Beiträge von Kurswechsel

    Aber irgendwie gehts mir heute nicht gut, bin sehr leicht reizbar und "hasse die ganze Welt".

    Ja, es gibt so Tage. Aber auch die gehen rum. Ich mache an solchen Tagen besonders gerne Sport, das hilft mir Klarheit in den Nebel zu bekommen.

    Alkohol ist definitiv keine Option, dann ist nämlich nicht nur das heute, sondern auch das morgen „schlimm“, aber das weißt du selber…

    Dann komm noch gut durch den Tag und Grüße von KW

    Wie geht ihr mit solchen Alpträumen um

    Ein Traum ist ein Traum, und Träume sind Schäume. Ich schenke ihnen gar keine weitere Beachtung. Meistens habe ich sie kurz nach dem Aufwachen oder spätestens im Laufe des Tages ohnehin wieder vergessen.

    Ich gehe also überhaupt nicht weiter mit ihnen um. Denn sobald ich anfange, mich mit ihnen zu beschäftigen, halte ich sie ja nur künstlich präsent. Sie waren da und verschwinden wieder und zwar genauso schnell, wie sie gekommen sind. Warum sollte ich sie also festhalten?

    Wir haben vor zwei Jahren beschlossen, uns Weihnachten allein auf uns zu fokussieren und Familienbesuche auf das nötigste zu beschränken, weil das eigentlich nur noch Stress bedeutet hat..

    Letztes Jahr war es dadurch das erste Mal so richtig besinnlich und gemütlich , so wie ich mir Weihnachten immer vorgestellt habe.

    Und es lag natürlich sicher auch daran, dass ich nicht mehr trinken musste.. Und so umgehe ich natürlich auch typische Trigger, weil ringsum in der Familie stehen natürlich schon nachmittags die Spirituosen auf dem Tisch, die besinnliche Zeit wird eben auch genutzt, um sich die Sinne wegzuschießen…

    Ich wäre sehr an Ratschläge interessiert, die mir helfen können auf Langzeit aus der Teufelsspirale auszubrechen.

    Unbedingt Trigger vermeiden, also Situationen, in denen bzw. bei denen du meistens getrunken hast. Ich war selbst fast zwei Jahren nicht mehr in meinem Lieblingsrestaurant und hab seitdem abends auch kein TV mehr geschaut, weil ich dabei getrunken habe. Auch vermeide ich nach wie vor bestimmte Veranstaltungen oder auch Personen.

    Denk nicht zu langfristig (so wie Oskar es schon geschrieben hat), denke nur an heute und heute wirst du definitiv nichts trinken. Und morgen geht’s dann so weiter..

    Es wird wirklich mit der Zeit immer „leichter“. Ich kann mich noch gut an den Tag erinnern, wo mir abends bewusst wurde, dass ich den ganzen Tag über nicht an Alk denken musste.

    LG KW

    Wieviele Anläufe habt ihr gebraucht bis ihr trocken wart?

    Ich frage mich gerade, warum dich ausgerechnet das als deine erste Frage interessiert? Würde das was an deinem Entschluss ändern?

    Ich hatte einige „unfreiwillige“ Trinkpausen, aber dann war es mir wirklich ernst damit und seitdem habe ich das erste Glas stehen gelassen…

    Ich würde auch noch zwischen „abstinent“ und „trocken“ sein unterscheiden, aber ich will dich nicht gleich am Anfang damit verwirren.

    Hier gibt es wirklich viel zu lesen, zu Beginn habe ich mir hier förmlich die Nächte um die Ohren gehauen.

    LG KW

    Ich habe immer wieder ein schlechtes Gefühl gegenüber meiner Familie, aber ich weis einfach nicht wie ich aus der Sucht schaffe.

    Hallo Nadine!

    Das schlechte Gefühl oder Gewissen gegenüber meiner Familie hatte ich auch, jahrelang und zum Ende hin wurde es immer größer.

    Doch dann habe ich, so wie du jetzt auch, den ersten Schritt getan und habe das erste Glas (oder besser die erste Flasche) stehen gelassen und eben nicht mehr getrunken. Schritt für Schritt.. und aus Tagen wurden Wochen und aus Wochen wurden Monate und aus Monaten sind es nun bald zwei Jahre geworden.

    Bleib dran, es lohnt sich und es wird mit der Zeit auch leichter, heißt der Suchtdruck verringert sich mit der Zeit. Und hier kannst du von vielen Erfahrungen anderer User lesen, wie sie mit ihren Suchtdruck umgehen und welche Strategien sie haben.

    Achso eins noch: Herzlich Willkommen hier in unserer Selbsthilfegruppe!

    LG KW

    Ich mags ihr nicht sagen. So, jetzt ist es raus. Aber ich weiß auch, dass es Quatsch ist, es nicht zu tun, vor allem wenn ich mein Wegbleiben an Weihnachten erklären will.

    Das war mir eigentlich an der Stelle schon klar, als ich dich dazu fragte und du geantwortet hast:

    Nein, sie weiß es nicht, wir haben sehr wenig Kontakt.

    Das Outen macht es auf jeden Fall einfacher (wie ich auch weiter oben schon geschrieben habe) sich nicht mehr ewig rechtfertigen zu müssen oder sich dauernd in Ausreden zu verstricken.

    LG KW

    Shopping, Wellness und Maniküre gar nichts meins sind,

    Meins ja auch nicht 🙃 Ich würde eine Fahrrad- oder Wandertour planen oder ein ausgiebiges Waldbad, vielleicht auch ne Runde zum Sport mit anschließendem Saunabesuch…irgendwas in der Richtung.

    hast Du mich damit doch an Selbstfürsorge bzw mich selber pampern erinnert

    Hast du jetzt schon eine konkrete „Alternativ-Strategie“ , die dich besonders „pampert“ im Auge? 😉

    Und schreib dir hier die Finger wund, du wirst gelesen.

    LG KW

    ich versuche mittlerweile viel mehr auf meine Bedürfnisse zu achten , aber die Umsetzung fällt mir immer noch schwer . Es sind sehr kleine Schritte.

    Jeder Schritt (in die richtige Richtung) ist ein guter Schritt, und zwar egal, wie klein er ist, denn es tut sich endlich etwas.

    Von außen betrachtet erscheint einem vieles immer so klar. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, wie sehr du dich in dieser Situation einerseits gefangen fühlst, andererseits aber auch darin eingerichtet hast.

    Was du von deinem Freund geschrieben hast, klingt in meinen Ohren jedenfalls nicht – und zwar nicht einen Hauch – danach, dass er auf dich Rücksicht nimmt oder nehmen wird. Aber auch ich habe natürlich keine Glaskugel.

    Ich hoffe, du kommst irgendwann (und hoffentlich ziemlich schnell) an den Punkt, an dem du deine Abstinenz in dieser Hinsicht an erste Stelle stellst. Alles andere wird sich dann finden (auch wenn es sich vielleicht gerade wie eine unüberwindbare Hürde anfühlt).

    LG KW

    Entschuldigung, ich hoffe, der Scherz kommt nicht falsch an

    Alles gut, ich muss zum Lachen nicht erst in den Keller gehen 🙃

    und ich werde nach der Prüfung mit meinem Adrenalin alleine sein und ich weiß ziemlich genau

    Du schriebst es ja selber:

    muss mir eine gute Ausweichstrategie überlegen

    Was fällt dir denn spontan ein, was du dir an diesem Tag ganz alleine (oder mit einer anderen Bekannten) gönnen könntest?

    Sauna, shoppen, Wellness, Maniküre (keine Ahnung ich bin ein Mann 🤷🏼‍♂️)…

    und ich weiß ziemlich genau, dass mein Suchthirn mir sagen wird,

    Schon mal was von „selbsterfüllender Prophezeiung“ gehört? 😉 Vielleicht solltest du dem nächsten Samstag einfach mal eine Chance geben, eine Glaskugel hast du meines Wissens jedenfalls nicht, oder?! 😉

    Liebe Grüße KW

    Doch, kann ich!

    Genau 💪

    Weiß Sie, dass du Alkoholiker bist? Das würde es natürlich einfacher machen und du brauchst dich nicht weiter rechtfertigen.

    Darf ich noch fragen, wie Dein Freundeskreis reagiert, wenn Du üblicher Weise nach dem Essen gehst? Ist das ok oder musst Du da jedes Mal diskutieren?

    Ich hab mich da zugegebenermaßen schon ziemlich rar gemacht. Und wenn ich dann doch mal irgendwo bin, kann ich wegen der Kids nicht so lange bleiben 😉

    Ansonsten höre ich dauernd Ex-Alkoholiker podcasts.

    Habe ich auch eine ganze Weile gemacht und plötzlich war dann damit Schluss und das Lesen hier im Forum hat mir gereicht. Aber besonders die ersten Monate habe ich alle Informationen diesbezüglich förmlich aufgesogen..

    Was meint ihr?

    Es gibt definitiv unvernünftigere Pläne, als sich mit einem Musikinstrument zu belohnen 😉

    Und das beste Argument dafür hast du ja gleich selbst geliefert:

    Ich hab in meiner erst kurzen Nüchternheit schon den Betrag nicht versoffen, den das Gerät kostet.