Beiträge von releaseme

    Danke!

    Nach dem Streit zuerst ist er nicht im Schlafzimmer! Es ist das erste Mal, dass er in einem anderen Raum schläft. Obwohl ich die ganze Zeit die Trennung im Kopf abspiele, bin ich jetzt ganz schön am Zittern, wenn ich dran denke, dass wirklich das Ende nicht weit ist. Kennt jemand dieses Gefühl? Da schreit schin fast wieder die Stimme im Kopf "Rückzug" oder "Vl machst du einen Fehler"... Das ist soo gemein an diesen Suchterkrankungen - man "muss" sich trennen, weil es anders nicht zu ertragen ist und obwohl man sich das Leben gemeinsam so schön ausgemalt hat. Und das schlimmste ist dass ich mich nicht mal mit ihm an den Tisch setzen kann zum Reden weil es 1.nichts bringt (er will nicht ohne Alk leben, und wenn er nur 1 oder 2 hat am Tag, aber auf die verzichtet er nicht, diese Menge wird er aber so oder so nicht einhalten können) und 2. sitzt da nicht mehr der Mann den man kannte.

    Man kann also nur verlieren und hat eigentlich gar keine Chance zu kämpfen... Das macht mich gerade sehr fertig!

    Aber ich werde nicht die einzige sein die so fühlt..

    Ja es ist wirklich sehr sehr schwer. Gerade in diesem Moment bin ich wieder ins Gästezimmer ausgewandert für diese Nacht, weil wir wieder einen heftigen Streit hatten... Es kommt wie aus dem nichts- er hat sich den ganzen Nachmittag nicht mit den Kinder beschäftigt und abends haben sie dann mal gestritten und dann ist er gleich explodiert. Diese Wesenveränderung macht mir sehr hart zu schaffen. Und im Streit wirft er mir dann immer Sachen an den Kopf, die mich immer so zum Nachdenken bringen. Und weil er verbal so gegen den größeren schießt (7 Jahre) - das halte i einfach nicht aus. Da gehe ich sofort dazwischen und dann wird mir vorgeworfen, dass ich mir am Kopf rum tanzen lasse... aber er ist ein Kind!

    Mir passe nichts mehr an ihm, er könnte es mir nicht recht machen, er macht deswegen nichts mit den Kindern, weil ich sowieso nur was zum Aussetzen hab, ich mag ihn nicht mehr weil ich ihn nicht mehr umarme etc.. All diese Dinge sagt er mir auf so eine Art, dass ich danach immer da sitze und denke "bin ich wirklich so schlimm, mache ich wirklich so viel falsch"?

    Und gleichzeitig stört mich dieser wieder begonnene Alkoholkonsum so so sehr- selbst wenn es nur 2 Bier wären (was sicher nicht stimmt) - das kann ich nicht verstehen, nach dieser Erkrankung. Aber ja, es ist der Beweis, dass er nichts geändert hat. Und dann kommt dauernd "du trinkst ja auch dauernd deinen Kaffee" :(

    Ja, ich bin gedanklich sehr weit und als er heute gesagt hat - "dann müssen wir uns halt scheiden lassen und das Haus verkaufen, wenn dir nicht mehr passt" , dann hab ich drauf gesagt, "dann müssen wir das halt so machen" Das hat er aber gar nicht ernst genommen. Es war echt heftig, dass ich ihm diese Antwort gegeben habe, das hätte ich vor Wochen nicht gekonnt. Aber wenn ich jetzt so alleine daliege weiß ich nicht wie ich mich fühlen soll. Es tut so weh, ich wünschte es wäre alles wie früher, gleichzeitig weiß ich auch, dass es das nicht gibt. Dann hab ich wieder kurz ein schlechtes Gewissen und frage mich ob ich vieles wirklich schlimmer sehe als es ist und ob ich wirklich alles aufgeben will - dann meldet sich wieder mein Gehirn und sagt "lass dich nicht täuschen, vertrau deiner Wahrnehmung das ist keinen normale Beziehung" .. Ich kann oft mit all den Gefühlen nicht umgehen.. Ich weiß dann gar nicht mehr was richtig und falsch is!

    Klar würde ich gerne hingehen und sagen- es wird wieder, wir kriegen dass hin... aber das werden wir nicht, denn er wird nichts ändern wollen und ich kann so nicht mehr.

    Es is so verdammt hart :(

    Ja liebe Aurora, diese Nägel mit Köpfen- es fühlt sich so an als hätte ich diese Nägel und den Hammer in der Hand, aber ich schaffe es nicht sie rein zu hämmern. Dieser erste Klopfer fehlt mir. Niemand kann das verstehen um mich rum - stell dich hin und sag das wars, ist doch ganz leicht, so die Theorie- aber mittlerweile bin ich mir sicher, dass mein Mann ein Narzisst ist. Das hat nichts mit dieser "Modeerscheinung" zu tun, den dieser Begriff ist ja in aller Munde- nein, er ist wirklich so eine Art Mensch und das schlimme ist, dass ich 18 Jahre lang zufrieden war und glücklich! Aber jetzt sehe ich nach und nach, dass es kein wirkliches Glück war, von Anfang an nicht, ich hatte nur keinen Vergleich wie eine echte liebevolle, glückliche Beziehung auf Augenhöhe ausschaut. Ich war einfach verdammt jung.

    Und wie mir bereits geschrieben wurde - man gibt sich irgendwann mit ganz wenig zufrieden, weil man nichts anderes kennt. Z.b. jetzt ist es für mich ein Luftsprung wenn er den Kinder Zähne putzt oder mal mit ihnen spielt..so minimal sind meine Erwartungen. Und ja, ich ich hänge da sehr sehr tief drinnen, nicht nur als Co sondern auch emotional und psychisch. Er behandelt mich wie Luft und leistet sich ein Stück nach dem anderen und trotzdem denke ich "wie soll ich ohne ihn leben? " obwohl ich nichtmal sagen kann, dass da Liebe ist. Es ist so schwer zu begreifen, dass es nie so sein wird wie ich es mir erhofft oder vl auch nur all die Jahre zusammengesponnen hab. Meine Mama meinte- es ist als wäre ich drogenabhängig und obwohl das Zeug (in diesem Fall er) mir nicht guttut und mich zerstört hält man dran fest.

    Ein bisschen hat mich gestern bestärkt, dass mich meine Nachbarin, mit der ich immer ein sehr herzliches Verhältnis hatte, angesprochen hat ob es sein kann, dass es mir nicht gut geht. Und ihr ist aufgefallen, dass er sich so sehr vverändert hat auch charakterlich und ich soll auf mich schauen und auf mein Herz hören und sie hat mich so fest gedrückt. Das war wie eine kleine Fessel, die aufgesprungen ist. Es zeigt mir, dass mich meine Wahrnehmung nicht täuscht. Und ja ich finde es auch befreiend weil er sonst nach außen hin immer der Strahlemann war und auf heile Welt gemacht hat, aber niemand weiß was hinter den Mauern abgeht.

    Ich bin tatsächlich sehr klar im Kopf und reflektiert und weiß trotzdem nicht wie ich den Fuß vorwärts bewegen soll. Habe überlebt mir jetzt wirklich den Wohnungsmarkt ganz ernsthaft anzuschauen und vl is das dann der Nagel mit dem Kopf der mir fehlt. Hab ursprünglich gedacht, dass ich die nächste Eskalation oder den nächsten Streit abwarte, so blöd es auch klingt, um dann sagen zu können, so das wars..aber das klappt nicht, weil ich ihm in diesen Situationen immer unterlegen bin. Er schafft es jedesmal mich soo runterzudrücken und so eine Schuldumkehr zu betreiben, dass ich danach mit meinem schlechten Gewissen und meinen Tränen zurückbleibe. So wars auch vor 2 Tagen. Er weiß genau, wir er mich dorthin lenken kann wo er mich braucht. Obwohl ich auch so verletzt bin - eine Woche war ich weg und er hat mich nicht gedrückt nach dem Heimkommen, nicht einmal gesagt kommt wieder gut heim, ect.. was brauch ich den bitte noch um meine Ars.. hochzubekommen? Er hat nur gemeint: du hättest mich auch drücken können - und zack - da ist sie wieder die Schuldumkehr und das schlechte Gewissen.

    Ja, ich bin jetzt an dem Punkt wo nicht "nur" mehr der Alkohol das Problem ist. Und auch mit "nichts mehr trinken" ist meine Welt nicht mehr in Ordnung. Ich würde es mir trotzdem für die Kinder wünschen, damit er sie wenigstens dann mal anständig betreuen kann. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert.. Und mittlerweile denke ich: vl musste dieser Alkohol in unser Leben kommen, damit ich wach werde und die Chance auf ein neues zweites glücklicheres Leben bekomme. Sonst wäre ich nie aufgewacht. Aber diese Lektion ist verdammt hart.


    Habt alle einen schönen Tag und ich danke euch von Herzen!

    Die ersten 2 Bier sind heute geleert worden... Ich denke mehr brauche ich im Moment nicht sagen! Mein Weg war die ganze Zeit richtig.. jetzt muss ich nur noch schauen, dass ich nicht stehen bleibe... Und diesmal wirft es mich nicht mal mehr so aus der Bahn! So weit sind meine Erwartungen herabgeschraubt.. Traurige Realität.

    Über die alkfreien Biere und in diesem Ausmaß mache ich mir auch meine Gedanken... soweit ich weiß lässt man das ja auch weg wenn man es ernst meint oder?

    Ich bekam heute als Antwort warum er jetzt sowas trinke "Meckerst du jetzt schon bei alkoholfrei? "... Tja.. was soll ich sagen..

    Ich hätte ihm auch mehrmals geraten auf Reha zu fahren und sein Leben zu ordnen.. Bald ist er wieder in der Arbeit und dann geht der Stress wieder los.. Wie soll er da aus alten Mustern ausbrechen? Aber vl will er ja wirklich nichts ändern und mir lieber die Schuld zuschieben!!!!

    Hallo ihr Lieben, ich möchte euch berichten, wie es mir ergeht, da ich sehr viel Zuspruch in den letzen Wochen von euch bekommen habe.

    Ich bin ja an meinem Punkt angekommen, an dem ich dieses selbstzerstörerische Verhalten meines Mannes nicht mehr aushalten konnte, dann kam er akut mit Notarzt usw ins Krankenhaus...Meine Welt stand Kopf und das war wirklich der Punkt, an dem ich körperlich fast gebrochen wäre.. aus Angst, aus Wut, aus Erschöpfung.

    Ich lag nicht falsch mit meiner Vermutung - er hatte wirklich etwas an der Bauchspeicheldrüse, jedoch gutartig und konnte per OP entfernt werden. Die anfangs ungewisse Diagnose hat ihm Todesangst gemacht und siehe da - seit der OP also gut 2, 3 Wochen trinkt er nun keinen Alkohol mehr (es stehen auch noch Kontrolluntersuchungen an)..

    Ich war ja eine Woche weg mit den Kindern (schon länger geplanter Urlaub/ Auszeit) und habe gehofft, dass mein Kopf zur Ruhe kommt.. Ich war sehr entschlossen und wäre dieser Krankheitszwischenfall nicht passiert, wäre ich gegangen, das weiß ich fix! Nun zögere ich und weiß nicht warum oder wie ich das einordnen soll..Einerseits klar, es ist die Hoffnung, dass das Thema Alkohol jetzt vom Tisch ist-oder ist es wieder nur leere Hoffnung? Kann es sein, dass man eine Sucht "so leicht" hinter sich lässt? Er sagt,dass sie im Krankenhaus nichts davon wussten und dass er keine Entzugserscheinungen hatte? Daheim zitterte er aber bereits nachmittags, wenn er nichts zu trinken hatte.. Ich will nicht wieder so naiv sein, ich bin aber dennoch unsicher.. andererseits ärgert es mich sehr- 2 Jahre lange habe ich gebetelt und gefleht, dass er aufhören soll für uns, seine Familie und das nahm er nicht ernst und jetzt soll das so einfach sein? Er trinkt jetzt am Tag sicher 5 alkoholfreie Bier, Alkohol habe ich keinen gesehen bislang.

    Und ich kann überhaupt nicht damit umgehen, dass er jetzt so tut, als wäre die Welt in den letzen 2 Jahren in Ordnung gewesen. Ich führe mir immer wieder vor Augen, wie oft ich geweint habe, wie verzweifelt ich war und das wird jetzt so dargestellt als wäre es nicht so schlimm gewesen. Gerade heute meinte er, dass er ja völlig abgestempelt sei, nur weil es eine Zeit lang zu viel war?! 🫣 Ich weiß dass er sehr gut manipulieren kann und dass er mich so fast wieder kriegt... Und wieder bin ich die, die das Problem hat und deswegen ist unsere Ehe schlecht. Er macht mir plötzlich solche Vorwürfe, dass ich und die Kinder alles mit meinen Eltern machen und nicht wir 4 als Familie. Dass das aber deshalb so ist, weil ich sonst immer alleine gewesen wäre und weil er sowieso nie konnte, das ist jetzt alles vergessen.

    Es macht mich so wütend und trotzdem habe ich jetzt wieder dieses schlechte Gewissen, alles zu "früh" abgehakt zu haben... kann das jemand verstehen ? Und die Frage nach Liebe? Die kann ich auch nicht beantworten, so als wäre da Leere.. Ich weiß nichts mehr.. aber glücklich bin ich so auch nicht. Alles vergessen und verzeihen? Ich weiß nicht ob ich das kann und es fühlt sich auch falsch an. Da ist diese Angst vor der nächsten Enttäuschung.

    Und irgendwie hat mir diese große Krise schon gezeigt, dass ich mein Leben überdenken muss. Und nur nichts trinken reicht mir jetzt irgendwie nicht mehr. Ich würde mir wieder Zuneigung, Respekt, all das was zu einer guten Ehe dazugehört wünschen.. Aber ob das nochmal zurückkommt nach all dem was passiert ist? Wie ist es so manchen von euch ergangen, die auch an so einem Punkt waren?

    Ich bin sehr ratlos, leer, erschöpft irgendwie...

    Warum konnte er das nicht vor 2 Jahren! Warum hat er alles zerstört! Ich weine und bin in völliger Trauer...

    Und wieder liegt der Ball bei mir... Ich hätte mir so sehr ein Leben mit ihm gewünscht und jetzt macht er mir Hoffnung, aber seine Sucht ist ja nicht in Luft aufgelöst, bzw der Grund warum er da rein gerutscht ist ist ja nicht weg..

    Ich gehe seit gestern durch die Hölle. Die Diagnose steht - Bauchspeicheldrüsezyste, sehr große Größe, aber lt. Ärzten nicht lebensbedrohlich. Er wird die Woche noch operiert. Bei der Diagnose hat es uns beide umgehauen, vor allem bis klar war dass es "nur" eine Zyste ist und dass es Hilfe gibt. Ich freue mich wirklich darüber , dass es Hilfe für ihn gibt. Ich will ja nicht, dass er stirbt.

    Und natürlich hat er jetzt keinen Alkohol bekommen - mich wundert es so, dass er nicht völlig im körperlichen Entzug ist (aber ich vermute, dass ist deshalb, weil er die Tage bevor er ins Krankenhaus gegangen ist schon nur noch wenig trinken konnte, weil da nicht mehr viel drinnen geblieben ist und weil er da vl schon Entzug hatte?!). Jedenfalls hat er es jetzt gemerkt, dass ich an dem Punkt X angekommen bin. Wir haben uns eine ruhige Ecke gesucht und konnten wieder mal reden , normal in ordentlichen Ton. Er wollte so gern hören, dass ich sage "wir schaffen das es wird wieder.." so wie die letzen Male, aber diesmal konnte ich das nicht. Er war sehr einsichtig und hat viele Fehler eingeräumt. Ich kenne ihn gut und weiß, dass er es das ehrlich gemeint hat.. Es war sooo hart für mich! Er ist am Boden und ich konnte ihn nicht aufrichten weil es gelogen wäre. Aber es ist auch gelogen, wenn ich sage, dass er mir egal ist. In diesem Moment heute waren wieder Gefühle für ihn da. Ich weiß wieder genau warum wir geheiratet haben. Aber dazwischen liegt der ganze Mist, der so viel mit mir gemacht hat! Ich glaube nicht, dass ich das jemals vergessen könnte... Und ja, er ist halt jetzt einsichtig.. aber was ist in ein paar Monaten!? Und es ist ja längst nicht nur mehr der Alkohol.. Es ist ja auch die Beziehung zwischen uns und die Beziehung zu den Kinder...

    Ist es normal, dass mich das alles so aufwühlt? Ich habe einen Entschluss gefasst und jetzt ist genau das da, wovor ich Angst hatte! Die Angst, nicht standfest zu bleiben...

    Ich weiß im Moment nicht mehr was richtig und falsch ist, wo mir der Kopf steht... Da schreit in meinem Kopf ganz laut die Stimme "vl ist ja doch nicht alles verloren " ... aber dann ist da das Herz, dass so verletzt ist und dass auch irgendwie ganz schnell schlägt bei einer anderen Person!

    Ich weiß nichts mehr... Ich hoffe jetzt mal, dass die OP gut rüber geht.. Dann bin ich zum Glück eine Woche weg.

    Aber es war wirklich schlimm heute ihn so kaputt zu sehen und ihm dann noch eins drauf zu geben... Ich fühle mich momentan so leer und mies und trauere der schönen Vergangenheit nach. Gleichzeitig weiß ich aber auch dass eine schöne Zukunft vor mir liegen wird- nur nicht mit ihm an meiner Seite...

    Vl hätte ich mir gewünscht, dass er auch einfach sagt, dass es für ihn nicht mehr passt, dann wäre das Gehen viel viel leichter...

    Jetzt bereue ich noch viel mehr, daas ich den Absprung nicht früher geschafft habe! Da waren so viele Möglichkeiten! Ich war nicht so weit und hab es geschoben und geschoben und jetzt wird der Schlamassel immer größer und schwerer... ihr hattet alle recht, dass alles mit ihm untergehen wird! Und jetzt sitze ich mitten in diesem sinkenden Schiff ...:-(

    Ich bin völlig fertig und am Ende..Ich habe heute früh sogar noch in meinem Faden geschrieben, mein Entschluss ist gefasst, dass ich gehen werde. Und jetzt hat mich mein Mann angerufen, dass er im Krankenhaus ist. Ich habe gerade gestern noch geschrieben, dass ich wirklich Angst habe, dass er nicht mehr lange lebt und heute dann das. Er hat es scheinbar nicht mehr ausgehalten vor Schmerzen und hat sich irgendwie ins Krankenhaus geschleppt. Und bin jetzt momentan wirklich zusammengebrochen - also seelisch- und ich spürte dass ich hier schreiben muss. .Ich bin so fertig. Ich habe Angst um ihn, dass er eine finale Diagnose kriegt.. und gleichzeitig will ich dieses Leben mit ihm nicht mehr aber was ist wenn er schwer krank ist, darf ich dann noch gehen bzw kann ich das? Sein Papa hat mich angerufen und war so positiv, weil sich jetzt endlich was ändert. Aber für mich bricht gerade eine Welt ein. So viele Monate habe ich gewünscht und gefleht, dass er sich helfen lässt. Für mich fühlt es sich aber zu spät an! Ich hatte meinen Entschluss gefasst.. Und es war ja nur weil er gar nicht mehr konnte, sonst wäre er ja nie ins Krankenhaus gegangen. Und all die Sachen die passiert sind- die kann ich nicht vergessen.. aber sofort ist die Simme im Kopf "jetzt ändert sich was, jetzt wird alles gut, das wolltest du doch " und "er hat nichts mehr mit euch machen können, weil es ihm nicht gut ging" und Gedanken wie "vl hättest du viel mehr für ihn da sein sollen, wenn es ihm so schlecht geht". Ich habe ihn wirklich links liegen lassen die letzte Woche. Weil ich das alles nicht mehr will. Und da ist das schlechte Gewissen, dass ich nicht genug für ihn da war, obwohl ich deine Frau bin ... Meine Gedanken spielen mir einen Streich... Aber er wollte ja meine Hilfe nicht.. Und bei mir is was anders ich will nicht mehr, dass es "gut" wird für uns, weil ich mich nicht mehr an diese Hoffnung klammern will- die hat mir schon soviel Leid beschert.

    Ich habe jetzt sooooo Angst, dass ich es nicht schaffe, jetzt bin ich dann die "Böse" weil ich aufgebe und er ja jetzt was macht.. Ich weiß genau wie das jetzt alles gedreht wird...

    Ich weiß nicht ob ihr mich irgendwie verstehen könnt, ich bin selber gerade total durcheinander... Da ist Angst, Wut, Hass, Traurigkeit, aber ich spüre keine Liebe.. Ich bin wie gelähmt..


    Warum hat er sich nicht vor einem halben Jahr Hilfe geholt! Da wär i den Weg nu mit ihm gegangen.. Ich bin so verzweifelt und verwirrt...Danke für eure Zeit!

    ich möchte nochmal betonen, dass du den Ritter bzw. Retter in glänzender Rüstung immer bei dir hattest, aber nicht in Form eines anderen Menschen, sondern in Form von dir.

    Da hast du ziemlich sicher recht! Nur ich habe diesen GLÄNZENDEN Ritter in mir nicht mehr gesehen, weil diesem sein Strahlen, seine Fröhlichkeit, seine positive Art dem Leben gegenüber Woche für Woche raus gesaugt wurde. Ich war sooo eine fröhliche, lustige Frau mit so viel Energie und am Ende gibt es nur noch Tränen und Leid und es macht auch sehr viel mit dem Selbstwertgefühl... wenn man täglicjh gesagt bekommt, was man alles nicht auf die Reihe kriegt- obwohl man alles alleine wuppen muss- und all die Wörter die mir in seinem Suff um die Ohren geflogen sind! Das Geschreie, die zuknallenden Türen..Das macht was mit einem! Es ist wirklich emotionaler Missbrauch und seit Wochen gibt es keine einzige Berührung mehr, kein "schön, dass ihr da seid" kein "ich hab mich auf euch gefreut " kein "wie war euer tag? wie läuft es in der schule?" usw. nichts mehr! Und seit diesem Monat nicht mal mehr 10 Worte am Tag. Ja, er ist körperlich sehr übel beisammen und anfangs dachte ich noch "Lass ihn in Ruhe, es geht ihm nicht gut" aber jetzt denke ich mir "Stopp! Es ist sein Problem! Er kann jederzeit zum Arzt und sich Hilfe holen! " Das ist doch keine Lebensqualität mehr!Und es ist ihm egal, dass er uns verliert sonst würde er ja Mal auf seinen Körper schauen. Scheinbar ist es ihm auch egal, dass er stirbt wenn es so weitergeht.

    Gestern lag er den ganzen Tag nur am Sofa an der gleichen Stelle- ich war mit den Kinder draußen wandern. Voller Freude sind sie heimgekommen und haben Papa von dem schönen Nachmittag erzählt, dann meinte er nur :"Ah, meine Motorsportsendung war mir da wichtiger... Bumm, das hat wieder gesessen...Jetzt weiß ich wieder wie wichtig wir im sind..Ich denke es is jetzt alles gesagt. Er ist glücklich so wie ist! Er lebt sein Leben / macht sein Ding und ich mache brav alles andere! Aber nicht mehr mit mir! Mein Fass ist nicht voll, es is jetzt übergeschwappt! :(

    Morgenrot Vielen Dank für deinen Denkanstoß! Ich habe darüber nachgedacht und ich muss sagen, ich hab es glaub ich falsch ausgedrückt. Ich will mich niewieder jemanden unterordnen. Das habe ich viel zu lange mit mir machen lassen. Es war eher so gemeint, dass da jemand eine Hand entgegenstreckt und sagt: schau, ich geh mit dir, ich helfe dir, da bist nicht allein, mir geht's gut, ich kann dir den Weg zeigen... Ich weiß nicht ob du verstehst wie ich das meine. Und es is in Freundschaft, aber es gibt da diese Menschen wo man einfach eine Verbindung spürt. Er hat leider auch so eine Ehe hinter sich und weiß wovon ich rede nur er hat den Ansprung schneller geschafft und alle Gänge schon hinter sich. In diesem Punkt bin ich schon froh, wenn es jemanden gibt der mich führt. Meine Eltern unterstützen mich und die Kinder, aber im Prinzip sind sie auch alle Opfer, weil sie seit 2 Jahren Papa Ersatz für meine Kinder sind. Irgendwie befinden die sich alle in einer Schockstarre.

    Aber ich danke dir dür deine Anregung! Ich will in Zukunft nie mehr, in so ein Muster rein geraten..

    Sonnenschein CoA Das wäre auch mein größter Wunsch! Endlich ein freies Leben mit meinen Kindern, einen Rückzugsort, der nur uns gehört.. Und was sich sonst entwickelt wird sich zeigen, da liegen eh noch Schritte vor mir und soweit bin ich noch lange nicht. Ich würde mich nie auf etwas einlassen, als verheiratet Frau. So bin ich nicht. Egal wie groß das Leid ist, dass er uns angetan hat. Aber es is schön zu wissen, dass es da draußen noch ein anderes Leben gibt, das vl nur drauf wartete, dass ich darum greife. Und ja, ein Knistern ist zu spüren und vl ist es genau das Gefühl, dass ich brauche, damit ich aus meiner festgefahrenen Rolle rauskommen kann! Ein neuer Antrieb sozusagen. Und ich habe auch schon lange aufgehört Dinge zu planen...Gefühle passieren ungeplant und meine Mama hat gesagt: Es ist kein Wunder, wenn man so lange so behandelt wird, dass man sich da irgendwann wieder nach Zuneigung und Wärme und Liebe sehnt und wenn dann plötzlich so jemand um die Ecke gebogen kommt, dann ist es niemanden zu verdenken, dass sich da was entwickeln kann" Ich hab auch gedacht, dass Gefühle zu einem anderen Mann das Letzte ist was ich jetzt brauche, weil alles schon so kompliziert ist. Aber ich merke auch dass da in meinem Bauch in einer kleinen Ecke sowas wie Glück ist und ich war schon lange nicht mehr glücklich.. Ich lasse mich jetzt einfach mal ein bisschen vom Schicksal treiben.... es wird hoffentlich so kommen wie es soll:-)

    Deine Beiträge sind wirklich unglaublich- so als würden wir beide exakt das selbe Leben gelebt haben... krass und traurig gleichzeitig :(

    Aber du machst mir Mut, dass es sich lohnt, auch wenn es wehtut...

    Ich habe mir gestern noch Wohnungen im Internet gesucht.. Das fühlt sich so komisch an.. aber ich will nicht mehr...:-(

    Ich hoffe, dass ich auf mein Bauchgefühl vertrauen kann und stark bin und nicht wieder die blöde Stimme im Kopf, die versucht mir ein schlechtes Gewissen und Hoffnung einzureden, überhand nimmt!!:-(


    Habt einen schönen, ruhigeren Tag!!

    Hallo ihr Lieben!

    In den letzen 2 Wochen ist sooo viel passiert! Ich traue mich nun sagen, dass mein Entschluss gefasst ist! Bis hierher und nicht mehr weiter!

    Das letzte Monat war sooo extrem! Er hat einen Skandal nach dem anderen geliefert. Aber was für mich meine absolute rote Linie erreicht hat ist, dass ea seit 3 Wochen so einen extremen starken körperlichen Verfall bei ihm gegeben hat. Die Kinder haben ihn sogar angebettelt, dass er zum Arzt soll. Ich habe es auch getan- aber er lässt sich nicht helfen. Er schleppt sich zur Arbeit, kommt heim und schläft als wären wir gar nicht da. Am Wochenende wechseln wir keine 10 Worte. Er will seine Ruhe, mit den Kindern macht er gar nichts mehr, er hat noch weiter abgenommen, erbricht dauernd und noch so ein paar Dinge.. ich habe teilweise Angst, dass er mal morgens nicht mehr aufwacht, er schaut soooo übel aus! Ich kann das nicht mehr aushalten und ich will nicht mehr. Er will meine Hilfe nicht! Er kämpft auch gar nicht mehr um uns und ich habe es mir wirklich so lange gewünscht, aber jetzt will ich es gar nicht mehr. Ich will ihm nicht beim Selbstmord zu sehen und den Kinder will ich das sowieso ersparen!!

    Und es gibt noch einen Grund.. Ich habe in meinem Faden zu Beginn mal um einen Reiter auf weißem Pferd gebetet, der einen da raus holt - und plötzlich merkt man, dass der die ganze Zeit da ist.. versteht mich nicht falsch.. Ich kann nicht aus so eine Ehe in die nächste Beziehung fallen.. aber es gibt Gefühle die da sind, wenn man sie zulässt und es wurden mir jetzt die Augen geöffnet, dass da draußen noch ein Leben wartet, das lebenswert ist. Ich habe zwar 20 Jahre auf den Schultern, die ich zurück lassen muss, aber wenn ich Glück habe kann ich noch 40 Jahre mit schönen Gefühlen und Erlebnissen füllen...

    Es ist da jetzz eine Hand die mich führen will, noch in Freundschaft aber mit vielen Gefühlen auf beiden Seiten. Und i will leben und nicht mit ihm untergehen!

    Ich war diesen Woche bei einer Pschologin und nächste Woche bin ich eine Woche weg ohne ihn und danach will ich zu einem Rechtsanwalt..

    Ich will das schaffen! Und ich muss alles hinter mir lassen um glücklich werden zu können. Langsam trenne ich mich gedanklich vom Haus und alles wird leichter..

    Aber es liegt noch ein steiniger Weg vor mir.. Und die Angst vor dem "Rückfall" vorm wieder "Einknicken".. so muss sich das auf der anderen Seite bei den nassen Alkoholikern anfühlen:-(


    Haltet mir die Daumen dass alles gut wird! Allein schon für die Kinder!

    Deine Worte mit den Kindern und dem Haus ermutigen mich... das ist genau die Angst, die mich seit Wochen lähmt- dieses Gefühl, dass man ihnen alles wegnimmt. Und ja, so ehrlich muss ich auch sein, dass dieser Gedanke auch für mich schwer ist- ich liebe es auch im Sommer im eigenen Swimmingspool zu baden und das Gemüse aus dem eigenen Garten zu ernten usw... der Gedanke an eine Mietwohnung macht mich fertig, ich habe noch nie in einer Wohnung gelebt. Aber mittlerweile wird es immer mehr so, dass das Haus und der Garten usw mich nicht mehr glücklich machen können. Was bringt mir das, wenn ich nur alleine und ohne Liebe darin leben muss?.. Ich fühle, dass ich nun nur noch einen Zentimeter von der Klippe entfernt stehe- die letzten 3 Wochen sind sooo übel! Mein Mann ist körperlich an seinem Tiefstpunkt (wahrscheinlich geht es aber eh noch viel tiefer, was weiß ich)- jedenfalls habe ich ihn in 20 Jahren noch nie so gesehen. Mich lässt das Gefühl nicht los, dass er was Schlimmes hat! Er will aber auf keinen Fall zum Arzt - er sagte er bleibt sowieso nicht stationär (warum wohl? Dort gibt es nix zu trinken) und ich hab es jetzt akzeptiert. Aber es fühlt sich für mich an, wie noch ein bisschen näher am Eheaus zu sein. Weil ich das noch weniger mitansehen kann, als das Getrinke. Wenn sich jemand nicht helfen lassen will obwohl er Familie hat! Da geht es ums Leben! Egal ob miteinander oder getrennt- man möchte doch die Kinder aufwachsen sehen.. glaubt man jedenfalls..

    Ich fühle irgendwie nur noch eiskalte Leere ihm gegenüber. Aber vielleicht muss alles so sein, damit ich endlich was ändern kann.

    Ich wünsche dir und deinen Kinder ganz viel Kraft und ihr habt den schwersten Schritt nun bestimmt hinter euch! Ihr dürft und könnt jetzt leben! Einfach nur leben so wie ihr es wollt! 😘☺️ Genießt es!!!!

    Hopeless, ich weine mit dir.. all das was du geschrieben hast - 100% meine Gefühle, genau wie bei mir.. Und Auroras und Sonnenschein Cos Antworten könnten genauso für mich sein. Ich drücke dich von tiefstem Herzen! Mir steht es noch bevor ihm das ins Gesicht zu sagen.. Dieser eine Schritt- und nur, weil ich Angst habe dass ich einknicke, ich kenne seine Art... Aber jetzt kann ich wirklich sagen: in mir drinnen ist so viel kaputt, selbst wenn er morgen auf Entgiftung gehen würde und zurück kommen würde mit 0,0- ich weiß nicht ob man das alles vergessen kann! Das Vertrauen und die Liebe sind zerstört.. was soll das für eine Zukunft sein...:-(

    Rennschnecke

    Darüber denke ich seit längerem schon nach. Außer verbaler Gewalt wurde mein Mann noch nie handgreiflich. Aber nach der Aussage letzens, wenn er uns nicht mehr hätte könnte er sich gleich erschießen, dachte ich,so eine Aussage hätte ich ihm nie zugetraut. Klar man sagt vieles wenn ma durchdrehen und es ist bestimmt auch eine Art Erpressung, dass er sich ja was antun könnte und wir deshalb bleiben, aber diese Aussage fand ich beklemmend.

    Ich bin über alle Tipps dankbar, die ich vorab Treffen könnte! Gibt es was icj schon im Vorfeld erledigen soll? Wenn ich die Trennung ausspreche würde ich vorerst mal zu meinen Eltern mit den Kindern, die haben mir mein altes Kinderzimmer schon angeboten :cry::oops: Bis wir mal wissen was wird.. Da wir verheiratet sind gibt es ja vieles zu klären.. aber der letzte Schritt fehlt mir noch, der letze Mut! Wäre der Spruch jetzt nicht so fehl am Platz müsste ich sagen "da muss ich mir mal Mut antrinken" ..hahaha ihr wisst wie es gemeint ist, leider gibt es bei mir nichts mehr zu lachen wenn es um Alkohol geht, dieses Zeug hat mir und meinen Kindern alles genommen, was wir hatten ;(;(;(;(;(

    62 kg bei 1,85 m und dazu die Motorik eines 80 Jährigen

    Hier exakt das Gleiche! Ein paar Zentimeter ist er kleiner und noch 2 Kilo schwerer.. aber diese rasante Gewichtsabnahme in kurzer Zeit! Ich habe es so satt, dass ich dauernd drauf angesprochen werden, was mit ihm los sei, weil er so krank aussieht. Und trotzdem mach ich mir Sorgen um ihn- aber er nicht um sich. Seine Antwort war "ist ja egal, jeder muss sterben " 🫣 Also da bin ich ratlos..Und bei den Kindern ist es auch so: mein Sohn hat ihn gestern angelegt, dass er zu einem Arzt soll, weil er wieder so Schmerzen hatte.. Das von einem kleinen Kind!

    Und ja es kommt langsam bei mir an, dass der Traum von Familie ausgeräumt ist. Ich bin zwar noch hier im Haus mit den Kindern und er lebt auch irgendwo daneben her, in meinem Kopf habe ich schon 100mal den Moment der Trennung durchgespielt, ausgesprochen habe ich es noch nicht, aber irgendwie fühlt es sich in mir mittlerweile so an, als wäre alles verloren und als ob es kein zurück mehr geben würde.. Es fehlt noch dieser kleine aber schwierigste Schritt, es ihm ins Gesicht zu sagen. . Ich habe mir ein Ziel gesetzt, wenn kein Wunder passiert hoffe ich es bis dahin durchsetzen zu können...