Hallo zusammen,
das sind viele verschiedene, interessante Sichtweisen zur Co- Abhängigkeit. Und das wird genau so wohl auch richtig sein. Wir sind doch alle komplett unterschiedlich, in unseren Wahrnehmungen, in unserem Empfindungen, in unseren Vorerfahrungen. Was für den Einen gilt muss nicht die gefühlte Sichtweise und die Lösung für den Anderen sein. Vielleicht reicht es ja einfach ein gemeinsames Ziel zu haben, sich aus wie auch immer gearteten Zwängen oder Süchten zu befreien. Nicht jedes Kind muss einen Namen haben.
Für mich ist es demnächst an der Zeit meinen Faden mal zu Ende zu schreiben. Ich bin heute freier und glücklicher als ich es in der Beziehung zu meinem alkohlkranken Ex je hätte sein oder werden können.
War ich abhängig, süchtig von ihm? War es ein Bindungsproblem meinerseits? Ich weiß es nicht und es ist im Grunde auch völlig egal .
Am Ende konnte ich mich aus dieser Beziehung lösen, weil ich mir die Zeit genommen habe mal nur auf mich zu schauen und mich nicht mehr ausschließlich auf meinem ex fokussiert habe. Nachdem ich mich Schritt für Schritt innerlich gelöst habe, kam auch die klare Sicht zurück. Auf einmal hat es mich angeekelt zu sehen wie er nach seinem Saufgelage nicht mehr geradeaus laufen konnte, auf allen Vieren gekrochen ist.Mit seinen allnächtlichen Kochstunts total betrunken die Küche verwüstet hat, die ich natürlich am nächsten Morgen aufräumen durfte.Keine Ahnung warum ich das vorher nicht sehen konnte.
Zusammenfassend ist es am Ende egal was es ist, ob Sucht oder Bindungsstörung,wenn wir es schaffen zu uns zu finden und den Fokus wieder auf uns richten.