Beiträge von Sonnenschein CoA

    Versuch doch vielleicht heute was Schönes mit den Mädels zu machen. Vielleicht könnt ihr Backen, ins Kino gehen oder ne kleine Shoppingtour unternehmen. Dann bist du auch abgelenkt und beschäftigt, die Zeit geht schneller rum und ihr verbringt gemeinsame Stunden.

    Guten Morgen Panama,

    das ist ein guter Vorschlag. Wir erhalten gerade den Alltag aufrecht. Die Kinder haben sich für heute schon mit Freunden verabredet und ich bin beschäftigt mit Haushalt und Kindertaxi. Das hält mich am Leben und ich verfall nicht in Starre. Trotzdem brech ich ständig in Tränen aus und das Gedankenkarussell steht nicht still.
    Nach außen bin ich immer die Starke, aber im inneren das kleine Mädchen, was sich am liebsten daumenlutschend in einer Ecke verkriechen würde.
    Ich werde das Beste aus dem Tag mache.
    Dieser blöde Nebel drück so aufs Gemüt…..

    Ich wünsche dir einen schönen Samstag und danke für deine Worte.

    Guten Morgen Jump,

    ja, ich tue es ganz bewusst für mich und die Kinder. Nicht für IHN, weil da habe ich keinen Einfluss drauf. Nur geht es mir damit wie hier scheinbar vielen. Es ist ein Prozess der Abnabelung oder vielleicht des NÜCHTERN werden. Er ist mein Suchtmittel seit über 20 Jahren. Wir sind durch dick und dünn gegangen und haben viele Schicksalsschläge überstanden, die uns nur noch näher gebracht haben. Nun ist dieser Seelenverwandte krank und ich kann ihm nur helfen, wenn ich ihn fallen lasse. Das tut richtig weh und ist richtig schwer. Dabei noch die Kinder trauern zu sehen, um so mehr.
    Ich habe nicht gehofft, dass er aufhört und alles gut ist. Nein, diese rosarote Brille habe ich nicht auf, aber für mich und die Kinder habe ich gehofft, dass wir doch eine größere Rolle in seinem Leben spielen. Die Einsicht, dass es nicht so ist, tut weh.

    Ja, ich habe einen Notfallplan. Und mit „mich mit meinen neuen Leben anfreunden“ heißt: Ich versuche einen Plan in meinem Kopf zu bauen, mich vorzubereiten auf eine vielleicht unschöne Trennung. Ich habe bereits keine Urlaube oder Veranstaltungen mehr gebucht oder geplant. Das neue Auto muss auch warten. Ich habe meine Finanzielle Lage gecheckt und nun versuche ich dieses neue Leben in meinem Kopf einzupflanzen.

    Ich bin eine Löwenmutter und würde alles für meine Kinder tun.

    Ich hatte viel eher erwartet, dass er gestern wieder betrunken vor der Tür gestanden hätte. Aber so war es nicht. Und dafür bin ich dankbar.

    LG

    Guten Morgen,

    wieder eine Nacht ohne IHN. Wieder eine Nacht in der er sich für den Alkohol entschieden hat und gegen seine Familie 😢.

    Es hat nicht das erwirkt, was ich erhofft habe. Einziger Trost: Er hat meine Regel eingehalten und nimmt mich ernst. Die Sucht ist wohl doch größer, als ich gedacht habe.
    Das Herz tut weh und ich fange an mich im Kopf mit meinem NEUEN Leben anzufreunden.

    Ich wünsche euch allen einen schönen Samstag.

    LG

    Guten Morgen Api,

    danke der Nachfrage. Erstaunlicherweise gut. Sie war nicht lang, aber doch sehr erholsam und ruhig. Ich was sicher und nicht wie ein Tier in der Wildnis. Immer auf halb Acht Stellung.

    Die Große versucht den Alltag aufrecht zu erhalten. Ich merke aber, dass sie innerlich wütend ist. Die Kleine wollte heute nicht in die Schule. Ich habe sie trotzdem geschickt, damit sie nicht in ein Loch fällt. Die Ablenkung mit Gleichaltrigen wird ihr hoffentlich gut tun. Heute Abend treffen wir uns dann eh zum Essen mit Freunden.

    Ich bin gespannt wie der Tag so wird. Ich arbeite ja auch mit IHM zusammen. Entweder lässt er mich da heute hängen und taucht nicht auf oder…… ich weiß es nicht.

    Bin heute dicht am Wasser gebaut, hoffentlich verlier ich nicht die Kontrolle.

    LG

    Genau deswegen brauche ich eine Kopfwäsche. Ich weiß, dass es richtig war und das der einzige Weg ist. Deshalb sollte ich stolz und dankbar sein. Meine Kinder haben mir gerade gedankt und mir ihren Respekt ausgesprochen. Und trotzdem lieg ich hier und weine heimlich in mein Kissen.

    Es wird etwas mit ihm machen. Er spürt die Konsequenzen seiner Sucht.
    Ich wusste genau, wie die kausalen Zusammenhänge sind und ich wäre nie auf die Idee gekommen,
    von meiner Familie Verständnis zu verlangen.

    Das ich leugnete, ignorierte, mich verstellte, war vermeindlicher Selbstschutz, sonst hätte ich ja aufhören müssen zu trinken,
    obwohl ich musste. Wie es gehen kann wusste ich, aber es war lange kein Weg, den ich für mich zugelassen habe,
    aus Scham, aus Angst.....

    Danke für den Einblick in den Kopf der anderen Seite. Was du schreibst verstehe ich und erscheint mir gleichzeitig so unlogisch.

    Ja, das ist auch sehr traurig. Dieses Gefühl darf auch seine Berechtigung haben. Aber jetzt ist für euch erst mal Ruhe eingekehrt. Was wäre dir denn lieber? Abgesehen von dem Wunsch, das alles Heile ist, er nicht mehr trinkt und er wieder der ist der er mal war?

    Er ist deiner Bitte nachgekommen, vielleicht ist das seine Chance das Problem anzugehen

    Danke, du hast Recht. Ich verharre in meiner Trauer um das, was sein könnte. Die Umsetzung liegt aber nicht in meiner Macht.

    Wenn ich das ausblende, dann ist das jetzt für alle der richtige Weg. Ob mich das jetzt besser schlafen lässt, bezweifle ich, aber es ist eine Veränderung in die richtige Richtung. Und er ist meiner Bitte nachgekommen, ohne Drama. Dafür bin ich sehr dankbar.

    Ich hab ihm gestern in der Früh gesagt, dass ich möchte, dass er sich eine Tasche packt und nicht nach Hause kommt wenn er getrunken hat. Das es für mich und die Kinder nicht länger auszuhalten ist und uns belastet. Und das ich aufgebe und verstanden habe, dass er trinken möchte. Er hat keine Taschen gepackt, trotzdem getrunken, so getan als wenn es das Gespräch nie gegeben hätte und ist in der Nacht nach Hause gekommen, als alle geschlafen haben. Heute hat er wieder getrunken und kam dann entsprechend nach Hause. Ich gab ihn an meine Bitte von gestern erinnert. Dann hat er etwas zusammen gepackt und ist gegangen.

    Hallo Esther,

    willkommen. Ich habe selbst seit ca. zwei Wochen nicht mehr hier geschrieben, aber weiter mitgelesen. Ich verstehe dich sooooo gut. Vor noch wenigen Wochen stand ich da wo du jetzt bist. Und ich war sehr wütend. Auf ihn, auf mich und die Situation. Als Scheidungskind wurde ich von meiner Mutter sehr früh geprägt, mich nicht abhängig zu machen. Das ist, wenn die Kinder klein sind, leider nicht vermeidbar. Inzwischen lebe ich mit zwei Teenagern und arbeite wieder Vollzeit. Ich weiß, dass ich Einschnitte machen muss, aber ich bin unabhängig. Das verleiht mir Kraft und Sicherheit. Ich glaube du solltest an dieser Stelle starten. Sichere dich und deinen Sohn ab. Lass dich beraten. Inzwischen bietet der Sozialstaat viel mehr Unterstützung für Frauen in deiner Situation. Du wirst irgendwann zu dem Punkt kommen, wo dir alle Zweifel winzig erscheinen und dann bist du vorbereitet. Es spielt keine Rolle wie groß die Schritte sind, nur das du sie machst. Ich bereite mich unbewusst bereits seit Jahren auf eine Trennung vor und jetzt wo ich kurz davor stehe, ist der Krater der hinterlassen wird gar nicht mehr so groß. Ich wünsch dir viel Kraft. Du wirst das richtige tun.

    LG

    Sorry Stern, ja ich bin gereizt. Aber deine Ratschläge bringen mich nicht weiter. Und schon gar nicht, Glitzer drauf streuen.

    Das ist mein reales Leben, meine Wirklichkeit und mein persönlicher Alptraum. Ich habe mich innerhalb einer Woche daraus aufgebäumt, den Arbeitgeber, Kollegen, Freunde und Familie informiert und mein Leben damit klarer aber kein bisschen leichter gemacht. Da hilft auch kein Blumenstrauß oder ein Schaumbad.

    Ja, mir geht es schlecht, sehr schlecht, aber ich kann jetzt daran arbeiten und hänge nicht mehr in einer Blase fest. Meinen Kindern geht es natürlich nicht gut mit der Situation, aber meiner jüngere Tochter war das alles bisher nicht so bewusst. Für sie ist das Problem erst jetzt zu etwas Bewussten geworden, durch mein Handeln.

    Und ja, er setzt sich mit seiner Sucht auseinander und er nennt es beim Namen und er weiß, dass er etwas unternehmen muss, weil er sonst alles verliert. Was er letztendlich tut oder ob das alles nur Lippenbekenntnis sind, wird sich zeigen.

    Ich lese immer nur: schau das es dir gut geht und den Kindern. Was soll das sein, damit ich und die Kinder am Ende des Tages lächeln können. Wir leben in einem Albtraum aus dem wir gerade versuchen uns zu befreien, ohne unterzugehen. Und da hilft kein Schaumbad und kein Blumenstrauß. Das kann ich dir als Co mit auf den Weg geben.

    Er weiß, dass er zum Arzt muss. Und ich weiß, dass es ohne Arztbesuch nicht geht.

    Er weiß, dass es ein langer Weg ist und nur damit nicht getan ist und ich auch.

    Was soll ich deiner Meinung nach tun?

    Ich lese hier immer davon, dass die Partner schon X Entzüge hinter sich haben und trotzdem nicht aufhören. DA SIND WIR NOCH LANGE NICHT. Für mich und ihn ist das alles neu. Vor kurzem war ich mir nicht einmal sicher, ob er Alkoholiker ist. Ich habe in dieser Woche mehr über die Krankheit, die Co-Abhängigkeit und den Entzug gelernt, als in all meinen Lebensjahren davor. Sollte ich mich nicht erst damit auseinandersetzen und auch ihm die Möglichkeit dazu geben? Ihm meine Sicht darauf und meine Regeln dazu mitteilen?

    Oder soll ich mein Leben und das meiner Kinder einreißen und mich aus dem Staub machen?

    Dann brauche ich keine Selbsthilfegruppe. Diese Konsequenz ist mir klar. Aber das funktioniert nicht von heute auf morgen. Und was soll mir bitte schön heute Abend ein Lächeln in mein Gesicht zaubern? Ich bin kein Zauberer.

    Was genau entsetzt dich da jetzt?

    Ja, er ist jetzt krank. Und er ist es in 2,5 Monaten noch immer, selbst, wenn er jetzt nüchtern wird. Ein Alkoholiker bleibt immer ein Alkoholiker.

    Das ist mir durchaus bewusst. Nur jemanden zu sagen er soll sich zusammenreißen, wenn er es doch gar nicht kann, erscheint mir irrsinnig. Vielleicht habe ich es nicht genug betont oder selbst falsch gedeutet, aber er trinkt nur werktags. Er flüchtet vor seiner Arbeit. Damit verursacht er Probleme, vor denen er weiter flüchtet. Ich glaube nicht, dass er das ohne weiteren Schaden zu verursachen noch 2,5 Monate durchhalten kann. Zumal nun einige Angestellten schon sagen, dass sie das nicht mehr ertragen und für sich sonst etwas anderes suchen müssen.

    ER weiß, dass es mit einem Arztbesuch nicht getan ist und er sich in eine Therapie begeben muss, ob nun ambulant oder stationär.

    Nein, er weiß nicht, dass ich hier schreibe. Ich habe die Artikel rauskopiert, sodass er sie nicht rückverfolgen kann. Er weiß nicht, dass ich eine Selbsthilfegruppe nutze.

    Ich glaube, dass die Einsicht da ist, aber er den Weg daraus nicht kennt. Für ihn ist der nur über eine Einweisung in eine Entzugsklinik und verbunden mit vielen Hürden und Wartezeiten. Ich wollte ihm über den Besuch zum Hausarzt einen anderen schnelleren Weg aufzeigen.