Beiträge von releaseme

    Die ersten 2 Bier sind heute geleert worden... Ich denke mehr brauche ich im Moment nicht sagen! Mein Weg war die ganze Zeit richtig.. jetzt muss ich nur noch schauen, dass ich nicht stehen bleibe... Und diesmal wirft es mich nicht mal mehr so aus der Bahn! So weit sind meine Erwartungen herabgeschraubt.. Traurige Realität.

    Über die alkfreien Biere und in diesem Ausmaß mache ich mir auch meine Gedanken... soweit ich weiß lässt man das ja auch weg wenn man es ernst meint oder?

    Ich bekam heute als Antwort warum er jetzt sowas trinke "Meckerst du jetzt schon bei alkoholfrei? "... Tja.. was soll ich sagen..

    Ich hätte ihm auch mehrmals geraten auf Reha zu fahren und sein Leben zu ordnen.. Bald ist er wieder in der Arbeit und dann geht der Stress wieder los.. Wie soll er da aus alten Mustern ausbrechen? Aber vl will er ja wirklich nichts ändern und mir lieber die Schuld zuschieben!!!!

    Hallo ihr Lieben, ich möchte euch berichten, wie es mir ergeht, da ich sehr viel Zuspruch in den letzen Wochen von euch bekommen habe.

    Ich bin ja an meinem Punkt angekommen, an dem ich dieses selbstzerstörerische Verhalten meines Mannes nicht mehr aushalten konnte, dann kam er akut mit Notarzt usw ins Krankenhaus...Meine Welt stand Kopf und das war wirklich der Punkt, an dem ich körperlich fast gebrochen wäre.. aus Angst, aus Wut, aus Erschöpfung.

    Ich lag nicht falsch mit meiner Vermutung - er hatte wirklich etwas an der Bauchspeicheldrüse, jedoch gutartig und konnte per OP entfernt werden. Die anfangs ungewisse Diagnose hat ihm Todesangst gemacht und siehe da - seit der OP also gut 2, 3 Wochen trinkt er nun keinen Alkohol mehr (es stehen auch noch Kontrolluntersuchungen an)..

    Ich war ja eine Woche weg mit den Kindern (schon länger geplanter Urlaub/ Auszeit) und habe gehofft, dass mein Kopf zur Ruhe kommt.. Ich war sehr entschlossen und wäre dieser Krankheitszwischenfall nicht passiert, wäre ich gegangen, das weiß ich fix! Nun zögere ich und weiß nicht warum oder wie ich das einordnen soll..Einerseits klar, es ist die Hoffnung, dass das Thema Alkohol jetzt vom Tisch ist-oder ist es wieder nur leere Hoffnung? Kann es sein, dass man eine Sucht "so leicht" hinter sich lässt? Er sagt,dass sie im Krankenhaus nichts davon wussten und dass er keine Entzugserscheinungen hatte? Daheim zitterte er aber bereits nachmittags, wenn er nichts zu trinken hatte.. Ich will nicht wieder so naiv sein, ich bin aber dennoch unsicher.. andererseits ärgert es mich sehr- 2 Jahre lange habe ich gebetelt und gefleht, dass er aufhören soll für uns, seine Familie und das nahm er nicht ernst und jetzt soll das so einfach sein? Er trinkt jetzt am Tag sicher 5 alkoholfreie Bier, Alkohol habe ich keinen gesehen bislang.

    Und ich kann überhaupt nicht damit umgehen, dass er jetzt so tut, als wäre die Welt in den letzen 2 Jahren in Ordnung gewesen. Ich führe mir immer wieder vor Augen, wie oft ich geweint habe, wie verzweifelt ich war und das wird jetzt so dargestellt als wäre es nicht so schlimm gewesen. Gerade heute meinte er, dass er ja völlig abgestempelt sei, nur weil es eine Zeit lang zu viel war?! 🫣 Ich weiß dass er sehr gut manipulieren kann und dass er mich so fast wieder kriegt... Und wieder bin ich die, die das Problem hat und deswegen ist unsere Ehe schlecht. Er macht mir plötzlich solche Vorwürfe, dass ich und die Kinder alles mit meinen Eltern machen und nicht wir 4 als Familie. Dass das aber deshalb so ist, weil ich sonst immer alleine gewesen wäre und weil er sowieso nie konnte, das ist jetzt alles vergessen.

    Es macht mich so wütend und trotzdem habe ich jetzt wieder dieses schlechte Gewissen, alles zu "früh" abgehakt zu haben... kann das jemand verstehen ? Und die Frage nach Liebe? Die kann ich auch nicht beantworten, so als wäre da Leere.. Ich weiß nichts mehr.. aber glücklich bin ich so auch nicht. Alles vergessen und verzeihen? Ich weiß nicht ob ich das kann und es fühlt sich auch falsch an. Da ist diese Angst vor der nächsten Enttäuschung.

    Und irgendwie hat mir diese große Krise schon gezeigt, dass ich mein Leben überdenken muss. Und nur nichts trinken reicht mir jetzt irgendwie nicht mehr. Ich würde mir wieder Zuneigung, Respekt, all das was zu einer guten Ehe dazugehört wünschen.. Aber ob das nochmal zurückkommt nach all dem was passiert ist? Wie ist es so manchen von euch ergangen, die auch an so einem Punkt waren?

    Ich bin sehr ratlos, leer, erschöpft irgendwie...

    Warum konnte er das nicht vor 2 Jahren! Warum hat er alles zerstört! Ich weine und bin in völliger Trauer...

    Und wieder liegt der Ball bei mir... Ich hätte mir so sehr ein Leben mit ihm gewünscht und jetzt macht er mir Hoffnung, aber seine Sucht ist ja nicht in Luft aufgelöst, bzw der Grund warum er da rein gerutscht ist ist ja nicht weg..

    Ich gehe seit gestern durch die Hölle. Die Diagnose steht - Bauchspeicheldrüsezyste, sehr große Größe, aber lt. Ärzten nicht lebensbedrohlich. Er wird die Woche noch operiert. Bei der Diagnose hat es uns beide umgehauen, vor allem bis klar war dass es "nur" eine Zyste ist und dass es Hilfe gibt. Ich freue mich wirklich darüber , dass es Hilfe für ihn gibt. Ich will ja nicht, dass er stirbt.

    Und natürlich hat er jetzt keinen Alkohol bekommen - mich wundert es so, dass er nicht völlig im körperlichen Entzug ist (aber ich vermute, dass ist deshalb, weil er die Tage bevor er ins Krankenhaus gegangen ist schon nur noch wenig trinken konnte, weil da nicht mehr viel drinnen geblieben ist und weil er da vl schon Entzug hatte?!). Jedenfalls hat er es jetzt gemerkt, dass ich an dem Punkt X angekommen bin. Wir haben uns eine ruhige Ecke gesucht und konnten wieder mal reden , normal in ordentlichen Ton. Er wollte so gern hören, dass ich sage "wir schaffen das es wird wieder.." so wie die letzen Male, aber diesmal konnte ich das nicht. Er war sehr einsichtig und hat viele Fehler eingeräumt. Ich kenne ihn gut und weiß, dass er es das ehrlich gemeint hat.. Es war sooo hart für mich! Er ist am Boden und ich konnte ihn nicht aufrichten weil es gelogen wäre. Aber es ist auch gelogen, wenn ich sage, dass er mir egal ist. In diesem Moment heute waren wieder Gefühle für ihn da. Ich weiß wieder genau warum wir geheiratet haben. Aber dazwischen liegt der ganze Mist, der so viel mit mir gemacht hat! Ich glaube nicht, dass ich das jemals vergessen könnte... Und ja, er ist halt jetzt einsichtig.. aber was ist in ein paar Monaten!? Und es ist ja längst nicht nur mehr der Alkohol.. Es ist ja auch die Beziehung zwischen uns und die Beziehung zu den Kinder...

    Ist es normal, dass mich das alles so aufwühlt? Ich habe einen Entschluss gefasst und jetzt ist genau das da, wovor ich Angst hatte! Die Angst, nicht standfest zu bleiben...

    Ich weiß im Moment nicht mehr was richtig und falsch ist, wo mir der Kopf steht... Da schreit in meinem Kopf ganz laut die Stimme "vl ist ja doch nicht alles verloren " ... aber dann ist da das Herz, dass so verletzt ist und dass auch irgendwie ganz schnell schlägt bei einer anderen Person!

    Ich weiß nichts mehr... Ich hoffe jetzt mal, dass die OP gut rüber geht.. Dann bin ich zum Glück eine Woche weg.

    Aber es war wirklich schlimm heute ihn so kaputt zu sehen und ihm dann noch eins drauf zu geben... Ich fühle mich momentan so leer und mies und trauere der schönen Vergangenheit nach. Gleichzeitig weiß ich aber auch dass eine schöne Zukunft vor mir liegen wird- nur nicht mit ihm an meiner Seite...

    Vl hätte ich mir gewünscht, dass er auch einfach sagt, dass es für ihn nicht mehr passt, dann wäre das Gehen viel viel leichter...

    Jetzt bereue ich noch viel mehr, daas ich den Absprung nicht früher geschafft habe! Da waren so viele Möglichkeiten! Ich war nicht so weit und hab es geschoben und geschoben und jetzt wird der Schlamassel immer größer und schwerer... ihr hattet alle recht, dass alles mit ihm untergehen wird! Und jetzt sitze ich mitten in diesem sinkenden Schiff ...:-(

    Ich bin völlig fertig und am Ende..Ich habe heute früh sogar noch in meinem Faden geschrieben, mein Entschluss ist gefasst, dass ich gehen werde. Und jetzt hat mich mein Mann angerufen, dass er im Krankenhaus ist. Ich habe gerade gestern noch geschrieben, dass ich wirklich Angst habe, dass er nicht mehr lange lebt und heute dann das. Er hat es scheinbar nicht mehr ausgehalten vor Schmerzen und hat sich irgendwie ins Krankenhaus geschleppt. Und bin jetzt momentan wirklich zusammengebrochen - also seelisch- und ich spürte dass ich hier schreiben muss. .Ich bin so fertig. Ich habe Angst um ihn, dass er eine finale Diagnose kriegt.. und gleichzeitig will ich dieses Leben mit ihm nicht mehr aber was ist wenn er schwer krank ist, darf ich dann noch gehen bzw kann ich das? Sein Papa hat mich angerufen und war so positiv, weil sich jetzt endlich was ändert. Aber für mich bricht gerade eine Welt ein. So viele Monate habe ich gewünscht und gefleht, dass er sich helfen lässt. Für mich fühlt es sich aber zu spät an! Ich hatte meinen Entschluss gefasst.. Und es war ja nur weil er gar nicht mehr konnte, sonst wäre er ja nie ins Krankenhaus gegangen. Und all die Sachen die passiert sind- die kann ich nicht vergessen.. aber sofort ist die Simme im Kopf "jetzt ändert sich was, jetzt wird alles gut, das wolltest du doch " und "er hat nichts mehr mit euch machen können, weil es ihm nicht gut ging" und Gedanken wie "vl hättest du viel mehr für ihn da sein sollen, wenn es ihm so schlecht geht". Ich habe ihn wirklich links liegen lassen die letzte Woche. Weil ich das alles nicht mehr will. Und da ist das schlechte Gewissen, dass ich nicht genug für ihn da war, obwohl ich deine Frau bin ... Meine Gedanken spielen mir einen Streich... Aber er wollte ja meine Hilfe nicht.. Und bei mir is was anders ich will nicht mehr, dass es "gut" wird für uns, weil ich mich nicht mehr an diese Hoffnung klammern will- die hat mir schon soviel Leid beschert.

    Ich habe jetzt sooooo Angst, dass ich es nicht schaffe, jetzt bin ich dann die "Böse" weil ich aufgebe und er ja jetzt was macht.. Ich weiß genau wie das jetzt alles gedreht wird...

    Ich weiß nicht ob ihr mich irgendwie verstehen könnt, ich bin selber gerade total durcheinander... Da ist Angst, Wut, Hass, Traurigkeit, aber ich spüre keine Liebe.. Ich bin wie gelähmt..


    Warum hat er sich nicht vor einem halben Jahr Hilfe geholt! Da wär i den Weg nu mit ihm gegangen.. Ich bin so verzweifelt und verwirrt...Danke für eure Zeit!

    ich möchte nochmal betonen, dass du den Ritter bzw. Retter in glänzender Rüstung immer bei dir hattest, aber nicht in Form eines anderen Menschen, sondern in Form von dir.

    Da hast du ziemlich sicher recht! Nur ich habe diesen GLÄNZENDEN Ritter in mir nicht mehr gesehen, weil diesem sein Strahlen, seine Fröhlichkeit, seine positive Art dem Leben gegenüber Woche für Woche raus gesaugt wurde. Ich war sooo eine fröhliche, lustige Frau mit so viel Energie und am Ende gibt es nur noch Tränen und Leid und es macht auch sehr viel mit dem Selbstwertgefühl... wenn man täglicjh gesagt bekommt, was man alles nicht auf die Reihe kriegt- obwohl man alles alleine wuppen muss- und all die Wörter die mir in seinem Suff um die Ohren geflogen sind! Das Geschreie, die zuknallenden Türen..Das macht was mit einem! Es ist wirklich emotionaler Missbrauch und seit Wochen gibt es keine einzige Berührung mehr, kein "schön, dass ihr da seid" kein "ich hab mich auf euch gefreut " kein "wie war euer tag? wie läuft es in der schule?" usw. nichts mehr! Und seit diesem Monat nicht mal mehr 10 Worte am Tag. Ja, er ist körperlich sehr übel beisammen und anfangs dachte ich noch "Lass ihn in Ruhe, es geht ihm nicht gut" aber jetzt denke ich mir "Stopp! Es ist sein Problem! Er kann jederzeit zum Arzt und sich Hilfe holen! " Das ist doch keine Lebensqualität mehr!Und es ist ihm egal, dass er uns verliert sonst würde er ja Mal auf seinen Körper schauen. Scheinbar ist es ihm auch egal, dass er stirbt wenn es so weitergeht.

    Gestern lag er den ganzen Tag nur am Sofa an der gleichen Stelle- ich war mit den Kinder draußen wandern. Voller Freude sind sie heimgekommen und haben Papa von dem schönen Nachmittag erzählt, dann meinte er nur :"Ah, meine Motorsportsendung war mir da wichtiger... Bumm, das hat wieder gesessen...Jetzt weiß ich wieder wie wichtig wir im sind..Ich denke es is jetzt alles gesagt. Er ist glücklich so wie ist! Er lebt sein Leben / macht sein Ding und ich mache brav alles andere! Aber nicht mehr mit mir! Mein Fass ist nicht voll, es is jetzt übergeschwappt! :(

    Morgenrot Vielen Dank für deinen Denkanstoß! Ich habe darüber nachgedacht und ich muss sagen, ich hab es glaub ich falsch ausgedrückt. Ich will mich niewieder jemanden unterordnen. Das habe ich viel zu lange mit mir machen lassen. Es war eher so gemeint, dass da jemand eine Hand entgegenstreckt und sagt: schau, ich geh mit dir, ich helfe dir, da bist nicht allein, mir geht's gut, ich kann dir den Weg zeigen... Ich weiß nicht ob du verstehst wie ich das meine. Und es is in Freundschaft, aber es gibt da diese Menschen wo man einfach eine Verbindung spürt. Er hat leider auch so eine Ehe hinter sich und weiß wovon ich rede nur er hat den Ansprung schneller geschafft und alle Gänge schon hinter sich. In diesem Punkt bin ich schon froh, wenn es jemanden gibt der mich führt. Meine Eltern unterstützen mich und die Kinder, aber im Prinzip sind sie auch alle Opfer, weil sie seit 2 Jahren Papa Ersatz für meine Kinder sind. Irgendwie befinden die sich alle in einer Schockstarre.

    Aber ich danke dir dür deine Anregung! Ich will in Zukunft nie mehr, in so ein Muster rein geraten..

    Sonnenschein CoA Das wäre auch mein größter Wunsch! Endlich ein freies Leben mit meinen Kindern, einen Rückzugsort, der nur uns gehört.. Und was sich sonst entwickelt wird sich zeigen, da liegen eh noch Schritte vor mir und soweit bin ich noch lange nicht. Ich würde mich nie auf etwas einlassen, als verheiratet Frau. So bin ich nicht. Egal wie groß das Leid ist, dass er uns angetan hat. Aber es is schön zu wissen, dass es da draußen noch ein anderes Leben gibt, das vl nur drauf wartete, dass ich darum greife. Und ja, ein Knistern ist zu spüren und vl ist es genau das Gefühl, dass ich brauche, damit ich aus meiner festgefahrenen Rolle rauskommen kann! Ein neuer Antrieb sozusagen. Und ich habe auch schon lange aufgehört Dinge zu planen...Gefühle passieren ungeplant und meine Mama hat gesagt: Es ist kein Wunder, wenn man so lange so behandelt wird, dass man sich da irgendwann wieder nach Zuneigung und Wärme und Liebe sehnt und wenn dann plötzlich so jemand um die Ecke gebogen kommt, dann ist es niemanden zu verdenken, dass sich da was entwickeln kann" Ich hab auch gedacht, dass Gefühle zu einem anderen Mann das Letzte ist was ich jetzt brauche, weil alles schon so kompliziert ist. Aber ich merke auch dass da in meinem Bauch in einer kleinen Ecke sowas wie Glück ist und ich war schon lange nicht mehr glücklich.. Ich lasse mich jetzt einfach mal ein bisschen vom Schicksal treiben.... es wird hoffentlich so kommen wie es soll:-)

    Deine Beiträge sind wirklich unglaublich- so als würden wir beide exakt das selbe Leben gelebt haben... krass und traurig gleichzeitig :(

    Aber du machst mir Mut, dass es sich lohnt, auch wenn es wehtut...

    Ich habe mir gestern noch Wohnungen im Internet gesucht.. Das fühlt sich so komisch an.. aber ich will nicht mehr...:-(

    Ich hoffe, dass ich auf mein Bauchgefühl vertrauen kann und stark bin und nicht wieder die blöde Stimme im Kopf, die versucht mir ein schlechtes Gewissen und Hoffnung einzureden, überhand nimmt!!:-(


    Habt einen schönen, ruhigeren Tag!!

    Hallo ihr Lieben!

    In den letzen 2 Wochen ist sooo viel passiert! Ich traue mich nun sagen, dass mein Entschluss gefasst ist! Bis hierher und nicht mehr weiter!

    Das letzte Monat war sooo extrem! Er hat einen Skandal nach dem anderen geliefert. Aber was für mich meine absolute rote Linie erreicht hat ist, dass ea seit 3 Wochen so einen extremen starken körperlichen Verfall bei ihm gegeben hat. Die Kinder haben ihn sogar angebettelt, dass er zum Arzt soll. Ich habe es auch getan- aber er lässt sich nicht helfen. Er schleppt sich zur Arbeit, kommt heim und schläft als wären wir gar nicht da. Am Wochenende wechseln wir keine 10 Worte. Er will seine Ruhe, mit den Kindern macht er gar nichts mehr, er hat noch weiter abgenommen, erbricht dauernd und noch so ein paar Dinge.. ich habe teilweise Angst, dass er mal morgens nicht mehr aufwacht, er schaut soooo übel aus! Ich kann das nicht mehr aushalten und ich will nicht mehr. Er will meine Hilfe nicht! Er kämpft auch gar nicht mehr um uns und ich habe es mir wirklich so lange gewünscht, aber jetzt will ich es gar nicht mehr. Ich will ihm nicht beim Selbstmord zu sehen und den Kinder will ich das sowieso ersparen!!

    Und es gibt noch einen Grund.. Ich habe in meinem Faden zu Beginn mal um einen Reiter auf weißem Pferd gebetet, der einen da raus holt - und plötzlich merkt man, dass der die ganze Zeit da ist.. versteht mich nicht falsch.. Ich kann nicht aus so eine Ehe in die nächste Beziehung fallen.. aber es gibt Gefühle die da sind, wenn man sie zulässt und es wurden mir jetzt die Augen geöffnet, dass da draußen noch ein Leben wartet, das lebenswert ist. Ich habe zwar 20 Jahre auf den Schultern, die ich zurück lassen muss, aber wenn ich Glück habe kann ich noch 40 Jahre mit schönen Gefühlen und Erlebnissen füllen...

    Es ist da jetzz eine Hand die mich führen will, noch in Freundschaft aber mit vielen Gefühlen auf beiden Seiten. Und i will leben und nicht mit ihm untergehen!

    Ich war diesen Woche bei einer Pschologin und nächste Woche bin ich eine Woche weg ohne ihn und danach will ich zu einem Rechtsanwalt..

    Ich will das schaffen! Und ich muss alles hinter mir lassen um glücklich werden zu können. Langsam trenne ich mich gedanklich vom Haus und alles wird leichter..

    Aber es liegt noch ein steiniger Weg vor mir.. Und die Angst vor dem "Rückfall" vorm wieder "Einknicken".. so muss sich das auf der anderen Seite bei den nassen Alkoholikern anfühlen:-(


    Haltet mir die Daumen dass alles gut wird! Allein schon für die Kinder!

    Deine Worte mit den Kindern und dem Haus ermutigen mich... das ist genau die Angst, die mich seit Wochen lähmt- dieses Gefühl, dass man ihnen alles wegnimmt. Und ja, so ehrlich muss ich auch sein, dass dieser Gedanke auch für mich schwer ist- ich liebe es auch im Sommer im eigenen Swimmingspool zu baden und das Gemüse aus dem eigenen Garten zu ernten usw... der Gedanke an eine Mietwohnung macht mich fertig, ich habe noch nie in einer Wohnung gelebt. Aber mittlerweile wird es immer mehr so, dass das Haus und der Garten usw mich nicht mehr glücklich machen können. Was bringt mir das, wenn ich nur alleine und ohne Liebe darin leben muss?.. Ich fühle, dass ich nun nur noch einen Zentimeter von der Klippe entfernt stehe- die letzten 3 Wochen sind sooo übel! Mein Mann ist körperlich an seinem Tiefstpunkt (wahrscheinlich geht es aber eh noch viel tiefer, was weiß ich)- jedenfalls habe ich ihn in 20 Jahren noch nie so gesehen. Mich lässt das Gefühl nicht los, dass er was Schlimmes hat! Er will aber auf keinen Fall zum Arzt - er sagte er bleibt sowieso nicht stationär (warum wohl? Dort gibt es nix zu trinken) und ich hab es jetzt akzeptiert. Aber es fühlt sich für mich an, wie noch ein bisschen näher am Eheaus zu sein. Weil ich das noch weniger mitansehen kann, als das Getrinke. Wenn sich jemand nicht helfen lassen will obwohl er Familie hat! Da geht es ums Leben! Egal ob miteinander oder getrennt- man möchte doch die Kinder aufwachsen sehen.. glaubt man jedenfalls..

    Ich fühle irgendwie nur noch eiskalte Leere ihm gegenüber. Aber vielleicht muss alles so sein, damit ich endlich was ändern kann.

    Ich wünsche dir und deinen Kinder ganz viel Kraft und ihr habt den schwersten Schritt nun bestimmt hinter euch! Ihr dürft und könnt jetzt leben! Einfach nur leben so wie ihr es wollt! 😘☺️ Genießt es!!!!

    Hopeless, ich weine mit dir.. all das was du geschrieben hast - 100% meine Gefühle, genau wie bei mir.. Und Auroras und Sonnenschein Cos Antworten könnten genauso für mich sein. Ich drücke dich von tiefstem Herzen! Mir steht es noch bevor ihm das ins Gesicht zu sagen.. Dieser eine Schritt- und nur, weil ich Angst habe dass ich einknicke, ich kenne seine Art... Aber jetzt kann ich wirklich sagen: in mir drinnen ist so viel kaputt, selbst wenn er morgen auf Entgiftung gehen würde und zurück kommen würde mit 0,0- ich weiß nicht ob man das alles vergessen kann! Das Vertrauen und die Liebe sind zerstört.. was soll das für eine Zukunft sein...:-(

    Rennschnecke

    Darüber denke ich seit längerem schon nach. Außer verbaler Gewalt wurde mein Mann noch nie handgreiflich. Aber nach der Aussage letzens, wenn er uns nicht mehr hätte könnte er sich gleich erschießen, dachte ich,so eine Aussage hätte ich ihm nie zugetraut. Klar man sagt vieles wenn ma durchdrehen und es ist bestimmt auch eine Art Erpressung, dass er sich ja was antun könnte und wir deshalb bleiben, aber diese Aussage fand ich beklemmend.

    Ich bin über alle Tipps dankbar, die ich vorab Treffen könnte! Gibt es was icj schon im Vorfeld erledigen soll? Wenn ich die Trennung ausspreche würde ich vorerst mal zu meinen Eltern mit den Kindern, die haben mir mein altes Kinderzimmer schon angeboten :cry::oops: Bis wir mal wissen was wird.. Da wir verheiratet sind gibt es ja vieles zu klären.. aber der letzte Schritt fehlt mir noch, der letze Mut! Wäre der Spruch jetzt nicht so fehl am Platz müsste ich sagen "da muss ich mir mal Mut antrinken" ..hahaha ihr wisst wie es gemeint ist, leider gibt es bei mir nichts mehr zu lachen wenn es um Alkohol geht, dieses Zeug hat mir und meinen Kindern alles genommen, was wir hatten ;(;(;(;(;(

    62 kg bei 1,85 m und dazu die Motorik eines 80 Jährigen

    Hier exakt das Gleiche! Ein paar Zentimeter ist er kleiner und noch 2 Kilo schwerer.. aber diese rasante Gewichtsabnahme in kurzer Zeit! Ich habe es so satt, dass ich dauernd drauf angesprochen werden, was mit ihm los sei, weil er so krank aussieht. Und trotzdem mach ich mir Sorgen um ihn- aber er nicht um sich. Seine Antwort war "ist ja egal, jeder muss sterben " 🫣 Also da bin ich ratlos..Und bei den Kindern ist es auch so: mein Sohn hat ihn gestern angelegt, dass er zu einem Arzt soll, weil er wieder so Schmerzen hatte.. Das von einem kleinen Kind!

    Und ja es kommt langsam bei mir an, dass der Traum von Familie ausgeräumt ist. Ich bin zwar noch hier im Haus mit den Kindern und er lebt auch irgendwo daneben her, in meinem Kopf habe ich schon 100mal den Moment der Trennung durchgespielt, ausgesprochen habe ich es noch nicht, aber irgendwie fühlt es sich in mir mittlerweile so an, als wäre alles verloren und als ob es kein zurück mehr geben würde.. Es fehlt noch dieser kleine aber schwierigste Schritt, es ihm ins Gesicht zu sagen. . Ich habe mir ein Ziel gesetzt, wenn kein Wunder passiert hoffe ich es bis dahin durchsetzen zu können...

    Wir sind alle zum Schluss auf Eierschalen gelaufen, wollten ihm keinen Anlass mehr geben uns zu kritisieren oder gereizt zu reagieren. Wir bzw. ich war so darauf bedacht alles richtig zu machen.

    Wenn ich wusste das er bald von der Arbeit nach Hause kam, bin ich wie wir eine Irre duch das Haus und hab versucht jeden noch so kleinen Krümel wegzuräumen.

    Exakt diese Sätze könnten von mir sein! Es is genauso! Mittlerweile beginnen meine Kinder schon aufzuräumen, wenn sie denken er kommt, damit es ja keinen Streit gibt! Das kann ich kaum mehr ertragen..Es wäre als hätte sie schon Angst, dass es wieder eskaliert.. Und ich würde mich selbst wirklich auch als fleißig bezeichnen- ich gehe arbeiten und werkle so auch noch einen ganzen Tag mit Haushalt, Garten usw und anstatt mal ein " danke, dass du das alles machst" kommt eher so ein "warum hast du die Waschmaschine nicht eingeschaltet, das liegen 5 dinge i. Korb".. klingt hart, ist es auch. Er war schon immer seeeehr perfektionistisch und es wird mir nach und nach klarer, dass ich irgendwie meine Leben lang manipuliert wurde. Ich habe ja vieles getan so wie er es wollte - das ist mir damals nur noch nicht so aufgefallen und seit dem Alkohol ist alles einfach noch viel viel ärger geworden. Ich will nicht auf den Modezug aufspringen- aber vl bin ich da auch einem Mann mit narzistischen Zügen begegnet, und seine Zwänge und Eigenheiten sind seit dem Konsum viel ausgeprägter.

    Ich dachte immer, dass da noch so viel Liebe ist.. aber selbst ich muss einsehen , dass ich mich da belüge.. aber das wird mir alles nach und nach deutlicher.

    Und meine mama hat mir auch eine Denkanstoß gegeben- für mich sind nämlich tatsächlich schon viele Dinge "normal", die es mit Sicherheit in einer Ehe so nicht geben sollte (z.b. keine Nähe - nicht mal eine Umarmung, keine Drücker, keine Küsse, keine Wertschätzung, keine lieben Worte, keine Unterstützung... usw..)

    Ich freue mich über deine Antwort, danke! Ja, es scheint so, dass es uns wirklich allen ähnlich geht.. Neulich sagte meine Mama zu mir, ob ich wüsste, wann ich meinen Mann zu letzt mal Lachen sah? Seither denke ich oft darüber nach und vermute, dass es auch hier wirklich eine Depression sein könnte, dann kommen noch die körperlichen Leiden dazu, wo soll da noch Kapazitäten sein für Familie? Aber zu sehen wie es jemanden schlecht geht, das fühlt sich für mich so schrecklich an. Einerseits bin ich oft sehr hart zu ihm, weil ich mir denke er ist ja selbst schuld dran, andererseits weiß ich auch, dass er nicht aus seiner Haut kann... Aber ja.. Es scheint tatsächlich oft ähnlich zu laufen:-(

    Liebe Hopeless, ich möchte dir einfsxh kurz schreiben, weil dein erster Eintrag von mir sein könnte - diese Gefühle, die du beschreibst, das aufgeben der Träume..mir geht es ganz genauso!Nur bei meinem Mann ist so, dass er sixh völlig zurück zieht und alles ich machen soll. Er bingt sich gar nicht mehr in unser Leben ein!

    Und du hast es außerdem geschafft,dich räumlic zu trennen! Dieser Schritt fehlt mir noch und fällt mir so schwer, weil ich eben auch diese Gedanken nur so schwer akzeptieren kann, dass es das war, dass ich diesen Mann nie mehr berühren kann (also nicht diesen, der er jetzt aktuell ist, sondern den, der er früher war) und dass all unsere Träume und Pläne Geschichten sind.

    Aber ich wollte dir nur sagen, dass du sehr stolz sein kannst, dass du diesen Schritt getan hast! Deine Kinder werden sehr stolz auf dich sein! Du bist wirklich stark!!😍

    Haferflocke Danke für deine Antwort! Ja, es ist wirklich so, die Zeit verstreicht und ich merke wirklich, wie wenig er in unserem Familienleben drinnen ist. Er kriegt ja oft gar nicht mehr mit, was in der Schule abgeht usw, er hat diese Woche nichtmal gefragt, wie der Zahnarzttermin vom Großen war ( es ging ium Zahnreguliering oder noch nicht ), da will ich nicht mal davon reden, dass er ja auch mal einen Termin übernehmen könnte, das hab ich sowieso schon aufgegeben.

    Aktuell hat sich seit meinem SOS vor knapp 3 Wochen (! Irre wie die Zeit verfliegt) nicht viel verändert, wir schweigen uns sehr viel an, aber ich habe das Gefühl, dass ich meinen Kampfgeist wieder gefunden habe - nicht den um ihn zu bekehren, sondern den um auszubrechen...

    Ich habe wirklich seither kein Wort mehr ihm gegenüber wegen dem Alkohol verloren- ich habe es einfach satt, ich habe nichts mehr nachgezählt, wenn die Kinder und ich Lust auf Unternehmungen hatten haben wir das gemach - ich hab ihn 1x gefragt wenn er nicht wollte haben wir die Aktivität ohne ihn gemacht.. die Kinder haben nicht 1x nachgefragt wo Papa ist oder warum er nicht mitgekommen ist. Ich versuche, dass mir das alles nichts mehr ausmacht.. Ich weiß, dass ich so nicht ewig weitermachen kann, aber mir gibt es Sicherheit, dass ich all das auch ohne ihn schaffe... Manchmal denke ich, dass es ihm vl jetzt ganz recht ist so, weil niemand mehr meckert, kontrolliert, ihn stresst und er munter weitermachen kann, und er so nie was ändern muss, andererseits weiß ich auch immer mehr, dass ich ihn nicht ändern kann und dass auch das Gemeckere nichts bringt. Für mich fühlt es sich an als hätte ich uns wieder ein Stück aufgegeben, vl muss sich ein Stück für Stück Loslassen auch so anfühlen. Es ist kein schönes Gefühl, aber ich kenne keine andere Lösung.

    2 Dinge beschäftigen mich aber schon sehr :

    1. Kennt das jemand von euch, wenn man sich wieder ein bisschen mehr loslöst, dass dann plötzlich vom Partner weniger konsumiert wird? Also ich zähle es ja nicht mehr, aber es kommt mir so vor als wäre es die Woche deutlich weniger gewesen, was aber nichts ändert...

    2. Das belastet mich sehr, ich versuche mich abzugrenzen, aber mein Mann klagt schon seit einigen Wochen über extreme Bauchschmerzen, die kommen und gehen, anfangs "nur" Magenschmerzen, mittlerweile den ganzen Bauch, die Abstände werden kürzer, die Schmerzen heftiger und er hat wirklich extreme Schmerzen, so hab ich ihn noch nie gesehen. Ich war kurz davor den Krankenwagen zu rufen. Er will aber absolut nicht zum Arzt, ich habe es mehrmals angeboten. Und ich muss sagen, auch wenn ich es nicht ändern kann und es sein Körper ist und seine Verantwortung, so mache ich mir trotzdem riesige Sorgen, er ist der Papa meiner Kinder und ich wünsche ihm nichts Schlimmes. Er weiß natürlich, dass er seinen Alkohlkonsum nicht vertuschen kann, wenn er zum Arzt geht und Blut abgenommen wird etc. - deshalb verweigert er alles.. Das ist nicht schön mit anzusehen. Und es macht mich noch mehr wütend, weil ich nicht verstehen kann, wie man so mit seinem Körper umgehen kann! Er denkt nicht eine Sekunde an seine Kinder... naja.. kein Wunder wenn der Körper mal um Hilfe ruft, bei dem ganzen Mist, den man da in sich reinschüttet. Ich weiß, dass ich nichts machen kann, aber egal ist es mir leider auch nicht!

    Schönes Wochenende euch allen!