Irgendwas scheint passiert zu sein. Er erkennt, was ich für eine Last getragen haben alle Jahre und das die Gründe für seine Trennung vielleicht vom Alkohol vernebelt waren. Er meldet sich für eine stationäre Therapie an. Braucht es manchmal vielleicht einen großen Knall? Ich werde ihm deshalb nicht sofort verzeihen, zumal er auch nicht die Trennung zurück genommen hat.aber wir stehen in täglichen Kontakt und langsam wird er wieder zu dem, den ich einst kannte. Er redet liebevoll und reflektiert plötzlich all seine Probleme und die Alkoholsucht. Was sagt ihr dazu?
Beiträge von Felicitas<>
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Jetzt bin ich selbst die Alkoholikerin (nie mit Co an meiner Seite und in diesem Forum erst seit 1,5 Jahren, abstinent noch weniger).
Was mir jedoch immer wieder in meiner laienhaften Wahrnehmung auffällt, ist oft ( nicht immer) eine gewisse Opferhaltung (bei Alkoholikern, aber auch bei COs): Das Leben ist so kompliziert / ist/war so böse zu mir, da musste ich ja irgendwann (co-)abhängig werden ...
Diese Herangehensweise sehe ich auch oft, wenn es im therapeutischen Umfeld darum geht, die "Suchtgeschichte" aufzuarbeiten und vorzustellen. Da wird m. E. Etwas zu simpel mit dem Ursache-Wirkungs-Prinzip argumentiert.
Dabei will ich auf keinen Fall die Probleme kleinreden, die manche hier zu bewältigen hatten und haben, im Gegenteil. Wichtig ist m. E. Jedoch, immer zu beachten: Nicht die Schwere und Häufung der individuellen Probleme macht irgendwann unweigerlich abhängig, sondern die Tatsache, dass jemand keine besseren Bewältigungsstrategien gelernt bzw. Gesehen hat.
Und was ich für mich schon früh festgestellt habe (hat mich leider nicht vor der Sucht bewahrt): ein bisschen Selbstmitleid aus aktuellen Anlass ist mal ganz ok, wenns kein anderer für mich übrig hat - solange ich darin nicht versinke und handlungsunfähig werde bzw. in selbstschädlichem Verhalten verharre.
Dein Ex sucht anscheinend krampfhaft eine Begründung, warum er gar nicht anders kann, als zu trinken....
Darf ich dich etwas fragen? Er scheint alles zu verlieren gerade. Erst trennt er sich und ist dann tagtäglich irritierend, einmal ist es keine Trennung sondern nur eine Bitte um Zeit. Das andere Mal habe ich ihm keine liebe gezeigt. Dann fragt er mich nach sexy Fotos. Dann betrinken er sich, so dass er einen Unfall mit dem Auto baut und auf der Polizeiwache landet. Nun ist er noch im Begriff sein Unternehmen zu verlieren, weil er nicht arbeitet. Alles sieht für mich wie ein Rennen auf den Abgrund aus. Ich bin seine Bezugsperson nach wie vor, allen anderen lügt er vor, es ginge ihm gut und sein Therapeut flüstert ihm komische Dinge ins Ohr und erkennt nicht, dass er es mit einem Quartalstrinker zu tun hat. Es heisst doch erst trocken, dann Therapie- oder? Würdest du als Betroffene dir wünschen, dass du so richtig hart aufknallst- ohne Job, Familie und vielleicht bald im Gefängnis oder wäre die bessere Hilfe Unterstützung? Ich habe Angst vor einem Anruf, dass er gestorben ist. Weil er sich zu Tode gefahren oder gesoffen hat, weil er alles verloren hat...
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Hallo zusammen,
nachdem er nun leider einen größeren Absturz hatte, wurde ihm der FS entzogen wegen Trunkenheit am Steuer. Das beruhigt mich erstmal, dass er nicht mehr Auto fahren kann. Nun fällt er aber wieder sofort in die Muster, "du bist schuld, du hast mir nicht genug deine Liebe gezeigt, deshalb musste ich mich trennen". Ein paar Tage vorher war er schon ziemlich einsichtig und hat erkannt, dass es vielleicht doch ganz andere Gründe für das Beziehungsende gab als nur die Schuld bei mir zu suchen. Habt ihr auch die Erfahrungen gemacht, dass eure Partner, die getrunken haben, sich nie geliebt gefühlt haben. Obwohl ich immer und immer wieder verziehen und seine Hand gehalten haben nach jedem Absturz? Erkennt ein Alkoholiker dies nicht als Liebe an?
Liebe Grüße
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Was mir bei zu deiner Geschichte einfällt, liebe Felicitas sind mehrere Punkte:
1. Immer, wenn du da warst hat er nicht getrunken - warst du weg, fing er an, da denke ich stark, das er einfach ein Alkoholproblem hat, was er ausgelebt hat, als du nicht da warst. Das hat nichts damit zu tun, das er einsam war. Wenn er wirklich ein Alkoholproblem hat und das tiefliegend ist, hat er nur für dich still gehalten und allein das die Sucht ausgelebt, weil er es brauchte - das Ganze hat aber nichts mit dir zu tun, das sind seine Probleme, die er nun versucht alleine anzugehen.
2. Warum bist du traurig, wenn er gesund wird und sich um sich selbst kümmert? Warum depremiert dich das so? Er hat sich vorerst von dir getrennt, dennoch habt ihr Kontakt, was bedeutet das er im Endeffekt eine Auszeit für sich nimmt um an sich selbst zu arbeiten und weg vom Alk zu kommen. Klar, kann ich auch nachvollziehen, das dich das runter zieht und er ohne dich nüchtern zu sein scheint - aber ist es nicht wunderbar, das er seine Probleme erkannt hat und daran arbeiten will?
3. Eine Trennung ist immer unschön, vorallem für den Verlassenen, wo die Welt plötzlich Kopf steht. Allerdings, wie du hier im Forum zugenüge lesen kannst, ist eine Beziehung mit einem Alkoholerkrankten ohne Krankheitseinsicht nichts Positives und wirklich kein Dauerzustand. Das macht einen selbst als Co-Abhängigen krank.
4. Es ist sehr gut für ihn, wenn er wirklich an seiner Erkrankung für sich selbst arbeitet, denn es ist SEIN Problem, SEINE Sucht und nicht deine. Für dich verständlich schade, das er nur ohne dich diesen Weg für sich jetzt geht, aber gleichzeitig ist es für ihn der Weg zu sich selbst zu kommen und Zeit für sich zu nehmen. Ihr steht noch in Kontakt, weshalb er mit dir als Person nicht endgültig abgeschlossen hat und dich immer noch an seinem Leben teilhaben lässt und noch vorsichtig gesagt "respektvoll" mit dir um geht. Auch wenn es merkwürdig ist, das er sich erst trennt und immer noch mit dir in engem Kontakt steht, das müsst ihr für euch sehen, ob das so gut ist oder ob es vorallem für dich besser wäre auch mal eine Auszeit für dich selbst zu nehmem, vorallem wenn du dich als Co-Abhängig bezeichnest und selbst zur Ruhe kommen musst. Lass dich auf alle Fälle nicht von ihm warm halten oder ausnutzen und rede dir auf keinen Fall irgendein schlechtes Gewissen ein - es ist seine Sucht, sein Verhalten und du kannst da ob in einer Beziehung oder nach einer Trennung wenig machen.
5. Genau und jetzt kommst du: Wieso warst du mit einem Alkoholabhängigen zusammen, warum hast du sein Verhalten die lang Zeit toleriert und warum fühlst du dich jetzt so schlecht? Weil er dich verarscht hat oder weil du sein Verhalten zu lange mitgemacht hast, ohne an dich zu denken, was es mit dir macht? Du leidest sehr unter der Frage, warum er ohne dich seit ein paar Wochen nüchtern ist, das wissen wir hier leider nicht, vllt weil ihm die Sauferei selbst nicht mehr gut tut? Oder weil er's dir nur so verkauft und er immer noch trinkt oder oder
6. Was kannst du jetzt machen, um die Trennung zu verarbeiten? Sei mal ehrlich zu dir selbst, welche Gefühle hattest du in der Beziehung und was vermisst du jetzt plötzlich? Was kann dir jetzt wieder Kraft geben und beim Verarbeiten helfen? Was tut dir gut? Du solltest mal nicht an ihn denken, was er jetzt so macht, sondern dich wieder an 1ste Stelle stellen. Was er macht und wies weiter geht, werden wir dir hier leider auch nicht beantworten können. Aber du solltest den Fokuss wieder auf dich richten und evtl, das entscheidest du, den Kontakt mal etwas distanzieren um für dich Klarheit zu bekommen.
Das waren jetzt meine Gedanken, wünsche Dir alles Gute
Herzlichen Dank für deine ausführlichen und lieben Zeilen. Das hilft mir sehr.
Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn er trocken wird ohne mich.
Es ging mir eher um meine mir so stark eingetrichterte Schuldfrage.
Das ich glaubte, es wäre meine Schuld ,dass er trinkt - eben weil er ohne mich nichts getrunken hat nach der Trennung.
Leider ist dies aber schon wieder vorbei. Er hat gestern so heftig getrunken, dass er besoffen Auto gefahren ist und dann mehrere Stunden auf der Polizeiwache verbracht hat. Jetzt mache ich mir wieder große Sorgen, obwohl er mich ja aus seinem Leben entfernt hat.
Ich bin mir meiner eigenen Irrationalität bewusst, kann es aber nicht abstellen, mich zu sorgen.
Wir stehen wir im täglichen Kontakt. Er ist sehr wechselhaft und spricht einmal fast von bereuen, dann wieder,wie gut es ihm tut ,mal allein zurecht zu kommen. Ich wünsche ihm sehr, dass er los kommt und hoffe (leider) insgeheim auf einen Restart mit einem trockenen Alkoholiker. Es ist nicht gesund, ich weiß das.
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Vielleicht hast du dich auch geirrt, was das hier für ein Forum ist? Es ist kein primärer Austausch über die Irrungen und Wirrungen eines Alkoholikers und was er dir antut. Es ist ein Selbsthilfe-Forum, wo das 'Wir' nicht passt, da jeder Alkoholiker oder Co-Abhängige nur aus der Summe des Ganzen seinen eigenen Weg finden muss. Sich nur selbst helfen kann.
Denn es haben sich gerade die verständnisvollen und erfahrenen User hier gemeldet, die genau wissen, wie oder was sich in einem Co-Abhängigen oder einem Alkoholiker abspielt.
Es ist jedoch auch so, dass, wenn es keine Hilfe für dich ist, du entweder noch nicht so weit bist oder nur das lesen Möchtest was zu deinem Denken passt. Vielleicht lässt du es erstmal alles sacken denn dein Anspruch war ja Hilfe zu bekommen .
Ansonsten wünsche ich dir, dass du dich wichtig nimmst und darauf achtest, was dir gut tut.
Normalerweise trennt sich der Co-Abhängige vom Abhängigen und ich bin einfach irritiert über diesen abrupten Trennungsvorgang
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soll er das denn? zur flasche greifen, weils ohne dich nicht geht?
Was dich dazu bewegt, so eine schlimme Nachricht zu schreiben, weißt nur du. Wenn man nichts nettes zu sagen hat in einem Forum, wo Menschen nach Hilfe suchen, sollte man still sein. Ich versuche mir zu erklären und auch meinen Schuldgefühlen, warum er nun ohne mich plötzlich nicht mehr trinken muss.
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Bin gerade hier rübergekommen. Weil ich dachte, ich sehe nicht richtig. Dann habe ich aber schon Rennschneckes Beitrag gelesen.
Ist jetzt Dein Plan, hier jeden das Gleiche zu fragen?
Bitte lies Dir die Antworten durch und falle jetzt nicht in andere Threads mit immer der gleichen, bereits beantworteten Frage, ein.
Zum Thema Alkohol gab es viele Antworten. Wie von mehreren (auch mir) bereits erwähnt, scheint es eher um ein Beziehungsding zu gehen.
Wenn Du schon immer das gleiche weiter fragst, dann bitte hier in Deinem Thread.
Danke für die einfühlsamen und belehrenden Worte. Ich hatte die Hoffnung auf verständnisvoll Menschen zu treffen, die mir Einblicke in die Irrungen und Wirrungen eines Quartalstrinkers geben können. Aber nach diesem Forum geht es mir eher schlechter. Vielleicht einfach bisschen weniger ich und bisschen mehr wir. Alles Gute f0r euch
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Hi ihr,
Ich bin nach wie vor trocken (na klar!) Ich bin ja quartalstrinker gewesen, von da her verändert es mein Leben jetzt nicht besonders wenn ich ohne Alkohol bin. Aber die Entscheidung -Nie wieder- etwas zu trinken ist ja ganz neu für mich. Mein Leben wird sich auf jeden Fall verändern, das steht außer Frage. Es wird besser werden auf kurz der lang. Da habe ich gar keine Zweifel, da einfach so viel Negatives wegfallen wird. Negatives das immer durch den Alkohol verursacht wurde.
Ich hab ja am 3.1 aufgehört zu trinken. Und hab im gleichen Zug auch alle Medikamente abgesetzt. Die Medikamente habe ich genommen weil ich das letzte halbe Jahr eine sehr schlechte Zeit hatte. Es waren Antidepressive, Neuroleptika und am Ende sogar Benzodiazepine. Ohne habe ich es nicht mehr ausgehalten. Wenn ich das letzte halbe Jahr nicht so viel Alkohol getrunken hätte, hätte ich die Medis wahrscheinlich gar nicht gebraucht.
Ich bin ein sehr sehr sensibler Typ. Ich kam mit der Trennung nicht klar. Hab getrunken... und der Alkohol macht viel mit mir. Es ist ja ein Nervengift und wenn man zu Depressionen neigt und eine Trennung hinter sich hat .... kann das nur alles in die Hose gehen.
Die Zeit seit dem Neubeginn (3.1) ist hart und intensiv und ich bin noch verletztlich wie ein rohes Ei. Aber es wird besser. Der Hund von meinem Profilbild ist bei mir
es ist sowas wie ein Leihhund den ich mir immer holen kann wann ich will. z.Z. bin ich krankgeschrieben und das bleibt wahrscheinlich auch noch eine Weile so. In drei Wochen bekomme ich einen Platz in einer psychosomatischen Klinik. Aber im Moment denke ich eher von Tag zu Tag weil mich alles überfordert.Ich kam mit Trennungen nie klar. Hab immer 4 bis 6 Monate gebraucht um mich wieder einzubekommen. War dann auch irgendwann in ner Klink für psychosomatik. Muss aber dazu sagen ... ich hab immer konsumiert. Ich hab mich schon immer versucht zu betäuben, weil die Gefühle zu stark waren. ----- oder waren die Gefühle so stark weil ich mich betäubt habe? ich kann es nicht sagen.
Aber ich werde es rausfinden! Denn ich bin jetzt clean. Und die nächste Trennung wird irgendwann kommen. Und dann mal sehen.
ps. dass ich im Forum schreib tut mir Leid. Ich hab gerade einfach viel Zeit und das Thema ist halt einfach mein Thema. Unser aller Thema hier.
Immer wenn ich mal wieder frisch aufgehört habe zu trinken, dann vertiefe ich mich sehr in das Thema Abstinenz. Es gibt glaub ich keinen Podcast den ich nicht gehört habe, kein Youtubevideo und keine Doku zu dem Thema, dass ich nicht gesehen habe. Das hilft mir sehr.
Ein Forum hatte ich allerdings noch nie. Das ist neu für mich und ich mag es hier.
Gruß Chris
Hallo Chris, mein Ex Partner, Quartalstrinker, hat sich von mir plötzlich getrennt während er eine Psychotherapie macht. Ich habe ihm nach seinen Abstürzen immer geholfen, ihm seine Beschimpfungen verziehen. Er hat aus Einsamkeit getrunken, immer wenn ich mal ein paar Wochen in meiner Heimat war. Nun hat er sich Knall auf Fall getrennt und trinkt gerade nicht, obwohl er Einsam ist. Hast du eine Erklärung dafür?
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Hallo Felicitas,
irgendwie suchst Du hier in der Verzweiflung Antworten, die Dir keiner geben kann.
Warum er irgendetwas macht oder sich so oder so verhält, kann hier keiner beantworten. Jeder ist anders.
Aber:
1. Du schreibst er hätte seit 8 Jahren immer nur einmal im Monat getrunken (also alle 4 Wochen). Jetzt trinkt er seit 3 Wochen keinen Alkohol... Wo liegt der Unterschied?
2. Was willst Du denn? Ist das was Du rückblickend mit so erlebt hast, aufgegeben hast das Wert?
3. Wenn er süchtig ist, hat das nichts mit Dir zu tun ob er aufhört oder nicht. Sagt nichts über Deinen Wert aus.
4. Eine wirkliche Trennung ist das ja nicht. Sondern schönes Warmhalten. Ich sehe dieses Verhalten als manipulativ und Du steigst voll darauf ein.
5. Wie kann Dir die Gruppe hier helfen? Es geht um Dich und darum das Du Dich aus der Co-Abhöngigkeit löst.
LG Momo
Ich wollte einfach gern einen Austausch mit Menschen haben, die vielleicht auch von einem Quartalstrinker verlassen worden sind.
Ich erkläre den Unterschied nochmal. Er trinkt gerade nicht, obwohl er allein ist. Er hat sonst immer getrunken, sobald er allein war.
Er hat manchmal auch 3 bis 4 Monate nicht getrunken, manchmal 1 Jahr nicht. Aber seit diesem Jahr sehr häufig und eben dann wenn ich nicht da war als Kompensation zur Einsamkeit
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Was möchtest du denn?
Gute Frage. Mein Leben zurück. Ich habe 8 Jahre in einer anderen Stadt für ihn gewohnt, keine Kinder bekommen wegen der Angst mit dem Alkohol ich habe sehr viel geopfert und nach jeder Alkohol-Eskalation zu ihm gehalten. Wollte ihm da durch helfen. Seit August hatte er nicht mehr getrunken und wir sind uns wieder näher gekommen und nun hat er abrupt Schluss gemacht weil er sich nicht genug wertgeschätzt fühle und außerdem auf einer Therap. Reise zu sich selbst ist. Und meint seine Gefühle wären verschüttet, er wüsste nicht ob er noch liebt...und verhält sich aber so konträr. Die Wohnung sieht noch komplett nach mir aus. Alles was dort steht, hängt und liegt ist von mir. Will man sowas nach einer Trennung? Oder muss er den Weg so abrupt gehen um den Alkohol hinter sich zu lassen?
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Zweimal am Tag telefonieren ist nicht "ohne mich". Ich kenne Trennungen anders.
Wie schicken uns Sprachnachrichten. Aber ja, das ist das irritierende. Er hat Schluss gemacht und meldet sich trotzdem jeden Tag. Er könnte ja auch sagen, dass er gerade keinen Kontakt will..oder ist es Mitleid, weil er merkt wie ich leider?
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Dann hat er aber doch die drei Wochen dazwischen auch jeweils nicht getrunken, oder verstehe ich das grade falsch und habe einen Denkfehler? Warum erstaunen dich dann jetzt die drei Wochen Trinkpause???
Mein Ex hat auch immer nach Erklärung/Schuldigen gesucht um zu erklären warum er getrunken hat. Jede dieser Erklärungen war halt einfacher als sich selbst einzugestehen es nicht geschafft/versagt zu haben.
Vielleicht hat er die Zeit in der du nicht vor Ort warst einfach genutzt um in Ruhe saufen zu können, ohne dass ihm jemand auf die Finger schaut.
Suche die Schuld nicht bei dir, denn es ist nicht deine.
Weil er immer getrunken hat, sobald ich weg war. Und nun bin ich sogar schon 3 Wochen weg und er muss nicht zur Flasche greifen
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der muß auch nicht klar sein, denn Alkoholiker ist erst einmal Alkoholiker und der Weg aus der Sucht ist der gleiche.
Gutgläubigkeit in Verbindung mit einem nassen Alkoholiker kann ganz schön ins Auge gehen, weil wir Angehörige nur zu gern den Versprechen und Beteuerungen glauben und dabei nicht wahrnehmen, wie wir uns selbst mehr und mehr verstricken.
lg Morgenrot
Er hält es mir nicht vor, dass er nun nicht mehr trinkt seit unserer Trennung. Ich bemerke es einfach und es irritiert und schmerzt mich, dass es jetzt seit 3 Wochen ohne Alkohol funktioniert. Vorher war es so, dass sobald ich weg gefahren bin in meine Heimat (1x pro Monat), er angefangen hat zu trinken spätestens am Abend und mehrere Tage. Deshalb wollte ich gern von einem Quartalstrinker wissen, ob das so sein kann. Das eine Beziehung einen so belastet, dass man trinkt. Andererseits ist es auch eigenartig, weil er ja aus Einsamkeit-> ich nicht da-> getrunken hat. Und nun durch das Schluss machen begibt er sich ja in totale Einsamkeit also genau das Gefühl, warum er immer getrunken hat
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Ist hier irgendjemand Quartalstrinker? Ich habe das Gefühl, dass der Unterschied zwischen Quartalstrinker und Spiegeltrinker nicht ganz klar ist. Seine Eltern sind gerade da und bringen mir ein paar Kisten mit meinen Habseligkeiten mit und er sagte, dass das doch erstmal ausreichen würde. Da geht es um kein Vertuschen.
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Nein, ich weiß es zu 100 Prozent. Er schreibt mir früh und abends. Wenn er sich die Hucke voll trinkt, merke ich das sofort. Er ist kein Apiegel- sondern ein Rauschtrinker. Er trinkt nicht nur ein bisschen sondern 3 Flaschen Wein z.B. Er hätte mir niemals früh so normal schreiben können. Glaubt mir bitte, dass ich ganz genau weiß und spüre, ob er trinkt. Ein Quartalstrinker kann seinen Alkoholismus gar nicht verstecken, weil er aufgrund der rauen Mengen unkontrollierbar wird. Ein Quartalstrinker trinkt NICHT täglich. Er war definitiv 6,5 h unterwegs, denn er hat mir Fotos von seiner Reise gesendet
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Und wenn er die Trennung morgen bereut und rückgängig machen wollte: Würdest Du ihn mit Kusshand zurücknehmen?
Nicht mit Kusshand. Er macht gerade eine Therapie, wo er lernt, auf seine Gefühle zu hören und den Kontakt zu ihnen herzustellen. Er kann nicht gut seine Gefühle und Bedürfnisse äußern und fühlt sich oft wenig wertgeschätzt. Er sagt einmal, dass jetzt überhaupt erst eine Welt mit mir denkbar würde, weil er gerad erst lernt, seine Gefühl, Wünsche und Bedürfniss auszudrücken und den nächsten Tag wirkt er wie befreit und das es eine gute Entscheidung war. Er meldet sich täglich und auf die Frage, wann ich mit dem Transporter alle meine Dinge abholen kann, reagiert er sehr verhalten und meint, er schickt mir gern ein paar Sachen. Alles müsse ich ja noch nicht abholen..er fährt 3 h an einen unserer Lieblingsorte um eine halbe Stunde dort zu sein und dann wieder 3 h zu fahren. Jeden Abend fährt er zu einer Aussicht,wo wir immer spazieren waren.gibt es jemanden, der ähnliches durch hat? Sowohl auf Partner als auch auf Quartalstrinker-Seite?
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Woher weißt du, daß er dich nicht anlügt? Vielleicht säuft er jeden Tag. Vielleicht macht er gerade eine Trinkpause, um sich selbst oder anderen irgendwas zu beweisen.
Wir haben täglich Kontakt und ich kann sofort erkennen aus jedem Wort ,ob er trinkt oder nicht. Ja er macht sicherlich eine Trinkpause. Ich verstehe nur nicht, warum er es jetzt ohne mich schafft und in unserer Beziehung nicht. Das gibt mir ein absolutes Schuldgefühl
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Kann ich gut nachvollziehen. In der Zeit, in der ich alleine in meiner Wohnung war, habe ich es auch gut laufen lassen. Ich wusste ja, dass ich an diesem Abend mit niemandem mehr sprechen muss und es keiner merkt.
Ich benutze "niemandem" und "keiner". Das bedeutet, dass es nicht um eine bestimmte Person ging. Ich musste trinken und sah dann keinen Grund es zu stoppen, wenn ich alleine war. Wer dann da war, war eigentlich egal. Also hat das nichts mit Dir zu tun.
Ansonsten hatte ich dann immer Job und später auch Familie. Das hat mich immer eingebremst. Weil ich weiter funktionieren musste. Natürlich hätte ich lieber rund um die Uhr getrunken.
Da er wohl Quartalstrinker ist, wie Du schreibst, macht er gerade eine Trinkpause. Die wird nicht ewig gehen.
Eine Trennung tut weh. Aber stell Dir mal vor, wie schön eine Beziehung sein muss, in der nicht ständig die Angst da ist, dass sich Dein Partner volllaufen lässt.
Das war jetzt die ehrliche Sicht von mir, einem Alkoholiker. Ich wünsche Dir noch einen guten Austausch hier.
Hallo Alex, vielen Dank für deine Sicht. Kannst du mir vielleicht erklären, warum er nun nach der Trennung ,wenn er allein ist, nicht trinken muss- jedoch in unserer Beziehung immer,sobald ich weg gefahren bin?
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Hallo, ich bin 42 Jahre und war 8 Jahre mit einem Quartalstrinker zusammen. Immer wenn ich zu meiner Familie in die Heimat gefahren bin, hat er sich tagelang betrunken. Manchmal auch ,wenn ich vor Ort war. Bei heftigen Streitigkeiten. Zumindest hatte ich immer das Gefühl, es sei meine Schuld, dass er trinkt- weil es eben so oft während meiner Abwesenheit passierte. Nun hat er sich Knall auf Fall, ohne große Erklärungen von mir getrennt und es sind 3 Wochen vergangen und er trinkt keinen Schluck Alkohol. Normalerweise hätte er sich innerhalb unserer Beziehung sofort betrunken, sobald ich das Haus verlassen habe. Nun nagen noch größere Schuldgefühle an mir, dass er nur deshalb getrunken hat, weil ich eben öfter in meiner Heimat war. Ich bin vor 8 Jahren für ihn in eine andere Stadt gezogen. Hat jemand Erfahrungen mit solchen Umständen? Kann es sein, dass er jetzt nicht mehr trinken muss und sich befreiter fühlt? Er hat mir noch vor ein paar Wochen gesagt, dass er mich liebt und wir haben Weihnachten mit unseren Familien geplant...Nun sagt er ,dass er sich nicht wertgeschätzt gefühlt hat und deshalb so eine Trennung im Affekt herbeigeführt hat. Er hat immer nur betrunken mich beschimpft und vergangene Streitigkeiten hochgehalten. Immer wenn ich danach mit ihm reden wollte -nüchtern- hat er gemeint, dass ihm alles leid tut und nichts ernst gemeint sei. Er hatte betrunken auch öfter mal Schluss gemacht und danach beteuert, dass ich seine große Liebe bin. Er ist mir fast 8 Jahre hinterher gelaufen, bis wir zusammen gekommen sind. Ich bin völlig am Boden zerstört und hätte nie gedacht, dass er sich trennt....vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Liebe Grüße