrachtet). Ich glaube wenn zu viel vorgefallen ist gibt es auch nichts mehr zu kitten. Auch ich konnte seine Nähe nicht mehr ertragen, und das tat mir noch mehr leid. Denn er ist ja krank. Aber ich bevorzuge dennoch das Alleinsein als dauernd mit Angst leben zu müssen. Der Weg dahin und das Ganze war aber ein sehr langer Weg. Schrittchen für Schrittchen. Ich finde du machst das toll!

    Ich habe hier einmal was gutes gelesen: "Er kann nicht viel dafür", DU aber auch nicht. Und nur ER kann es ändern. So etwas ähnliches. Diesen Satz finde ich sehr hilfreich.

    Wir hatten jetzt zwar sehr viele offene Gespräche….vermutlich so offen und ehrlich wie nie davor…aber dennoch ist sehr viel Vertrauen zerstört worden und ich fühl mich richtig leer und energielos. Zeitgleich aber hin und hergerissen.

    Das ist grad wie ein Zustand in dem man einfach aufgibt und sich selbst vor noch mehr Schmerz und Leid schützt. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben, und finde es auch traurig dass ich so angespannt und zeitgleich „kalt“ reagiere.

    Liebe Marsi

    Dieses "leer und energielos" und auch dieses "angespannt und kalt" kenne ich auch, sogar sehr gut. Obwohl ich seit einigen Wochen getrennt und seit 2 Wochen ausgezogen bin, fühle ich mich immer noch wie ein Zombie. Das braucht vermutlich noch Zeit. Ich habe in der Vergangenheit soviel nachgwlesen, mit meinem ex-mann geredet, gehofft, gezweifelt und wieder gehofft, bis irgendwie keine Energie mehr da war. Ich glaube das gehört dazu. Vielleicht ist dass dein persönlicher Tiefpunkt, sozusagen dein Wendepunkt. Die Selbsthilfegruppe und auch das Forum hier werden dir bestimmt helfen dir selbst zu helfen. Nur Mut, auch wenn du meinst es geht nicht mehr. Es geht immer irgendwie weiter. Nimm dich und deine Gesundheit ernst..

    Liebe Sternwarte

    Ich habe mich mit Hilfe einer Suchtberatung, einer Selbsthilfegruppe und diesem genialen Forum hier, aus der Beziehung mit meinem Mann befreit und bin mit unserer Tochter vor 1 1/2 Wochen ausgezogen. Ich hatte also mehrere Hilfen gleichzeitig. Die Suchtberatung besuche ich schon lange, die Selbsthilfegruppe seit einem halben Jahr, das forum seit Juli dieses Jahres.

    Es gab bei mir einen Schlüsselmoment wo ich mir dachte: heiliger Strohsack was machst du denn? wenn du jetzt bleibst zieht er dich und unsere Tochter mit in den Abgrund. Wenn du jetzt bleibst hängst du mit drin, mit allem was noch kommt (finanzielle Probleme, gefährliche Situationen) und du bleibst zu allem Anderen noch unglücklich. Ich hatte grosse Angst, aber diese Gedanken haben mich einfach nicht mehr losgelassen. Warum sollte ich meine/unsere Zukunft opfern...

    Ich wünsche dir hier einen hilfreichen und interessante Austausch. Vielleicht erlebst du ja auch einen Schüsselmoment, der dir den nötigen Schub gibt... oder du schaffst es auf eine andere Art dich selber und dein Leben wichtig zu nehmen:).

    Am Anfang steht die Erkenntnis, krank zu sein Alkoholiker…. süchtig…. abhängig… Egal, wie man das Kind nennt, es musste im Kopf ankommen, dass die Alkoholsucht eine Krankheit ist und dass die nie wieder weg geht und dass es nur mit absoluter Abstinenz möglich ist, diese Krankheit zum Stillstand zu bringen. Es gibt sie…diese Möglichkeit, wieder normal leben zu können.

    Ich musste akzeptieren, dass ich Alkoholiker geworden bin. Ich glaube, dass war für mich das Schwerste überhaupt. Aber es war auch mein Start in mein nüchternes Leben.
    Es musste im Kopf ankommen, dass es nur diesen einen Weg gibt: kein Alkohol mehr. Nie wieder.

    Lieber Stern

    Vielen Dank für deinen Beitrag. Eine sehr interessante Unterhaltung finde ich... Also ist es so als müsste der Betroffene nicht kämpfen sondern kapitulieren. Die Sucht eingestehen, akzeptieren und es wirklich als Krankheit ansehen. Ich kann dir und jedem, der sich aus dieser Suchtspirale befreit hat nur gratulieren. Es hört sich wirklich nach grösster Not an, etwas so sehr zu wollen, und doch keine Chance zu haben sein Vorhaben durchzuziehen. Wie so viele andere hier wünsche ich meinem ExPartner so sehr, dass er es schafft.

    Silberstreifen, das was du geschrieben hast spricht mir absolut aus dem Herzen. Das ist ganz genau der Punkt, der mir auch so sehr zu schaffen macht. Ich werde die Sache mit dem Willen, der Einsicht und dem Krank-Sein vermutlich niemals verstehen.

    Das einzige was ich für mich verstanden habe ist, dass es aber auch nichts nutzt ebenfalls mit zugrunde zu gehen. So wie mir ein Arzt mal gesagt hat: Wenn Sie gehen stirbt einer, wenn Sie bleiben sterben zwei. Ich glaube das ist es, was Lananana versucht deutlich zu machen.

    Heute habe ich einen Brief von der Reha bekommen, in der mein Mann nun ist. Es wird erklärt, dass ein Alkoholiker zwar "krank" sei, aber dennoch die Verantwortung für seine Genesung und auch für die Ereignisse der Vergangenheit übernehmen sollte.

    Ich finde das ist eine gute Formulierung. Verstehen werde ich es aber trotzdem nie. Für mich bleibt es ein Widerspruch in sich.

    Sehr gut beschrieben liebe Jump. "Ein Widerspruch in sich". Du hast Recht. Es geht schlussendlich nur darum, dass der Angehörige sich nicht auch noch kaputtmacht. Trotzdem wurmt es mich, wie dich auch, das Ganze einfach nicht verstehen zu können. Und so vielleicht besser loslassen zu können. Aber manche Dinge lassen sich vielleicht einfach nicht "lösen".

    Liebe Vayana

    Vielen Dank :) meiner Tochter geht es soweit gut. Sie ist ruhiger und nachdenklicher als sonst, aber im Großen und Ganzen geht es ihr gut.

    Ich geniesse sogar schon ein bisschen. Einfach die Ruhe und die stressfreien Abende. Heute war ein Anlass wo wir noch zu dritt gegangen sind. Ich konnte meinen Ex-Partner einfach zu Hause abladen (er war stark alkoholisiert und zunehmend aufdringlich) und es geht mich nichts mehr an. Auch wenn ich Angst um ihn habe... helfen kann ich ja doch nicht..

    ...Übrigens auch von mir ganz gute Besserung... Ich hoffe es geht schon ein wenig aufwärts? Ich war letztes Jahr jeweils wochenlang krank. Das muss der Stress gewesen sein. Bestimmt ist auch bei dir das Immunsystem deshalb angegriffen. Zuerst mal auf die Beine kommen.

    Hallo Silberstreifen, ich habe in den letzten Tagrn immer wieder an dich gedacht. Und nun bis Du eingezogen!!! Wie krass! Wie geht es Deiner Tochter?

    Liebe Grüße

    Liebe Vayana

    Vielen Dank :) meiner Tochter geht es soweit gut. Sie ist ruhiger und nachdenklicher als sonst, aber im Großen und Ganzen geht es ihr gut.

    Ich geniesse sogar schon ein bisschen. Einfach die Ruhe und die stressfreien Abende. Heute war ein Anlass wo wir noch zu dritt gegangen sind. Ich konnte meinen Ex-Partner einfach zu Hause abladen (er war stark alkoholisiert und zunehmend aufdringlich) und es geht mich nichts mehr an. Auch wenn ich Angst um ihn habe... helfen kann ich ja doch nicht..

    Es geht hier aus meiner Sicht nicht um das erste Mal! Das Problem in der Co-Abhängigkeit ist, dass ich auch nach der zigsten Beleidigung und dem x. Absturz noch Entschuldigungen dafür finde, dass der Alkoholkranke nicht anders kann und ich als Co auch nicht.

    Liebe Lanananana

    Ich versuche folgendes zu verstehen: Ein Süchtiger kann nicht aufhören zu trinken, und so wie ich in verschiedenen Berichten nachgelesen habe, hat das nichts mit einem "schwachen Willen" zu tun. Ich habe schon den Vergleich gehört, dass man einem Asthmatiker ja auch nicht sagen kann er solle mal tief durchatmen. Die Alkoholiker die aber trocken wurden und es geblieben sind, konnten aber aufhören zu trinken. Also hat es ja doch mit "Wille" zu tun. Ich kann die Sorge und meinen Ex-Partner nicht loslassen weil ich denke er kann ja nicht anders (wie das Beispiel mit dem Asthmatiker). Wüsste ich, dass er ja die Möglichkeit hätte aufzuhören, könnte ich denke ich zumindest, besser loslassen.

    Ich danke euch ganz herzlich für eure lieben Nachrichten. Ich fühle mich wirklich geehrt, so viel Lob für mich... :)

    Meine Tochter und ich haben uns schon ziemlich gut eingelebt. Das Gefühlschaos ist noch komplett, aber ich versuche das Wichtige vor Augen zu halten. Heute ist mir bewusst geworden, dass man sich ja nicht nur vom Partner trennt sondern von der ganzen Familie. Das ist bei so einer lieben und grossen Familie eie sie mein Ex Partner hat sehr traurig. Ich heule den halben Tag :-/

    Dafür muss ich nicht mit anschauen wie mein Ex Partner sich zerstört und auch nicht wie sehr seine gesamte Familie darunter leidet. Es ist unglaublich wie weitreichend das Leid ist wenn eine Person in der Familie trinkt. ...Und noch etwas sehr wichtiges: unsere Tochter ist auch raus aus dem System.

    Hallo zusammen

    Nun ist der Umzug (wenigst ens das Gröbste) überstanden. Wir haben unsere eigenen 4 Wände und ich bin sehr froh darüber. Ich glaubs nicht, dass ich es geschafft habe, diesen Schritt zu gehen. Danke euch allen vielmals für die wertvolle Unterstützung...

    Ich würde meinen Mann wirklich gerne dazu bringen, dass er seinen Teil der Verantwortung in dieser Sache übernimmt. Sich eingestehen, dass es auch SEINE Entscheidung war- 1. bei der Trinkerei zu bleiben, 2. Somit die Trennung zu riskieren. Stattdessen versinkt er im Mitleid und mimt den verlassenen Egemann. Ich bin die Exfrau, die es sich leicht macht und mit Kind davon geht. Aber ich glaube es ist sinnlos wenn ich hoffe, denn sich im eigenen Mitleid wälzen ist irgendwie einfacher. Es würde ihm aber sicher besser gehen, würde er Farbe bekennen. Ich hoffe ich kann dieses "mich um ihn kümmern weil es mir leid tut" mit der Zeit und dem nötigen Abstand ablegen.

    Liebe Ich51

    Ich habe deine Geschichte gelesen. Das mit der räumlichen Trennung, finde ich, hast du super gemacht. Du hast das für dich und sicher auch für deine Tochter gemacht. Dass dir die Situation deines Partners so zusetzt kann ich wirklich sehr gut verstehen. Er könnte aber genau so viel Hilfe annehmen wie du es jetzt tust.

    Dieses Forum wird dir bestimmt helfen "dir selbst zu helfen".

    Noch vor 2 Monaten war ich völlig verzweifelt. Seit mind. 1 Jahr plagen mich gesundheitliche Beschwerden, vorallem aber Fieberschübe. Ich wusste ich war in einem nassen Alkoholiker zusammen, aber ich hatte (habe noch immer) Schuldgefühle ihn zu verlassen. Nur leiden ich und unsere Tochter unter einer Situation, die nur der nasse Alkoholiker ändern kann. Er will/kann aber nicht.

    Morgen ziehe ich mit meiner kleinen Tochter aus. Ich glaube nicht, dass ich ohne dieses Forum diesen Schritt gewagt hätte. Nur schon verstanden zu werden und zu wissen, dass man nicht allein ist, tut einfach gut.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch, und dass du dich auf dich und deine Tochter konzentrieren kannst. Auch wenn es schwer ist.