Felicitas<> - Partner, Quartalstrinker hat sich nach 8 Jahren getrennt und ist plötzlich trocken

  • Ich bemerke es einfach und es irritiert und schmerzt mich, dass es jetzt seit 3 Wochen ohne Alkohol funktioniert. Vorher war es so, dass sobald ich weg gefahren bin in meine Heimat (1x pro Monat), er angefangen hat zu trinken spätestens am Abend und mehrere Tage.

    Dann hat er aber doch die drei Wochen dazwischen auch jeweils nicht getrunken, oder verstehe ich das grade falsch und habe einen Denkfehler? Warum erstaunen dich dann jetzt die drei Wochen Trinkpause???

    Andererseits ist es auch eigenartig, weil er ja aus Einsamkeit-> ich nicht da-> getrunken hat. Und nun durch das Schluss machen begibt er sich ja in totale Einsamkeit also genau das Gefühl, warum er immer getrunken hat

    Mein Ex hat auch immer nach Erklärung/Schuldigen gesucht um zu erklären warum er getrunken hat. Jede dieser Erklärungen war halt einfacher als sich selbst einzugestehen es nicht geschafft/versagt zu haben.

    Vielleicht hat er die Zeit in der du nicht vor Ort warst einfach genutzt um in Ruhe saufen zu können, ohne dass ihm jemand auf die Finger schaut.

    Suche die Schuld nicht bei dir, denn es ist nicht deine.

  • Dann hat er aber doch die drei Wochen dazwischen auch jeweils nicht getrunken, oder verstehe ich das grade falsch und habe einen Denkfehler? Warum erstaunen dich dann jetzt die drei Wochen Trinkpause???

    Mein Ex hat auch immer nach Erklärung/Schuldigen gesucht um zu erklären warum er getrunken hat. Jede dieser Erklärungen war halt einfacher als sich selbst einzugestehen es nicht geschafft/versagt zu haben.

    Vielleicht hat er die Zeit in der du nicht vor Ort warst einfach genutzt um in Ruhe saufen zu können, ohne dass ihm jemand auf die Finger schaut.

    Suche die Schuld nicht bei dir, denn es ist nicht deine.

    Weil er immer getrunken hat, sobald ich weg war. Und nun bin ich sogar schon 3 Wochen weg und er muss nicht zur Flasche greifen

  • Er will ja auch nicht, dass Du Deine Sachen abholst.

    Er verhält sich nicht so, als wärt ihr getrennt.

    Also, zusammengefasst. Dich stört, dass er jetzt drei Wochen nicht getrunken hat und Du beziehst das auf Dich. Das hast Du ja mehrmals geschrieben.

    Das er gesoffen hat, liegt nicht an Dir. Jeder Grund wäre recht.

    Diese Frage wäre damit beantwortet. Für mich sieht das jetzt eher nach einem - für mich unverständlichen - Beziehungsdings aus.

    Aus dem Grund wünsche ich Dir viel Glück und Selbstbewusstsein.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Was möchtest du denn?

    Gute Frage. Mein Leben zurück. Ich habe 8 Jahre in einer anderen Stadt für ihn gewohnt, keine Kinder bekommen wegen der Angst mit dem Alkohol ich habe sehr viel geopfert und nach jeder Alkohol-Eskalation zu ihm gehalten. Wollte ihm da durch helfen. Seit August hatte er nicht mehr getrunken und wir sind uns wieder näher gekommen und nun hat er abrupt Schluss gemacht weil er sich nicht genug wertgeschätzt fühle und außerdem auf einer Therap. Reise zu sich selbst ist. Und meint seine Gefühle wären verschüttet, er wüsste nicht ob er noch liebt...und verhält sich aber so konträr. Die Wohnung sieht noch komplett nach mir aus. Alles was dort steht, hängt und liegt ist von mir. Will man sowas nach einer Trennung? Oder muss er den Weg so abrupt gehen um den Alkohol hinter sich zu lassen?

  • Hallo Felicitas,

    irgendwie suchst Du hier in der Verzweiflung Antworten, die Dir keiner geben kann.

    Warum er irgendetwas macht oder sich so oder so verhält, kann hier keiner beantworten. Jeder ist anders.

    Aber:

    1. Du schreibst er hätte seit 8 Jahren immer nur einmal im Monat getrunken (also alle 4 Wochen). Jetzt trinkt er seit 3 Wochen keinen Alkohol... Wo liegt der Unterschied?

    2. Was willst Du denn? Ist das was Du rückblickend mit so erlebt hast, aufgegeben hast das Wert?

    3. Wenn er süchtig ist, hat das nichts mit Dir zu tun ob er aufhört oder nicht. Sagt nichts über Deinen Wert aus.

    4. Eine wirkliche Trennung ist das ja nicht. Sondern schönes Warmhalten. Ich sehe dieses Verhalten als manipulativ und Du steigst voll darauf ein.

    5. Wie kann Dir die Gruppe hier helfen? Es geht um Dich und darum das Du Dich aus der Co-Abhöngigkeit löst.

    LG Momo

  • Ich wollte einfach gern einen Austausch mit Menschen haben, die vielleicht auch von einem Quartalstrinker verlassen worden sind.

    Ich erkläre den Unterschied nochmal. Er trinkt gerade nicht, obwohl er allein ist. Er hat sonst immer getrunken, sobald er allein war.

    Er hat manchmal auch 3 bis 4 Monate nicht getrunken, manchmal 1 Jahr nicht. Aber seit diesem Jahr sehr häufig und eben dann wenn ich nicht da war als Kompensation zur Einsamkeit

  • Du musst uns hier nicht den Unterschied erklären, was Quartalstrinker sind. Abhängigkeit ist Abhängigkeit.

    Vielleicht ist es auch nur eine ganz normale Trennungsgeschichte und du suchst den Grund in seiner Abhängigkeit? Hast du darüber auch mal nachgedacht? Es ist zwar schmerzlich und tut weh, aber leider auch alltäglich.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Chris, mein Ex Partner, Quartalstrinker, hat sich von mir plötzlich getrennt während er eine Psychotherapie macht. Ich habe ihm nach seinen Abstürzen immer geholfen, ihm seine Beschimpfungen verziehen. Er hat aus Einsamkeit getrunken, immer wenn ich mal ein paar Wochen in meiner Heimat war. Nun hat er sich Knall auf Fall getrennt und trinkt gerade nicht, obwohl er Einsam ist. Hast du eine Erklärung dafür?

    Wie bist du jetzt auf diesen Faden gekommen, der seit einem Jahr ruht? Glaubst Du wirklich, Dein Problem liegt darin, dass er kein Pegel-, sondern Quartalstrinker ist?

    Liest Du eigentlich, was wir Dir schreiben?

    Hallo Felicitas,

    irgendwie suchst Du hier in der Verzweiflung Antworten, die Dir keiner geben kann.

    Warum er irgendetwas macht oder sich so oder so verhält, kann hier keiner beantworten. Jeder ist anders.

    Vielleicht ist es auch nur eine ganz normale Trennungsgeschichte und du suchst den Grund in seiner Abhängigkeit?

    Liebeskummer ist ein A...Aber das ist hier höchstens am Rande ein Thema. Wir sind kein Orakel.

    Hier arbeiten Alkoholiker und Co-Abhängige an ihrer eigenen Befreiung. Findest du dich da wieder? Ist das dein Ziel?

  • Bin gerade hier rübergekommen. Weil ich dachte, ich sehe nicht richtig. Dann habe ich aber schon Rennschneckes Beitrag gelesen.

    Liest Du eigentlich, was wir Dir schreiben?

    Ist jetzt Dein Plan, hier jeden das Gleiche zu fragen?

    Bitte lies Dir die Antworten durch und falle jetzt nicht in andere Threads mit immer der gleichen, bereits beantworteten Frage, ein.

    Zum Thema Alkohol gab es viele Antworten. Wie von mehreren (auch mir) bereits erwähnt, scheint es eher um ein Beziehungsding zu gehen.

    Wenn Du schon immer das gleiche weiter fragst, dann bitte hier in Deinem Thread.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Bin gerade hier rübergekommen. Weil ich dachte, ich sehe nicht richtig. Dann habe ich aber schon Rennschneckes Beitrag gelesen.

    Ist jetzt Dein Plan, hier jeden das Gleiche zu fragen?

    Bitte lies Dir die Antworten durch und falle jetzt nicht in andere Threads mit immer der gleichen, bereits beantworteten Frage, ein.

    Zum Thema Alkohol gab es viele Antworten. Wie von mehreren (auch mir) bereits erwähnt, scheint es eher um ein Beziehungsding zu gehen.

    Wenn Du schon immer das gleiche weiter fragst, dann bitte hier in Deinem Thread.

    Danke für die einfühlsamen und belehrenden Worte. Ich hatte die Hoffnung auf verständnisvoll Menschen zu treffen, die mir Einblicke in die Irrungen und Wirrungen eines Quartalstrinkers geben können. Aber nach diesem Forum geht es mir eher schlechter. Vielleicht einfach bisschen weniger ich und bisschen mehr wir. Alles Gute f0r euch

  • einfach bisschen weniger ich

    Ein bisschen mehr Du.

    Das Forum richtet sich an CO Abhängige, die für sich davon loskommen wollen.

    Damit ihre Gedanken nicht mehr nur noch um den Alkoholiker kreisen. Sondern sie zurück zu sich selbst finden.

    Wenn dir also hier nur dein Freund erklärt wird, ist dir damit nicht geholfen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Danke für die einfühlsamen und belehrenden Worte. Ich hatte die Hoffnung auf verständnisvoll Menschen zu treffen, die mir Einblicke in die Irrungen und Wirrungen eines Quartalstrinkers geben können. Aber nach diesem Forum geht es mir eher schlechter. Vielleicht einfach bisschen weniger ich und bisschen mehr wir. Alles Gute f0r euch

    Vielleicht hast du dich auch geirrt, was das hier für ein Forum ist? Es ist kein primärer Austausch über die Irrungen und Wirrungen eines Alkoholikers und was er dir antut. Es ist ein Selbsthilfe-Forum, wo das 'Wir' nicht passt, da jeder Alkoholiker oder Co-Abhängige nur aus der Summe des Ganzen seinen eigenen Weg finden muss. Sich nur selbst helfen kann.

    Denn es haben sich gerade die verständnisvollen und erfahrenen User hier gemeldet, die genau wissen, wie oder was sich in einem Co-Abhängigen oder einem Alkoholiker abspielt.

    Es ist jedoch auch so, dass, wenn es keine Hilfe für dich ist, du entweder noch nicht so weit bist oder nur das lesen Möchtest was zu deinem Denken passt. Vielleicht lässt du es erstmal alles sacken denn dein Anspruch war ja Hilfe zu bekommen .

    Ansonsten wünsche ich dir, dass du dich wichtig nimmst und darauf achtest, was dir gut tut.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Felicitas,

    ich glaube dein "Denkfehler" ist, dass du fest davon überzeugt bist, dass er früher nur getrunken hat, weil er einsam war. Und dass du selbst quasi sein Garant für Nüchternheit bist. Du sagst du hast so viel geopfert und immer zu ihm gehalten. Und trotzdem verlässt er dich. Das ist eine tiefe Kränkung.

    Zu Denken ich bin als Einzige in der Lage meinen Partner vor dem Alkohol zu retten/vom Trinken abzuhalten ist eine komplette Selbstüberschätzung und ein Symptom für co-Abhängigkeit.

    Es kann furchtbar schmerzlich sein nach so vielen Jahren zu erkennen, dass all das "Aufopfern" gar nichts genutzt hat, sondern unbeabsichtigt vielleicht sogar das Gegenteil bewirkt hat.

    Ich weiß nicht wie du darauf kommst, dass er aus Einsamkeit getrunken hat. Mein Mann hat, wenn ich weg war, viel getrunken, weil er es konnte. Niemand da die sonst sauer ist. Und weil er wusste, dass er aufhören "muss", wenn ich wieder da bin, hat er vorsorglich extra viel getrunken. Aber ich dachte auch sehr lange er "braucht" mich als externe Kontrolle, weil er es selbst nun mal nicht kann.

    Ich wünsche dir, dass du dich hier ein liest. Dich nicht abschrecken lässt.

    Alles Gute, Jump!🏵️

  • soll er das denn? zur flasche greifen, weils ohne dich nicht geht?

    Was dich dazu bewegt, so eine schlimme Nachricht zu schreiben, weißt nur du. Wenn man nichts nettes zu sagen hat in einem Forum, wo Menschen nach Hilfe suchen, sollte man still sein. Ich versuche mir zu erklären und auch meinen Schuldgefühlen, warum er nun ohne mich plötzlich nicht mehr trinken muss.

  • Vielleicht hast du dich auch geirrt, was das hier für ein Forum ist? Es ist kein primärer Austausch über die Irrungen und Wirrungen eines Alkoholikers und was er dir antut. Es ist ein Selbsthilfe-Forum, wo das 'Wir' nicht passt, da jeder Alkoholiker oder Co-Abhängige nur aus der Summe des Ganzen seinen eigenen Weg finden muss. Sich nur selbst helfen kann.

    Denn es haben sich gerade die verständnisvollen und erfahrenen User hier gemeldet, die genau wissen, wie oder was sich in einem Co-Abhängigen oder einem Alkoholiker abspielt.

    Es ist jedoch auch so, dass, wenn es keine Hilfe für dich ist, du entweder noch nicht so weit bist oder nur das lesen Möchtest was zu deinem Denken passt. Vielleicht lässt du es erstmal alles sacken denn dein Anspruch war ja Hilfe zu bekommen .

    Ansonsten wünsche ich dir, dass du dich wichtig nimmst und darauf achtest, was dir gut tut.

    Normalerweise trennt sich der Co-Abhängige vom Abhängigen und ich bin einfach irritiert über diesen abrupten Trennungsvorgang

  • Liebeskummer ist furchtbar. selbst erlebt, vorallem wenn man selbst verlassen wurde, spielen die gedanken verrückt. ich hab in solchen zeiten rauf und runter gespult, wo denn der fehler lag.

    jetzt macht er gerade eine therapie und sortiert sich und seine vergangenheit. sein leben. macht schluss, hält aber noch kontakt, weil der sortierprozess ein work in progress ist. vielleicht kommt ihr wieder zusammen, vieleicht nicht.

    was ist, wenn du das gleiche machst? dich auch sortierst. was du für dich möchtest, hast du ja schon ein bisschen formuliert. denk doch da noch mal ein bisschen drauf rum unabhängig von ihm. die 8 jahre sind futsch, die bekommst du nicht wieder. aber vielleicht kannst du ja die nächsten 8 so gestalten, daß sie dir gefallen.

    gefällt dir der ort an dem du lebst? wie möchtest du deine tage verbringen? denk von heute an, nach vorne.

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