Beiträge von Engel11

    Guten Morgen,

    ich habe bis zu meinem 20. Lebensjahr bei meinen Eltern gelebt. Mein Vater war Alkoholiker und meine Mutter und wir waren Co-abhängig. Mir wird immer mehr klar, was das für Spuren in meiner Seele und Persönlichkeit hinterlassen hat. Wenn mein Vater getrunken hat, draußen unterwegs war, hat er oft Streit mit anderen Männern angefangen, kam nach Hause und hat sich dann an meiner Mutter abreagiert, sie versuchte ihn dann immer zu beruhigen, damit er dann auch zu Hause bleibt und nicht wieder loszieht. Wir 2 Kinder wurden vorher immer von ihr aus der Schusslinie gebracht, damit wir nicht mal was abkriegen. Ich habe es irgendwann so gehasst, dass ich immer vor ihm "kuschen" musste. Wir wurden von ihm nie angegriffen, aber wir hatten immer Angst um meine Mutter. Bis auf einmal (von dem ich weiß) war seine Aggression ihr gegenüber immer verbal und laut. Einmal (an das ich mich erinnern kann) mussten wir auch alle vor ihm flüchten und sind zu meiner Oma gefahren. Am nächsten Tag kam mein Vater nüchtern, geläutert und kleinlaut, hat sie um Entschuldigung gebeten, ihr wahrscheinlich Besserung versprochen und wir sind wieder alle zurück in die familiäre Wohnung. Es hat sich natürlich nichts verändert. Ich lege nun sehr viel Wert darauf, dass Versprechen und Zusagen eingehalten werden, vertraue aber nicht sehr darauf. Ich kann schlecht Grenzen ziehen bzw. sie beständig halten, bin sehr leidensfähig und denke auch sehr oft, so schlimm ist es doch nicht...kein Partner wird zu 100% passen.

    Ich hätte eine Frage an alle Co´s: wenn man einen Partner hat, der fast täglich Alkohol konsumiert, ohne "betrunken" zu werden, auf Partys auch mal mehr trinkt. Aber dabei ruhig, nicht ausfallend oder aggressiv sondern lieb, zugewandt, zuverlässig und lustig bleibt, warum habe ich dann ein Problem damit, dass er Alkohol trinkt? Ich muss ja als Partnerin darunter nicht leiden, so wie meine Mutter damals.

    Bestrafe ich ihn nicht indirekt, weil ich das Verhalten und meine Erfahrungen mit meinem Vater auf ihn übertrage? Er versteht nicht, warum ich damit ein Problem habe, da er ja nicht ausfallend wird und ich dadurch keine Nachteile hätte. Ich finde darauf einfach keine standfeste Antwort, außer, dass es sich für mich nicht richtig anfühlt, mir Unbehagen bereitet, weil ich dem Alkohol nicht vertraue und ich diesen Ausdünstungs-Geruch am Tag danach einfach widerlich und abstoßend finde. Seine Argumente sind, Zucker wäre auch gefährlich und könnte in einer Sucht ausarten und ich würde ja auch nicht auf den Zucker im Kaffee oder auf Schokolade verzichten. Ich habe einfach keine Argumente dagegen. In gewisser Weise spricht er mir schon meine Wahrnehmungen ab, das kenne ich wahrscheinlich auch von früher und ist "normal" für mich. Mir ist schon klar, dass auch das was mit Co-Abhängigkeit zu tun haben muss, aufgrund meiner eigenen Historie. Aber wie, in welchem Zusammenhang? Hat da jemand mögliche Antworten für mich?

    Darf ich fragen, ob du in Bezug auf deine Kindheit/Herkunftsfamilie in Therapie bist oder warst?

    Guten Morgen Seepandarine,

    speziell wegen meiner Kindheit nicht, wenn ich es mir recht überlege. Ich habe tatsächlich zwischen 20 und 50 überhaupt nicht an meine Kindheit gedacht. Ich war mit "meinem" Leben beschäftigt. Bin beruflich weitergekommen, hatte Beziehungen, habe dann geheiratet und selbst eine Familie gegründet. Die Augen hat mir vor ca. 2 Jahren die Folge " Wie ernst nimmst du dich, von Verena König" geöffnet, weil mir bestimmte Muster bei mir aufgefallen sind, die andere Menschen so nicht haben.

    Kennst du das Thema "Objektkonstanz" z.B., auch ein Thema bei mir, ich kann Bindungen recht schnell innerlich "kappen" und schlecht über Distanzen oder zeitliche Entfernungen aufrecht erhalten. Ich fliege sozusagen aus der Bindung raus und dachte, sowas ist normal. Das haben aber andere Menschen oft nicht, die Bindungsstabil sind. Die fühlen sich innerlich auch noch mit ihrem Partner verbunden, wenn sie zeitlich oder räumlich getrennt sind. Wie gesagt, mir sind so einige Themen bei mir aufgefallen, die für mich "normal" aber auch hinderlich waren. Oder auch die Hypervigilanz (erhöhte Wachsamkeit), ich bin viel im Außen und scanne unbewusst mein Umfeld ab. Ich meine zu erkennen, wenn Spannungen in der Luft liegen oder sich Menschen minimal im Verhalten ändern und bei engen Bezugspersonen beziehe ich das dann gerne auf mich und versuche mich dann so anzupassen, das es wieder läuft, mit dem Ergebnis, dass ich mich in Beziehungen dann recht schnell "verliere" und durch voreilige Trennungen dann gerne die Notbremse ziehe um wieder die Kontrolle über mein Leben zu bekommen. Ich kann auch schlecht darauf vertrauen, dass es andere Menschen einfach so gut mit mir meinen.

    Ich war aber zwischendurch wegen anderer Themen bei Psychologen, wegen Beziehungsthemen, Schuldgefühlen, mangelndem Selbstwert, Ehethemen und was daraus so resultiert. Ich hatte auch in der Endphase meiner Ehe mit Panikattacken und depressiven Verstimmungen zu tun. Ich habe mich im Laufe der Jahre in Ehe und Kinder gross ziehen völlig verloren und mein Nervensystem war echt am Limit. Mit meinem jetzigen Wissen führt das natürlich alles auf meine Kindheit und die dort entwickelten (Schutz-) Muster zurück. Es waren immer Verhaltenstherapien, besser wäre evtl. eine Trauma- Körpertherapie gewesen. Diese Art der Therapie kannte ich bis vor 2 Jahren aber noch gar nicht, muss auch wohl privat bezahlt werden, das ist keine Kassenleistung.

    Ein Trauma war eher für mich, wenn man eine Katastrophe/Unfall überlebt hat oder aus einem Kriegsgebiet kommt. Das es sowas wie Entwicklungs- und Bindungstraumata gibt, war mir nicht bewusst.

    Aber ich versuche immer mehr mich zu "entspannen" und mein Nervensystem selbst beruhigen und stabilisieren zu können. Mache gerade einen MBSR Kurs und versuche bewusster mit meinen Bedürfnissen und Gefühlen umzugehen, mich wieder wichtiger zu nehmen, an erste Stelle zu stellen und auch Grenzen zu setzen. Es ist kein gradliniger Heilungsweg, aber es wird...Ich bin da recht zuversichtlich....:)

    Und da merke ich in dem Ausdruck: Wut ist schon irgendwo da, aber ich richte sie gegen mich selber. Ich empfinde sie nicht für den Vater...

    Guten Morgen,

    ja, da geht es mir ähnlich. Übergeordnet geht es wohl darum, die Bindung und Zugehörigkeit damals in der Familie erhalten zu können. Also man musste "selbst der Fehler" sein. Das gibt einem das trügerische Gefühl, "wenn ich besser bin, mich mehr anstrenge, Verständnis aufbringe" dann kann ich Teil der Familie bleiben und "habe die Kontrolle". Zum anderen sind Kinder absolut von ihren Eltern und ihrer Fürsorge abhängig um überleben zu können, wir mussten Strategien zur Anpassung entwickeln, um in diesen Familienstrukturen klarkommen zu können. Das waren ganz schlaue Muster, die uns allerdings jetzt als Erwachsene im Weg stehen. Ich kann dir den Podcast von Verena König empfehlen (u.a. die Folge #267, da geht es darum, warum wir unsere Kindheit bagatellisieren.) Diese Frau ist super. Sie hat mir in vielem die Augen geöffnet, es geht dort um Bindungstraumata. (Dami Charf kann ich auch empfehlen, sie macht es ähnlich) Es geht auch viel darum, heute diese verborgenen und verkapselten Gefühle körperlich zu "fühlen". Wir haben einen Klumpen an nicht gefühlten Gefühlen (auch Wut und Traurigkeit) in uns. Wie eine Zwiebel mit vielen Schichten. Nur leider bekomme ich das auch noch nicht so wirklich hin. Ich verstehe kognitiv sehr viel, bekomme es aber nicht ins Gefühl. Und wenn ich getriggert werde, bin ich wie auf einer Schiene unterwegs. Ich sehe zwar von außen, was passiert, aber ich kann dann schlecht eingreifen und meine Reaktionen nicht bewusst umleiten. Ja, und dann kommt die Wut auf mich und die Scham, es wieder nicht hingekriegt mal anders reagiert zu haben.

    Ich habe mich auch schon gefragt, was ich für ein Mensch geworden wäre wenn meine Kindheit nicht durch die Alkohol Abhängigkeit meines Vaters so geprägt worden wäre. Ist natürlich müßig und nicht zielführend. Von Außen sieht man es mir nicht an. Ich wirke stark, gut organisiert, lege großen Wert auf Ehrlichkeit, bin sehr zuverlässig und verantwortungsbewusst, wirke selbstbewusst und ich stehe im Leben, ich würde mich insgesamt als "erfolgreich" beschreiben, was auch immer das für jeden einzelnen bedeutet.

    Das bin ich auch alles, aber innen drin habe ich viele Selbstzweifel, bin sehr perfektionistisch, erkläre und rechtfertige mich viel zu oft, gehe hart mit mir ins Gericht und suche Fehler und Schuld immer zuerst bei mir, als bei anderen.

    Meine Mutter hatte sich auch verloren. Sehr jung geheiratet, mein Vater 9 Jahre älter. Es gab auch eine Trennung, mit getrennten Wohnungen, da war ich ca. 11/12 Jahre alt. Aber leider haben sich meine Eltern wieder versöhnt und sind wieder zusammengezogen. Eine dauerhafte Trennung wäre für meine Schwester und mich in diesem Zusammenhang vielleicht besser gewesen, keine Ahnung. Aber meine Mutter war mental nicht so stark und leider kann ich sie dazu heute nicht mehr befragen, was ihre Gründe waren, wieder zu meinem Vater mit uns zu ziehen.

    Bei mir ist es auch so, dass ich, wenn ich mich an heftige Situationen erinnere, dazu so gut wie keine Emotionen empfinde. Ich kann sowas absolut wie einen Tatsachenbericht erzählen, ganz gefühlskalt. Ich scheine wirklich vieles abgespalten zu haben, Thema Dissoziation. Und auch ich fand meine Kindheit nicht so schlimm, bis ich tiefer in alles eingestiegen bin. Mein bewusstes Erinnern fängt aber auch erst ab 10 Jahren an. Ich vermute, meine Eltern werden auch schon Probleme gehabt haben, als ich ein Baby, Kleinkind und junges Schulkind war. Mein Vater hat auch da bereits getrunken und bei Feiern die Kontrolle über sich und seine Emotionen verloren. Was ich also als Kind mitbekommen habe, entzieht sich völlig meiner bewussten Kenntnis. Ich hatte so oft Angst um meine Mutter, wenn es zwischen ihnen Streit gab.

    Bei mir ist es so, dass ich fast keine Wut verspüre wenn z.B. Versprechen nicht eingehalten werden. Mein Vater hat damals auch nüchtern, nach Rausch und Wut, meiner Mutter und uns soviel versprochen. Bis zum nächsten alkoholisierten Vorfall. Es gehörte anscheinend zu meiner Lebensrealität, das Dinge versprochen wurden und dann nicht eingehalten worden sind und ich da einfach machtlos und nicht handlungsfähig war. Ich musste es einfach ertragen und so hinnehmen. Ich werde mir da auch Enttäuschungsgefühle abtrainiert und abgespalten haben.

    Auch habe ich eine hohe Schwelle bis ich Freude und Spaß bei irgendwas empfinde. Ich sage dazu gerne mir fehlen "Gefühlsfarben", ich habe nicht die volle Palette an Farben zur Verfügung. Und meine Antennen sind oft bei anderen Menschen im Außen, wie sind sie drauf, wie reagieren sie. Meine Mutter hatte uns und meinen Vater mal über Nacht verlassen und ist zu einem anderen Mann "geflüchtet", da war ich 11 Jahre alt, meine Schwester 10. Sie kam aber irgendwann wegen meiner Schwester und mir wieder zurück. Aber auch heute ist das Gefühl, dass ich als Mensch einfach zurückgelassen und ausgetauscht werden kann, sehr präsent. Ich glaube nicht an Stabilität in Beziehungen und bin immer irgendwie auf der Hut, als ob ganz plötzlich was schlimmes passieren kann und ich Bindung und Zugehörigkeit verliere. Das sitzt alles so tief in mir...

    Hallo zusammen,

    Ich bin erwachsene Tochter eines Alkoholikers. Mein Vater ist Anfang 2019 am Alkohol gestorben, das Thema lässt mich dennoch nicht los bzw. holt mich erst jetzt, mit Mitte/Ende 30, so richtig ein. Mein so geworden sein, wie ich bin. Mich zu fragen und anzuerkennen, wie viele meiner Charakteristiken und Eigenheiten auf das Aufwachsen in einer alkoholabhängigen Familie zurück gehen. Der Gedanke: "Ach, vielleicht bauschst du da auch einfach zu viel auf, so schlimm war es ja jetzt auch wieder nicht." Und andererseits dieses große Wiedererkennen, wenn ich mir typische Eigenschaften/Eigenheiten von EKA durchlese.

    Ich würde mich freuen, mich hier mit euch austauschen und über mich schreiben zu dürfen.

    Hallo Seepandarine,

    ich bin auch ein EKA. Mein Vater war alkoholabhängig, ist im Rausch meiner Mutter (die Co-Abhängig war) gegenüber aggressiv geworden und wir Kinder mussten diese Situationen aushalten bzw. war meine Familie "normal" so für mich. Bis ich mit 20 Jahren ausgezogen bin, um dem zu entkommen.

    Ich empfinde bei mir verschobene Grenzen, auch dieses "ist das jetzt wirklich so schlimm oder muss ich mich einfach noch mehr anstrengen oder meine innere Einstellung ändern, um es passend zu machen." Ich habe da keinen inneren Kompass, wann was zu viel ist und stelle mich und mein Empfinden oft in Frage. Erst wenn mir manches von außen von jemand unabhängigen validiert wird, sozusagen die Erlaubnis erteilt wird, dass ich es schon richtig empfinde, kann ich Grenzüberschreitungen etc. sehen und auch für mich anerkennen, ziehe aber nicht unbedingt dann die nötigen Konsequenzen.

    Ich scheine sehr leidensfähig zu sein und sehe dann das Problem eher bei mir als bei anderen bzw. lasse ich bei anderen sogar vieles durchgehen, was ich bei mir selbst stark verurteile. Mir wurde auch erst vor kurzer Zeit (Ü50) klar, wie anders geprägt ich bin als EKA. Das hat mich sehr traurig gemacht bzw. trauere ich immer noch teilweise um meine Kindheit und um meine, für heute destruktiven und hinderlichen Schutzfunktionen, die mir mein Leben und Durchhalten in meiner Familie aber ermöglicht haben. Meine Eltern sind leider beide schon tot. Ich würde tatsächlich sehr gerne die eine oder andere Situation mit Ihnen aufarbeiten und in meiner Erinnerung gerade ziehen und/oder abgleichen. Das geht nun nicht mehr.

    In dem Post "Merkmale für ein EKA" habe ich mich auch erschreckend oft wiedergefunden und mir ist einiges klarer geworden, warum ich so bin, wie ich bin. Nur macht es diese Erkenntnis nicht unbedingt leichter, wenn ich getriggert werde und meine Schutzfunktionen hochfahren...

    Liebe Grüße

    Mel

    Hallo Sternwarte,

    eine anwaltliche Beratung und ein Suchauftrag bei einem Immobilienportal könnte ja parallel laufen. Wichtig ist, erstmal überhaupt ins Handeln also in die Bewegung zu kommen. Am Anfang erschlägt einen der Berg aber vieles arbeitet sich Stück für Stück ab. Es gibt auch für vieles Checklisten im Netz, die man auf seine Situation anpassen und dann abarbeiten kann. Es gibt auch möblierte Wohnungen (kann man gesondert auf den Immobilienportalen selektieren. Für Menschen, die z.B. auf Montage arbeiten). Ich bin nach meiner Trennung vor 3 Jahren für 3 Monate in eine möblierte Wohnung gezogen um räumlichen Abstand zu bekommen.

    Das Zauberwort ist "Selbstwirksamkeit". Mit jedem kleinen Schritt bekommst du mehr davon, mehr Erfahrung, mehr Kontakte, mehr Möglichkeiten und Mut. Wichtig ist, den ersten Schritt zu machen.

    Update 13.09.2024

    Ich denke, ich werde meinen Faden etwas weiterspinnen, es tut mir gut, meine Entwicklung selbst nachzuvollziehen.

    Heute ist Tag 41 seit der Trennung und auch Tag 41 seitdem ich selbst keinen Alkohol mehr trinke. Ich habe rückblickend festgestellt, dass ich durch die Beziehung mit meinem Partner selbst sehr viel mehr Alkohol konsumiert habe, als ich es wahrscheinlich sonst getan hätte. Am Anfang unserer Beziehung habe ich selten konsumiert und nicht ich habe auf ihn abgefärbt sondern sein Konsumverhalten hat im Laufe der Zeit auf mich abgefärbt. Sein Umfeld war sehr alkohollastig und ich wollte mich anpassen, mich offen zeigen und irgendwie dazugehören. Ich dachte, der Fehler liegt bei mir, dass ich mit seinen Leute nicht so gut warm geworden bin, dass ich mich mehr anstrengen muss, um dazuzugehören. Naja...

    No Contact habe ich seit 41 Tagen nicht geschafft. Wir hatten letzte Woche telefonisch und per Whatsapp Kontakt. Aber mit Abstand habe ich gemerkt, wie mir der Kontakt nicht gut tat, wie mein Ex-Partner versuchte mich wieder einzulullen und mein Herz das gerne hören wollte. Mein Verstand aber ist sehr klar und will nicht in die Beziehung zurück, mein Herz hinkt da noch etwas hinterher. Jetzt ist er wieder auf allen Kanälen blockiert und diese "Schutzmauer" tut mir sehr gut und gibt mir innere Ruhe.

    Gefühlt befinde ich mich immer noch im "Niemandsland". Ich bin kein Teil mehr eines „Wir“ aber ich habe auch noch nicht mein „Ich“ wiedergefunden. Es gibt gute Tage und es gibt nicht so gute Tage. Ich habe überwiegend das Gefühl, als wenn ich meinen Alltag wie durch einen Grauschleier wahrnehme. Irgendwie fehlen die knalligen Farben in meinem Leben. Ich vermute, dass auch die Beziehung zu meinem Ex-Partner eine Art toxische Beziehung war. Mit dieser intermittierenden Verstärkung von guten Zeiten, der Nähe und schönen Momenten und dann eben diesen gefühlten Bergen, wenn wieder eine Party/Event bei ihm bevorstand, mit der darauffolgenden Erleichterung bei mir, wenn sowas wieder erstmal überstanden war. Das bedeutet, obwohl ich diejenige war, die sich getrennt hat, fühle ich mich deswegen trotzdem nicht besser und mache eine Art „Hormon-Entzug“ durch. Aber ein gutes hat das Ganze. Da mir ja klar war, dass ich mich von ihm trennen musste (früher oder später), bin ich jetzt immerhin schon 41 Tage weiter in meinem Prozess. Ich denke, das ist etwas, wofür ich dankbar sein kann.

    Und ich bin sehr froh darüber, dass ich noch rechtzeitig den Absprung geschafft habe, jetzt wo ich soviel darüber gelesen habe, was mit der Biochemie und den Hormonen im Gehirn passieren kann, wenn man Alkohol konsumiert. Es ist einfach gruselig, wie schnell man doch von "Gewohnheit" in "Abhängigkeit" rutschen kann, wenn erstmal an irgendeinem Zeitpunkt der Schalter im Gehirn umgelegt wird.

    Weiterhin gehe ich regelmäßig zum Sport, zu meiner Psychologin, lese viel, höre Podcasts, lese hier im Forum mit, "halte" mein ruhiges Leben aus und versuche mir ein neues eigenes Umfeld aufzubauen. Ich habe keinen supergroßen Freundeskreis, Freundinnen wohnen weiter entfernt und haben ihren eigenen Alltag mit Partner und Familie.

    Und irgendwie ist es auch eine gute Übung zu lernen, mit mir selbst auskommen zu müssen und ich habe das Gefühl in mir, dass das jetzt der richtige Zeitpunkt ist, das zu lernen und irgendwann auch zu genießen. Ich fühle mich optimistisch :)...

    Viele Grüße und bis bald...

    Ach so Hartmut, vielleicht verstehe ich deinen Text nun etwas besser. Tatsächlich habe ich nicht so einen ausgeprägten "Helferkomplex". Nein, Teilerfolge bringen mich nicht weiter, daran arbeitet man sich ja nur selbst ab.

    Letztendlich habe ich mich ja getrennt und arbeite mich nun durch meine Themen. Was wohl eher den Überbegriff "emotional nicht verfügbare" Partner betrifft. Mein Ex-Mann war damals beruflich sehr eingespannt (Workaholic?) und nun, Zufall ?, war mein letzter Partner dem Alkohol sehr zugetan und somit auch nicht unbedingt dauerhaft "verfügbar" für eine gesunde und stabile Beziehung. Meine Partnerwahl hat ja sehr viel mit mir und meinen Mustern (EKA?) zu tun und ich möchte zukünftig anders und gesünder für mich wählen.

    Hi Hartmut,

    das ist aber hier nicht mein Thread, sondern von C.K..

    Was ich damit erreichen will? Bei mir haben sich damals einige trockene Alkoholiker gemeldet und haben ihre Sicht und Lage mir mitgeteilt, was mir in meiner Situation die "andere Seite" gut dargestellt hat und so wollte ich meine Sicht als Angehörige darlegen. Dieses Forum beheimatet ja Alkoholabhängige, EKAs und auch Angehörige (u.a. in Co-Abhängigkeit). Falls es nicht erwünscht sein sollte, dann werde ich nicht mehr im "Alkoholbereich" schreiben. Und klar, lese ich hier noch mit. Ich habe mich von meinem Partner getrennt und bin natürlich auch noch nicht "über den Berg" und finde ich mich mit meinen Gefühlen und Zweifeln in manch anderen Beiträgen wieder.

    Ich war u.a. auch mal bei einem Treffen vom blauen Kreuz, da wurde mir gesagt, es können auch betroffene Angehörige teilnehmen. Beide Seiten könnten davon profitieren.

    Habe ich dich richtig verstanden? Mir ist nicht so wirklich klar, was jetzt dein Anliegen war.

    Hallo C.,

    du könntest versuchen eine möblierte Wohnung für das restliche Schuljahr zu finden. Dann bräuchtest du keine komplette Wohnung neu einrichten und hättest erstmal eine räumliche Trennung. Dann hast du Zeit und Ruhe, den Rest zu planen und zu organisieren. Also evtl. den Umzug wieder zurück in deinen ursprünglichen Wohnort, falls du das vorhaben solltest.

    Viele Grüße

    Mel

    Und dann? Diesen Geist bekomme ich doch nie wieder in die Flasche.

    Soll er denn wieder in die Flasche?

    Das bist du, das ist dein Leben und deine Lebensrealität. Du hast sicher recht, erstmal musst du es "begreifen" und auch annehmen und du darfst dir auch verzeihen. Wenn du ab jetzt keinen Alkohol mehr trinkst, wärst du ab jetzt eine "trockene" Alkoholikerin. Und ob dein jetziger Partner das mitträgt oder nicht, bei einer evtl. nächsten Partnerschaft ist das auch eine wichtige Information für einen potentiellen neuen Partner. Ich höre mir gerne Podcast an, u.a. von 2 jungen Frauen, die auch jetzt trocken sind. Die eine sagte in dem Podcast, wenn sie jemanden datet, sagt sie es direkt beim ersten Treffen, damit die Karten auf dem Tisch liegen. Es geht sonst soviel Vertrauen flöten. Ich habe hier auch im Forum geschrieben und bin seit 5 Wochen getrennt. Bei mir sieht es jetzt so aus, dass ich tatsächlich stark an mir zweifel, ob ich mich unbewusst zu Menschen mit Suchtproblem hingezogen fühle, weil mir die Muster und Mechanismen vertraut sind. Ich war in meiner letzten Beziehung direkt auf dem Weg in die Co-Abhängigkeit, wie damals als Kind mit einem alkoholkranken Vater. Ich vertraue mir aktuell selbst nicht, brauche dazu noch Zeit und darf auch noch einiges aufarbeiten.

    Ich kann nur sagen, ich wäre tief enttäuscht, wenn mein Partner nicht das Vertrauen zu mir hätte, um sich mir anzuvertrauen. Ich würde die ganze Beziehung in Frage stellen und mich wahrscheinlich trennen, wenn mich jemand in einem so wichtigen Thema hintergangen hätte. Auch empfände ich "Verheimlichen" als eine sehr schwache Charaktereigenschaft, Allerdings bin ich familiär vorbelastet (EKA) und hätte schon gerne die Wahl, ob ich mir so eine Beziehung vorstellen könnte. Mit einem "nassen" oder "trockenen" Alkoholiker. Es ist ja auch meine Lebenszeit, die ich dann evtl. auf falschen Tatsachen verschwende und mein Vertrauen, welches ich wieder aufbauen müsste.

    Allerdings würde es mich wundern, wenn er bisher so gar nichts mitbekommen hätte, eine Fahne riecht man doch. Und falls er was ahnt und er spricht es selbst nicht an, dann spricht das, meiner Meinung nach, auch nicht für eine ehrliche, offene und vertrauensvolle Beziehung...

    Mein Partner weiß nichts von meinem Problem…zumindest bilde ich mir das ein. Ich möchte, dass das auch so bleibt.

    Guten Morgen NovaSol,

    meinst du nicht, dass dein Partner schon ein Recht darauf hat zu erfahren, mit wem er sein Leben teilt? Wie authentisch bist du, wenn du solch wichtige Geheimnisse vor ihm hast? Irgendwann kommt es vielleicht eh raus und dann ist der Schaden noch viel größer je mehr Zeit ins Land zieht und wird sehr viel Vertrauen und vielleicht auch die Liebe zerstören. Ich bin ein großer Fan von Ehrlichkeit. Auch wenn sie weh tut. Die Wahrheit kann nie verkehrt sein. Was ist das sonst für eine Basis für eine liebevolle Beziehung auf Augenhöhe? Auch nimmst du ihm sonst eine Entscheidung für SEIN Leben ab, wie er leben möchte.

    Weiter oben hast du geschrieben: "Keine Lügen, keine Ausreden, keine Heimlichkeit mehr"

    Viele Grüße

    Mel

    Was ich dir sagen möchte: es gibt noch mehr Menschen wie dich, die keine Lust auf einen benebelten Partner/in haben.

    Ja, das hast du gut ausgedrückt. Ich habe als Partnerin mein Empfinden und meine persönlichen Grenzen auch immer mehr verschoben und habe mich zunehmend in Frage gestellt, wenn mein Partner mir gesagt hat: "Aber ich werde doch nicht aggressiv und bekomme mein Leben gut hin". Ich kam mir zunehmend wie eine Spaßbremse und wie eine Spießerin vor, die ihm die Geselligkeit und den Spaß missgönnt.

    Aber ja, ich hatte einfach keinen Bock mehr auf seine "Wesensveränderung" durch den Alkoholkonsum. Das Lallen, die übertriebene Heiterkeit, die Ausdünstungen während und am Tag danach, die geistigen Aussetzer am Morgen darauf über das nächtliche Gesprochene und sein verquollenes Aussehen. Und was noch viel schlimmer war, ich habe mit ihm zusammen auch viel mehr konsumiert als ich eigentlich wollte und das wurde mir dann vorgehalten mit: "Aber es hat dir doch auch Spaß gemacht, du hast doch mitgetrunken".

    Ich bin jetzt gut 1 Monat getrennt (mit No contact) und die guten Zeiten mit ihm geben mir innerlich immer noch zwischendurch Stiche, aber ich bin weiterhin froh, mich getrennt zu haben und so einen Partner werde ich nie mehr in meinem Leben tolerieren. Wenn man irgendwann an einem Punkt anfängt, über das Konsumverhalten seines Partners nachzudenken und es wird Bestandteil der Partnerschaft, wird es Zeit zu handeln. Ich denke, man wird nie wieder alles auf "Anfang" zurückdrehen und einfach so weitermachen können.

    Meiner Meinung nach eierst du ziemlich rum. Willst du wirklich "bis zum Ende deines Lebens" so mit einer Partnerin zusammenleben. Eine Beziehung sollte Spass machen und sich überwiegend leicht und als Bonus anfühlen. Wenn du andauernd Grenzen setzen musst und sie nicht sehr einsichtig auf deine Bedürfnisse eingeht, was hält dich dann bei ihr? Das ist doch alles mehr Kampf als Partnerschaft. Hast du darauf wirklich richtig Lust und erfüllt dich so eine Art von Beziehung?

    Ich denke, dass Problem ist, wenn man den Focus schon drauf hat und beobachtet und auch innerlich mitzählt, was und wie der andere trinkt, wie will man bei sich selbst dieses (kontrollierende) Verhalten wieder rückgängig machen und zurück ins Vertrauen kommen? Da ist doch in einem selbst schon ein Automatismus angestoßen worden. Es sind Zweifel vorhanden. Und Zweifel sind kein klares "JA" für die Beziehung, geschweige denn für eine Heirat.

    Oder wie schätzt du das ein?

    Wir kennen uns ca. zweieinhalb Jahre, alles was davor war, kenne ich nur aus dem, was sie sagt: "Aber ich mache das doch schon seit Jahrzehnten so, es ist nie mehr geworden, und es hat doch auch nie Probleme bereitet."

    Guten Morgen,

    genau das hat mein Lebensgefährte (Mitte 50) auch genau so zu mir gesagt. Wir waren ca. 2,4 Jahre zusammen und auch ich habe diesen dicken Klotz im Bauch gehabt und eine starke Ambivalenz meiner Gefühle zu ihm. Ich habe mich nun vor 4 Wochen getrennt. Das 7. Mal in 2,4 Jahren (es war immer wegen seines Alkoholkonsums und immer bin ich wieder eingeknickt) und jetzt endgültig. Mir ist soviel klar geworden. Ich kann mir eine Zukunft mit ihm einfach nicht zuverlässig vorstellen. Ich habe hier auch im Forum geschrieben. Ich hatte mittlerweile ein Riesenproblem mit seinem missbräuchlichen Konsum und das war es jetzt für mich. Wenn man Zweifel bekommt, ist das eigentlich schon Zeichen genug. Man will das nur vielleicht nicht wirklich zulassen und wahrhaben. Aber wenn man ehrlich ist, hat man die ganze Zeit die Antwort in einem und der Klotz im Bauch wird nicht von alleine weggehen, wenn er bereits da ist. Meine Erfahrung....

    Wir haben ein Kind zusammen, ich liebe ihn und würde ihn ungerne im Stich lassen,

    Oh ja, mein Vater war auch alkoholkrank und er wurde unter Alkoholeinfluss meiner Mutter gegenüber aggressiv. Und meine Mutter und somit auch wir Kinder waren damals in der Co-Abhängigkeit. Sie waren früher mal kurzeitig getrennt und wir haben mit meiner Mutter woanders gewohnt. Letztendlich ist meine Mutter mit uns wieder zu unserem Vater gezogen. Es wäre für uns alle besser gewesen, es wäre nicht so gekommen. Es hat soviel psychischen Schaden bei uns Kindern angerichtet. Jetzt erst mit Ü50 habe ich selbst co-abhängige Tendenzen bei mir festgestellt und habe mir selbst einen (anscheinend) alkoholkranken Partner gesucht, den ich nun nach etwas über 2 Jahren mit 5x on/off verlassen habe, meine Trennungsgründe hatten immer seinen für mich missbräuchlichen Alkoholkonsum als belastenden Grund. Auch ich habe ihn geliebt und verarbeite nun die Trennung. Lies dir mal die anderen Berichte hier in Ruhe durch. Viele Ängste, Hoffnungen, Manipulationen vom Partner etc. ähnlich sich so sehr, als ob wir Co-Abhängigen ein ähnliches Drehbuch abspielen. Ich habe mich da selbst so oft drin wiedergefunden. Jetzt arbeite ich meine eigenen Baustellen aus meiner Kindheit auf und bleibe erstmal Single und setze mich an erster Stelle.

    Ja, also irgendwie ist es schwierig darauf zu antworten... Ich will es mal so formulieren, in meinem Leben wusste ich eigentlich immer was Alkohol aus mir gemacht hat und auch was es aus mir machen wird, aber ich habe die Sprache nicht verstanden...

    Ich war in einem Land dessen Sprache ich nicht verstanden habe.

    Ich bin immer noch in dem selben Land, habe aber nun einen Übersetzer.

    Das Forum ist mein Übersetzer.

    Weil ich nun die Sprache verstehe kann ich auch antworten. Das ist mein neuer Schlüssel.

    Das hast du bildlich sehr gut beschrieben, da finde ich mich wieder. So erging es mir mit meiner Co-Abhängigkeit und emotionalen Abhängigkeit mit meinem Partner. Ich habe hier im Forum auch ein Post dazu. Ich bin irgendwie nun in der Lage, die Sache von "oben" zu betrachten und habe meine "Schlösser" ausgetauscht. Seine Schlüssel passen nun nicht mehr. Es hat an irgendeinem Zeitpunkt in mir "klick" gemacht und nun darf ich heilen und meine eigenen Muster bearbeiten. Die Berichte hier im Forum, von anderen Betroffenen, waren auch eine große Hilfe für mich.

    Update 14.08.24

    Guten Tag zusammen,

    ich war also mit meinem Partner im Urlaub. Es war wie erwartet wunderschön, so in unserer Blase, ohne Umfeld und ohne unsere Familien, abends gab es am Stand auch wieder die Dosen Bier etc.. Zu dem Zeitpunkt konnte ich mir trotzdem überhaupt nicht mehr vorstellen, die Beziehung zu beenden. Als wir dann aber wieder zurück in der Heimat und wir wieder in unserem Umfeld waren bzw. ich wieder mit in seinem Umfeld war, kamen postwendend meine ganzen schlechte Gefühle zurück und ich war wieder dort innerlich angekommen, wo ich vor dem Urlaub gefühlsmäßig stand. Also, dass ich mir die Zukunft und ein mögliches Zusammenziehen (dann auch bei ihm in seinem Haus, weil er sich keine Veränderung vorstellen kann) so mit ihm nicht vorstellen kann.

    In der Woche drauf hatte ich dann 2 Coachingtermine und auch Gespräche mit 2 guten Freundinnen, die sehr eng an mir dran sind und schon viel davon mitbekommen haben.

    Lange Rede, kurzer Sinn, seit Samstag 03.08.24 bin ich nun getrennt von ihm. Einige Whatsapp Nachrichten seinerseits (Sprachnachrichten habe ich direkt ungehört gelöscht) habe ich ihn seit letztem Sonntag nun auch blockiert. Es machte keinen Sinn mehr. Ich habe mich immer wieder inhaltlich und meine Entscheidung erklärt und er hat darauf nie Bezug genommen, sondern immer nur an meine Gefühl appelliert und mir vorgeworfen, dass ich unsere Zukunft einfach so wegwerfe, wie gut wir doch zusammen passen, wie sehr er mich lieben würde und dass er an sich arbeiten würde (was auch immer das heißen sollte...). Es hat mir soviel Energie abgezogen, deshalb dann das Blocken.

    Ich nehme noch das Coaching in Anspruch (heute ist wieder ein Termin), heute bin ich auch erstmalig bei einer Zoom SHG von Co-Abhängigen dabei, höre zwischendurch verschiedene Podcasts bezgl. Alkoholsucht und Co-Abhängigkeit, lese Bücher über das Thema Alkohol und was es für Schäden u.a. im Gehirn (Nervensystem, Dopamin und Serotonin etc) verursacht, lese hier im Forum immer noch die Posts von anderen mit und habe mir mal den Whatsapp Verlauf mit meiner besten Freundin innerhalb der letzten 2 Jahre durchgelesen (ist fast wie ein Tagebuch). Dort hatte ich auch die anderen 5 Trennungen von ihm mit ihr besprochen. Es ist erschreckend, wie ähnlich sich die jeweiligen Nachrichten sind, wie wenig sich letztendlich seinerseits (und auch bei mir) geändert hat und ich immer wieder eingeknickt bin, weil ich immer wieder zurückgegangen bin.

    Es geht mir gut, ich habe bisher keinen großen Liebeskummer und arbeite nun an meinen eigenen Themen, die natürlich einen roten Faden in meine Kindheit und die Alkoholabhängigkeit meines Vaters und unserer familiären Co-Abhängigkeit haben. Mein Wunsch ist es, dass ich irgendwann einen Partner finde, der besser zu mir passt und dass ich nicht wieder in gleiche Muster reinrutsche. Aber erstmal bleibe ich alleine, gestalte mein eigenes Leben (habe mich im Fitnessstudio angemeldet und plane im Herbst eine Yoga-Reise) und kann mir eine neue Partnerschaft aktuell überhaupt nicht vorstellen. Alles braucht erstmal seine Zeit.

    Vielen Dank für eure tatkräftige Unterstützung hier im Forum, ich lese hier immer noch gerne mit und habe für mich beschlossen (nachdem ich ein spezielles Buch über Alkohol gelesen habe) dass ich ab jetzt selbst auch keinen Alkohol mehr trinke. Erstmal als Challenge für 1 Jahr und dann sehe ich mal weiter. Letztendlich ist ein Nerven-Gift, eine Droge, die leider gesellschaftlich legitim und anerkannt ist und jeder von uns kann davon süchtig werden, auch wenn wir nur "genuss"- trinken".

    Es bleibt somit spannend.

    Viele Grüße. Engel11